Beerdigung des Journalismus

Comedy statt Nachricht: Ha, ha, said the Clown

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Oktober 2018

Wie, Sie haben nichts zu lachen? Die Welt ist nicht danach? Das sieht die Tagesschau anders: Manche ihrer Meldungen kommen geradezu lustig daher. Diesel-Betrug? Der ist „kompliziert“. Zu kompliziert als dass sich die Tagesschau näher damit befassen möchte. Aufklärung? Juristische Folgen für die Industrie? Kein Thema für die Tagesschau. Obwohl der Skandal Millionen ihrer Zuschauer betrifft.

Neue Strukturen beim Verfassungsschutz? Welche auch immer: Über die alten Strukturen – die Gründung des „Schutz“ durch die Nazis, die schützende Hand des „Schutzes“ für die Nazi-Terroristen des NSU – darüber kein Wort. Und wer sich den Mann anschaut, der die Nachricht über den Verfassungsschutz aus dem Trüben gefischt hat, der findet Michael Stempfle, den Terrorismus-Experten der ARD. Der kennt Terror nur von Muslimen. Den Terror der Bundeswehr-Einsätze in fremden Ländern kennt er ebensowenig wie den Terror des NSU.

Durch leichte Kost, durch Weglassen von wesentlichen Teilen von Informationen, versucht die ARD-Nachrichten-Sendung gute Laune zu verbreiten. In dieser Folge der „Macht um Acht“ erinnert Uli Gellermann mit dem Lied „Ha, ha, said the Clown“ daran, dass Clowns auf Beerdigungen nicht lustig, sondern grausig sind. Sein Fazit: Ohne ordentlichen Journalismus, ohne Aufklärung keine ordentliche Demokratie. Wer statt Fakten lieber Stimmungen verbreitet, der wird auf Dauer zum Totengräber der Demokratie.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

Das Link führt zum Video:

https://kenfm.de/die-macht-um-acht-11/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 17. Oktober 2018 schrieb R. R.:

Neulich im Ersten:

Ein ungeordneter Brexit würde wohlgeformte Wirtschaftstrukturen durcheinanderbringen.

Nun, ich habe darüber nicht weiter nachgedacht sondern einfach nur gebrüllt vor Lachen. Was für ein Dünnschiß!


Am 15. Oktober 2018 schrieb antares56:

Ich sag' es seit Jahren - die ARD-Tagesschau ist ein Hort der Manipulation, der Propaganda und der Lügen in ihrem Sinne! Gniffke ist NICHT an der Aufklärung der Bevölkerung interessiert, auch nicht an der Wahrheit!
Spätestens seit Merkels Machtergreiffung 2005 ist die ARD zum Propagandaorgan des Merkel-Regimes geworden. Und Merkel kann sich auf "ihre" ÖR verlassen!


Am 15. Oktober 2018 schrieb wolfgang schönfelder:

Lieber Herr Gellermann,
ich verfolge Ihre Beiträge mit großem Interesse, danke für die analytische Arbeit, die Sie sich und für uns damit machen.
Zu der Kommentierung zum Wohngipfel erlaube ich mir folgende Anmerkung. Wenn wir besser sein wollen wie die Achtmacher sollte wir in unseren Argumenten nicht genauso pauschal sein. Ich bin Mitlglied und Vertreter in einer Wohnungsbaugesossenschaft und arbeite auch in einem solchen Verband. Wir sind nicht die Geldmacher und Wohnungsmarkausnutzer und das unsere ganze Geschichte lang. Natürlich machen wir nicht 90% des Wohnungsmarktes aus, aber auch die Spekulanten sind nicht 70 oder 80%. In Brandenburg machen unsere Mitglieder zb. 50% des Mietwohnungsmarktes aus und wir haben sehr moderate Mieten und kümmern uns um dieMenschen, die Schwierigkeiten haben. Das Problem liegt ja nicht bei uns sondern im größten Niedriglohnsektor Europas.


Am 12. Oktober 2018 schrieb Lutz Jahoda:

KLAVIATUR VORHANDEN
KLAVIERSTIMMER FEHLEN

Die "Tagesschau": zeitlich zumindest verlässlich;
Wenn auch verstimmt wie ein Kneipenklavier.
Die Tastenbediener: Notenvergesslich.
Die Zuhörerqualen: unermesslich.
Tagtäglich um acht grüßt das Murmeltier.


Am 12. Oktober 2018 schrieb Michael Kohle:

Es ist wirklich bald nicht mehr auszuhalten. Das Gleichnis vom Dampfkochtopf passt dazu trefflich. Lange genug auf höchster Stufe auf der Herdplatte und es gibt doch tatsächlich zwei Möglichkeiten. Entweder "dat Ding" geht hoch oder sein Gummi wird undicht und es macht ne Weile pfffffffffffft. In beiden Fällen passt dann wieder der alte Spruch: Wer zuletzt lacht am Besten. Und danach? Da gibt es dann - wenn wir Glück haben - das da: https://www.youtube.com/watch?v=3Fn36l_z3WY

Glücklicherweise habe ich keinen Dampfkochtopf und Gellermann hoffentlich auch nicht. Aber das hilft - leider - heutzutage nur wenig. Dann wird eben einer - mit freundlicher Unterstützung - gestellt, nebst Transportbehältnis, dem Rucksack. Und dann? Blöde Frage! Dann gibt es wieder eine Hasenjagd. So wie vor fünf Jahren, als eine ganze US-Metropole für Tage zur Sperrzone erklärt wurde - nix rein, nichts raus, eine weltweite Fahndung ausgeschrieben war und eine tagelange flächendeckende Hasenjagd nach einem gerade mal 18-jährigen wie Espenlaub zitternden Buben angestrengt wurde. Wie wohl der die 80 Kugeln überleben konnte, als man seiner habhaft geworden war. Wahrscheinlich dumm gelaufen! Dem Bruder konnte Besseres verabreicht werden, putative Notwehr eben.

Ich übertreibe? Wer übertreibt? Das Gellermann'sche Video nicht gesehen? Den Fall 1 für ein kräftiges Haha vom Clown: Die Story von den Dreien auf dem Butterschiff bei der Macht um Acht? Da wird doch nicht? Genau, der Videobeweis, wie der beim Fussball? Nein, natürlich nicht, da gab es keine Blutgrätsche auf dem Schiff. Aber vielleicht hat Bellingcats Higgins bei den Aufnahmen der Überwachungskameras drei seltsame Gestalten mit russischen Finsterblick auf dem Oberdeck ausgemacht - einfach GRUselig. Wird ja langsam Zeit mit dem Artikel 5 und dem NATO-Beistandspakt und den Cyberkriegern. Jetzt, wo doch gerade - nearby in Norway, auf dem home-turf von NATO-Jens - Trident juncture so abgeht, dieses tolle Abenteuer-Manöver, wo auch uns'Uschi mit ihren tollen, ganz großen Mietzekatzen (u.a. natürlich nur) mitsandeln darf. Trident juncture? Treffpunkt Dreizack! Wie passend. Übrigens: Norwegen hat eine lange Grenze mit dem allzeit bedrohlichen Russland. Da könnte man ja, da sollte man doch ...vielleicht...wer weiß ob die Chance noch mal kommt ...


Am 11. Oktober 2018 schrieb Stefan Streicher:

Macht um 8 Dieselskandal

Ihre Nachricht: Sehr geehrter Herr Gellermann,

erst einmal danke für ihren Einsatz und die Initiative für die Wahrheit und gute Berichterstattung!
Eines fiel mir zum wiederholten male auf - sie beschuldigen unsere Automobil Konzerne des Betrugs und sagen das "es ist nicht so einfach" sei nicht wahr.
Ich arbeite selbst bei einer Überwachungsorganisation und bin der Meinung, dass dies wirklich nicht so einfach ist. Als Ingenieur wird einem bei gebracht was "Stand der Technik" bedeutet. Jeder kann nachlesen wie der Prüfzyklus aussieht, den ein Fahrzeug durchläuft um die Typgenehmigung zu erlangen. Die Hersteller programmiren Steuergeräte um genau unter den geforderten Bedingungen die geforterten Werte einzuhalten. Nach meiner Ansicht ist ein Prüfzyklus fern der Realität und somit schlichtweg nicht stand der Technik. Ähnlich dem Vergleich wehalb Sportwagen so laut sein dürfen. - Jeder weiß unter welchen Bedingungen Geräuschemissionen gemessen werden. Wenn das Fahrzeug nicht in diesem Zyklus unterwegs ist - Brüllt der Bär und zwar legal. Ich würde noch viel weiter gehen. Weshalb werden nur deutsche Hersteller belangt während viel andere auch "betrügen" desweiteren stelle ich den Partikelfilter ansich in Frage. Im Gegensatz zum Katalysator macht dieser im wesentlichen aus großen Ruß Partikeln viele kleine welche dann Lungen und Organismus gängig sind. Desweiteren schaltet dieser Vorgang den ur eigenen Schutzmechanismus des Körpers ab. Es stinkt - ich drehe mich weck. Ein weiterer Punkt auch Benzin Direkteinspritzer erzeugen sehr hohe NOx Emissionen. Bei diesem Skandal geht es nicht um Umweltschutz sondern um das Geld des kleinen Mannes auf Kosten der Umwelt...

Antwort von U. Gellermann:

Was bleibt: Die Autokonzerne haben die gesetzlichen Grenzwerte manipulativ unterlaufen: Betrug.

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