Tagesschau-Feindbild

Seit Hitler immer noch der Russe

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. August 2019

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind durch ihre Staatsverträge eigentlich zur Objektivität verpflichtet. Die Verträge basieren sogar auf dem Grundgesetz. Und weder im Grundgesetz noch in den Verträgen steht ein Wort von einem Feind. Und doch arbeiten die Sender ziemlich konsequent an einem Feindbild. Es ist seit Hitler immer noch das alte: DER RUSSE! Zwar gibt es die ARD erst nach 1945, aber manche Traditionen haben eben den Krieg überlebt. Wer Feindbilder aufbaut, der bereitet psychologisch den Krieg vor. Die MACHT-UM-ACHT beweist an einigen Beispielen wie hartnäckig sich DER FEIND in der Tagesschau hält.

Unter der Überschrift "US-Wahlkampf 2016 - Welche Rolle spielte Assange?" arbeitet sich die schlechte Journalistin Silvia Stöber am guten Journalisten Assange ab. Zwar gibt es keinen aktuellen Anlass zur Berichterstattung, aber Stöber diffamiert Julian Assange als jemanden, der "Schon früh Verbindungen zu russischen Institutionen" hat. Natürlich führt sie dafür keinen Beweis an. Sie verlässt sich darauf, dass die deutsche Öffentlichkeit durch Jahre eingeübter Russophobie die Russen für böse hält und damit jeden, dem man russische Kontakte anhängen kann, auch als böse empfindet. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

In der nächsten Tagesschau-Meldung wird mit der Überschrift "Kreml-Kritiker in Klinik - Gift in der Zelle von Nawalny?" das Schauerstück vom bösen Russen weitergeführt. Irgendjemand soll dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny Gift in die Zelle geschmuggelt haben. Beweis? Die Aussage von Nawalnys Hausärztin: "Wir können nicht ausschließen, dass seine Haut von einem Gift berührt und von einer unbekannten chemischen Substanz durch einen Dritten verletzt wurde". Wer sich jemals von seinem Hausarzt hat krank schreiben lassen, der weiß, wie "objektiv" Hausärzte sein können. Und wer jemals mit der deutschen Sprache hantiert hat. der weiß: "Können nicht ausschließen" ist der billigste aller Billig-Konjunktive.

Doch der dritte Teil. der folgt sogleich: "Fall Skripal - GRU-Agent soll Anschlag koordiniert haben". Die GRU ist ein russischer Nachrichtendienst. Und der "Fall Skripal" ist eine uralte Story, die durch nichts bewiesen wurde, aber einen Giftanschlag auf britischem Boden der GRU zuschiebt. Hätte der öffentlich-rechtliche Sender ARD sich im eigenen System umgesehen, hätte er beim Berliner Inforadio (rbb) folgende Nachricht finden können: "Der Bundesregierung liegen offenbar keine Beweise vor, dass Russland für den Giftgas-Anschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal verantwortlich sein könnte." Gute Quelle. Die Tagesschau interessiert das nicht. Weil sie nicht will. Die pinselt lieber am Feindbild, statt Nachrichten zu fertigen.

Und nochmal die Skripals in der "Tagesschau": "Fall Skripal - Neue US-Sanktionen gegen Russland". Natürlich stellt die "Tagesschau" die US-Sanktionen nicht infrage. Sie apportiert sie nur und kotzt sie den Zuschauern vor die Füße. Die Zweifel, die ein ordentlicher Journalist anmelden müsste, überlässt die Redaktion einem Zusschauer, der auf der Website der Nachrichtensendung diese Frage stellt: "Die USA haben im Irak über 1 Million Tote zu verschulden, und wo bleiben da die Sanktionen?" Eine einfache aber höchst intelligente Frage, die sofort jenen Zweifel nähren würde, der zum qualifizierten Journalismus gehört. Aber die Hamburger Redaktion hat keine Zweifel. Sie hat noch ein Karriere vor sich und die Rente bald durch.

Die MACHT-UM-ACHT zeichnet solche und ähnliche Blüten des pensionsberechtigten Gewerbes im öffentlich-rechtlichen Sektor mit einen Warndreieck aus. Denn, sagt Uli Gellermann, kaputte Nachrichten machen Hirne kaputt. Davor muss gewarnt werden. – Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM-DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Die Mannschaft der MACHT-UM-ACHT bedankt sich herzlich bei den vielen Zuschauern, die mit ihrer kritischen Beobachtung der "Tagesschau" an der Alternative zu den ARD-Nachrichten mitarbeiten.

Hier geht es zum Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-32/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. August 2019 schrieb Ernst Blutig:

Im LeMonde DIplomatique gitbs es eine exzellenten Artikel über das Thema asymmetrischer Berichterstattungen:

https://monde-diplomatique.de/artikel/!5602570

"Asymmetrische Berichterstattung
von Serge Halimi und Pierre Rimbert

Man stelle sich vor, eine iranische Drohne würde über Florida abgeschossen oder ein paar Kilometer vor der amerikanischen Küste. Niemand würde über den exakten Abschussort diskutieren, vielmehr würden sich alle fragen, was diese Drohne dort zu suchen hatte ? 11?000 Kilometer entfernt von Teheran..."

Das Thema ist hier das unterdrücken von grundlegensten Fragen, die sich einem Journalisten eigentlich aufdrängen müssten, zumindest einem halbwegs begabten und nicht korrupten. Da all das wie eine Seuche um sich greift, nicht nur im Journalismus geht ihr Text Herr Gellermann, und der aus dem LeMode, nicht nur um Journalismus, sondern um gesellschaftsweite Fähigkeiten zur Kritik.

Was man stattdessen zelebriert ist das fetischisierte sich gegenseitige Versichern eines technokratischen Ist-Zustandes, der von Warenästhetik geprägt wurde. Nicht das Foto ist interessant, sondern der Fotoapparat und vor allem das sich gegenseitige Bestätigen der technischen Vorzüge des Apparates und seines Besitzes. Das Bild ist sekundär, und vor allem nahezu immun jeglicher Kritik, da es qua Warentausch für (erarbeitetes)Geld, Besitz und technologischer Überlegenheit auch moralisch integer und Überlegen sein muss.

Die Moral der Mitte ist die Moral dieser Technokraten, ein Popanz, ein godlenes Kalb.
Für den Journalismus der Mitte gilt exakt das Gleiche.


Am 08. August 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Sogar der >Eiserne Kanzler< Bismarck wurde 1890 durch Palast-Intrigen abgesetzt wegen seiner Warnung > Führt niemals Krieg gegen Russland!<. Der >Kalte Krieg< gegen Russland wütet also schon seit 1890, nicht erst seit 1945!. Welcher BRD-Kanzler diese Warnung heute wiederholt wird ebenso abgesetzt, auch seine >Medien<-Posaunen!


Am 08. August 2019 schrieb altes Fachbuch:

henker, henker haltet ein, mich dauert dieses arme schwein!!
jetzt brennt auch noch sibirien und schon sind 200 jahre industrialisierungsdreck in der umwelt vergessen. der russe hat schuld!!
westerplatte ohne mischa und kolja?? also nächstes treffen 2029 ohne fritz und adolf, wenn die dann noch so heißen;)


Am 08. August 2019 schrieb Harald Risch:

"Die USA haben im Irak über 1 Million Tote zu verschulden,..."

Die Tagesschau hat den Fragesteller nur noch nicht zurechtgewiesen. Korrekt müsste es heißen: Die USA haben im Irak über 1 Million Menschen demokratisiert. Dann würde sich nämlich die Frage nach den Sanktionen erübrigen - und die Statthalter der Vasallenstaaten müssten nicht mehr händeringend nach Erklärungen suchen.

Nur eine kleine Ergänzung: Man sollte sich auch die Bundespressekonferenzen ansehen. Das ist einerseits höchst amüsant, andererseits auch hochnotpeinlich.

Danke für Ihre unermüdliche Arbeit, lieber Herr Gellermann!


Am 08. August 2019 schrieb Uschi Peter:

Trotz bewiesener Fakten, dass wir beim "Berliner Inforadio (rbb) folgende Nachricht finden können: "Der Bundesregierung liegen offenbar keine Beweise vor, dass Russland für den Giftgas-Anschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal verantwortlich sein könnte"." kommt immer wieder der "mörderische Russe" auf`s Tapet, verkörpert durch Putin, der um`s Verrecken nicht die Amis ins Land lassen will., Deshalb muss immer wieder ein neuer "Giftanschlag" aufgetischt werden. Es gibt genügend "Fake News", die als Anlass für einen Krieg gedient haben, und wenn seit Jahren der Russe als Giftmischer auftritt, kann er ja nur ein Monster sein.
Gut, dass auch Uli Gellermann das wieder in Erinnerung ruft!


Am 08. August 2019 schrieb Michael Kohle:

A propos Frau Stöber, Silvia Stöber! Nomen est omen? Mitnichten, dieses Mal!

Hat sie denn bezüglich ihrem vollmundigen Verkünden von „Assanges frühen Verbindungen zu russischen Institutionen“ von der zur für die ARD und die Tagesschau zur Einhaltung rundfunkvertraglicher Auflagen aufsichtführenden Behörde die Auflage bekommen, schnellstmöglich die Aussage vor dem gleichen Publikum zurückzunehmen und für die Verbreitung einer Gegendarstellung zu sorgen? Nein? Hat vielleicht der gesetzlich vorgeschriebene Supervisor seine Pflichten und Obliegenheiten vernachlässigt? Skandal! Vosskuhle, übernehmen Sie! Jemand anderes fällt mir gerade nicht ein, den ich auffordern könnte, endlich diesen Saustall auszumisten.

Dürfen wir hoffen, wohlwissend Gottes Mühlen mahlen langsam aber sie mahlen? Hallo Rundfunkrat, es heißt aufwachen dieses Mal! Denn das, was die zur Objektivität und Neutralität verpflichtete Tagesschau der ARD von ihrem Sprachrohr - einer gewissen Frau Stöber - an Aufgestöbertem hat verlautbaren lassen, ist just und jüngst richterlich - genaugenommen final US-richterlich - vollumfänglich auseinandergenommen und mit dem für „blanken Unsinn" zuständigen richterlichem Bannstrahl belegt worden. Blöd, einfach nur blöd, dass Frau Stöber ihr Geplappere nicht gleich wieder relativiert hatte mit den vom zur Vorsicht gemahnenden Hausjuristen empfohlenen „mutmaßlich“, „nicht unstrittig“ oder „kaum auszuschließen“. Donnerwetter, da war die Topjournalistin wohl zu voreilig dem whistleblowing erlegen, das ihr vom anstehenden Urteil vor dem US-Bezirksgericht von New York-Süd in Sachen „DNC versus Julian Assange und Wiki Leaks“ kündete. Wie sollte sie auch sowas ahnen, wo doch der Richter - einst Sonderstaatsanwalt im Watergate-Skandal und auch sonst ein recht schussfester Jurist wie es heißt, wie ihr bestimmt zugestupft - einst auch noch von einem Bill Clinton höchstselbst ins Amt gehievt worden war.

Und jetzt das. Niederschmetternd geradezu, so was tut natürlich verdammt weh. In diesem Urteil bleibt kein Stein auf dem anderen. Und eigentlich auch kein Auge trocken, wenn der Verriss der Klage im Wortlaut bekannt werden würde. Aber dem ist ja nicht so, einzig und äußerst schmallippig die NYT, eine Woche später: „Klage des DNC abgewiesen“. Wo doch die Urteilsbegründung reichlich Stoff für „breaking news“ hätte geben können. Sie wird wohl auch weiterhin gut unter Verschluss gehalten, nur ein, zwei von in den üblichen Kreisen als bösartig bekannten web-sites verlustifizieren sich derzeit cora publico darüber. Macht aber nichts, das Urteil ist da und wird auch vorerst nicht verschwinden. Zumal Mister Muller ja schon kurz vorher, leichte Demenz vorschützend, vor dem Kongress einzugestehen hatte, dass er bei seinem Projektauftrag „Finde Schmutzwäsche die nach Russe stinkt“ - trotz intensivster Suche - nichts für Urin- und DNA-Proben Verwendbares oder sonstiges Despektierliches aus Richtung Russia gefunden habe, weder von Trump, schon gar nicht von Assange.

Worüber nicht einmal der US-Kongress in Kenntnis gesetzt werden konnte, wo ein US-Richter nicht umhin kommt, eine heiß aufgesetzte Klage des DNC - wobei das C nicht für Clinton steht - zurückhaltend formuliert mit einem Fußtritt in den Müll zu entsorgen, sollte im Grunde genommen auch kein „Organ“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks offen als fake-news abgestempelte Propaganda unters Volk streuen dürfen.

Angeklagte, treten Sie bitte vor! Das Urteil!


Am 08. August 2019 schrieb antares56:

Danke!
Es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, welche kriegstreibende Position und welche Russophobie die "Macht um Acht" immer wieder verbreitet!
ARD und ZDF sind kriegstreibende Sender mit Auftrag des Merkel-Regimes! Es geht nicht mehr um objektive Nachrichten, es geht nur noch um Kriegspropaganda - die Deutschen sollen auf den nächsten Überfall gegen Russland vorbereitet werden!


Am 08. August 2019 schrieb Karola Schramm:

Da ich weder die Tagesschau noch die ZDF-Nachrichten schaue, müsste ich mich an sich aus dieser Diskussion heraushalten. Die Gründe dafür sind die, die U.Gellermann anführt. Und noch einer kommt hinzu: Einer derart negativen Sache wie die Tagesschau, will ich keine Energie durch mein Zusehen geben. Denn von dieser, unserer Energie Leben diese Vampire der Dunkelheit, die diese dunkle Politik verbreiten.

Mich beeindruckt jetzt die Überschrift: Seit Hitler immer noch der Russe.

Wie kommt das? Hat DE nicht genug den 2. WK aufgearbeitet? Ist da was nicht gesagt oder gefragt worden, warum die Polen und Russen und anderen Ostblockländer als Untermenschen gesehen wurden? Sind diese Länder jetzt nur wichtig als Absatzgebiet für den Warenverkehr, den der Turbukapitalismus überall nutzt?

Habe jetzt mal ein älteres Buch von Ernst Klee "Die SA Jesus Chrsti" Die Kirche im Banne Hitlers - angefangen zu lesen. Einiges von Klee wusste ich. Aber das, was ich in diesem Buch lese, macht mich auf fast jeder Seite fassungslos und ich konstatiere: Es ist so gut wie nichts nach dem 2. WK aufgerabeitet worden. Die Russen, Bolschewiken, waren in allen kirchlichen Organisationen, Männerbünden, Frauenvereinen, Klöstern, Diakonissenanstalten zu 100% das Feindbild Nr.1.
CDU-ehemals Zentrum - haben eine ganz lange Tradtion, was die Russenfeindlichkeit - im Grunde ist es der Kommunismus - angeht.

Sogar in neuerer Zeit, als in Brasilien u.a. Teilen Südamerikas die "Theologie der Befreieung" die Menschen dort in Bann zog, geschah das nur, um die Menschen vom Kommunismus fernzuhalten. Als der Ostblock zusammenbrach war es aus mit der "Theologie der Befreieung." Dom Helder Camara, Leonardo Boff u.a. bekamen Predigtverbot und einen Maulkorb. Was sich da jetzt abspielt, kann jeder lesen und im TV hören.

Es ist diese Diktatur des Neoliberalismus, des Turbokapitalismus, dem sich alle Länder der Welt unterwerfen müssen; der keine freien, selbstbewussten und selber denkendenn aufgeklärten Staaten und Menschen will und alles bekämpft, was diesem zuwiderläuft.

Und dazu gehören auch die Tagesschau und ZDF Heute. Es werden keine Demokratien mit aufgeklärten Menschen gewollt, weil wäre es so, würden diese Politiker, die wir hier in DE haben und auch in der EU gar nicht gewählt werden.
Weltweite, turbokapitlistische oder neoliberalie Politik duldet keine Aufklärung und freien Menschen. Sie strebt - wie ich es vor Jahren im niederländischen Handelsblatt mal las - den Feudalismus an. Es hieß da: "Wer den Neoliberalismus will, will (in) den Feudalismus zurück." Und mit Erschrecken sehe ich, dass die gesamte Politik seit Ende des Krieges, schon unter Adenauer angefangen hat, dieses Ziel zu erreichen. Alles Schlechte unter dem wir hier in DE, seit der Wiedervereinigung leiden, einschließlich der Migrationswelle in 2015, sind Schritte auf dem Weg in den Neo- Feudalismus, die Diktatur der Superreichen, der turbokapitalistischen Klasse. Es geht darum, den Kommunismus über die Russlandfeindlichkeit auszuschalten, denn der will ja was ganz anderes.


Am 08. August 2019 schrieb Lutz Jahoda:

"Tagesschau" schießt Eigentore.
Offenbar noch stolz darauf.
Danke für die Müllkipplore.
Spende Konjunktiv-Amphore.
Hamburg übt den Ausverkauf.


Am 08. August 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Das auszuhalten was täglich mit Familie Tagesschau von Wichtig in die Wohnzimmer der Republik flimmert ist ein Zeichen von seelischer Gesundheit.

Lebendig, informativ und ansprechend ist die alternative Tagesschau, wo man auch mal herzlich kann über die eine oder ander witzige Bemerkung des Sprechers.

Steif, seelenlos, sauber und adrett wird konsequent an der weiteren Verblödung in der Republik gearbeitet. Sie sind Sprecher des Todes bei der Tagesschau.
Die Nachrichten werden nachgerichtet und raus kommt eine fertige Meinung, die dann präsentiert wird. Sie sind Teil des Systems und das macht es so schwierig ihnen auf die Schliche zu kommen.
Meinungsbildung gleich null. Hinterfragen ist eher lästig, denn Gniffke und Konsorten die Auserwählten der Herrschenden im Land hauen uns das um die Ohren, was wir Wissen dürfen. Je dümmer desto besser trifft nicht nur in der Politik zu. Würde man Gniffke wegen ständiger Manipulationen von Nachrichten, Lügereien und Betrügerein befragen, wo er denn seine Verantwortung sieht, die Stimmung im Land mit der Kriegstreiberei, dem alten und neuen Rußenhass zu befördern und anzustacheln könnte er möglicherweise so antworten:
Wir haben doch die Meinungsfreiheit und die Zuschauer brauchen ja nicht zu glauben, was wir sprechen und so wären sie aus dem Schneider.

Wieder eine Dosis Skripal. Der Drops ist lange gelutscht. Skripal-Gift-Nawalny-Gift-Putin-KGB-Geheimdienst.
Vor einiger Zeit hat Putin sich diesbezüglich klar positioniert: ......Aber die Verräter müssen bestraft werden. Dieser Herr Skripal wurde bestraft. Er wurde verhaftet, verurteilt und hat seine Strafe abgesessen. Er ist schon bestraft. Es besteht im Prinzip kein Interesse mehr an ihm. Welches Interesse sollte man auch haben ? Er wurde bestraft: er wurde verhaftet, verurteilt und hat fünf Jahre abgesessen. Später wurde er einfach entlassen."

Alte Wahlplakate von CDU insbesondere sprechen die Sprache der Ideologie des Kapitals.
Es gab keinen kalten Krieg. Es ist und bleibt die Ideologie der Herrschenden immer gegen die Sowjetunion/Rußland, die heute noch in den Köpfen derer rumschwirrt, deren Vorfahren den Faschismus direkt und indirekt unterstützt haben und das waren nicht wenige, wie man weiss.

Nein, weder die Russen noch andere Völker wollen Krieg. Krieg nutzt immer nur der herrschenden Klasse, nutzt also demnach nicht nur der mächtigen Rüstungsindustrie, sondern der ganze militärisch-industrielle-Komplex profitiert, wie die Raumfahrt, der Fahrzeugbau, die optische Industrie, die metallverarbeitende Industrie, um nur einige zu benennen.
Man mag es manchmal nicht mehr sehen und hören, wie wenig sich die deutsche Politik verändert hat. Kriecherisch, devot, am Rockzipfel der USA, unkritisch, am Honigtopf klebend, sollte noch genügend Honig vorhanden sein. Sich labend auf Kosten derer, wo der Armutsbericht des Deutschen paritätischen Verbandes, selbst mir, die jahrzehntelang in sogenannten Brennpunkten das soziale Elend erlebt hat, mit dem was ich da lesen muss die Tränen in die Augen treibt.
Das alles sind in der heutigen Zeit Nebensächlichkeiten, denn ohne Lobby hat man die Arschkarte gezogen. Man will den Armutsbegriff, auch bei den ÖR töten, indem er verwässert, dubiose Statistiken benennt und alles mal eben relativiert wird.
Was ist aus unserem Land geworden ?
Einem Land, wo Solidarität mehr als ein Wort gewesen ist.

Für den Frieden mit Rußland und allen Völkern in der Welt ein Teil des Gedichtes von Jewgeni Jewtuschenko:

"Nicht nur fürs eigne Vaterland fiel der Soldat im Weltenbrand. Nein, dass auf Erden jederman in Ruhe schlafen gehen kann. Holt euch bei jenem Kämpfer Rat, der siegend an die Elbe trat,was tief in unsren Herzen blieb:
Meinst du die Russen wollen Krieg ?

Frag Mütter, die seit damals grau, befrag doch bitte meine Frau.
Die Antwort in der Frage liegt:
Meinst du die Russen wollen Krieg ?


Am 08. August 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Brilliant! Die Hausärzteschaft sollte deshalb ein Auge zudrücken und es gelassen hinnehmen, wenn ihr Gänsefüßchen-Objektivität zugesprochen wird.


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