Das neue Terror-Jahr

Netanyahu zündelt, Trump bläst ins Feuer

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. Dezember 2016

Das Jahr neigte sich seinem Ende zu, da zeichneten die internationalen TV-Stationen den ersten Teil einer grausigen Harlekinade auf. In einer Versammlung der Vereinten Nationen hielt der israelische UN-Botschafter Danny Danon eine Bibel in die Kameras und erregte sich: „Diese Buch enthält 3.000 Jahre jüdischer Geschichte in Israel, und niemand wird dieses Faktum ändern!“ Gezielt war die Äußerung auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Verurteilung israelischer Siedlungspolitik im Palästinenserland. Und die Bibel, ein Traktat des Glaubens, nicht des Wissens, sollte die israelischen Gebietsansprüche auf „Judäa und Samaria“, also auf das Westjordanland, beweisen. Klar, und die Welt wurde in nur sechs Tagen vom HERRN persönlich geschnitzt.

Doch der Akt historisierenden Größenwahns wurde vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu flugs weiter aufgeblasen: Der Herr über eine Acht-Millionen-Bevölkerung richtete sich zu seiner vollen Größe auf und bestellte umgehend die Botschafter jener Länder zur Strafe ins israelische Außenministerium ein, die für die Anti-Siedlungsbau-Resolution gestimmt hatten. Und den Botschafter der USA, die gewagt hatten die Resolution nur mit einer Enthaltung zu kommentieren statt sie, wie Israel das gewohnt war, mit einem Veto zu verhindern, knöpfte sich Netanyahu persönlich vor. Soweit die Harlekinade.

Doch der Hanswursterei grausiger Teil folgte sogleich: Der künftige Präsident der USA, Donald Trump, kommentierte die UN-Resolution mit diesem misstönenden Twittern: „Nach dem 20. Januar wird es anders sein.“ Klar, was soll schon so eine blöde UN-Resolution. Wenn Donald der Mächtige als US-Präsident inthronisiert worden ist, dann gelten andere Regeln. Dann wird die UN-Resolution aber revidiert. Denn, so Trump weiter: „Die Vereinten Nationen haben solch großes Potenzial, aber momentan sind sie nur ein Club, wo sich Leute treffen, unterhalten und vergnügen können. So traurig!“. Trump soll offenkundig der Riese sein, auf dessen Schultern der Zwerg Netanyahu sitzt und den Nahen Osten unsicher macht.

Trump, glaubt man seinen Wahlkampfäußerungen, will Jerusalem als „ungeteilte“ Hauptstadt Israels anerkennen. Das hat er vor dem American Israel Public Affairs Committee verkündet, der wichtigsten pro-israelischen Lobby-Organisation in den USA. Dass die Nachbarn Israels, dass die islamisch geprägten Staaten solche Töne als Kampfansage begreifen müssen, das will oder kann Trump offenkundig nicht begreifen. Auch von der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt hat der Mann wahrscheinlich nie gehört. Sie gilt als eine der wichtigsten Heiligtümer des Islam. Wer sie dem jüdischen Gottesstaat einverleiben will, der kann auch gleich Bomben in die Gegend werfen: So facht man Terrorismus an.

Auch den nächsten Brandsatz hat Trump schon angekündigt, als er dem Iran-Atomabkommen eine Absage erteilte: Die Übereinkunft sei „einer der schlimmsten Deals in der Geschichte“. Sollte Trump seine Ankündigung wahr machen, wird die militärische Konfrontation Israels mit dem Iran wieder neue Nahrung bekommen. Die israelische Atommacht ist darauf gut vorbereitet: Das International Institute for Strategic Studies vermutete 200 atomare Sprengköpfe in den Händen des israelischen Größenwahns. Vom Persischen Golf aus können sie von den geschenkten deutschen U-Booten der Dolphin-Klasse jederzeit zum Einsatz gegen den Iran gebracht werden. Aber einen US-Präsidenten, der noch kurz vor Weihnachten die Welt mit dieser Meldung beschenkte: „Die USA müssen ihre nuklearen Fähigkeiten erheblich verstärken, bis die Welt in Sachen Atomwaffen zur Vernunft kommt“, den mag das alles nicht sonderlich kümmern.

Während Netanyahu zündelt und Trump ins Feuer bläst, fuchtelt die Berliner Regierung hektisch mit neuen Sicherheitsgesetzen zur Eindämmung des Terrors herum. Dass eine Eindämmung des Terrorismus dauerhaft nur durch eine Änderung der Außenpolitik zu erreichen ist, scheint der Bundesregierung nicht in den Sinn zu kommen. Erst Anfang Dezember musste Finanzminister Schäuble, unter Bezugnahme auf eine Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf dem Jüdischen Gemeindetag in Berlin erneut bekräftigen: „Das Existenzrecht Israels ist Teil der deutschen Staatsräson“. Die Existenz eines Staates zu bekräftigen, der seine Grenzen nicht festlegen sondern ausdehnen will, der seine Grenzen nicht aus dem Völkerrecht sondern aus der Bibel erklärt, das fördert Terror statt ihn zu verhindern. So wird denn der englische Komiker Freddie Frinton am Vorabend des neuen Jahres in den deutschen Fernsehhaushalten zu Recht fragen müssen: „The same procedure as last year?“ Und Miss Sophie wird unerschütterlich sagen dürfen: „The same procedure as every year“.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 01. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker::

Die BIBEL. In der Tat.
The Times of Israel:

?We will overcome this evil [UNSC] decree,? ... ?we will continue to reclaim the land of our forefathers,? ...

Israeli Ambassador to the UN, Danny Danon, HOLDS UP A BIBLE as he speaks to the UN Security Council after it passed an anti-settlement resolution, December 23, 2016.
__________

' It's the land of our forefathers.'- Das hat auch Netanyahu 2011 vor dem US Congress gesagt:

"In Judea and Samaria the Jewish people are not foreign occupiers. This is the land of our forefathers, the land of Israel to which Abraham brought the idea of one God."

[In Judäa und Samaria ist das jüdische Volk kein fremder Besatzer. Es ist das Land unserer Väter, das Land Israels in das Abraham die Idee des einen Gottes gebracht hat.]
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Wie kann man auch Besatzer im eigenen Land sein? :-)


Am 01. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

@Thema
wenn die lösung mal ein 2-staaten-konstrukt war, dann sollte man es auch in den grenzen von 1967 durchziehen!
dann allerdings konsequent, anhaltend und nachhaltig...... und nicht latent einen kriegsherd am köcheln halten, weil nachbarstaaten öl und gas haben!

@Alle
guten rutsch und beste wünsche für 2017, das auch ein streitbares werden dürfte/kann. ich danke dem autoren für seine diskussionsvorlagen und gastgeberrolle!

@r.gärtner
für die hausordnung ist der galerist zuständig! und dieser hatte den ersten post von h.anders ausreichend beantwortet.
einen versuch ihrerseits, sich INHALTLICH mit h.anders auseinanderzusetzen, konnte ich nicht sehen. ironischer weise distanzieren sie sich von "totalitären"staaten aber nutzen gleichzeitig deren methoden, die sie wiederum auch nur unterstellen können! außerdem gibt es den einen staat seit über 25 jahren nicht mehr, der andere heißt KDVR oder DVRK.
suchen sie bitte beispiele in dieser welt und dieser zeit, zb. den maulkorberlass von flinten-uschi, genannt Compliance-Management, formuliert von der commerzbank und mckinsey: https://www.jungewelt.de/2016/12-31/068.php

@h.anders
ja, ich habe mich auch gefreut, dass killary nicht gewonnen hat:)
deshalb bin ich noch lange kein trumpianer! der von ihnen konstruierte widerspruch hatte kein fleisch. bei einer präzisierung wäre ich gern eingestiegen, auch wenn wir weg vom thema sind!
kommen sie doch 2017 einfach wieder;)


Am 31. Dezember 2016 schrieb Klaus Bloemker:

"die Bibel ... sollte die israelischen Gebietsansprüche ... beweisen."
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Woodrow Wilson setzte 1919 eine Kommission ein, um die Lage in Palästina und den Zionismus einzuschätzen. Sie kam zu dem Schluss:

The initial claim, often submitted by Zionist representatives, that they have a ?right? to Palestine, based on an occupation of two thousand years ago, CAN HARDLY BE SERIOUSLY CONSIDERED. ... The project for making Palestine distinctly a Jewish commonwealth should be given up.

[Die Behauptung, die von zionistischen Vertretern oft vorgebracht wird, sie hätten ein "Recht" auf Palästina, basierend auf einem Landbesitz von vor zweitausend Jahren, kann NICHT ERNSTHAFT IN BETRACHT GEZOGEN WERDEN. ... Das Projekt, Palästina zu einem jüdischen Gemeinwesen zu machen, sollte aufgegeben werden.]
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Die UN, die 1947 die Etablierung Israels als eines 'jüdischen Staates' ermöglicht hat, verurteilt ihn nun. Ein 'jüdischer Staat' war von Anfang an ein Anachronismus.


Am 31. Dezember 2016 schrieb Karola Schramm:

Es scheint, dass derzeit alle großen Regierungen durchdrehen. Wo man hinschaut - werden Kriegsgedanken laut und Invasionen geplant. Ob mit Bibel in der Hand oder frommen Sprüchen im Mund - unterm Strich kommt es auf dasselbe heraus - Kriegslust. Dass diese Form der Politik die primitivste ist, die man sich vorstellen kann , sich wie ein Gorilla an die Brust schlagen und brüllen "wir sind die Größten" kann nicht von intelligenten Menschen kommen sondern von denen, die - wie es in einem Kommentar hier über Skinners Theorien hieß - eine Festplatte im Kopf haben, die nur einseitig beschrieben ist. Etwa: "Der Mensch ist ein Tier. Ich bin das größte und fresse euch alle."
Dass der Reichtum der 1 % so dekadent machen kann, ist schon erstaunlich.
Bleibt für den Rest der Menschen: "Proletarier aller Länder vereinigt euch und verweigert den Kriegsdienst. Zieht nicht für diese Dummköpfe in Kriege. Schützt eurer Leben und das eurer Familien. Von Kriegen profitiert nur eine Gruppe. Nämlich die, die ihn ausrufen."
Tortz aller schlechten Prognosen: Frieden entsteht in unseren Herzen und damit auch die Fantasie, Frieden zu schaffen ohne Waffen. Das wünsche ich der Welt zum Jahreswechsel, heute Nacht.


Am 31. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Roman Gärtner
Eine Einordnung ihrer Antwort auf eine einfache Frage ist nicht möglich. Nicht differenziert genug, viel zu lang, moralin und unklar. Sie haben die Frage nicht beantwortet, und sich auf Nebenschauplätzen bewegt.
Vergleiche sind immer schwierig, weil die Geschichten der Länder sich aus den Macht- und Kräfteverhältnissen erklären lassen, und somit zu analysieren und zu bewerten sind.


Am 31. Dezember 2016 schrieb Klaus Bloemker:


@ Manfred Caesar:
Mordechai Vanunu - der Israeli, der Israels Atomprogramm Dimona verraten hat, hat dazu folgendes gesagt:

"The French were responsible for the actual building of the Dimona. The Germans gave the money; they were feeling guilty for the Holocaust, and tried to pay their way out."


Am 31. Dezember 2016 schrieb Roman Gärtner:

@ Frau U. Spurgat:

Da gibt es eigentlich viel zu erklären.

Für mich ist es kein Widerspruch wenn ich eine Person für eine Aussage lobe aber für eine andere kritisiere...das ist für mich ganz normal.

Es wird nur dann zum Widerspruch wenn sowas nicht vorkommen darf oder soll.

Und das kenne ich nur aus den erwähnten Ländern...also das ich nur alles gut finden aber nicht kritisieren darf.

Aber ich denke Herr Anders wollte mit seinem Kommentar, der mit Israel bzw. dem Artikelinhalt nicht viel zu tun hatte, nur provozieren und gegen Linke sticheln.

Das seit einiger Zeit eine Kampagne gegen Linke läuft erkennt man ja in vielen Medien...bei Telepolis muss es ganz schlimm sein zur Zeit.
Auch in vielen Kommentaren werden immer und immer wieder Rechte und Linke über einen Kamm geschert.
Bei Themen wie TTIP und EU-Kritik versucht man ja auch immer mehr Rechte und Linke in die gleiche Ecke zu drängen bzw. sie zu Verbündete im Geiste zu machen und ähnlichen Schwachsinn.

Ich weis nicht in welche Ecke Herr Gellermann gedrängt wird oder wer mir demnächst erzählt was für ein schlimmer Mensch er doch ist...wie zb ein Herr Jebsen...ich lese was er zu sagen hat und entscheide dann selbst ob es okay ist oder nicht...und wenn nicht alles okay ist, ist es auch erstmal kein Grund ihn zu verteufeln.

Es soll ja vorkommen das man nicht immer einer Meinung ist und dennoch miteinamder redet, schreibt, sich zuhört etc.

Hatte ich Hoffnungen wegen Trump's Äußerungen zur Entspannung mit Russland? Ja...und was ist daran schlimm? Bin ich deswegen gleich ein linker Träumer? Hat das überhaupt etwas mit Links, Rechts, Gelb, Grün usw. zu tun?

Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht wissen was für Typen Trump ins Amt holt oder wie er sich zur taktisch cleveren Enthaltung zur UN-Resolution äußern würde...finde ich gut was er dazu sagt? Nein...und was ist da jetzt so widersprüchlich oder schlimm?
Nix.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Rüdiger Rauls:

Ich frage mich manchmal, worauf Geschichtskenner wie Reinhard Lerche ihre Geschichtskenntnisse und daraus abgeleiteten Behauptungen stützen, die sie wie unanfechtbare Wahrheiten in die Welt hinausposaunen. Alleine die neutrale Betrachtung und Würdigung der Tatsachen spricht doch eine ganz andere Sprache.
Die Russen sind die Kriegstreiber, das ist die Aussage, die ein Großteil der ?Wissenden? für wahr hält. Aber die Fakten besagen doch etwas ganz anderes:
Der erste Weltkrieg wurde von deutschem Boden auf russisches Gebiet getragen. Oder war es umgekehrt? Nach dem Sieg der Oktoberrevolution drangen ab 1918 Interventionstruppen Frankreichs, Englands und besonders der USA über die Meere in der jungen UdSSR ein, um die Weißgardisten im russischen Bürgerkrieg zu unterstützen. Oder war es umgekehrt? 1941 wurde wieder der Krieg von Deutschland aus nach Russland getragen. Oder war es umgekehrt? Hat Russland jemals einen Krieg gegen Deutschland begonnen, dass es so viele Schwachköpfe hier in diesem Land gibt, die einen solchen Blödsinn reden? Schaut Euch doch einfach nur die Tatsachen an.
Die UdSSR soll auch an der Teilung Europas Schuld gewesen sein und der Kriegsgefahr während des Kalten Kriegs. Was die Spaltung angeht: Wer wurde denn zuerst als separater Staat gegründet, die DDR oder die BRD? Es war doch die BRD, die DDR kam erst später als Reaktion auf diese Teil Deutschlands durch den Westen. Was die Kriegsgefahr anging: Was wurde denn zuerst gegründet, die NATO oder der Warschauer Pakt? Richtig, es war die NATO, der Warschauer Pakt entsand erst später. Wer gründete denn weitere Militärbündnisse und errichtete Stützpunkte in aller Welt? Umzingelte der Warschauer-Pakt die USA und die Nato-Staaten oder schufen doch eher umgekehrt USA und NATO einen Gürtel von Militärbündnissen, Militärstützpunkte und Raketenabschussbasen um die UdSSR herum?
Und ähnlicher Blödsinn wird über Iran verbreitet: Die USA, Frankreich, Großbritannien und Isreal unterstellen dem Iran, Atomwaffen herstellen zu wollen. Gerade diese Staaten, die selbst über das größte bereits bestehende A-Waffen-Arsenal der Welt verfügen. Die USA malen den Teufel an die Wand, dass Iran Atomwaffen einsetzen könnte. Gerade der Staat, der bisher schon zweimal Atomwaffen tatsächlich, nicht eventuell, abgeworfen hat in Hiroshima und Nagasaki. Iran ist von amerikanischen Militärstützpunkten (Bahrein, Türkei, Saudiarabien, Irak, Afghanistan) und Atommächten( Israel, Pakistan, US-Atomwaffen in der Türkei) eingekreist. Wieviele Militärstützpunkte unterhält denn der Iran in Mexiko, Kanada oder einem sonstigen Nachbarn der USA? Richtig, keinen! Seit dem Ende des 2.Wk. Haben die USA sich mehrmals massiv in die inneren Angelegenheiten des Iran eingemischt. 1956 unterstützen sie den Putsch gegen Mossadeq und installierten den Schah, einen ausgewiesenen ?Freund der Menschenrechte?. Als dieser 1979 vom iranischen Volk verjagt worden war, wurde er da von den USA, dem Hüter der Menschenrechte, an den Internationalen Gerichthof ausgeliefert und zur Rechenschaft gezogen? Nein, aber die USA belegten den Iran mit Wirtschaftssanktionen und führten verdeckte Militäroperationen durch. Damit nicht genug, man unterstützte Saddam Hussein, damals noch ein guter Freund der USA, im Krieg gegen den Iran. Welches Land hat denn der Iran unterstützt, das Krieg gegen die USA führte?
Wie naiv muss man denn sein, vom Iran zu erwarten, dass er den Worten der USA und Nato traut? Und wie vernagelt und verblendet muss sein, wer angesichts dieser Fakten noch immer den Blödsinn glaubt und wiederkäut, dass immer die anderen die Bösen sind. Augen auf und nicht nachplappern sondern nachlesen, was tatsächlich sich in der Geschichte abgespielt hat. Glaubt nicht blind den Medien und Politikern, sondern überprüft, was sie uns als Wahrheit vorsetzen. Denn sie verfolgen andere Interessen, als sie uns glauben machen wollen. Ihre Interessen sind nicht die unseren.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Roman Gärtner:

@ Herr R. Lerche:

"Es gibt noch ein Land, das nie eines seiner Nachbarn überfallen hat, eines der aggressivsten Länder das wir überhaupt kennen: der Iran. Der Iran hat noch nie ein Nachbarland überfallen, die sind immer von ihren Nachbarn überfallen worden. Aber da sehen sie, wie perfide Länder wie Russland und der Iran agieren, sie zetteln Kriege an indem sie sich überfallen lassen. Und der Bundespräsident stellt Putin mit Hitler gleich." - V. Pispers

Die NATO (inkl. Vasallenstaatenkonstrukt EU) hat sich ja auch nicht in Richtung Russland ausgedehnt, sondern Russland hat sich absichtlich und hinterhältig zurückgezogen und die NATO so in eine Falle gelockt.

In Israel/Palästina scheint das ähnlich zu sein.
Das Warschauer Ghe...äh...das Gaza Ghetto hat nichts mit der israelischen Regierung zu tun (die wissen schließlich das sowas bäh ist), die Palästinenser haben sich selbst dort eingepfercht.
Und weil diese hinterhältige feige Taktik ab und zu auch noch zu Kritik an Isreal bzw. der Regierung führt, muss man einfach mal auf den Tisch kloppen...so geht's schließlich nicht.

Und sollte aus dem Gaza Ghetto, diesem widerlichen Selbstgeiselungsprojekt der Palästinenser, mal eine aus angeschwemmten Coladosen gebastelte Rakete israelischen Boden treffen...ja dann kann die israelische Regierung und der Rest der Wertegemeinschaft doch gar nicht anders...es gelten doch auch für die Regeln und Gesetze oder das Völkerrecht usw.

Und so entsteht nunmal auch Terror...und dann natürlich auch noch Flüchtlingswellen, die "unsere" Wertegemeinschaft dann wieder zu unmenschlichen Deals etc. zwingt...

...es ist wirklich schlimm was Minderheiten so alles anrichten können...


Am 30. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@Roman Gärtner
"Sind wir in Nordkorea oder der DDR ?
Nach längerer Überlegung kann ich keinerlei zusammenhängendes erkennen, was wohl damit gesagt werden soll?
Sicherlich werden sie erhellendes beizutragen haben, um meinen Horizont zu erweitern.
Lieber Uli,
ein herzliches Danke für deine Artikel, die mich über das ganze Jahr 2016 begleitet, und mein Leben sehr bereichert haben. Bleib gesund, und weiterhin ,dem politischen Journalismus in seiner saubersten Art und Weise, unbestechlich, nämlich auf der Suche nach der Wahrheit, dem Humanismus, und den Menschenrechte verpflichtet; und das bitte mit deiner spitzen Feder, deinem Sarkasmus, deinem Humor, deiner Sensibilität, und der Fähigkeit komplizierte, politische Zusammenhänge herunter zu brechen, auf das wesentliche, dass es für viele Menschen sehr gut zu verstehen ist. Das ist des Schreibers wirkliche Kunst, und das "Lob ist des Schreibers Dank. Es ist winterlich geworden, passend zur Jahreszeit. Es gibt viel zu tuen im Neuen Jahr, und deine treue Leserin wird sicherlich wieder mit mischen wollen.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Manfred Caesar:

Der Schwanz wedelt mal wieder mit dem Hund. Als Harlekineade würde ich das nicht sehen.Es ist leider allerbitterster Ernst. Trump ist ganz sicher nichts weiter als eine weitere Marionette der eigentlichen anonymen Herrscher. Und dort wird offenbar das Armageddon geplant.
Eins würde mich aber interessieren: Wie kam Israel eigentlich an das spaltbare Material für 200 Atombomben? Das ist immerhin ne ganze Menge. Dem Iran ist das bisher trotz der vielen Zentrifugen nicht gelungen.Auch Nordkorea hat wohl nur ein paar Bömbchen.

Antwort von U. Gellermann:

Israel bekam seinen atomaren Stoff aus dem Apartheid-Südafrika. Scham, Bedenken wg. Rassismus? ? Keine.


Am 30. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

immer diese personen- oder ereignisbezogenen gegenwartsbetrachtungen, verknüpft mit irrationalem wie hoffnungen oder erwartungen - ich mag das nicht!!

die ami- und globale finanzoligarchie ist mit ihrem unipolaren weltbild vorerst gescheitert oder nur vorübergehend gestoppt worden. die vollzogene vereinnahme aller internationalen gremien zur regelung der nachkriegsordnung (maskerade) haben denen nicht zur uneingeschränkten weltmacht verholfen!! noch regt sich überall widerstand, und auch der einheimische druck wird größer!
und wenn also mit clintons niederlage plan A gescheitert ist, dann bleibt doch das bestreben der eliten bei plan B gleich! nur heißt der vorturner jetzt anders und beglückt sicher auch noch andere teile der oligarchie. die fassade "demokratie" bleibt NOCH aufrecht erhalten, und im zweifelsfall hat man mit trump den besseren diktator, der auch schon die verursacher für sein scheitern benennt: einwanderer und die übliche achse des bösen:) DE unterscheidet sich von dieser maskerade nur durch die dickere tarnschicht! merkel (plan A) wird durchziehen, incl. AfD, und im zweifelsfall übernimmt gabi als plan B: sozi's werden als Repressionssorgan besser akzeptiert ohne das system zu ändern:)
wer will ausschließen, dass obamas rückzug per verbrannter erde nicht den wechsel zum plan B bedeutet: weg mit der UN und den regularien wie völker- oder handelsrecht, weg mit diplomatie und gefeilsche um weltverträge wie umweltschutz oder gewaltverzicht/frieden!! MAKE AMERICA GREAT AGAIN!!
die "repräsentativen" sind affen, die das gleiche lied aber unterschiedliche instrumente spielen!
da bringen just als in syrien frieden OHNE beteiligung der amis einkehren soll oder der ami sein versagen eingestehen müsste länder, die den sicherheitsrat in kürze verlassen, eine israel-resolution ein?? der ami sanktioniert nach belieben, nun auch diplomaten aussperren?? die ukraine erlaubt den flugzeugabschuss über "EIGENEM" territorium?? botschaftermorde, offene kriegsandrohung, die kalten putsche in südamerika, die forcierung des chinakonfliktes, aufkündigung des iran-atom-deals.....
Netanyahu's aufreger ist ein pups, der im orchestergraben untergeht, während dirigenten längst die seiten im notenbuch umblättern!!

The same procedure as every year!


Am 30. Dezember 2016 schrieb Ernst Grobschmied:

Mensch, da scheint der Psychologe Burrhus F. Skinner wohl Recht zu haben. Bewusstsein und freier Wille seien Illusionen. Der Mensch ist grundsätzlich eine Festplatte, die neu konditioniert werden muss.
So scheint nach Skinner die "black Box" / Gehirn in Isreal wohl dauerhaft mit Apartheits-Software bespielt worden zu sein, so dass das erlernte menschliche Verhalten ausschließlich nur mit Siedlungsbau und Krieg auf Reize aus der verärgerten Umwelt reagieren kann.

Dumm nur, dass man sich die "Feinde" erst selbst erschaffen muss, um immer mehr "Haben" zu wollen - als zu "Sein".
Aus dem Grund wird die Blutspur nie versiegen.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Hannes Anders:

@Susanne Kreuzer
Ich meinte nicht die Linkspartei. Gemeint war die allgemeine Linke, die sich z. B. auf dieser Site höchst hoffnungsfroh zu Trump geäußert hat.


Am 30. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

"Bin leider nicht an entscheidender Quelle,
sonst wäre längst schon Frieden auf Erden."

l.jahoda for president:)


Am 30. Dezember 2016 schrieb Reinhard Lerche:

Als einfach Frage:
"die militärische Konfrontation Israels mit dem Iran -wird- wieder neue Nahrung bekommen.
Ist der Staat Iran an einer Lösung (friedlich) interessiert?
Können wir nicht wissen! Die Geschichte sagt: NEIN.

Antwort von U. Gellermann:

Die Geschichte sagt: Der Iran hat keinen Krieg begonnen. Der Irak-Iran-Krieg starte mit Luftschlägen des Irak. Mit Billigung und Unterstützung des Westens. Die Kriegsdrohungen der letzten Jahre gingen nicht vom Iran sondern von Israel aus.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Michael Weiß:

Man weiß gar nicht, wovon man sich zuerst angeekelt abwenden möchte. Der noch amtierende Friedensnobelpreisträger ist sich nicht zu billig, noch schnell allen ans Bein zu pinkeln, die ihn alt aussehen ließen und soviel Geschirr zu zerschlagen wie möglich. Der neue kann es gar nicht abwarten, und reißt schon mal das bißchen ein, was sein Vorgänger nicht kaputt gemacht hat. Hätte nie gedacht, dass eine aufziehende Ära noch düsterer aussehen kann als die 80er.


Am 30. Dezember 2016 schrieb Reinhard Lerche:

Da Haben sich zwei zusammengefunden, die sich eigentlich nicht verstehen dürften!
Ein Fanatiker für den israelischen Staat und eine Medienfigur für den Faschismus!
Die ersten haben gelitten und die zweiten haben gemordet.
Wenn Trump nicht nur blubbert, wird es auf der Kugel rund gehen - übrigens unter Klinton wäre das auch passiert! Alternativlos !!


Am 29. Dezember 2016 schrieb Lutz Jahoda:

STANDPUNKT

"Die Religion ist eine Krücke
für schlechte Staatsverfassungen."
Das sagte schon Arthur Schopenhauer.
Darum sind Netanyahus Einlassungen
wie Sprengsätze an der Klagemauer.

Das müsse endlich begriffen werden,
sagt ein Nebbich wie ich an dieser Stelle.
Bin leider nicht an entscheidender Quelle,
sonst wäre längst schon Frieden auf Erden.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Roman Gärtner:

@ Herr H. Anders:

Ob Sie sich freuen oder nicht spielt im Prinzip auch gar keine Rolle.

Hätten Sie sich den Teil mit "Teile der deutschen Linken" verkniffen, hätten Sie ihre Frage wohl gar nicht erst gestellt, denn was würde da für eine Frage übrig bleiben?

Der Widerspruch das man eine Person für Aussage A "loben" aber für Aussage B "kritisieren" kann?

Sind wir in Nordkorea oder der DDR?
Ok, dank CDU/CSU und unserer Qualitäts-Lückenpresse und deren Kampf gegen Hetze und Fake-News werden wir bald DDR 2.0 haben.

Vielleicht brauchen wir wirklich wieder einen Föhrer, dem wir willen- und kritiklos ins Verderben folgen...okay, bei uns scheint es wohl eine Föhrerin zu sein, weil sich die Feiglinge unter ihrem Rock verstecken.

Ich finde den Artikel, wie viele andere, sehr gut und auf den Punkt.
Und sollte ich mal nicht gleicher Meinung mit Herrn Gellermann (oder wem auch immer) sein, wird er das auch zu hören bekommen...oder sollte ich mich dann von dem Blog verabschieden?


Am 29. Dezember 2016 schrieb Andreas Schell:

Ui ui, ein sehr heißes Eisen. Weil: wenn hier zu Lande irgendwer Netanyahus Umgang mit den Arabern kritisiert, dann ist er Antisemit. Wenn irgendwer den amerikanischen Imperialismus kritisiert, dann ist er anti-amerikanisch. Wenn jemand nicht mehr glauben mag, der Putin sei daran schuld, dass es hier stinkt, dann wird er sicher von Moskau dafür bezahlt. Und wenn jemand auch nur andeutet, dass es möglicherweise dem Staat Israel massiv nützt, wenn mehrere Millionen ausgebombte arabische Flüchtlinge nach Nordwesten statt nach Süden ziehen, und deswegen die Willkommenskultur erfunden wurde, dann isser überhaupt ein ganz schlimmer Nazi. Sollte sich das beim besten Willen nicht belegen lassen, isser eben Querfront. Diffamiert, verschlagwortet und verortet wird allenthalben.
Diese Einschüchterungsmaschine läuft auf vollen Touren. Selbst im kleinen Kreis gibt es kaum noch eine politische Diskussion, in der sich nicht sofort die Fronten verhärten, statt dass Argumente getauscht werden. Vorgelebt wird diese Kultur in unzähligen Fernsehshows, in denen filibustert und sich gegenseitig nieder geschrien wird. Längst Realität ist die Zensur. Meine Beiträge auf meta.tagesschau.de werden offenbar generell nicht veröffentlicht. Ich bin damit nicht alleine. Die Bundesregierung will Hackerangriffe aus Russland technisch unterbinden - hä? Seit wann betreiben denn die Russen das Internet? Seit wann sind die tatsächlichen Betreiber des Internets denn die Opfer? Die Bundesregierung und die EU wollen Fake News und Hate Speech aus dem Internet verbannen - viele verstehen: RT und Sputnik abschalten. Es darf eben nur eine Mainstream Meinung geben, Opposition ist unerwünscht.
Ich bin wirklich dankbar, dass sich noch ein Gellermann im Netz äußern darf, der sich nicht einschüchtern lässt und dabei regelmäßig nachvollziehbare und recherchierbare Argumente vorlegt. 2017 zählt's: wir brauchen einen Regime Change. Die deutsche Junta muss weg. Die Mafia hier im Lande (Industrie, Medien) und die Korruption, die bei uns Lobbyismus heißt und irrsinnigerweise legal ist, müssen bekämpft werden. Wow, was für eine riesige Aufgabe!
Wir sollten unsere eigenen Probleme lösen. Trump oder Netanyahu oder Putin oder Erdogan und ihre nationalistischen Egoismen zu verstehen ist dabei hilfreich, aber auch nicht mehr. Sie zu kritisieren bedeutet, dass man sich zusätzlichen Ballast ans Bein bindet, der von der beschriebenen Maschinerie gnadenlos genutzt wird. Dabei wollen wir doch alle nur Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität. Dafür braucht's eine andere Regierung und - viel wichtiger - eine echte Energiewende und die grundlegende Überarbeitung unseres Wirtschaftssystems. Deutschland ist groß und stark genug, da mit gutem Beispiel voran zu gehen, statt an Kriegen zu verdienen.
Die Frage ist: in welcher Zukunft wollen wir leben? Dafür Visionen zu entwickeln ist mindestens so wichtig, wie den Mächtigen der Welt auf die Finger zu schauen ... und sich schlimmstenfalls die eigenen, die so wertvoll wie noch nie sind, dabei zu verbrennen.

Antwort von U. Gellermann:

Die Bundesrepublik ist international derart vernetzt, dass man sich auch um andere Staaten und deren Einflüsse kümmern muss. Um es auf einen einfachen Punkt zu bringen: Raus aus der NATO wäre z. B. ein Akt internationaler Politik, der national höchst heilsam wäre.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Susanne Kreuzer:

Frage an Hannses Anders:
" ... Teile der deutschen Linken ... " Wen oder was meinen Sie??? Mir ist keine einzige Pro Trump Haltung bekannt. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, mir da Ross und Reiter zu nennen. Ggf. muss ich ja aus der Partei austreten.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Hannes Anders:

@ Roman Gärtner
Ich habe mich über nichts gefreut. Sondern eine einfache Frage gestellt. Die haben Sie nicht beantwortet. Außer dass Sie ebenso schöne wie unbewiesene Hoffnungen haben. Ihre wütende Wortwahl zeigt, dass Ihnen was quer liegt. Man sollte sein Brett vor dem Kopf aber auch nicht essen.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Roman Gärtner:

Antwort und Frage an Herr H. Anders:

Über was freuen Sie sich jetzt eigentlich mehr:
Darüber das "deutsche Linke" ihre Hoffnungen nach und nach begraben können?

Oder das sich die Welt wohl doch nicht friedlicher entwickeln wird?

Soweit ich das mitbekommen habe hatten einige Menschen, ob das nun alle "deutsche Linke" waren oder auch andere "Verwirrte/Systemverächter/Pack" (kann durch jede persönlich bevorzugte abwertende "Schublade" ergänzt werden) weis ich nicht genau, im Bezug einiger Aussagen zu Russland Hoffnung das sich das Verhältnis etwas beruhigen könnte.

Man muss ideologisch schon ziemlich verblendet sein wenn einem Kriegstreiberei wichter und besser erscheint weil man damit dem politischen Feind noch einen Seitenhieb mitgeben kann.

Sollte es irgendwann mal soweit kommen, hoffe ich das man Sie und ihre Familie direkt mit Sack und Pack an die Front verlegt...dort können Sie dann ihren Sieg über die "deutschen Linken" feiern.
Aber Sie würden sich doch sicher freiwillig und voller Begeisterung für den Kriegseinsatz melden, oder?


Am 29. Dezember 2016 schrieb Michael Kohle:

Das Gemähre mit dem Antisemitismus geht mir - mit gehörigem Verlaub - ordentlich am Oberschenkel vorbei. Und dennoch, es ist mal wieder an der Zeit wenigstens mal etwas in der Krabbelkiste zu kramen, aus gegebenem Anlass. Es muss einfach sein, hoffe Uli G. hat nichts dagegen. Aus absoluten
Sicherheitsgründen und um dem zu erwartenden Vorwurf von fake-news entgegenzuwirken, heute nur Wissenswertes ausschließlich aus dem aktuellen Wikipedia. Da hätten die Antisemiten-Jäger ja längst ausreichend Zeit gehabt, solcherlei Informationen den Garaus zu machen. Haben sie aber nicht, warum wohl?


Also, dann beginne ich mal mit dem wenig bekannten Wort Haganah!

Ich zitiere Wiki:

Die Haganah (hebräisch: ha-haganah „Die Verteidigung") war eine zionistische paramilitärische Untergrundorganisation in Palästina während des britischen Mandats (1920?1948). Unmittelbar nach der Gründung des Staates Israel wurde die Hagana in die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte überführt.

Anlass zur Gründung der Organisation gab ein infolge einer muslimischen Prozession von palästinensischen Arabern durchgeführtes Judenpogrom in Jerusalem im April 1920. Dabei kamen sechs Juden zu Tode. Rund zweihundert wurden verletzt.

Während der 1920er Jahre standen nicht mehr als ein Dutzend Berufssoldaten im Dienst der Organisation, von denen sich viele ebenso als politische Aktivisten betätigten. Da der Waffenbesitz unter der Mandatsverwaltung illegal war, wurden Schusswaffen und Munition meist über das französisch kontrollierte Syrien ins Land geschmuggelt.

Infolge des Massakers von Hebron und weiterer Unruhen des Jahres 1929, die zu 133 Toten auf jüdischer Seite führten, änderte sich die Rolle der Hagana dramatisch. Sie wurde zu einer wesentlich größeren Organisation und umfasste beinahe alle Jugendlichen und Erwachsenen in den ländlichen Siedlungen und hatte tausende Mitglieder in den Städten. Sie begann, ausländische Waffen zu besorgen und einfaches militärisches Gerät sowie Handgranaten herzustellen (siehe: Israel Military Industries). Gleichzeitig wandelte sie sich von einer untrainierten Miliz zu einer ernstzunehmenden paramilitärischen Vereinigung.

1936 bestand die Hagana aus ca. 10.000 aktiven und ungefähr 40.000 einsatzbereiten Kämpfern. Während des Arabischen Aufstands der Jahre 1936 bis 1939 wurden Mitglieder der Hagana als Teile der neu gegründeten Jewish Settlement Police geduldet, einer Abteilung der Notrim. Zunächst hatte diese Einheit einen rein defensiven, auf die Sicherung jüdischer Siedlungen zielenden Charakter. Erst gegen Ende des Aufstands nahm diese Einheit eine offensivere Stellung ein. Die Erfahrung dieser Jahre erwies sich später im Palästinakrieg von 1947 bis 1949 für die jüdische Seite als nützlich.

Aus Unzufriedenheit mit der insgesamt eher moderaten Haltung der Hagana spalteten sich 1931 die meisten Mitglieder des rechten Flügels ab und bildeten die Irgun Tzwa´i Le´umi. Die Untergrundorganisation Irgun und deren Abspaltung Lechi wurden durch ihre geheimen, meist terroristischen Missionen bekannt.

Die SS Patria, ein französisches Passagierschiff, wurde 1940 in der Bucht von Haifa von der Hagana gesprengt, um die Überführung der jüdischen Passagiere nach Mauritius zu sabotieren. Dabei starben über 250 Menschen.

Im besetzten West-Deutschland unterhielt die Hagana nach 1945 zwei illegale Militärschulen u. a. im „Hochland"-Lager bei Königsdorf (Bayern)[5] - wo wenige Monate zuvor noch die Hitlerjugend militärisch ausgebildet worden war - und in Wildbad (Burgbernheim).

Und noch ein Zitate aus Wiki zu Irgun

Die Irgun „ war eine von 1931 bis 1948 bestehende terroristische zionistische Untergrundorganisation in Palästina vor der israelischen Staatsgründung, die der Weltunion der Zionistischen Revisionisten nahestand"

Der Haaretz-Kolumnist und israelische Historiker Tom Segev schrieb über die Irgun: „In der zweiten Jahreshälfte 1940 machten einige Mitglieder der Irgun - die durch die Revisionisten gesponserte anti-britische Terrorgruppe - Kontakt mit Vertretern des faschistischen Italien, um ihnen ein Kooperationsangebot gegen die Briten zu machen“.

Im Dezember 1943 übernahm Menachem Begin die Leitung des Irgun und nahm ab Anfang 1944 den Kampf gegen die Briten wieder auf. Er erklärte dabei öffentlich Großbritannien den Krieg.

Unter der Führung von Menachem Begin verübte die Irgun im Juli 1946 den Anschlag auf das King David Hotel in Jerusalem, das bis dahin vorwiegend Offiziere der britischen Mandatsmacht mit ihren Familien bewohnt hatten. Dem Anschlag fielen 91 Menschen zum Opfer; er führte zum endgültigen Bruch mit der Hagana.

Die Irgun verübte gemeinsam mit dem Lechi das Massaker von Deir Yasin am 9. April 1948, bei dem über einhundert Araber, darunter viele Zivilisten, getötet wurden. Menachem Begin verteidigte auch später noch das Massaker: „Das Massaker von Deir Jassin hatte nicht nur seine Berechtigung - ohne den Sieg von Deir Jassin hätte es auch niemals einen Staat Israel gegeben."

Der politische Flügel der Irgun sammelte sich in der von Menachem Begin gegründeten Cherut-Partei, die jedoch erst an Einfluss gewann, nachdem sie 1973 in einem Mitte-rechts-Bündnis den Kern des Likud-Blocks bildete. Im Jahre 1952 führten ehemalige Irgun-Aktivisten einen Paketbombenanschlag als Zeichen gegen die von ihnen als „Blutgeld" empfundenen Wiedergutmachungsverhandlungen mit Deutschland aus. Adressaten waren die deutsche Delegation zu diesen Verhandlungen und Bundeskanzler Konrad Adenauer. Bei der Öffnung einer der Bomben kam ein Münchner Polizeisprengmeister ums Leben. Der Attentäter Elieser Sudit benannte 1994 in seinem Buch Im Auftrag des Gewissens Menachem Begin als Initiator.

Wer wird nicht wenigstens etwas nachdenklich bei der Lektüre dieser wenigen Zeilen? In der Bibel stehen diese „Schauermärchen" natürlich nicht.

Antisemitismus? Was ist das noch mal?


Am 29. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Trump ist ein Vertreter des Kapitals, weil Teil dessen, und die Absichtserklärungen, die wohl erst einmal den Unterschied zeigen sollen sind Worthülsen, um nicht wirklich erkennbar zu sein, denn dann käme man ganz schnell dahinter, wessen Interessen er denn nun vertritt.
Eines allerdings ist völlig sicher. Es sind und werden niemals die Interessen der Arbeiterklasse sein, denn es gibt einen, aus meiner Sicht unlösbaren Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital im Kapitalismus. Und weitere Steuersenkungen bedeuten, dass die Arbeiterklasse dafür blutet, dass die Reichen noch reicher werden, und die ärmeren Teile der Bevölkerung das bezahlen müssen. Eine von Trumps politischen Absichtserklärungen, nämlich die Haltung zu Russland bleibt abzuwarten, welche Berater im was in sein kapitalistisches Öhrchen zwitschern, und das die Vertreter des Großkapitals weise Entscheidungen treffen können, wage ich zu bezweifeln.
Kapitalismus braucht fortwährendes Wachstum, und Trumps Entscheidungen werden immer die sein, die genau dieses befördern. Der sägt sicherlich nicht an dem Ast auf dem er und seinesgleichen sich ein gemütliches Leben auf Kosten Anderer eingerichtet haben. Die Frage der Macht- und der Kräfteverhältnisse, natürlich mit der sozialen Frage wird sich immer zwingender stellen, und eine Linke, die rumeiert, (ich meine natürlich, Teile der linken Bewegung), und die am liebsten mit dem Arbeiter nichts zu tun haben will, sollte verschwinden oder sich im neoliberalen Dunstkreis ein warmes Plätzchen suchen, denn weiteren Verrat brauchen die Arbeiterklassen, sowohl in Europa, als auch in der Welt, nicht.
Die Politik Israels ist ein einziges Desaster. Ein Volk, was selber unendlich viel Leid erfahren hat, weiß doch um die Bedeutung des Verlustes von Identität. Das palästinensische Volk hat jedes Recht der Welt ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie sind Spielball von Interessen, und letztendlich werden sie allein gelassen. Wo bleibt denn die internationale Solidarität, die diesem geknechteten Volk Unterstützung gibt ?
Die Welt ist dabei in Einzelteile auseinander zu zerbrechen, und wir kommen doch an den Fragen der menschlichen Existenz, und der Bedeutung vom Mensch sein, nicht vorbei, weil die gesamte Menschheit betroffen ist, und wenn wir nicht aufstehen und kämpfen, auch für das palästinensische Volk, haben wir mit versagt.Unsere Geschicke müssen wir in die eigenen Hände nehmen, denn sonst tut es keiner.
Brecht schreibt in seinem "Solidaritätslied"
Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber !
Endet ihre Schlächtereien !
Reden erst die Völker selber werden sie schnell einig ein.
Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht !
Beim Hungern und beim Essen Vorwärts, nie vergessen.
Die Solidarität."
Ja, Uli, ich erinnere Artikel, die du geschrieben hast zu Trump, wo du sehr unfair behandelt wurdest, weil deine Einschätzung eine klare, analytische und unaufgeregte gewesen ist, und wie sich immer mehr herausstellt, sich diese als schlüssig, richtig und wichtig erweist.


Am 29. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

@Paul Paulousek
".....bis jetzt kannte ich den Begriff "Gottesstaat" nur aus dem islamischen Kulturkreis..."
also wenn ihr wahrnehmungshorizont soooo eingeschränkt ist, sollte mario barth ihnen weiterhelfen: wenn man keine ahnung hat, .........:)
vermessen in diesem zusammenhang (keine ahnung:) ist auch gleich noch die "böswillige" motivation (antisemitismus, demagogie) des autoren abzuleiten. das bekäme freud nicht gebacken!
bei lernwilligkeit verweise ich auf die quelle des galeristen: http://www.bpb.de/internationales/asien/israel/45108/staat-und-religion
wenn sie damit fertig sind, wären ihre weiteren ausführungen zum thema isreal als "jüdisches gegenstück zum gottesstaat "(ihre worte) oder dessen säkularität wünschenswert!!


Am 29. Dezember 2016 schrieb Wolfgang Schwarz:

Als Antwort auf Hannes Anders:
Mir war Trump lieber als Clinton, weil er den Konflikt mit Russland entschärfen will. Ist wohl eine Geschmacksfrage, ob man Pest oder Cholera bevorzugt.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Hannes Anders:

Sie gehen mit Donald Trump ja ganz schön ins Gericht. Aber es gibt doch Teile der deutschen Linken, die in Trump eine Hoffnung für eine friedliche Entwicklung der Welt sehen. Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch?

Antwort von U. Gellermann:

Da müssen Sie schon diese linken Teile fragen.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Armageddon - nicht mehr nur auf Blu-Ray.

Ob die "Schutzmächte", die damals die Bombe Israel in Palästina vergruben, das schon eingeplant hatten?


Am 29. Dezember 2016 schrieb Spargel Tarzan:

Dem Herrn Paulousek empfehle ich das Buch "Die Erfindung des jüdischen Volkes", des israelischen Historikers Shlomo Sand.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Lena Bergmeister:

Das ist ja völlig auf dem Punkt. So wie Sie die Achse Trump-Netanyahu sehen! Zum Fürchten. Aber wohl unausweichlich. Danke für das schöne und treffende Wort Harlekinade.


Am 29. Dezember 2016 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr.:

Traurige Zustimmung zu allem, lieber Uli.
Halten wir es mit Kant: Aufklärung...


Am 29. Dezember 2016 schrieb Paul Paulousek:

"Auch von der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt hat der Mann wahrscheinlich nie gehört. Sie gilt als eine der wichtigsten Heiligtümer des Islam. Wer sie dem jüdischen Gottesstaat einverleiben will, der kann auch gleich Bomben in die Gegend werfen: So facht man Terrorismus an."

Soso - bis jetzt kannte ich den Begriff "Gottesstaat" nur aus dem islamischen Kulturkreis - Sie haben jetzt aus durchsichtigen demagogischen und antisemitischen Motiven das jüdische Gegenstück dazu ins Spiel gebracht. Nur weiter so, Herr Gellermann. Es wird immer klarer, welcher Geist hier seine Wirkung tut.

Antwort von U. Gellermann:

Sie werden doch der Bundeszentrale für Politische Bildung keinen Antisemitismus unterstellen wollen:

„Der Staat Israel definiert sich als jüdischer Staat."Judenstaat" lautete der Titel des 1896 erschienenen Buchs des Begründers des modernen Zionismus Theodor Herzl. Und seit der Begriff erstmals 1992 in Gesetzten des Landes auftauchte, spricht man von einem jüdisch-demokratischen Staat.“

Und da der Begriff „jüdisch“ von der jüdischen Religion abgeleitet wird, also vom Gott der Juden, ist Israel ein Gottesstaat. Außer Sie wollten das Jüdisch-Sein als Rasse definieren (wie es Hitler tat und Neatanyahu heute noch behauptet). Dann allerdings dürften Sie bei mir als Antisemit nicht veröffentlichen.

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