Der Lachsack: Neu bei der Macht-Um-Acht

Tagesschau ist nicht zum Lachen, Gellermann setzt Sack ein

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. Mai 2019

In ihrem regelmäßigen Rückblick schaut die „Tagesschau“ diesmal auf den Bomben-Angriff der NATO gegen die Republik Jugoslawien und das Völkerrecht zurück. Tatsächlich wagt sie sogar, sich selbst mit einer fatalen Äußerung des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder zu zitieren: Die Doppelstrategie von Bomben und Verhandeln zeige in Belgrad Wirkung. Kein Wort davon, dass der öffentlich-rechtliche Sender damals alle Lügen der Bundesregierung als Wahrheit verkauft hat. Vom erfundenen „Hufeisenplan“ des Verteidigungsministers Rudolf Scharping zur Vertreibung der Kosovo-Albaner bis zum widerlichen, verlogenen Vergleich des Außenministers Fischer der jugoslawischen Konflikte mit dem Massenmord in Auschwitz, um den Angriff der NATO zu legitimieren. Von der „Tagesschau“ kein Wort der nachträglichen Entschuldigung, keine späte Korrektur. Die Redaktion gibt alles einfach noch mal wieder: eins-zu-eins. Sie setzt ihre Kriegspropaganda eisern fort.

Auch am Vorabend eines möglichen Krieges mit dem Iran, der Erweiterung der völkerrechtswidrigen USA-Sanktionen durch einen Flugzeugträger und Bomberstaffeln, liefert die Hamburger Redaktion erneut Propaganda statt Information: Der Iran sei ein Unruhestifter, der Iran wolle seinen Einflussbereich ausdehnen, darf Volker Schwenck vom ARD-Hauptstadtstudio ohne jeden Beweis behaupten. Wie damals in Vorbereitung des Jugoslawienkrieges werden mal eben Verdächtigungen gestreut. Irgendwas wird schon hängenbleiben. Und wenn es dann zum Krieg kommen sollte: Die Redaktion der ARD wird ihre schmutzigen Nachrichtenhände in Unschuld waschen. Denn die Redakteure ziehen ja nicht selbst in den Krieg.

Irgendwas wird schon hängen bleiben: "Erneut Giftgas-Angriff in Syrien?" Trompetet die Tagesschau-Redaktion. Das Fragezeichen dient nur der Absicherung, denn natürlich gibt es keinen Beleg für die Verdächtigung. Selbst die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" – sonst immer gern Kronzeuge der ARD – hat nach eigenen Angaben keinerlei Hinweise auf einen neuen Chemiewaffen-Angriff der Regierungstruppen. Und trotzdem wird die Fake-Nachricht weiter verdichtet: "US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht". Na, dann wird wohl was dran sein, wenn der wichtige Mann droht und auch von Chemiewaffen redet. So macht man zwar keine echten Nachrichten, aber immer und immer wieder gern Propaganda.

Propaganda statt journalistischer Sach-Information auch zum 70- Geburtstag des Grundgesetzes. Ein sogenannter Faktenfinder erklärt, wie es zum Grundgesetz kam: "Mai 1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland in Schutt und Asche." Dass Schutt und Asche nicht plötzlich vom Himmel gefallen sind, dass es vorher eine faschistische Diktatur gab, dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes das GG als Alternative zum Nazi-Regime entwarfen, davon kein Wort. So drückt man sich bequem um Inhalte herum und kann dann schnell zum Bundespräsidenten huschen, der auch keine Inhalte verbreitet, sondern lieber irgendwie gute Laune verströmt.

Schon häufig haben sich die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT-Redaktion eine komplette Alternative zur Tagesschau gewünscht. Zum Thema Grundgesetz liefert die MACHT-UM-ACHT diesmal eine eigene, hausgemachte Sendung. Gellermann, der Moderator der alternativen Nachrichtenproduktion, setzt als neuen Mitarbeiter der Redaktion einen Lachsack ein.

Aber sehen Sie selbst:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-27/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 30. Mai 2019 schrieb Michael Kohle:

Nachdem neulich ein MMM-Video von Ken vom Youtube-Inquisitionsbannstrahl getroffen wurde, erscheint es mir doch angebracht auf dieses Video zu verweisen
https://www.youtube.com/watch?v=o4sCj8t5tm4
Mit dem kann der neue Mitarbeiter der MuA bereits direkt bei der Inaugenscheinnahme der Sendung zum Einsatz kommen.


Am 30. Mai 2019 schrieb Lutz Jahoda:

EMPFEHLUNG

Um "Tagesschau" hilfreich umzugestalten,
wäre sinnvoll, am Lachsack festzuhalten.

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