Frieden und Freundschaft mit Russland

TV-Diskussion zum Buch von Matthias Platzeck,
Oskar Lafontaine, Daniela Dahn und vielen anderen

Autor: U. Gellermann
Datum: 24. Dezember 2018

Eine TV-Diskussion zum Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“
Ein Aufruf an alle von Matthias Platzeck, Peter Gauweiler, Antje Vollmer, Peter Brandt, Oskar Lafontaine, Daniela Dahn und vielen anderen

Moderation Ken Jebsen
Fernseh- und Radiomoderator
Topjournalist und Friedensaktivist
&
Friedrich Dieckmann
freier Schriftsteller in Berlin. PEN-Zentrum Deutschland.
Mitglied der Berliner Akademie der Künste.
&
Professor Herwig Roggemann
Leiter des interuniversitären Zentrums
für deutsches, kroatisches, europäisches Recht und Rechtsvergleichung
in Split und Berlin.
&
Uli Gellermann
Filmemacher und Journalist,
Verantwortlich für die Website RATIONALGALERIE

Link zum Video:

https://kenfm.de/zur-sache-russland/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 01. Januar 2019 schrieb Winfried Wolk:

Lieber Uli,

heute, am letzten Tag des Jahres, wehte es diese Diskussionsrunde auf meinen Bildschirm und ich habe mich gefreut, Dich und Friedrich Dieckmann, den ich seit 45 Jahren kenne, dort agieren und argumentieren zu sehen und zu hören. Prof. Roggemann kannte ich nicht. Mir hat seine sehr besonnene und präzise Art, die Dinge darzulegen, außerordentlich gut gefallen. Allem, was in der Runde gesagt wurde, kann ich nur zustimmen, nur glaube ich nicht, dass Deutschland auch nur die Spur einer Chance hätte, sich aus der Dominanz des großen Hegemons zu lösen. Der von Jebsen zitierte Brzezinski spricht in dem erwähnten Buch „Die einzige Weltmacht“ davon, dass „Westeuropa und zunehmend auch Mitteleuropa weitgehend ein amerikanisches Protektorat bleiben, dessen alliierte Staaten an Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern.“ (S.79) Diverse Netzwerke, insbesondere die NATO, bindet diese an den großen Hegemon. „Die NATO bietet nicht nur den institutionellen Rahmen für die Ausübung amerikanischen Einflusses auf europäische Angelegenheiten, sondern auch die Grundlage für die politisch entscheidende Militärpräsenz der USA in Westeuropa.“ (S.69)
Von daher wird wohl alles seinen unguten Gang gehen entsprechend der von den Councils (Atlantic-Council, Council of Foreign Relations usw.) seit langem ausgebrüteten Strategien, die über die Atlantic-Brücke sorgsam nach Mitteleuropa transportiert werden.


Am 27. Dezember 2018 schrieb Michael Kohle:

Zum Russland-Video wurde reichlich Lob gespendet. Dazu vermeldet wurde auch Entsetzen über die Opfer der transatlantischen Propagandamühlen, aber auch erschütterndes Hintergrundwissen zum Thema aufgeboten. Und gegen Ende kam sie, die ewig gleiche Frage: Was können wir tun? Die Aufforderung zur Tat! Selbst Gellermann bläst mal wieder in das gleiche Horn: „Mit Unseren müssen wir reden darüber, wie es um unser Land steht! Wer das tut, macht sich verdient um sein Land!“
Zufall? Unser aller hochgeschätzter Bundespräsident hat am „Heiligabend“ in seiner Fensterrede dazu aufgerufen, dass wir doch mal wieder unsere Meinung sagen, für unsere (?) Interessen streiten sollten. O-Ton vom Teleprompter: "Unsere Demokratie ist immer so stark, wie wir sie machen .... Wer sich engagiere, etwa in der Nachbarschaft, in Vereinen oder im Stadtrat trage zu dieser Stärke bei ...“ Mehr braucht es nicht, mehr sollte es auch nicht sein. Die herrschende Elite wird den Rest schon richten. Des Bundespräsidenten Aufforderung stimmt mich nachdenklich. Hatte er doch auch schon mal lichte Momente, als er sich doch tatsächlich mal wagte, vor völlig überflüssigem aber gefährlichem „Säbelrasseln“ zu warnen. Eine Eintagsfliege, zugegeben. Aber Steinmeier hat schon vor viel gewarnt (siehe hierzu http://www.altermannblog.de/steinmeier- warnt-2/).
Wage zu bezweifeln, dass Steinmeier aus seiner Bellevue-Blasenwarte heraus mit seinen aktuellen weihnachtlichen Auslassungen auch nur im Ansatz an friedenserhaltende, anti- transatlantische Aufklärung gedacht hat. Habe mir ernsthaft die Frage gestellt, wie ich dennoch seinem Aufruf folgen kann. Aber schon sein geäußerte Bitte „Aber bitte ohne Schaum vor dem Mund“ war richtungsweisend, mit spitzem Finger auf die Unbelehrbaren deutend. Den Schaum haben immer nur die jenseits des selbst ausgehobenen Grabens. Kann mich allerdings nicht erinnern, jemals welchen gehabt zu haben, Schaum! Mehr als ein knappes „Agehfott!“ , ein „Was willste denn jetzt damit ?“oder „Der schon wieder“ habe ich nie geerntet, wenn ich mit einem einzigen Reizwort Diskussion anstoßen wollte. Positive Weiterungen beim angesprochenen Volk konnte ich nur äußerst selten feststellen. Bei Zusammenrottungen der Familie und/oder Freunden insbesondere, andere Gelegenheiten haben Mitglieder der fortgeschrittenen Generation (wie auch im Video aufgeboten) sowieso nicht. War allerdings auch nur ein Mitglied der elitären Blase in Reichweite, dann setzte es umgehend die übliche Watsch’n. „Oh, ein Verschwörungstheoretiker“, hieß es dann prompt. Ersatzweise gab es auch hie und da eine freundliche Diagnose „Du hast ja ein krankes Hirn“. Wenn dann mal die Antisemitismusbeauftragten voll im Saft stehen werden, dürfte es allerdings gefährlich werden mit der freien Meinungsäußerung. Aus Spass und Tollerei wird die Herrschafts-Clique kaum eine Zentrale für Inquisition spendieren. Wo sind die Inquisitoren eigentlich haushaltstechnisch im Organigramm angesiedelt? Im RSHA 2.0?
Und trotzdem: Tipps für die Eröffnung von Diskussionen hat uns der Galerist über die „Feiertage“ - quasi als Festtagsmenü - genügend bereitgestellt: die „Russlandfrage“, den Holocaust nebst Antisemitismus vornehmlich. Obwohl auch noch gut zum Fest unterfüttert bzw. abgefedert mit der Weihnachtspredigt von Reverend Alberts (siehe Link in Kommentar zum Beitrag „Stille Nacht allerseits“) hätte ich also ins „Turnier“ einreiten können. Ich habe es gelassen, war besser so.
Wo doch die Jungen bis dreißig anderweitig beschäftigt waren an der Festtafel, mit Whatsapp, Selfies und anderem Nichtaufschiebbaren und die andere Hälfte keinesfalls gestört werden wollte mit etwas, von dem sie absolut nichts am Hut haben (wollen). Wer will sich schon die Laune verderben lassen, wo doch Frieden auf Erden angesagt ist. Und selbst wenn es möglich wäre, was hülfe es, was würde, was könnte es bringen? Nüscht, rein garnüscht!
Nun gut, ich bin ein Pessimist, ein Zweckpessimist noch dazu. Aber glaubt denn wirklich ein Mensch mit ein paar Körnern Grips, den Hütern der ganz großen Kriegskasse könnten die Nugettsäckchen unterm Hintern weggezogen werden, die Butter vom Brot genommen? Könnten daran gehindert werden, bei den wenigen verbleibenden und doch so verlockenden Restposten auf der Scheibe auch noch ihren claim abszustecken? Einfach mal kurz darüber sinnieren, was das alles bedeuten könnte, nur bedeuten kann. Der „exceptionalism“, die „full spectrum dominance“, verlautbart von denen die auch noch davon überzeugt sind, in Gottes eigenem Land ihr Basislager zu haben und somit auch mit des Hypothekengebers voller Unterstützung zu handeln. Spätere Generationen, falls es sie noch geben sollte, werden feststellen, dass ein gewisser Donald T. wohl die letzte Chance war, das ganze Elend zu überwinden. Selbstüberschätzung war schon immer der Anfang vom Ende. Um die Wertegemeinschaftler, die Transatlantiker hier im Reichsprotektorat tut es mir - ehrlich gesagt - absolut nicht leid. Die

Herrschaften, Geld-, Hirn- und Land-Adel, haben sich schon immer - über Jahrhunderte - auf jene Seite geschlagen, von der sie glaubten annehmen zu können, sie können ihren Reibach machen. Hat ja auch bisher immer wunderbar geklappt. Nur dieses Mal dürfte die Chose wahrscheinlich geringfügig anders abgehen. Dieses Mal werden sie der Sand sein, wenn sie es nicht schon sind, der vom Imperator unter die Räder geworfen wird, damit der Karren am Laufen gehalten werden kann. Prophet Orwell hat es schließlich angekündigt. Jetzt, da doch das Meiste seiner Prophezeihungen für 1984 längst umgesetzt werden konnte, bleibt schließlich nur noch die finale Voraussage, dass sich Europa auf die Seite seines ihm doch nahesstehenderen Kontinents schlägt. Und Ozeanien (Amerika und Britannien) plötzlich allein dastehen wird. Nichts ist unmöglich, der erste Schritt ist mit dem Brexit ja vollzogen. Und vor dieser Nachtmar haben die think-tanks und ihre Finanziers eine Heidenangst. Die ganzen Umsatzerwartungsverluste! Bevor das eintreten sollte, werden sie wohl lieber noch die ganze Kugel inkl. den five eyes ins Nirwana schießen. Doch, das traue ich Bigbrother zu!


Am 27. Dezember 2018 schrieb Pat Hall:

Habe mir dieses Meeting gestern Nacht angeschaut und es blieb & bleibt im Gedächtnis haften,Wunderbar die Konversation.
Vieln Dank auch an die Kommentatoren


Am 26. Dezember 2018 schrieb Ernst Blutig:

Guten Rutsch und so^^.

Das Gehämmere der deutschen Medien über Russland via Personalie Putin - die meines Erachtens völlig austauschbar ist - ist so penetrant und massiv (erst gestern leif wieder auf zdf.info eine "Doku" über den Russen aka Putin mit einem der übelsten Hetzer und Klitterer des Landes, Baberowski, als einer der Hauptexperten.
An Weihnachten, zur besten Sendezeit.

Dieses dauerhafte Draufhauen und Wiederholen der Medien auf "den Russen", und übrigens auch von sehr vielen in der Bevölkerung, ist derartig massiv infiltrierend, daß man sogar selbst schon beim Lesen der Überschrift "Frieden und Freundschaft" einen dumpfen Widerstand spürt, eine subtile unterschwellige Selbstkritik, ob mans nicht doch ein wenig blauäugig gut meint mit "dem Russen" und dem Frieden. Diesen eindeutig GEPRÄGTEN Effekt stelle ich immer wieder fest in Gepsrächen.


Am 26. Dezember 2018 schrieb Gert Flegelskamp:

Ich habe mir gerade das Video angeschaut. Ihnen, Herr Gellermann, möchte ich einen Artikel der Süddeutschen aus dem Jahr 2010 empfehlen: Ich weiß, dass Ihr Verhältnis zur Süddeutschen ein wenig gespannt ist, Sie sollten den Artikel dennoch lesen: https://www.sueddeutsche.de/politik/das-letzte-gefecht-die-bush-regierung-zieht-noch-einmal-gegen-russland-ins-feld-und-schiesst-auf-die-verbuendeten-1.385152
Ich habe am 14.04.2017 zur Krimfrage und dem Umsturz auf dem Maidan Stellung bezogen http://www.flegel-g.de/2017-04-14-wahrheit.html (und nicht nur da).
Der Artikel ist für mich der Beweis, dass die von der Presse immerwährende Behauptung, die Anrainer-Staaten Russlands hätten den Beitritt zur NATO selbst begehrt, auf sehr wackeligem Boden steht.
Auch die zum Thema deutsch-russische Vereinigung vorgebrachte negative Einschätzung der USA wird im zweiten Teil des Videos von Wesley Clark https://www.youtube.com/watch?v=cIAtMPt8UE4 in einer Rede von George Friedmann vor den Teilnehmern des Council-on-Foreign-Relations in Chicago eindeutig beschrieben.
Ich habe in verschiedenen Beiträgen auf diese beiden Links verwiesen, weil sie klarstellen, dass unsere "seriöse" Presse in ihren Berichten keineswegs so seriös ist, wie sie vorgibt.
Das Video und die vorgebrachten Wünsche der Teilnehmer haben meine volle Zustimmung.


Am 25. Dezember 2018 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

DAS ist der Stoff,
aus dem Freude bringende, nachhaltige,
nützliche "Weihnachtsgeschenke" bestehen sollten.
(Alles andere erscheint mir mehr und mehr
nur noch Bluff, bzw. ausschließlich
dem Kommerz zuträglich!)
Eine w a h r e W o h l t a t , Euch zuzuhören!
Vielen vielen Dank für den Link!


Am 24. Dezember 2018 schrieb Cornelia Staudacher:

Das war ein großartiges und sehr informatives Gespräch zwischen Dir und den zwei von mir geschätzten Gesprächspartnern, jenseits des Mainstreams und der
abgedroschenen Pfade. Das sollten viel mehr Menschen zu hören bekommen und würden es unterstreichen. Ich frage mich immer wieder, was in diesem Land los ist.
Es gibt sie doch, die richtig denkenden Menschen. Es war ein Labsal, Euch dreien zuzuhören.


Am 24. Dezember 2018 schrieb Alexandra Wegner:

Lieber Herr Gellermann,
Diese Diskussion-Runde ist eine Wohltat. Gute Diskutanten, ein kluger Moderator und ein sehr wichtiges Thema. Da könnten die Öffentlichen Anstalten was lernen. Wenn sie denn lernfähig wären.


Am 24. Dezember 2018 schrieb Meg Redinger:

Ein tolles Trio und ein guter Moderator! So kann man auch Weihnachten begehen. Friedliche Weihnachten, nie wieder Krieg!

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