Wallonen vergewaltigen Kanada

Das NEIN zu CETA erwürgt die Europäische Union

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. Oktober 2016

Schwere dicke Tränen rollten ihr die Wangen runter: Der kanadischen Ministerin für internationalen Handel, Chrystia Freeland. Da hatte es so ein europäisches Idiotenland gewagt – klein, hässlich, unbedeutend – und NEIN zum CETA-Abkommen gesagt. Wallo-Was, Wallo-Wer, Wallo-Wie? Na warte, da reiste sie ab, oder dann doch nicht, oder wie? Vor laufenden Kameras erlebten wir alle diese Tragödie. Die Wallonie tat Kanada Gewalt an: „Kanada hofft auf Erwachen aus dem CETA-Alptraum“, referierte die TAGESSCHAU beflissen. Und fuhr fort: „Der Tonfall genervt, die Lippen schmal, die Geduld beinahe aufgebraucht. Kanadas Handelsministerin Chrystia Freeland weigert sich aber weiter tapfer, die letzte Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Union aufzugeben.“ Nicht, dass sich die TAGESSCHAU erneut als schlicht korruptes Regierungsorgan entblößte. Nein! Sie verteidigte nur die Demokratie!

Denn immerhin hat Manfred Weber, Vorsitzender der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, als CSU-Mann ein totaler Demokratie-Experte, gesagt: „Entscheidungen zur Handelspolitik durch 38 Parlamente inklusive einigen Regionalparlamenten haben nichts mit mehr Demokratie oder Transparenz zu tun.“ Ja, wo kommen wir denn da hin, wenn jedes dahergelaufene Parlament in Europa mitreden wollte! Das kann man nur noch Demokratur nennen. Da schiebt der SPIEGEL nach: „Ceta-Veto der Wallonie: Ein Schritt zur Zerstörung der EU“. Bald wird es sie nicht mehr geben, die Europäische Union. Nicht, weil sie unbarmherzig den Flüchtlingen, die sie durch ihre Handelspolitik gegenüber Entwicklungsländern selbst erzeugt hat, die Tür weist. Nicht, weil sie – vom Irak bis Syrien – jeden Dreckskrieg der USA im NATO-Gewand mitgemacht hat. Nein, weil sie, in der schrecklichen Gestalt der Wallonie, die arme Chrystia Freeland und mit ihr das ganze Kanada schwer beleidigt hat.

Das ganze Kanada? Tatsächlich gibt es in Kanada Wissenschaftler, die in einem offenen Brief (siehe Link weiter unten) „An das Parlament von Wallonien und die belgischen Wähler“ sich mit den Wallonen solidarisieren. Schlimmer noch, sie wünschen in diesem Brief sogar, den Kanadiern wäre es erlaubt gewesen eine ähnliche Debatte „über eine eingehende und sorgfältige Betrachtung der Fehler, die CETA enthält“ zu führen. Wissenschaftler, kennt man ja. Als ob die was von Wirtschaft verstünden. Von Profit und freiem Handel, von Vorfahrt für Konzern-Interessen und Dauerbremse für Verbraucher-Rechte, vom Recht der Reichen gegen die Armen. Und dann kommen uns diese intellektuellen Wichtigtuer noch mit sowas: „In Kanada hat unsere Demokratie gelitten, weil die Bundesregierung darauf bestanden hat, Vereinbarungen wie NAFTA und CETA durchzudrücken.“ Na und? So was ist doch Tagesgeschäft in der EU. Als ob ausgerechnet diese Wissenschaftler, die ein Gemeinschaftsgutachten über „Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS)“ verantworten und dort entdeckten, „dass große Unternehmen daran interessiert sind, spezielle Rechte zu erwerben und speziellen Zugriff auf öffentliche Gelder durch ISDS zu erhalten“, als ob die uns dreinreden dürften.

So ein Unsinn, wenn Leute was von Wirtschaft verstehen, dann sitzen sie im SPIEGEL, dort schreibt man: „Die Wallonen sind derzeit die Helden der Globalisierungsgegner. Doch der Widerstand der belgischen Regionalregierung gegen Ceta ist nicht heldenhaft - er ist egoistisch, anmaßend und schädlich für die Demokratie.“ Oder in der SÜDDEUTSCHEN: „Europas Politiker müssen kämpfen wie die Wallonen“, für CETA, versteht sich. Und die FAZ weiß „Europa im Würgegriff der Wallonen“. Hier liest man die ganze Kompetenz der Anzeigenkunden! Nur die TAGESSCHAU macht es mal wieder für umsonst: „CETA könnte eine Erfolgsgeschichte sein. Wohl gemerkt: könnte. Dass es bislang jedoch nicht danach aussieht, ist typisch für Europa“. Das darf dort ein Sebastian Schöbel ablassen. „Nur die Europäer schaffen es, ein so vorbildliches Abkommen gemeinschaftlich in den Sand zu setzen.“ Was braucht einer Sachverstand oder Argumente, wenn er nur von der guten Sache der Wirtschafts-Oligarchen überzeugt ist?!

Völlig leichtfertig dagegen diese kanadischen Wissenschaftler: „Es ist uns bewußt, dass viele Kanadier ihre tiefe Besorgnis über das ausländische Investoren Schutzsystem ausgedrückt haben. Aufgrund von Kanadas Experiment mit einem ähnlichen System mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA ).“ Und dann behaupten sie auch noch, solch ein segensreiches Freihandelsabkommen mit den USA wie NAFTA habe für Kanada zu mehr ausländischen Anlegeransprüchen geführt habe als jemals zuvor. Ja wollen die denn auch die arme Chrystia Freeland zum Weinen bringen? Und der Europäischen Union den Todesstoß versetzen?

Wenn der völlig unabhängige DEUTSCHLANDFUNK mitteilt: "Natürlich wird das als eine Blamage für die EU gewertet“ und der total autonome TAGESSPIEGEL schreibt „Schlimmer wird´s nimmer“, um dann von der absolut überparteilichen WELT rechts überholt zu werden: „Europa hat sich lächerlich gemacht“, dann weiß man: Der Europäischen Union läutet die Totenglocke. Denn falls sich tatsächlich Demokratie gegen Bürokratie durchsetzen sollte, wenn die Mehrheitsmeinung aus den Umfragen als Volkswille akzeptiert würde und nicht die Meinung der Konzerne, wenn also der Menschenverstand über den Kapitalverstand siegen sollte, dann wäre dies das Ende der EU. Doch diese ignoranten kanadischen Wissenschaftler, die schreiben auch noch den Wallonen: „Sie haben großen Mut gezeigt, sich CETA zu widersetzen und, basierend auf unseren Beobachtungen, wie das Investorenschutzprogramm bei den Kanadiern durchgedrückt wurde, möchten wir Ihnen unsere Unterstützung für Ihre demokratischen Entscheidungen ausdrücken.“ Das geht entschieden zu weit!

Applaus! Applaus! In letzter Minute ist ein Zusatz-Text zum CETA-Abkommen für die Wallonie gefunden worden, der eine Unterzeichnung ermöglichen soll. Den Inhalt kennen weder die Wallonen noch die anderen EU-Bürger. Aber alle Verantwortungs-Hosenträger in Politik und Medien klatschen schon mal. Weil scheinbar der Kapitalverstand über den Menschenverstand gesiegt hat. Die Europäische Unionsbürokratie siegt sich zu Tode. Hoffentlich bald.


Der Link zum offenen Brief der kanadischen Wissenschafter:

https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2016-19-17_canadian-academics-open-letter.pdf


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 29. Oktober 2016 schrieb altes Fachbuch:

keiner will bundespräsident werden, keiner drängelt sich als kanzlerkandidat vor, bayer kauft monsanto, die akw-betreiber kaufen sich frei, mein landkreis rekommunalisiert die müllabfuhr....!!
die wissen doch alle, was kommt und wird.
und ich trottel brüte darüber nach, ob das trojanische pferd für eine auseinandersetzung nordamerika und europa gebraucht wird!!
nein: wenn europa darauf besteht, dann wollen eigene konzerne eigene regierungen verklagen! und dann macht es sinn! die wirtschaft verabschiedet sich von der gesellschaft. und TISA (bildung, gesundheit, kommunale dienstleistungen [trink-, abwasser, müll, kitas, krankenhäuser, pflegeeinrichtungen, wohnungen, immobilien, öpnv]...) kommt noch!!
gehst du noch wählen oder kaufst du schon bayer-aktien;)


Am 29. Oktober 2016 schrieb antares56:

@antares56
Wie schon angedeutet: Russland wurde vom UN-Menschenrechtsrat ausgeschlossen - Saudi-Arabien (das bekannt menschliche Land) wurde wieder in den Rat gewählt.
Ein Schelm der dabei Böses denkt!


Am 28. Oktober 2016 schrieb Ruth Manchmaldabei:

Hallo altesFachbuch
Collective defense - Article 5:

http://www.nato.int/cps/en/natohq/topics_110496.htm

Das hat sich bereits vor 15 Jahren erledigt - da muß nichts mehr aus- oder eingehebelt werden (auch wenn die entsprechenden Personen das seit geraumer Zeit behaupten).
Aber vielleicht bekommen wir in den nächsten Tagen noch ein paar Informationen diesbezüglich vom Feindsender...


Am 28. Oktober 2016 schrieb altes Fachbuch:

die tränen der Chrystia Freeland, will denn niemand verständnis für ihre menschliche reaktion aufbringen??
alle feiern die heldische wallonie, alle schimpfen auf die EUROkratie - aber warum weinte die chrystia??

wer bei wiki nach NAFTA sucht, wird erkennen, dass kanada mit schiedsgerichten eigentlich nichts am hut haben kann. die haben finanziell und strukturell sowas von eingebüßt, dass sie eigentlich gebrannte kinder sind.
und nun wollten die vor/seit 7 jahren mit vernünftigen kulturnationen (?) fairen handel organisieren, und laufen ins gleiche messer!!!
was, wenn die EU diese schiedsgerichte unter dem druck der amis lancierten, eben um das trojanische pferd zu platzieren, sollte ttip scheitern?? der "hüter des bargeldes" norbert häring ist davon überzeugt: http://norberthaering.de/de/wozu-diese-seite/27-german/news/682-ceta-vorlaeufig#weiterlesen und ich hätte auch keine zweifel;)

waren die tränen also ausdruck über die trauer zur verpassten gelegenheit eines fairen vertrages zwischen kanada und der (unabhängigen) EU oder schon das mitleid für den untergang der "vernünftigen kulturnationen"??
für den ersten grund hätte ich taschentücher für chrystia, für den zweiten reicht eine jahresproduktion nicht!!
ps: ist ist unamerikanisch, darüber nachzudenken, wie unabhängig eigentlich die "vernünftigen kulturnationen" sind? ich bekomme das gefühl, ich habe 1990 lediglich die besatzungszone wechseln müssen - was auch den 2+4 vertrag erklären würde;)

Antwort von U. Gellermann:

Chrystia Freeland war zeitweilig stellvertretende Herausgeberin der Financial Times, da wechselt man den Job nur, wenn der neue ergiebiger ist als der alte. Und beinah wäre der Profit an ihr vorbeigegangen. Das rührt zu Tränen.


Am 28. Oktober 2016 schrieb Michael Weiß:

Einen zukunftsweisenden Gedanken, wie solche Probleme in Zukunft vermieden werden könnten, hörte ich nebenbei bei ntv oder ähnlich; bis die letzten Unstimmigkeiten beseitigt sind, könne man den Vertrag doch schon mal mündlich abschließen und in Kraft setzen. Warum ist da früher noch keiner draufgekommen? Soviel Ungemach ließe sich vermeiden, soviel Leid, soviel Herzrasen in den Redaktionen könnte verhindert werden. Wenn die Wallonei so weitermacht, dürfte demnächst eine bunte belgische Demokratieerzwingungsrevolution anstehen.


Am 28. Oktober 2016 schrieb Thomas Nippe:


Ich kann mir nicht vorstellen, daß CETA damit schon durchgewinkt ist. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ansonsten lieber Uli, trifft der Artikel den Nagel auf den Kopf.


Am 28. Oktober 2016 schrieb Eric Boule:

Diese EU-Undemokratie (2016) bewirkt den Untergang.
TTIP,CETA ein Begriff fuer Undemokratie+Lobbyismus
Jahre hat man im Geheimen verhandelt, niemand sollte Einzelheiten wissen ausser die Verhandler. Auch wenn der Vertrag ausverhandelt war hat man dafuer gesorgt das niemand ausser einem kleinen Kreis Eingeweihten Bescheid wusste. Dann hat man alles daran gesetzt um das Ganze schnell zu unterzeichnen. In manchen Laendern hat man Wahlen manipuliert und die tapfere Wallonie wurde abgewürgt. Das ist die EU-Demokratie 2016. Firmen wie Bayer hatten schon gruenes Licht bekommen sonst macht eine Investition von 66 mio Euro keinen Sinn. Welche Buerger glauben noch an sauberen Ablaeufen betrifft TTIP/CETA, Nato Kriegsgeheul an russischen Grenzen,EuroKrise ,Bankenkrise,bargeldloser Zahlungsverkehr, nur europaeische Sicherheits+Aussenpolitik, risikoreiche Nahrungsmittel,Atomkriegsgefahr im dichtbesiedelten Europa, Ueberwachung der Bürger? Es ist zurecht das Buerger die EU Elite misstrauen, deren Vorschlaege als Diktat betrachten und sich wehren.
Der Abstand zwischen Politiker+Waehler hat sich wieder vergroessert


Am 28. Oktober 2016 schrieb Alles nur Satire:

Na, Gott-sei-Dank!

Da ist die EU ja nochmal mit einem blauen Auge an der vielbeschworenen Gefahr der internationalen Handlungsunfähigkeit (ZDF-MoMa) und vollkommenen Lächerlichkeit vorbei geschrammt.

Scheiß Wallonen, Scheiß demokratisches Mit-Labern-wollen.

Regionalparlament, Wallonisch, wird ja immer besser!

Kanadische Wissenschaftler bekritteln CETA? Davon stand aber nix von inne Zeitung.!

Bald geht es uns allen besser, Dank CETA.

Und ARD und ZDF, die gemeinsam die Bürger absichtlich manipulativ informieren müssen/dürfen/wollen.


Am 28. Oktober 2016 schrieb Heinz Schneider:

Zurück im Glied
die Wallonie?

Gab es keinen Schaden
an der Fassaden
Demokratie?


Am 28. Oktober 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Leider zu früh bejubelt! ... nun haben die 1% doch die EU-99% über's Ohr gehauen?


Am 27. Oktober 2016 schrieb altes Fachbuch:


"vergewaltigen und erwürgen" - und putin nicht schuld? ein hauseigener zwergenaufstand?
ich bin dem galeristen dankbar, querbeet die presse in ihrer "pluralität" zu präsentieren, und mir den tauchgang im ganzkörperkondom in der brühe erspart hat;)
aber 2 folgemeldungen werden erschallen:
- die (parlamentarische!) demokratie lebt - sie muss aber per delegation hoheitlicher rechte an brüssel "optimiert" oder marktkonformer werden!! die welt wartet nicht auf wallonien.

nun ist ja auch noch zeit für andere, sich wenigstens gleiche bedingungen zusichern zu lassen, wie die wallonen.
wenn diese 3,5 mille menschen demokratie einfordern, holen die medien den knüppel raus. aber wenn litauen+lettland nach krieg und nato schreien, ist kuscheln angesagt?!
hat gabi denn nun sich um die auflagen des bundesverfassungsgerichtes gekümmert?? er darf nur unterschreiben, wenn D wieder aussteigen darf!! hat er das bis heute 21:00 uhr erledigt?? es geht auch nicht mehr, da unsere regierung der EU versichert hat, nur in übereinstimmung mit den EU-richtlinien (sprich erlaubnis der kommission) auszusteigen!

apropos aufgabe der souveränität:
ich hab da heute wo was gelesen, dass die nato-oberen eine art schengenraum für die truppen wollen? dafür soll §5 bündnisfall ausgehebelt werden. freie fahrt für alle truppen ohne begrenzung, ohne zustimmung der länder, ohne bedrohungslage oder angriff durch ganz europa und das nur auf befehl eines amigenerals!?
hat jemand sowas im zusammenhang mit der herbstsitzung der nato-verteidigungsminister mitbekommen??


Am 27. Oktober 2016 schrieb Michael Schmidt:

Nachtrag:
Hier noch etwas Hintergrund aus Belgien mit O-Ton auf deutsch heute 16:25

http://brf.be/regional/1034334/

Man höre und staune
Man hat sich zwar geeinigt aber UNTERSCHRIEBEN ist NOCH NICHTS!


Am 27. Oktober 2016 schrieb Gideon Rugai:

Echter politischer wie gesellschaftlicher Diskurs ist medial aufgeführten Soap-Operas gewichen - das war schon beim Brexit so, wo medial aufgekochte Hedonisten-Happenings von blauäugigen und blau angemalten Eu-Fans durch den Blätterwald bedruckten Hartfaser-Klopapiers rauschten.
Einfach nur zum Erbrechen.
Auch die nachverfolgbar- aufgeplusterten Kommentare der Klopapier-Abonnenten, die ihre Kompetenz einzig davon ableiten lesen zu können - ganz egal was.
Hauptsache es verbreitet keine miese politisch unkorrekte Anti-(was-auch-immer) Stimmung.
Ob's an den Grünen Grenzen oder der Tiefenwirkung der kobaldblauen EU-Farbe und den hübschen gelben Sternchen liegt - oder babylonischen Turm-Symbolik, die schon in der Architektur des EU Parlamentsgebäudes verankert ist ?

Fehlt noch der passende Soundtrack zum hoffentlich bald bevorstehenden EUntergang.

Wie wärs mit dem Walkürenritt und martialischem Wochenschaukommentar klassischer Prägung ?

Der vielzitierte Hirn-Regen des Herrn sollte eigentlich schon reichen....


Am 27. Oktober 2016 schrieb Michael Schmidt:

So ein Gezeta um CETA!

Hier habe ich etwas"Konkreteres" zu der "Einigung" gefunden, war gar nicht so einfach.

https://de.nachrichten.yahoo.com/belgische-einigung-bringt-bewegung-ceta-prozess-124606407--finance.html

Dem müssen alle 28 zustimmen und Kanada und dann das EU-Parlament.....und dann erst kommen die nationalen Abstimmungen

Ich glaube da fließt noch sehr viel Wasser durch Europas Bäche und Flüße und fertig ist da Gar Nichts....ähnlich wie der BER ....der steht doch auch in BERLIN ....:-)


Am 27. Oktober 2016 schrieb Günther Mann:

Ein sagenhaftes Land ist diese EU: es gibt sie nämlich nicht. Es gibt Imperiale Strukturen, die den Kontinent aufteilen in Arm und Reich: unter konsequenter Umgeheung des Europäischen 'Schein-Demokratischen Parlaments (schönes Gebäude in Strassburg!)
Kann mir jemand erklären, wieso in einer (EU?) ein Werker für die identische Qualität der Produkte, bei identischer Produktiovität, bei allerdings höheren Lebenshaltungskosten (Rumänien 24% MWSt. statt bei uns 19%), wieso wird der Rumäne oder Bulgare in derselben Firma(!!!!) an der identisch gleichen Maschine für das identische Produkt mit 400? "belohnt", während sein Kollege in GB, D, oder F das fünffache bekommt??????????
Das ist so gewollt und von Brüssel aus gesteuert. Die Armen haben arm zu bleiben, mit allen Mitteln. In eineigen osteuropäischen EU-Neugebieten (ehemals sozialistischen) Ländern ist das durchnschnittliche Monatsgehalt der Angestellten heute erheblich weniger Wert als z.B. 1975. Sobald die betroffenen Staaten das erkennen, verschwindet dieses NATO-Anhängsel EU


Am 27. Oktober 2016 schrieb Lutz Jahoda:

THIS EUROPE
IS FROM MORAL
AND ETHICAL POINT OF VIEW IRRETRIEVABLY LOST !
Damit dies auch Günther Oettinger,
Eu-Kommissar für Digitalwirtschaft,
versteht:
AUS MORALISCH UND ETHISCHER
SICHT UNRETTBAR VERLOREN !

Ansonst nur noch meine Verbeugung vor all den profund formulierten Zustimmungsbeiträgen zur wieder einmal köstlich spöttisch zusammengefassten Gellermann´schen Klarsicht.
Da das Reimkonstrukt von Hella-Maria Schier wohl kaum zu überbieten ist, erhebe ich mein Glas auf den "Wallonix-Miracolix-Majestic-CETA-Wird-wohl-nix-Trunk" und sage Dank an alle, die den tapferen Wallonen beigestanden sind und weiterhin unterstützend beistehen.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Manfred Caesar:

Man sollte sich keinen Illusionen hingeben.Man wird die paar "Helden" aus der Wallonie durch entsprechende Argumente (Geld) von der Wichtigkeit des CETA sehr bald überzeugen können.


Am 27. Oktober 2016 schrieb SIERA:

Dank an die Rationalgalerie auch für diesen Artikel, besonders auch für die Zitate aus dem Brief des Prof.Van Harten an die Wallonen und Belgier ! -Tatsächlich kein Wort im Mainstream über das Nicht-Einverständnis der Kanadier zu CETA; das Gegenteil wurde uns stets suggeriert. Zum letzten Satz im Beitrag von Andreas Schnell, den ich weitgehend unterschreibe - hier wird wieder der Irrtum ausgedrückt , der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht : “Was hat man daraus in Brüssel gelernt? Nichts, wie immer.“ -. Mensch geht von einem LernWILLEN aus , der nicht vorhanden ist! Und nicht interessiert! Es geht stets ausschließlich um Macht- und Profitinteressen. „Aus der Geschichte lernen“ - dieser Satz ist gut fürs Schulbuch ; und da steht er auch.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Belgien unterschreibt. Über den Ticker läuft: Eilmeldung: Ceta kann kommen, und ich könnte Ko..........


Am 27. Oktober 2016 schrieb Manfred Ebel:

Um auch mal die jw ins Gespräch zu bringen: Dort habe ich meine Position zum Thema geschrieben: https://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/leserbriefe.php?letterId=36008
Außerdem möchte ich die geschätzten Leser aufmerksam machen auf:
"Bleib stark, Wallonien!"
https://act.wemove.eu/campaigns/wallonia-ceta-de?utm_campaign=20161025&utm_source=civimail-3680&utm_medium=email


Am 27. Oktober 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Hansi Walenta
Endlich ein aufrechter Demokrat, der den Wallonen zeigt, dass sie zu spuren haben.
Aufmucken gilt nicht. Eine Erkenntnis, dass die Landwirtschaft von enormer Wichtigkeit für die Gesellschaft ist, gilt nicht. Die Umwelt zu schützen ? Wozu ?
Und wo kommen wir denn dahin, wenn der Staat regulierend in die Wirtschaft eingreifen könnte, um die Interessen der Menschen im Land zu schützen, und die Konzerne in die Schranken verweisen zu können ? Und dass die USA sehr zielorientiert mit mischt, dürfte doch jedem klar sein, zumal Kanada unter den Industrieländern das Hauptziel von Investorenklagen aus den USA gewesen sein soll. Die EU mauert. Überhaupt nicht bedacht, dass an der einen oder anderen Stelle in den Gehirnen einiger Politiker mehr als heiße Luft ist, und dass die Wallonie von ihrem Recht Gebrauch macht, die Interessen des Landes vor die zu stellen, die es auffressen wollen, und an deren Seite sollten wir doch sein. Die EU zerstört den Rest von Demokratie, und auflösen soll sie sich, dass endlich der Neuanfang beginnen kann, der die Selbstbestimmung der Völker, den Frieden, die Freundschaft, und vor allem aber das friedliche Nebeneinander als verbindliche Grundlage hat.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Fred Steinbrecher:

Ihr Artikel kritisiert zu Recht die EU und auch die Medien. Zur Medien-Kritik will ich etwas beitragen. Den von Ihnen erwähnten offenen Brief kanadischer Wissenschaftler an die Wallonen hab ich mal im Netz gesucht (also nicht Ihren Link benutzt). Es gibt ihn bei den großen Medien einfach nicht. Obwohl es, gleich wie man zu CETA steht, eine spannende Nachricht ist, wenn Kanadier über kanadische Verhältnisse und über ihre Erfahrung mit Freihandels-Abkommen reden. Der Brief ist nicht weit von einer Sensation entfernt. Aber weder im öffentlich-rechtlichen Sendesystem noch bei der großen Verlagen existiert er. Das zeigt einerseits, wie weit der Mainstream von der Wahrheit entfernt ist und andererseits, wie notwendig Medien wie die RATONALGALERIE sind. Danke!


Am 27. Oktober 2016 schrieb Andreas Schell:

Wallonien ist arm, Flandern reich, Belgien mitten in der Sezession. Ein nationaler Zerfall mit langer Geschichte. Mitten im nicht existenten Bundesstaat Belgien liegt Brüssel, die Hauptstadt der EU, die sich abmüht etwas zu verwalten, das entweder sichtbar bröselt oder nie vorhanden war. Und wieso bröselt es? Weil es nicht einmal gelingt, ein Paar Flamen und Wallonen unter einen Hut zu bekommen. Es kümmert sich nämlich niemand darum, aus der EU einen gerecht wirtschaftenden Staatenverbund mit überzeugten Einwohnern zu machen. Die Eurokratie hat was Wichtigeres zu tun, als sich um ERSTENS Einigkeit (!), ZWEITENS Recht und DRITTENS Freiheit aller Einwohner zu kümmern. Sie kümmert sich nur darum, den größten Geldsäcken das Leben immer noch leichter zu machen. Sie kümmert sich darum, ihnen zusammen mit ihrer hässlichen Schwester NATO in fernen Ländern ohne Rücksicht auf Menschenleben die Rohstoffwege und die Marktplätze frei zu schießen. Sie kümmert sich darum, dass sie barrierefrei ihre Container bei niedrigsten Energiekosten zu den letzten kreditwürdigen Verbrauchern auf der ganzen Welt karren können, damit diese Verbraucher immer mehr verbrauchen. Sie schert sich einen Dreck darum, wenn Subvention Nachbarstaaten ruiniert und der Abbau von schützendem Protektionismus neue Grenzen zieht, wo vorher keine waren. Zum Beispiel die Grenze zwischen Wallonien und Flandern, zwischen arm und reich. Belgien ist eigentlich ein schönes Land. Die EU beschleunigt seinen Zerfall genau wie ihren eigenen. Wozu mit Canada verhandeln, wenn das Elend schon mitten in Brüssel, spätestens am Stadtrand beginnt? Die Wallonen, noch etwas weiter draußen, liegen völlig richtig. Was hat man daraus in Brüssel gelernt? Nichts, wie immer.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Rita Grothus:

Da nimmt ein bürgerliches Parlament die Demokratie ernst! Das geht wirklich nicht. Ds macht doch sonst keiner, auf jeden Fall nicht die EU.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Hansi Walenta:

Ich kann es nicht verstehen, dass die EU denen unverantworligen WALO-Kinderlein so etwas erlaubt? Die EU-Staaten sollen denen aus der Wildnis komende Region, eine schwehre Lektion erteilen, in dem sie diese völlig wirtschaftlich und politisch isoliert.


Am 27. Oktober 2016 schrieb Heinz Schneider:

Schaut auf dieses Freihandelsabkommen !
Auch Du, Kritiker!,

Da hält die Welt den Atem an, um die historische Sekunde seines vorläufigen In-Kraft-tretens nicht zu verpassen, und dann machen die Wallonen alles zunichte!

Dabei ist diese Abkommen doch das Vorbild für besseren Freihandel. Wir haben euch, Kritiker, doch erhört und Garantien für Arbeiterrechte, Regeln für den Umweltschutz, ja sogar Schutzklauseln für öffentliche Dienstleistungen in eine Zusatzerklärung hineingeschrieben. Weltweit vorbildlich ist das!

Und dann kommen diese Wallonen und wollen doch tatsächlich, dass das Zusatzabkommen rechtsverbindlich sein soll. Genauso wie der Vertrag selbst!

Da ist doch die Empörung verständlich!! Was soll denn der Rest der Welt von so einem Europa denken!!


Am 27. Oktober 2016 schrieb Hella-Maria Schier:

Ganz Europa liegt im Würgegriff des Imperiums . Ganz Europa? Nein, ganz im Westen leistet ein winziges Land tapfer Widerstand.....und singt Wunschlieder.

Es fließe reich der Zaubertrank, oh Wallonix Miracolix
Und die Konzerne Kriegen nix, singt inbrünstig der Troubadix,
schleicht TTIP hintenrum herein, beißt es ins Bein der Idefix
Die spinnen die Politiker, so konstatiert der Asterix
Bonzen verdreschen, nix wie drauf, so freut sich schon der Obelix...
es resümmiert der Majestix
aus diesem CETA wirdmalnix.

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