Helau, Alaaf, Narri-Narro

Tagesschau im grausigen Karnevals-Modus

Autor: U. Gellermann
Datum: 13. November 2019

Während von der Lausitz bis nach Mainz, von Köln bis München, von Rottweil bis Düsseldorf die Karnevalisten seit dem 11.11. einem fröhlichen Treiben nachgehen, exerziert die Tagesschau eine grausige Nachrichten-Maskerade: In seriöse Informationen verkleidet liefert das Öffentlich-Rechtliche alle möglichen Formen von Manipulation, offenen Fälschungen und Polit-Reklame.

FÄLSCHUNG: „Iran verstößt erneut gegen Atomdeal", textet die mit 10 Millionen Zuschauern wichtigste Nachrichtensendung des Landes und packt zwei Lügen parallel in ihre Meldung. Denn gegen den Atom-Deal verstoßen haben die USA, also kann der Iran auf keinen Fall "erneut" gegen den Deal verstossen haben. Da die USA an der Schwelle eines Krieges mit dem Iran stehen, ist die Lügerei schlicht Propaganda zur Vorbereitung eines Krieges. Der Zuschauer soll konditioniert, der Iran als Bösewicht dargestellt und der Krieg als gerecht vorbereitet werden.

POLIT-REKLAME: Frau Kramp-Karrenbauer bringt einen "Nationalen Sicherheitsrat" ins üble Spiel, einen Rat, der außerhalb des Parlamentes Auslandseinsätze der Bundeswehr ideologisch vorbereiten soll. Echten Journalisten wäre es möglich, diesen Vorschlag als grundgesetzwidrig zu entlarven. Aber in der Hamburger NDR-Redaktion sitzen kaum noch Journalisten. Und wer das doch mal war, hat Angst um seine Karriere. Deshalb wird das schmutzige Spiel der Ministerin nicht aufgedeckt. Stattdessen wird ihr widerliches Flehen um Aufmerksamkeit einfach nur weitergegeben, wird für sie Reklame gemacht. Am Vorabend eines möglichen Krieges gegen den Iran sendet die Tagesschau eine Maskerade, hinter der sich die Militarisierung der Bundesrepublik verbergen soll.

MANIPULATION: Spätestens nachdem der französische Präsident Macron die NATO als "Hirntot" charakterisiert hatte, wäre eine offene Analyse dieses Zustandes ein Gebot des Journalismus gewesen. Aber die Tagesschau sendet schnellstens eine Meinungsäußerung des Außenminister Maas: "Wir werden die NATO weiter brauchen". Eilfertig schiebt die Redaktion eine plumpe Zweck-Meinung über eine echte Nachricht. Man verkleidet die Botschaft über den Tod der NATO mit einer karnevalesken Äußerung des minderbegabten Herrn Maas. Lacht einer? Wird es die NATO sein, die in einem möglichen Krieg mit dem Iran auch deutsche Truppen in einen blutigen Handelskrieg in die Straße von Hormus senden wird?

Es ist ein grausiger Maskenball, den die Tagesschau statt echter Nachrichten anbietet. Es ist ein schreckliche Verkleidung mieser Manipulation im Kostüm einer Information. Da bleibt einem das Helau im Halse stecken oder das Alaaf, noch mehr davon und der Würgereiz meldet sich. Immer von 20.00 bis 20.15 Uhr: Jede Menge Kotzbrocken, die aus dem Äther ins Gesicht der Zuschauer fliegen.

Auf diese und andere Produkte der Tagesschau-Redaktion machen uns immer wieder Zuschauer der MACHT-UM-ACHT-Serie aufmerksam. Denn „kaputte Nachrichten", so Uli Gellermann, "machen Köpfe kaputt. Davor warnen wir. Mit Ihrer Hilfe". Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge einsenden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Hier geht es zum Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-39/
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Fridays & Peace for Future
Dialog der Bewegungen in Berlin
Am 2. 12. 2019 um 20.30 Uhr

Eine Veranstaltung im Buchhändlerkeller Carmerstraße 1, 10623 Berlin

Mit Pascal Luig Friedensbewegung und Tom Patzelt - FFF

Moderation: Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. November 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

A l l e >Nachrichten< sind Propaganda!
Staats-Nachrichten sind Instrumente an denen Bürger sich >nach richten< sollen, es sind meist Lügen! Wahre Nachrichten werden von den Herrschern verboten, die Verfasser verfolgt und sogar gemeuchelt!


Am 16. November 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellerman,

vielen Dank für den interessanten Bezug zum beginnenden Karneval. Wir erinnern uns gerne, wie AKK als Putzfrau verkleidet auf dem Höhepunkt des Karnevals, ein paar dümmliche Bemerkungen absonderte. Da ging ein Rauschen durch die Medien. Jetzt wo sie als Kriegsministern nur noch höchst gefährliche Reden absondert, klatschen die selben Medien Beifall. So schnell können sich die Zeiten ändern. Wir sind gespannt welche Büttenreden sie zum besten geben wird. Eventuell Verantwortung übernehmen für die Sicherheit der beiden Polkappen? Dem Chinesen und dem Russen mal richtig zeigen wo der Hammer hängt?


Am 15. November 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Ich hoffe, ich muss hier nicht von Kommentatoren den Satz lesen, dass Nachrichten der Tagesschau früher noch Nachrichten waren, aber heute sind sie bloß noch Meinung. Ich kann aus bester Quelle bestätigen, dass Nachrichten früher auch nur Meinungen und sogar dicke Lügen waren, als ich noch DDR-Bürgerin war. Also das Problem mit der Tagesschau besteht nicht erst seit kurzem. Man kann eben von einem Esel nicht verlangen, dass er als Araberpferd durch die Manege trabt.

Ansonsten wieder sehr treffend die wirklichen Zusammenhänge dargestellt, Ulli Gellermann. Wenn man im Internet auf Vernunft trifft, ist es immer wie ein warmer Regen.


Am 15. November 2019 schrieb rudolph bauer:

Früher, in der Diktatur, war ein Propagandaministerium erforderlich, wo heute vorauseilendes Kriegsmarketing flutscht. Trotz der äußerlichen Unterschiede zu damals, ist der Kern derselbe. In kurioser Weise dreschen sie auf die Rüpel der AfD ein und erledigen breitbeinige Großmachtpolitik in eigener Regie auf weitaus geschicktere Weise.


Am 14. November 2019 schrieb Ernst Blutig:

Berühmte Zitate (a la ARD/ZDF):

Die Endverblödung der Nachrichtenfrage.

Ab jetzt kenne ich keine Nachrichten mehr, ich kenne nur noch Meinung.

Selbst wenn wir darüber verblöden, schön war es doch.

Nachricht glotzt euch an restlos.

Wie hätten wir nicht uns selbst loben sollen für den Zusammenbruch einer Nachrichtenwelt, die wir so satt, so überaus satt haben! Krieg! Es ist Reinigung, Befreiung, was wir senden"

usw..


Am 14. November 2019 schrieb Karina Ledermacher:

Sie sollten die Serie umbenennen in "Die Wucht um Acht". Denn Sie sind eine Wucht an Gegenaufklärung.


Am 14. November 2019 schrieb Lutz Jahoda:

LYRIK ZUM GRUNDÜBEL DEUTSCH 2019

Vor dreißig Jahren die Chancen verpasst.
Es wäre ein guter Beginn gewesen.
Eine neue Verfassung, ohne Hast.
Den Giftzahnträgern gebotene Rast.
Dem vereinten Land Zeit, um zu genesen.

Denn krank waren leider beide Teile.
Der Osten, leidend am Wohlstandskeim
Des Westpatienten lockendem Leim,
Bezieht dafür heut noch Westhohn und Keile.

Deutschland auf den Hund gekommen?
Das Totenbett schon auf der Hinterbühne?
Wieder einmal mit dem Strom geschwommen.
Erneut blind und taub für Schuld und für Sühne!


Am 14. November 2019 schrieb Alexander Kocks:

Was raus muss, muss raus.
Ich halte die Kraftausdrücke und Wut? von Herrn Gellermann für gerechtfertigt ja sogar für notwendig. Wenn man den Anspruch und die Wirklichkeit zwischen Programmauftrag und journalistischer Realität vergleicht muss dem verarschten Gebührenzahler doch die Schädeldecke platzen.

Man bekommt gesetzlich einen Rundfunk versprochen der unabhängig, neutral und umfassend informieren soll, den Frieden und die Völkerverständigung fördern und dafür zahlt man mit einer Zwangsgebühr, geliefert bekommt man aber plumpe Propaganda, Kriegstreiberei und Hofberichtserstattung.
Wer die Entwicklung um das Atomabkommen mit dem Iran während der vergangenen 12 Monate mit intaktem Gehirn verfolgt hat und dann schreibt der Iran würde gegen das Abkommen verstoßen und seine Verpflichtungen nicht erfüllen, der betreibt schlimmste Desinformation und Propaganda die dazu dient den Iran zu dämonisieren. Diese
Dämonisierung geht erfahrungsgemäß immer einer " Mission" des Westens voraus.
Wenn jemand die Verpflichtungen aus dem Atomabkommen nicht erfüllt hat, dann sind das die USA und die europäischen Vertragspartner.
Das Atomabkommen ist Tod seitdem die USA den Vertrag gekündigt und die Europäer ihre Verpflichtungen nicht erfüllt haben.


Am 14. November 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Dieser Macht um acht darf man gratulieren.
Eine mehr als gelungene Sendung, die den Redakteuren der Tagesschau so richtig mit schmackes ihre eigenen Unfähigkeiten, ihren Beliebigkeits- und Romanournalismus zornig und ausdrucksstark vor den flauschigen Latz knallt. Gut so.

Eine machtvolle Sendung, der ich ganz viele Zuschauer wünsche.

Das flächendeckende Netz, dass von Manipulatoren, von Beratern, von sogenannten Marketingexperten fein gesponnen von freundliche Damen und Herren im feinsten Zwirn mit eingeübter Mimik und Gestik allabendlich die Gesellschaft mehr und mehr in die Hängematte von Wohlfühljournalismus und Wohlfühlpädagogik/Psychologie schiebt. Verdrehte und sinnentleerte Floskeln schläfern vernebeln so gekonnt Herz und Hirn, dass die Schmuse-Kuscheldecke zum Verkaufshit wird, Einrollen inclusive.
Selbst nahende Kriege werden in widerwärtiger Weise dazu benutzt der Komplettversagerin Knarrenbauer zu ermöglichen für den in der Gesellschaft wieder angekommenen Militarismus, für den sie mit verantwortlich ist Streicheleinheiten zu verteilen, vor dem der brillante, politische Journalist Carl von Ossietzky zu recht immer und wieder gewarnt hat. Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr an sechs Orten in unserem Land hat mich aus den Socken gehauen. Deutschland marschiert wieder !
1923 veröffentlichtes Zitat von Carl von Ossietzky:
"Wo die Männer versagen, da ruft man nach dem Mann. Der Faschismus, der überall anders, überall in seiner nationalen Vermummung auftritt, weist in allen Ländern, den einen Wesenszug nach: Die Sehnsucht nach dem Diktator. Die erschlafften Völker suchen nach einem Hirn, das für sie denkt, nach einem Rücken, der für sie trägt."
Mir wird schlecht, wenn ich an die vielen verstörenden und zerstörendnen Erlebnisse von Widerstandkämpfern denke, wo der Klang der grausamen Stiefel, der ihnen nach 1945 oft den Schlaf geraubt hat tief in der dunklen Ecke der Erinnerungen sich so zu Wort meldetet.
Ein Albtraum für alle Menschen, die für Frieden und friedliches Miteinander mit den Völkern in der Welt einstehen. 1945 in der Geschichte ein Wimpernschlag, aber ein Schlag ins Gesicht, all der Toten,Ermordeten, Erniedrigten und verachteten Widerstandskämpfern, die nicht Stauffenberg usw. heißen, sondern deren Namen: Teddy Thälman, Max Reimann (KPD), Dimitroff, Erich Honecker sind.-
Die Tagesschau bedient die primitivisten Bedürfnisse des Menschen....mit der Zielsetzung: Mutti und ihre Regierung machen das schon. Die "Experten," wie z.B. die Stöber, die jeden seriösen Journalisten die Tarnkappe aufsetzen lässt "ordnet" ein, faselt, macht die Kennerin, insbesondere Georgien betreffend und ist zu blöd, dass sie ein Schwein beißt.
Dass sind die, die uns freundlicherweise das Denken abnehmen sollen. Und was wir Denken sollen, dass haut uns der MMS sekündlich, minütlich und stündlich um die strapazierten Öhrchen.
Die Tagesschau gibt den Ton an, andere übernehmen und man festigt das, was man uns ins Hirn träufelt mit ständigen Wiederholungen der Lügen. Die Massenverdummung ist ihr Geschäft.
Der ÖR ist zur Farce geworden. Eine nette Erinnerung. Wir sind wieder wer, dass soll in den Köpfen und Herzen landen. Längst ist ein Geschäftsmodell draus geworden, denn die Gesetze des Marktes machen vor der Tagesschau keinen Halt und so säuseln sie weiterhin in die Wohnzimmer der Republik von "deutschen Interessen," von "Demokratie," von der freiheitlichen westlichen Welt," vom "Eia poppeia des Himmels, womit man einlullt, wenn es greint, dass Volk den großen Lümmel." (Heinrich Heine)
DANKE für die MACHT UM ACHT, lieber Uli.


Am 14. November 2019 schrieb Walter Richter:

Lieber Herr Gellermann,

geht es nich auch mit weniger Kraftausdrücken und weniger Wut?

Antwort von U. Gellermann:

Diesmal nicht. Sehen Sie ich Nachrichten an.


Am 14. November 2019 schrieb Lena Bender:

Immer wieder bin ich über die vielen Facetten überrascht die Herr Gellermann bereit hält. Seine großen Medienkenntnisse vermittelt er mit vibrierender Körperlichkeit.


Am 14. November 2019 schrieb Jan Redler:

Gellermann in Höchstform keiner kann es besser. Danke.


Am 14. November 2019 schrieb Ulrich Wünsch:

Lieber Uli Gellermann,

vielen Dank für die treffenden Formulierungen.
Ein echtes und wohltuendes Kontrastprogramm zum erbärmlichen, systemtreuen Gelaber der unter der Deckadresse Tagesschau agierenden Scheinjournalisten. Es wird immer schlimmer, was diese Leute den Zuschauern anbieten.

Schöne Grüße

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