Als ob die Frau, die das Spahn-Baby ausgetragen hat, ein Tier wäre, das man kaufen und benutzen kann: Für bis zu 250.000 Euro haben Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke eine Frau in den USA gefunden, die bereit war, sich einen Labor-Embryo, der mit den Spermien von Daniel Funke befruchtet war, in die Gebärmutter einsetzen lassen. Die beiden haben diese Nachricht so freudig begleitet, das nur noch das Video vom Sperma-Melken fehlte.
Leihmutterschaft in Deutschland verboten
Klar: Leihmutterschaft ist durch mehrere Gesetze in Deutschland verboten. Ausdrücklich ausgeschlossen ist sie im Embryonenschutzgesetz. Dort droht Ärzten eine Strafe von bis zu drei Jahren Haft für die Herbeiführung einer Leihmutterschaft. Wer straft die Verbrecher, die sich in Deutschland über Recht und Gesetz hinwegsetzen? Der Trickser Spahn sagt zu diesem Fall der BILD-Zeitung: "Gott freut sich über jedes Kind". Na klar, Spahn ist Funktionär der Christlich Demokratischen Union, da kennt man Gottes Wille.
Die CDU weiß, was Gott meint
Aber auf dem CDU-Parteitag im Februar diesen Jahres wurde Gottes Wille noch anders interpretiert; dort hieß es in einem Beschluss: „Angesichts ethischer, rechtlicher und praktischer Bedenken gegenüber Leihmutterschaft bekräftigt die CDU Deutschlands ihre Forderung, Leihmutterschaft – auch in altruistischen Modellen – in Deutschland weiterhin zu verbieten, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken zu verhindern.“
Kanzler gratuliert zum Kauf-Kind
Der CDU-Vorsitzende und Kanzler, Herr Friedrich Merz, sagte gestern zum gekauften Kind des Fraktionsvorsitzenden: "Ich bin bereits am letzten Freitag von Jens Spahn darüber informiert worden, dass er und sein Mann Eltern werden. Ich habe ihm dazu gratuliert." Erst als das in der Öffentlichkeit gar nicht gut ankam, nannte er Spahns Rücktritt „unvermeidlich“. Kanzler Merz ist katholisch, Jens Spahn auch. Nach allen Regeln ihrer Kirche müssten beide ausgeschlossen werden. Und nach den Statuten der CDU ebenfalls. Aber dort rührt sich nichts.
Herrschende Doppelmoral
Es ist die herrschende Doppelmoral einer Gesellschaft, in der die Reichen sich alles leisten können und die Armen sich verkaufen müssen, die zu den perversen Zuständen führt, die Deutschland in diesen Tagen erlebt. Mehr als drei Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben in Deutschland in Armut oder erfahren soziale Ausgrenzung. Das bedeutet – nach den Kriterien des sogenannten AROPE-Indikators der EU – dass jedes fünfte Kind in einem Haushalt aufwächst, der sich den durchschnittlichen Lebensstandard nicht leisten kann, in dem die Erwachsenen oft keine Arbeit haben oder ihnen sogar das Geld für Wesentliches wie regelmäßige Mahlzeiten fehlt.
Ethik, Moral und Gerechtigkeit?
Solange Existenzen wie Spahn und Merz wie die Fettaugen auf der trüben Brühe der Profitgesellschaft schwimmen, solange kann von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit nicht die Rede sein. Erst wenn solchen Figuren das Handwerk gelegt wird, haben Ethik, Moral und Gerechtigkeit ihren angemessenen Platz im Land.
Spahn zieh ab!

Das ist der WEG-SPÜLER-PREIS der RATIONALGALERIE. Er wird all jenen verliehen, die ins Klo der Geschichte gehören.