Neuer Mut zur Migrations-Politik

Der AfD das Trojanische Pferd der Islamisierung wegnehmen

Autor: Marc Britz
Datum: 02. September 2019

Binsenweisheiten sind in Deutschland anscheinend wieder
lebensgefährlich: Als Georg Restle, Moderator der WDR-Sendung
»Monitor«, im letzten Juli die AfD wegen ihrer personellen Nähe zu
der vom Verfassungsschutz bereits als rechtsextrem eingestuften
„Identitären Bewegung“ als ebenfalls rechtsextrem bezeichnete,
erhielt der Journalist dafür prompt eine Morddrohung. Diese Bedrohung
soll hier als Anlass genommen werden, einmal zu beleuchten, wer und was
sich hinter jener rechtsextremistischen Bewegung verbirgt, die laut
Restle ihre Stärke und ihre Hoffnung aus den Wahlerfolgen der AfD
bezieht.

Die in Deutschland ebenfalls im Juli vom Verfassungsschutz als
rechtsextremistisch eingestufte, aber immer noch europaweit aktive
„Identitäre Bewegung“ (im folgenden IB genannt), entstand
ursprünglich in Frankreich unter dem Namen „Bloc Identitaire.“ Die
IB versteht sich selbst als intellektuelle, jugendlich-aktionistisch
auftretende, konservative politische Avant-Garde, deren Ziel die
Erhaltung einer von ihr postulierten geschlossenen, ethnisch homogenen
europäischen Kultur ist, deren „Identität“ derzeit hauptsächlich
durch eine zumindest von der Bewegung als real empfundenen Islamisierung
Europas bedroht sei. Stichwortgeber in Sachen Islamisierung ist der
französische Schriftsteller Renaud Camus. Er geht in seinen Buch „Le
grand remplacement“ von einem „Großen Austausch“ aus, bei dem
technokratische Eliten angeblich mit willkürlich herbeigeführten
Migrationsbewegungen aus Profitgier den europäischen
Bevölkerungsschwund gezielt mit nichteuropäischem Menschenmaterial
ausgleicht. Mit Bezug auf Camus‘ Buch ruft die IB dazu auf,
öffentlichkeitswirksamen Widerstand gegen diese angeblich von den
europäischen Regierungen geplanten „Auflösung“ der indigenen
Völker zu leisten. Von besonderem Interesse im Zusammenhang mit der
Morddrohung gegen Restle ist aber die Tatsache, dass dieses Buch von
Martin Lichtmesz ins Deutsche übersetzt wurde und dass es im Verlag
Götz Kubitscheks erschien. Diese beiden Männer wiederum sind nicht
irgendwelche dahergelaufenen Sympathisanten der IB, sondern gelten
mittlerweile als Vordenker der sogenannten „Neuen Rechten“ in
Deutschland und mit guten Günden auch als ideologische Einflüsterer
von AfD-Politikern wie Höcke, Kalbitz und Gauland.

Bevor allerdings näher auf die personelle und ideologische Verbindung
zwischen IB und AfD eingegangen werden kann, ist es unerlässlich, den
Begriff der „Neuen Rechten“ zu klären. Erst vor dem Hintergrund
dieser Ideologie und ihrer Protagonisten wird Restles
„Binsenweisheit“ auch kulturtheoretisch plausibel. Vertreter der
Neuen Rechten beziehen sich hauptsächlich auf Autoren der Weimarer
Republik, deren Biographien in einer von Karl Jaspers betreuten
Dissertation des ehemaligen SS-Angehörigen Armin Mohlers aus dem Jahre
1949 unter dem Sammelbegriff der „Konservativen Revolution“
zusammengefasst wurde. Hauptvertreter dieser Ideologie waren unter
anderen der Philosoph Martin Heidegger, dessen nekrophile Ontologie
alles menschliche Handeln unter einer fundamentalen Todesnähe
subsumierte; der Privatgelehrte Oswald Spengler, dessen chauvinistische
Gechichtsorganik Deutschland als letztes Bollwerk gegen einen
anderweitig unausweichlichen Untergang des Abendlandes einordnete; der
Rechtswissenschaftler Carl Schmitt, dessen quasi-theologische
Konzeptionen die Herrschaft über den Ausnahmezustand politisch
essenzialisierte; oder der Schriftsteller Ernst Jünger, dessen
hedonistischer Militarismus stilprägend für das in Europa bald
allseits „beliebte“ Auftreten deutscher Offiziere war. Gemeinsam war
ihnen die strikte Ablehnung von Parlamentarismus und Liberalismus vor
dem Hintergrund des zerfallenen Kaisereiches, sowie die glühende
Verachtung des Marxismus. Dass sie den Hitler-Nazismus bei
gleichzeitiger Bewunderung für den Faschismus Mussolinis als vulgär
und dumpf ablehnten, liess sich in der späteren Bundesrepublik
trefflich ausnutzen. Man sprach dann gern von innerer Immigration.
Mohlers Schrift erschien dann auch 1950 als Buchausgabe und gilt unter
Rechten bis heute als Standardwerk in mittlerweile 6. Auflage. Heute
wird das Werk von Karlheinz Weißmann betreut. Auch Weißmanns eigene
Schriften erscheinen in Kubitscheks Antaios-Verlag.

Zu verstehen, welche Inhalte die Neue Rechte vertritt, ist wichtig.
Genauso wichtig ist es, zu begreifen, warum diese Inhalte in einem nur
zum Teil von Habermas geprägten öffentlichen Diskurs überhaupt wieder
in diesem Maß gesprächsfähig werden konnten. Denn dass rechtes Denken
in Deutschland ganz von der Frankfurter Schule verdrängt wurde, ist
lediglich ein gut gepflegter Mythos: Jüngers Bundesverdienstkreuz,
öffentlich-rechtliche Fernseh-Diskussionen zwischen Adorno und Gehlen
und die wohlbezahlten Apologeten Heideggers und Schmitts im
konservativen bundesrepublikanischen Universitätsbetrieb ergeben
jedenfalls eine anderes Bild. Wie also konnte sich die Reaktion wieder
in den Vordergrund drängen? Auch hier spielte Armin Mohler eine
wichtige Rolle. Bereits in den 1970er Jahren hatte er Kontakte zu dem
damals jungen französischen Rechtsradikalen Alain de Benoist geknüpft,
den er bis zum eigenen Tod durch Vermittlung von Verbindungen zu
Organisationen, Zeitungen und Verlagen tatkräftig unterstützte. De
Benoist wiederum ist mittlerweile als studierter Philosoph Publizist
maßgeblicher Vordenker der heutigen internationalen Neuen Rechten. Für
de Benoist ist kulturelle Homogenität das absolute politische Ideal.
Aus diesem Grund schreibt er gegen die Assimilation von Einwanderern
nach amerikanischem Vorbild an. Auch die liberale Betonung des
Individualismus lehnt er als anthropologische Illusion ab. Denn aus
seiner Sicht gewährleisten ausschliesslich die Kollektive ethnischer,
religiöser oder kultureller Prägung die Identität des Einzelnen.
Dabei lehnt er zwar die Vorstellung der Existenz höherer oder
niedrigerer Kulturen ab, insistiert aber auf ihrer angeblichen
unüberwindbaren Verschiedenheit. Diese Haltung ist unter dem Namen des
„Ethnopluralismus“ neben der Idee des „Grossen Austausch“ zu
einem der Hauptbegriffe der identitären Bewegung geworden. Wichtiger
aber ist in dem hier behandelten Zusammenhang de Benoists
Auseinandersetzung mit dem italienischen Marxisten Antonio Gramsci.

Gramsci hatte die wichtige Rolle der Intellektuellen in der
gesellschaftlichen Bewusstseinstransformation als Vorraussetzung der
Änderung der politischen Verhältnisse erkannt. Ziel der
Gramsci-Exegese de Benoists ist es nun nach diesem Muster eine
„Kulturrevolution von Rechts“ einzuläuten. Das Buch mit
gleichnamigen Titel ist vor Kurzem in deutscher Übersetzung mit einem
Vorwort Mohlers im Jungeuropa Verlag erschienen. Philip Stein, der
Inhaber dieses Verlags, ist seinerseits ein Aktivist im Kontext der AfD,
Pressesprecher der Deutschen Burschenschaft und Leiter des
rechtsextremen Projekts „Ein Prozent für unser Land.“ In dieser
Funktion trat er beispielsweise im August letzten Jahres bei der
IB-Großveranstaltung „Europa Nostra – Identität verteidigen –
Heimat bewahren“ in Dresden auf. Neben Stein sprach auch der
österreichische IB-Sprecher Martin Sellner.

Sellner verkörpert wie kaum ein anderer IB-Aktivist die Prinzipien des
von Gramsci entwendeten Konzepts der Metapolitik, also der
intellektuellen Beinflussung der allgemeinen Meinungsmacht. Der
studierte Philosoph ist ein Meister der zeitgenössischen medialen
Massenbeinflussung. Zur Verbreitung seiner politischen Botschaften hat
Sellner auf mehreren YouTube-Kanälen seit 2017 und 2019 mehr als 400
Videos hochgeladen. Er ist zudem auf alternativen sozialen Medien und
einer eigenen Webseite aktiv, vor allem um Blockierungen wegen
Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen zu entgehen und um den durch
die mediale Popularität erreichten durchaus potenten Spendenstrom nicht
versiegen zu lassen. Von den so generierten Einnahmen kann er leben und
seine Aktionen finanzieren. Auch analog ist Sellner bestens vernetzt.
Seine Frau Brittany Pettibone, eine prominente US-amerikanische
Bloggerin der Alt-Right-Bewegung, hat ihn mit der Szene in den USA
bekannt gemacht. In Deutschland trat Sellner als Redner bei
Pegida-Demonstrationen in Dresden auf und nimmt an Veranstaltungen des
Compact-Magazins von Jürgen Elsässer teil. Darüber hinaus pflegte er
Kontakte zu Björn Höcke und André Poggenburg sowie zu Götz
Kubitschek. Seit 2015 schreibt er für dessen Zeitschrift
„Sezession“ und veröffentlichte in seinem Verlag die Schriften
„Gelassen in den Widerstand“ und „Identitär.“ Zudem beteiligte
er sich an einem Propaganda-Video für Kubitscheks fremdenfeindliche
Kampagne „Ein Prozent für unser Land.“

Wichtig für den Zusammenhang mit der Todesdrohung gegenüber dem
Journalisten Georg Restle ist allerdings vor allem Sellners Teilnahme an
den Veranstaltungen des von Kubitschek initiierten Institut für
Staatspolitik (IfS). Allein die öffentlich zugängliche Liste der
Teilnehmer an den vom IfS organisierten Seminaren macht die
unbestreitbare ideologische Überschneidung von IB und AfD mehr als
deutlich. Restle formulierte diesen ideologischen Zusammenhang in einem
Interview mit dem „Neuen Deutschland“ daher berechtigterweise so:
„Diese Menschen fühlen sich getragen von einer völkischen Ideologie,
die auch durch Parteien wie die AfD immer weiter in die Mitte der
Gesellschaft getragen wird. Insoweit sind nationalistische, rassistische
und antihumanistische Ideologien längst salonfähig geworden.“
Allerdings hat Restle auch erkannt, um was es sich mit dem von der IB
befeuerten Anti-Islamismus der AfD letzten Endes handelt: Nämlich um
ein trojanisches Pferd, mit dessen Hilfe die Freiheit eingenommen und in
Unterdrückung umgebaut werden soll: „Die Menschenwürde, die
schließlich nicht nur für Deutsche gilt, die Meinungs- und
Pressefreiheit, die Religionsfreiheit, das Antidiskriminierungsgebot.
All diese Freiheiten werden von der AfD angegriffen. Letztendlich
bekämpft der völkische Nationalismus, für den die Partei steht, aber
unser Verfassungsverständnis insgesamt. Genau das meinte ich, als ich
in meinem Kommentar davon sprach, dass man die AfD nicht länger außen
vorlassen könne, wenn man die »Identitäre Bewegung« als
rechtsextremistisch einstuft - unabhängig davon, was man vom
Verfassungsschutz hält.“ Für diese Erkenntnis – eigentlich eine
Binsenweisheit - hat er also eine Todesdrohung erhalten. Wie auch immer
die Wahlen in Sachsen und Brandenburg gestern ausgegangen sein werden,
die Ergebnisse der AfD werden von dieser als Erfolg ausgelegt werden
können. Und jene Kräfte, welche hinter den Morddrohungen gegen Menschen
wie Restle stehen, werden sich durch diese Auslegung bestätigt fühlen
und Morgenluft wittern.

Jedoch zeigt die Erkenntnis Restles auch, wo genau das Problem liegt:
Denn wer sich gegen die Identitäre Bewegung und die AfD mit ihrem
todesverliebten, chauvinistischen, feindschaftlichen und
militaristischen Phantasma eines homogenen Deutschlands stellen will,
muss dieser Bewegung endlich das trojanische Pferd der drohenden
Islamisierung wegnehmen und seine Laufrichtung in die entgegengesetzte
Richtung drehen. Dazu bedarf es allerdings vor allem des Mutes, das Thema
der Einwanderungspolitk Deutschlands und Europas fundamental und radikal
neu angehen zu wollen. Leider ist auf der Seite der Linken weit und
breit niemand zu sehen, der diesen Mut aufbringen will oder die dazu
nötige Kompetenz aufweist.

Ein PS zur Wahl - Von Uli Gellermann

Die Ergebnisse der Landtagswahlen bestätigen die Befürchtungen, die bereits im Artikel "Die Verwechslung von Moral und Politik" formuliert wurden: Die kräftigen Stimmenzuwächse der AfD zeigen deutlich, dass die #unteilbar-Demonstration die Grundstimmung in Sachsen und Bandenburg nicht hat ändern können.

Eine Überschrift der "Tagesschau" weist den Weg zum Verständnis der Wahlergebnisse: "Brandenburg und Sachsen - Viele fühlen sich als Bürger zweiter Klasse".
Der Begriff "fühlen" ist natürlich irreführend. Wer sich an die Wende des Ostens zum Westen erinnern mag:

- 95 Prozent des volkseigenen Wirtschaftsvermögens ging in westliche Hände über.
- Die Zahl der bundesdeutschen Millionäre verdoppelte sich mit der Wende auf über eine Million, während im Osten mit der ersehnten D-Mark die Zahl der Arbeitslosen von null auf vier Millionen stieg.
- Nahezu die kompletten Eliten der DDR wurden gegen westdeutsche Funktionäre ausgewechselt.

Die Bürger des Ostens wurden faktisch in die Zweit- und Drittklassigkeit gestürzt.

Und während in den vielen Jahren nach der Wende die PDS/Linkspartei in erkennbarer Opposition zu den westdeutschen Gewinnern stand, hat sie die Oppositionsrolle offenkundig an die AfD abgegeben. Zum Thema "Einwanderungspolitik Deutschlands und Europas" gab es weder vom Wahlverlierer SPD noch von ihrem Verlustpartner LINKE eine für Wähler plausible Aussage.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. September 2019 schrieb Michael Riecke:

@ottobismark, lieber Herr Bismark ich kann ihnen nur zustimmen. Die SPD und die anderen Parteien haben ein schon provozierendes Desinteresse für Probleme der unteren 40%. Die SPD und auch die Medien sind seit Wochen damit beschäftigt wer oder was den Parteivorsitz übernimmt. Das das den meisten Bürgern völlig am Arsch vorbeigeht, interessiert auch keine Sau.
Dann kommt die große Überraschung am Wahlabend. Ein Positives hatten beide Wahlen dann doch. Die Wahlbeteiligung hat deutlich zugenommen.Leider zugunsten der AfD.


Am 04. September 2019 schrieb Otto Bismark:

Ein toller Beitrag, der vor allem das Wissen um historisch-philosophische Hintergründe bestimmter Erscheinungen erweitert. Aber auch die Sorge um unsere Zukunft vergrößert. Denn schlußfolgernd taucht die Frage auf, wie nun weiter? Es hat sich doch nicht nur an den Wahlergebnissen in Sachsen und Brandenburg gezeigt, daß die Rechte marschiert. Und was noch schlimmer ist, die sog. Volksparteien haben schon am Sonntag Abend Entwarnung gegeben! Man höre sich nur mal die Äußerungen von Kretzschmer, Dulig, Woidke und Konsorten an. Kein Wort davon, daß der Vorsprung deren Parteien soweit vorhanden nur noch hauchdünn ist, daß die Steigerung der Ergebnisse der AfD ja ein Prozeß ist, das Wahlergebnis gewissermaßen eine Momentaufnahme und das Verhältnis in jedem folgenden Moment ja noch ein ärgeres werden kann. Nein, viel schlimmer, ein Dulig ergeht sich in Tiraden von Vertrauen und erhaltenem Auftrag, daß man angesichts einer derart bodenfernen Haltung nur noch den Kopf schütteln kann. Und vor allem nicht der Ansatz einer Frage, wie es denn hat soweit kommen können, daß die Deutschen (schon wieder) bereit und willens sind, rechtes Gedankengut zu rezipieren. Daß sie es ja selbst verschuldet haben mit ihrer Politik, von der viele Kommentatoren hier ja schon ausführlich gesprochen haben. Und volles Versagen der Linken auf ganzer Linie. Ich habe leider den Eindruck, die können und wollen gar nicht mehr verstehen, worum es in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung überhaupt geht. Ich habe vor ein paar Tagen eine Bemerkung gehört, wonach die Linke zu einer "grünen Lifestylepartei mutiert sei, die sich nur noch an den hipsten Interessen der Großstadtbürger orientiert". Klingt etwas schräg, trifft aber den Kern wahrscheinlich nicht mal so schlecht. Bloß, was wird nun werden mit unserem Land?


Am 04. September 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellerman,

vielen Dank für den ausgezeichneten Artikel zur IB/AfD. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern wo Ernst Jünger als quasi Widerständler hochgeschrieben wurde. Das war Ende der 60er Jahre und später namentlich im Spiegel. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir wieder in eine Freikorp- Mentalität verfallen wie 1919/20. Damals war es die KP und die USPD. heute der Islam. Den Herrschenden kann das doch nur Recht sein, solange aus dieser Richtung nicht die Besitzverhältnisse in frage gestellt werden. Es ist auch sehr eigentümlich, dass in unseren Medien nicht auf die sozialpolitischen Aspekte im AfD Parteiprogramm eingegangen wird. Die sind in vielen Punkte identisch mit der FDP/CDU (Privatisierung der Vorsorge usw.). Auch militärisch kann die AfD mithalten. Da ist sie voll auf der Regierungslinie.
Das die AfD aus der neolieberalen Ecke kommt und entsprechend aufgestellt ist wird gerne verschwiegen. Die Medien propagieren ja selber diese neolieberale Agenda. Mein Tipp für die AfD: Fresst noch ein paar Kilo Kreide, entsorgt die Höckes und Konsorten. Dann könnt ihr schon bald im Bund mitregieren. Vielleicht sogar in einer Schwarz Grün Blauen Regierung. Die Grünen hätten da wohl keine Probleme.


Am 03. September 2019 schrieb Ernst Blutig:

Immer wieder lese ich aus den Zusammenhängen der Texte heraus, daß es so etwas wie eine Gutgläubigkeit zum deutschen Parlamentarismus gibt. Und man wudnert sich, daß auch selbst Die Linke so irgendwie, aber doch nicht die Dinge ändern soll und will. Daß also nur richtig gehandelt werden muss.
Dem ist aber nicht so. In den deutschen Parlamentarimus hat nur Zutritt, wer den auch bekommt, weil er die "richtige" Einstellung hat. Und die wird von den tatsächlich Herrschenden eingestellt. Daß das auch bei der AfD nicht anders läuft, sollte jedem mit kritischem Verstand klar werden spätestens wenn er sich deren Programmatik und die Vernetzungen der an den Spitzen positionierten betrachtet.

Schon Hellmuth von Gerlach hat über die deutschen Zustände einen kurzen Essay geschrieben. Nachzulesen in "Die große Zeit der Lüge".

Die Identitären sind ein winzig kleiner unbedeutender Teil dieser Zustände. Über die Zustände selbst kann man sich auch einen Reim machen, indem man Bernt Engelmanns Buch "Das Reich zerfiel, die Reichen blieben" liest.

DIESE Zustände müssen radikal verändert werden. Nicht das kleinkleine Gehampel und Geschacher in den Parlee-a-menten, um 2% mehr Lohn und Rente.

Antwort von U. Gellermann:

Die einst revolutionäre Sozialdemokratie, später die KPD, hat damals ihre Parlamentspräsenz genutzt ihre Basis zu verbreitern. Daraus wäre zu lernen. Die aktuelle LINKE verschmälert sie.


Am 02. September 2019 schrieb W.Weinläder :

Sehr geehrter Herr Gellermann!

Für mich war schon von Anfang an die "friedliche Revolution" 1989 in der DDR eine gelungene Konterrevolution. Dass es in der Umbruchphase auch emanzipatorische Ansätze gab, geschenkt. Sie hatten nie eine echte Chance auf Verwirklichung. Die frühere Eigentumsordnung und die entsprechenden Produktionsverhältnisse wurden unter dem Ruf nach "Freiheit" wieder eingeführt. Und da der Osten als Systemgegner in Gänze geschlagen war, konnten auch in den Hochglanzmetropolen die Ideologiekosten - sprich Massenwohlstand - radikal gekürzt werden. Die Eliten und ihre Handlanger konnten zunehmend unverschämter auf Kosten der Allgemeinheit ihre "Revolutionsgewinne" einfahren. Doch die Masse der Menschen merkt schon irgendwann, dass sie erst geschoren und dann ausgenommen werden. Und das erzeugt Wut.

Und hier sehe ich einerseits den grandiosen Sieg der jahrzentelangen Westpropaganda, verbunden mit einer katastrophalen Niederlage der "Linken". Sozialismus ist ein zutiefst diskreditierter Begriff geworden. Begrifflichkeiten spielen eh keine Rolle mehr. So kann ein zutiefst marktradikal denkender Ökonom wie Dr. Krell in einem RT-Gespräch Angela Merkel als Sozialistin titulieren, weil sie Banken in der 2007ff Krise nicht hat Pleite gehen lassen, sondern mit Steuergeldern gerettet hat. Absurd, bizarr das alles. In dieser ganzen Gemengelage von Abzocke, Reihbach machen und obszöner Bereicherung ist es den Kräften, die eine solche Entwicklung für verhängnisvoll ansahen, nicht gelungen, öffentlichkeitswirksam gegenzusteuern. Dies hat viele Ursachen, die ich unmöglich alle benennen kann. Aber zum einen liegt es daran, dass reaktionäre Kräfte sowohl die SPD, als auch die "Grünen" kapern konnten. In diesem Zusammenhang: Dass eine SPD unter Gerhard Schröder mit dem Slogan "Nicht Rechts, nicht Links, sondern Vorne!" als Hoffnungsträger gegen H. Kohl fungieren konnte, zeigt die politische Verwirrung in der Bevölkerung. Und diese Verwirrung hat auch die Linke als Ganzes, sowie die Partei "Die Linke" erfasst. Zugleich konnte die Linke keine Gegenutopie mehr den Menschen anbieten, die mit zunehmend mehr Zumutungen und Belastungen zurecht kommen mussten. Die Selbstzerfleischung der Linken war ein einziges Trauerspiel. Ich kann mich noch daran erinnern, dass 2016 kein konkret - Heft erschien, in dem nicht mindestens 5 mal darauf hingewiesen wurde, dass Sahra W. die AfD jetzt rechts überholt habe. Die Nachdenkseiten als Neurechts eingestuft wurden, usw. Diese Zeitschrift beziehe ich nicht mehr. Die Partei die Linke hat sich auch wunderbar eingerichtet. Nur, eine Partei, die die Interessen der Menschen vertreten will, muss anders agieren. Unvergessen die Ken - Jebsen - Preisverleihung und der Kultursenator. Andrej Holm wurde dem Mitmachen geopfert. Was für Genossen. Dafür werden Privatisierungen und schärfere Polizeigesetze mitbeschlossen. Und das den Wählern als: "Wir mussten Kröten schlucken.." verkauft. Und dann das Geschrei mit dem Kampf gegen Rechts. Nein, ich habe nichts mit der Afd am Hut. Nie käme mir in den Sinn, sowas als Alternative anzusehen. Aber die vielen Schweinereien wurden von den "etablierten, demokratischen Parteien" durchgezogen. Sie haben Kriege angezettelt, Regimechanges angezettelt, Freihandelsverträge ausgehandelt, die die Menschen in Not und Elend stürzen. Und die Linkspartei will mit denen einen Politikwechsel durchführen. Wer glaubt denn sowas? Und alles das ist Wasser auf die Mühlen der AfD, die (so abstrus es ist) sich als einzige Oppositionspartei andienern kann, obwohl sie das nie war und sein wird. Aber da alle anderen in demokratischer Einheit auf sie eindreschen, erscheinen sie eben vielen Menschen so.

Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben...aber genug, Sie kennen sich noch besser aus....also keine weiteren Eulen nach Athen.

Herr Gellermann machen Sie weiter, ihre Rationalgalerie ist ein Lichtblick
und danke für Ihre Geduld


Am 02. September 2019 schrieb Lutz Jahoda:

ALS SIEGERKRANZ VORGESEHEN
ZUM TRAUERKRANZ MUTIERT
DIE DREHORGEL DEUTSCHER TRAGIK
SCHEPPERT AUF ENDLOSSCHLEIFE

Mit bestem Dank für die Informationen,
die uns allein schon beim Lesen den Geruch durchgebrannter Leitungen gegenwärtig machen.
Drei Schritt vor - vier zurück
und ein Wendehalsgenick ....
schrieb ich militärmarschmäßig
klanghaft unterlegt vor dreißig Jahren
und brachte den Titel innerhalb einer Fernsehübertragung aus Köln zu Gehör.
Auch wenn der Titel im Giftschrank der Demokratie verschwand - am Grundübel hat sich nichts geändert.
1919 - 1939 - 1949 - 1990 - 2009 - 2019 -
der Geisterbahnreigen dreht sich und dreht sich.


Am 02. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ A. Storz,

der Marxist-Leninist versteht unter "internationaler Solidarität" etwas ganz anderes, als das was sie hier in eine Reihe mit den "Antideutschen" etc. schreiben.

Internationale Solidarität ist kein käuflich zu erwerbendes Produkt im Kapitalismus, sondern eine aus der Arbeiterbewegung, also aus den Bewegungen in den Gesellschaften heraus entstandene politisch und menschliche Notwendigkeit.

Der Marxist-Leninist geht grundsätzlich von den bestehenden gesellschaftlichen Bedingungen aus und hat mit Wolkenkuckucksheimen nichts am Hut.
Die materialistische Weltanschauung ist auf drei Säulen gebaut..... Das würde jetzt den Rahmen sprengen.
Internationale Solidarität mit den Völkern Lateinamerikas z. B., mit den Kämpfen um die Verbesserung der Lebenswirklichkeit im eigenen Land, mit der Solidarität mit Julian Assange, mit dem Kampf für eine andere Welt ohne den mörderischen Imperialismus. Auf jeden Fall. Die Völker haben ähnliche Interessen, nämlich die Befreiung vom Joch des Imperialismus. Da gehört die alte und neue Forderung nach Internationaler Solidarität hin. Solidarität mit dem Kapitalismus, dass halte ich für ein Gerücht !
Teddy Thälmann, Liebknecht z.B. waren glühende Patrioten und Internationalisten und beides gehört zusammen, solange die Bewegung in den Gesellschaften so ist und der Stand der Produktionsmittel erklärt dieses.


Am 02. September 2019 schrieb Albrecht Storz:

Die AfD, als die "Alternative für Deutschland" ist genau das, was sie nicht heißt: sie ist Ausdruck davon, dass man den Deutschen KEINE Alternative lässt.

Man muss die AfD und die klandestine Bekämpfung einer effektiven, linken Partei mit allen, auch den heimtückischsten, unmoralischsten bis hin zu kriminellen Mitteln, gemeinsam sehen: das ist ein Bild.

Eine effektive Linke nicht zulassen - und eine alle rechten Bestrebungen auf die Spitze treibende "Alternative" wo es nur geht klandestin befördern (zB durch ständige Thematisierung in den Medien, Herausstellung ihres angeblichen Systemwechsel-Impetus, angebliches Gegenbild zu den "Systemparteien", "Protestpartei"):

so funktioniert Massensteuerung!

Der aktuell wirksamste Hebel um den Linken jede Kraft zu rauben ist die dort etablierte, offensive Unterstützung der Migrationsförderung - aus den verschiedensten Motiven innerlinken Motiven:

- die Antideutschen sehen darin ihren Wunsch nach "Nie wieder Deutschland!" realisiert
- die internationalen Marxisten-Leninisten sehen darin die Verwirklichung des Ideals der Internationalen Solidarität
- die Globalisten sehen darin die Überwindung des Nationalstaates
- die LatteMacchiato-Linken finden es toll, wenn dieser ihnen von einem Exoten wie Syrer, Afghane oder Libanesen gebracht wird
- die Gutmenschen-Linken sehen darin ein Teil-Abtragen der Schuld des westlichen weißen Mannes aus Kolonialzeiten
...

allen gemeinsam ist, dass sie nicht sehen, dass sie damit die Solidarität mit ihren Nächsten, Nachbarn, Schicksalsgefährten, Gemeinschaftsangehörigen aufgekündigt haben für irgendwelche Wolkenkuckucksheime und "hehre Ziele" und "große Ideale", oder schlicht für ihr bisschen "Gutes Gewissen".

Dass dies gezielt befördert wird (innerparteilich und von außen) um die Linken für die finanziell Schwachen und prekär Lebenden in Deutschland (und all die Vielen, die im neoliberalen Hartz4-Umfeld real von Abstieg bedroht sind) unwählbar zu machen ist natürlich kein Zufall.


Am 02. September 2019 schrieb Albrecht Storz:

Ich habe Oswald Spengler anders gelesen: Im "Untergang des Abendlandes" vertritt er eine zyklische Kultur-Theorie. Der Untergang des "Abendlandes", also der hegemonen "westlichen Wertegemeinschaft" ist danach unausweichlich.

Und ich persönlich kann das nur begrüßen wenn dies sich bewahrheiten würde. Kein dominanter Kulturkreis hat soviel Unglück und Elend über diese Welt gebracht wie dieser europabasierte, westliche chauvenistische, lebensfeindliche Technokratieapparat namens "Kapitalismus", eine arrogant-anmaßende Kultur die sich für das Beste ever hält.

Die größte Horrorvorstellung für diese Welt wäre eine ewige Fortschreibung dieses aktuellen Zustands. Aber wir beobachten ja live die Zeitenwende.

Wie Spengler sonst politisch eingestellt war, weiß ich freilich nicht, er" lehnte aber den Nationalsozialismus und namentlich dessen Rassenideologie ab", zumindest laut Wikipedia.

https://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Spengler


Am 02. September 2019 schrieb Eckhard Dietz:

Eine großartige, weil knappe und doch wesentliche, faktenreiche Darstellung der ideologischen Grundlage der rechten Bewegung mit der AfD an der Spitze des Eisbergs.
Der Satz als konkret-politische Schlussfolgerung am Ende offenbart aber ein Dilemma: "...Denn wer sich gegen die Identitäre Bewegung und die AfD mit ihrem todesverliebten, chauvinistischen, feindschaftlichen und militaristischen Phantasma eines homogenen Deutschlands stellen will, muss dieser Bewegung endlich das trojanische Pferd der drohenden Islamisierung wegnehmen und seine Laufrichtung in die entgegengesetzte Richtung drehen...."
Ich würde anders beschreiben: die drohende Islamisierung ist kein Trojanisches Pferd, das großartig daher kommt, während es im Innern Verderben bereit hält, sondern nur ein Chimäre, die ein billiges, bereit liegendes Gefühl vieler Menschen oben und voranträgt, während der Unterleib die so beschriebene Identitäre Ideologie das Ganze trägt und beschleunigt.
Aber von solchen Äußerlichkeit abgesehen ist völlig unklar, was es bedeutet, dieses Pferd oder Scheinwesen umzudrehen. Ist 'umdrehen' nicht das falsche Bild?
Ein formaler Vergleich mit der Entstehung einer linken, sozialistischen Bewegung in der Bundesrepublik der 70er bis 90er Jahre: Marxistisch fundierte Ideologie (hier nicht als falsches Bewußtsein gemeint) trug das offensichtlich verbreitete und verbreitbare Gefühl, dass man in einer reaktionären, revanchistischen, kriselnden Gesellschaft lebte voran. Diesem Gefühl begegnete man mit Reformen, schöneren Farben und guten Worten. Den Boden entzog man ihm im Kampf der beiden Systeme.
Diese wackelige Analogie würde nahelegen, dass konkrete Politik dem Gefühl der Islamisierung etc. entgegen tritt, nicht Recht einräumt, nicht berechtigten Sorgen und Ängsten entgegen tritt, sondern Ängste beseitigt. Offen wäre im Rahmen dieser Analogie, wie die tragende Identitäre Ideologie bekämpft werden könnte. Notwendig wäre das Bild einer anderen Gesellschaft. Davon wird gesprochen, es wird jedoch nicht gemalt.


Am 02. September 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

"Neue Rechte"? Ich halte es für falsch, die Terminologie der Retrofaschisten sich zu Eigen zu machen.


Am 02. September 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Die Brandenburger und die sächsischen Wähler haben aus Angst vor der AfD das kleinere Übel gewählt: in Brandenburg die SPD und in Sachsen die CDU, was nicht verhinderte, dass die AfD es fast zum Koalitionär einer CDU-Regierung in Sachsen geschafft hätte. Das ähnelt frappant dem Wahlverhalten der Franzosen, die, um Le Pen zu verhindern, sich Macron, ihren eigenen Schlächter, selber gewählt hatten. Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg kann von Erpressung der Wähler geredet werden, und die sogenannten Wahlsieger sollten sich nicht so sicher fühlen, wie sie sich vor den Kameras geben.

Der Artikel von Marc Britz ist aufschlussreich, sagt allerdings zuwenig aus: Nämlich, dass die Krakenarme der AfD bereits in die Polizei, in die Bundeswehr und in die Justiz reichen, ganz abgesehen davon, dass man in jeder öffentlichen Behörde heute bereits Sympathisanten der AfD antreffen kann, die mit Augenzwinkern
ihr "Geheimnis" jedem, der Verstand hat, offenbaren. Dies ähnelt verdammt Weimarer Verhältnissen, wenn man auch Weimar nicht mit der heutigen Zeit ohne weiteres vergleichen kann.

Diese Dresdner "unteilbar"-Demonstration hat uns gezeigt, dass die Regierenden eine Menge geheimer Sympathie für die AfD haben, es aber aus Gründen noch nicht so offen zeigen können, weshalb man öffentlich "Protest" anmahnt. Jeder kann sehen, dass die AfD in aller Leichtigkeit an die konservativen Parteien wie FDP und CDU andocken kann. Und wir, die Herde glücklich besorgter Schafe, haben es wieder mal geschafft: Die AfD kommt nicht durch! Fragt sich nur, wielange.

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