Der Golineh-Lügen-Automat

Die Tagesschau: Kaum Nachrichten, viel Meinung

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. November 2015

Schon wieder müssen die ARD-Experten Bräutigam und Klinkhammer ihres Amtes walten: Dem Staatsfunk erklären was er darf und was nicht. Das ist eine mühselige Arbeit, um die niemand die beiden beneidet. Denn in der ARD hat man eine ideologische Harthörigkeit entwickelt, die mit Journalismus wenig zu tun hat. Vor allem der antirussische Reflex, aus dem Kalten Krieg übrig geblieben, scheint nicht heilbar. Insbesondere die Frontkämpferin dieser Ideologie, Frau Golineh Atai, ist unbelehrbar, wie das folgende Beispiel belegt. Wir wünschen den Experten trotzdem viel Erfolg bei der Bewältigung ihrer schweren Aufgabe.

Programmbeschwerde: Attentat auf russisches Flugzeug
 
Golineh Atai, ARD Moskau, zu den neuen Erkenntnissen zum Flugzeugabsturz
tagesschau24 14:30 Uhr, 17.11.2015
 
Sehr geehrter Herr Marmor,
 
ein weiteres Mal müssen wir Sie darauf hinweisen, dass es für die journalistische Arbeit im NDR Normen im Rundfunkstaatsvertrag gibt, die aber in einem Programmangebot gesprengt wurden. 
Verantwortlich dafür ist die ARD-Korrespondentin Golineh Atai, die nicht davor zurückschreckt, mit den abwegigsten Konstrukten den Mord an über 200 russischen Terroropfern zu missbrauchen, um Präsident Putin weiter zu dämonisieren.
 
Hier der unsere Programmbeschwerde veranlassende Textauszug: 
 
Golineh Atai: “Ja, eine gute Frage, denn der Kreml hatte ja zuvor kritisiert, ähm, als es Hinweise gab aus den USA und aus Großbritannien, dass es da einen Zusammenhang gibt zwischen der russischen Syrienpolitik und dem Anschlag und daran hatten sich die weisungsgebundenen Staatsmedien auch gehalten und äh noch gestern auf dem G20-Gipfel, da hatte Vladimir Putin davon gesprochen, dass alle Versionen möglich sind, dass die Ermittlungen noch weiter laufen und gestern Nacht – plötzlich – hier in Moskau bei der Sitzung mit dem Sicherheitsrat, herrschte dann plötzlich Gewissheit.
 
Was auffällt, wenn man sich die Bilder anschaut und die Aussagen, sie wirken doch sehr sorgfältig inszeniert und so glauben denn auch einige Beobachter, dass dieses Timing kein Zufall ist, dass diese Nachricht äh erst jetzt nach den Pariser Terroranschlägen und nach dem G20-Gipfel herauskommt ähm denn äh hätte vorher Russland das gemacht, dann hätte es vor der eigenen Bevölkerung äh hätte sich denn sozusagen die Imagekatastrophe verifiziert.
So kann man sagen, Frankreich und Russland, wir sitzen beide im gleichen Boot im gemeinsamen Boot und wir haben die gleichen Feinde und deswegen müssen wir auch international zu einer gemeinsamen Politik übergehen. Vladimir Putin äh sprach gestern Nacht sogar von den gleichen Werten, die die internationale Gemeinschaft teilt und damit überdeckt und übermalt der Kreml natürlich auch, dass bei aller Gemeinsamkeit die Ziele in Syrien doch sehr unterschiedlicher Natur sind.” 
 
Frau Golineh Atai  wirft dem russischen Präsidenten damit beweis- und argumentationslos vor, er sei nicht bereits in dem Moment, als die westlichen Geheimdienste ein Attentat vermuteten, an die Öffentlichkeit gegangen und habe den Absturz des russischen Flugzeugs überm Sinai als IS-Anschlag benannt, sondern aus reinem politischem Kalkül und nicht, weil er erst das Vorliegen des Untersuchungsberichtes am 17.11.15 habe abwarten wollen. Frau Atai berichtet hier nichts, sondern verbläst wilde selbstgestrickte und dem russischen Präsidenten übergeworfene Spekulationen. 
 
Dass Absturzsuntersuchungen zeitaufwändig sind, hat der Abschuss der MH-17-Boeing über der Ukraine gezeigt. Die dauert bereits länger als ein Jahr und hat außer einem äußerst fragwürdigen Zwischenbericht noch kein erwähnenswertes Ergebnis gebracht.
Aber der Zeitaufwand in Vergleichsfällen - wie hier -  ficht Frau Golineh Atai bei ihrer Kaffeesatz-Leserei nicht an; in den Niederlanden sind es ihrer offenkundigen Ansicht nach die "Guten", die den Absturz untersuchen. Im Unterschied dazu wähnt sich Frau Atai berechtigt, zu behaupten, die "weisungsgebundenen Staatsmedien" in Russland hätten das (bis dahin noch nicht vorliegende) Untersuchungsergebnis in Wirklichkeit nur verschwiegen und hätten ein verdächtige Spiel Putins mitbetrieben: als Tatsachenpräsentation unhaltbar. 
 
Frau Golineh Atai lügt das Fernsehpublikum dreist an, als sie behauptet, Putin habe am 16.11.erwähnt, dass "alle Versionen eines Absturzes möglich seien". Richtig ist vielmehr, dass er bei einem Treffen mit Italiens Regierungschef am 16.11.15 gesagt hat, dass die "Materialuntersuchungen sich im Abschlusstadium befänden". Das ist etwas gänzlich anderes. 
Zur Kategorie Märchen-Journalismus gehört auch die Bemerkung, am 17.11. habe "plötzlich" Gewissheit über die Absturzursache geherrscht. Frech unterschlägt die "Journalisten-Preisträgerin", dass US-Techniker an der Absturz-Untersuchung mitgewirkt und Einfluss auf den Zeitpunkt der Ergebnis-Veröffentlichung hatten. Erfahrungsgemäß ist die Teilnahme politisch gegnerischer Experten eine Garantie für korrekte Ermittlungen; bei etwaigen Unregelmäßigkeiten hätten US- Amerikaner ebenso wie Russen und Ägypter Alarm geschlagen. 
 
Frau Golineh Atai behauptet weiter, ohne dafür auch nur einen einzigen objektivierbaren Anhaltspunkt zu nennen, dass die Bilder und Aussagen der russischen Behörden zur Absturzursache, sehr "sorgfältig inszeniert wirkten". Anstelle von Faktischem und Überprüfbarem erfindet sie einfach ominöse "Beobachter“, die „glauben", dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung "kein Zufall" war. Dem (bösen) Putin sei es nur darum gegangen, eine „Image-Katastrophe“ gegenüber der eigenen Bevölkerung zu vermeiden. Ein, mit Verlaub, geradezu hirnrissiges Konstrukt, das nur einem Zweck dient  den russischen Präsidenten in ein schiefes Licht zu rücken. Als ob der irgend ein Problem damit gehabt haben könnte, der Bevölkerung seines Landes mitzuteilen, dass auf ein russisches Zivilflugzeug ein verbrecherischer Anschlag verübt worden war.
Einen solch erbärmlichen Stuss können nur Wirrköpfe und abstruse Verschwörungstheoretiker verkünden.
Frau Atai ist jedoch in ihrer vollen Fahrt nicht mehr aufzuhalten: Der russischen Präsident, so insinuiert sie, maße sich "sogar" an, von gleichen Werten zu reden, die auch der „Westen“ pflege (lächerliches  Muster: pöse pöse Russen, Putin voran, klauen uns unsere Werte). 
 
Der gesamte Text ist ein Konstrukt aus Vermutungen, Verdächtigungen, Beleidigendem und Infamien. Verifizierbares, Nachvollziehbares, Faktengestütztes ist nicht erkennbar. 
 
Mit diesem Atai-Beitrag ist ein weiterer publizistischer Tiefpunkt erreicht. Die hier gebotene Fehlleistung anstelle einer "Berichterstattung" ist typisch für Journalisten, die nicht begreifen, dass sie für die Übermittlung von sachlichen Informationen bezahlt werden und nicht für die Weitergabe ihrer skurrilen Meinungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angestellt sind. 
 
Wegen der ausschließlich subjektiven Ausschweifungen ist der Beitrag allenfalls als (schlechter) Kommentar zu betrachten. Da Frau Atai ihn aber nicht – wie im Rundfunkstaatsvertrag vorgesehen – als Kommentar gekennzeichnet hat bzw. die Redaktion ARD-aktuell ihn nicht als solchen auswies, liegt ein Programmverstoß vor. (Richtlinien, § 11e RSTV i.d.F. v. 17.9.13): 
 
"Kommentare sind von der Berichterstattung deutlich zu trennen und unter Nennung des Verfassers als solche zu kennzeichnen." 
 
Will man die subjektiven Ergüsse dagegen als Bericht ansehen, dann liegt ebenfalls ein Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag vor: 
 
"Alle Beiträge haben den Grundsätzen journalistischer Sorgfalt und Fairness und in ihrer Gesamtheit der Vielfalt der Meinungen zu entsprechen. Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten journalistischen Grundsätzen, auch beim Einsatz virtueller Elemente, zu entsprechen. Sie müssen unabhängig und sachlich sein."
 
In Frau Atais Ausführungen findet sich von der Einhaltung dieser Verpflichtungen keine Spur. 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
F. Klinkhammer + V. Bräutigam


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 25. November 2015 schrieb W. Kadner:

Ihre Programmbeschwerden gegen ARD und ZDF sind wirklich sehr interessant, zureffend und gut begründet. Diese finden im Prinzip durchaus meine Zustimmung. Aber wo findet man die Antwort der Medien dazu? Gibt es da keine oder stellen Sie die nur auf Ihrer HP nicht ins Netz?

Antwort von U. Gellermann:

Die Beschwerden wurden bisher nicht oder nur so fadenscheinig beantwortet, dass es den Strom nicht wert ist, sie zu lesen.


Am 24. November 2015 schrieb Lutz Jahoda:

"Der Tabak ist gut", sagte der montenegrische Bauer; "doch wo kommt der Dreck her?"
So wird es weiterhin Ärger geben in Europa. Regierungen werden wechseln, die Finanzlenker werden bleiben., und es wird unvermindert das Gegenteil von dem geschehen, was eigentlich Traumtänzer sich mit dem Zusammenschluss Europas erwünscht hatten. Nicht schlüssig durchdacht das Ganze und dennoch voll erwünscht von der "Bank Gottes", vorangetrieben vom Atomhammer NATO, weshalb der folgende Satz noch immer volle Gültigkeit hat: Ohne guten Anfang, kein gutes Ende. Europa geht weiter schmutzigen Zeiten entgegen.


Am 24. November 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

WES BROT ICH ESS - DES LIED ICH SING -
Golineh Atai ist eitel. Schließlich wurde sie ja vor etlicher Zeit zur Journalistenpreisträgerin gemacht. Wohl aus diesem Grund ist sie gänzlich frei
von Skrupeln - Skrupeln wegen ihrer gravierenden Einseitigkeit, Wahrheitsverdrehungen und dem permanentem Mangel an Objektivität.

Ihr journalistisches "Gewissen" scheint abgestumpft, ja unrettbar verloren.
Für Leute ihres Schlages ist diese Art der Berichterstattung völlig ok und kein Anlaß, diesen vorgegebenen bequemeren Weg - im Sinne des ÖR, ihres Brötchengebers
zu berichten - einmal gründlich zu überdenken.
Erscheint Golineh Atai auf dem Bildschirm, wechsle ich augenblicklich den Kanal,
denn verarschen kann ich mich selber.


Am 24. November 2015 schrieb Flash Flash:

Einmal abgesehen davon, daß derartige Beschwerden sowieso meist im Papierkorb landen:

Derart abwegig war Frau Atais Statement auch wieder nicht.
Natürlich sind in Russland die staatlichen Medien (wie z.B. auch hierzulande) weitgehend weisungsgebunden.
Desweiteren war offensichtlich, daß der Kreml den Anschlag auf das russische Passagierflugzeug nicht an die "große Glocke" hängen wollte, da dieser die Verwundbarkeit Russlands zeigt.

Und was erwarten eigentlich Leute von den staatlichen Medien?
Natürlich berichten diese parteiisch, was denn sonst.
(Wie übrigens überall auf der Welt, auch in Russland, China usw.)


Am 23. November 2015 schrieb Manfred Caesar:

Sehr geehrte Herren Bräutigam und Klinkhammer ,
Ihre Bemühungen gegenüber der Außenstelle ÖR des Wahrheitsministeriums sind zwar lobenswert aber leider hoffnungslos viel zu spät.Wir sind im Jahre 31 n.Orwell.Die Machtstrukturen der NWO sind bereits so gefestigt ,daß ein Anrennen mit demokratischen Mitteln -wie Sie selbst darlegen- aussichtslos ist.Die Gesetze sind von unseren Volkszertretern der SED 2.0 beschlossen worden.Mit Sicherheit im vollen Bewußtsein der Tragweite,das heißt vorsätzlich.Aber wo kein Richter da kein Kläger. Sie können die AfD auf ihre Fähigkeit die Demokratie wieder herzustellen- und damit auf ihre Eignung als echte Alternative - testen: Legen Sie der AfD Ihre Eingaben mit der Bitte um Stellungnahme vor.

Antwort von U. Gellermann:

Die AfD muss man nicht testen: Sie ist rassistisch.


Am 23. November 2015 schrieb Gideon Rugai:

Eigentlich hatte sich Orwell nur in einer Annahme geirrt : Nämlich, dass das (westliche)Humankapital sich in einem quasi autoritär-stalinistischen und pseudo-kollektivistischen Klima von Repression, Denunziation, Propaganda, Gedanken-Kontrolle, Folter und totaler materieller wie individueller Verödung den Wünschen des Großen Bruders fügen würde. Doch siehe : Die kunterbunten Glasperlen vom Grabbeltisch befreiter Weltmärkte in Form von lebenslänglicher Routine via Smartfon, TV, eigenem Auto, Festanstellung und vier Wochen freizeitlicher Befreiung von der Last des Alltags im Jahr, reichen völlig aus um dümmlich-zufrieden dreinschauenden Konsumenten eine Simulation individueller Freiheit vorzugau(c)keln und sich auch noch dran festzukrallen "wenns mal wieder länger dauert". Sofern der süße Snickers zwecks Kompensation rasch zur Hand ist : Eben wie der sprichwörtlich Ertrinkende am zynisch dargereichten Strohhalm sich erwärmen darf.
Ansonsten zeigt die Causa Altai doch deutlich wie effizient und ignorant die Institutionen für "Wahrheit", " Information" oder gar "Liebe" mittlerweile arbeiten und "Geschichte(n)" im Stundentakt bedarfsweise um- oder neu schreiben (können) - selbst bei gröbsten handwerklichen Fehlern ! Yeah !
Toll !


Am 23. November 2015 schrieb Hans Rebell-Ion:

LÜGE --> MEINEID --> MEDIEN!
"Feste Jungs macht nur weiter so ... !"


Am 23. November 2015 schrieb Lutz Jahoda:

DIES IST EIN KOMMENTAR
UND KEINE NACHRICHT

Sie kann es nicht lassen, drum bleibt sie dabei.
Das hat inzwischen auch Gniffke begriffen:
Der Tagesschau-Chef konstatiert verkniffen:
"Es hat sich halt so eingeschliffen
bei unserer Frau Golineh Atai."

Wäre sie nur russophob euphorisch,
könnte ich Frau Atai noch ertragen.
Doch derart desinformierend notorisch,
liegt sie mir bösartig schwer im Magen.


Am 23. November 2015 schrieb Anke Zimmermann:

Danke für die ständigen Programmbeschwerden. Ich gebe Ihnen gerne meine Anschrift und meine Unterschrift, viele meiner Freunde und Bekannten auch. Vielleicht würde es mehr Eindruck machen, wenn eine Programmbeschwerde von hunderten, tausenden GEZ Zahlern unterschrieben wird?

Ich schaffe es nur noch selten Nachrichten bis zum Wetter durchzuhalten, das verordnete Weltbild aus dem Ministerium für Wahrheit will so gar nicht zu mir passen. Mittlerweile weiß, das es nicht an mir liegt. Dafür Danke an die Medien der Gegenöffentlichkeit, wir sind nicht verrückt.

Ich schreibe jetzt ernste Briefe an Abgeordnete aller Parteien, es geht um meine Wahlentscheidung, wie sie es halten mit der Unabhängigkeit der ÖR und der Demokratie?
Wäre schön wenn mich andere darin unterstützen, wir könnten die Antworten veröffentlichen.


Am 23. November 2015 schrieb Michael Kohle:

Die Darstellung der rechtlichen Situation von Herrn Bräutigam ist mehr als erschreckend, die Lage ist geradezu bedrückend. Und das alles auf dem Boden einer angeblichen "Freiheitlich demokratischen Grundordnung", auf einem nur noch in rudimentären Spuren vorhandenen Grundgesetz. Es widert einem an, dieses Konstrukt an mafiöser Zwangsgeldabpressung mit integrierter Kopfwäsche. Unrechtsstaat, nichts anderes. Und dieses Mal für alle klar ersichtlich.

Und die werte Frau Atai? Traue ihr ja viel zu, kann jedoch nur davon ausgehen, dass sie solcherlei "Hasspredigten" sich wohl kaum nächtens - aus Mangel anderer Betätigungen - auszudenken vermag. Nein, das ist alles gut vorbereitetes "Skript", das es nur vorzulesen gilt. Ich meine also: nicht schuldig! Reif für die Klappse!


Am 23. November 2015 schrieb euroliner X:

Es ist den Herren Klinkhammer und Bräutigam sehr zu danken für ihre mühsame und wohl sehr frustrierende Arbeit. Hineinzunehmen in das Spektrum der fundamentaleren Kritik am ÖR Rundfunk sind (des Überblicks wegen) aber auch Maren Müllers „Publikumskonferenz" und besonders der Blog "Die Propagandaschau", die täglich den Verfall journalistischer Ethik der ÖR Medien anhand der Verstöße gegen die Rundfunk-Staatsverträge dokumentiert. So hatte sie auch am 18.11. ausführlich über das hier zur Sprache kommende Propaganda-Stück Atais berichtet:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/18/ard-schmierenjournalistin-atai-konstruiert-verschwoerungstheorie-auf-kosten-der-terror-opfer-vom-sinai/


Am 23. November 2015 schrieb Eckhardt Herrnberger:

Eigentlich bleibt nur noch Wut. Das deutsche Staatsfernsehen und der deutsche Staatsfunk sind einseitig und unausgewogen. Fast in jeder Nachrichtensendung findet man solche Beispiele. Die "Propagandaschau" hat gerade im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen - nein mit den Aktivitäten der "Aktivisten" - auf die Stromversorgung der Krim, die journalistische Nichtleistung von Atai und Krause angeprangert (https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/22/ard-tagesschau-golineh-atais-neueste-luegengeschichten-aus-russland/#more-17316). Wenn es nicht solche Plattformen für eine Gegenöffentlichkeit wie die Rationalgallerie oder die Nachdenseiten gäbe, man könnte verzweifeln.


Am 23. November 2015 schrieb Volker Bräutigam:

@ Hella-Maria Schier

Auf dutzende von Beschwerden haben die Autoren ausschließlich abweisende ignorante Antworten von Intendant Marmor und Chefredakteur Gniffke bekommen, vom NDR-Rundfunkrat sogar Zurückweisungen ohne jede Begründung. Nicht einer einzigen Beschwerde wurde auch nur teilweise stattgegeben. Berufungsmöglichkeiten gibt es nicht, der Weg über die Verwaltungsgerichtsbarkeit ist ausgeschlossen: „Der Beschwerdeführer hat derzeit keine realistischen Chancen, einen Sender zu einer fehlerfreien Berichterstattung zu zwingen, insbesondere nicht mittels einer verwaltungsgerichtlichen Klage. Abgesehen von sonstigen Voraussetzungen kann eine Klage vor dem VG prinzipiell nur dann erfolgreich sein, wenn der Kläger geltend machen kann, dass er in seinen eigenen subjektiven Rechten verletzt ist (§ 42 Abs. 2 VwGO). Es genügt also nicht, dass ein Verwaltungsakt objektiv rechtswidrig ist. Weitere zwingende Voraussetzung wäre, dass der Kläger hierdurch in Rechten verletzt wird, die der Gesetzgeber ausdrücklich ihm, dem Zuhörer, eingeräumt hat. Das sieht die geltende Rechtsordnung jedoch nicht vor. In anderen Worten: Der Zuhörer hat rechtsdogmatisch nur ein Interesse, aber kein einklagbares Recht auf fehlerfreie Berichterstattung der Tagesschau. Zum Ausgleich dafür darf er aber die Rundfunkgebühren bezahlen. …“ (Peter Vonnahme, Richter am Bayr. Verwaltungsgerichtshof i.R., in: Volker Bräutigam, „Fiese Finten der ARD (II)“, Ossietzky, Heft 2/2015, S.59, Hannover-Berlin)


Am 23. November 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Gibt es eigentlich irgendeine Reaktion der ARD auf solche Beschwerden und wird Frau Atai zurechtgewiesen?

Antwort von U. Gellermann:

Antworten der ARD bekommen die Autoren erst spät. Zumeist sind sie ignorant.

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