Daniela Dahn und die feindliche Übernahme der DDR

Was hat der Sieger in den letzten 30 Jahren
mit seinem Triumph angefangen?

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. September 2019
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Buchtitel: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute
Verlag: Rowohlt

Daniela Dahn war dabei, als in der DDR alles möglich schien, als für ein paar Monate die alte Macht nicht mehr konnte und die da unten nicht mehr wollten. Der Nachbar im Westen, zumindest seine bestimmenden Kräfte, wusste immer, was er wollte: Die DDR schlucken. Auch deshalb muss die Schriftstellerin heute feststellen: "Ich wollte immer in einer Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus". Dahn war eine von denen, die in den Jahren 1989/90 versuchten, eine andere, eine bessere DDR zu erreichen. Wenn sie heute auf den kurzen, historischen Moment des "Wir sind das Volk" zurückblickt, analysiert sie kühl: "Die Einheit war eine feindliche Übernahme auf Wunsch der Übernommenen. Für die Sieger war das schönste an der friedlichen Revolution, dass sie nichts revolutionierte. Das Neue bestand darin, den alten Spielregeln beizutreten." Und auch darin, dass "95 Prozent des volkseigenen Wirtschaftsvermögens in westliche Hände übergingen. Damit war über den Grad der Abhängigkeit der Neubundesbürger entschieden."

Es ist nicht Wehmut, die Daniela Dahn treibt, wenn sie zurückblickt, es ist Wut. Es ist die Wut darüber, dass "Die Zahl der bundesdeutschen Millionäre sich verdoppelte auf über eine Million, während im Osten mit der ersehnten D-Mark die Zahl der Arbeitslosen von null auf vier Millionen stieg." Die Wut über den nahezu kompletten Austausch der Eliten und die Folgen bis heute: "Von 35 Ministern und Staatssekretären der Bundesregierung kommen gerade einmal zwei aus dem Osten. Nur zwei sind es auch unter den 140 deutschen Botschaftern. Und die Tendenz der Teilhabe ist weiter fallend. Auch in Ostdeutschland selbst sind immer noch 80 Prozent der Führungspositionen von Westlern besetzt." Und sie notiert eine wesentliche Folge dieser Entmachtung der DDR-Bevölkerung: "Die Quittung für soziale Kälte und politisches Versagen ist die AfD." Sie erinnert unter der Überschrift "Stasi forever?" an die Sense, mit der jede Menge Köpfe auf dem Gebiet der DDR abgeschnitten wurden: "Als am 3. Oktober 1990 noch allerorten die Vereinigungsglocken läuteten, nahm die erste und größte Bundesbehörde im Beitrittsgebiet mit ihren bald 3000 Mitarbeitern bereits ihre Arbeit auf: die des Sonderbeauftragten für die Daten des Staatssicherheitsdienstes".

Man darf sich bei der klugen und genau recherchierenden Daniela Dahn immer auf präzise Zahlen und überraschende Vergleiche über die Gauck-Behörde freuen: "Die Mammutbehörde war der Kohl-Regierung so viel wert, dass sie jährlich etwa 100 Millionen Euro Steuergelder bekam. Das ist mehr, als die gesamte privatwirtschaftilch betriebene und staatlich bezuschusste Industrieforschung in den neuen Ländern zur Verfügung hat." Wer sich an die Jahre der Liquidierung allen Widerspruchs gegen die feindliche Übernahme der DDR durch die Treuhand und die angeschlossenen Behörden erinnert, der weiß auch noch vom täglichen Stasi-Medien-Frühstück: Kaum ein Tag verging, an dem nicht ein neuer angeblicher Stasi-Agent entdeckt wurde. Und wenn es gerade mal keinen neuen gab, dann wurde Gregor Gysi immer und immer wieder aufs neue "entlarvt", immer mit denselben, unbewiesenen alten Vorwürfen. Denn mit der PDS, der er in dieser Zeit vorstand, erhob sich der Teil der eingesackten DDR, der sich an sich selbst und seine Wirklichkeit erinnerte.

Damit dieses Erinnerungsvermögen so schnell wie möglich verschwand, fuhren die westlichen Medien eine Rufmordkampagne nach der anderen: "Dass von den westlichen Siegern zuerst gerade die Posten angegriffen wurden, mit denen sich zumindest Teile der DDR-Bevölkerung am ehesten identifizierten, war absehbar. Bisher verehrte prominente Sportler, Schriftsteller, Schauspieler, Ärzte, sogar Tierpark-Direktoren oder Kosmonauten sahen sich mit Anschuldigungen verschiedenster Art konfrontiert und wurden öffentlich zerlegt." Wenn der Rufmord nicht reichte, musste das Verschweigen die Umwertung der DDR übernehmen, belegt Frau Dahn: "Nach der für Deutschland desaströsen 1. Pisa-Studie von 2001 erzählte mir ein Mitarbeiter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: «Wir sind mit einer Delegation nach Helsinki gefahren, um herauszufinnden, was ihr Bildungswesen so erfolgreich macht. Das darf man ja heute gar nicht laut sagen», und er schaute sich tatsächlich um und sprach leise weiter, «aber die Kollegen haben uns erstaunt gefragt, weshalb wir so eine weite Reise unternommen haben, sie hätten das Skelett ihrer Einheitsschule mit ganzheitlicher Betreuung und praxisbezogenem Unterricht nach vielen Studienreisen in die DDR doch von dort übernommen». Das darf man offenkundig bis heute nicht laut sagen, schreiben oder senden. In einer Art Omerta bleibt der Mund der Medien verschlossen, wenn es um jene gesellschaftlichen Bereiche im Systemvergleich geht, in denen die DDR der alten Bundesrepublik und dem vereinten Deutschland überlegen war.

Bei der Offenlegung der AfD-Wurzeln bleibt die akribische Autorin natürlich nicht bei der Dauer-Demütigung des Ostens stehen. Sie findet "Rechtslastige Signale aus allen Staatlichen Stationen". Und nicht wenige sind eng mit der Abwicklung der DDR verknüpft. Wie zum Beispiel die Auswechslung des beliebten Rektors der Humboldt Universität, des Theologen Professor Heinrich Fink. Er musste Wilhelm Krelle, dem einstigen SS-Sturmbannführer und 1. Generalstabsoffizier der SS-Panzerdivision «Götz von Berlichingen» weichen. Bis heute darf Krelle seine Ehrendoktorwürde behalten, obwohl weitere Dokumente gefunden wurden, die eine fanatische, nationalsozialistische Gesinnung Krelles bis in die letzten Tage des Krieges hinein belegen. Neben der notwendigen Erwähnung des NSU-Skandals und des gezielten Versagens des Verfassungsschutzes fällt der kenntnisreichen DDR-Bürgerin Dahn der General-Angriff auf den Antifaschismus der DDR auf. Der sei nur verordnet gewesen, erzählt der Westen, und ihm fehle vor allem das Thema Holocaust und Judentum. Dass es in der DDR 2000 Filme und Bücher zum Thema gab, fällt bei dieser ideologisch gewollten Blindheit ebenso unter den Tisch wie die jüdische Herkunft wichtiger DDR-Funktionäre. So bereitet man neuen Nazis eine bequeme Straße zur Macht: Durch Lügen und Verschweigen.

"Was hat der Sieger in den letzten 30 Jahren mit seinem Triumph angefangen?" Diese brisante General-Frage kann der gescheite Leser von Dahns Buch durch Augenschein selbst beantworten. Denn obwohl der böse Feind – der Sozialismus, die DDR, die Sowjetunion – doch erledigt scheint und der Kapitalismus ungestört sein segensreiches Wirken entfalten kann, könnten doch jetzt Armut und Kriege beendet werden. Doch "Der sang- und klanglose Abgang des hochgerüsteten Warschauer Pakts, einst Hauptfeind der Nato, hat nicht den ewigen Frieden beschert. Nicht mal ein Kalter Frieden folgte dem Kalten Krieg." Armut, Hunger und Flucht bestimmen die Welt nach Ende des Sozialismus.

Daniela Dahns Buch über den "Schnee von gestern", der zur "Sintflut von heute" geworden ist, gibt dem Leser eine Fülle von Denkanregungen, verknüpften Themen und Fakten. Auf dem Weg vom Ende der DDR kann der Leser, durchaus folgerichtig, zu den Kämpfen im Jemen kommen und wird sogar angeregt, sich über die Anschläge vom 11. September 2001 Gedanken zu machen: "In die Aufdeckung des Clinton-Lewinsky-Sexskandals ist achtmal mehr Geld investiert worden als in die Analyse des Tages, der die Welt veränderte" schreibt die Autorin und beweist nicht nur, dass Daniela Dahn vorzüglich und ernsthaft recherchiert, sondern auch, dass ihr bei dieser harten und klugen Arbeit der Humor nicht verloren gegangen ist.

Lesung und Gespräch mit Daniela Dahn
"Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute"
Moderation Uli Gellermann
Buchhändlerkeller Berlin
Carmerstraße 1 

Am 15. 10. 2019, um 20:30 Uhr


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 14. September 2019 schrieb Ursula Münch:

"Spätestens in dem Moment als die Demonstrationen von der Wir-sind-DAS-Volk-Losung zur Wir-sind-EIN-Volk-Losung wechselte war die DDR erledigt. Zu diesem Wechsel wurde in der DDR keiner gezwungen. …"

Das sehe ich aber anders.

Gezwungen wurden vor allem jene von uns Älteren, die mit dem Aufbau der DDR ihre Lehren aus Faschismus und Krieg gezogen und oft unter großen persönlichen Opfern über Jahrzehnte zu verwirklichen versucht hatten.

Nach der Dresdner Bombennacht vom 13.2.1945 und weiteren unvergesslichen Erlebnissen - ob bei den Budapester Weltfestspielen der Jugend und Studenten im August 1949, auf dem Stalingrader Mamajew Kurgan am 12.4.1950 oder vor dem Berliner Haus der Ministerien am 17.6.1953 - war die DDR deshalb trotz all ihrer - durch subjektives Versagen sowie anhaltende westliche Feindseligkeit verursachten - Fehler und Mängel meine über alles geliebte Heimat.
Weshalb ich sogar noch als Altersrentnerin auf die Straße ging.
Bei einer Versammlung vor der Erfurter SED-Bezirksleitung trafen mein Mann und ich immerhin noch auf einige hundert Gleichgesinnter, wurden jedoch durch eine Gruppe hasserfüllter Provokateure aus dem Hintergrund als "Rote Socken" beschimpft und bedroht.
Dann war es bald für jede friedliche Gegenwehr zu spät, die tobsüchtige Hetzjagd aufgeputschter Massen auf DDR-Funktionäre oder Sympathisanten in vollem Gange und bis zur Bereitschaft zu Lynchmorden aufgeheizt - eine regelrechte Pogromstimmung. Wäre man beispielsweise der beiden Honeckers irgendwo auf der Straße habhaft geworden, hätten sie vermutlich nicht überlebt.

Antwort von U. Gellermann:

Weder bei den Wende-Demonstrationen in Berlin noch in Leipzig habe ich als aufmerksamer Beobachter Hetzjagden auf SED-Funktionäre sehen können. Bei der Kundgebung am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz (an die 1 Million Teilnehmer) sprachen u. a Generaloberst a. D. Markus Wolf fraglos ein SED-Funktionär und Manfred Gerlach stellvertretender Staatsratsvorsitzender: Unbehelligt.


Am 14. September 2019 schrieb Ernst Blutig:

Der Kapitalismus wird an seiner eigenen Scheisse ersticken.
Nach der Liquidierung des Klassenfeindes - ok es fehlt noch China, aber die sind offensichtlich nicht so dämlich wie uns das unsere Oberschicht im Unterschichten-TV beibringt - schliesst sich der "human centipede" aus egomanischen und -zentrischen MehrWertewestlern zum Kreis. Horrorfans wissen welches Bild gemeint ist :D.

Von daher...wayne.

Trotzallem ein guter Lesetip, der sich, bei mir zumindest einreiht in das "Schwarzbuch Kapitalismus" und das "Braunbuch - Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik" von dem es unerstaunlicherweise keinen deutschen Wiki-Eintrag zu geben scheint ;D


Am 13. September 2019 schrieb Uschi Peter:

".....Spätestens in dem Moment als die Demonstrationen von der Wir-sind-DAS-Volk-Losung zur Wir-sind-EIN-Volk-Losung wechselte war die DDR erledigt. Zu diesem Wechsel wurde in der DDR keiner gezwungen. ..." Völlig richtig erkannt, Uli! Deshalb sage ich immer den Jammernden, auch mir, dafür seid ihr auf die Straße gegangen.


Am 13. September 2019 schrieb Max L.:

Vielleicht sollte irgendjemand, der Zugang zu ihm hat, einem gewissen Joshua Wong mal ein paar Zeilen von Daniela Dahn zu lesen geben. Ich bin wahrscheinlich selber naiv, wenn ich diesem jungen Mann aus Hongkong immer noch unterstelle, naiv genug zu sein, seinen westlichen Förderern (u.a. von "Bild") Sätze wie "Hongkong ist das neue Ost-Berlin" nachzuplappern. Zumindest nehme ich stark an, dass er von dem, was vor 30 Jahren und in den Jahren danach wirklich mit der DDR geschah, keine Ahnung hat. Immerhin haben ja die meisten (West-)Deutschen auch keine. Im Gegensatz zum Leser "Otto Bismarck" bin ich davon überzeugt.

Im Gegensatz zu den damaligen DDR-Bürgern dürfen Wong und auch seine faktischen Landsleute aus Shanghai oder Beijing reisen und finden in ihren Läden auch Bananen vor. Hongkong ist für die westlichen Regime Changer natürlich nur ein Sprungbrett - die Unabhängigkeit, die für Wong ja nach eigenen Angaben nur ein erster Schritt wäre, hätte unmittelbar auf China wenig Auswirkung, wir würden aber ganz schnell erleben, wie es zu einem US-Stützpunkt umfunktioniert würde. Zum "Schutz" der Unabhängigkeit Hongkongs würden die Amis ganz schnell Truppen dort stationieren. Deren Ziel ist natürlich die "Demokratisierung" ganz Chinas, mit Folgen, die ich mir in meinen schwärzesten Träumen nicht ausmalen kann. Und dabei geht es nicht nur um die Frage, ob das in einen Atomkrieg ausarten würde und auch nicht nur um die, wo die Abermillionen Flüchtlinge wohl landen würden. Jenseits des Pazifiks sicher eher nicht.

Wong kann sich eigentlich nicht über die fehlende Demonstrationsfreiheit in Hongkong erregen - wenn er davon spricht, in Berlin sei die Luft frei von Tränengas, dann ist er einfach nur am falschen Tag gekommen. Oder er hätte mal nach Paris fahren sollen. Dann würde er auch gleich miterleben, wie dort mit randalierenden Demonstranten umgegangen wird, völlig unabhängig davon, wer genau angefangen hat. Parlaments- oder Flughafenbesetzungen würden die Behörden weder in Berlin, noch Paris, Washington, Sidney, London und noch nicht einmal in Zürich dulden. Tränengas wäre da nicht mehr das Mittel der Wahl. Sollte er an "westliche Werte" glauben, dann sage ich ihm folgendes: Der einzige westliche Wert, der in der Politik Bedeutung hat, ist die Doppelmoral.

Übrigens gab es ja auch nach der "Wende" bei uns Flüchtlinge, wenn man so will. Ich ging damals, Anfang der 90er, als noch junger Wissenschaftler in den Osten, weil dort händeringend Personal gesucht wurde. Ich hatte in meinem Umfeld ca. 10 Kolleginnen und Kollegen, von denen kamen 8 aus den "alten Bundesländern". Auch dieser "Brain Drain" erleichterte die Quasi-Annexion der DDR. Viele Versprechungen wurden seitens der Unileitung, der Stadt und des Landes gemacht, die dann nicht gehalten wurden. Nach einigen Jahren hatte ich dort keine Perspektive mehr und ging wieder zurück. Die Stadt verlor in den ersten 25 Jahren nach der "Wiedervereinigung" fast ein Drittel ihrer Bewohner und wächst seit Kurzem nur aufgrund des deutlich gestiegenen Ausländeranteils wieder leicht.


Am 13. September 2019 schrieb Lutz Jahoda:

Als alter Verehrer von Daniela Dahns Texten, meine virtuelle Umarmung - allein schon für die geniale Buchzeile.


Am 13. September 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

ich bin gespannt auf die Feierlichkeiten zum 3.10 und im November. Gerade was die Reden unserer Mächtigen betrifft. Wird da vorkommen, dass die damalige Sowjetunion unter Gorbatschow die Wiedervereinigung erst ermöglichte? Unser fabelhafter Herr Außenminister hat schon die Linie vorgegeben, dass die USA hauptsächlich zur Wiedervereinigung beigetragen hat. Vieles was Frau Dahn aufgeführt hat trifft zu. Aber waren es nicht die DDR Bürger, die 1990 in der ersten Volkskammerwahl die CDU zur
Macht verholfen haben? Waren es nicht die DDR Bürger die im Westfernsehen die hauptsächlich die Werbung und Herrn Löwental gesehen haben? Die, wie selbst gehört, Sendungen wie Panorama und Monitor als kommunistisch bezeichneten?Die sich nicht die Berichte über über die Stahlwerks- Schließungen im Ruhrgebiet 1987 angesehen haben? Da hätten sie einen Vorgeschmack bekommen können, was ihnen noch blüht. Wobei die Stahlarbeiter im Ruhrgebiet, im Vergleich zu den späteren Werksschließungen in der DDR, noch relativ weich gelandet sind. Da hätten sie auch gleich Herrn Rowedder kennen lernen können, der später die Treuhand übernommen hat. Rowedder hat allerdings im Gegensatz zu der Nazi- Banker Tochter Breuel noch einen moderaten Sanierungskurs gefahren. Das war wohl der Grund warum er aus dem Weg geräumt werden musste. Im Gegensatz zu Herrn Rowedder kann uns Frau Breuel auf Arte, in einer sog. Dokumentation über die Treuhand, stundenlang erzählen wie segensreich doch die Treuhand für die Bürger im Anschlussgebiet gewirkt hat.

Als Wirtschaftsministerin in Niedersachsen waren ihre Erfolge eher überschaubar. Das hat sie wohl für den Job bei der Treuhand qualifiziert.


Am 13. September 2019 schrieb Wera Blanke:

Danke für den wichtigen Hinweis!
Es gibt zu wenige Daniela Dahns!! :
Der Buchhändlerkeller ist zu klein!!!


Am 13. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Danke, liebe Uschi Peter für ihren Mut !
Von Herzen grüße ich sie, wo immer sie sind.


Am 12. September 2019 schrieb Uschi Peter:

Danke,
Uli Gellermann für diese Analyse! Ich habe vor 20 Jahren einmal zusammengestellt, wie ich die friedliche Revolution sah. Hier ein Ausschnitt: Die Wende - Gedankensplitter 1989
Wir wollen den Westen und die tollen Angebote in den Läden, die Freiheit (welche ist das?), die DM, Bananen, Reisen, hochbezahlte Jobs!!
Wir sind gut ausgebildet, wollen arbeiten, sind nicht faul, man kann uns überall einsetzen, wir machen keine Schwierigkeiten.
Also werden wir auch nicht arbeitslos und genauso gut leben wie die Wessis!
Ich denke noch an die Euphorie, die auch mich erfasste, als die Mauer fiel und wir endlich „frei" waren.
Dann kam der Mauerfall „kommt die DM nicht zu uns", war eine der primitiven Losungen 1989, "dann gehen wir zu ihr!! Woher kamen all die schönen Plakate? Ein Leipziger sagte mir, diese Transparente hat uns der Westen gespendet. Sie waren schon 1989 mit ihren protzigen Westautos da. Als erste kamen die Nazis (meist aus Bayern von Herrn Frey) mit ihren Parolen, die erst einmal Prügel bezogen.
Dann kamen die westdeutschen Wendegewinnler. Sie besetzten die Schlüsselstellungen in den Betrieben, die sie dann abwickelten wegen Ineffektivität. In Wirklichkeit beseitigten sie lästige Konkurrenten. Wir Ossis gaben ihnen dazu die Vorlage, denn wer kaufte noch Ostwaren. Durch die Währungsumstellung brach auch der Außenhandel ein. Sie krempelten die Ämter um, warfen in den Bildungseinrichtungen die „schlechten" Methoden über Bord und organisierten nach ihren Vorstellungen, wobei jeder seine eigenen hatte, den Niedergang des verhassten Systems.
Zeitgleich hetzte die Bildzeitung Ossis und Wessis gegeneinander:
Im Osten - die Wessis wollen den Osten ausnehmen.
Im Westen - die faulen Ossis wollen nur unser schönes Westgeld.
Das erste was mir auffiel auf den Straßen des Westens waren herumlungernde Jugendliche, die Leute anpöbelten. Gerne hielten sie sich vor und in Bahnhöfen auf.
Erste Bettler „bereicherten" das so triste ostzonale Straßenbild. Sie traten recht aufdringlich auf. Einige aber waren wohl richtig elend dran. Aus dem Osten, wahrscheinlich aus Rumänien kamen die Romafrauen und bettelten mit ihren stillen Babys auf dem Arm.
Aggressive Zeitschriften-Werber rannten den Menschen die Türen ein und drängten ihnen Knebelverträge auf. Billige Kaffeefahrten wurden besonders alten Leuten schmackhaft gemacht, bei denen sie zum Kauf von überteuerten Waren genötigt wurden.
Arbeitslose erhielten Drohbriefe vom Arbeitsamt: Wenn Sie nicht diese und jene Anforderung erfüllen, dann wird Ihnen die Unterstützung gestrichen usw.
Die Menschen bekamen Existenzangst. Deshalb gab es immer mehr Mobbing unter Kollegen. Jeder wollte seinen Arbeitsplatz behalten und verteidigte ihn mit allen Mitteln. Und über allen schwebte die Drohung, als Stasi-Agentm bezeichnet zu werden.
Im Notfall sprangen das Arbeitsamt und die Sozialämter ein mit Almosen, genannt ALG bzw. Sozialfürsorge.
Millionen Menschen, die bis dahin ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit verdient hatten, fühlten sich gedemütigt. Wieviele verübten Selbstmord? Das wurde nie veröffentlicht.
Auch alle möglichen Religionsgruppen und Sekten belästigten die Menschen auf den Straßen und in ihren Häusern. Buddhisten, die Zeugen Jehovas, Scientologen und sogar aus USA Anhänger der Heiligen der letzten Tage, auch Mormonen genannt, sprachen die Leute an.
Durch das Überangebot an Waren fiel natürlich Verpackungsmaterial an. Unsere Straßen wurden zu wahren Müllplätzen, bis die Kommunen mehr und größere Abfalltonnen aufstellten. Die waren nicht mehr kostenfrei.
Dabei fällt mir ein, für wieviele Dinge wir heute bezahlen müssen, die wir früher ganz selbstverständlich umsonst bekamen wie Wasser, Straßenreinigung, medizinische Versorgung einschließlich Medikamente usw.
Als ich die vollen Regale in den großen Einkaufshallen mit allen möglichen und unmöglichen Dingen sah, dachte ich, wer braucht das?
In den meterlangen Kühltruhen waren hunderte Schnitzel, Bratenstücke, Steaks etc. Meine Frage, ob das alles gekauft würde, wurde mit einem milden Lächeln beantwortet. Und ob ich nicht auch lieber aus dem Vollen schöpfen wollte, statt nach Rouladen anzustehen wie in einer Mangelwirtschaft. Aber was geschieht mit dem Übriggebliebenen? Darüber hatte der übersättigte Bundesbürger nicht nachgedacht. Vielleicht kommt es in die „Tafeln". Was ist das? Mittagstisch für Bedürftige. In diesem reichen Land gibt es Arme, die kein Geld für diese Lebensmittel haben? Na ja?.


Täglich verhungern auf der Welt ca. 40 000 Kinder. Hunderttausende sind durch Mangelernährung für ihr Leben geschädigt, gesund auf die Welt gekommene schöne Kinder, deren Mütter nicht genug Nahrung für sie haben. Oder schon durch ihre mangelernährten Mütter für ihr erbärmliches Leben geschädigte kleine Wesen, die nie ein normales Leben führen werden. Aber die Reichen geben auf großen Gala-Gelagen (!) Spendengelder, damit die Armen unsere Überproduktion an Fertignahrung wie Trockenmilch und Konserven kaufen können. Das Gewissen des Gutmenschen ist wieder beruhigt. Einen Großteil dieser Spenden aber verbraucht der Wasserkopf Verwaltung der „Hilfe für die Dritte Welt“, bevor etwas bei den Bedürftigen ankommt..


Und es gibt immer noch Leute, die ihr "elendes Leben im Kommunismus" für gutes Geld und hochdotierte Pöstchen vermarkten.


Am 12. September 2019 schrieb Olaf Teßmann:

Hier ist mal die Quelle des Wortes von dem
"einen Volk": https://www.jugendopposition.de/node/150966?guid=1832

Gemeint war damit ursprünglich nicht, dass die Ost- und der Westdeutschen ein Volk sind sondern gemeint war, daß die Demonstranten und die Polizisten e i n Volk seien.


Am 12. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Piet Grosser,

da werde ich sie nun überraschen, mit folgendem: Zum 1. Oktober 1987 wurde Professor Dr. Wolfgang Jantzen als erster Wissenschaftler aus der BRD als zeitweiliger Leiter des internationalen Instituts des "Wilhelm-Wundt- Lehrstuhls für Psychologie an der Karl-Marx-Universität in Leipzig berufen.
Der Gelehrte, der an der Universität Bremen als Ordinarius für Behindertenpädagogik forscht und lehrt verdiente sich internationalen Ruf auch durch seine Arbeiten auf den Gebieten der Persönlichkeitspsychologie, Psychopathologie und Theorienbildung. Der nach Wilhelm Wundt (1832 - 1920) benannte Lehrstuhl wurde auf Anregung des Weltpsychologenkongresses 1980 eingerichtet..

Mir ist kein vergleichbarer Vorfall bekannt, dass ein Lehrender/Forscher aus der DDR in der alten BRD an eine Universität berufen wurde.
W. Jantzen Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Arbeiten, sowie seine Bücher gehörten zur Standardausrüstung meines Studiums der Pädagogik/Psychologie und der therapeutischen Zusatzausbildung.
Ich kann ihnen versichern, dass W. Jantzen ohne psychische Probleme nach Ablauf der Zeit seine Arbeit in Bremen wieder aufnehmen konnte.
Von meinen eigenen Reisen in die DDR mal ganz abgesehen.


Am 12. September 2019 schrieb Piet Grosser:

@ Gellermann/Spurgat

Wie war es denn einem Westler zu dieser Zeit möglich sich frei in der DDR zu bewegen?

Antwort von U. Gellermann:

In Leipzig war ich wären der dortigen DOKfilm-Woche als Kritiker akkreditiert. Bei meiner Reise durch die DDR-Opposition war ich parallel vom DEFA-Film-Export zur Sichtung neuer Filme eingeladen.


Am 12. September 2019 schrieb Otto Bismark:

Sicher ist das besprochene Buch sehr lesenswert, aber das mit den Denkanregungen scheint mir nicht so recht zutreffend zu sein, denn das alles ist doch überhaupt nicht neu und hat sich mittlerweile auch bis zu den eingefleischtetsten Ignoranten herumgesprochen. Aber ein Aspekt, der m.E. nur am Rande erwähnt wird scheint mir nennens- und für die Zukunft erörterungswert. Der hängt mit dem Begriff der friedlichen Revolution zusammen und dabei weniger mit Revolution, denn daß es sich in Wahrheit um eine Konterrevolution gehandelt hat, dürfte sich ebenfalls weitgehend herumgesprochen haben. Wichtiger ist mir der Umstand der Friedlichkeit und hier sehe ich gewisse Parallelen zu den derzeitigen Vorgängen in Hongkong. Es wird immer so hervorgehoben, daß diese sog. Revolution friedlich war , aber wessen Verdienst ist das eigentlich? Darüber spricht ersichtlich niemand. Darüber, daß nicht ein Schuß gefallen ist, daß keine Beweissicherungs-und Festnahmeeinheiten unterwegs waren, daß keinerlei vermummte Polizisten auftauchten und Pfefferspray versprühten, daß wohl niemand bei diesem Umsturz und um einen solchen hat es sich ja in Wahrheit gehandelt ernsthaft verletzt wurde usw. usf. Ja, wessen Verdienst ist das? Wessen Verdienst ist es, daß die Randalierer in Hongkong in der Lage waren, den Flugverkehr zu blockieren, daß massenhaft Übergriffe geschehen konnten und jede Menge Sachschäden angerichtet wurden? Ist das nicht eigentlich das "Verdienst" des jeweiligen Gewaltmonopolisten? Will sagen, kräftemäßig wäre es für die Machthaber in der DDR ohne weiteres möglich gewesen, beginnend bereits im Oktober 1989 die Demonstrationen zu verhindern und so zu reagieren, wie die Staatsmacht der BRD gegen die Bahnhofsgegner in Stuttgart oder gegen die G 20-Gegner in Hamburg reagiert hat. Mit der Folge unabsehbarer Eskalation, zunächst aber mit dem Ziel und auch dem Ergebnis des eigenen Machterhalts. Hat sie aber nicht! Und das ist die alles entscheidende Frage, warum hat sie nicht? Nun habe ich darauf auch keine abschließende Antwort, die wird es wohl auch nicht geben, aber einige Schlußfolgerungen dürfen wohl gezogen werden. Natürlich hat ein sich so bezeichnender Arbeiter-und-Bauern-Staat, der diesem Anspruch auch gerecht werden will enorme Probleme, gegen sein Volk mit Gewalt vorzugehen, kommt deswegen nicht in Frage. Der Staat DDR hat damit in einer für ihn existentiellen Situation sein Machtmonopol aufgegeben, da es ansonsten zu Blutvergießen beim eigenen Volk gekommen wäre. Hat man so etwas in der Geschichte schon einmal erlebt? Begünstigt wurde dies allerdings noch dadurch, daß viele der Entscheidungsträger nicht mehr überzeugt waren, daß dieser Staat weiter lebensfähig ist. Zu lange schon war gegen alle Vernunft gewirtschaftet worden, waren Entscheidungen getroffen worden, von denen man überzeugt war, daß sie falsch sind und letztlich, so nenne ich das heute, hatten viele an den Schalthebeln keine Lust mehr, diesen Staat zu verteidigen. Er ist dem ideologischen Gegner gewissermaßen wie ein reife Frucht vor die Füße gefallen, noch nicht einmal die Übergabeverhandlungen sind mit der nötigen Sorgfalt geführt worden, das durfte ein Dilettant namens Krause erledigen. Etwas ganz wichtiges und für die Gegenwart Bedeutsames kommt jedoch noch hinzu. Es hat sich bei dem Kapitalismus, dem wir 1989 in die Hände gefallen sind, nicht um den gehandelt, mit dem wir es heute zu tun haben. Oder exakter gesagt, vielleicht war es doch derselbe, der von 1989 hatte, um einen bildhaften Vergleich heranzuziehen allerdings soviel Kreide gefressen, daß man den Wolf unter der Bettdecke nicht erkennen konnte. Jedenfalls nicht, wenn man nicht genau hingeschaut hat. Und zu genauem Hinschauen war damals auch keine Zeit, denn wie sagt schon der Volksmund, "bescheißen muß schnell gehen". Und es ging schnell, so schnell, daß auch das in der gesellschaftswissenschaftlichen Ausbildung gehörte nicht mehr zu Rate gezogen werden konnte. Und so sind wir eben dahin gekommen, wo wir jetzt sind und wir haben es verdient. Denn wir wollten nicht hören, die meisten waren schon in der DDR zu feige, den Mund aufzumachen und viele der heutigen Verhaltensweisen habe ich auf die eine oder andere Art auch schon in der DDR erlebt. Denn es war schon viele Jahre vorher absehbar, daß die Sache nicht gut geht, wir haben uns in die Tasche gelogen, haben mit geschönten Zahlen operiert und die Augen vor der Realität verschlossen. Vielleicht rafft sich mal ein Geist auf, diesen Abläufen aus historischem Abstand auf den Grund zu gehen. Heute jedoch drängt sich mehr und mehr die Frage auf, wie muß denn eigentlich eine echte gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus aussehen? Die AfD ist es jedenfalls nicht, da gilt einfach der volkstümliche Ausdruck vom alten Wein in neuen Schläuchen.

Antwort von U. Gellermann:

Gestatten Sie bitte den alten Spruch neu zu formulieren: Alte Jauche in neuen Schläuchen.


Am 12. September 2019 schrieb Ullrike Spurgat :

Zweifelsohne sind viele Menschen 1989 auf die Straßen gegangen, ob es die Mehrheit der Bevölkerung der DDR gewesen ist, daran lässt sich in hohem Maße zweifeln
Mit dem Begriff "friedliche Revolution" kann ich überhaupt nichts anfangen, weil ein Mythos kreiert wird. "Dieser ist an die wirklichen und vermeintlichen Einheitsverlierer gerichtet......, er soll eine nationale Gemeinschaft (wieder) begründen." (Baseler Zeitung). Mit dieser Zelsetzung nationaler Gemeinschaft uter der Hegemonie des deutschen Imperialismus befindet sich die Aktion "Du bist Deutschland" in einer Traditionslinie mit der nationalistischen Politik von 1871 - 1945.
In Bonn war 1989 als außerordentlich bevollmächtigter Botschafter der USA General Vernon Walters, Stellvertretender Direktor der CIA am Start. Seine größten "Verdienste" hat er erworben, z.B. beim Sturz des iranischen antiimperialistischen Premiers Mossadegh, der die Erdölindustrie verstaatlichen wollte und beim blutigen Sturz des gewählten chilenischen Präsidenten Salavtor Allende war er ebenso beteiligt.
Die FAZ vom 10.Januar 1989 zitiert ihn: "Ich werde nicht geschickt wenn ein Erfolg wahrscheinlich ist. Eine meiner Aufgaben ist die letzte Ölung zu geben, bevor der Partner stirbt." Die Wiedervereinigung war sein Glanzstück in der Bonner Zeit hob er hervor.

Genscher nahm 2004 bei der Schweriner Zeitung kein Blatt vor den Mund. Er rühmte sich regelrecht des Exports der Konterrevolution. Seine Ausführungen machten deutlich, daß der Inhalt der Außenpolitik der Rechtsnachfolge Faschismus vor allem darin bestand, die Ergebnisse des zweiten Weltkrieges wieder rückgängig zu machen, also die vor 1945 angestrebten Kriegsziele doch noch zu erreichen. Von der angebliche Überraschung der Demonstrationen in der DDR ist bei folgendem Zitat nichts mehr zu erkennen.
Er erklärte: "Der Weg zum Wegfall der Mauer war länger als es machem erscheint. Geebnet haben ihn unsere Politik der Entspannung mit dem Moskauer Vertrag, den Grundlagenvertrag, mit der DDR und der Schlußakte von Helsinki. So wurde es möglich, dass ein Mann wie Gorbatschow als Generalsekretär seine Reformpolitik durchsetzte. Unsere Außenpolitk war auf die Einigung Deutschlands abgestellt. Insofern waren wir gut vorereitet."

Der Postminister der BRD verlieh den Rundfunk- und Fernsehanstalten 1991 einen Orden mit der ausdrücklichen Begründung, daß ohne ihre Tätigkeiten die Demonstrationen in der DDR nicht möglich gewesen wären. Punkt.

Antwort von U. Gellermann:

Währen der goßen Leipziger und Berliner Demonstrationen die „Wir sind das Volk“ proklamierten war ich selbst vor Ort. Auf einer Leipziger Kundgebung der SED habe ich sogar geredet und vor der „Einheit“ gewarnt. Zuvor habe ich als Journalist mit den diversen Gruppierungen der DDR-Opposition gesprochen. Mein gesichertes Wissen: Die DDR-Bevölkerung, unter ihr auch SED-Mitglieder mit denen ich sprach, strebten eine andere DDR an. Bärbel Bohley (wichtiges Gesicht der DDR-Opposition) vor meiner Kamera: „Wir wollten einen besseren Sozialismus, aber dann kam Kohl und nahm uns die Mikrophone weg“.

Spätestens in dem Moment als die Demonstrationen von der Wir-sind-DAS-Volk-Losung zur Wir-sind-EIN-Volk-Losung wechselte war die DDR erledigt. Zu diesem Wechsel wurde in der DDR keiner gezwungen. Auch bei den Volkskammerwahlen 1990, bei denen die CDU 40,81 % und die PDS, die als SED-Nachfolgepartei galt 16,39 erreichten), fand zwar unter extremem Medien-Manipulationsdruck statt aber ohne repressive Gewalt. Die DDR-Bürger haben mehrheitlich gegen sich selbst gewählt. Das soll auch im vereinigten Deutschland immer wieder mal vorkommen.


Am 12. September 2019 schrieb Harry Popow:

Besten Dank für Daniela Dahns polemische Attacke und Uli Gellermann treffsichere politische Wertschätzung. Immer wieder erweist sich die Autorin mit ihrer glasklaren Analyse nicht nur der Symptome, sondern auch der Ursachen für den Rückfall in die kapitalistische Wirklichkeit, den „Wertewesten", als eine, die ihre Seele als einstige DDR-Bürgerin nicht verraten hat, die den Lesern kraftvoll Mut macht, tiefer nachzudenken, selbst aktiv zu werden. Seite an Seite mit Gleichgesinnten, die sich nicht länger von der Politik und von den Medien verdummen lassen werden.


Am 12. September 2019 schrieb Jonas Gräter:

Bitte halten Sie mir einen Platz frei! Ich will Frau Dahn unbedingt selbst erleben.

Antwort von U. Gellermann:

Der Buchhändlerkeller lässt leider keine Reservierung zu, da hilft nur ein frühes Erscheinen.


Am 12. September 2019 schrieb Marie Berger:

Mal wieder ein tolles Buch von Frau Dahn! Danke für die feinsinnige Kritik.


Am 12. September 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Lieber Herr Gellermann,

das Buch von Daniela Dahn vorzustellen (angesichts des massiven Totschweigens und des vielstimmigen Sozialismus-Bashing) ist äußerst verdienstvoll. Das Buch lässt erkennen, wie weit sich die "Genossinnen" und "Genossen" der Partei Die Linke von der sozialistischen Perspektive entfernt haben. Statt die Ursachen der politischen und ökonomischen Fehler, die in der DDR - neben all dem Fortschrittlichen - auch gemacht wurden, zu analysieren, treten die einen den Sozialismus perspektivlos in die kleinbürgerliche Tonne. Die anderen fröhnen der Reminiszenz eines blinden, undialektischen Dogmatismus. Sich zwischen diesen beiden Tendenzen zu behaupten, wie Daniela Dahn und Sie (und andere auch) es tun, lässt ein klein wenig hoffen. Herzlichen Dank!

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