ARD regelt mehr als Sprache

Die dicksten Lügen haben die größten Quoten

Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Februar 2019

Von BILD bis „Junge Welt“: Das 120.000-Euro-Gutachten der ARD zum „Framing“ wird zwischen Hochstapelei und Manipulations- Handbuch eingeordnet. Und – selten genug – beide haben Recht. Und beide greifen zu kurz: Das „Framing Manual“ ist ein ideologisches Manifest der ARD, das alle vorhandenen gesetzlichen Regularien und Grundlagen der ARD durch Ignorieren außer Kraft setzt und die Machtergreifung einer hauseigenen, hausgemachten Glaubensgemeinschaft predigt. So organisiert man Gefolgschaft. Erst nach innen, bei den aktiven Trägern der Ideologie, den Redakteuren, dann bei den Zuschauern, die letztes Ziel der Ideologisierung sind. Fraglos ist Elisabeth Wehling, die Autorin des Manuals, keine simple Propaganda-Röhre. Aber ihre ARD-Glaubenspredigt hat alle Züge der klassischen, sektiererischen Formierung einer Kampfgemeinschaft. Was zu beweisen ist.

JEDE SEKTE BRAUCHT DEN GEGNER

Wer eine Glaubensgemeinschaft konstituieren will, braucht immer einen äußeren Feind. Der wird im Manifest der Wehling „Gegner“ genannt. Es versteht sich, dass in diesem primitiven Schema die ARD immer als gut begriffen wird und der „Gegner“ böse ist – so schreibt Frau Wehling zum Beispiel: „Der Grund, dass sich die ARD für das jeweilige Anliegen ein­setzt, während ihre Gegner – ob etwa in Form politischer Kräfte oder Kommerzmedien – sich gegen das Anliegen stark machen, liegt darin, dass beide ‚Lager’ ein und dieselbe Faktenlage unterschiedlich bewerten.“ Der Trick kommt auf Socken daher: Die politischen Kräfte werden nicht benannt oder gar analysiert. Und die „Kommerz-Medien“ als Gegner behauptet, obwohl die ARD genau denen seit Jahr und Tag immer ähnlicher wird, mit ihnen das Personal austauscht und vor allem mit ihren Talkshow-Formaten selbst neue kommerzielle Zentren außerhalb der öffentlichen Kontrolle etabliert hat, in denen Millionen verdient werden und Talk-Zucht-Meisterinnen wie Anne Will eine völlig ungezügelte Manipulations-Macht ausleben. Natürlich sind die privaten, kommerziellen Sendeanstalten durchweg noch schlimmer. Aber da sie – immer die Einschaltquote im Auge als Beispiel und Zielmarke im Kampf um bezahlte Werbung – längst die Veränderung der ursprünglichen ARD-Struktur bewirkt haben, ist ihre Positionierung im Wehling-Text als Gegner nur ein Trick zur Herstellung einer feindlichen Umwelt, die dem ARD-Lager das wärmende Feuer für die eigene Wagenburg verschafft. Wer, wie die ARD allein im Jahr 2017 mehr als 320 Millionen Euro aus dem Werbe-Fernsehen eingenommen hat, der ist längst im Kommerz-Lager angekommen. Der Kampf um den fetten Kuchen aus der Werbung zwischen privaten Verlegern und den Öffentlich-Rechtlichen spielt in Wehlings Manual einfach keine Rolle. So wird die Wirklichkeit durch Ausblendung zugunsten der Sekten-Wahrheit verengt.

JEDE SEKTE BRAUCHT EIN BEKENNTNIS

Wer Glaubensgemeinschaften gründen will, der braucht auch Glaubensbekenntnisse. Der bei Frau Wehling bestellte Text findet den wesentlichen Glaubensgrundsatz in der „Moral“, die der ARD zu eigen sein soll. Heftig und häufig wird der ARD „Moral“ attestiert. Wer für sich „Moral“ beansprucht, der unterstellt der Gegenseite UnMoral: „Kommunizieren Sie erfolgreich auf der Ebene moralischer Prinzipien – es sind Prinzipien, die Sie glasklar von ihren Gegnern unterscheiden“, lautet eine Handlungsanweisung des Manuals. Und kommt so zu einem drakonischen Glaubens-Satz: „Was für die ARD gerade groß genug ist . . . das ist für ARD­ Gegner viel zu groß.“ So gelangt die ARD durch ihr teures Auftragswerk auf den Gipfel unanfechtbarer Größe. Wen das nicht an die rituelle Beschwörung sektanter Abschottung erinnert, der will nichts erkennen oder sichert sich mit dem Glauben an die eigene Größe ein gut bezahltes Plätzchen auf eben dem Gipfel, der zum Runterschauen auf die für dumm verkaufte Masse der Zuschauer einlädt. So kommt das Wehling-Werk nur logisch zu diesem anfeuernden Kampfgeschrei: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Wer „unser“ behauptet, der fragt nie und nimmer „wessen“, wer „gemeinsamer“ schreibt, der sieht die anderen draußen und wer als Rundfunk die Freiheit gepachtet hat, der übernimmt ganz bewußt das Framing des ewig freien Westens für sich. Und der definiert den Rest der Welt als unfrei.

NEUE BEGRIFFE HEBELN DEMOKRATIE AUS

Die noch existierende ARD geht mit den Zugriffs- und Kontrollmöglichkeiten ihrer Hörer und Zuschauer fahrlässig bis zur Verweigerung um. Aber tatsächlich sind in den Staatsverträgen der Sender – jenen gesetzlich begründeten Vereinbarungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit den Bundesländern in Vertretung aller Bürger – Rechte verankert, die demokratische Eingriffe in die Programme zulassen. Genau darüber schweigt Wehlings Manual total. Total ist hier wie totalitär zu lesen. Denn in dem im Manual unterdrückten Programmauftrag des NDR zum Beispiel steht solch ein Satz: „Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben“. Darüber wäre zu reden, dieser gewichtige Inhalt wäre mit der Wirklichkeit zu vergleichen. Wenn man den Rahmen sprengen wollte. Auch dass es mit den Rundfunkräten bei den Sendern einen Versuch demokratischer Gremien gibt, geben könnte, unterschlägt die Wehling in ihrer Sekten-Predigt komplett: „Der Rundfunkrat soll die Interessen der Allgemeinheit auf dem Gebiet des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vertreten“, das kann man in den Staatsverträgen lesen. Nicht einmal das zitiert das Manual. Geschweige, dass dort von der kompletten Übernahme der Räte durch das herrschende Parteikartell die Rede wäre. Statt dessen serviert Wehling ihren Auftraggebern diesen Satz: „Bürger haben eine Beteiligung am gemeinsamen Rundfunk ARD, indem sie zum gemeinsamen Rundfunkkapi­tal beitragen“. Wie, wann und wodurch denn eine Beteiligung möglich wäre, wird kalt ignoriert, um eine Rundfunk-Volksgemeinschaft zu proklamieren, die den Zuschauern eine sonderbare „Teilhabe“ zuschanzt: „Teilhaben an etwas Größerem, an ei­ner gemeinschaftlichen Kraftanstrengung zugunsten einer Sache, die man aus eigener Kraft nicht realisieren kann“. Viel offener ist der Charakter des Glaubensbekenntnisses kaum zu formulieren: Man soll Teil eines unerklärten Größeren werden, eine gemeinsame Kraft aufwenden, sich als kleinen Teil des Großen Ganzen begreifen.

KONKRETE REALITÄT IRRITIERT SEKTEN NUR

Zum üblichen Sekten-Verhalten gehört die konsequente Verweigerung konkreter Themen. Das ARD-Programm bietet eigentlich eine Fülle von Inhalten, die in einem Rahmen durchaus Platz finden könnten und müssten, wollte man sich seriös mit der ARD beschäftigen. Aber selbst bei der inhaltlichen Nähe der ARD zu ihren von Wehling behaupteten privaten Gegnern wäre ein schlichter privater Vergleich hilfreich. Zum Beispiel der Fall Skripal: Ein ehemaliger Agent wird mit Vergiftungserscheinungen in eine britische Klinik eingeliefert. Die ARD-Tagesschau beschuldigt den russischen Geheimdienst der Tat. Einzige Quelle ist der britische Geheimdienst. Offizielle Klage erhebt die englische Premierministerin. Sowohl bei den vermeintlichen Gegnern der ARD – Private Medien aller Art – als auch bei den Öffentlich-Rechtlichen wimmelt es von Absicherungs-Wörtern wie „mutmaßlich - wahrscheinlich - möglicherweise“. Die Quellen sind dubios oder parteiisch. So einfach könnte die Verifizierung von Anspruch und Wirklichkeit sein. Wenn die konkrete Realität nicht ausgeblendet würde. Aber die ARD-Sekte in Gründung darf keineswegs durch Faktizität irritiert werden.

ARD-GENERALSEKRETÄRIN
VERTEIDIGT GLAUBENS-TRAKTAT

Denkbar wäre, dass im ARD-Tagesgeschäft mal ein falscher Auftrag ausgelöst worden wäre, dass der große Apparat mal einen kleineren Fehler gemacht hat. Aber weit gefehlt. Die ARD-Generalsekretärin – ein mächtiger Titel für eine wirkungsmächtige Funktionärin – Dr. Susanne Pfab, stellt sich mit einer „Klarstellung“ hinter dasTraktat der Wehling. Das sei zwar eine „Arbeitsunterlage“, hätte aber einen „missverständlichen Titel“. Und mache nur „unter anderem darauf aufmerksam, dass es sinnvoll sei, über sprachliche Formulierungen auch die dahinterstehenden Werte offenzulegen“. Eine glatte Lüge. Aber die dicksten Lügen haben die größten Quoten und um die Wahrheit komplett zu versenken, wird noch dieser Beton drübergegossen: Bei dem „Workshop-Angebot für Mitarbeitende geht es darum, für den verantwortungsvollen Umgang mit Sprache zu sensibilisieren“. Die Wahrheit: hinter einem schwülstigen Vorhang scheinwissenschaftlicher Sprache enthüllt sich der ARD-Manipulationsapparat in all seiner hässlichen Gestalt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 26. Februar 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"Kein Wort kann außerhalb von Frames gedacht, ausgesprochen und verarbeitet werden. Wann immer Sie ein Wort hören, wird in Ihrem Kopf ein Frame aktiviert.“
Elisabeth Wehling

Das ist schlecht formuliert. Es muss heißen: 'Kein Sachverhalt (!) kann ohne einen sprachlichen Begriff gedacht und verarbeitet werden."

Nun ist es so: Die Rationalgalerie benutzt auch ihren Begriffsrahmen für gesellschaftliche Sachverhalte. Es ist der marxistische Begriffsrahmen: Klasse, Produktionsverhältnisse, Profit etc.

Das macht sie allerdings freiwillig, sie wird nicht dafür bezahlt.

Gefährlich wird es, wenn man dafür bezahlt wird, bestimmte Bgriffe und nur die zu benutzen. - Wenn jemand in Amerika für den Kongress kandidiert und Wahlkampffinanzierung von, sagen wir der gun lobby, der XY Industrie oder IPAC bekommen will, dann wird mit ihm vereinbahrt, dass er nur bestimmte Begriffe benutzt, die die jeweilige Gruppe / Lobby und deren Interessen in einen positiven Begriffsrahmen stellt.

Also soll er zum Beispiel niemals den Ausdruck 'gun violence' benutzen sondern immer nur von 'Recht auf Selbstverteidigung' etc. reden, wenn er von der gun lobby finanziert wird.

Und was die DDR früher anbetraf, bekamen doch die Redaktionen eine Liste mit Ländern:
- 'sozialistische Bruderländer'
- 'Klassenfeinde'
- 'neutrale Länder'

So wurden die Länder der Welt für den DDR Journalisten geframed.

Antwort von U. Gellermann:

Im nebenstehenden Artikel findet man die von Bloemker inkriminierten Worte „Klasse, Produktionsverhältnisse, Profit“ an keiner Stelle. Herrn Bloemkers Reflex, ihn trotzdem als Teil eines „marxistischen“ Framings zu begreifen, erinnert sehr an einen Spruch aus den 70er Jahren: „Ein kluges Wort - schon ist man Kommunist“.

Der nebenstehende Text klagt nur eine ursprünglich demokratische Verfasstheit des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks ein, die in Praxi verändert wird und vom neusten Framing-Manifest der Wehling unter Beschuss genommen wird.

Wer von der Kritik an Wehlings primitivem ideologischen Machwerk auf die DDR schließt, der krampft statt zu argumentieren.


Am 25. Februar 2019 schrieb Alles nur Satire:

Neben dem, gewohnt hervorragenden Text ist auch die Vita von Dr. Wehling, einer marktradikal indoktrinierten Wetterfahne, nicht uninteressant.

Wehling ist nur eine von vielen Zöglingen der marktradikalen Indoktrinationsanstalten, die das Desinteresse der meisten Menschen für ihre Herren zu nutzen wissen.


Am 25. Februar 2019 schrieb Dian C.:

Ich danke Wehling und ihren Auftraggebern aus MDR/ARD und besonders den Veröffentlichern, den "Leakern" deren Glaubensbekenntnisses. Was kann es schöneres geben, als dass die Manipulatoren der "Volksmeinung" schreiben und "begründen", wie sie und vor allem warum sie manipulieren.

Sie gestehen ganz "ehrlich", dass man daran, an "sie" glauben muss - sonst wirken sie nicht. Um noch eins drauf zu setzen, wird der tatsächlich noch gegebene gesetzliche Rahmen nicht nur verschwiegen, sondern durch den moralischen ersetzt, indem dieser als der wichtigere bezeichnet wird. Wer die "richtige" Moral hat, darf sich in deren Welt über die Gesetze hinwegsetzen.

So gesehen, ein nahezu faschistisches Glaubensbekenntnis.

Die Welt ist auch durch Ulrich Gellermanns Hilfe um ein gutes Stück erkennbarer geworden - wenn man Wissen dem Glauben vorzieht.

Bedauerlicherweise ist letzterer immer noch bequemer ...


Am 24. Februar 2019 schrieb Guenther Mann:

die ard verdient grenzenlose bewunderung für ihr bestreben um scheindemokratie und untertanenruhe für das von 80 millionen menschen bewohnte gebiet irgendwo in europa.
wenn man nur 4 bis 6 milliarden ECU bekommt um 80 millionen theoretische selbst denken könnender theoretischer bürger zu framen, zu instrumentalisieren und zu neutralisieren (weitere funktionen nachlesbar beim noblpreiströger bob dylan)
dann ist das ergebnis überwältigend.
zu bendenken: die zu manipuilierneden Massen sind von ähnlicher genetischer struktur wie die besorgten bürger von Karl-Marx-Stadt (sorry Karl)
manchmal wache ich morgens auf und denke ein übelstgelaunter arnold schwarzenegger oder Jesus hätte die menschheit um 18.000 Jahre zurück in die vergangenheit gebeamt.


Am 24. Februar 2019 schrieb R. R.:

Mein Wort zum Sonntag

Die Medien haben einen Klassenauftrag zu erfüllen. Das war übrigens auch in der DDR so. Nur war das eben eine andere Klasse die das Land regiert hat. In Fakt ist jedes Medium infolge des Klassenauftrages ein Organ des Staatsapparates der bekanntlich von Steuern finanziert wird.

Natürlich wird sich ein ARD-Oberfuzzi nicht vor die Kamra stellen und verraten wer seine Auftraggeber sind. Das machen die Politiker ja auch nicht, ganz im Gegenteil: Sie spielen sich und ihr Parteiprogramm ganz geschickt in den Vordergrund und machen damit ihre Auftraggeber unsichtbar. D.h., sich selbst machen die sich undurchsichtig.


Am 24. Februar 2019 schrieb Anke Zimmermann:

Das nenn ich mal eine veritable Selbstentblößung der ARD, ich hab das Framing Manual angemessen aufm Örtchen gelesen, da es recht schlicht gehalten ist, in großer Schrift, mit großzügigen Absätzen, hat man es schnell durchgelesen und stößt dabei auf Ungeheuerliches. Dazu haben andere, schon viel geschrieben.

Zunächst mal grundsätzlich, in meiner Arbeitswelt ist ein Manual eine Anweisung und steht nicht mehr zur Diskussion. Dinge haben Bezeichnungen, damit man weiß, was man mit ihnen anfängt. Wenn aber wirklich 120.000 Euro für eine Diskussionsgrundlage ausgegeben wurden, habt ihr echt Chuzpe zu behaupten:

"Wir gehen verantwortungsvoll mit dem uns anvertrauten Geld um. .... Die Gemeinwohlorientierung steht im Mittelpunkt."
(ARD Generalsekretärin Pfab in der welt)

Die Gebühren von ca. 6000 Gebührenzahlern für eine Diskussionsgrundlage auszugeben, ist nicht gemeinwohlverantwortlich, sondern irre. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, da arbeiten ausgebildete Journalisten, Medienfachleute, Kommunikationsexperten, die wie man munkelt exorbitante Gehälter einstreichen und die müssen sich eine Diskussionsgrundlage extern erstellen lassen, damit sie wissen, wie sie sich darstellen sollen?
Ich habe große Zweifel an der Kompetenz und Professionalität der Mitarbeiter in der ARD.
Nicht zuletzt, das ihnen dieses billige Elaborat aus NLP und Mein Kampf gelesen, 1000 Euro pro Seite wert war, ist ein Beleg für ihre Inkompetenz und moralische Abgehobenheit. Fachlich betrachtet, kann das nur ein Gefälligkeitshonorar gewesen sein:

"Nutzen Sie Basic-Level Sprache, wo immer es geht. Alles, was Sie tun, anfassen, sehen, fühlen, schmecken, riechen oder hören können, liegt auf dem Basic-Level. Alles, was Sie aus Ihrer ganz alltäglichen Lebenswelt kennen, liegt auf dem Basic-Level. Der Begriff „solidarisch“ etwa ist außerhalb der Basic-Level, die Bezeichnung "Hand in Hand" hingegen nicht. Also, die Daumenregel lautet: Je konkreter, desto besser."

Das lernt jeder Vertriebler in der Berufsschule. Relotius war ein Meister der Basic-Level Spache, also Vorsicht, wenn es in Pressetexten nach Wald oder frischem Backwerk duftet und aus der Ferne eine leise Melodie erklingt, könnte es sein, das sie genudgt werden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist viel die Rede von Moral. Ungeklärt bleibt, welche Moral gemeint ist? Gelenkte Demokratie, statt jeder wie er will. Ungeklärt bleibt, wer da lenken soll und wohin? Bei den vielen Transatlantifanten in der ARD, wird mir da schon etwas blümerant.

"Dass Medien Glaubwürdigkeitsprobleme haben und nachweisen müssen, dass sie Vertrauen verdienen ? das ist doch unbestritten. Aber der Begriff ?Krise? trifft nicht zu. Das transportiert doch gleich wieder ein Bild."

Ja Frau Pfab, das transportiert ein Bild. ARD Verantwortliche, die sich die Augen zuhalten, damit sie die Krise nicht sehen und dazu lalala singen. Wo die Augen gerade zu sind, probieren sie es mal mit Einsicht.
Wir alle mussten und müssen den Gürtel enger schnallen, das sollten wir jetzt auch unserem Gemeinwohlrundfunk ARD zumuten. Unsere Gebühren sind nicht dazu gedacht, eine mittelmäßige Sprachwissenschaftlerin zu pampern und krude, aus der Zeit gefallene, orwellsche Phantasien für interne Diskussionsrunden zu erstellen. Zu welchem Zweck?

Und das nicht zuletzt ihr Öffis, nehmt das mal zur Kenntnis, eure Rezipienten schwimmen hier, nicht auf der Nudelsuppe rum. Allmählich wird es beleidigend.


Am 24. Februar 2019 schrieb Hella-Maria Schier:

@ Der vom Helmholtzplatz
" Den Faschismus in seinem Lauf hält
weder Ochs noch Esel auf..."
Zu Ihrer Aufzählung von faschistischen Entwicklungen, wie Überwachung und Aufrüstung möchte ich noch einiges hinzufügen: False-Flag - Terror, anhaltender Ausnahmezustand siehe Frankreich, EU-Armee für Einsätze im Innern, damit die Soldaten nicht die eigenen Landsleute bekämpfen müssen,
Gleichgültigkeit gegenüber dem Willen der Bevölkerung, Missachtung und Beleidigung des Volkes als minderbemittelt und "völkisch", damit man es "mit Recht" bevormunden kann und weil der Vorwurf den Linken schadet; Aufhetzen aller Gruppen gegeneinander, wozu, auch wenn das nicht jeder wahrhaben will, auch der sog."Kampf gegen Rechts" gehört, der a l l e s Oben Unerwünschte systematisch nach rechts schiebt und so die Rechten füttert und den Linken die Substanz nimmt;
die linksfaschistische "Querfront" - Inquisition, welche Kritiker diffamiert und zur Jagd frei gibt - und überhaupt die ganzen Angriffe auf die Meinungsfreiheit aus angeblich moralischen Gründen.
Ich vermisse die Linken, die hiergegen auf die Straße gehen!
Jemand sagte mal, der Faschismus werde sich "Antifaschismus" nennen, wenn er jemals wiederkehre...

Das System ist ja nicht blöd.
Wir haben heute b e i d e Varianten gleichzeitig, die von rechts und die von pseudolinks und sie spielen einander die Bälle zu. Aber während die Linken die Gefahr von nominell "rechts" erkennen und sie fokussieren (was sie auch sollen, wie man merkt), entfällt vielfach der kritische Blick nach o b e n und nur von wenigen wird das faschistische Potenzial einer Amadeu Antonio -Stiftung, (finanziert von der Regierung, unterstützt u.a. von Soros), ernstgenommen welches die Rechte Gefahr, die es "bekämpft" gleichzveitig produziert.
Wer behauptet gegen Rechts zu sein, kann nicht wirklich faschistisch sein ...meint man und wehrt sich nicht konsequent gegen diese Gruppen. Aber das ist eben die PR-Falle.


Am 23. Februar 2019 schrieb Ralph Höpfner:

Lieber Herr Gellermann,

gelegentlich meiner Anfrage, vom 21.08.2015, an das Gremienbüro beim Deutschlandfunk, warum denn dort so häufig Alexander Graf Lambsdorff zu Wort käme, deutlich häufiger als z.B. Fabio di Masi, griff meine Anfrage der damalige Intendant, Dr. Willi Steul, dankbar auf und schrieb: „Gemäß der Beschwerdeordnung (…) antworte ich Ihnen als Intendant.“

Ich hatte dezidiert an die Gewerkschaftsvertreter in diesem Gremienbüro geschrieben, doch mir schien, als habe Dr. Steul zugegriffen - nach der ‚preußischen Dienstordnung‘: ‚Na, nu jem’se ma her! Wollnwa dochma sehn…‘

Einschub zum Begriff ‚frame/framing‘:
‚frame‘ ist ein figürlicher Begriff und bedeutet so viel wie ‚Rahmen/Gestell‘. ‚framing‘ also, als Verb, bedeutet demnach so etwas wie ‚einrahmen/ in Form bringen/eine Gestalt geben‘; und ‚frame-up‘ könnte auch heißen: abgekartetes Spiel.

Damit wären wir da, lieber Herr Gellermann, was Sie beständig beweisen wollen - und auch zu beweisen ist:

Schnurzegal welchen Programm-, Aufklärungs- und Demokratieauftrag die Öffentlich Rechtlichen Sender auch haben und welche gesellschaftlich maßgebliche Interessenvertreter/innen in diesen Gremienbüros zu Sitz, Platz und Sieg gelangen –
Maße abstecken, Regeln vorgeben, ‚Karten verteilen‘ werden immer die Intendant*innen. Dafür wurden sie gewählt. Nicht etwa vom Souverän, dem Volk, sondern von den ‚es‘ sortierenden Parteien.
Wenn schon ganz offensichtlich Demokratie und Kapitalismus nicht zusammen passen (vgl.: OXFAM, Prof. Mausfeld et.al.), demokratische Entscheidungsprozesse an der ‚UN-VERTEILUNG‘ von Wohlstand nichts ändern – lokal nicht, regional nicht, national nicht und auch nicht international – sondern fürchterliche Kriege erst wieder provozieren, dann sollte wenigstens die Propaganda funktionieren, die die ‚Winner‘
zu finanzieren sich befleißigen – ‚La Coste, Rolex, Heidi Klum‘, was es wolle. (vgl. R. Fendrich)

Wenn denn dann die ‚Allgemeinbildung‘ so schluderig geworden ist, dass selbst Abiturienten und Studis nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, und nicht mehr durchblicken – von Kritik meilenweit keine Spur nirgendwo – dann wird es Zeit, dass die Intendanzen ‚frames‘ vorgeben, ‚Leitlinien‘, ‚sprachliche Hilfen‘ etc. pp. – auf dass
die soziale Gemeinheit wie Markt und Naturgesetz erscheinen.


1

Es ist ein ‚abgekartetes Spiel‘ um Begriffe und die Deutungshoheit.
Wie so etwas funktioniert und warum, hat schon CICERO in seinen Philippischen Reden aufgedeckt.

Bildungspolitik ist eine ‚Kostenfrage‘, wohl wahr. In dem Sinne, was wir von unseren Kindern erwarten, wenn es um die Aufgabe ‚einer besseren Welt‘ geht. – Und nicht eine Frage nach den ‚UN-Kosten‘!
Weltweite Handelspolitik ist mitnichten ‚weltweite Friedenspolitik‘!
Sie könnte es sein, wenn es um ‚weltweiten Wohlstand‘ ginge, um ‚Glück und Zufriedenheit‘, um ‚gerechte Verteilung‘, um Interkulturation, um Liberté, Égalité, Fraternité - und nicht um schnöde Gier und blanken Profit. – Um FRIEDEN, verdammt.

Exakt mit diesem ‚framing manual‘, dieser Vorgabe für die Sprachregelung im ÖR-TV und ~ Radio, soll die Aufklärung über die ‚UN-Gerechtigkeit‘ verhindert werden. Ihre Ursachen und Wirkungen. Und noch viel mehr über ihre Täter. Rollenspiele.
Welche Rolle ‚spielt‘ Merkel? Auf welchen ‚Rollen‘ rollt Schäuble zu seinen Auftritten – seit 47 Jahren?
Was ist Demokratie?
Aufklärung ? – abweisend!
Ablenkung ? – aber ja doch. Jede Men


Am 23. Februar 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

"... welche Selbstsicherheit im Irreführen und Überlisten! Welcher Mangel an Redlichkeit, welch verschlagener Sinn im Missbrauch naiven Vertrauens! Wessen Motive sind noch identisch mit dem Wort, das er schreibt oder spricht? Wer besitzt noch den Mut, einzugestehen für seine Erlebnisse, sein Tun und seine Überzeugung? Das grosse Abdanken zum 'Besten' des Vaterlandes und der persönlichen Wohlfahrt - grassiert es nicht schlimmer als eine Seuche?" (Hugo Ball [1886-1927]; aus "Zur Kritik der deutschen Intelligenz", veröffentlicht 1919 - vor einhundert Jahren!!)


Am 23. Februar 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Alte Weisheit: ARD >regelt< mehr als Sprache!
Eben, sie >regelt< die Propaganda (also Verdummung nach Innen und nach Aussen!)


Am 23. Februar 2019 schrieb Eckhard Dietz:

Dass das 'Manual' eine Glaubensschrift ist, muss nicht bewiesen werden. Das steht schon im allerersten Absatz des 'Gutachtens'. Zitat: „"Beginnen wir direkt mit dem Wichtigsten: Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen - auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten " dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden. In Form von Argumenten also, die eine moralische Dringlichkeit kommunizieren und eine Antwort auf die Frage geben: Wieso ist die ARD gut - nicht schlecht, wie Ihre Gegner es halten; und wieso ist es wichtig und richtig, die ARD in ihrer Form zu erhalten - nicht überflüssig und falsch, wie Ihre Gegner es propagieren.“


Von daher sind die einzelnen Kapitel der 'Beweisführung' im Artikel von Uli Gellermann nicht das Wesentliche seines Inhalts. Verständlicher wäre mir das Vorgehen seiner Analyse in den Schritten 'Wie ist die Gesetzeslage', 'Welches sind die Aufgaben der Öffentlichen', 'Was sagt die demokratische Kontrolle'... etc. pp. und dann jeweils dazu wie durch Framing systematisch die Vorgaben unterminiert werden. Letzteres wird ja im Artikel erläutert.
Die vielfältigen Erscheinungen des Framing kann man natürlich auch von FAZ bis Neues Deutschland erkennen. Nur: - die dürfen das. Die ARD darf das nicht! Quot erat demonstrandum.


Am 23. Februar 2019 schrieb Lutz Jahoda:

ZUSTIMMUNG
UND ÜBELKEITSERKLÄRUNG

Philosophisch, politisch, religiös:
Auf diesen drei Säulen in breitem Spagat,
Ruht ARD-Secta, gewebsadipös,
Zur Ehre von Dollarmacht, pentagonbös,
Verbreiter von Wellen- und Wörtersalat.

Zweifel, ob "Tagesschau" ab und an irrt?
Mit Sicherheit anzunehmen ist eins:
Egal ob aus Hamburg oder aus Mainz,
Die Manipulierer und Sinnverzierer
Sind nicht verwirrt.
Sie wissen um ihren Giftkakao
Und wir inzwischen auch längst genau,
Weshalb uns allabendlich übel wird.


Am 23. Februar 2019 schrieb Otto Bismark:

Vorab, ich habe das Traktat von Frau Wehling im Originaltext bisher nur "überflogen", mehr scheint nach der ausführlichen Analyse des Galeristen auch nicht nötig. Eines aber muß bemerkt werden. Am meisten weh tut die Tatsache, daß solch wissenschaftlich verkleideter Unsinn mit unseren Gebühren finanziert wird und sich daraus die eigentlich nicht gewollte Frage ergibt, wie lange es noch sinnvoll ist, einen solchen Rundfunk zu finanzieren. Sicher, besser als der Privatfunk ist er wohl noch, aber wenn er dann nur noch dazu dient, letzteren zu deligitimieren, dann stellt er sich selbst in Frage.


Am 23. Februar 2019 schrieb Heinz Schneider:

@altes Fachbuch
Ich denke nicht, dass wir einen Dissens zur Produktionsweise haben. Der Kern des Kapitalismus ist Kapitalverwertung. Deshalb wird heute gelehrt, Ökonomie sei auf Bedürfniserzeugung und -Befriedigung gerichtet, was den Begriff aber pervertiert.

Was in einer leeren Welt materiellen Wohlstand , für Minderheiten, erzeugen könnte, vernichtet diesen aber in einer vollen, d.h., übernutzten Welt wieder., und zwar für alle.

Folgen wir Marx kategorischen Imperativ, müssen wir alle Verhältnisse umwerfen, in denen der Mensch eine geknechtetes ... Wesen ist. In der vollen Welt müssen wir dann aber auch Verhätnisse umwerfen, in denen der "normale Mensch" nicht geknechtet, sondern zufrieden, "wohlhabend" ist.

Es ist aber nicht der Kapitalismus, der die wohlhabenden Menschen kettet, sondern der Komsumismus, die Lebensweise. Deren "Verteidigung" erzeugt die Zustimmung zur Aufrüstung, zu Krieg, zum fortbestehenden Kolonialismus. Den Kapitalismus lehnen Mehrheiten ab, nicht aber die darauf basierende Lebensweise.
Deshalb ist meine Auffassug, dass der Konsumismus, der Kolonialismus und der Kapitalismus in dieser Reihenfolge überwunden werden müssen, von Deutschland aus gesehen.
Jedenfalls gilt das, solange Heiner Müllers Satz stimmt: "Für Alle reicht es nicht".

Warum Sie globale Gleichheitspolitik mit einer Globalisierung von Hartz IV assoziieren, müssten sie mir erklären.
Ich gehe davon aus, dass wir die Konsumgesellschaften für wenige durch solidarische Arbeitsgesellschaften für alle ersetzen müssen. Jenseits des Kapitalismus sollte es Arbeitslosigkeit nicht mehr geben.

Antwort von U. Gellermann:

So interessant die Diskussion auch ist: Sie führt weg vom eigentlichen Thema.


Am 23. Februar 2019 schrieb R. R.:

Natürlich lügen die das ist doch nichts Neues.

Aktuelle Fake News:

Hungersnot in Venezuela, Hungersnot in Nordkorea. Das sind faustdicke Falschmeldungen und die Junge Welt druckt diesen Mist auch.

Und dafür kriegen die noch Geld.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel ist voller neuer Fakten. Wer nie etwas Neues findet ist politisch blind, mein Beileid.


Am 23. Februar 2019 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Den Faschismus in seinem Lauf hält weder Ochs` noch Esel auf.
Zensur (siehe Atikel)
Fingerprints im Pass (alle Bürger sind potentielle Terroristen)
Haft ad infinitum (neue sog. Polizei-und Sicherheitsgesetze)
BelezistenInnnen (divers) aller im Bundetag vertretenen Parteien (Krieg ist Frieden)
Ist es wieder so weit?
Bildet Banden!


Am 22. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

"Dass es sich in Zeiten alternativer Informationsfülle im Internet mit diesem Ansinnen um einen medien-ideologischen Bumerang handelt, werden die Sektenführer hoffentlich eher früher als später erfahren müssen. "

es wird keinen bumerang geben!!! die DIKTATUR hat juristisch vorgesorgt. upload-filter, netzdurchleitungsgesetz, sperrung ausländischer medien (zufällig russischer;)....


Am 22. Februar 2019 schrieb Jenny Westphal:

Ein gutes Stück polemischer Analyse. Selten gute Sprache, ausgezeichnete Denke. Danke.


Am 22. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

weg mit dem kampf um köpfe, das land der dichter und denker setzt auf's "moralisierende", den bauch:) ich freue mich auf den ersten schulabgang nach dem schulkompromiss;)
wer beim galeristen postet, ist der rationalität auf dem leim gegangen, und missachtet die moralische überlegenheit der ARD:)
so beginnt schwachsinn:
"Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines
gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen - auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden. In Form von Argumenten also, die eine moralische Dringlichkeit kommunizieren und eine Antwort auf die Frage geben: Wieso ist die ARD gut ?
nicht schlecht, wie Ihre Gegner es halten; und wieso ist es wichtig und richtig, die ARD in ihrer Form zu erhalten - nicht überflüssig und falsch, wie Ihre Gegner es propagieren.
Das bedeutet, dass die Worte, Slogans und Narrativen, die Sie verwenden, ein
primäres Ziel haben müssen: das Ziel, bei der Diskussion von Fakten rund um
die ARD und Themen wie „Beitragszahlungen“ oder "Strukturreform" immer
zunächst ihre moralische Perspektive sprachlich offenzulegen. Denken und
sprechen Sie nicht primär in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen. Der Grund ist einfach: Wenn Menschen sich für oder gegen eine Sache einsetzen, dann tun sie das nicht aufgrund von einzelnen Faktenargumenten und auch nicht aufgrund eines reinen Appellierens an ihren materiellen Eigennutz. Sondern, sie tun es, wenn sie das Gefühl haben, dass es ums Prinzip geht."


Am 22. Februar 2019 schrieb Marc Britz:

Ein hervorragender Artikel zum selten so offen formulierten neo-kolonialen Gleichschaltungsprogramm (was das beinhaltet kann im umseitigen Auschwitz-Boy-Artikel gut nachvollzogen werden). Dazu bleibt nur anzumerken, dass Sektenbildung ja meistens ein Sypmtom des Verfalls der jeweiligen Othodoxie darstellt. Die Orthodoxie ist hier die verwelkende Medienhegemonie des westlich-atlantischen militärisch-industriellen Komplexes. Auch die gesteigerte Aggression der Sekten speist sich meist aus der Erkenntnis, dass die Organisation aus der sie hervorgehen, nicht mehr adequat die „Reine Wahrheit" verkaufen kann. Der Wahrheitsanspruch der nach privatwirtschaftlichen Kriterien operierenden Staatsmedien ist mindestens in einer Hinsicht dem von Coca-Cola auf den Weihnachtsmann vergleichbar: Kein halbwegs informierter Mensch glaubt noch an die angeblich von kapitalgesteurten Interessen unabhängig vermittelte Wohlfühlbotschaft. Es ist die selbsterklärte Aufgabe der Sekte genau diesen Anspruch mit um so strikteren Methoden wieder herzustellen. Dass es sich in Zeiten alternativer Informationsfülle im Internet mit diesem Ansinnen um einen medien-ideologischen Bumerang handelt, werden die Sektenführer hoffentlich eher früher als später erfahren müssen.


Am 22. Februar 2019 schrieb Albrecht Storz:

Naja, die "Moral" der ARD ist es eben, staatstragend zu sein. Von einem Gegensatz zwischen Staat und Gesellschaft wird dort höchstens mal in einem Literaturmagazin vage und unauffällig spekuliert.

Und Informationen, die die Bürger verunsichern könnten, müssen ja schon fast aus humanitären Gründen vorenthalten bleiben. Also alles gut (für die Besitzer dieses Staates).

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

17. April 2019

Schmutz-Zulage für Tagesschau

Hunderttausende Euros für Intendanten
Artikel lesen

15. April 2019

Amazon-Imperialismus

Boykottiert die Bezos-Krake
Artikel lesen

11. April 2019

Assange in Haft

Die britische Schlampe ist willig
Artikel lesen

08. April 2019

Der lange Arm der CIA

Libyen-Krieg will nicht enden
Artikel lesen

05. April 2019

NATO-Brief an Putin

Bataillone, bitte senden Sie Bataillone!
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen

Spenden für Medienvielfalt

Die Autoren dieser Seite verwenden viel Zeit und Sorgfalt bei der Recherche und beim Schreiben der Artikel. Wenn Sie die Rationalgalerie in ihrem Bestreben, zur Vielfalt unserer Medienlandschaft beizutragen, unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende. Jeder Beitrag hilft uns weiter: