Mitleid mit Golineh Atai

Nur keine Gnade den Russen!

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. Juni 2016

„Und dann sind Sie mit fünf Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen?“ Fragt die Psychologin. „Ja,“ sagt Golineh Atai, „es war schrecklich. Wir waren Fremde. Und ich wolle keine Fremde sein, ich wollte eine Deutsche sein. Unbedingt!“ Psychologin: „Und wie sind sie darauf gekommen, dass man eine gute Deutsche wird, wenn man die Russen hasst?“ - „Na, weil ich so schwarze Haare hatte und schwarze Augen, haben die anderen Kindern mir immer Russen-Weib hinterhergerufen“. Atai bricht in Tränen aus. „Und die Russen haben doch den Krieg gegen Deutschland angefangen und uns dann besiegt.“ Psychologin: „Wo haben Sie denn das her?“ Atai: „Das haben alle gesagt.“

Sorgenvoll schüttelt die Psychologin den Kopf: „Das nennt man Überanpassung. Normopathie. Da ist die Boderline-Störung nicht weit. Ich will Ihnen mal ein paar Fragen stellen: Aus welcher Sprache kommt das Wort Hooligan?“ Atai: Aus dem Russischen.“ - Psychologin: „Wer hat den französischen Polizisten Daniel Nivel bei einem WM-Vorrundenspiel halbtot geschlagen? - Atai: „Russische Hooligans.“ - Wer hat die Atombombe erfunden?“ Atai: „Die Russen“ - Psychologin: „Ganz ruhig Frau Atai. Jetzt wollen wir doch mal eine längere Pause machen. Sie bleiben erstmal eine zeitlang bei uns, alles wird gut.“ Atai: „Und wenn dann der Russe kommt? Wer soll ihn aufhalten?“

Eingabe gegen den Atai-Beitrag - Hooligan – Tagesschau.de 15.6.2016
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-191875.html
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein besonders eindrucksvolles antirussisches Propagandastückchen hat sich die "Tagessschau" wieder einmal von Frau Golineh Atai liefern lassen. Nach der Ukraine und Syrien hat sie nun auch die Fußball-EM in Frankreich als Kampfzone gegen Putin gewählt. Russland hat die bösen, der Westen die guten Hooligans. Das Muster ihrer Kriegsberichte kennen wir ja schon aus anderen Kampfgebieten. Auch ihr Stimmungsbericht über die Hooligans ist mit Strereotypen, Halbwahrheiten, Verzerrungen, manipulativer Einseitigkeit und Vorurteilen durchsetzt, wie wir es bei dieser Preisgekrönten längst gewohnt sind. Ersichtlich hat sie wesentliche Teile aus einem Spiegel-Artikel visuell umgesetzt.
Wir wollen uns in diesem Zusammenhang ausnahmsweise nur auf den letzten Teil des Beitrages beziehen.
Dort heisst es :
"Fan-Vertreter Alexander Schprygin sitzt auch im Organisationskomitee der WM 18 „ (die Kamera schwenkt dabei ein Foto, das ihn zusammen mit Putin zeigt) "Er ist bekannt für rassistische Äußerungen" - dazu noch ein Foto mit Putin und schließlich ein weiteres älteres von Schprygin mit Hitlergruß - .."er sei kein Nazi, aber einer, der seine Heimat liebt".
Dieser visuelle Foto-Bezug auf Putin erweckt wie selbstverständlich den Eindruck, es gebe eine enge ideelle Verbindung zwischen dem Ex-Hooligan Schprygin und Putin selbst. Diese Methode ist zutiefst perfide, weil sie signalisiert, die Hooligan-Ausschreitungen könnten von "ganz oben" (so ein weiterer Bezug im Text) gedeckt, möglicherweise sogar initiiert worden sein.
Mit diesem Stück liefert die "Tagesschau" erneut ein besonderen Beitrag zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.
Wir sehen in dem Atai-Bericht und in der Entscheidung, diesen unseriösen Beitrag für die Tagesschau auszuwählen, einen Verstoß gegen die Programm-Richtlinien.
Mit höflichem Gruß
 
F. Klinkhammer und V. Bräutigam


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Juni 2016 schrieb Thomas.:

Bei Golineh Atai habe ich immer eine bestimmte Szene im Hinterkopf, die anschaulich belegt, wie sie tickt, wie bewußt sie manipuliert, und wie sie doch unbewußt ihre eigene Position unterminiert.

Ich glaube, es war in diesem Film "Zerrisssene Ukraine" (oder in diesem unsäglichen Beitrag für den ARD-Weltspiegel). In diesem Film ist sie auf beiden Seiten "der Front" in der Ostukraine unterwegs. Auf Kiewer Seite geht sie höchst verständnis-, ja fast liebevoll und zärtlich mit ukrainischen Nationalisten und Nazikämpfern um. Es menschelt nur so, wenn etwa ausführlich die Freundin eines dieser Ostfront-Kämpfer und ihr Engagement für die Frontsoldaten (der faschistischen "Freiwilligenbataillone") thematisiert wird.

Dann, nach dem Seitenwechsel wechselt der Ton von weiß zu schwarz. Plötzlich ist alles düster, bedrohlich. Sie bekommt eine schussichere Weste verpaßt, ehe sie in ein Militärfahrzeug der Separatisten, die sie durch ihr Gebiet lotsen, einsteigt. Man spürt die Angst, die sie erfaßt hat, die ständige Bedrohung, da vielleicht nicht mehr lebend rauszukommen, sehr gut.

Aber Moment mal!? Wer würde denn in Separatistengebiet auf ein Militärfahrzeug der Separatisten schießen? Wer Bomben oder Granatan unvermittelt auf Separatistengebiet schießen/werfen? Die Separatisten? Die Russen? Nein! Wenn, dann natürlich Golinehs Freunde von den "Freiwilligenbataillonen"!! Sie fürchtet - nicht zu unrecht - von ihren eigenen Kumpels aus Kiew ermordet zu werden! Umgekehrt, auf von Kiew (bzw. vom Rechten Sektor und den Nazibataillonen) kontrolliertem Gebiet, war von einer solchen Angst nichts zu spüren! Aber wie ist das möglich, wenn doch "die Russen" so böse, hinterhältig und aggressiv sind? Und die "Kiewtreuen" nur Liederchen singen und patriotisch ihr Land unterstützen?

Golineh Atai stellt mit dieser Stimmungsschilderung ihre ganze Argumentation komplett auf den Kopf! Und MERKT es noch nicht einmal!

Und dafür gibts den den Hajo-Friedrichs-Preis....

Der sagte einst: "Das hab? ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, ..."

Er kann sich eben nicht mehr wehren.


Am 24. Juni 2016 schrieb Burkhard Ohligs:

Ein nettes Interview mit Atai...:) Könnte glatt von mir sein...;)


Am 23. Juni 2016 schrieb Susi Sorglos:

Ich empfinde es als unfähr, diese wirklich schwerkranken Menschen (eine oftmals durch schwere Traumata ausgelöste Erkrankung) auf eine Stufe mit so einer abgrundtief bösen und verantwortungslosen Person wie Atai zu stellen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Die Wahrheit ist einfach, und die Couch passend in dem Fall, weil Uli nur aufdeckt, wie mit der Wahrheit umgegangen wird.
Psychologisiert, idealisiert, und flugs ist der Mitgefühleffekt erzeugt, doch bitte nicht so genau hinzuhören, wenn die Frau Atai uns die Wahrheit, allerdings ihre Wahrheit, die mit objektiver Berichtserstattung aber rein gar nichts zu tuen hat, präsentiert. Die "arme" Frau Atai kann sich mit den Becks und den Harms zusammentuen, denn in den Medien sind sie mehr als überflüssig.
Diese Respektlosigkeit, diese Dummheit sucht ihresgleichen. Russland immer und wieder zu demütigen, ohne Sachverstand zu berichten ,hat bei den Öffentlich Rechtlichen nichts zu suchen. Na ja, Herr GNiffke wird sicherlich ein Herz für diese "arme Seele" haben, denn psychologisieren ist ihm ja nicht fremd,
und sicherlich wird er den "Kummer" Frau Atais verstehen.
Der Schmerz von Millionen russischen Familien lässt ihn, wie viele Andere, eiskalt.
Die Anerkennung von geschichtlicher Wahrheit muss ausgehalten werden.
Sie glotzen in den Spiegel der Geschichte und weigern sich das anzunehmen, was es gewesen ist: Ein der schlimmsten Kriege der Menschheit, von Nazideutschland begangen.. Irgendwie erinnert das an den Kapitalisten, der den Armen nicht sehen will, weil er will ja nie arm sein, der Kapitalist.
Die Psychologin hat die richtigen Fragen gestellt, nur ob die einen Erkenntnisgewinn mit Konsequenzen zur Folge haben, sei mal dahingestellt, bei so einer "traumatisierten" , lügenden Reporterin. Pinocchio kann da nicht mal mithalten.
Trotz alledem..............., immer weitermachen, und denen die Hammelbeine lang ziehen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Reyes Carrillo:

Was habe ich dir getan? Warum willst du mich umbringen? Ich habe mich in früher Nacht fast zu Tode gelacht. Wieder eine der vielen Perlen, die gerade in dieser – seit einiger Zeit an den wichtigen Gniffke-&Co.-Rechtsstreit vermieteten – Schmock-Rubrik zu finden waren und sind.
Diese unsägliche Golineh Atai mit zynischem Schwert zu richten, wäre ein Einfaches gewesen, sie hätte es wohl auch verdient. Dann aber doch das Florett zu nehmen und subtileren Haftgründen den Vorrang zu geben, das ist Kunst. Bravo.


Am 23. Juni 2016 schrieb Rüdiger Becker:

Was mich stört, ist der fehlende kollegiale Respekt vor der professionellen Leistung: Wenn wir demnächst wieder einen Waffengang im Osten wagen müssen, soll der Rückhalt an der Heimatfront auch psychologisch fundiert sein. Und der deutsche Krieger mental bestens präpariert. Da macht Frau Atai - natürlich im Team mit KollegInnen - aus meiner Sicht einfach einen guten Job. Mit etwas Glück wird sie dann, embedded, die Enkel des Herrn Gauck auf Vorstoss und Rückzug dabei begleiten können, wie sie ganz individuell mehr Verantwortung in der Welt übernehmen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Michael Kohle:

Die Couch-Szene mit dem Golinehchen ist ja ganz lustig. Nur leider hat sie mit der Realität rein gar nichts zu tun. Da sollen böse „Hydelbörger" das arme Kind von frühester Kindheit an gemobbt, gebasht haben, wo doch zur gleichen Zeit - und über Jahrzehnte hinweg - direkt vor Klein-Golinehs Näschen das Reichssicherheitshauptamt - ähh, pardon - das Headquarter des US-Besatzers in Europa sich blähte und blähte und blähte? Nein, nein, der Ansatz via Russen-Syndrom kann nur falsch sein, berücksichtigt er doch nicht etliche Aspekte, die einfach abzuleiten sind. Fünf Jahre z.B. soll sie bei der Kinderlandverschickung gewesen sein, just zu der Zeit, in der auch ein gewisser Pahlewi sich vom gleichen Ort absetzen musste und statt seiner ein greiser Ayatollah auftaucht. Was mag denn da nur die heilige Familie Atai zu ihrer Flucht getrieben haben? All die Freunde und Freundinnen von Papa und Mama zurücklassend, erst recht die von Golineh im Kindergarten? Sowas geht doch eigentlich nicht. Was ließ sie ausgerechnet und schnurstracks in Sichtweite des damaligen und wahrscheinlich auch heute noch Erzfeindes anlanden? So ein Zufall aber auch! Gab es da vielleicht diese weißen Jets (ohne Aufschrift) von heutzutage, die überall landen dürfen auf den Flughäfen der Wertegemeinschaft schon damals? Bestimmt!

Nein, ich gehe mit Uli Gellermanns mehr als nachsichtiger, geradezu mitfühlender These über den Werdegang von Frau Golineh Atai alles andere als einig. Warum eigentlich nehmen wir Hollywood nicht auch mal ernst. Wieviele Streifen müssen die eigentlich noch drehen, wieviele Blockbusters zum brainwash weltweit absetzen, bis wir endlich mal begreifen würden? Zu allem Überdruss, der Imperator macht sich auch noch lustig über uns. Da überschüttet er uns mit Stories, aus denen klar und eindeutig abzuleiten ist, was er so treibt, was er mit uns vorhat, was seine wahren Ziele sind, wes Geistes Kind er selbst ist (was wohl das Schlimmste ist). Und der plebs delektiert sich noch daran, geilt sich daran auf.

Gestern Abend - irgendwo bei Gniffke - trat sie - Atai höchselbst - auf zum Thema Barbarossa, das geflissentlich zur Bearbeitung anstand. Jeder Satz eine einzige Kopfwende der realen Geschehnisse von einst. Es tat nur weh, wie immer eben, wenn sie auf der Bühne erscheint. Und da fiel er mir ein, der Begriff nach dem ich bisher immer gesucht hatte, wenn sie mir angesichtig wurde. Ninja warrior! Gedrillt, getrimmt auf Deibel komm raus! Ein Killertool! Was bei den Navy seals möglich ist, wird ja wohl auch anderweitig erlaubt und umsetzbar sein, auf eine auf den ersten Blick weniger martialische Art und Weise. Ninja media warriors! Bei Osama hieß die vom CIA gesteuerte Aktion !Operation Netune´s Speer“Wund, abgeleitet aus den special warfare insignia der Navy seals. Wie wohl die langfristige Operation heißen mag?


Am 23. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

PSCHYREMBEL RÄT,
UND DIE TAGESSCHAU
SOLLTE DEM RATSCHLAG FOLGEN

Die Mitleidsbekundung ist durchaus begründet,
wie auch das Klinische Wörterbuch findet.
Borderline weist auf spannungsirre
Ichgestörte Wahrnehmungswirre.
Da vom Betroffenen selbst so empfunden,
gibt es die Chance, irgendwann zu gesunden.
"Grenzüberschreitend zur Schizophrenie",
tröstet der Doktor: "So gut wie nie;
doch zu empfehlen wär unbedingt schon:
Fernsehferne und kein Mikrofon.


Am 23. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Ich mache meine eigene kleine Umfrage, ich frage meine Mitmenschen ob sie einen Krieg mit Russland wünschen. Sie sagen alle nein, heute morgen erst beim Bäcker haben sich vier Brötchenkäufer und die Bäckereifachverkäuferin entschieden dagegen ausgesprochen. Wie de Maziere mache ich jetzt mal eine gewagte Schätzung aufgrund meiner erhobenen Daten und behaupte die Mehrheit der Deutschen wollen keinen Krieg, egal wo.

Ich vermute da einen Zusammenhang mit der großen Unzufriedenheit und dem Misstrauen gegenüber den Medien. Tapfer wie Gniffke & friends gegen den Mainstream der Gebührenzahlen gegensenden.

Morgen Rundfunkräte, seid ihr schon alle wach?

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