Ein Lügner im SPD-Auftrag

Darfs ein bisschen Imperialismus mehr sein?

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. Januar 2019

Auf dem Weg abwärts in der Wählergunst ist man von der SPD soziale Demontage gewohnt. Seit ihr damaliger Verteidigungsminister Peter Struck unbedingt "Deutschlands Freiheit am Hindukusch" verteidigen wollte weiß man: Die SPD kann auch Krieg. Aber unverhohlenen, ungetarnten Imperialismus haben die Sozialdemokraten eher selten drauf. Aber weil die sterbende SPD auf keinen Fall auf diese schöne Facette des moralischen Abstiegs verzichten will, lässt sie jüngst ihren Haus-Atlantiker Christoph von Marschall in einer Zeitschrift ihrer Ebert-Stiftung, zum Kampf blasen: "Deutschland muss endlich anfangen, für die liberale Ordnung zu kämpfen." Nun kann man in Deutschland immer noch nicht offen zum Kampf aufrufen, ohne die Wirklichkeit zugunsten eines ordentlichen Feindbildes zu verzerren. Aber Christoph von Marschall – der sich was darauf einbildet, dass er in den Zeiten der Anschläge vom 11. September 2001 der einzige deutsche Zeitungskorrespondent mit Zugangspass zum Weißen Haus war – zerrt so lange und so kräftig an der Wirklichkeit bis sie zur Schimäre wird.

Feinde der Ordnung wie von Marschall sie versteht, sieht er viele: "Die Angriffe auf die regelbasierte Ordnung nehmen zu und werden härter. Sie kommen aus vielfältiger Richtung: aus Russland, China, vom Nato-Partner Türkei sowie aus den USA, die bisher als Hauptgarant der regelbasierten Ordnung aufgetreten waren." Natürlich mag der Stipendiat der ZEIT-Stiftung und des German Marshall Fund nicht sagen, wer denn die Regeln dieser Ordnung macht. Festgenagelt würde ihm sicher ein diffuser "Westen" einfallen. Eine Gegend ohne verbindliches Völkerrecht mit ungezügeltem Appetit auf andere Länder, Rohstoffe und eine durch nichts begründete Vormachtstellung. Aber das darf er nicht offen sagen wenn er sich nicht als besonders schlichter Prophet des Abendlandes enttarnen will. So bleibt er dunkel, verleumderisch und lügt zuweilen primitiver als üblich.

Zur Ukraine und der Krim fällt ihm ein: "Zum ersten Mal seit 1945 wurde eine Grenze in Europa gewaltsam verschoben". Von Jugoslawien will er nichts gehört haben. Von der historischen Wahrheit über die Sezession der Krim noch weniger. Der Lüge nähert er sich schnell, wenn er behauptet Moskau habe "seine Zusagen im Friedensprozess von Minsk nicht erfüllt". Bei ihm ist keine Rede davon, dass die Ukraine das Abkommen von Minsk faktisch nicht kennen will und statt dessen zündelt. Aber der Höhepunkt seiner Verdrehungen ist dieser Satz: „Der amerikanische Kolumnist Robert Kagan schreibt über die globale Entwicklung: The Jungle Grows Back. Die liberale Ordnung ist auf dem Rückzug. Die Dschungel-Gesetze kehren zurück, voran das Recht des Stärkeren.“ Als ob die US-Angriffe auf den Irak, Afghanistan oder Libyen nicht Dschungel pur gewesen wären. Und als ob Deutschland sich nicht zumindest in Afghanistan bis heute als braver Wasserträger verstehen würde. Da kann es nicht ausbleiben, dass von Marschall auch fälschlich behauptet, dass Syrien Giftgas eingesetzt habe.

Von Marschalls Programm wird überdeutlich wenn er diese Vision absondert: "Man stelle sich nur mal vor, jedes zehnte Handelsschiff mit deutschen Waren würde nicht mehr „just in time“ an seinem Bestimmungsort ankommen oder ganz verloren gehen. Dann ist es jedenfalls nicht die Bundesmarine, die die freie Fahrt durch den Suez- und den Panamakanal, den Persischen Golf und das Ostchinesische Meer garantiert." Ja, was hätte er denn gern? Konvois der Kriegsmarine, die sich den Weg durch die Wasserstraßen freischießen?

Man muss die Friedrich-Ebert-Stiftung ernst nehmen. Mehr als 600 Mitarbeiter und ein Etat von 176,6 Millionen Euro sind schon eine Propaganda-Macht, die unter den Tarnwörtern "Sozial" und "Demokratie" jede Menge gefährlichen Unsinn verbreiten kann. Auch und gern ein bisschen Imperialismus. Mehr als in der SPD sonst üblich ist.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. Januar 2019 schrieb Otto Bismark:

Vielleicht noch ein erhellender Blick auf derartige "Stiftungen", im Falle der FES, in Wahrheit ein Verein, mit folgendem link https://www.welt.de/politik/deutschland/article133107766/Das-Kartell-der-Staatspluenderer.html. Zwar schon etwas älter und sicher auch nicht mehr ganz aktuell, aber gebessert hat sich unter Garantie nichts! Und das alles mit unserem Geld!


Am 12. Januar 2019 schrieb Michael Kohle:

Ooch jöh, die arme Friedrich-Ebert-Stiftung und dann die Untoten aus dem Willy-Brandt-Haus noch dazu. Jetzt für den finalen Beschuss der Rationalartillerie freigegeben? Ausgerechnet auch noch mittels dieser Edelfeder Christoph von Marschall? Nein, wahrlich, dieser edle Freiherr aus jenem noch edleren Geschlecht mit dem - wie ich vermute - Nagetier im Wappen, das mindestens seit dem dreißigjährigen Krieg - wenn nicht doppelt so lang - immer kräftig mitgemeddelt hat für Ruhm und Ehre heiliger deutscher Nation, soll sich jetzt als "Haus-Atlantiker" gerieren? Würde mal eher behaupten wollen, dass die Verwendung des Artikels ein gepflanzter, ein eingeforderter devoter Bückling vor dem transatlantischen Gessler-Hut darstellt, aufgepflanzt mittig auf der Atlantik-Brücke. So was wie ein Extra-Sedativum für die Sozen, sie tunlichst auf ihrem Holzweg ins endgültige Verderben zielstrebig voranschreiten zu lassen. Und die Friedrich-Ebert-Stiftung, bleibt ihr denn viel Anderes übrig? Als einträchtig mit den Stiftungen von Konrad Adenauer, Heinrich Böll, Friedrich Naumann und demnächst wohl noch Desiderius Erasmus ums Propaganda-Carree zu jagen.


Am 09. Januar 2019 schrieb Ole Pederson:

Wie? Es bleibt unkommentiert/unwidersprochen, daß der SPD-"Haus-Atlantiker" den Robert Kagan einen "Kolumnisten" nennt?
Einen korrupteren Vertreter/Kollaborateur des US-imperialen Deep State ist kaum vorstellbar, dieser Kagan ist schließlich der Ehemann von "Fuck-the-EU" Victoria Nuland (sehr schöner Name übrigens!), die im Auftrag der USA die Ukraine zur US-Kolonie machen sollte. Sie war ja stolz darauf, fünf Milliarden $ für das Projekt verbraten zu haben.


Am 09. Januar 2019 schrieb Michael Weiß:

Als ich vor geraumer Zeit auf das IPG-Journal stieß, wurde dort regelmäßig schlimmste Nato-Propaganda zu Russland und zum Krieg in Syrien abgesondert. Diese war meist ähnlich abstoßend wie Marschalls Machwerk und wurde im Kommentarbereich ebenso regelmäßig zerpflückt.
Doch eines Tages wurde alles gut. Der Kommentarbereich wurde abgeschaltet. Seitdem können sich die Marschalls, die Mützenichs und wie sie alle heißen ungestört von der Wirklichkeit in ihrer Blase dem Wahn von der ersten gewaltsamen Grenzverschiebung seit '45 hingeben, zweifelsohne die dreisteste der zahlreichen Lügen.


Am 08. Januar 2019 schrieb Karola Schramm:

Und ich dachte schon, Sie lieber Uli Gellermann seien wie viele andere Zeitgenossen derzeit grippekrank. Dabei haben Sie nur tief Luft geholt um dann diesen hervorragenden, aufklärenden Artikel zu schreiben. Vielen Dank.

Von Marschall ist nicht der einzige, der nicht merkt, wie verbohrt und politisch engstirnig und einseitig er ist. Das sind seelisch-geistige Krüppel, die ihr Feindbild brauchen um sich selber zu stabilisieren. In die Politik gehören solche Menschen nicht - und doch tummeln sie sich in allen Parteien, reißen ihre Mäuler weit auf und rufen nach Gewalt und Krieg. Sie dürsten nach Blut.

Volker Elis Pilgrim hat diese Sorte Männer in seinem Buch: "Muttersöhne" außergewöhnlich einfühlsam analysiert und mit starker, deutlicher Sprache beschrieben. Man kann sein Buch auch als Warnung oder als hilfreiches Angebot zur Aufklärung an uns sehen.

Wer nach Gewalt, Krieg und Blutvergießen ruft und diese nach allen Regeln der Manipulation befördert, ist nie zufrieden und nicht zu bremsen. Er muss enttarnt werden als das, was er ist: Ein rücksichtsloser Kriegstreiber. Die Partei, der er angehört, darf so ein Verhalten nicht zulassen und wenn doch, darf sie nicht mehr gewählt werden. So können wir Wählerinnen und Wähler Einfluss auf die Politik nehmen.

Wobei ich hinzufüge, dass auch Frauen dazu gehören können und keinen Deut besser sind als diese "Muttersöhne" wenn sie sich mit diesen identifizieren. Die Gegenwart bietet Lehr-und Lernstoff genug, wenn ich an Merkel, v.d.Leyen und viele andere, die jetzt in der Politik verantwortlich tätig sind denke und die kriegstreiberische oder abwertende Reden zu anderen Ländern halten. Auch sie haben emotionale Löcher, die sie mit Gewalt und Krieg zukleistern wollen.


Am 08. Januar 2019 schrieb altes Fachbuch:

"Ein Lügner im SPD-Auftrag"
wieso nur EINER oder: ist der spd-auftrag nicht LÜGEN an sich??
lieber galerist;) ja, ein schimmel ist weiß!!!

herr schneider, ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn eine "politische heimat" den bach runtergeht;)
aber eine stiftung, die sich nach dem burgfrieden/sozialpartnerschaft-erfinder und konterrevolutionären schlächter ebert benennt als "hinsichtlich Qualität und Meinungsvielfalt weit über dem Niveau der offiziellen Verlautbarungen der Partei" agierend zu sehen - der macht mir angst vor der partei spd selbst!!!

120.000.000? der finanzierung entstammen bundes- oder länderzuwendungen. die ziele und ausrichtung der FES gleicht einem organ des brain washing und der einmischung in innere angelegenheiten anderer staaten!!
wieso ist Achille Mbembe kein mitglied der FES oder spd?? ohne stipendium der FES hat dieser mann mehr als manches spd-mitglied begriffen, dass dieser politische liberalismus firlefanz mit einer neuen ökonomischen kolonialen abhängigkeit einhergeht!!!
diesen erkenntnisprozess wünschte ich vielen ihrer parteifreunde;)


Am 08. Januar 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Textpassagen der Mail an den ....von und zu Marschall, Redaktion Tagesspiegel vom 3.12.2018 auf den Quark von Tante Will vom 2.12. 2018
Bislang ohne eine konkrete Antwort dieses Kriegshetzers.
Es ist unfassbar, was sie bei Anne Will in die Welt geplustert haben. Kriegshetze würde ich das nennen.
......Die grottenschlechte Bewertung, der unverkennbare Hass, insbesondere auf den Präsidenten Russlands, lässt sie wirklich "alt" aussehen.
Sie sollten sich schämen.
Es ist wieder gesellschaftsfähig , Russland als Feind zu sehen, man hat ja keinen anderen und den USA, dem größten Kriegsverbrecher aller Zeiten, kriecht man, in den....., na, Sie wissen schon.
-
Mich die Sendung zutiefst abgestoßen und wer so offen auf Eskalation geht, kann nur in den USA gelernt haben..........Paktieren mit Arabien , verkaufen für Milliarden an Waffen, wohlwissend, dass man sie auch gegen das eigene Volk einsetzen kann, stehen an der Seite derer, die die größte , humanitäre und menschliche Katastrophe im Jemen zu verantworten haben. Pfui Teufel, diese Kriegsverbrecher.
Ganz deutlich antworte ich ihnen mit dem großen Carl von Ossietzky, Herausgeber der Weltbühne, Antifaschist, Antimilitarist, Freund von Tucholsky und Erich Mühsam, mit der Häftlings Nr. 562 (Konzentrationslager Esterwegen), Friedensnobelpreisträger, gefoltert, erniedrigt, bespuckt, getreten von den Faschisten, an den Folgen 1938 in einem Berliner Krankenhaus gestorben. Die GESTAPO saß vor seiner Türe um den sterbenden Carl von Ossietzky zu bewachen, solch eine Angst hatte man vor denen, die sich das selbständige Denken und Hinterfragen nicht verbieten lassen, von nichts und niemandem.
Es gab ein anderes Deutschland und das ist gut so und es wird immer Menschen geben, die für den Frieden, für Demokratie und Menschenrechte eintreten werden und die gegen Kriegshetzer und Scharfmacher aufstehen, denn die Völker werden den Schmerz und das Leid, die Not und den Hunger erleiden müssen, wenn man den Herrschenden die Kastanien aus dem Feuer holen soll. ....."Ich wollte den Frieden" spricht Carl von Ossietzky kurz vor seinem Tod.
Die RATIONALGALERIE lege ich ihnen an ihr kaltes Herz, vielleicht kann es erwärmt werden, in Zeiten, wo es um einiges geht, vor allem aber um den Frieden und die Freundschaft mit den Völker in der Welt, mit allen Völkernn möchte ich betonen und dafür kann kein Weg zu weit sein.


Am 08. Januar 2019 schrieb Andreas Buntrock:

Wer sich ein relativ klares Bild von den antirussischen Gedankengängen des Kriegstreibers(!) Christoph von Marschall machen möchte, ist mit folgendem Link gut beraten.
Es zeigt den Haus-Atlantiker in seiner ganzen Borniertheit und geradezu boshaften Abneigung gegen alles was "nach russisch" aussieht, schmeckt und riecht!

Ein verachtenswerter Auftritt dieses Herren, der als WARNUNG für alle Leser des Tagesspiegels und dessen pseudojournalistischer Russland-"Berichterstattung" taugt.
https://daserste.ndr.de/annewill/videos/Eskalation-im-Ukraine-Konflikt-wie-umgehen-mit-Praesident-Putin,annewill5834.html

Christoph von Marschall...ein selbstgefälliger Meinungsmanipulator, der selbst Fox-News als seriöses Medienunternehmen erscheinen läßt.


Am 08. Januar 2019 schrieb Klaus-Peter Kostag:

Zur gut gemeinten Kritik dieses Herrn von Marschall fällt mir doch sofort der mitleidslose Professor Marshal McLuhan ein:
"Moralische Entrüstung ist eine Methode, Idioten Würde zu verleihen."


Am 08. Januar 2019 schrieb Kostas Kipuros:

Die Vergesslichkeit des "Ordnungsfanatikers" Christoph von Marschall ist noch größer, als von Uli Gellermann zurecht gegeißelt. Im Sommer 1974 besetzte die Türkei den Norden Zyperns, nachdem griechische Putschisten den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten. Sprich, zwei Nato-Mitgliedstaaten haben die Grenze eines souveränen Staates mit Gewalt verändern wollen bzw. tatsächlich verändert.
Im Herbst 1950 marschierte chinesisches Militär in Tibet ein, auch das eine faktisch gewaltsame Änderung einer Grenze.
Und der Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades, auf der Genfer Konferenz vom 21. Juli 1954 beschlossen, war ein mörderischer Krieg Frankreichs gegen die Unabhängigkeit Vietnams vorausgegangen.
Man mag zur Krimproblematik stehen, wie man will. Aber Russland gewaltsame Grenzveränderungen als Alleinstellungsmerkmal andichten zu wollen, ist pure politische Amnesie.


Am 08. Januar 2019 schrieb Reyes Carrillo:

Christoph Freiherr Marschall von Bieberstein, der jüngere geistige Bruder von Marieluise Beck gab am 2.12.18 bei Anne Will einen tiefen Einblick in die wahnhafte Unordnung seiner armen Seele. Da war ein hyperventilierendes, hektisch mit den Augenbrauen zuckendes Männchen zu sehen, dem offenbar ein ganz fieser Geist das Leben zur Hölle machte. Er heißt Putin. Der Geist. Es ging um die ukrainische, wohl mit Washington abgestimmte Provokation Russlands in der Straße von Kertsch. Sheriff, äh Marschall Christoph sah darin, fasst man sein Rülpsen zusammen, den Anlass erfüllt, den Bündnisfall auszurufen. Schließlich gehört die Ukraine zur NATO! Irgendwie halt, so gefühlt. Nur AKK, die da noch nicht Gekürte, konnte den Verzweifelten mit warmen, verständnisvollen Worten daran hindern, nicht gleich in der Sendung nach seinem Handy zu greifen und Donald T. und Jens S. anzurufen.

Wie widerlich ist das denn, diesen transatlantischen Drecksack in einer SPD-Postille kotzen zu lassen!

Danke für diesen Hinweis und erneuten Beweis, wie gefährlich und unzurechnungsfähig politisch Todgeweihte sind.


Am 08. Januar 2019 schrieb joe bildstein:

Diese "Stiftung" hat schon einiges tolles auf Papier gebracht.

"Neue Macht- Neue Verantwortung"
Die Grafik auf Seite 31 laesst mich immer wieder schaudern. Die Sprache spricht fuer sich.

Viele Soozen sind verdeckte Rechtskonservative die sich nicht trauen es offen zuzugeben oder die in der cDU keiner wollte

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/projekt_papiere/DeutAussenSicherhpol_SWP_GMF_2013.pdf




Am 07. Januar 2019 schrieb Heinz Schneider:

Die Kritik an der Ebert Stiftung und dem IPG - Journal teile ich nicht. Beide agieren hinsichtlich Qualität und Meinungsvielfalt weit über dem Niveau der offiziellen Verlautbarungen der Partei. Für die Stiftungen der Linken und Grünen gilt dies in gleicher Weise.
Für mich sind alle drei ein unverzichtbares Informationsmedium, und das ohne Bezahlschranke !

Christoph von Marschalls Artikel hat dagegen jede Kritik verdient, er ist ein schlechter Witz. Überschrieben hat er ihn "Wir verstehen die Welt nicht mehr". Hätte er "Ich verstehe die Welt nicht mehr" getitelt, wäre es zutreffend.

"Wenn es um Afrika geht, verlieren die Menschen den Verstand" ist Achille Mbembes Interview vom 21.10.2018 im Deutschlandfunk überschrieben. Hörenswerter Kontrast zu von Marshalls Stumpfsinn, von einem, der die Welt(ordnung) versteht. Nach Jahrhunderten ungebremster Ausbeutung sei es für Europa zu spät, sich abzuschotten. Es sei denn, es sei bereit, zu Mitteln zu greifen, die in letzter Konsequenz bis zum Genozid führen. Liberale Demokratien sind weltweit bedroht meint Mbembe, aber nicht von Populismus und rechtem Gedankengut,
sondern vom unregulierten Kapitalismus, der sich immer weiter ausbreitet. Hörenswert!!!


Demokratie kommt bei von Marschall nur einmal vor, als "Lebenslüge". Selbstverständlich dürfen "wir" unsere Seewege weltweit militärisch sichern, China aber nicht mal die Zufahrten zu seinen Häfen.

von Marschall ruft uns also auf, für die "gewohnte Ordnung" , die "liberale Ordnung" kämpfen. Damit meint er aber nur den Wirtschaftsliberalismus in seiner, wie Uli zu Recht schreibt, imperialistischen Fassung.

Dass wir den politische Liberalismus nur erhalten können, wenn wir uns vom Wirtschaftsliberalismus trennen, hat von Marshall nicht erkannt. Achille Mbembe schon.


Am 07. Januar 2019 schrieb Lutz Jahoda:

WER SICH IN DER GESCHICHTE
AUSKENNT, DEM WIRD BEIM NAMEN
FRIEDRICH EBERT
ZWANGSLÄUFIG GUSTAV NOSKE
EINFALLEN.
DEUTSCHLAND RÜCKFALLGEFÄHRDET?
SCHON MIT KONRAD ADENAUER
WAR BONN AUF JENEM WEG,
DER UNS HEUTE STOLPERN LÄSST.

EMPFEHLUNG
Egal wie gedeutet, egal wie getrimmt,
Auch auf Hochglanz poliert, wird es nicht besser:
Das Russophobie-Klavier bleibt verstimmt.
Es wär nur noch auszuprobiern, ob es schwimmt;
Doch denkt an die Umwelt: Schont die Gewässer!

Entkernt und zerlegt es, packt es in Fässer,
So sicher, als wär es Plutonium.
Wer läuft schon gern ins offene Messer.
Kriege sind grausame Menschenfresser.
Leute, wählt klug: Ihr bringt euch sonst um!


Am 07. Januar 2019 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

Ein journalistisches Glanzstück!
Die Friedensbewegung dankt Ihnen.
es ist immer wieder unglaublich, wieviele Politiker (MdBs) sich über das Völkerrecht hinwegsetzen. Und es ist nicht zu akzeptieren, dass Journalisten das internationale Recht ignorieren und nicht zur Grundlage ihrer Analysen machen. In der Ausbildung zum Journalisten wird es sicher auch -wenn überhaupt behandelt- juristisch, politisch derart verzerrt, dass beispielsweise gerne H. Münkler zur Choriphäe erhoben wird. Wir (aus der Friedensbewegung) orientieren uns u.a. an Gregor Schirmer und Norman Paech...
Ihr fantastischer Artikel gehörte allen MdBs der SPD und der Friedrich-Ebert-Stiftung von mehreren Seiten zugeschickt! Setze mich dran...


Am 07. Januar 2019 schrieb Ulrich Erich:

Die Fußballvereine sollen sich an den Kosten für die Polizeieinsätze beteiligen. Wann beteiligt sich die Deutsche Wirtschaft an den Kosten der Bundeswehr für den Einsatz am Horn von Afrika und anderswo? Sind es doch ihre Ureigenen Interessen die da geschützt werden.


Am 07. Januar 2019 schrieb Hanne Merker:

Ein echter Fund! Welche Friedrich-Ebert-Publikation ist es denn?

Antwort von U. Gellermann:

Die Online Zeitschrift ipg-journal. Sie wird erstellt vom Referat Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung.


Am 07. Januar 2019 schrieb Bernhard Thiesing:

Gustav-Noske-Stiftung heißt das, nicht Friedrich-Ebert-Stiftung. Und Deutsche Marine, nicht Bundesmarine.

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