Ditfurth riecht Juden

Antisemitismus-Vorwurf gegen #Aufstehen

Autor: U. Gellermann
Datum: 20. August 2018

"Judenriecher" nannte man während der Nazi-Zeit umgangssprachlich jene ekligen Existenzen, die gern hinter bestimmten Namen oder Tätigkeiten "Juden" witterten. Vom "Judenriecher" war es nicht weit zum Denunzianten: "Herr Blockwart, der Herr Rubinstein heißt nicht nur so, der hat auch ganz viel Geld, da muss man sich mal drum kümmern." So oder so ähnlich kann der Leidensweg für manchen Juden begonnen haben. Nun geht auch Jutta Ditfurth, von der man eher annahm, dass sie philosemitisch sei, diesen Weg der üblen Denunziation. Mit einem Tweet behauptet die Dame: "Lisa Fitz lädt ein zum antisemitischen Tango bei #Aufstehen. Was für eine nationale, teils antisemitische #Sammlungsbewegung."

Die Kabarettistin Lisa Fitz hat ein Lied produziert: "Ich sehe was, was Du nicht siehst". Der Text handelt von Oben und Unten, von Arm und Reich. Und er kennt "Schattenstaat, die Schurkenbank, Gierkonzern" als Verantwortliche für Krieg und Armut. Zum Beispiel so: "Gierige Männer, Mördergreise, spielen vom Tod die böse alte Weise, reißen im Fallen die halbe Welt mit sich, wach auf und handle und lass dich nicht im Stich." Na klar, sagt da die Judenriecherin Ditfurth, wenn über viel Geld gesungen wird, dann wird man wohl die Juden meinen. Zumal ja im Text von Frau Fitz auch solche Namen vorkommen wie "Rothschilds, Rockefeller, Soros & Konsorten". In der Eile der Denunziation macht die Ditfurth den braven Yankee und Baptisten Rockefeller auch zum Juden. Aber auf solche Feinheiten kann die Verleumderin leider keine Rücksicht nehmen.

Denn der Ditfurth geht es ja nicht primär um die Lisa Fitz. Sie ist auf größeres Wild aus: Die von Sahra Wagenknecht initiierte Sammlungsbewegung #Aufstehen hat sie im Visier. – Als es im Frühjahr 2014 so aussah, als könne die Friedensbewegung eine größere Breite durch die "Mahnwachen für den Frieden" erreichen, hatte die ehemalige GRÜNE und einstige Intellektuelle Ditfurth den Geruch der Querfront, der Zusammenarbeit von Rechten und Linken, in der Nase. Und sie entdeckte den "verkürzten Antikapitalismus". Über Jahre hatte man von Jutta wenig bis nichts gehört. Aber plötzlich erschien sie genau jenen Medien bedeutend, die bisher aktive Feinde der Friedensbewegung waren, sich aber jetzt mit der Ditfurth zum Schutz einer rein linken Friedensbewegung aufwarfen. Diese Patronage hatte einen gewissen Erfolg: Statt sich gemeinsam um die nächsten großen Aktionen zu kümmern, kümmerten sich Teile der Friedensbewegung um sich selbst und ihre ideologische Reinheit.

Bisher gibt es in der deutschen LINKEN durchaus Zweifel an der noch nicht nicht so recht sichtbaren Sammlungsbewegung #Aufstehen. Aber die olfaktorische Schwalbe Jutta lässt hoffen: Wenn die in eine Medien-Schlacht eingeflogen wird, könnte es nach einem politisch eher langweiligen Sommer doch einen heißen Herbst geben. Denn wenn die üblichen Medien die Ditfurth an die Font werfen, also eine scheinbare Linke als Sprechpuppe benutzen, dann vermuten sie größeren politischen Widerstand. Deshalb darf die Schwalbe vom Bordstein des Mainstreams ohne jeden Beleg öffentlich von einer "antisemitischen #Sammlungsbewegung" schwätzen.

Danke Jutta, Dein Fronteinsatz macht Hoffnung auf Sammlung und Bewegung.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 25. August 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Frau Brockmann "ich schätze sehr ihre U.Gellermann) radikale Haltung" und jetzt könnte ein aber kommen und aber macht doch im Vorfeld klar, wo die Reise des Textes hingehen soll, wie hier.
In der Galerie werden die Leser immer angehalten beim Thema, zugegebenermaßen, nicht immer leicht, zu bleiben und das hätten sie auch tuen sollen.
Denn so richtig kann ich nicht den Bezug zum Thema erkennen, außer das typisch, sich immer mal wiederholende moralin und was "sich gehört und was nicht."
Der Galerist sollte sie auch darauf aufmerksam machen, beim Inhalt des Artikels zu bleiben und den Zeigefinger, na ja........
Mutig, dem Galeristen erklären zu wollen, wie Journalismus geht.


Am 25. August 2018 schrieb beate brockmann:

geehrter ulli gellermann, ich schätze sehr Ihre radikale haltung und gesinnung, die ich aus Ihren texten höre, somit sind wir eigentlich genossen und könnten uns duzen. doch ich schätze sehr oft GAR NICHT Ihre sprache, vor allem die häufige verwendung von fäkalwörtern, abfälligen bezeichnungen und vorwürfen, die mich nicht in meinem wissen erweitern, weil sie nichts erklären, nur behaupten, mir insofern nicht zu eigenem denken und urteilen verhelfen, sondern mich glauben machen wollen. ich kann oft Ihre wut nachvollziehen, aber diese wut sollte beim formulieren journalistscher texte gebändigt und dem leser überlassen sein, damit er lust auf handeln/oppositionelles tun bekommt. ich kann nicht verstehen, wenn Sie sich an einer person verbeißen wie ein hund an einem anderen hund. hunden bleibt nichts anderes übrig als sich zu beißen, doch wir menschen besonders solche, die als engagierte journalisten arbeiten, können sprechen, analytisch voller nachprüfbarer fakten unter einbeziehung aller aspekte aus vergangenheit und gegenwart in relation zum geschehen drumherum: ein volles, fassettenreiches, widersprüchliches bild aussprechen, das sich wirklichkeit nennen könnte, in der nicht zuletzt das agieren einer bestimmten person eingebettet ist, von der aber auch die scharfe kritik auszugehen hat.

Antwort von U. Gellermann:

Groben Klötzen kann man manch mal nur mit groben Keilen beikommen. Wer, wie Frau Ditfurth zum Beispiel, versucht mit der Antisemitismus-Keule Frau Wagenecht zu erschlagen, der verdient als „Schwalbe vom Bordstein des Mainstreams“ bezeichnet zu werden. Da ist die Nähe zur Bordstein-Schwalbe durchaus gewollt.


Am 23. August 2018 schrieb Thomas Fricke:

Ach, allerbeste Schwesta Jutta,
du warst ne Jroße bei die Linken.
Ach, wärst du's nur noch, Frau von Jutta,
anstatt de Lisa anzuzinken.


Am 23. August 2018 schrieb Otto Bismark:

Teile und herrsche, das ist von jeher und bis in die heutigen Tage das Prinzip der Machterhaltung. Nichts Neues also, könnte man sagen. Ja und nein, denn bedauerlich ist doch nur, daß gerade Personen, die als links gelten wie eben Ditfurth sich an dieser Spalterei beteiligen. Denn naürlich wirkt es viel stärker, wenn vermeintlich Gleichgesinnte dann doch ein Haar in der Suppe des Betreffenden finden als wenn das der Gegner tut. Wie oft haben wir das doch in der Geschichte erlebt, speziell in unserer deutschen. Natürlich wäre es 1933 problemlos möglich gewesen, die Machtergreifung der Braunen zu verhindern, KPD und SPD hätten "nur" ihre gegenseitigen Ressentiments überwinden müssen. Nun will ich natürlich nicht übersehen, daß gerade in der SPD seinerzeit Kräfte bestimmend waren, die auch nur ihr Auskommen mit dem Establishment im Kopfe hatten, mit "Arbeiterpartei" hatten die damals so wenig wie auch heute im Sinn! Und da eben beginnt das Dilemma, nicht jeder vertritt das, was auf seiner Fahne steht. Wenn wir nicht endlich aufhören, uns an den Ecken und Kanten derjenigen zu stoßen, mit denen wir zusammengehen sollten, anstatt zu fragen, wer die wirklichen Gegner sind, dann wird das ewig so weitergehen. Der Eine macht etwas und der Andere meckert daran herum. So sind noch die am besten dran, die sich wie eben Ditfurth nur dann melden, wenn es etwas zu verreißen gibt. Auf deren Meinung sollten wir verzichten.


Am 23. August 2018 schrieb Gideon Rugai:

Mit etwas Verspätung (keine Zeit) noch meine 10 Cent :
Ja, die Jutta und die Grünen allgemein -seltsamste Gewächse. Vor ein paar Jahren noch ware und kritische Töne zum gauckelnden Grüßaugust in mancher Talkshowrunde (-inzwischen abgelöst durch den straff frisierten Schleimscheisser par Excellence), dazwischen die seltsamen Ausfälle die auch Uli hier beschreibt. Dann gab es da noch die Talkshow-Konfrontation mit Nina Hagen (Hagen : "Ich lasse mich von der dicken Frau da nicht beleidigen"), dann geistert eine Abhandlung durch das Netz, Jutta zugeschrieben, in der sie mit den grünen Realo-Machtpolitikern a la Fischer abrechnet und minutiös beschreibt wie diese Leute quasi die feindliche Übernahme der Wollmützen-Fundis durch die Realos gesteuert haben und damit, wie viele Linke, den Marsch durch die Instanzen so erfolgreich bewerkstelligten, dass sie und deren Epigonen gar selbst zur höchstreaktionären Machtinstanz wurden (siehe auch den Nachdenkseiten-Artikel zu Klaus Staeck - frei nach dem Bush-Motto "wer nicht für uns ist, muss gegen uns sein" das dieser Tage so schön zum Tragen kommt).
Und wer erinnert sich noch an die Ur-Grünen Petra Kelly und Gerd Bastian ? Deren angeblich tragisches Schicksal kommt mir auch nach Jahrzehnten immer noch so dubios vor, wie Uwe "Ehrenwort" Barschels angeblicher Badewannen-Freitod...mal so am Rande.
Ich denke die Grünen haben , wie auch die SPD (eigentl. alle etablierten Parteien) jede Menge (verborgenen) Dreck am Stecken - da wurschtelt man sich lieber irgendwie und auf jämmerlichste Art und Weise weiter durch, anstatt vom wütenden Mob am nächsten Laternenpfahl aufgeknüpft zu werden, sollte der mal Wind von den Machenschaften der letzten 50 Jahre bekommen.
Letztlich weiß wohl nur Jutta, was in Juttas Hirnwindungen vor sich geht und gemessen an dem Bullshit den Politiker dieser Tage in immer groteskerer Form von sich geben, halte ich allmählich eine Sammeleinweisung der gesamten Reichstagsspitze in die bewährte Karl-Bonhoeffer Klinik ("Bonnies Ranch") für zwingend notwendig...


Am 23. August 2018 schrieb karl arsch vom dienst:

da ich ja religionen per se kacke finde, wieso darf ich dann nicht sagen, judentum ist auch schrott?
das heißt ja nicht, dass man die leute gleich umbringen will, aber Aufklärung ist ja nicht verkehrt, damit man halt nicht an fiktive götter glaubt.

Antwort von U. Gellermann:

„Gleich umbringen“ beinhaltet die Möglichkeit des „später umbringen“. Nur weil das sicher nicht gemeint ist wird diese Zuschrift veröffentlicht.


Am 23. August 2018 schrieb Albrecht Storz:

Schon komisch. Wenn irgendwo ein Jude (oder Israel) mit gemeint sein kann bei negativen Bemerkungen ist das gleich Antisemitismus - und damit kann jeder noch so wohlmeinende Diskutant aus dem öffentlich zugelassenen Diskurs geworfen werden.

Komisch: gegen Russen, Russland, die russische Staatsführung ist dagegen alles an negativer Konnotation erlaubt - ja tatsächlich sogar gefordert - denn wenn man sich dem enthält wird man auch aus dem zugelassenen Diskurs geworfen.

Nun ist es tatsächlich so, dass Juden wegen ihrem Juden-Sein von den Deutschen, den Nazis, verfolgt wurden.
Aber wie war das mit den Russen? Die etwa nicht?

Woher kommt dieses zweierlei Maß, und warum sind besonders so moralinsaure Figuren wie die Ditfurth (es gibt weitere, besonders widerlich auffallend ist für mich dazu auch immer wieder die Göring-Eckardt, von einer Harms, einer Beck, etc. ganz zu schweigen) immer dabei an vorderster Front?

Man kann nicht übersehen, dass dabei Geld und Einflussnahme ein große Rolle spielen muss. Oh, habe ich mich damit jetzt als Antisemit positioniert?

Warum werden immer die falschen Lehren verbreitet? Die Lehre aus Hitler-Deutschland ist mE die, dass man gegen Sündenbock-Zuweisungen einschreiten muss. Heute sind das eben genau nicht "die Juden".


Am 22. August 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Getroffen Hunde bellen, auch wenn es nicht die bellenden Elitenhunde sind die da gegen das #aufstehen kläffen . Das Bellen wird anderen überlassen bzw. diese anderen nehmen ihre eigentliche Aufgabe war wie z.B. die dem Stürmer ähnlichen Schmierblätter wie BILD mit Hr. Wolfsohns Nazivergleich oder die WELT oder eben die Jutta aus dem Frankfurter Römer. Schade Frau Ditfurth, sie hätten ja auch #aufstehen können, aber Sie bleiben, wie so viele andere aus der PdL auch, lieber sitzen. Am liebsten in einem warmen Fernsehstudio neben Fr. Maischberger, Will oder Illner, versüßt mit einer kleinen Aufwandsentschädigung und dem erhabenen Gefühl wichtig zu sein. (https://www.tagesspiegel.de/berlin/-aufstehen-berliner-linken-spitze-distanziert-sich-von-sammelbewegung/22933448.html). Widerlich sind diese Nazivergleiche, spotten sie doch jeder Realität und banalisieren die Verbrechen der Nazis. Wie denken die Opfer der Nazidiktatur über solch ein gebaren? Neu sind die Nazivergleiche nicht, werden durch ständiges wiederholen nicht wahrer, dienen der Diffamierung und soll in den Köpfen der Bevölkerung implantiert werden um eine politische Oppositionsbewegung unappetitlich zu machen.
(https://www.neues-deutschland.de/artikel/1067607.debatte-in-der-linken-getrennte-lebenswelten.html)
#aufstehen wird sich sammeln, vielleicht auch als Karawane los und weiter ziehen und die Kläffer hinter sich lassen. Die letzten beißen die Hunde!


Am 22. August 2018 schrieb Ria Haber:

Mann soll die Frau Ditfurth auch nicht überschätzen. Die Widerstände aus der Linkspartei, den GRÜNEN und der SPD gegen die Sammlungsbewegung sind glaube ich wichtiger. Allerdings kann die von Ditfurth angeboten Antisemitismus-Waffe immer noch zum Einsatz kommen (siehe Jeremy Corbyn) wenn es nötig erscheint.


Am 22. August 2018 schrieb Alles nur Satire:

Denunzation und Verleumdung scheinen bei Ditfurth seit einigen Jahren zu ihrer persönlichen Meinungsfreiheit dazu zu gehören. Wenigstens seit sie ihren Krieg gegen Junker-Joschka und den früheren Mao-Jürgen verlor.

Wie Meinungsfreiheit eben auch bei genau den Medienerzeugnissen verstanden wird, die Ditfurth wieder mal eine Plattform bieten.

Das Lied von Fitz wurde im Januar 2018 bei SchrangTV auf dessen Youtube Kanal erstmals veröffentlicht.

Bereits damals wurde Fitz aus allen Richtungen angegriffen, vor allem von Leuten, die sich selbst als politisch links bezeichnen, für meinen Geschmack dabei eher schon jahrelang im Bereich der politischen Esoterik im Kreis wandern, ohne jemals die Ausfahrt zu finden.

Fitz wurde, u. a. auch wg. der Veröffentlichung bei SchrangTV, sofort in der Ecke der VT'ler, Reichsbürger, Antisemiten, politische Spinner verortet.

Im Netz, bei etlichen >>sich links wähnenden<< Blogbetreibern gingen ebenfalls die Lichter aus und flackerten nur noch im Notstrommodus.

Ein Blogger wurde gleich von 3 anderen Bloggern >>gerügt<<, weil er dem Fitz-Lied einen eigenen, positiven Beitrag gönnte. Der Blogger knickte sogar ein und nahm seine Wortwahl öffentlich zurück, wurde daraufhin auch durch 2 der Kritiker gelobt, ob der gezeigten Einsicht.

Was Ditfurth äußert, ist in vielen >>linken<< Kreisen gängiges Denken.

Antsemitismus ist in gewissen Kreisen zu einem Totschlagargument geworden, das sich vermutlich irgendwann auch wieder abnutzen wird.

Das Übel, das die Keulenschwinger dabei billig in Kauf nehmen ist, dass wirklicher Antisemitismus, wirkliche anti-jüdische Hetze aus den stramm rechten und rechtsradikalen Löchern weiter ungehindert verbreitet wird, vermehrt Eingang in das Denken und den Glauben von immer mehr unpolitischen Bürgern findet.

Worum sollte es den Meinschen grundsätzlich gehen?

M.M.n. um ein friedliches Zusammenleben, überall und jederzeit.

Um Frieden und Achtung jeden Lebens und um Respekt vor anderen Sitten, Sprachen, Kulturen.

Man muss nicht immer miteinander leben, man kann friedlich nebeneinander existieren. Auch im gleichen Land, der gleichen Stadt, der gleichen Straße.

Dieser Basiswunsch wird von vielen gierigen, egomanischen Leuten nicht beachtet, sogar aktiv bekämpft.

In diesen Kreisen sind Christen, Muslims, Hindus, Buddhisten, Atheisten, Schwule, Lesben, Heteros, Veganer, Fleischesser, vereint durch ihren Egoismus und ihre Gier zu finden.

Und eben auch nicht wenige Juden, Menschen mosaischen Glaubens.

Den wenigen wachen Menschen verbleibt die Aufgabe, sich nicht beeinflussen zu lassen, sich nicht zu verzetteln.

Es vielleicht auch mit#aufstehen zu versuchen, statt #liegen bleiben.


Am 21. August 2018 schrieb Uschi Peter:

Danke für die Erwähnung von Lisa Fitz, die ich sehr verehre. Merkwürdigerweise tritt sie kaum noch im FS auf.
Die Jutta kann nicht anders als hetzen gegen alle, die nicht in ihr engbegrenztes Weltbild passen. Als Linke würde ich sie nicht bezeichnen, eher als frustrierte Entwurzelte.


Am 21. August 2018 schrieb Spargel Tarzan:

Bei Frau Ditfurth trifft das alte Sprichwort wieder ins Schwarze: was ich denk und tu, trau ich andern zu oder vielleicht doch:
haltet den Dieb....


Am 21. August 2018 schrieb Karola Schramm:

Andreas Lichtes Frage:
"Wenn ich Frau Merkels Politik kritisiere: Bin ich dann eigentlich ein Antichrist?"

Nein, lieber Herr Lichte, sind Sie nicht. Merkel ist nicht der Papst und auch nicht Gott. Sie ist die Tochter eines Pastors und auch diese sind keine Götter - wenngleich manchen gerne meinen, sie wären welche, insbesondere auf kath. Seite.

Sprüche sagen häufig die Wahrheit. Also merke: "Pfarrerskinder - Müllers Vieh geraten selten oder nie."


Am 21. August 2018 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Also mir persönlich wärs bedeutend wohler, würde
- statt dieses infamen Jutta-Ditfurth-Bashings und endlosen Lamentierens
über Antisemitismus - auch nur annähernd in ähnlicher Weise an die Seite
des vertriebenen und täglich gedemütigten Palästinenservolkes gedacht werden...
Mir fehlt diese "Gegenüberstellung" von Ursache und Wirkung!

... Nicht nur für mich der einzige, der hauptsächliche
UND PLAUSIBLE Grund für diesen ganzen weltweiten Hass!

Wer das nicht begreifen will, handelt unilateral und leistet der
dreckigen Nethanjahu-"Politik" - bzw. den hochpotenten amerikanischen
Geldgebern an diesen "Amerika-First-Trump" - nach Kräften Vorschub!

Das unwidersprochene Basing gegen die Meinung einzelner Personen
ist widerlich... ist e i g e n t l i c h in der RationalGalerie neu und
für meine Begriffe fehl am Platz!

Antwort von U. Gellermann:

Wer die BDS-Kampage für antisemitisch hält (wie im folgenden Ditfurth-Zitat) oder nicht zugeben will, dass Israel ein Apartheids-Staat ist (nächstes Zitat), dem kann Bashing nicht schaden.

"Dem antisemitischen BDS (Boycott Divestment Sanctions) geht es nicht um Kritik an Israels Politik oder am Rassismus in der israelischen Gesellschaft, sondern um die Zerstörung von Israels Existenz.
Warum die Gleichsetzung von Israel mit dem rassistischen Südafrika falsch ist.! "

Wer darüber hinaus noch lügnerisch behauptet, die Wagenknecht-Initiative sei antisemitisch, der ist widerlich.


Am 21. August 2018 schrieb Bob Bergmann:

Woher haben denn den Ausdruck "Judenriecher", erfunden?

Antwort von U. Gellermann:

Gefunden: Meine Großeltern, rheinische Katholiken, haben ihn mir als landläufig überliefert. Als Ausdruck der Verachtung gegenüber Denunzianten in der Nazi-Zeit.


Am 21. August 2018 schrieb Udo Sattler :

Sehr geehrter Herr Gellermann,
danke vielmals für den Ditfurth-Artikel. Er spricht mir aus der Seele.
Wer in diesem Land unter Verdacht steht, eine unbequeme, unabhängige politische Position oder Haltung auch nur ein wenig öffentlichkeitswirksam darzustellen,
wird sich den immer gleichen Mechanismen gegenüber sehen. Es ist und bleibt von großem Vorteil, wenn man so unabhängig ist, dass niemand allzusehr an seinen Ketten zerren kann,
wenn man etwas bewegen will. In diesem Sinne - danke ich Ihnen auch besonders für Ihren Mut.


Am 21. August 2018 schrieb Andreas Lichte:

Tja, vielleicht ist die gute Frau dem ihr angeblich so verhassten Josef Fischer doch viel näher als sie selbst meint...

Was ich mich bei dem ganzen Antisemitismus-Keule-Gedöns auch - nicht so ernst gemeint - frage:

Wenn ich Frau Merkels Politik kritisiere: Bin ich dann eigentlich ein Antichrist?

P.S.: Herr Gellermann, Sie dürfen mich gerne in Ihren Verteiler stecken!


Am 21. August 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Totschlagargument und der Antisemitismus ist einer der Begriffe, die historisch eindeutig ein- und zuzuordnen sind und der beliebig ins Volk geschmissen wird, wenn es wie so oft darum geht von den wirklichen Problemen im Land abzulenken, oder man der Sammlungsbewegung in niederträchstigter Weise, "unter aller Sau", schaden will. (Meine Überzeugung bleibt auch in Zukunft weiterhin bestehen, was die Bewegung angeht: "Ohne revolutionäre Theorie, keine revolutionäre Bewegung.") Lenin
Viele haben in der jüngeren Geschichte der Republik ihren politischen Kompass verloren und dümpeln in stinkenden Gewässern umher, wie Frau Dithfurth von unten nach oben gespült, gebraucht, benutzt und weggeschmissen, wenn sie für den MMS keinen Wert mehr hat.

"Die Geschichtsdeutung, welche die Austreibung und die Vernichtung jüdischer Menschen von ihren ZUsammenhängen mit dem imperialistischen Kriegsplan und dem Streben nach Vor- und Weltherrschaft trennt, nützt betrügerischen Zwecken, die sich mit jenen der Nazifaschisten durchaus messen können. Das gilt insbesondere von der Formel "Der Antizionismus ist der Antisemitismus der Gegenwart," die Parteinahme für eine Ideologie und Politik provozieren will, welche mit jener des deutschen Faschismus zumindest klassenverwandt ist."
ES fehlt ein Fundament, dass die Begriffe im Kontext der Geschichte klar definiert, dass keine Bedeutungsmissverständnisse mehr möglich sind, dann wäre Schluss mit lustig und diese Kramerei in der "Wundertüte der Republik" mit ihrer Geschichte, die noch nicht einmal in Ansätzen eine Aufarbeitung des Faschismus in die KLassenzimmer bringen konnte käme dann endlich vom "Kopf auf die Füße." Wie herrlich ist es für den MMS allesamt für blöd zu verkaufen und immer testen zu können, wann denn die Schmerzgrenzen erreicht sind. Gut, dass es die Galerie mit ihrem mal wieder sehr fleißigen Galeristen gibt, der die politischen Nebel lichtet mit spitzer Feder, den Stänkern und Stinkern in der Republik den eigenen widerlichen Gestank auf dem Spiegeltablett serviert.
Alles wird so verdreht, wie es einem gerade in den Schreiberlingskram passt und das der Antisemitismus nach 1933 als Machtinstrument gegen die Arbeiterklasse eingesetzt wurde ist auf jeden Fall erwähnenswert, würde aber hier jetzt den Rahmen sprengen.


Am 21. August 2018 schrieb Klaus-Peter Kostag:

Die allerverkürzestestesteste Frage aller Kurzfragen:
Jutta wer,"Shitfurth?"

Zu der Problematik, dass Kampf gegen Egoismus eigenen Egoismus als Waffe zu gebrauchen fördert und die nicht zu unterschätzende Gefahr, die von einer empörten J. D. - Kritik ausgeht, ein Zitat von einem Kommunikationsphilosophen und Literaturprofessor:

"Moralische Entrüstung ist eine Methode Idioten Würde zu verleihen."

Ich las und fand: q.e.d.


Am 21. August 2018 schrieb Karl Arsch vom Dienst:

Die Ditfurth mal wieder.
Die geht mir mit ihrem Judengelaber sowas von auf den Sack!

Hätte die Tante nicht damals schon angefangen der Friedensmahnwache antijüdisches Gedankengut zu unterstellen, hätte ich nicht einen Gedanken an Juden verschwendet.

Kein Mensch denkt an Juden, außer die Ditfurth.
Wirklich eine widerliche Person diese Frau.

Mich persönlich interessiert nicht welchen Glauben Jemand hat (Judentum ist eine Religion), da ich lieber wissend bin, als gläubig.


Am 21. August 2018 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

wer auch nur etwas kritisches über den Herrn Soros äußert, ist schon ein Antisemit. Das gleiche gilt natürlich auch für den Herrn Netanjahu oder Herrn Zuckerberg.
All diese Persönlichkeiten und andere, sind von jeder Kritik ausgeschlossen. Sonst kommt die Antisemitismus-Keule und von der kann jeder erschlagen werden. Aber nun hat ja Frau Ditfurth wieder eine Aufgabe wo es doch für ein Minister(in) Amt in Bund und Land nicht gereicht hat.


Am 21. August 2018 schrieb Doris Pumphrey:

Tja, die Dame riecht Juden, sobald jemand was von Finanzen oder Banken erwähnt. Sie ist eben eine gute Jüngerin unrühmlicher Traditionen. Aber sie ist noch mehr: Närrin am Hof der Herrschenden und ihrer Medien. Diese gönnen sich ihre Kritik an den bestehenden Verhältnissen – man gibt sich doch gerne tolerant und ihre Kritik ist ja durchaus unterhaltsam – und folgenlos. Als Waffe lässt sich die Närrin dann einsetzen, um den Hof vor einem als drohend und nicht ganz übersichtlichen und kontrollierbaren Ansturm Missmutiger zu schützen, die die Kriege oder das soziale Unrecht nicht länger erdulden wollen.


Am 20. August 2018 schrieb Lutz Jahoda:

Ich kenne die großartige Präsentation von Lisa Fitz.
Spät nachts, wie immer, wenn derlei Aussagen möglichst Wenige hören und sehen sollen, wurde dieser Auftritt ausgestrahlt.
Frau Fitz Antisemitismus zu unterstellen, nur weil es grad so passt, ist ein finsteres Unterfangen.
Dazu mein Reimkonstrukt:

Unter Frau Ditfurths Attacken und Macken
kann, wie zu sehen, auch Unschuld leiden.
Zur Schonung von Kopf bis hin zu den Hacken,
empfehle ich zur Flussüberquerung
den Jordan und Juttas Furth-Erklärung
möglichst zu meiden.


Am 20. August 2018 schrieb Charlotte Ullmann:

Diese Dame kenne ich schon seit urgrauen Zeiten. Sie hat sich wirklich gewandelt, vom Paulus zum Saulus, wie ich meine. Ohne jede Not.

Ökolinx, die Partei, die sie 1991 mitgegründet hat, galt in Frankfurt lange Jahre als durchaus aufrechte Partei, die es mit linken, sozialen Forderungen ernst meinte, zumindest verbal.

Dann aber war bei Jutta Ditfurth eine Hinwendung zum Antideutschtum zu beobachten, das m. E. alles, was nur im Entferntesten mit Antisemitismus zu tun haben könnte , an den Haaren herbeizerrt.

So ist auch die antideutsche Identifizierung mit dem kapitalistischen Geldadel zu sehen, weil häufiger vertreten durch Juden, für den mit dem Antisemitismusvorwurf gekämpft wird ohne Sinn und Verstand.

Das erinnert mich an Rainer Werner Fassbinder, der 1975 das Theaterstück "der Müll, die Stadt und der Tod" schrieb und dessen Aufführung lange Zeit verhindert wurde, weil der Protagonist, ein jüdischer Häuserspekulant, darin etwas zu schlecht wegkam, unter kapitalismuskritischen Aspekten.
(Dieser sollte wohl eine Anspielung auf Ignatz Bubis sein, berühmter Frankfurter Bodenspekulant und Vorsitzender des Zentralrats der Juden, dem heute in Frankfurt sogar eine Brücke gewidmet ist.)

Ja mei, was gab es damals für eine Schelte, von den Mainstreammedien, der Öffentlichkeit, der Politik. Nur weil Fassbinder auch einen reichen Juden aufs Korn genommen hatte.

Seitdem und spätestens seit 9/11 scheint sich der antideutsche Antisemitismusvorwurf breitgemacht zu haben, bis hin zu einer Jutta Ditfurth.

Sie kämpft mittlerweile an vorderster Front der antideutschen und Anti-BDS-Bewegung (BDS=für Boykott gegen israelische Waren), so auch letzten Frühsommer in Frankfurt am Main.

Wenn Jutta jetzt sogar Antisemitismus bei der geplanten Sammlungsbewegung wittert, verwundert mich das gar nicht mehr! Immerhin steht Sahra der Politik Israels kritisch gegenüber.

Sogar gestandenen Juden und Israelis, wie bsw. Abel Melzer oder Moshe Zuckermann, wirft sie vor, Antisemiten zu sein, nur weil sie die Politik ihres eigenen Landes kritisieren.

Wie geistig weggetreten muss man denn eigentlich sein, um eine solche Gleichsetzung verschiedener Ebenen mitzuvollziehen?

Dann dürfte ja niemand mehr Kritik üben an irgendwas oder irgendwem, ohne Gefahr zu laufen, mit der Antisemitismus- oder Rassismuskeule erschlagen zu werden!

Hallo, in welch einer Welt sind wir gelandet?


Am 20. August 2018 schrieb Karola Schramm:

Das Schlimmste in der Kommunikation - egal ob privat oder im politischen Kontext, ist die Projektion. Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, seine eigenen, dicken großen Balken jedoch nicht.

Das ist das Problem (nicht nur) der krawallierenden Jutta Ditfurth. Riechen, wo was sein könnte und nicht riechen, was der eigene Dunst ist, der die Umgebung verpestet.

Man darf den Neid nicht vergessen. Ich habe gesucht, wo U.Gellermann diese Informaton von Ditfurth her hat und auf Facebook gefunden. Dort verweist D. auf einen Artikel im Febr.2018 in der FR "Lisa Fitz und die "Drachenreiter der Rothschilds" von einer Katja Thorwarth. Auf "WELT Panorama" war ebenfalls von rechten Vorwürfen gegen Fitz zu lesen, da sie die Codewörter von Antisemiten benutze wie "Rothschilds oder Goldman Sachs."

Ditfurth - so entnehme ich ihrer Facebook-site, hatte wohl selber vor, sowas wie eine Sammlungsbewegung zu gründen um nächstes Jahr bei der Europa-Wahl dabei sein zu können. Sie und ihre Mitläufer gehören zur "Ökologischen Linken."
Von daher ist nur logisch, dass sie sich ärgert und wie Rumpelstielz wütend herum tobt. Man kann gespaannt sein, was sich die Gegner einer linken Sammlungsbewegung noch alles so einfallen lassen. Dass diese nun ausgerechnet aus Teilen der Linken und ehemals Grünen kommen, ist schon bedenkenswert. Von richtigen Rechten hört man da gar nichts.

Das Video von Lisa Fitz habe ich mir auf youtube angehört. Es ist Kunst und die steht über der Politik und auch der Religion. Manches im Text gefällt mir nicht - aber es ist ihr Song. Da bin ich gespannt, wie es weiter geht. Antisemitisch jedenfalls ist er nicht. Höchstens Anti-Gott, der nicht eingreift, weil es ihn nicht (mehr) gibt, was Ditfurth eigentlich gefallen müsste.


Am 20. August 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Michel Kohle, da sind sie wieder und das ist gut so.
Sehr traurig und Danke für die wichtige Information, dass wieder einer der Großen gegangen ist und uns, den Zurückgebliebenen ins Stammbuch schreibt, nie mit den Mühen um Frieden und Freundschaft aufzuhören.
".....und die es trugen, mögen mir vergeben; den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben." (Mascha Kaleko, jüdische Lyrikerin).


Am 20. August 2018 schrieb SIERA:

Was ist mit Jutta Ditfurth geschehen? Hat sie sich doch nach verständlichem Austritt bei den GRÜNEN nach deren Befürwortung des Kosovo-Krieges mit dieser Partei und ihren Mitgliedern intensiv beschäftigt und ist zu vernünftigen Schlußfolgerungen gekommen: nämlich, dass z.B. Grünenpolitiker wie Oswald Metzger, Matthias Berninger oder Cem Özdemir ebenso in der FDP oder CDU hätten Karriere machen können. - Einige vermuten, dass ihr ADHS-Syndrom mit zunehmendem Alter verstärkt durchschlägt; andere vermuten eine Gehirnwäsche. Allerdings- wen interessiert heute noch Jutta Ditfurth? - Nun, immerhin wurde sie 2014 durch den Mainstream gereicht: als glänzende, eloquente Denunziantin, und es war sichtbar , wie sehr sie es genoß, endlich wieder im Mittelpunkt zu stehen. Und nun kann sie diese Rolle wieder aufnehmen, indem sie Lisa Fitz - und mit ihr stellt sie eine unbewiesene Beziehung zur Sammlungsbewegung her - auf perfide Weise denunziert. Demnächst darf sie wieder in den Talkshows sitzen und sich im Beifall sonnen. Sie ist die Wächterin des Antisemitismus. Der Spruch „Wer solche Freunde besitzt, braucht keine Feinde“, hat hier besondere Gültigkeit. Braucht die „Sammlungsbewegung #Aufstehen“ Frau Ditfurth als Feindin? Nicht notwendig – aber erhellend, wie auf eine Bewegung, die erst am 4.September offiziell startet, schon im Vorfeld eingeschlagen wird.


Am 20. August 2018 schrieb Michael Kohle:

Enthaltsamkeit ist bekanntlich eine Zier. Wenn ich heute am 20. August meinen Vorsatz von Ende Juni zuwider handle, mich fürderhin jeglicher Kommentare auf der Galerie zu enthalten, so hat das einen traurigen Grund. Zwar setze ich mich gewiß wieder dem ein oder anderen Wadenbeißer aus, aber der Anlass hier mal wieder mein Hinterbein zu heben - wie immer sausattsam - ist es mir wert, mich zu exponieren.

Es kann kein Zufall sein, dass just zur trefflichen Gellermann-Polemik zu Frau von D. andernorts gerade die Meldung über den Tod von Uri Avnery eintrudelte. Ende Juni hatte ich es hier noch frech und ungefragt gewagt, auf einen seiner letzten Beiträge zu verweisen. Erschrocken darob, wie meine Auslassungen mutwillig unterhalb der Gürtellinie mißverstanden werden konnte, hatte ich den Kommentar zurückgezogen.

Uri Avnery ist tot. So wahnsinnig viele positive Nachrufe wird es hierzulande wohl nicht geben. Müßte doch ansonsten auch zugestanden werden, dass der nicht mehr aus dem Tagesgeschehen wegzudenkende Vorwurf vom grenzenlosen Antisemitismus, der kritischen Einstellungen, den Kritikern jedweder Couleur zum Apartheids- und Unrechtsstaat Israel untergeschoben bzw. über den Scheitel gezogen wird, so nicht zuzutreffen vermag. Über Jahre mußte ich auch zur Kenntnis nehmen, dass allein die Erwähnung des Namens dieses im Grunde großen gebürtigen deutschen Juden und eines wahren Helden Israels und Kämpfers für den Frieden (bis zum Tod) blinde, gehässigste Aggressionen bei jenen weckte, die allzu oft und gerne die Keule des Antisemitismus schwangen.

Was ein Glück, dass just zum pränatalen Niedermachen und Meucheln von Sahras Bewegung auch das allseits probate Mittel vorgenannten Totschlagsargumentes zur Nutzbarmachung - nicht nur durch Frau von und zu D. - beigezogen werden konnte. Klar doch, besser gleich final niedergeknüppelt, bevor das Monster sich überhaupt erheben, aufstehen kann. Da dürfte bei all den so Wohlmeinenden wohl die Freude über das Ableben von Uri A. alles andere als klammheimlich ausfallen.

Nein, es braucht keiner weiterer Lobeshymnen zu Uris Person. Habe mal gelernt, dass die ersten Meldungen in den Premiumsmedien nach Ereignissen noch am ehrlichsten ausfallen sollen. Deshalb hierzu ein passender link - auch noch auf deutsch, ein blindes Huhn findet bekanntlich ab und zu ein Korn, stimmt?s Herr Britz? Also, wen es interessiert, der gucke da: https://www.n-tv.de/politik/Friedensaktivist-Uri-Avnery-ist-tot-article20580584.html.

Für diejenigen, die mehr über ihn erfahren wollen, schaue da nach: uri-avnery.de! Bin gespannt, wie lange diese Website mit seinen Beitragen ins Deutsche übersetzt noch erscheinen darf. Jeder Artikel ein Juwel, bestens verwendbar um Leuten wie JD das Maul zu stopfen.


Am 20. August 2018 schrieb Max L.:

Zitat Gellermann: " Über Jahre hatte man von Jutta wenig bis nichts gehört. Aber plötzlich erschien sie genau jenen Medien bedeutend, die bisher aktive Feinde der Friedensbewegung waren, sich aber jetzt mit der Ditfurth zum Schutz einer rein linken Friedensbewegung aufwarfen."

Exakt. Und mehr noch. Ditfurth galt den Mainstreammedien (eigentlich gab es damals ja fast nur solche) während ihrer Zeit bei den Grünen als mindestens obskur. Damals waren die Grünen noch nicht "etabliert" und Jutta wurde instrumenatlisiert im Sinne von "sowas wollt ihr doch nicht ernsthaft wählen?" Sie galt als "Fundi", das war bäh, wollte damals den Weg der Realos Nach ihrem Parteiaustritt wurde sie eigentlich völlig ignoriert


Am 20. August 2018 schrieb Marc Britz:

Bis jetzt war die Sammlungsbewegung den Machthabern augenscheinlich noch nicht gefährlich genug. Denn es fehlte bis dato der massen-mediale Antisemitismus-Vorwurf. Bisher reichte es in Sachen öffentlicher Diffamierung nur zur Unterstellung eines "nationalen Sozialismus."
Es gibt allerdings einen Zusammenhang zwischen linker politischer Relevanz und der Stärke des Vorwurfs strukturell antisemitisch zu sein. Denn wer dem Establishment richtig auf den Pelz rücken will, bekommt den Dreck dann auch mit wesentlich stärkerem Druck um die Ohren geblasen. Man muss sich nur den mainstream-medien-shit-storm ansehen, der Jeremy Corbyn letztens um den Bart tobte. Strengt Euch mal an, liebe Leute von #Aufstehen! Bis ihr wirklich mit Jeremy mitziehen könnt, muss tatsächlich noch viel in Bewegung kommen!


Am 20. August 2018 schrieb Svenja Birger:

Aber wo sammeln sie denn? Und was? Bewegungen scheinen bisher nicht dabei zu sein.


Am 20. August 2018 schrieb Andreas Schell:

Die Sammlungsbewegung soll es doch geben, weil sich im linken Spektrum bisher keine Einigkeit über die wichtigsten Themen erzielen ließ? Die lauten:

- Umverteilung von oben nach unten
- Gewaltverzicht und Abrüstung
- Umweltschutz und Energiewende

Frau Ditfurth ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass das auch in Zukunft mit den vielen verschiedenen "Linken" nicht klappen wird.

Zu viel Ideologie, zu wenig Sachorientierung, zu kurzsichtig, zu eitel, keine erkennbare Vision. Aber auch: zu korrupt.

Es ist eben bequemer, sich aus dem donnernden Ferienflieger oder der Blechlawine heraus über vermeintliche Antisemiten zu echauffieren, als die vergehende Welt mal im Ganzen zu betrachten und sich selbst als Teil der Sintflut zu begreifen.

Unser Untergang hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Diese Phrase steht nur auf dem Brett vorm Kopf einiger besonders blöder Protagonist*Innen.


Am 20. August 2018 schrieb Paulo H. Bruder:

Wenn es nur die Jutta allein wäre, die da mit Schmutzke wirft; echt deutsch-denunziatorisch-erfolgsneidisch-hinterhältig-verlogen. Pfui!


Am 20. August 2018 schrieb Werner Schröder:

Ausgerechnet die patente Lisa Fitz als Antisemitin zu bezeichnen zeigt wie perfide die Ditfurth ist. Außerdem ist Frau Fitz auf der Website der Wagenknecht-Sammlung nirgendwo zu finden. Da kommt zur Denunziation noch die Lüge. Nur eklig.


Am 20. August 2018 schrieb Hanne Wilms:

Endlich sagt mal jemand offen was die Ditfurth ist: Eine unerträgliche Denunziantin, die sich nur auf Kosten von anderen wichtig machen kann. Eigene Gedanken hat die Dame nicht zu bieten.

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