Mit Caren Miosga Deutsch lernen

Russen kündigen Gespräche im Sitzen

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. Oktober 2016

"Russen sagen sitzend Nein! Im Sitzen sagt der Russe Nein. Stünde unser Russe aber, dann sagt´ er Schluss mit dem Gelaber“, strahlend schaut sich Caren Miosga im Kurs „Deutsch für Anfänger“ um: „Hab ich das nicht gut gesagt, Herr Doktor?“

Dr. Gniffke: „Was soll uns schon der Russe sagen? Ein Ja würden wir ihm doch verargen. So bleibt der Russe immer Schuld. Und kostet uns nur die Geduld. - Das sitzt jetzt hoffentlich, Frau Miosga. Das werden doch sogar Sie behalten können!?“ Wendet sich um und ab.

Programmbeschwerde: Bewusste Falschinformation
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-4795.html
 
Werte Damen und Herren Rundfunkräte, werter Herr Intendant,
im Zuge der Berichterstattung über die Berliner Konferenz mit dem russischen Präsidenten W. Putin am 19. Oktober 2016 fragte (wie von ihr gewohnt in verkorkstem Deutsch) Tagesthemen-Moderatorin Carmen Miosga während eines Schaltgesprächs mit Thomas Baumann, ARD-Studio Berlin (00:04:07):
„(...) Erklären Sie uns, wie wir das zu verstehen haben: Russland kündigt die Gespräche mit den Amerikanern auf und zwar an dem Tag, an dem sie mit der Kanzlerin und ihrem Außenminister zusammensitzen (...)“
Daraufhin Baumann (00:04:32):
„(...) Wenn sich der russische Außenminister Sergej Lawrow weigert, direkt über Syrien mit seinem US-Amtskollegen Kerry zu sprechen (...)“
Nicht Russland hat die Gespräche mit den USA aufgekündigt. Sondern die USA haben die Gespräche mit Russland abgebrochen.
Nicht einmal wir kritische Zuschauer haben uns bis anhin vorstellen können, dass der Beleg für eine so massive Faktenverdrehung, eine Tagesthemen-Falschdarstellung, bei ARD-aktuell selbst zu finden sein würde. Tagesschau-Sendung vom 15.10. 2016, nur vier Tage vorher:
„(...) Zuletzt hatten die USA die direkten Gespräche abgebrochen (...)“
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-16453.html
(ab 00:02:47)
Die Zitate aus der TT-Sendung v. 19.10. sind nicht als Irrtum, als Versehen zu erklären. Solche Falschdarstellungen zeigen Absicht, sie sind aktive Propaganda, ein Verstoß gegen die Programmrichtlinien des Staatsvertrags.
Da seitens der Redaktion ARD-aktuell in Hamburg nichts zur Korrektur unternommen wurde, auch nicht in späteren Sendungen, liegt eben darin, im Nichtstun, ein weiterer Verstoß gegen Programmauftrag und Programmrichtlinien, gegen den wir hier ausdrücklich Beschwerde führen.
Beim 4. Evangelischen Medienkongress vom 12. bis 13. Oktober in Hamburg erklärte ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke (Hamburg), die Tagesschau „...erhebt keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit – auch wenn ihr das immer wieder unterstellt wird. (...)“
http://www.kath.net/news/57133
Wir unterstellen im hier beklagten Fall, dass ARD-aktuell in der Attitüde der Unfehlbarkeit eine erweisliche Falschinformation nicht widerruft und sich nicht selbst korrigiert.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Oktober 2016 schrieb Lutz Jahoda:

In irgendwann besseren Zeiten
werden den Kinderbüchern
zu den bösen Königinnen und Stiefmüttern aucn noch Figuren
wie Caren Miosga zuzuordnen sein.

Den Ausführungen von Marie Berger und Andreas Schell wüsste ich sonst im Augenblick nichts hinzuzufügen,
außer diesem herzlichen Danke und meiner Bestätigung des "Weiter so!"


Am 27. Oktober 2016 schrieb Marie Berger:

Eine glänzende Argumentation, die trotzdem ins Nichts geht. Man muß sich nur die völlig regierungskonforme Haltung der Tagesschau in der CETA-Sache ansehen (s. RATIONALGALERIE Startseite). Und schon weiß man, in welchem Film wir sind: Produziert im Kanzleramt, dargestellt durch die Laienspiel-Gruppe des Hospizes im Reichstag und sponsored by German Oligarchie AG. Trotzdem: Weiter so!


Am 27. Oktober 2016 schrieb Andreas Schell:

Hallo die Herren, ihre blitzsauber ausgewählten Beweisstücke könnte sich ein freundlicher Staatsanwalt doch schon einmal ausdrucken, lochen und abheften? Das ist zwar nur ein Bruchteil dessen, was dem Zuhörer so an Lügen um die Ohren fliegt, aber immerhin glasklar belegt. An Zufall mag man nicht so recht glauben - dafür wären ja auch "kleine Fehler und Irrtümer" nötig, die in Gegenrichtung, also Pro Russland und contra NATO argumentieren. Haben Sie da irgend etwas wahrgenommen? Ich nicht. Wenn es gut läuft, gehen die Damen und Herren Propagandisten in einigen Jahren dafür vor Gericht und ein Paar von ihnen in den Knast. Die Miosga muss zumindest Sozialdienst leisten, falls man ihr Schuldfähigkeit attestiert. "Ich habe nichts gewusst" gilt aber, auch dank Ihrer Arbeit, bei keinem.

Antwort von U. Gellermann:

Welcher sozialen Einrichtung sollte man denn die Miosga zumuten? Armen Menschen darf man ihre schwere Lage nicht noch verschärfen.

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