Marschmusik für die Tagesschau

ARD betreibt das Geschäft des militärischen Komplex

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Juni 2019

„Regimentsgruss Marsch“ - so beginnt die 29. Folge der MACHT-UM-ACHT,
der alternativen Sendung zur Tagesschau. Erneut fasst die YouTube-Serie
Meldungen der wichtigsten Nachrichten-Sendung Deutschlands zusammen, die
gnadenlos ihren Staatsvertrags-Auftrag, der auf dem Grundgesetz basiert, missachten.

Zwar kann die Tagesschau melden „Trump-Zusage an Duda - USA wollen
1000 Soldaten nach Polen verlegen“, will die Nachricht aber nicht mit
Umfeld und Fakten grundieren. Denn diese weitere Verlegung von
US-Soldaten in Richtung Russland dient nur der imperialen Ausweitung der
NATO, diese gefährliche Kriegsvorbereitung wiederum sollte mit Zahlen
ergänzt werden, damit der Zuschauer weiß, worum es geht: "Die USA gaben
2017 neun mal so viel fürs Militär aus wie Russland. Pro Kopf werden
sie nur von den Saudis übertroffen." Diese Zahlen kann die Schweizer
"Tagesschau" bringen, ihr deutsches Pendant, traditionell schwer
russophob, bringts einfach nicht.

Brav meldet die Tagesschau "Grünes Licht für europäischen Kampfjet"
und macht so schlichte Rüstungsreklame. Ist die Redaktion zu blöd oder
zu korrupt, bei einer Reichweite des neuen Kampfflugzeugs von 1.389
km, nachzufragen, was dieses neue Mordinstrument denn außerhalb unserer
Grenzen will. Auch was man denn mit den 100 Milliarden für
Beschaffung und Betrieb des Flugzeuges besser machen könnte, will die
Redaktion nicht wissen. Für die alternative Verwendung der
Unsumme macht die MACHT-UM-ACHT ein paar Vorschläge.

Kurz vor einem Krieg zwischen den USA und dem Iran erzählt die
Tagesschau, "Präsident Trump gab sein O.K. für einen Militärschlag
gegen den Iran." Was mag ein Militär-Schlag sein? Hinter diesem
Tarnwort verbirgt sich Tod und Verderben. Die Hamburger Redaktion will
aber lieber keinen Klartext reden. Sie hätte mühelos das ZDF und
Michael Lüders, Publizist und Nahostkenner, zitieren können, der
jüngst bei Markus Lanz sagte: "Dieser Krieg, der uns jetzt
propagandistisch vorbereitet ins Wohnzimmer getragen wird über das
Fernsehen, über die Medien - dieser Krieg wird kommen." Dass die ARD
tapfer an der Kriegspropaganda mitwirkt, diese ehrliche Einschätzung
kommt ihr nicht über die öffentlich-rechtliche Lippe.

Die MACHT-UM-ACHT empfiehlt der Tagesschau dringend, statt der vielen
Meldungen, die sie offenkundig im Auftrag des
Militärisch-Industriellen-Komplex ausstrahlt, lieber gleich das
Stabsmusikkorps der Bundeswehr mit dem Regimentsgruss Marsch zu senden.
Das wäre zumindest ehrlicher.

Hier geht es zum Video:

https://kenfm.de/die-macht-um-acht-29/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Juni 2019 schrieb Uschi Peter:

Lieber Gert Wildner:

nein Gellermann langweilt nicht! Er soll nur immer wieder den Finger in die Wunde dieser Gesellschaft legen und menschenfeindliche Zustände aufdecken! Danke.

Doch, Christel Buchinger, jeder Kapitalist hat ein Interesse am Krieg. Was soll er mit den vielen produzierten Waffen machen, wenn sie nicht "verwendet" werden? Also "verwenden" und neue bauen. Außerdem hat man gleich die Menschheit ein wenig "zurückgestutzt".


Am 27. Juni 2019 schrieb Lutz Jahoda:

BIETE ZUR MARSCHMUSIK
RHYTHMISCH WIE INHALTLICH
GARANTIERT UNGEEIGNETEN TEXT
Frau Verteidigungsministerin von der Leyen, wie auch der Tagesschau (ARD)
und allen US-hörigen Regierungsmitgliedern wärmstens zugeeignet

Mitgegangen, mitgefangen,
Streng mit Onkel Sam vereint,
Auf dem Rüstungsweg, dem langen,
Hören wir die Bosse bangen:
Brauchen Absatz, suchen Feind!

Feind, verdammt, ist nicht vorhanden
Zwischen Gartz und Königstein.
Fliegt man sich dann selbst zuschanden?
Denn wer startet, will auch landen.
Also lasst das Kriegsspiel sein.

Aufrüstungsministerin!
Jugend will aufs Morgen schaun,
Hat mit Waffen nichts im Sinn!
Biete NATO Stirn und Kinn!
Lass Schulen anstatt Kampfjets baun!


Am 27. Juni 2019 schrieb Christel Buchinger:

"Ist die Redaktion zu blöd oder
zu korrupt..."

Aktien von Rüstungsbetrieben sind angeblich schwer zu bekommen, aber vielleicht sind die Herren und Damen ja doch irgendwie zu solchen gekommen? An einem Krieg kann eigentlich niemand, noch nicht einmal der geldgierigste Milliardär ein Interesse haben. Aber Profite gehen immer vor für diese Leut! Selbst bei Risiko des Galgens.


Am 27. Juni 2019 schrieb Matthias Brendel:

Die Kriegspropaganda in der Tagesschau wird mehr und sie wird deutlicher.
Sie erreicht aber die Menschen zum Glück nicht mehr durchgängig.
Die Alten sitzen in ihren Datschen, pflanzen eifrig neue bienenfreundliche Sämereien, die wachsende verarmte Mittelschicht will auf keinen Fall Krieg, weil sie Angst hat noch mehr abzurutschen, die jungen Leute wissen genau, dass wenn sie in den besten Jahren sind, die Klimakatastrophe mit voller Wucht zuschlägt und glauben leider allzu oft, Krieg sei unmöglich hierzulande.

Das Land ist immer noch cloroformiert von den langen dunklen Merkel Jahren, in denen immer mehr Menschen bewusst geworden ist, dass unsere Regierungen nicht für uns, sondern für ein fernes Imperium arbeiten.
Mittlerweile scheint es vielen anderen Menschen in vielen anderen Ländern zu dämmern, dass es keine so gute Idee ist diesem Imperium knechtisch zu folgen, wie das unsere Regierung tut.

Man muss befürchten, dass unsere ReGierung, Frankreich und England, als letzte nennenswerte Verbündete übrig bleiben, zusammen mit ein paar Öl Tyrannen Staaten und Israel.

Die übrige Welt positioniert sich momentan eher in die Gegenrichtung.
Der amerikanische Exzeptionalismus scheint gerade an seine Grenzen zu stossen, das mag kurzzeitig für eine trügerische Ruhe sorgen, ist aber doppelt gefährlich.
Es kann, wie Lüders sagt, jederzeit losgehen im Iran und so ist es auch seit Jahren geplant, das einzige, was die Strategen des Grauens fürchten ist der Shitstorm der Weltöffentlichkeit.
Und genau da ist die Tagesschau gefragt, wegzulassen und zu lügen, dass sich die Balken biegen, um ein Gegengewicht zu schaffen, hin zu den gewünschten NATO Eskalations Plänen.

Vielleicht würde es darüber hinaus helfen, kostenlos Elektroautos an diejenigen zu verteilen, die sich rückhaltlos positiv für neue NATO Kriege aussprechen und sich dabei noch gut fühlen wollen.

Die müssten dann aber das NATO Emblem tragen, genau wie alle NATO treuen Parteien das Emblem als Erkennungszeichen tragen sollten inklusive der AFD und den Grünen.


Am 26. Juni 2019 schrieb Otto Bismark:

Warum nicht gleich den Radetzkimarsch?


Am 26. Juni 2019 schrieb Harald Risch:

Ach, Herr Wildner,

Sie hätten Ihre Abgestumpftheit gegenüber den politischen Entwicklungen auch eleganter zum Ausdruck bringen können. Da hoffe ich mal, dass Sie keine Familie haben, um die Sie sich sorgen müssen. Verdampfen Sie allein, dann werden Sie es - aus lauter Langeweile - wohl gern ertragen.


Am 26. Juni 2019 schrieb Eva Hagemann:

Die intelligenteste Medienkritik im Netz. Eine Kur für die grauen Zellen. Danke.


Am 26. Juni 2019 schrieb Gert Wildner:

Gellermann langweilt. Her mit einer neuen Serie!

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