Es lebe Katalonien!

Die „Tagesschau“ - Immer so rechts wie es geht

Autor: U. Gellermann
Datum: 15. Oktober 2017

Das war kein Konzert, das war eine Messe, als der Sänger Lluis Llach am 15./16. Januar 1976 sein Konzert in Barcelona gab. Man lag sich in den Armen, man weinte, man war bei sich. Denn erstmalig seit Francos Tod durfte die Sprache der Katalanen wieder öffentlich gesungen werden. Es war zugleich die Zeit, in der sich mit der „Alianza Popular“, die Nachfolgepartei der Franco-Nazis auf den Weg in die „demokratische“ Legalität machte. Jene Partei, die heute „Partido Popular“ heißt und mit Mariano Rajoy den aktuellen spanischen Ministerpräsidenten stellt. – Oliver Neuroth vom ARD-Studio Madrid, macht sich in der „Tagesschau“ zum Pressesprecher dieses Nachfolge-Franquisten: Da wird den „katalanischen Separatisten fragwürdige Argumente für ihre Unabhängigkeit“ unterstellt. Und vom katalanischen Regionalregierungschef Puigdemont wird behauptet, er sei „abgetaucht“ als wäre er ein flüchtiger Verbrecher. Das Gesprächsangebot der Katalanen gilt dem Tagesschau-Vorturner als „inhaltsleer“. Und vorgeturnt wurde erfolgreich: Die Mehrheit der deutschen Medien begreift den katalanischen Konflikt höchstens als Folklore und stellt sich, wie die „Tagesschau“, auf die Seite der Regierung Rajoy.

Die Europäische Union, wie auch die NATO konnten die nationalen Konflikte in ihren Mitgliedsländern nie gut leiden. Das ist seit dem Bexit eher vertieft worden. Denn der Separatismus lauert in Schottland, in Belgien oder auch in Irland oder Korsika: Als Reaktion auf Zentralregierungen, die mit regionalen Besonderheiten lieber kurzen Prozess machen als ihnen ordentliche Verfahren zuzugestehen. Den Höhepunkte einer primitiven schematischen Parteinahme in den deutschen Medien erreicht mal wieder die Süddeutsche Zeitung: „Selbstbestimmung lädt zur Diktatur ein“ schreibt da Gustav Seibt und leugnet die jüngere Geschichte Spaniens: Immer noch gibt es Straßen und Plätze in Spanien, die nach dem Caudillo, dem Führer Franco, benannt sind. Viel schlimmer: Es gibt keinen offiziellen Ort der Erinnerung an die Ermordeten der Diktatur. Und der spanische Staat behindert deren Nachfahren bis heute bei der Suche nach ihre Toten. Auch über die 30.000 Kinder, die zwischen 1939 und 1975 ihren politisch linksstehenden Eltern gestohlen wurden, schweigt der spanische Staat ähnlich hermetisch wie die deutschen Medien, wenn über die Ursachen der katalonischen Empörung gerätselt wird. Dass es die Nachwehen der Diktatur sind, die bis heute das Gefüge des EU-Landes erschüttern, kommt Geschichts-Verdrehern wie Seibt nicht in den Sinn, da dreht er sein Spießchen lieber rum.

„Sie haben ihre institutionelle Position ausgenutzt, um eine illoyale und gefährliche Attacke auf unsere Verfassung durchzuführen, auf die spanische Einheit, ihr eigenes Autonomiestatut - und was am schlimmsten ist - auf das friedliche Zusammenleben von Bürgern“, zitierte die „Tagesschau“ untertänigst den spanischen Ministerpräsidenten gegen die katalanische Regierung. Ohne mit einem einzigen Wort zu erwähnen, dass die spanische Zentralregierung den Katalonen ein fest versprochenes Autonomiestatut durch das Verfassungsgericht wieder entreissen ließ. Das „friedliche Zusammenleben“ in Spanien wurde von der Regierung Rajoy zerstört. Und weil es in der „Tagesschau“ nun mal nicht ohne den Schein des Rechts geht, bemüht man flugs einen rechten Experten: „Der Jurist Georg Nolte, Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Humboldt-Universität Berlin, sieht keine Grundlage dafür, dass die Bewohner Kataloniens einen Anspruch darauf hätten, einen unabhängigen Staat auszurufen: ‚Einen solchen Anspruch gäbe es völkerrechtlich unter Umständen dann, wenn die Bevölkerung Kataloniens vom spanischen Staat in grob menschenrechtswidriger Weise behandelt worden wäre. Wie es etwa im Kosovo der Fall gewesen ist‘. Sagt der Mann aus dem Planungsstab des Auswärtigen Amts. So finden deutsche Medien zu gerne doppelte Standards, immer so, wie es ins Regierungs-Schema passt: Die Unabhängigkeit des Kosovo von der jugoslawischen Regierung musste mit der NATO herbei gebombt werden, die Autonomie Kataloniens kann man dem EU-Mitglied und NATO-Partner Spanien einfach nicht zumuten.

Lluis Llachs Lied "Der Pfahl" war zur Hymne des katalanischen Widerstands gegen Franco geworden: "Wenn wir alle ziehen, wird er fallen‚ lange kann er sich nicht mehr halten, er wird fallen, fallen, fallen, ganz morsch muß er schon sein." Der Pfahl im Fleisch der Katalanen war Franco. Auch weil Kataloniens Autonomie 1939 vom spanischen Diktator aufgelöst und der katalanische Ministerpräsident Lluís Companys von den Franquisten hingerichtet wurde. Er ist bis heute im vorgeblich demokratischen Spanien nicht rehabilitiert.

„Visca Catalunya - Es lebe Katalonien!“ hat man auf den Straßen Barcelonas gerufen. Die Splitter des morschen Pfahls stecken immer noch tief im Körper Kataloniens. Im fahlem Licht der supranationalen Europäischen Union, erscheinen die Nationen verächtlich. Und sind doch die Quellen auch und gerade des Inter-Nationalismus.

Das Gegengift zur Tagesschau - Die Macht um Acht
http://shop.papyrossa.de/Gellermann-Uli-Klinkhammer-Friedhelm-Braeutigam-Volker-Die-Macht-um-acht

LLUIS LLACH in Barcelona:
https://www.youtube.com/watch?v=vNSKik-Tuv0

Die Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Es ist ein Skandal, Regierung Kataloniens abgesetzt. Schlüsselpositionen sollen neu besetzt werden. Neuwahlen soll es wohl geben, und die Minderheitsregierung Spaniens, wird von der lächerlichen, speichelleckenden "Oposition," die ihren Namen nicht verdient unterstützt, sonst wären diese Schritte, die nun gemacht werden, nicht möglich. Die Herrschaft des Staates, und damit die Herrschaft der herrschenden Klasse soll zementiert werden.
Deutschland ist ein gutes Beispiel für den Kampf gegen das eigene Volk, um die Interessen derer durchzusetzen, die für Kriege, für Armut, für UNterdrückung und der Verachtung des Menschen stehen.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf sich friedlich zu versammeln; das Recht auf Demonstration; das Recht auf gesellschaftlich und menschliche Entwicklung ist das Recht an sich, und muß anerkannt werden. Eines Kampfes sollte es nicht bedürfen, weil es das Recht eines jeden Menschen beinhaltet.
Die üblen Schwätzer labern von Werten, dass es einem schlecht werden kann.
Wer über Werte soviel aufgeblasenes Geplaudere betreiben muß hat keine.
Werte können nicht verteidigt werden, weil man sie nur leben kann.
Sie wollen Zwang ausüben, Spaniens Regierung mit der Angst die sie jetzt durch die Entscheidung verbreiten, dass sie die Katalonen brechen,und ihnen die Luft zum Atmen und Kämpfen nehmen wollen,
Wie Griechenland wird Katalonien alleine gelassen, und das macht die Unterdrücker und die Herrscher so mächtig. Fortschrittliche, politische Bewegungen in der Welt, müssen die fortschrittlichen Kräfte Kataloniens, nicht nur die Kataloniens, ohne wenn und aber unterstützen. Ohne internationale Solidarität gibt das nix, und der Kampf, den Katalonien führt ist bei genauerer Betrachtung international, mit den Besonderheiten, die jedes Volk hat.
Solidarität ist das Zauberwort, und zu wissen auf welcher Seite man denn steht, darum geht es, aus meiner Sicht.


Am 21. Oktober 2017 schrieb Elisenda Roig:

Vielen Dank!
Ich bin teilweise erschüttert über die Berichterstattung des Konfliktes. Die Analyse und Hintergründe der Situation werden so platt und oberflächlich betrachtet und wiedergegeben, dass es mich wütend und zugleich traurig macht.


Am 20. Oktober 2017 schrieb Marc Britz:

@altes Fachbuch

"Wenn ... Rajoy (gestützt auf die ... EU) seinen brutalen Kurs weiter fährt, kann es auch zum Zerbrechen Spaniens kommen."

ist das vorgehen dann noch zufall??

Liebes altes Fachbuch,

obwohl ich generell fuer das Selbstbestimmungsrecht der Voelker und Ethnien bin, bin ich mir im Falle Katalonien auch nicht ganz sicher, wer hier der grosse Nutzniesser ist. Fragmentierung und Atomisierung sind normalerweise die Merkmale kapitalistischer Machtausuebung. Ein zersplittertes Europa ist daher sicherlich im geopolitischen Interesse der USA. Viele vereinzelte Kleine haben einfach weniger Moeglichkeiten einen gut organisierten Grossen auszuhebeln. Dem gegenueber steht die traditionelle Tendenz der Linken sich zu vereinigen, sich zu mehren und als Masse zusammen zu arbeiten. Dummerweise ist die EU aber kein Instrument der Internationalen, sondern ein repressiver Staatsapparat in den Haenden des Grosskapitals. Aus dieser Warte ist Separatismus dann wieder zu begruessen. Schwierige Frage. Vielleicht waere es ein Ausweg den rechten Kampfbegriff des "Europas der Vaterlaender" links zu wenden, d.h. einerseits auf eine neue Foederation der europaeischen Nationalstaaten (egal wie gross diese sind) hinzuarbeiten, und andererseits Chauvinismus, Militarismus, Rassismus und - am wichtigsten - Kapitalismus zu bekaempfen?

Antwort von U. Gellermann:

Vermutungen über die Absichten der USA sollten sich besser auf Belege stützen. Da Katalonien mit einem Ja auch "volle Souveränitäts-Rechte" erhält, wird es seine Grenzen, das Seegebiet und den Luftraum eigenständig kontrollieren. Damit ist auch klar, dass das spanische Militär das Land genauso zu verlassen hätte wie die paramilitärische Guardia Civil. Diese militärische Autonomie kann der NATO nicht gefallen. Und was der NATO nicht gefällt das gefällt auch nicht den USA.


Am 20. Oktober 2017 schrieb Vera Cruz:

Der Artikel ist eine blendende Analyse der Wurzeln des katalanischen Konfliktes. Zugleich verweist er auf die denkbare Verwicklung der EU und die NATO. Ergänzend will ich Frau Merkel auf dem EU-Gipfel in Brüssel zitieren: „Wir schauen da sehr genau hin und unterstützen die Position der spanischen Regierung, die ja auch eine Position ist, die parteiübergreifend eingenommen wird.“ Müssen wir mit dem nächsten Bundeswehr-Einsatz in Katalonien rechnen, um die die "Positionen" des Herrn Rajoy zu sichern?


Am 20. Oktober 2017 schrieb Marc Britz:


Liebe(r) Pat Hall,

Danke fuer das Lob. Sie haben mich aber - glaube ich - leider missverstanden. Erlauben Sie mir meine Position nochmal kurz klarzustellen:

"I AM WHAT I AM" ist ein Werbespruch von Reebok. Als solcher drueckt er die eigentliche Pathologie des globalistischen Individualismus aus.

Das Unsichtbare Kollektiv weist demgegenueber aber auf die Eingebundenheit des ICHs in Umstaende hin, die gerade nicht ICH sind, und die dieses ICH viel mehr bestimmen als den meisten Menschen bewusst ist: "Orte, Leiden, Ahnen, Freunde, Liebschaften, Ereignisse, Sprachen, Erinnerungen, an Dinge aller Art, die mit aller Offenkundigkeit nicht Ich sind." Diese Eingebundenheit nennen die von mir zitierten Autoren "Existenz". Erst wenn sich die Menschen dieser ueberindividuellen, kollektiven Existenz wieder bewusst werden und lernen diese positiv zu gestalten, muessen sie nicht mehr zum Psychater. Marxistisch gesprochen: "I AM WHAT I AM" ist das Motto der ultimativen Entfremdung. Diese gilt es zu ueberwinden.


Am 20. Oktober 2017 schrieb altes Fachbuch:


"Wenn ... Rajoy (gestützt auf die ... EU) seinen brutalen Kurs weiter fährt, kann es auch zum Zerbrechen Spaniens kommen."
ist das vorgehen dann noch zufall??
und ich verweise nochmal auf die theorie des europas der regionen (https://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Regionen) und belege das mit soros neuer milliardenspende an die open society foundation. dazu kommt ein diskutierter EU-finanz-,verteidigungs- und wirtschaftsminister, der natürlich aus france oder germany kommen soll. für europa fördern die amis das sogar. nur im osten gibt es einen cordon sanitaire, um der kolonie europa eine grenze zu setzen:)

@Einar Schlereth
ich mag es nicht, mit pauschalierungen (hopfen malz verloren, mist lese ich nicht...) und ohne argumente (was sagte rosa, und wie war die kpd im widerspruch zu lenin??) zu diskutieren. natürlich dürfen sie als freier bürger das weiterhin.
"Trotzdem hielt ja die KPD an den Ansichten von Rosa fest und ließ sich die Nationalismus-Frage von den Nazis aus der Hand nehmen."
sie unterstellen jetzt nicht wirklich, dass die KPD den nationalismus möglich und stark gemacht hat?
die geschichte des 19./20. jahrhunderts verging rasant mit widersprüchlichen ereignissen. die junge rosa gegen den späten lenin auszuspielen ist kein konkret-historisches betrachten dieser zeit! deshalb lehne ich ihre abschließende beurteilung ab und labe mich am beitrag von u.spurgat:)

Antwort von U. Gellermann:

Das „Europa der Regionen“ ist nichts als heiße Luft. – Einar Schlereth unterstellt nichts. Er verweist u. a. auf Lenin, Werke Band 20, ÜBER DAS SELBSTBESTIMMUNGSRECHT DER NATIONEN. Die Widersprüche dieser Zeit waren nicht weniger rasant als die heutigen.


Am 19. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Wohl wahr, Einar Schlerath
Niemand hat Rosa so tiefsinnig, scharf und beharrlich kritisiert wie Lenin, doch als Levi die tote Kämpferin gegen ihre Sache ausnutzen wollte, wählte Lenin folgenden Vergleich:
"Ein Adler kann wohl manchmal auch tiefer hinab steigen als das Huhn, aber nie kann ein Huhn in solche Höhen steigen wie ein Adler: Rosa Luxemburg irrte in der Frage der Unabhängigkeit Polens, sie irrte 1903 in der Beurteilung des Menschewismus; sie irrte in der Theorie der Akkumulation des Kapitals, sie irrte, als sie im Jahr 1914 neben Plechanow, Vandersfelde, Kautsky u.a. für die Vereinigung der Bolschewiki mit den Menschewiki eintrat; sie irrte in ihren Gefängnisschriften von 1918 (wobei sie selbst beim Verlassen des Gefängnisses Ende 1918 und Anfang 1919 ihre Fehler zum großen Teil korrigierte). Aber trotz aller dieser ihrer Fehler WAR UND BLEIBT SIE EIN ADLER." (Lenin, Ausgewählte Werke, Band 10, Moskau 1937, S. 307)


Am 19. Oktober 2017 schrieb Pat Hall:

Danke Mark Britz ,es gibt ja vieles was man Nachlesen kann, aber dieses Gefühl I AM WHAT I AM haben Sie treffend beschrieben.
Ich wünschte allen Bürgern dieses Gefühl weil sie dann keinen Psychiachter oder Medikamente brauchen.


Am 19. Oktober 2017 schrieb Einar Schlereth:

Wieder ein sehr guter Artikel. Bei der "Linken" ist doch Hopfen und Malz verloren. Mir ist die Zeit zu schade, deren Mist zu lesen. Im Grunde ist die Nationalismus - Debatte ja schon von Rosa Luxemburg und Lenin geführt worden, wobei die Geschichte Lenin Recht gab. Trotzdem hielt ja die KPD an den Ansichten von Rosa fest und ließ sich die Nationalismus-Frage von den Nazis aus der Hand nehmen.


Am 19. Oktober 2017 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Nachdem nun die spanische Regierung in Madrid die "notwendigen Mittel" anwenden will, um Katalonien den bestehenden Autonomiestatus gänzlich abzuerkennen, wird wohl ein Bürgerkrieg in Katalonien die Folge sein - mit allen grauenhaften Auswirkungen. Es sei denn, die aufmüpfige Provinz gibt ihre Pläne zur Sezession Kataloniens gänzlich auf.

Antwort von U. Gellermann:

Ich bin nicht ganz so pessimistisch. Immerhin gibt es in Spanien neben Katalonien auch das Baskenland und die vorläufige Autonomieregelungen (Präautonomien) in Galicien, Aragonien, Kanaren, Valencia, Andalusien, Balearen, Extremadura, Kastilien-León, Asturien, Murcia und Kastilien-La Mancha). Alles Gebiete, die keineswegs uniform der Zentralregierung anhängen. Wenn der spanische Ministerpräsident Rajoy (gestürzt auf die selten dämliche EU) seinen brutalen Kurs weiter fährt, kann es auch zum Zerbrechen Spaniens kommen.


Am 19. Oktober 2017 schrieb marie becker:

"Vielleicht kann es ein Einstieg in eine andere Betrachtung des nationalen Erbes sein"

die Granden wollen vom nationalen Erbe nix wissen: man lese in der LMD den Artikel "Wir sind alle Mutanten"....man konstruiert den Sklaven und den Herrenmenschen nach Silicon Valley Ideologie. Alle Möglichkeiten der Genveränderung liegen seit einiger Zeit bereit.
damit verschwinden auch Revolutionen, Kriege....auch Polizeitruppen, die wie in Katalonien die Menschen einfach niedermähen, wenn sie sich nicht ducken...
es gibt nur wenige, die schließlich über alle Ressourcen (Ressourcen im weitesten sinn)herrschen; die, die sie erschlossen haben landen selbst auf der großen Deponie.

wo und wie gibt es Widerstand gegen solche Ideologien?
wir sind eigentlich aufgerufen für die Katalanen auf die Barrikaden zu gehen....


Am 19. Oktober 2017 schrieb Marc Britz:

Heute mal nicht nur meine eigenen Gedanken zum Thema Heimat und Abspaltung, sondern hauptsaechlich die anderer Autoren, gesammelt in der Hoffnung trozdem etwas zum Thema beigetragen zu haben:

"I AM WHAT I AM. Dieser Werbespruch ist die letzte Opfergabe des Marketing an die Welt, das letzte Entwicklungsstadium der Werbung, weit vor all den Mahnungen, anders zu sein, man selbst zu sein, und Pepsi zu trinken. Jahrzehnte von Konzepten, um dort anzukommen, bei der reinen Tautologie. ICH = ICH."

So schreiben die Autoren des sogenannten Unsichtbaren Kollektivs in ihrem Pamphlet "Der kommende Aufstand". Und dann gehen Sie weiter um zu zeigen was das ICH ihrer Meinung nach wirklich ist:

"Das, was ICH bin? Von Kindheit an durchdrungen von Flüssen von Milch, Gerüchen, Geschichten, Klängen, Affektionen, Reimen, Substanzen, Gesten, Ideen, Eindrücken, Blicken, Gesängen und Mahlzeiten. Was ich bin? Von allen Seiten gebunden an Orte, Leiden, Ahnen, Freunde, Liebschaften, Ereignisse, Sprachen, Erinnerungen, an Dinge aller Art, die mit aller Offenkundigkeit nicht Ich sind. Alles, was mich an die Welt bindet, alle Verbindungen, die mich ausmachen, alle Kräfte, die mir innewohnen, verstricken sich nicht zu einer Identität, die zur Schau zu stellen wir aufgefordert werden, sondern zu einer Existenz: einzigartig, gemeinschaftlich, lebendig, aus der stellenweise, im Moment, dieses Wesen aufsteigt, das ICH sagt."

Und dann worum es dem globalistischen Individualismus wirklich geht:

"I AM WHAT I AM, also, keine bloße Lüge, keine bloße Werbekampagne, sondern ein Feldzug, ein Kriegsschrei, gerichtet gegen alles, was es zwischen den Wesen gibt, gegen alles, was ununterscheidbar zirkuliert, alles, was sie unsichtbar miteinander verbindet, alles, was die perfekte Verwüstung hindert, gegen alles, was bewirkt, dass wir existieren und dass die Welt nicht überall wie eine Autobahn aussieht, wie ein Vergnügungspark oder eine Trabantenstadt: pure Langeweile, ohne Leidenschaft und wohl geordnet, leerer Raum, eiskalt, nur noch durchquert von registrierten Körpern, automobilen Molekülen und idealen Waren."

Daraus kann man folgern dass "Heimat" durchaus als Kampfbegriff gegen jenen Feldzug des neoliberalen Globalismus dienen koennte, der darauf ausgerichtet ist uns allen die Existenz zu entziehen. Aber es kommt wirklich darauf an was man aus dem Begriff macht:

"Es macht schwindelig, das I AM WHAT I AM von Reebok an einem Wolkenkratzer von Schanghai thronen zu sehen. Das Abendland rückt überall vor wie sein bevorzugtes trojanisches Pferd, diese tödliche Antinomie zwischen dem Ich und der Welt, dem Individuum und der Gruppe, der Verbundenheit und der Freiheit. Die Freiheit ist nicht die Geste, uns von unseren Verbundenheiten loszulösen, sondern die praktische Fähigkeit, auf sie einzuwirken, sich in ihnen zu bewegen, sie zu erschaffen oder zu durchtrennen. Die Familie existiert nur für denjenigen als Familie, das heißt als Hölle, der darauf verzichtet hat, ihre Mechanismen zu verderben, die uns schwachsinnig machen, oder der nicht weiß wie dies zu tun ist. Die Freiheit sich loszureißen war schon immer das Gespenst der Freiheit. Wir entledigen uns nicht von dem, was uns fesselt, ohne gleichzeitig das zu verlieren, worauf sich unsere Kräfte ausüben könnten."

Worauf es in Katalonien ankommt, ist, WIE die Katalanen nun mit ihrer Freiheit umgehen. Dass ihnen diese Freiheit zugestanden werden muss, dass sie nicht kampflos abgegen werden darf, steht dabei aber ausser Frage.


Am 18. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Treffender kann eine Antwort, auf den Kommentar von "altes Fachbuch" nicht sein.
Wieder einmal mehr weiß ich, was der Begeisterung, und dem großen Interesse an der GALERIE, mit ihrem standfesten Herausgeber zugrunde liegt: Alles aufzählen würde den Rahmen sprengen. Die Fähigkeit der Differenzierung, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, und feinfühlend die politischen Bewegungen richtig einschätzen zu können, macht die GALERIE zu etwas ganz besonderem.
Mich stimmt fröhlich, neben vielen anderen Mitschreibern hier gelandet zu sein, und insbesondere Danke ich für viele interessante Kommentare, die neben den Hauptartikeln, viel Futter bieten, Positionen zu hinterfragen, nachzudenken, zu reflektieren, und nie aufzugeben.


Am 18. Oktober 2017 schrieb altes Fachbuch:

Die „Tagesschau" - Immer so rechts wie es geht.

nun fordert ja ein cdu-minister in sachsen-anhalt, dass die TAGESSCHAU und die ARD abgeschafft gehört;) stünde das im wahlprogramm, würde merkel am wahlsonntag nicht wie chucky aussehen:) aus medienkritischer sicht stimme ich ja dem galeristen zu: einseitige polemik bis hetze gegen alles, was sich gegen das system stellt. der kurdenkonflikt mit syrien und irak ist eine fortsetzung dieser double standards - allerdings fließt da öl, und die peschmerga sind die guten, weil die nicht nur fremdes öl verscherbeln, sondern auch unsere waffen kaufen und die grenzen von syrien und irak nach osten blockieren!!!!!
ABER: wäre das katalonien lebensfähig in feindlicher umwelt?? auch der ostblock und reale sozialismus ist nicht ausschließlich an systembedingten mängeln kaputt gegangen!
fast alle nachfolgeländer in osteuropa werden alimentiert. nach den "verwelkten" landschaften sind sie nicht mehr lebensfähig. meckpomm bejubelt 650 neue ärzte aus diesem raum. dass die dort fehlen oder osteuropa in 20 jahren ein alters- und armutsheim wird schert hier niemanden.
katalonien müsste sich hinter kundus und süd-sudan in die bewerberliste einreihen. der beitritt der türkei wäre wahrscheinlicher!
also wozu dieses katalonien?? und für wen?
"die arbeiter haben kein vaterland!!"
"Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.
Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung. In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander."

macht es also sinn, die nationalen bestrebungen der manipulierten katalanen (ohne madrid geht es euch besser) zu befeuern, oder wenn wir schon den anspruch zur aufklärung haben, besser auf die systemimmanenten fragen hinzuweisen??
einen kleinen teich hat der hai schnell leer gefischt.
ist die europäisierung und damit auch die internationalisierung des klassenkampfes nicht die losung der zeit??
ich habe nichts vom staat BRD. der aufstand der nationalstaaten und ihrer wähler macht zwar spaß, weil es dem moloch EU in die suppe spuckt. ABER die andere perspektive ist doch die bekannte, die im letzten jahrhundert zwei mal verheerendes hinterlassen hat!?
also, was tun??
und noch ein gedanke: wer jetzt katalonien bestärkt, der sollte bitte auch polen, ungarn und den ösi kurz etc. und weitere nicht kritisieren. die machen nichts anderes, als deren unabhängigkeit auszuleben und das sogar national legitimiert.

Antwort von U. Gellermann:

Das Zitat zum Verschwinden der Gegensätze der Nationen aus dem Kommunistischen Manifest ist eine Hoffnung, die sich auf die Gegensätze bezieht, nicht auch die Völker (Nationen). Die Gründer der DDR z. B. quittierten die Erkenntnis des weiter existierenden Nationalgefühls mit der Bezeichnung „Nationale“ Volksarmee für die Streitkräfte und der „Nationalen“ Front für die Organisation des Parlamentes.

Wir beobachten zur Zeit einen Reaktivierung des Nationalismus: Le Pen, AfD, ÖVP/FPÖ durch die Kräfte der Rechten. Und doch ist das Gefühl einer Zugehörigkeit zu einer Nation ist nicht automatisch reaktionär: Die gemeinsame Sprache, die Kultur, die Geschichte existieren, ob man will oder nicht. Für die Linke stellt sich auch deshalb die Frage, wie und wo man die „Nation“ als Erbe annimmt und positiv einsetzt. Eine verständliche Reduktion des deutschen historischen Erbes auf Krieg und Völkermord ist politisch unzureichend. – Der aktuelle Streit in der Linkspartei wird oberflächlich um die Frage der Zuwanderung geführt. Ihm zugrunde liegt m. E. die nicht verarbeitete Frage nach der Bedeutung der Nation. In Zeiten der Verunsicherung ist es verständlich, wenn die Verunsicherten auf Bekanntes zurückgreifen. Sie nur auf ein unbekanntes Morgen zu vertrösten (Aufhebung der Antagonismen durch den Sieg der Arbeiterklasse, Ende der Flüchtlingsströme durch das Ende deutscher Waffenlieferungen und Interventionen) wird nicht reichen.

Vielleicht kann es ein Einstieg in eine andere Betrachtung des nationalen Erbes sein, wenn man die Diktion ändert: Wer in anderen Ländern Kriege führt, besudelt des Erbe des deutschen Widerstandes gegen Hitler. Wer Kriegs-Waffen liefert, scheisst auf auf die Gräber der Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Hier allerdings sollten Namen genannt werden: Die der Chefs von Rheinmetall z. B. und die der jeweiligen Kriegsminister. Auch die Namen einiger Chefredakteure müssten an dieser Stelle unbedingt eingefügt werden.


Am 18. Oktober 2017 schrieb Pat Hall:

@ Sehr geschätzte Frau Spurgat,
als Seemann durfte ich in den 60gern Jahren den dumpfen und gefährlichen Amerikanismus in Südamerika kennenlernen.
Egal ob Chile oder Guatemala war es besser das Maul zu halten,oder eine Kugel von irgendwoher zu bekommen.
Mit diesen Gerüchten lebten die Seeleute ständig.
Danke für Ihren sinnreichen Kommentar,


Am 17. Oktober 2017 schrieb Uschi Peter:

@Ulrike Spurgat: Auch ich war durch Erziehung und Anschauung antikapitalistisch eingestellt. Aber der Kapitalismus scheint wie ein Chamäleon zu sein. Seit über 300 Jahren versteckt er sich in anderen Systemen, wechselt die Farbe und kommt durch Anpassung oder Gewalt immer wieder zur Macht. Erst verbarg er sich im Feudalismus, dann tarnte er sich als Soziale Marktwirtschaft und heute kriecht er sogar im Sozialismus chinesischer Prägung wieder an die Oberfläche zur Macht.
Bleiben Sie weiter so eine eifrige Kommentatorin!


Am 17. Oktober 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Meine älteren Gedanken über "Nation und ?uropa": ?UROPA wird nie eine "UNION" (Gemeinschaft) werden können, dazu sind die "geschichtlich" durch KRIEGE(!) geschaffenen "NATIONEN" viel zu verschieden in SPRACHEN, SITTEN und BRÄUCHEN, MORAL, "RELIGIONEN", ARBEITSWEISEN und MENTALITÄTEN!
Am Horizont zeigen sich schon heute die "Rauchzeichen" der der ?URO-ZONE" bevorstehenden lodernden Feuer des Unterganges einer "sehn-süchtigen (Friedens-?) Idee"!
Ich meine, dass auch die USA längst dabei ist seine "Blütezeit" erreicht zu haben, sodass auch das "Atlantische Bündnis von USA und ?U gegen Russland" ein Auslaufmodell ist! Wer die Geschichte der "Hoch-Kulturen" kennt, der kann den mehr oder weniger längst laufenden Verfall auf dem "Höhepunkt" schon jetzt erkennen ... wenigstens aber erahnen!
Der "BREXIT" bedeutet, "die Ratten verlassen das sinkende Schiff" und die zunehmenden "NATIONALISMEN" in der nicht nur in KATALONIEN, beweisen diesen Trend "Zurück zur eigenen(!) NATION".


Am 17. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

"Aufrührerisches Verhalten" wird ihnen vom spanischen Sondergericht vorgeworfen, den beiden Vertretern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung, Jordi Sanchez, der Präsident der Katalonischen Nationalversammlung (ANC), und Jordi Cuixart von der Kulturbewegung Omnium Cultural. Das Gericht, was sich normalerweise mit "Terrorismus" beschäftigt hat die Inhaftierung angeordnet. Sie sind nach Madrid gereist, um sich um der Anhörung durch das Gericht zu stellen, doch die Richterin lehnte eine Kaution ab, obwohl keine Verdunkelungsgefahr bestand.
Vorgeworfen wird ihnen:
Organisation von Großdemonstrationen der vergangenen Jahre.
Außerdem wird ihnen die Vorbereitung der Volksabstimmung am 1.Oktober zur Last gelegt.
Am 20.9. sollen sie Demonstranten angestachelt haben, die friedlich gegen Razzien der Polizei demonstriert haben.
Der Chef der katalanisichen Regionalpolizei wurde nicht in Haft genommen, darf aber das Land nicht verlassen, und muß sich 14 tägig bei den Behörden melden.
Der 11. September, eine ganz bewusste Wahl, in Erinnerung an Chile, wo Allende als erster sozialistischer Präsident in einer freien Wahl gewählt wurde, und von der CIA, Pinochet, einer der blutigsten Diktatoren eingesetzt , und Präsident Allende ermorden ließ. "Die Demokratie trägt den Samen ihrer eigenen Zerstörung in sich.
Man sagt, Demokratie muß hin und wieder in Blut gebadet werden, damit sie eine wirkliche Demokratie sein kann."(Pinochet)
Am 11. September hatten ca. 1 Millionen Menschen in Barcelona das Recht, frei zu entscheiden, und die Unabhängigkeit Kataloniens gefordert.-
2009, 36 Jahre nach seiner bestialischen Ermordung durch das Pinochet Regime wurde Victor Jara, der während des Putsches der CIA im September 1973, verschleppt, gefoltert, gedemütigt, gequält und heimlich verscharrt wurde, endlich unter riesengroßer Anteilnahme des Volkes feierlich beerdigt.
Victor Jara, der Kämpfer, der Künstler, der wunderbare Sänger, mit seinen unsterblichen Liedern. Beim Trauerzug am 5. Dezember wurde der blumenbestückte Sarg von Tausenden Menschen begleitet, und als seine bekanntesten Lieder gespielt wurden sind viele Menschen in Tränen ausgebrochen.
Seine bekanntesten Lieder wie "Te recuerdo Amanda", "Plegaria del Labrador" oder "El ciggarito" wurden unsterblich, u.a. durch die kubanische Interpretation, Silvio Rodriguez, der Argentinierin Mercedes Sosa und ihrer spanischen Kollegen Joan Manuel Serrat und Ana Belen.
"Unser Land hat 36 Jahre gebraucht, , um diesen Victor Jara, der zu uns gehört, Chile und seiner Familie zurückzugeben. Dies ist die beste Ehre, die wir ihm erweisen können."--
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen für die berechtigten Forderungen Kataloniens kann und will ich nicht, dass die Gewalt der "Gardia civil", verhaßt in Katalonien, mit unvostellbarer Gewalt auf die friedlichen Demonstranten los gelassen wurde in den Hintergrund gerät, weil dieses den Verursachern hilft, und die geschlagenen, verprügelten, getretenen Menschen in Vergessenheit geraten läßt. Mit Gummiknüppel, Geschossen, und vielem mehr wird akzeptiert, dass auf friedlich, demonstrierende Menschen mit brutaler Gewalt vorgegangen wurde, und die spanische Regierung nur so reagieren kann, weil die neoliberalen Regierungen in der Welt sich ähnlich in einer solchen Situation verhalten würden. Und natürlich soll das ein Zeichen sein, wie in Griechenland geschehen: Keine Bestrebungen der Völker nach Veränderungen werden geduldet. Sie sollen verängstigt und klein gehalten werden, und wenn sie nicht spuren, dann wird gedroht, der Geldhahn zugedreht, Firmen ziehen ab, Konkurrenz wird gefördert, und kleine Pflänzchen werden zerstört.
Leben!
"Einzeln und frei wie ein Baum
und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht."
(Nazim Hikmet, türkischer Dichter)


Am 17. Oktober 2017 schrieb Nico Jansen:

In der Tradition der Kampf gegen das Fachismus im vorigen Jahrhundert hat U. Gellermann mit seinem Artikel Ës lebe Katalonien!' ein mächtiges
Hallo geschrieben fúr den Internationalismus der demokratischen Kräfte auf der ganze Welt in unseren Tagen.


Am 17. Oktober 2017 schrieb Ernst Grobschmied:

Ganz egal wie man zur Abspaltung stehen mag, der EXPERTE kommt zu dem Schluss, dass "wenn die Bevölkerung Kataloniens vom spanischen Staat in grob menschenrechtswidriger Weise behandelt worden wäre" würde es eine Abspaltung Kataloniens vertretbar machen.
Immerhin

Na, hat nicht RP Rajoy seinen spanischen Bürgern EU-Recht verweigert, in dem er spanisches Recht den höheren EU-Recht vorzog, um notleidende Immobilienkredite durch Zwangsenteignung der Kreditnehmer zu bedienen und damit Banken zu retten, die Kreditgeld bei 1% Mindestreserve vergaben ?

Wir erinnern uns alle an den Katalanen Mohammed Aziz, dessen Immobilienkredit 2009 notleidend wurde und der bis zum EuGH ging um dort 2011 Recht zu bekommen.
Seither ist bekannt, dass Spanien illegal Zwangsenteignet und die Leute illegal auf die Straße setzt.
Gemäß EuGH-Urteil vom 14.03.2013 sind "vorformulierte Grundschuld-Bestellungs-Urkunden", die mit jedem Kreditvertrag vereinbart werden und denen sich der Kreditnehmer bei Zahlungsrückständen unterwerfen muss ? UNWIRKSAM.
ES GILT deshalb KEIN SPANISCHES RECHT ? SONDERN EU-RECHT.
Jedem säumigen Darlehensnehmer steht das Recht zu, sich vor einem ordentlichen Gericht VOR ZWANGSENTEIGNUNG wehren zu können. Es ist ihm sogar PKH zu gewähren.

Auf Deutschland übertragen bedeutet es das Gleiche.
Das OLG Karlsruhe urteilte folglich im ähnlich gestrickten Falle in etwa so:
"wenn dem Kläger gem. EuGH-Urteil Recht zu geben wäre, WÜRDE DAMIT DAS GESAMTE GELD- und WÄHRUNGSSYSTEM ZUSAMMEN BRECHEN"?
Aha !!!
Denn das würde bedeuten, dass alle sogenannten Sicherheiten der kreditgebenden Banken sich in LUFT auf lösen würden. So wie das Kreditgeld entstanden ist ? mit nur 1% Mindestreserve - durch "Geld aus dem Nichts" so verschwindet es ach wieder. Würde es rechtmäßig zugehen.
Die kreditgebenden privaten Geschäftsbanken haben nämlich gar keine Sicherheiten. Ihr Ranking dürfte bei CCC- liegen. Zumindest solange, bis die notwendige Mindestreserve nicht auf mind. 30% erhöht wird.
Doch da scheint die Rendite in Gefahr.
Und für die scheint Rajoy einzutreten - und nicht für seine spanischen Bürger.
EuGH-Urteil vom 14.03.2013
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=135024&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1

Spiegel
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spanien-zwangsraeumungen-verstossen-gegen-das-eu-recht-a-888861.html


Am 17. Oktober 2017 schrieb Uschi Peter:

Ja so ist es, lieber Uli, quod licet Iovi, non licet bovi. Frei übersetzt: was dem Gott/Jupiter erlaubt ist, darf der Ochse noch lange nicht. In dem Fall, was die USA mit Serbien und dem Kosovo machten, dürfen nach Freiheit strebende Völker wie Nordiren, Schotten oder eben Katalonen nicht.
"Die Unabhängigkeit des Kosovo von der jugoslawischen Regierung musste mit der NATO herbei gebombt werden" Mit dem Willen der Bevölkerung, d.h. Volksabstimmung? Und bist du nicht willig...
@Reiner Feldmann "Nationalbewußtsein ist nicht per se "böse". Wie bei jeder existenten gesellschaftlichen Kraft bleibt die Frage "wofür?"
Und wie @Albrecht Storz bemerkt: Nationalismus ist fast ein Schimpfwort und wird genauso abgewertet wie Nazi.
So ist es. Trotzdem sollte jeder stolz auf die guten Leistungen seines Volkes sein dürfen.
@Karola Schramm "viele einst totalitäre Nationalstaaten mit ungeheuerlichen Verbrechen an der Menschheit und Menschlichkeit " und die sogenannten Demokratien? Die Vorbild-Demokratie USA hat wohl mehr Verbrechen an der Menschlichkeit und am Völkerrecht verübt als die Diktaturen Russland oder China, die einen ausgeprägten Nationalstolz haben.
Meiner Meinung nach sollte jedes Volk selbst per Abstimmung entscheiden dürfen, wohin es gehören will wie es die Tschechen und Slowaken getan haben oder die ehemaligen Bundesstaaten der Sowjetunion nach 1990. Etwas Ähnliches gab es nach 1945 beim von Frankreich besetzten Saarland, das sich durch Volksvotum 1957 für Deutschland entschied.


Am 17. Oktober 2017 schrieb Pat Hall:

Ja es ist Schade um dieses Deutschland und was aus ihm geworden ist.
Es hatte Dichter, Denker und Erfinder und Etikette & Erziehung wurden gelehrt.
Der Otto v. Bismark führte ein funktionierendes weltweit das Beste Rentensystem ein.
Wo stehen wir Heute und wo steht der Pfahl an dem sich der Deutsche noch erinnert ?
Darf ein Deutscher sich noch als Deutscher bezeichnen ohne als Nationalist bezeichnet zu werden ?


Am 16. Oktober 2017 schrieb Reiner Feldmann:

Ihr Link zum Lluis Llach-Konzert ist ein beeindruckendes Dokument. Mit ihm wird deutlich, wie bewegend die eigene Sprache, die Nationalität sein kann. Sie ist auch für soziale Bewegungen zu nutzen. Das wird angesichts der Le Pens und Gauweilers gern vergessen. Man darf sich durch die deutsche Vergangenheit nicht den Blick verstellen lassen. Nationalbewußtsein ist nicht per se "böse". Wie bei jeder existenten gesellschaftlichen Kraft bleibt die Frage "wofür?"


Am 16. Oktober 2017 schrieb Albrecht Storz:

Zu Gert Wegner:
"Das ist der Versuch über die katalonische Besonderheit den Nationalismus als Antifaschismus auszugeben. Mit dieser Verwechselungskomödie tarnt Gellermann nur seine Querfront-Neigungen."

Interessant wie die reaktionären Kräfte bemüht sind, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalonier als Nationalismus zu denunzieren. Man findet diese Argumentationsfigur allenthalben, so zu sagen an allen Medienfronten.

Mich würde mal interessieren: ist die "Heiligsprechung" eines aktual existierenden Staatsgebildes, wie etwa der spanische Staat (vielleicht gar Nation?), nicht sogar die Apotheose des Nationalismus in Reinkultur? Ein Staat, eine Nation, in seinen "heiligen" Grenzen ist quasi unverletzlich, ewig gültig, legal (per Deklaration), unantastbar?

Das ist doch die zugrunde liegende Botschaft, wenn jemand den Katalanen Nationalismus wegen deren Unabhängigkeitsbestrebungen vorwirft.

Oder ist es nur bei den Katalanen Nationalismus, während es bei den Bayern, den Schotten, den Basken den Tamilen, ... etwas anderes wäre?

Denkt ein Herr Wegener ganz anders und lässt er es uns nur nicht wissen - oder plappert er einfach Tagesschau-Narrative daher?

Ich wäre wirklich erfreut mal ein Argument zu finden mit dem man sich konstruktiv auseinandersetzen könnte statt diesen ewigen, begründungslosen, verlogenen Anwürfe.
("Nationalismus" reiht sich inzwischen neben "Populismus", "Antisemitismus", "Rassismus", "Verschwörungstheorie", etc. in die gerne begründungsfrei gehaltenen Verleumdungsmethoden ein.)


Am 16. Oktober 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

@ Karola Schramm
Ich träumte auch mal von den Vereinigten Staaten von Europa. Das habe ich mir aber nicht so vorgestellt, dass die einzelnen Länder ihre kulturelle Identität, das was halt ihren so gewachsenen typischen Charakter ausmacht, aufgeben um sowas wie ein europäisches Amerika zu werden, sondern, dass sie sich verbinden und gegenseitig befruchten, wozu ja auch etwas da sein muss, dass sich befruchten kann. In einer guten Partnerbeziehung z-B.behält, pflegt und entwickelt jeder seine Persönlichkeit und dennoch bilden beide auch eine Einheit - ohne Selbstaufgabe. Daher ist mir diese gegenwärtige Verdammung von kultureller Identität total unverständlich. Wie soll man die Identität anderer Kulturen anerkennen, wenn man die eigene verleugnen muss? Nüchtern betrachtet ist durch die Pervertierung durch das 3.Reich bei uns eine Menge davon verschwunden, dennoch haben wir in den 70ern Volkslieder aus linken Liederbuch "Zupfgeigenhansel" gesungen, sowohl politische wie aus den "Bauernkriegen" oder die "Moorsoldaten" als auch "Bunt sind schon die Wälder" und dergl. Die "Naturfreunde" taten das auch. Das Volkskultur "völkisch", also rechts sein soll, kam uns nicht in den Sinn. Ich halte den Internationalismus, wie er derzeit gefordert wird, daher auch nicht für links. Seine Quelle sind vielmehr die Interessen der kapitalistischen Globalisierer, merkt man schon an der mächtigen PR. Diese wollen in der jetzigen Phase die Nationalstaaten loswerden, die mit ihren Verfassungen und bindenden Kulturen Handelshemmnisse sind. Manche, wie
Rajoys Spanien werden wohl derzeit noch gebraucht, um linke Entwicklungen zu verhindern, aber da man Menschen immer mehr mit neuen technischen Mitteln kontrollieren kann, könnten staatliche Machtapparate zur Herrschaftsausübung für die Mächtigen mehr und mehr überflüssig werden.
In Katalonien bekennt sich eine Region zu ihrer kulturellen Identität und ist dabei trotzdem weltoffen. Theoretisch könnten Deutsche, die noch etwas von ihrem kulturellen Erbe wissen, ebenso sein. Goethe war weltoffen. Aber was geschähe hier mit einer Gruppe, welche sich zu einer solchen Zielrichtung bekennt? Würde man sie nicht
sofort an den rechten Rand schieben, wo sie sich dann negativ entwickeln?
Gruppen wie die Identitären könnten gut das Produkt gerade dieser Tabuisierung sein. Würde man den Katalanen das Engagement für ihre Kultur ausreden und tabuisieren und sie als böse beschimpfen, würden sie vielleicht auch radikal. In meinen Augen sind weniger die unterschiedlichen Kulturen als der raffgierige Kapitalismus das eigentliche Problem. Aber da man den kaum noch bekämpfen will, sind nun die Kulturen der Feind ...


Am 16. Oktober 2017 schrieb Lutz Jahoda:

DAS HAUPTÄRGERNIS
IM BLICKFELD BEHALTEN

US-Präsident Trump sammelt Konflikte,
wie andre vielleicht es mit Bierdeckeln tun.
Spitzmündig nennt er der Welt die Delikte
in seinem Privatspiel als Volkstribun.

Der Menschen Vernunft, soweit sie vorhanden,
hat diese Verdummung zwar längst erkannt,
doch ließ sie bislang Erreichtes versanden.
Den Weltfinanzherrschern kommt nichts abhanden.
Doch sollte dies drohn, ist der Ausweg bekannt.

Die Musik, die traurige, spielt dann sehr leise.
Sie spielt ganz wo anders, ich kennedy Weise:
Trifft keine Kugel, trifft sicher ein Huf.
Wild ist der Westen, schwer der Beruf!


Am 16. Oktober 2017 schrieb Ernst Blutig:

Da kann ich nur noch ein solidarisches "KOLPEZ KOLPE" (baskisch) hinzufügen!


Am 16. Oktober 2017 schrieb Krysztof Daletski:

@Gert Wegener: "Mit dieser Verwechselungskomödie tarnt Gellermann nur seine Querfront-Neigungen."

Verblüffend: die tarnt er so gut, dass sie nicht zu finden sind. Dann muss es ja ein ganz Durchtriebener sein, womit in unnachahmlicher dialektischer Logik das zu Behauptende bewiesen wäre ;-)

Im übrigen sei darauf hingewiesen, dass gerade die spanische Zentralregierung sich auf einen (allerdings: kastilischen statt katalonischen) Nationalismus beruft. Dazu hat H.I. Radatz kürzlich auf peira.org einen Kommentar verfasst.


Am 15. Oktober 2017 schrieb altes Fachbuch:


sind staaten und nationen nicht erst entstanden und wichtig geworden, als sich die verhältnisse im feudalabsolutismus als bremsen für die produktivität und den profit der neuen herrschenden klasse, dem bürgertum, erwiesen?? zu der zeit wuchs der jeweilige markt rasant von lokal zu regional und mehr: das schrie nach aufhebung der kleinstaaterei!! der wille und der blutzoll der unterdrückten waren die katalysatoren. verbessert haben sie sich vom status nicht!! und dies verhindert bis heute die "burgfriedenspolitik" vieler sozdem. und soz. parteien: wohlstand statt klassenkampf. im zweifel für den krieg stimmen, das sichert beschäftigung etc...

wie willkommen sind da wohl in zeiten des imperialismus und globalen marktes nationale befreiungs- oder unabhängigkeitsbestrebungen (wenn denn in katalonien das eine ist??)? irgendwo habe ich was vom europa der regionen gelesen: ABER da eben in unseren gesellschaften KLASSEN existieren, wird alles bestreben sein, die interessen der herrschenden in den ländern und europäisch durchzuboxen. die klassische begründung für die reaktionäre bis diktatorische innenpolitik und die notwendigkeit von kriegen zwischen nationalstaaten. und bezeichnend ist, dass am meisten die nach europa schreien, die die grösste angst vorm teilen haben, und daher gleichzeitig die grössten bremsklötze sind:)
auch diese gaukelei erklären uns die medien nicht.

und nun katalonien:
ich hoffe nur, dass die einfachen katalanen in ihrem berechtigten und historisch verdienten autonomietraum nicht von eigenen bourgeoisen kreisen missbraucht werden, die einfach mehr vom spanischen kuchen für sich haben wollen!! der übliche verteilungskrieg, der auch hierzulande die solidarität beim länderfinanzausgleich vermissen lässt.

ich weiss nicht, was ich gut oder schlecht finden soll. daher interessant, wie wieder rumgeeiert wird, dass hier mal wieder alles anders ist als im kosovo, dass das gemetzel der sicherheitskräfte mal so schnell aus dem fokus verschwindet, wie die EU und die wirtschaft sofort den geldhahn für ein unabhängiges katalonien zudreht etc...
wie vor dem 1.WK besteht eine blockkonstellation mit verpflechtungen und verpflichtungen: anglomerika, die EU und eurasien!
ob das friedlich ausgeht?


Am 15. Oktober 2017 schrieb antares56:

Ich hab' da mal 'ne dumme Frage: Ist die Forderung nach Volksabstimmungen, wie gerade bei N24 in einer Wahlsendung zu Österreich behauptet, ein Mittel rechtspopulistischer Parteien, oder ist die Volksabstimmung das letzte Mittel der Bürger in die Politik einzugreifen?

Antwort von U. Gellermann:

Solange die wesentlichen Medien die Meinungen machen, ist es ziemlich gleichgültig ob die Wahlen oder ob Volksabstimmungen manipuliert werden.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Pat Hall:

Richtig,ein Danke an die ehrenamtliche Aufklärung über die politischen Belange welche die Galerie leistet.
Über die Unabhängigkeit einzelner Staaten wie Katalonien und auch anderer Staaten mag ichmir noch kein Urteil bilden zu können.
Pauschal sollte in diesem EU-Konstrukt Jeder das Recht auf Anhörung seiner Belange haben, dazu gehören auch Wortgefechte & Streitigkeiten denn diese Freiheit soll doch in Europa angeblich vorhanden sein ohne deswegen Niedergeknüppelt zu werden ?


Am 15. Oktober 2017 schrieb Karola Schramm:

Ja, lieber Herr Gellermann, sie sangen dieses Lied und noch ein anderer, weltweit bekannter Zeitgenosse, Pablo Casals, beendete alle seine Exilkonzerte seit 1939 mit einem Weihnachtslied, was dann auch eine heimliche catalanische Hymne wurde "El cant dels ocell" = "Gesang der Vögel" um sein Heimweh deutlich zu machen. Selbst im "weißen Haus" bei den Kennedys sprach er 1971 über sein Land Katalonien und wünscht sich Frieden, Frieden, Frieden für Katalonien.

Dass im Verbund mit der EU - viele einst totalitäre Nationalstaaten mit ungeheuerlichen Verbrechen an der Menschheit und Menschlichkeit - nun meinen, sie könnten sich verstecken, diese Verbrechen ungeschehen machen, wenn alle Länder eine EU seien und alle Nationalstaaten ausgemerzt (sage ich jetzt mit Absicht so) sind, so irren sie gewaltig. Diese Freiheitsbewegungen und die Bedürfnisse, gewertschätzt und anerkannt zu werden in Spache und Kultur, und eine Entschuldigung zu hören für das, was ihnen angetan wurde, verweigern sich diese EU-Politiker beharrlich. Sie reden doppelzüngig und untereinander abgemacht mit "doppelten Standards."
So versuchen sie, genauso wie die alten Diktatoren, nur andersfarbig lackiert und anderer Wortwahl, weiter andere Länder und Gruppen auszunutzen für eigene, nur der Wirtschaft und deren Elite dienenden Interessen. Auf Dauer muss so was schief gehen und zu Aufständen führen. Denn die Kinder und Enkel führen die Kämpfe ihrer Ahnen, egal wo sie sind, weiter. Sie vergessen sie nicht.
Die EU muss aufhören, die Nationalstaaten zu bekämpfen. Sie alle sind gewachsene Kulturen mit ihren Prägungen und Bindungen, haben Traditon und identitätsbildende Wirkungen auf die jeweilige Bevölkerung. Sie zu zerstören bedeutet, die Menschen zu entwurzeln, was ein Verbrechen ist.
Aber es sieht leider bis jetzt so aus, dass sich bestimmte Menschentypen, die sich besonders in der Politik befinden, an Verbrechen gewöhnen und nichts dabei finden, wenn sie heute so singen, wie die alten Diktatoren und Kolonialherren im Dienste der Kronen gesungen haben.
Wenn sich alle Nationalstaaten einig sind, werden diese "Pfähle", denen die "Würde des Menschen und das Recht auf Heimat und Autonomie" nichts bedeuten, fallen.

Pablo Casals und seine kleine Rede vor Kennedy kann auf youtube gehört werden: wwwo.youtube.com/watsch?v_T8DjwLt_c4 Pau Casals: Song of the Birds.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Thomas Hohnerlein:


Ich gebe zu, die Situation in Spanien/Katalonien bietet eine schwierige Gemengelage. Ich maße mir nicht an, in meinem kurzen Beitrag Klarheit schaffen zu können und bin für weiterreichende Informationen hinsichtlich des Konflikts sehr dankbar. Der Beitrag von Uli scheint mir aber doch etwas holzschnittartig vereinfacht, verständlicherweise etwas zu emotional, was bekanntermaße den Blick trübt.
Es ist gerade die Linke, die sich reflexartig in den großen spanischen Krieg zurückversetzt sieht, angesichts der aktuellen Auseinandersetzung um eine Abspaltung Kataloniens von Spanien, zumal die brutalen Polizeiübergriffe am Sonntag des Referendums eine Fortsetzung des historischen Konfliktes nahelegen (und de facto auch sind). Das republikanische Katalonien bietet dem (post-)faschistischen Spanien die Stirn - einem Spanien, das von Wiedergängern des Caudillo regiert wird, das in der monarchistischen bis klerikalfaschistischen Tradition fest verankert scheint, dessen Regenten bis unter die Haare korrupt sind. Mir fehlen die Kenntnisse darüber, ob sich das katalanische Establishment von den anderen EU-üblichen Schweinereien (wie Kriegstreiberei) der westlichen Wertegemeinschaft distanziert hat und dem historischen Internationalismus der Interbrigaden die Treue gehalten hat. Geschenkt, wir wollen hier nicht weiter nachbohren. Trotzdem sei hier die Frage erlaubt, wer da Sezession will und warum er sie will?
Es ist nichts gegen Ulis Aufzählung der (vorsätzlichen) Versäumnisse der Herrschenden zu sagen, seien es die nach Franco benannten Straßen und Plätze, die versagten offiziellen Erinnerungsorte, die Behinderung der Nachfahren bei der Suche nach Opfern, die 30.000 geraubten Kinder und ihr ungeklärtes Schicksal. Das aber betrifft nicht nur Katalanen, sondern auch Andalusier, Galizier, Kastilier, Basken, die Estremadura usw.
Was sind die Motive der Sezessionisten? Warum sind sie zumindest in nicht vernachlässigbaren Teilen so eng vernetzt mit rechtesten Sezessionisten in anderen Teilen Europas, Mitglied in internationalen Vereinigungen, die teilweise von Nazis begründet wurden (Vereinigung der Völker ohne Staat) oder von westlichen Geheimdiensten (Europäische Förderalisten oder FUEN durch OSS, dann CIA, vgl. www.german-foreign-policy.com/de/fulltext 59685, dann 59688, 59689, 59690, 59693) . Was hat die katalonische, republikanische Geschichte und die verweigerte Autonomie mit rechten flämischen Gruppen und ihren geldschweren Pfeffersäcken zu schaffen, was mit dem Faschisten Salvini in der Lombardei oder der Lega Veneta, was mit der Südtiroler Volkspartei und ihren bombenwerfenden Freunden von der Südtiroler Freiheit, mit Jobick in Ungarn und tutti quanti?
Welcher Teil der Katalanen würde bei einer Sezession gewinnen? Die armen Hungerleider und von Abstieg bedrohten, die im Augenblick vielleicht sogar in der Abspaltung die Rettung nahen sehen? Sie werden im Gegenteil die ersten sein, die in einem isolierten Katalonien unter die Räder kommen - isoliert nicht nur vom neoliberalen europäischen "Projekt" und seiner Währung (was verkraftbar sein mag), sondern auch von und insbesondere von den Klassenbrüdern- und Schwestern in Spanien (ist verpönt, ich weiß) und von der spanischen Linken, sei sie auch noch so schwach. Es gibt bei allen diesen Separatismen immer wieder zwei Aspekte, die die Sezession in ein alles andere als linkes Licht stellen: es sind die wohlhabenden Regionen, die sich vorzugsweise abspalten wollen und es wird identitär und ethnisch begründet. Auch der Nationalstaat war und ist kein linkes Projekt, sowenig wie dieses supranationale Europa und auch die angestrebten ethnischen Regionen werden es nicht sein. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Nationen und/oder Regionen, sie verlaufen zwischen Klassen. Und auch linke Katalanen, die im ethnischen Taumel augenblicklich Heimat zu finden glauben, tun nichts anderes als dem demokratischen, aufgeklärten und vielleicht nicht so wohlhabenden Teil Spaniens die Solidarität zu versagen, einem Spanien welches auch unter Franco gelitten hat, welches auch unaufgeklärte Schicksale zu beklagen hat, dessen Kinder auch geraubt wurden. Den hingerichteten Companys dazu ins Feld zu führen, das kann und sollte man tun um die Gemeinsamkeit der Antifranquisten zu untermauern, nicht um einen Dissens zwischen Katalanen und Spaniern zu konstruieren. Wäre dem so, dann wären logischerweise alle Spanier Faschisten.
Kürzlich hat jemand in Spanien einen Gedanken geäußert, der mir sympathischer als ethnisch begründete Sezession ist: man solle die verfahrene Situation in Gesamtspanien für ein iberisches Projekt nutzen, in dem alle Völker der Halbinsel sich wiederfinden und das den Faschismus, die Monarchie und den PP ein für alle mal überwindet. Dies sind die Pfähle, die sowohl im katalanischen als auch im spanischen Körper stecken.

Antwort von U. Gellermann:

Fraglos ist die Autonomie-Bewegung in Katalonien kein reines linkes Projekt (auch die aktuelle katalanische Regierung, die Generalitat de Catalunya, ist nicht klassisch links). Das behauptet der Artikel auch nicht. Er beschreibt Reflexe auf die rechts orientierte spanische Zentralregierung, die tief in der jüngeren spanischen Geschichte wurzeln. Und er macht, in Zeiten einer zunehmend undemokratischeren Eurokratie, darauf aufmerksam, dass die Klassen irgendwo wohnen. Vorzugsweise in Nationalstaaten. Nun wird der Nationalstaat auf Dauer in Gebilden aufgehoben sein, die sich internationalistisch begreifen. Aber das wird ein wenig dauern. Zwischenzeitlich darf die deutsche Linke, der ich mich zughörig fühle, die Nation nicht allein dem dummen Nationalismus überlassen. Und auch nicht jenem scheinbar modernen Neoliberalismus, flankiert von den Antideutschen, der die Europäische Union als ‚Schmelztiegel‘ der Nationen erzählt. Als sei dessen Schmelze, gerade wieder von Macron verbreitet, mehr als die Geschichte der Profitmaximierung und der Militarisierung ihrer Mitgliedsländer.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Benny Thomas Olieni:

Dank für diesen sehr erhellenden Beitrag zu den Hintergründen der Entwicklung in
Spanien an Uli Gellermann!
Von solchen differenzierten Darstellungen können die Millionen Konsumenten des 'rechtsschaffenden' ARD & Co-Staates im Staate
leider nicht mal träumen.
Danke auch an Frau Schier für die ergänzenden geschichtlichen
Informationen.
Hier leistet eine ehrenamtlich betriebene Galerie im Zusammenspiel mit Besuchern Wertvolleres, als es die Öffentlich-Verächtlichen für 8 Milliarden Euro im Jahr auf die Beine stellen.


Am 15. Oktober 2017 schrieb marc berger:

Man stelle sich vor, die Katalanen wollten nicht mehr von Moskau, Peking oder Belgrad regiert werden ... die EU, NATO, FIFA, ARD, ZDF und diverse andere Organisationen stünden ihnen sofort offen und zur Seite.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Gert Wegener
Kehren sie bitte vor ihrer eigenen Querfront Türe.
Die GALERIE, ihren Herausgeber, die Schreiber und Leser in eine Ecke stellen zu wollen, was heute üblich ist von Leuten wie ihnen, wenn Argumente fehlen, lassen mich ganz müde lächeln,
"Es lebe Katalonien"


Am 15. Oktober 2017 schrieb joe bildstein:

So ganz spontan faellt mir die Condor Legion ein, die haben damals schon fuer Recht(s) und Ordnung gesorgt.

Man sollte bei VdL einfach mal nachfragen ob im Dienste der Maechtigen, also NATO und GoldmanSucks die Legion wieder zu aktivieren sei. Es finden sich bestimmt genug Frei - "Willige". Auch koennte man einen Gesangswettbewerb machen.... vielleicht den EURO Rettungssong....

"Wir jagten sie wie eine Herde und der Teufel, der lachte dazu (ha-ha-ha). Die Roten in spanischer Luft und zur Erde, wir ließen sie nirgends in Ruh"

.https://en.wikipedia.org/wiki/Condor_Legion

Fazit: Demokratie und Freiheit immer nur da wo es den Maechtigen in den Kram passt.


Am 15. Oktober 2017 schrieb JÜRGEN BRAUERHOCH:

Die meisten Deutschen in Katalonien (wir wohnen zeitweise dort) verstehen das alles nicht, weil sie sich überhaupt nicht für die Geschichte der Katalanen interessieren und total verblüfft sind, daß die ungern "castellano" reden! Darüber habe ich bereits vor Jahren im Berliner Blättchen " Warum die Katalanen keine Spanier sein wollen" geschrieben.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Gert Wegener:

Das ist der Versuch über die katalonische Besonderheit den Nationalismus als Antifaschismus auszugeben. Mit dieser Verwechselungskomödie tarnt Gellermann nur seine Querfront-Neigungen.

Antwort von U. Gellermann:

Ein Beleg für meine "Neigungen" wäre nicht schlecht.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Man möchte rufen: "Hoch die internationaler Solidarität." Erinnerungen werden wach, an Chile 1973. Demonstriert wurde am 11.9.2015, für die Bildung einer von Spanien unabhängigen, katalanischen Regierung. Den künftigen Abgeordneten sollte der symbolische Weg für die Wahl am 27.9. gezeigt werden, mit den Farben: rot, violett und blau, wo jedeFarbe eine Bedeutung hat.
In mehrere Abschnitte unterteilt, war die rote Farbe für die soziale Gerechtigkeit, Violette für die Gleichberechtigung, und blau für die Internationale Solidarität. Wo ist sie denn geblieben, die Internationale Solidarität ?
Man kann dem GALERISTEN nur von Herzen danken, für diesen bewegenden, nachdenklichen und darauf aufmerksam machenden Artikel, der den Linken, allen Linken ins Stammbuch schreibt, den Gegner zu bekämpfen; und der ist der verachtungswürdige Kapitalismus mit seinen Politikern, mit seinen Medien, korrupten, gekauften und unterwürfigen kleinkapitalistischen Krämerseelen, die ein großes Stück vom Kuchen haben wollen, der aber bereits verteilt ist , und die Bestrebungen nach gesellschaftlichem Fortschritt, nach Gleichberechtigung, und Unabhängigkeit von einer Politik, die auf Unterdrückung, Gewalt und Repression beruht, zu fördern.
Der König hat sich bis auf die Knochen blamiert, die EU, unbeweglich, fixiert, auf den sogenannten Rechtsstaat, und rückwärts gewandt. Es wird nicht funktionieren, die Bestrebungen nach gesellschaftlicher Entwicklung, nach Souverenität, untrennbar mit Chancengleichheit verbunden, sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, um nur einige
Forderungen zu benennen, auf Dauer zu unterdrücken. Die Bilder von brutaler Gewalt, gegen Alte, Junge und Kinder sind ein Skandal, und hat die ewigen Werteschwätzer in der EU, und auch die Völker nicht auf die Straße getrieben. Es wurde statt, ohne wenn und aber den Fortschritt der Katalanen nach Unabhängigkeit zu unterstützen, besonders in linken Kreisen, von der Einheit der Arbeiterklasse geschwafelt, und dem Zusammenhalt, damit wurde aber die rechte neoliberale Regierung in ihren völlig unverhältnismässigen brutalen Handlungen unterstützt, und die erschütternden Bilder sprechen für immer Bände. Der EU geht die Düse; die einzige Verfassung der Welt, die in Stein gemeißelt ist, und Veränderungen jeglicher Art unterdrückt, außer die der Herrschenden, und so wird wieder gegen das eigene Volk vorgegangen, und wieder können sie es ohne Konsequenzen tun. Das kalte Herz ist zu Stein geworden.
2008 darf nicht außer acht gelassen werden. Katalonien ist ein europäisches Land, mit einer tausendjährigen Geschichte und einer industriellen Vergangenheit gewesen. Der Mangel an Demokratie des spanischen Staates hat die Katalanen in ihren Autonomie Bestrebungen immer behindert. Frau Dagdelen, die ich schätze, wegen ihrer klaren und eindeutigen Haltung der Politik des Sultans gegenüber hat mich ratlos und unverständlich sein lassen, Katalonien politisch nicht freizugeben, und diesen reaktionären, korrupten Haufen damit objektiv zu unterstützen.Die nationale Frage sollte endlich geklärt werden.
Katalaniens Wirtschaft stützt sich heute auf Massentourismus und auf den Dienstleistungssektor, also gibt es keine wesentliche Wertschöpfung. Immobilien- und Finanzspekulationen mischen munter mit. Der Anteil der Industrie am BIP gehört zu den niedrigsten in der EU. Katalanien ist gebeutelt von hoher Arbeitslosigkeit, von schlecht bezahlter Arbeit, von Familien wird gesprochen, wo alle Mitglieder arbeitslos sind, und Armut ist zum Begleiter geworden. Es wurde, besonders im Dienstleistungssektor privatisiert, und die Folgen dessen, sind auch in unserem Land offensichtlich. Politisch sind sicherlich ernstzunehmende Fehler gemacht worden, von der Regierungspartei in Katalonien, und eine genaue Analyse würde sicherlich hilfreich sein.
Die EU, die ihren Rüssel gefragt und ungefragt ständig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder reinsteckt, hält sich vornehm zurück, und sie erfährt natürlich auch die Unterstützung Washingtons, dass Rajoy, dieser korrupte Stinkstiefel das kapitalistische System sichert, und dieser Angriff auf das Volk mitgetragen wird. Franco lässt grüßen. Wo sind die Linken, wo ist der Aufschrei auf den Straßen ? Dort wird es entschieden werden, zu einem anderen Zeitpunkt, und die Völker der Welt werden siegen, und der proletarische Internationalismus gewinnt an Bedeutung, und der Ruf nach Internationaler Solidarität wird lauter: Wir sollten uns dem anschließen. Solidarität ist der Kitt, das Band, was uns mit allen unterdrückten Völkern der Welt verbindet, und uns verpflichtet zu entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte wir stehen werden. Beim GALERISTEN gibt es keinen Zweifel.


Am 15. Oktober 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Es ist ein ausgesprochenes Pech für Katalonien, dass dieser alte Franquist Rajoy wieder an die Macht gekommen ist. Wie konnte das überhaupt zugehen, wo doch die Linke Spaniens im Aufwind war, ob das mal untersucht worden ist? Soweit ich weiß, hat er die Mehrheit der Spanier nicht hinter sich. Die vorherige sozialistische Regierung hatte Katalonien mehr Rechte zugestanden. Hätte man den Katalanen ebensoviel Autonomie zugestanden wie dem Baskenland und Navarra, hätte sich wahrscheinlich keine Mehrheit für die Abspaltung gefunden. Dass so ein Unterschied gemacht wird, wo Katalonien ebenso eine eigene Kultur hat wie die Basken (Navarra ist auch z.T. baskisch), ist auch ungerecht und nicht einzusehen. Rajoy geht es einmal um die Steuern, aber auch um seine irreale Vorstellung von Spanien als einheitliche Nation. Die Katalanen sehen sich als eigene Nation und wollen so behandelt werden, für Rajoys Seite darf es nur die Nation Spanien geben. Die ist aber nie einheitlich gewesen. Die heutige "Einheit" entstand eigentlich im 15Jh durch die Heirat Isabels (der "Katholischen") von Kastilien mit Fernando von Aragón, zu welchem auch Katalonien gehörte sowie diverse Territorien außerhalb der iberischen Halbinsel. Nachdem sich die beiden mächtigsten hispanischen Länder vereinigt hatten, nahmen sie sich die anderen hinzu. Isabel war sich der Diversität und Eigenwilligkeit all dieser Länder bewusst und sie wollte sie unter der katholischen Religion zu einem geeinten Land machen, der Katholizismus diente dabei als Bindeglied und Kontrollmechanismus und wurde rigide durchgezogen, wohl daher auch die Härte der spanischen Inquisition. Muslime und Juden, die vorher viele kulturelle Impulse gegeben hatten, mussten endgültig raus (Reconquista). So entstand die spanische Nation (allerdings hatten die Römer die iberische Halbinsel schon "Hispanien" genannt, siehe Asterix!) . Aus der Zeit der Einigung und christlichen Rückeroberung ging dann eine imperiale Rolle in Europa und die brutale Eroberung der Neuen Welt hervor, das erste bekannte "Reich in dem die Sonne nicht untergeht". Es bestand bis die Briten diese Rolle übernahmen. Prägend ist wahrscheinlich, dass das spanische Weltreich, das "goldene Zeitalter" aus dieser Vereinigung und Vereinheitlichung der Länder zu "einem einzigen katholischen Spanien" hervorgegangen war. Rajoy und vor ihm die alten Franquisten identifizierten sich in ihrem Nationalstolz immer noch mit dieser alten vergangenen Größe des Landes und die hatte auf Einheitlichkeit beruht. Dominiert wurde es immer von Kastilien, dem zentralen und größten Teil Spaniens, dem Isabel entstammte. Das hat den anderen Regionen oft missfallen und es herrscht eigentlich in ganz Spanien viel Skepsis gegen die Zentralregierung, nicht nur die Katalanen, Basken und Galicier identifizieren sich vor allem mit ihrer Region. Aber wären die Konservativen von entgegenkommenderem Geist erfüllt statt von reinem Dominanz -gebaren , hätten alle trotzdem in einem Land harmonieren können. Statt aber das Land nun endlich mal so vielfältig zu akzeptieren, wie es nun mal ist, hält Rajoy um jeden Preis an seiner fixen veralteten Idee eines einheitlichen Spaniens fest. Wahrscheinlich sieht er, sobald er Katalonien nachgeben würde, seine politischen Gegner überall Land gewinnen. Was natürlich gut wäre und endlich auch eine Aufarbeitung der Franco-Diktatur ermöglichen würde.
Schändlicherweise ist Deutschlands Regierung genau wie früher bez.Spaniens auf der falschen Seite und auch die "Nichteinmischung" der anderen "Demokratien" ist nichts Neues. Ich verstehe nicht, dass Brüssel keine Vermittlung zwecks einer Einigung durchsetzt, nur weil Rajoy das ablehnt. Normalerweise haben Deutschland und EU doch keinerlei Problem, ihre Macht als Druckmittel einzusetzen. Was haben sie wohl im Hinterkopf?

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