Wenn ein Regierungsbeamter morgens stolpert, wird öffentlich vermutet, dass der Russe ihm Stöcke zwischen die Beine geworfen hat. Wenn ein deutscher Politiker abends bei einem Alkoholtest erwischt wird, da hat ihn sicher der Russe mit Wodka abgefüllt; wenn es zu heiß ist, wird angenommen, dass der Russe an der Temperatur gedreht hat und wenn es zu kalt ist, auch.
Geheimes Depot!
Deutschlands Nachrichtenpolitik folgt einer ähnlichen Methode. Ein aktuelles Beispiel ist die Meldung der Tagesschau: „Geheimes Waffendepot bei Berlin entdeckt - Sicherheitsbehörden haben nach Informationen von WDR, NDR und SZ am Stadtrand von Berlin ein Versteck mit zwei scharfen Waffen entdeckt. Nach Einschätzung der Behörden soll es sich um ein Depot russischer Agenten für mögliche Anschläge handeln.“
Die Frage bleibt: Welche Regierungsstelle hat diesen Dienst befohlen?
Diese „Information“ wird dann prompt auch im Berliner Tagesspiegel, dem Regierungssender Deutsche Welle, dem Handelsblatt und anderen Medien veröffentlicht.Welche Waffen könnten es sein? Zwei Küchenmesser? Echt scharf? Warum ist es „geheim“? Welcher Dienst hat WDR, NDR und SZ informiert? Welche Regierungsstelle hat den Dienst angewiesen, die Öffentlichkeit zu „informieren“?
Panzerbrigade 45 im Baltikum
Was denkt der einfache Bürger? Der Russe legt Waffen-Depots an. Der Russe will Krieg. Wir müssen mehr rüsten, damit der Russe uns nicht besiegt, wenn er uns überfällt. Für ein Überleben im Kampf gegen den Russen zahle ich gern Steuern! Und wenn die Bundeswehr ihre Panzerbrigade 45 im Baltikum stationiert, dann rücken wir den Russen nur aus Sicherheitsgründen auf den Pelz.
„Forward Defense“
Die NATO nennt das „Forward Defense“ (Vorwärtsverteidigung). Wie „vorne“ darf es denn sein? Kurz hinter Warschau? An der Stadtgrenze von Minsk? In den Vororten von Moskau? Und wenn dann, kurz vor Moskau, der Russe „Njet“ sagt und die vordere Vorwärtsverteidigung ausbremst, dann weiß der Norm-Deutsche, dass der Russe den Krieg angefangen hat. Wie damals, als Adolf Hitler vor dem Reichstag bellte: „Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!“.