Umfragen sind Dummfragen

ARD-aktuell weiß es besser als das Volk

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. April 2018

Als Doktor Gniffke an der Hamburger Journalistenschule einmal über den Wert von Umfragen für den Journalismus referierte, fiel ihm die zündende Überschrift „Umfragen sind Dummfragen“ ein. „Denn“, so der hochmögende Chefredakteur der Tagesschau, „das Volk ist dumm, wer es fragt, bekommt doch glatt die falschen Antworten“. Da habe doch die ziemlich komplette deutsche Medienlandschaft über Jahre verbreitet, dass der Russe unser Feind sei und die USA der Freund Deutschlands, und dann gehen die Leute des Meinungs-Institutes FORSA tatsächlich hin und stellen dem Volk Fragen ohne öffentlich-rechtliche Meinungsbegleitmusik, und die Leute antworten einfach, was sie wollen!

Mit Tränen in den Augen und erstickender Stimme gab Doktor Gniffke die Ergebnisse der FORSA Umfrage bekannt: „94 Prozent der Deutschen wollen gute Beziehungen zu Russland, fast 90 Prozent wünschen sich eine von den USA eigenständige Außenpolitik. Die Mehrheit der Deutschen unterstützt somit die gegenwärtige Außenpolitik nicht. Gute Beziehungen zwischen Russland und Deutschland halten 94 Prozent der Bundesbürger für wichtig. Da haben wir nun Jahr um Jahr jede Menge Kraft und Geld in eine völlig andere Meinung investiert, und dann dies. Ich jedenfalls suche mir ab heute ein anderes Volk und andere Zuschauer.“ Sprach´s, stierte die Schüler an und erbrach einen Schwall neuer Fakes.

Weihrauchschwaden der ARD-aktuell
vernebeln den Völkerrechtsbruch

https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-angriff-gutachten-101.html
https://www.tagesschau.de/archiv/sendungsarchiv100~_date-20180420.html

Die deutsche Politprominenz war sich darüber einig, dass der Luftangriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien "erforderlich und angemessen" gewesen sei. Denn, so die vorgeschobene Behauptung, Syriens Armee habe bei der endgültigen Befreiung Ost-Ghoutas in Douma Giftgas eingesetzt. Beweise für ein solches Verbrechen gibt es nicht, und den Syrern ist nicht einmal ein Motiv nachzusagen, sie hatten in Dhouma militärisch bereits gewonnen. Es ist nur AgitProp-Material aus Terroristenkreisen verfügbar, gerade ausreichend, dass Kontrolleure der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen, OPCW, nach Dhouma aufbrachen, um zu prüfen, ob überhaupt etwas an den Vorwürfen dran ist. Doch auf OPCW-Experten-Ergebnisse möchten weder die Kriegsparteien USA, Großbritannien und Frankreich warten, noch mochten die Berliner Vasallen drauf verzichten, den Kriegsverbrechern in Washington, London und Paris zu applaudieren. Fragen des Völkerrechts und des Verfahrensrechts spielten für die Eliten in Politik und Medien ebensowenig eine Rolle wie intellektuelle Redlichkeit und die Bereitschaft, friedliche Konfliktlösungen zu fördern.

Nur einmal bezog sich SPD-Außenminister Maas auf das Völkerrecht: Er unterstütze "sehr stark den französischen Vorschlag, diejenigen, die in Syrien völkerrechtswidrig Chemiewaffen einsetzen, auch strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen". Der kleine Gernegroß im Außenamt hatte bei seinem - im wahrsten Sinne! - Vor-Urteil seine zündelnden Kumpels in der "Westlichen Wertegemeinschaft" eindeutig nicht im Blick.

ARD-aktuell berichtete über die militärische Aggression der westlichen Dreier-Allianz wie gewohnt: ohne einen einzigen selbständig entwickelten Gedanken vorzubringen und Informationen zu verarbeiten, die nicht aus den Giftküchen der Kriegspropagandisten stammten. Tagesschau und Tagesthemen blieben bei ihrem Stil, nur die teils geradezu unerträglich dummen und offenkundigen Lügen und die faktenleugnenden Desinformationen zu verbreiten, die die Kriegshetzer und ihre Entourage zum besten gaben.

ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Gniffke ließ seine Hauptabteilung einmal mehr das Nachrichtenverteilbüro für Kriegsbefürworter spielen.
Selbst als bekannt wurde, dass die beamteten Juristen des Bundestages (Wissenschaftlicher Dienst) den Luftangriff Trumps, Mays und Macrons als Völkerrechtsbruch bewerteten, blieb Gniffkes Qualitätsjournalistruppe ihrer Linie treu: manipulieren und marginalisieren. Über den dramatischen Befund der Parlamentsjouristen gab es bei der Tagesschau am 20. April um 20 Uhr nur eine abwiegelnde Meldung und auf der Website tagesschau.de einen einzigen tendenziösen Beitrag. Der Völkerrechtsbruch wurde indirekt mit der russophoben Bemerkung wegentschuldigt, "...ein Mandat des UN-Sicherheitsrates gab es nicht, weil Russland eine Resolution blockiert hatte". Und Kanzlerin Merkel wurde mit der Apotheose geehrt, sie habe den Raketenbeschuss auf syrische Ziele trotz allem “für angemessen und erforderlich” gehalten.

Dabei stellte das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes eine schallende Ohrfeige für Merkel, Maas, von der Leyen und andere bellizistische Wasserträger dar – und das hätten seriös arbeitende Nachrichtenjournalisten auch entsprechend gemeldet. Das Bombardement der drei Westmächte auf Syrien sei eine "Repressalie" nach dem Muster militärischer Interventionen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, erklärte der Wissenschatliche Dienst; begründet werde die Repressalie nicht durch Legalität, sondern nur mit einer behaupteten politisch-„moralischen“ Legitimität. Berufung auf vorgebliche "Legitimität" statt Beachtung des Legalitätsprinzips könne aber andere Staaten dazu einladen, nun ebenfalls militärische Aggressionen zu starten; lasse man sich auf einen solchen Paradigmenwechsel ein, dann verursache man "nicht weniger, sondern mehr menschliches Leid". Repressalien, so heißt es in dem Dokument, "sind grundsätzlich unzulässig". Quelle: Völkerrechtliche Implikationen des amerikanisch-britisch-französischen Militärschlags vom 14. April 2018 gegen Chemiewaffeneinrichtungen in Syrien. Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste. WD 2 - 3000 - 048/18.
ARD-aktuell verhalf den rechtfertigenden Sprüchen der Bellizisten Merkel, Maas und von der Leyen zu einer Diskussionswürdigkeit, die ihnen ganz und gar nicht zukommt. Kriegsverbrechen und Völkerrechtsbruch bleiben kriminell, auch wenn sie dreimal von der Kanzlerin als „angemessen“ bewertet werden. Deren widerwärtige Behauptungen disqualifizieren vielmehr sie selbst politisch und rechtlich (moralisch). Und Dr. Gniffkes Gefolgsleute disqualifiziert ihre mediale Parteinahme. Ihr Output ist nicht bloß Ersatzjournalismus, sondern bösartiger Drecksjournalismus.

Das wiederholte Veto Russlands im Weltsicherheitsrat legitimierte nicht zu dem Bombardement auf Syrien. Die Tagesschau transportierte mit ihrer Formulierung unterschwellig einen Vorwurf: Die Agressionsmächte hätten zwar versucht, den Raketenangriff mittels Resolution legalisieren zu lassen, seien aber am Veto Russlands gescheitert; unausgesprochen wird so vermittelt, die Russen seien “schuld” am unrechtmäßgen Tun des Westens. So und so eine Fälschung, denn bei der "blockierten" Resolution ging es darum, dass die USA eine Verfahrensänderung bei der Untersuchung von angeblichen Chemie-Waffen-Anschlägen erzwingen wollten und Russland mit Veto dafür sorgte, dass der Status Quo erhalten bleibt.

Und die Tagesthemen? Die berichteten mit keiner Silbe über das Gutachten. Caren Miosga durfte stattdessen mit glubschigem Augenaufschlag über "Bienengiftverbote" und über den Tod eines 28 jährigen schwedischen Musikers “informieren”. Es schweigt des Sängers Höflichkeit.
Im Internet hieß es am 20. April auf tagesschau.de scheinobjektiv: Luftangriff "grundsätzlich unzulässig". Eine Verschleierung der infamen Sonderklasse. Der Wissenschaftliche Dienst hatte unmißverständlich klargestellt, was hier Sache war: Der Angriff war ein krimineller Rechtsbruch, weil es keinen direkten bewaffneten Konflikt zwischen Syrien, den USA, Großbritannien und Frankreich gibt. Auch (vorgeschobene, d.V.) moralische Gründe zählen nicht: "Völkerrechtswidriges Handeln wird nicht dadurch geheilt, dass es moralisch legitim ist. Aus der Legitimität erwächst nicht automatisch dessen Legalität". Dennoch behaupten die "Qualitätsjournalisten“ auch in einer hervorgehobenen Zwischenüberschrift, es gebe bloß "Erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit".
Nein. Der Wissenschaftliche Dienst ließ nicht den geringsten Zweifel daran, dass der Angriff unrechtmäßig und ungesetzlich war.

Dr. Gniffke macht aber weiter. Er setzt ARD-aktuell für Desinformation und Unterschlagung wesentlicher Informationen ein. Friedensgefährder wie Merkel, Maas und von der Leyen sollen vor öffentlicher Kritik geschützt werden. Diese Art Journalismus ist mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes unvereinbar. Danach haben die Medien „als ständiges Verbindungs- und Kontrollorgan zwischen dem Volk und seinen gewählten Vertretern in Parlament und Regierung“ zu funktionieren. Ihre Aufgabe: „Sie fasst die in der Gesellschaft und in ihren Gruppen unaufhörlich sich neu bildenden Meinungen und Forderungen kritisch zusammen, stellt sie zur Erörterung und trägt sie an die politisch handelnden Staatsorgane heran, die auf diese Weise ihre Entscheidungen auch in Einzelfragen der Tagespolitik ständig am Maßstab der im Volk tatsächlich vertretenen Auffassungen messen können.“ Quelle: BverfG, “Spiegel-Urteil” 1966.

Drei Viertel der deutschen Wählerschaft sind für eine Politik der Verständigung mit Russland und gegen die westliche Kriegspolitik im Nahen Osten. Nicht dies vermittelt ARD-aktuell nachdrücklich als Volkes Wille an die Regiernden, sondern Dr. Gniffkes Qualitätsjournalisten verdrehen das Urteil der Verfassungsrichter in sein Gegenteil: Dr. Gniffke wiegelt ab und marginalisiert, er redet den Herrschenden nach dem Mund und vermittelt dem Volk, wie es im Sinne der Regierenden zu denken habe.
„Wir sind das Volk“ ? Von wegen.

F.Klinkhammer und V. Bräutigam


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 02. Mai 2018 schrieb Uschi Peter:

Ist das Maas-Männchen schizophren? Merkt er nicht, dass er sich und seine Klientel selbst bezichtigen könnte mit seiner Äußerung: Er unterstütze "sehr stark den französischen Vorschlag, diejenigen, die in Syrien völkerrechtswidrig Chemiewaffen einsetzen, auch strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen". Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, könnte es nicht auch die Dreierbande oder ihre mordlüsternen "Rebellen" gewesen sein? Dürfen die Massenmörder aus Westen ungestraft morden? Wer gibt ihnen das Recht, als strafende Nemesis aufzutreten? Das kann doch nicht wahr sein, dass irgendwelche machtgeile Potentaten sich als die Weltpolizei aufspielen und Millionen Menschen ins Unglück stürzen.
Die FORSA-Umfrage macht mir wieder Mut, zumal ich neulich auch ein Erfolgserlebnis hatte. Eine Bekannte, die zuvor sehr politisch uninteressiert wirkte, stellte plötzlich kritische Fragen, die ich ihr gerne beantwortete.


Am 29. April 2018 schrieb antares56:

Ich schaue nur noch selten ARD - und deren "Nachrichten" noch seltener. Allerdings informiere ich mich mindestens einmal am Tag über den Lügenstand in der Gniffke-Redaktion ("Nachrichten?")! Es ist im wahrsten Sinne des Wortes Tottraurig, wie dort Lügen, Falschmeldungen und Behauptungen von den Sprechern verlesen werden!
Vor allem wenn ich lese, dass von diesem oder jenem eine "Umfrage" in Auftrag gegeben wurde, weiss ich doch inzwischen wie diese Umfrage im Sinne eines Ziels ausgeschlachtet wird oder eben als falsch verdammt wird.


Am 28. April 2018 schrieb Michael Kohle:

@ Michael Riecke

Aber, aber, Herr Riecke! Mit Ihrem „Da sind die Grünen wie Rebecca Harms nur ein dünner Ersatz“ irren sie sich aber gewaltig.So wie einst ein gewisser Karajan dem Taxifahrer auf die Frage, wohin es denn gehen solle geantwortet hat „Egal wohin , ich werde überall gebraucht", könnte auch bei der gelernten Baumschul- und Landschaftsgärtnerin Ähnliches zu vermelden sein. Rebecca, die allpräsente Frau Igelin, stets mit ihrem „Ick bin all hier“ auf sich aufmerksam machend, wenn es darum geht, Dr. Gniffke oder bei den Einäugigen (auf dem zweiten sieht man besser) kräftig unter die Arme zu greifen bei Anklageerhebungen gen Russland. Schließlich ist sie die Vorsitzende der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung Euronest, die sich mit den Beziehungen zu den Ländern Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Republik Moldau und der Ukraine beschäftigt. Da scheint ja gerade der erstgenannte Einsatzort von Frau Harms angesagt zu sein, da heißt es doch seit letzter Woche „jetzt gehts los!“ mit der Entrussifizierung, die Anderen haben haben das ja schon größtenteils hinter sich.

Die gute Frau ist unstrittig sehr umtriebig. Sie taucht sogar an Orten auf oder bei Gelegenheiten, wo man sie absolut nicht vermutet hätte. Gerade die letzten Tage passiert's: Tschernobyl’s Geburtstag, der 26. April. Sicherlich, dieser Ort „größter sowjetischer Schandtaten aller Zeiten“, befindet sich jetzt in der Obhut der soeben befreiten Ukraine. Das hätte man mal bedenken sollen, damals zu Maidans Zeiten, was man sich da so anlacht und vor allem zumutet. Jetzt ist das Heulen und das Zähneknirschen natürlich groß. So klammheimlich ist meine Schadenfreude allerdings auch wieder nicht. Für die seit der Akquise zuhilfe geeilte Sachwertegemeinschaft ist so leider auch noch dieses Fass ohne Boden akquiriert worden. Nicht nur Sarkophag 2.0 - gerade installiert - muss jetzt finanziert werden, nein, auch das gesamte großflächige Gebinde muss für erst einmal die nächsten hundert Jahre in pflegliche Betreuung und Wartung übernommen werden. Dem Schokomohren kann das nicht allein überlassen bleiben, der muß schließlich dass angeblich russenverseuchte Donezk und Luhansk entlausen.

Dass da selbstredend auch der „böse Russe“ wieder in den Zielstrahl der vermeintlichen Gläubiger kommt, ein Wunder wohl kaum. Und da ist natürlich - bingo - unsere Rebecca zwangsläufig sofort wieder vorstellig. Da traf ich z.B. bei Recherchen in ganz anderer Sache auf folgenden Passus, ich zitiere aus http://www.chemie.de/lexikon/Katastrophe_von_Tschernobyl.html

„Mit „The other report on Chernobyl (TORCH)“ wurde ein 'Gegenreport' zur Ausarbeitung des Tschernobyl-Forums veröffentlicht. Dieser Report wurde von den britischen Wissenschaftlern PhD Ian Fairlie und DPhil David Sumner erarbeitet. Er sagt weitaus schwerwiegendere gesundheitsschädigende Folgen des Reaktorunglücks voraus. In Auftrag gegeben und privat finanziert wurde die Studie von der Grünen Europaabgeordneten und Atomkraftgegnerin Rebecca Harms.“

So, so und ach was? Privat finanziert? Wenn ich noch mal auf die Welt kommen sollte, werde ich wohl den Beruf des Baumschulgärtners einschlagen, da scheint echt was rüber zu kommen. Es sei denn, Frau Harms lustwandelte auf den Spuren von Kanzler Kohl und weigert(e) sich, die Sponsoren zu nennen. Zugegeben, denen, die ich da vermute, hätte ich auch versprochen, für immer zu schweigen. Nicht nur das probate cui bono scheint mir da angebracht. Seit letzter Woche, seit dem nächtens „ausgestrahlten“ Beitrag auf zdf-info zu Tschernobyl, frage ich mich sowieso, warum die Truther-Industrie sich noch nicht dieses Themas intensiver angenommen hat. Immerhin ist doch da durch einen einzigen Daumendruck auf einen roten Knopf ein ganzes Weltreich zu Fall gekommen.

Soviel zu Frau Harms. Aber sie ist ja nicht die Einzige, die auf diesen Pfaden der Tugend zur Russenverfolgung herumturnt. Man muss nur immer gut aufpassen, wenn es bei Gniffke und den Seinen nebst Konkurrenz von gegenüber am Lerchenberg um die Brennpunkte der Welt geht. Ein Grüner oder eine Grüne ist immer dabei, mindestens. Wenn nicht mehr, so wie neulich in der Serie „Die Story“. In der Folge „Was dem Schlächter Bashar A. alles so an Grausamkeiten anzuhängen ist“, so hieß es, so oder so ähnlich, von der Propagandaschmiede Südwestrundfunk in Person der Mehrzweckwaffe Tina Fuchs zusammen geklöppelt, da trat sie offen zu Tage. Die Heinrich-Böll-Stiftung. beim Brainstorming über die Gräueltaten vom Kerkermeister und seinen Schergen. In trauter Runde saß man zusammen, die ganzen gerade noch bzw. dann doch Entkommenen einträchtig neben den Herren und Damen von der erwähnten Stiftung auf Staatskosten, jene für die Partei aus Grünen und irgendeinem Bündnis. Mir tun die armen Juristen in Den Haag und sonst wo jetzt schon leid, denen man das Standgericht über den Schänder von Damaskus übertragen will. Werden sie doch im gesamten Verfahren des Volksgerichtshofs von Transatlantika die für einen Juristen schreckliche Kröte des Hörensagens - des hearsays - schlucken müssen. Selbst Erstsemester wissen über dieses no-go bescheid.

Wo Heinrich-Böll-Stiftung aktiv, sind ja Ralf Fücks und Ehegespons Marieluise, genannt Beck, nicht weit, beide Gründungsgrüne oder so ähnlich. Beide gerade eigentlich arbeitslos geworden, er raus aus der Stiftung, sie aus dem Bundestag, sind sie doch nicht untätig geblieben. Mit Gründung haben es die beiden wohl. Haben doch glatt gleich den Think-tank "Zentrum Liberale Moderne gegründet", kurz LibMod. Nix mehr mit grün, so heißt es, unstrittig parteiübergreifend. Die WELT wußte zu Zeiten der Gründung schon Näheres, zehn Gesellschafter „…zu denen Eckart von Klaeden, Daimler-Lobbyist und früherer CDU-Staatsminister im Kanzleramt, der ehemalige SPD-Abgeordnete Gert Weisskirchen oder Alexandra Gräfin Lambsdorff, Witwe des FDP-Granden Otto Graf Lambsdorff, gehören.“ Die Springer/Aust-Postille wußte Mitte November noch mehr dazu: „Zwei Grüne haben eine Leitidee für Jamaika“, so die Überschrift. Schade, das erste Projekt ist ja zwischenzeitlich gründlichst in die Hose gegangen. Obwohl, zieht man sich die vorgenannten Nasen so rein, könnte es durchaus auch höchst erfolgreich gelaufen sein, wenn das Projektziel ganz anders gelautet haben sollte, „Die Sozen am Nasenring vorzuführen“ beispielsweise.

So, das waren jetzt gerade mal der Auffälligsten welche von den grün angestrichenen. Was wohl oben auf der Wolkenkante Petra K. und Heinrich B. beim Vergiessen bitterer Zähren sich so tröstend zuflüstern? Oder ist doch nur ein stilles gemeinsames Summen zu vernehmen, ein endloses stimmloses Buhuhuhu?


Am 28. April 2018 schrieb Michael Riecke:


Nein, dass Deutsche Volk ist noch nicht reif für die große finale Schlacht. Drei Viertel hängen noch diesem veralteten Friedens- Gedusel aus den 60er bis 80er Jahren nach .Leider haben wir keine Wehrmachtsgeneräle mehr die mit Rat und Tat zur Seite stehen könnten um die Schlacht der Schlachten zu schlagen. Da sind die Grünen wie Rebecca Harms nur ein dünner Ersatz. Aber wir haben doch diese smarten, treffsicheren Atombomben in der Nato, die chirogisch genau Russland auslöschen können. Uns allerdings auch. Das ist eben der Preis der Freiheit. Herr Gauck hat es schon vor Jahren angemahnt, dass Deutsche Volk ist ein Volk von Weicheiern. Als ehemaliger Pfarrer wird er ja wohl noch in der Lage sein, die Atombomben zu segnen


Am 27. April 2018 schrieb Lutz Jahoda:

CHUZPE STEIGEND

Das Sündenfutter der Westallianz
würde sämtliche Beichtstühle sprengen.
Sogar die verfressendste Martinsgans
bliebe gestopft darin hängen.

Die Sündenkörner liegen gepresst.
Wir laufen inzwischen darüber.
Kein Wunder, dass Viele die "Tagesschau" stresst,
Verstimmte gequält zu Bett gehen lässt.
Die Aussicht wird trüber und trüber.


Am 27. April 2018 schrieb Manfred Caesar:

Was ist denn mit dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestages los? Der kann doch keine so regierungsfeindlichen Erkenntnisse von sich geben? Das können doch nur fakes sein ?


Am 27. April 2018 schrieb Peter Stribl:

Völlig dreist ein Interview von Markus Preiß, ARD-Studio Brüssel:
http://www.tagesschau.de/ausland/interview-tschischow-101.html
"ARD-Studio Brüssel: Aber verstehen Sie, dass es schon etwas frech wirkt, wenn Sie sagen: Die EU soll zahlen, obwohl sie anders als Russland keine Bomben abgeworfen hat?"

Fragt sich, nein hat sich bereits beantwortet, WER sich hier in Frechheit übt. Als würden Großbritannien und Frankreich nicht zur EU gehören.

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