Wer kauft VW-Autos? Primär Arbeiter und Angestellte. Wie kommen die an das Geld für den Autokauf? Durch ihre Löhne und Gehälter. Wer arbeitslos ist, kann kein Auto kaufen. Für diese einfache ökonomische Weisheit muß man nicht studieren. Dr. Oliver Blume ist Vorstandsvorsitzender der VW AG, sein Doktorgrad weist ihn als Studierten aus. Da das Land Niedersachsen Mitinhaber des VW Konzerns ist, darf man annehmen, dass auch die Entlassungspolitik des Konzerns von der Bundesregierung wahrgenommen wird. Die Mehrheit der Bundesminister und Ministerinnen in der Bundesregierung verfügt über einen Hochschulabschluss, sie können also sicher bis drei zählen.
Mehr Profit - schönere Welt
Der VW-Konzern verkündet zur Zeit, dass er bis 2030 rund 50.000 Jobs in Deutschland liquidieren will. An mangelhafter Bildung kann es nicht liegen, wenn Konzernleitung und Regierung den geplanten Entlassungen beim VW-Konzern schweigend zustimmen. Die schlichte, menschliche Logik sagt, dass Arbeitslose aber eher weniger oder gar keine Autos kaufen. Aber im Kapitalismus herrscht die irre Profitlogik: Je mehr Profit ein Kapitalist macht, desto schöner ist seine Welt und je schöner seine Welt ist, so schöner scheint ihm alles, was er beherrscht. Das System wird so lange herrschen, solange der Kapitalismus nicht liquidiert wird.
Hunderttausende für Chefredakteure
Sparen scheint der neue Trend zu sein. Es gibt Bereiche, in denen dieser Trend nützlich ist. Zum Beispiel kostet ein Soldat 36.100 € pro Jahr. Zusätzlich muß man mehrere hunderttausend Euro pro Soldat und Jahr an Rüstungskosten veranschlagen. Genau hier lassen sich Milliarden Euro einsparen. Das ist ohne spezielle Bildung festzustellen; die legendäre schwäbische Hausfrau könnte das den Herrschenden mühelos vorrechnen. Aber auf diese kluge Frau hört keiner. Sie kommt in keiner der Medien vor, die beweislos behaupten, dass der Russe uns bedroht. Stattdessen bekommen die diversen Chefredakteure Hunderttausende an Gehalt. Auch in diesem Bereich ließe sich viel einsparen.
Viele tote Köche
So bleibt den Hausfrauen und ihren Männern nur eine Logik: Sie müssen den Apparat übernehmen. Es war Lenin, der gesagt hat, „Jede Köchin muss lernen, den Staat zu regieren“. Aber der war Russe. Und wenn man herrschenden Medien glauben darf, dann ist der Russe als solcher böse. Zudem weiß das deutsche Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei!“ Viele Deutsche, die in zwei Weltkriegen waren, schweigen dazu: Die meisten essen nie wieder Brei, geschweige, daß sie ihn kochen können.