Unter falscher Flagge

Der Israel-Beauftragte

Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Januar 2018

Jüngst wurden Israel-Flaggen in Berlin verbrannt. Das wäre, wenn es echte Flaggen gewesen wären, echt strafbar gewesen. Man hätte die Täter nach § 104 des Strafgesetzbuches ein bisschen bestrafen können. Ziemlich sicher waren es aber keine echten Hoheitssymbole, sondern selbstgebastelte Imitate. Deren Verbrennung gilt als schlichte Meinungsäußerung. Eine Meinung zu äußern, ist aber noch nicht strafbar. In Israel werden von einer kleinen orthodoxen jüdischen Minderheit aus religiösen Gründen ziemlich regelmäßig israelische Flaggen verbrannt: Die Orthodoxen mögen den zionistischen Staat nicht. Aber nicht mal ausgemachte zionistische Hardliner kamen bisher auf die Idee, diese Gruppierung für antisemitisch zu halten.

Ganz anders in Deutschland. Die paar aus Protest gegen die israelische Unterdrückung der Palästinenser angekokelten Fähnchen führten zu einem mächtigen öffentlichen Aufbäumen: Kanzlerin Angela Merkel sprach von „gravierenden Ausschreitungen“, der studierte SPD-Justizminister Heiko Maaß meinte, dass, wer israelische Fahnen in Brand stecke, auch „unsere Werte“ verbrennen würde. Und Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, äußerte im Reflex: Wer israelische Fahnen verbrennt, stellt das Existenzrecht Israels infrage. So aufgezäumt galoppierte der Politgaul gleich in den Bundestag und führte zu einer Entschließungsvorlage mit dem hochtrabenden Titel „Antisemitismus entschlossen bekämpfen“. Die bediente sich dann eines alten schäbigen Tricks und setzte „Boykottaufrufe und Beleidigungen gegen Israel“ dem Antisemitismus gleich. Der Mord an europäischen Juden durch die deutschen Nazis und die darüber anhaltende deutsche Scham wird mit der absichtlichen Verwechslung von Israel-Kritik und Antisemitismus schamlos für eigene Ziele ausgebeutet und entwertet.

Mit dieser Sorte selbst erzeugten Rückenwindes forderte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auf, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen. „Der Antisemitismusbeauftragte soll sich der ressortübergreifenden Koordination der Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Antisemitismus widmen.“ Der Antisemitismus, den es zweifellos gibt, ist eine ziemlich verrückte Weltanschauung, die einer religiösen oder ethnischen Gruppe eine diffuse Schuld zuweist. Solcherlei verdrehte Ideologie ist nicht auf die Verleumdung und Verachtung von Juden beschränkt. Wer in den letzten Jahren deutsche Mainstream-Medienprodukte konsumierte, konnte zur Auffassung gelangen, dass „die“ Russen oder „Putin“ für alles erdenklich Schlechte verantwortlich seien.

In beide Fällen, dem Antisemitismus und der Russophobie, sollen die ideologischen Konstrukte auch dazu herhalten, deutsche Schuld zu minimieren. Aber während es im Falle des millionenfachen Mordes an den europäischen Juden eine informierte und informierende Öffentlichkeit gibt, ist sowohl die Zahl der ermordeten Sowjetbürger, die deutlich mehr als zwanzig Millionen beträgt, als auch die deutsche Verantwortung für den rassistischen Feldzug gegen die zumeist russischen „Untermenschen“ kaum bekannt. Wer das nicht glauben mag, der muss sich nur schlichte Fragen stellen: Gibt es ein Mahnmal für die von den Nazis ermordeten sowjetischen Völker in Deutschland, gab es eine „Wiedergutmachung“ für die unzähligen Toten und die im Gefolge der „verbrannten Erde“ angerichteten unermesslichen Schäden, gab und gibt es eine deutsche Außenpolitik, die auf die Freundschaft mit Russland, dem Nachfolgestaat der Sowjetunion orientierte? Und während man die Feindschaft des westdeutschen Staates gegen die Sowjetunion noch der Zweiteilung der Welt, dem Kampf der Systeme zuordnen mochte, blieb nach der Implosion der Sowjetunion kein politisches Konstrukt zur Rechtfertigung dieser rassistisch aufgeladenen Haltung mehr übrig.

Das deutsche Grundgesetz in seiner kühlen juristischen Weisheit behauptet, dass ALLE Menschen vor dem Gesetz gleich sind und verlangt deshalb, dass NIEMAND „wegen seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“ darf. NIEMAND. Wenn jetzt eine religiös definierte Gruppe, die Israelis, einen eigenen Kommissar zur Sicherung ihrer Interessen bekommt, dann widerspricht das dem Grundgesetz und wirft eine Reihe von Fragen auf, die nicht juristisch zu beantworten sind. Da die Mütter und Väter des neue Manifestes zum Antisemitismus zur Begründung nur ideologisches Geschwurbel anbieten, ist man auf begründete Vermutungen zur Beantwortung der Fragen angewiesen.

Ganz sicher soll diese innenpolitische Maßnahme die deutsche Außenpolitik gegenüber Israel zementieren. Jene ziemlich bedingungslose Treue einem Staat gegenüber, der eine aggressive Haltung gegen seine Nachbarn einnimmt. Einem Staat, dessen atomare Bewaffnung zumindest seinen iranischen Konkurrenten im Nahen Osten gefährlich bedroht. Einem Staat, der im Inneren eine Sorte der Apartheid pflegt, die weder den internationalen Menschenrechten entspricht, noch auf die friedliche Lösung des Nah-Ost-Konfliktes orientiert. Ebenso sicher dient dieser neue Beauftragte auch der Legitimierung der permanenten deutschen Rüstungs-Exporte nach Israel. Von den vielen Kleinwaffen, die im israelischen Krieg gegen die Palästinenser Verwendung finden, bis zu U-Booten und Korvetten für die israelische Marine, die den Großmachtansprüchen der Israelis dienlich sind.

Der Antisemitismus-Beauftragte wird in Wahrheit ein moralisch maskierter Israel-Beauftragter sein. Ein Funktionär, der für das Gehalt eines Staatssekretärs die Existenz des modernen deutschen Staates nicht aus dem Verbrechen des Zweiten Weltkriegs erklären soll, sondern ihn primär auf das Verbrechen des Holocaust zurückführt. Das umgeht das Friedensgebot des Grundgesetzes, das blendet die Frage aus, ob sich denn ein Verursacher des Zweiten Weltkrieges an diversen Kriegen in anderen Ländern beteiligen darf, das veredelt eine militarisierte Außenpolitik und formiert das Land auch im Inneren: „Wir sind sind die GUTEN, soll der Beauftragte akzentuieren. Wir haben aus unserer Schuld gegenüber den Juden gelernt. Dass es noch andere Opfer gibt, soll die deutsche Öffentlichkeit nicht wissen.

Was fehlt ist nur noch der Name des hohen Beauftragten. Fraglos drängt sich Henryk M. Broder, der Kasper der Israel-Rundum-Verteidigung auf. Von Broder stammt der zynische Satz „Verglichen mit dem Warschauer Ghetto ist Gaza ein Club Méditerranée.“ Von dieser mörderischen Position ist der Schritt zum Vergeltungs-Terror nicht mehr weit weiß Broder: „Die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, übersteigt die Grenze zum Irrealen.“ Broder hätte auf alle Fälle den Vorteil, dass der ganze romantische Klimbim um den neuen Job auf seinen Wesensgehalt geführt würde: Wer nicht für Israel ist, der ist ein Feind.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 29. Januar 2018 schrieb Michael Kohle:

Dem Beitrag und den Kommentaren ist nichts hinzuzufügen?

Doch eine kleine Kleinigkeit von gestern Abend bei Gniffke. Die Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945. Der zur Objektivität und Neutralität Verpflichtete schaffte es tatsächlich über dieses Ereignis vor 73 Jahren zu berichten ohne auch nur ein einziges Mal ein Wörtchen zu verlieren, wer diesen Ort des finalen Grauens befreit hat. Statt dessen gab es einen Bericht über Auschwitz-Überlebende in - na? - genau: in New York.


Am 29. Januar 2018 schrieb Der Linksliberale:

@Der vom Helmholtzplatz:
1975 stand ich an diesem Denkmal...Anlaß: 30 Jahre Befreiung vom Faschismus...ein gewaltiger, hundertstimmiger Chor der Roten Armee, das Alexandrow-Ensemble, hat die Hymne "Der Heilige Krieg" gesungen. Nichts hat mich in meinem Leben emotional - politisch mehr berührt als dieses Ereignis. Heute noch höre ich diese Hymne: https://www.youtube.com/watch?v=PRnBKWFZ25Q ...und wenn ich in Berlin meine Mutter besuche, dann gehe ich manchmal zu diesem Denkmal...


Am 29. Januar 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Einen Antisemitismusbeauftragen - Beauftragten zur Förderung des Antisemitismus - hatten wir den nicht schon mal?

War das Joseph Goebbels oder Julius Streicher?

Uri Avneri hat es mal so gesagt: "Die Deutschen machen es immer gründlich. Früher war der Antisemitismus ihre Staatsideologie, jetzt ist der pro-Semitismus/pro-Israel ihre Staatsideologie."


Am 28. Januar 2018 schrieb antares56:

Ich frage mich immer wieder, wie lange sich unsere Bevölkerung, unsere Bürger, noch von dieser Politelite belügen lassen?!
Sind die Bürger wirklich so dumm, dass sie sich von einer Merkel nach 12 Jahren immer noch etwas vorlügen lassen?


Am 28. Januar 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

@Der Linksliberale
"Das „moderne" Deutschland hat als Gedenken den Holocaust, die Staatsräson gegenüber Israel und ein gewaltiges Denkmal in Berlin- das muss doch reichen (!), sagen uns die Herrschenden! "

Und verschweigen gerne das Denkmal im Berliner Treptower Park. Eines, wie ich finde, Pflichtbesuchs eines jeden Berliners und Berlin Besuchers wert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetisches_Ehrenmal_im_Treptower_Park
Ohne mir auf die Schulter klopfen zu wollen habe ich das o.g. Denkmal in den vergangenen Jahren mehrfach besucht um mich, und anderen denen ich von meinen Besuchen erzählte, daran zu erinnern welches Grauen der wieder erstarkende deutsche Kolonialismus und Imperialismus (mehr Verantwortung in der Welt übernehmen!?) zu verantworten hat.
Zum mutigen und hervorragenden Artikel des Galeristen nur so viel:
Antisemitismusbeauftragten finde ich gut. Erster Arbeitstag des genannten: Schließung der Standorte der ehem. Organisation Gehlen in Pullach und Berlin (ehem. U-Bahnhof Stadion der Weltjugend). Zweiter Arbeitstag: Schließung des Bundesamtes für Verfassungsschutz Köln und anderswo.
Dritter Arbeitstag: Schließung der Landesämter für Verfassungsschutz. Ich bin davon überzeugt das dann sehr viele Antisemiten ihrer dieser Tätigkeiten mit staatlicher Unterstützung nicht mehr nachkommen könnten (NSU, Amri etc. )


Am 28. Januar 2018 schrieb Der Linksliberale:

@altes Fachbuch fängt seinen Kommentar an mit „keine ahnung, wieso ein land, welches die meinungsfreiheit sowas von hoch hält, einen beauftragten braucht, um kritik an einen fremdstaat zu kriminalisieren“
Dieser Anti-Semitismus-Beauftragte macht für die herrschenden deutschen Eliten Sinn, ein sehr kluger Gedankengang des Galeristen gibt auch Antwort warum: „Das umgeht das Friedensgebot des Grundgesetzes, das blendet die Frage aus, ob sich denn ein Verursacher des Zweiten Weltkrieges an diversen Kriegen in anderen Ländern beteiligen darf, das veredelt eine militarisierte Außenpolitik“- Genauso so ist es, der Krieg als mörderische Gewalt gegen Völker, Religionen und Staaten wird in dieser Gesellschaft nicht mehr oder nur schamhaft nach 23.30 Uhr erwähnt. Es wird eine Gruppe der Ermordeten und Abgeschlachteten herausgegriffen und deren Tod als besonders barbarisch deklariert. Das lässt den Bundesbürger vergessen, dass neben den 7 Millionen mörderisch abgeschlachteten Juden auch noch rd. 50 Millionen andere Menschen (Kinder, Alte, Christen, Zigeuner, Sozialdemokraten, Kommunisten und und und) elendig verreckt sind. Das „moderne“ Deutschland hat als Gedenken den Holocaust, die Staatsräson gegenüber Israel und ein gewaltiges Denkmal in Berlin- das muss doch reichen (!), sagen uns die Herrschenden! Der politische Schwachsinn eines „Anti-Semitismus Beauftragten“ ist aber zugleich bauernschlau, denn man hat ja was getan und nebenher kann die Apartheits-Politik und Aggression Israels verniedlicht, begründet oder verleugnet werden. Geht es um die Zahl der ermordeten und abgeschlachteten Menschen im 2. Weltkrieg wäre mindestens auch ein „Anti-Russophobie-Beauftragter“ notwendig. Das hätte aber evtl. die Folge, dass ein großer Teil der Politiker (und ihre Kumpels von den Mainstream-Medien) mit einer Rechtsverfolgung zu rechnen hätten. Als erster wäre dann hoffentlich dieser evangelische, national- militaristische Gauck dran. Ein „Anti-Kriegs-und Gewaltbeauftragter“ das wäre eine bessere Möglichkeit gewesen. Aber gegen den Krieg zu sein und das als Staatsräson zu erzwingen, wird wohl der Auftrag der außerparlamentarischen Opposition sein, oder neudeutsch einer linken Sammlungsbewegung


Am 26. Januar 2018 schrieb altes Fachbuch:

keine ahnung, wieso ein land, welches die meinungsfreiheit sowas von hoch hält, einen beauftragten braucht, um kritik an einen fremdstaat zu kriminalisieren. da wird die "majestätsbeleidigung" juristisch abgeschafft, und lobhudelei im anderen fall installiert!?
letztendlich kann man damit judenfeindliche geisteshaltungen und gesellschaftliche ursachen für antisemitismus nicht unterbinden.
niemand kann mich zwingen, mich pro-israelisch zu positionieren, und mir gleichzeitig das pro in bezug auf palästina verbieten!
ich gehe auch bei den meinungen mit, dass dieser maulkorb die ouvertüre für weitere verbote ist.
mit israel muss man sich gut stellen: die speerspitze in osteuropa funzt noch nicht, da muss man die lunte eben im nahen osten zünden, um geld zu verdienen. russland muss auf seine abreibung warten. erst mal iran und den kaukasus knacken, platz für rohstofftrassen anstelle einer seidenstrasse freibomben.

russophobie?
der rechtsnachfolger bestätigt, dass das III.reich einen barbarischen angriffskrieg begonnen hat. für die verbrechen und greuel allerdings sind einzelfälle schuld. siehe https://deutsch.rt.com/inland/64146-trotz-27-millionen-tote-bundesregierung/
übrigens erfolgte diese stellungnahme nur aufgrund der arbeit der PdL im parlament;)

@frau Birgersson
st. liebich ist obmann der PdL im auswärtigen ausschuss des bundestages. ist er im rahmen dieser tätigkeit nun ein linker transatlantiker oder ein transatlantischer linker??
brsieske war 2017 bei den bilderbergern dabei??

@den galeristen
"Gemessen an den Opfern und Schäden in der Sowjetunion fielen die Leistungen durch Ostdeutschland/DDR kaum ins Gewicht."
NIEMAND hätte das gut machen können und reparationen sind auch keine wiedergutmachung, da irrt kollege st. thomas!
ABER:
- die DDR hat 50 mal soviel an reparationen geleistet, wie die BRD!!! siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Reparationen#Deutsche_Reparationen_nach_1945
- und das sollte auch mal gesagt werden, da dies zur beurteilung nachfolgender geschichtlicher entwicklungen und ereignisse sowohl in der DDR als UdSSR unerlässlich ist!


Am 25. Januar 2018 schrieb Matthias Brendel:

Danke lieber Uli.
Für den Mut, dieses so hassbewegte Thema so gekonnt zu behandeln.
Natürlich darf der Holocaust niemals vergessen werden und ist auch sicher mit Geld niemals wieder gut zu machen, aber sind 27 Millionen getötete Russen während des 2.Weltkrieges durch Deutsche, die sich noch im Massengrab jeden Tag aufs Neue von deutschen Leitmedien beleidigen lassen müssen und die Einkreisung ihrer Grenzen erdulden und das auch noch teilweise mit deutscher Beteiligung, nicht auch erwähnenswert?
In Nordsyrien kämpfen jetzt gerade deutsche Leopard Panzer gegen deutsche Kleinwaffen.
Unserer Spitzenpolitiker finden das gut und sagen: Weiter so!
Die deutschen Rüstungsexporte steigen Jahr für Jahr und einer der wichtigsten Kriegstreiberstaaten und Landräuber bekommt Sonderkonditionen auf Kriegswaffen.
Auf diese gefährliche Entwicklung muss wenigstens von diesem kleinen friedensbewegten Haufen hier aufmerksam gemacht werden, es ist unsere verdammte Pflicht das zu tun.
Lassen Sie sich von den Broders und Merkels dieser Welt niemals einschüchtern, denn diese Phase scheint gerade zu laufen.
Wer weiss, wie lange es das freie Netz noch gibt?
Sie sind ein Wachturm der Aufklärung im Strudel eines neuen mittelalterlich anmutenden, inquisitorischen, Dummheit und angstverbreitenden Medienstrudels.
Nieder mit dem Krieg, der Besetzung anderer Staaten und der sinnlosen Menschenschlächterei.


Am 25. Januar 2018 schrieb Michael Kohle:

Wie sich Good old Germany blamiert bis auf die Unterhose, weltweit!

Das ganze Deutschland, nein, ganz bestimmt nicht. Aber die herrschende Klasse, die Wertegemeinschaftsanhänger. Und insbesondere die Regierung, die noch geschäftsführende Ehemalige wie auch aller Voraussicht nach die Zukünftige. Mit der Forderung nach einem Antisemitismusbeauftragten, niedergeschrieben in der absolut schwachsinnigen, devoten Vorlage der vier zurechtgebissenen Fraktionen des neuen Bundestages outet sich eine Bibi-Clique aus billigen, niederen Gründen, das eigene Volk und das eigene Land einem Erpresser auszuliefern.

Nein, ich werde jetzt nicht in diesem Stil fortfahren. Möchte jedoch Interessierten - und den Nichtinteressierten erst recht - mit Nachdruck empfehlen, einen heutigen Beitrag zum Thema aufmerksam zu lesen. Aus der Feder eines in Deutschland lebenden US-Amerikaners:

https://www.counterpunch.org/2018/01/24/germany-israel-palestine-neo-nazis-refugees-roger-waters-bds-and-antisemitism-very-complicated/

Wer hat denn hierzulande mitbekommen, dass ein geplantes Konzert mit dem ehemaligen Bassisten von Pink Floyd mal auf die Schnelle gecancelt wurde. Als Anhänger der in den USA heimischen Bewegung für den Boykott israelischer Güter (BDS) war er prompt zur persona non grata auf der doch absoluter Neutralität und Objektivität verpflichteten Gniffke-Mattscheibe mutiert. Waters, Roger Waters ein Antisemit: Basta! Hau weg den Scheiss!

Weiß jemand, was letztes Jahr mit der Documenta-Performance „Auschwitz on-the-beach“ so abgegangen ist. Nein? Nun, das was seit Jahren zwischen der libyschen Küste und Sizilien so abgeht sollte künstlerisch aufbereitet werden. So total daneben war dafür der gewählte Titel also nicht. Total daneben war er für allerlei darob Entrüsteter, der Missbrauch des Namens der heiligen Stätte durfte keinesfalls hingenommen werden.

Wahrscheinlich auch nie etwas vernommen hat das mit der Erbsünde belegte Volk zwischen Rhein, Nord- ud Ostsee und Oder/Neisse von Dr. Norman Finkelstein. Ein ausgewiesener echter Jude, akademisches Geblüt und mit Eltern, die erfahren mussten, was concentrations camps so bedeutet. Und trotzdem ist Dr. Finkelstein ein Kreuzzügler pro Palästinena. Er ist auch der Schöpfer der entlarvenden Bezeichnung „Holocaust industry“. Weshalb er von der israelischen Regierung als Antisemit eingestuft ist, seine Professur natürlich futsch. Wie war das damals an deutschen Universitäten denn so abgegangen, spätestens ab 1933? Na, klingelts?

Auch von einem Chas Freeman dürfte wohl nie bei Gniffke und seinen Brüdern und Schwestern im Geiste etwas zu vernehmen gewesen sei. Dabei ist er doch ein US-Diplomat, geradezu ein Experte für die Willners. Ein pensionierter, zugegeben und ein penetranter dazu. „Examples of criminal conduct include mass murder, extra-judicial killing, torture, detention without charge, the denial of medical care, the annexation and colonization of occupied territory, the illegal expropriation of land, ethnic cleansing, and the collective punishment of civilians, including the demolition of their homes …“ Muß ich mehr zitieren von dem guten Mann? Doch, doch, er bezog sich schon auf den Staat mit dem weißblauen Stern. Hört sich aber anders an als die sonst aufgebotenen Kröten gleicher Provenienz, die Kornblums und auch allerlei andere.

Das mutwillige wenn nicht blindwütige Vorgehen - auf offen erkennbaren Lügen basierend - unserer reziproken Kreuzzügler aus höchst seltsamen Gehorsam handelnd, den ansonsten doch ach so heiligen Werten zuwiderlaufend, muss doch von jemandem gefordert sein. Wer das wohl sein mag? Der Schluss des o.g. Artikels zur geflissentlichen Kenntnisnahme:

„Germany adds insult to injury when it enshrines in government policy the vicious lie, echoing those equally vicious smears from Tel Aviv, that passionate advocates of the Palestinian cause are motivated by racism.“

Dem kann und will ich nicht widersprechen.


Am 24. Januar 2018 schrieb Wolfgang Oedingen:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
zu Ihrem Artikel den Antisemitusbeauftragten betreffend hatte ich mir
erlaubt folgendes bonmot beizusteuern:
Früher war jemand Antisemit der Juden hasst, heute ist jemand
Antisemit den Juden hassen.
Diese Zuschrift finde ich bei den Kommentaren nicht.


Am 24. Januar 2018 schrieb Der Linksliberale:

Israels Staatsführung ist der brutalste Vertreter eines militaristischen und aggressiven Staatswesens. Diese israelische Militärbürokratie hat mit der Religion der Juden so wenig zu tun wie der Faschismus mit Menschlichkeit oder Freiheit. Die jüdische Religion wird benutzt um Annektierung und Okkupation durch zusetzen. Die deutsche Bundesregierung macht sich zum Hehler. Die Totengräber Israels sind Netanjahu und Konsorten und nicht die Kritiker dieser Militäraggression gegen andere Völker. Darf ich das noch schreiben, bevor der Antisemitismus-Beauftragte mich anklagt und öffentliche Medien-Auspeitschung droht. Es gibt in Israel viele religiöse Juden, aber auch nichtjüdische Araber die gegen dieses heutige Israel mit seiner aggressiven Politik sind. Allein Ihnen fehlt die Stimme in den deutschen Merkel-Medien.
@Simone Birgersson"wir dürfen die Rolle der Führung der YPG bei den jüngsten Entwicklungen in Syrien aber nicht außer Acht lassen. Diese Leute haben mit Ihrer verantwortungslosen Haltung gegenüber dem kurdischen Volk jeden Kompromissvorschlag der Syrer, der Russen und Iraner abgelehnt. Diese "Kurden- Führung" ist wieder mal einem falschen Propheten hinterhergelaufen, dieses Mal dem US-Hegemon. Es ist der Glaube an die Gewalt und an Waffen. Das kurdische Volk wird nun für diese verantwortungslose Politik die Zeche bezahlen. Die USA hat noch nie Waffen verschenkt (5.000 LKW mit Waffen?), der Preis ist der Tod, das Chaos und das Schlachten. Übrigens, ähnlichen Schwachsinn wie dieser pseudolinke S. Liebich in einem Interview von sich gegeben hat, hat auch K. Kipping geschrieben "Es ist eine Schande, wie Russland & der Westen die Kurden verraten". Dieses hirnrissige, reflexartige "auch der Russe war`s" ist unerträglich und ersetzt offenbar auch bei Teilen der Linken mittlerweile das Denken.


Am 23. Januar 2018 schrieb Simone Birgersson:

Beeindruckend, wie es hier wieder meisterhaft gelingt, auf diesem verminten Gelände einen sicheren Pfad zu beschreiten, von dem aus es möglich ist, die ideologischen Sprengfallen drum herum nicht nur zu identifizieren und umgehen sondern gleichsam zur verbalen Implosion zu reizen.
Zusammen mit dem facebook-Gesetz wird uns mit dieser Entscheidung der Zensur und Inquisition light schon mal der Knüppel gezeigt, der bei weiterer Unbotsamkeit aus dem Sack geholt werden kann. Dabei hat es sich seit den Zeiten des Buchdrucks erwiesen, dass Denkverbote nie befolgt worden sind, Meinungsfreiheit höchstens erschwert werden konnte. So etwas kennen wir auch hierzulande noch aus den 1970/80er Jahren, als es bei Strafe verboten war, die Texte der RAF zu verbreiten, auf dass niemand sich eine wirklich eigene Meinung über Hintergründe und Motive der Aktionen von ihnen bilden konnte. Müssen wir uns bald alle im Darknet wieder treffen?
Mich wundert nur, dass dieser Einrichtung nicht gleich ein Antiamerikanismus-Beauftragter an die Seite gestellt wurde, wird doch beides - Antisemitismus und Antiamerikanismus - mittlerweile in weiten - nicht nur Antideutschen Kreisen als identisch betrachtet. Letztlich wäre - in Anlehnung an die Vorgaben des des IHRA (International Holocaust Remebrance Alliance): „Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum“ - gleich ein Antikapitalismus-Beauftragter die sparsamste Lösung. Aber nee, das wäre dann wieder doch zu eindeutig?!

Bei aller vollen Zustimmung zu diesem Artikel möchte ich aber auch die Enttäuschung nicht verhehlen, die mich ergriff, als ich gleich Sonntag nacht die Rationalgalerie aufmachte. Ich hatte gehofft, etwas zu den Angriffen der türkischen Armee auf die Kurdengebiete in Nordsyrien/Afrin zu finden hier. Ich will gar nicht die Prioritäten, unter denen die Themen gesetzt werden, kritisieren. Aber diese kriegerische Vorstoß hat für mich noch eine andere Qualität als der bisherige Syrien-Krieg. Hier geht es nicht 'nur' um die Kurden, sondern in einer Region, die z.T. vom bisherigen Kriegsgeschehen verschont geblieben war, um ein Projekt, das unter der Bestimmung gleicher Rechte und Lebensbedingungen aller Bewohner ein autonomes und selbstbestimmtes Gemeinwesen entfalten soll. Das kann keinem der beteiligten Mächte zusagen, wäre doch so auch ein vorbildhaftes Beispiel für andere Regionen erkennbar. Und so passiert etwas, was nicht nur der Türkei in den Kram passt. Und das noch unter Mithilfe eines wiederbelebten Zombies, der sog. Freien Syrischen Armee (FSA), in der sich jetzt die Reste der von den YPG-Kämpferngeschlagenen und vertriebenen Islamistischen Truppen von IS und anderen AlQuaida-Söldnern tummeln.
Butterweiche Reaktionen vom geschäftsführenden deutschen Aussenminister, obwohl dort die deutschen LeopardII-Panzer beteiligt sind. Und dann noch der Kommentar von diesem Transatlantiker bei der Linken Partei Stefan Liebich, der sich nicht entblödet, das Agieren Russlands auf der Krim und im Zusammenhang der Ostukraine mit den Mörderaktionen der türkischen Armee gleichzusetzen.
Die einen unterstützen diese mörderische Strategie, die anderen ziehen sich zurück und schweigen. Ich bin sehr beunruhigt und frage mich, ob hier nicht ein neues Guernica droht. Von daher wollte ich das unbedingt noch erwähnt haben und bitte drum, mir nicht zu verübeln, einfach mal vom Hauptthema abgewichen zu sein.

Antwort von U. Gellermann:

Ihre Enttäuschung ist mir verständlich. Es mangelte an Kraft. Darf ich Ihnen schlicht zustimmen? Insbesondere Ihrem Kommentar zu Herrn Liebich.


Am 23. Januar 2018 schrieb Karola Schramm:

Ich bin nicht sicher, ob es Sinn macht, in einem Artikel gleich zwei Verbrechen der vergangen deutschen Politik nebeneinander zu stellen.
Der Holocaust der Naziregierung des deutschen Volkes an Menschen jüdischen Glaubens ist eine Sache. Die Verbrechen an der russischen Bevölkerung mit dem Ziel, "diese Untermenschen" auszulöschen ( wie "die Juden" ) eine andere.

Die Frage ist jetzt, wie DANACH mit beiden Ländern umgegangen wird.

Israel ist ein künstlich errichteter Staat, der in Palästina gegründet wurde und somit auch eine bestimmte Landmenge zugeteilt wurde. Die Palästinenser wurden nicht gefragt. Israel ist inzwischen durch Kriege mit folgender Annexion innerhalb der Region größer und politisch mächtiger geworden. In vielen Fällen verhält es sich völkerrechtswidrig und gemein gegen seine Nachbarn. Schutzmacht von Israel sind die USA, Deutschland sowie die EU.

Russland war immer schon ein selbständiges Land. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion trennten sich einige Gebiete und wurden selbständig. Russland lässt sich unter Putin von keinem Land gängeln, bevormunden oder ausbeuten und verhält sich völkerrechtlich im gesetzlichen Rahmen.

Das Dilemma ist die deutsche Politik, die mit zweierlei Maaß misst.
Ob sie nun durch einen Antisemitismus-Beauftragten vergangene Schuld minimieren oder verstecken will, ist, finde ich, unerheblich. Sicher ist jedenfalls, dass mit dieser regiden Haltung eher die freie Meinungsäußerung unauffällig begrenzt werden soll.
Gegen Fahnen-Verbrenner haben wir ein Gesetz, das einfach nur angewendet werden muss. Sind die Übeltäter von der Polizei festgenommen und werden vor Gericht gestellt ? Nichts davon kann ich lesen. Nur große pathetische Reden im Bundestag kann ich hören und die berufen sich auf diesen Vorfall und dass ein jüdisches Kind in der Schule gemobbt wurde. Hier wird etwas am "Jüdischen" festgemacht, was man nicht machen sollte, denn gemobbt werden auch andere Kinder und zwar gründlich.
Diese Differenzierung fehlt allen Parteien, außer bei der AfD konnte ich hören, dass sie den Anstieg der Angriffe auf Menschen jüdischen Glaubens der Zuwanderung zuschreiben. Was wiederum von den anderen Parteien mehr oder weniger geleugnet, auf jeden Fall verharmlost wird.

Interessant ist in diesem Zusammenhang welche Parteien den Antrag an die Bundesregierung gestellt haben um den Arbeitsplatz eines Antisemitusmus-Beauftragten schaffen zu können. Es sind CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne. Die Linkspartei und AfD wurden außen vor gehalten, weil sie links- und rechtsextrem seien und man mit diesen, weil Konsens, nicht zusammen arbeiten wolle. Die Linke sei zwar nicht ganz so wie die AfD, aber da es Linksextremismus gäbe, kann man nicht nur die AfD aussperren.

So einfach gestrickt ist das Weltbild unserer Vertreter im Bundestag. Keiner will wissen, dass die richtigen, fetten, dicken Nazis nach dem Krieg fast alle in die CDU eingetreten sind, einige in die CSU und FDP, einige wenige in die SPD. Das große Sammelbecken war die CDU.
Der "investigative Philosoph" Werner Rügemer beschreibt diese Leute als "schwarz lackiert." Demnach sitzen und saßen mehr von diesen im Bundestag, als wir denken. Das würde dann auch das durchweg undemokratische Verhalten der Parteien gegen die AfD und Linkspartei erklären, das Einschränken der Meinungsfreiheit, was Israel-Kritik angeht. Und es zeigt mir auch, was hinter dem EU-Wahn Deutschlands steht, es als stärkstes Land mit Deutungshoheit und Militär weiter auszubauen. Genau dazu passt dann auch das schlechte, diffamierende Verhalten gegen Russland. Es ist altes Geröll was neu verpackt und verschickt wird, wenn immer nach Fehlern bei Putin gesucht wird.
Diese Bundesregierung und dieses Parlament ist auf "täuschen und tarnen" aus. Sie wollen sich als die Guten darstellen und verleumden andere als die Schlechten, mit denen man nicht sprechen und zusammen arbeiten will. Sie machen der Bevölkerung vor, wie Intoleranz geht. An einem normalen Arbeitsplatz würde so ein Verhalten als Fehlverhalten geahndet und bestraft.

Von Demokratie, Großzügigkeit und Liberalität, dass alle Parteien gewählte, demokratische Parteien sind, die Rechte haben, keine Spur. So was sollte alle Demokraten in der EU hellhörig machen, damit sie wissen, wohin sich Deutschland entwickeln will.

Antwort von U. Gellermann:

Es geht mit der Installation des „Beauftragten“ schon um das Verstecken von Schuld. Nicht der Weltkrieg soll als wesentliche deutsche Schuld begriffen werden sondern der Holocaust. Das würde sowohl die verrückte Merkelsche Staatsräson legitimieren, als auch die Militarisierung der Außenpolitik verharmlosen.


Am 23. Januar 2018 schrieb Steffen Thomas:

Ein brillanter Artikel mal wieder. Aber das wurde schon mehrfach hier erwähnt. Daher meine kleine Ergänzung zur Frage der Wiedergutmachung am Sowjetvolk. Kann man diese Verbrechen eigentlich wiedergutmachen? Ich denke nicht. Jedoch ist es nicht so, das es keinen Ansatz zur Wiedergutmachung gab. Während es in den westlichen Besatzungszonen und der späteren BRD einen Aufbau West gab, gab es in der sowjetischen Besatzungszone durchaus einen Abbau Ost. Wie zum Beispiel bei AGFA Wolfen und anderen Großbetrieben, auch die Ausbeutung der ostdeutschen Uranvorkommen durch die Sowjetunion als auch generell das Wirken und Handeln der Sowjets im RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) sind für mich durchaus Ansätze einer Wiedergutmachung.

Antwort von U. Gellermann:

Gemessen ab den Opfern und Schäden in der Sowjetunion fielen die Leistungen durch Ostdeutschland/DDR kaum ins Gewicht.


Am 23. Januar 2018 schrieb Spargel Tarzan:

Ich möchte zur aktuellen Lage in diesem Land ein Zitat von Bertold Brecht anbringen:
"Unsichtbar macht sich die Dummheit, indem sie sehr große Ausmaße annimmt."

Und das betrifft ja nicht nur das sklavische Verhalten hier, gegenüber Israel. Diese sich ausgebreitete Dummheit ist in allen Bereichen des täglichen Lebens festzustellen. Und da sind wir auch gleich beim Inhalt des Zitates. Die Verdummung, besser Verblödung, hat ein Ausmaß angenommen, daß sie als solches nicht mehr wahr genommen wird, sondern als legitimes Verhalten und allgemeines Fordern.
Wer sich dagegen wert ist wahlweise ein Putinversteher, ein Nazi, ein Antisemit oder beides gleichzeitig. Diese Argumentationskeule trifft ja sogar Menschen jüdischen Glaubens, gerne auch Überlebendes des Holocausts, und macht auch vor sonstigen Absurditäten nicht halt.
Doch Absurditäten werden in diesem Land zur Normalität, zur Regel erhoben und da schließt sich dann der Kreis zum Zitat.

Und der im Artikel beschrieben Vorgang ist ja nur ein kleiner Aspekt aus der Farce, die sich BRD nennt. Was hier auf allen Ebenen passiert, dringt ja nicht alles an die Öffentlichkeit und doch steht immer irgendwo etwas geschrieben, doch das meiste bleibt im Verborgenen, im nicht öffentlich Berichteten.
Hier ein besonderes Exemplar, dessen Inhalt auch vor Verfassungsbruch nicht Halt macht.
http://www.danisch.de/blog/2018/01/23/geistige-rollstuhlrampen-ii-deutsches-patent-und-markenamt/

Da es Niemanden gibt, der diesem Irrsinn Einhalt gebietet, geht es immer weiter. Otto Normalverbraucher ficht es nicht an, doch er irrt, es wird auch ihn eines Tages betreffen.


Am 23. Januar 2018 schrieb Hella-Maria Schier:

Ein Hintergrund ist wohl der Umstand und die Befürchtung, dass durch viele muslimische Flüchtlinge Antisemitismus importiert würde, denn deren Herkunftsländer stehen Israel ja nicht sonderlich freundlich gegenüber. Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, hat allerdings nichts mit dem Antisemitismus des 3.Reichs zu tun. Nebenbei, gibt es dann wohl demnächst antisemitische Rechte die gegen Antislamismus protestieren, oder antimuslimische Rechte, die Antisemitismus bekämpfen und prügeln die sich dann oder ... ? Auf jeden Fall spalten wir uns alle immer mehr auf. Irgendwo las ich mal, dass Politstrategen immer versuchten, mit einer Massnahme mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen , schon aus ökonomischen Gründen. Kontrolle und Abschaffung der Meinungsfreiheit sind auch solche Ziele, die Bürger sollen verunsichert werden und Angst haben, ihre kritische Meinung offen zu äußern. Sie sollen sich gegenseitig belauern, statt die Herrschenden kritisch zu hinterfragen.
Gegen Kritik an Finanzsystem, Kriegen und den Medien wird die Antisemitismuskeule bereits geschwungen, was dieser Antisemitismusbeauftragte sicher noch steigern wird. Es lebe die Inquisition ... Vielleicht ist der Demokratieabbau noch das primäre Motiv.
Denn den Juden nützt es natürlich gar nichts, wenn sie ständig als Grund dienen müssen, Missstände wie Bankenmacht und globalen Imperialismus ("gleich Antiamerikanismus gleich Antisemitismus")
nicht kritisieren zu dürfen, im Gegenteil, es lenkt die Wut über diese Missstände auf die Juden! Wenn die Antisemitismuskeule also selbst antisemitisch ist und den Juden schadet, wem nützt sie dann? Den Machteliten, Kartellen, Kriegstreibern,
usw. Den üblichen Verdächtigen, sonst niemanden.


Am 23. Januar 2018 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

UUungeheuerlich was sich da an Lügen und Falschheit und unter Zuhilfenahme Amerikas (Trump) und sämtlicher widerwärtiger Mossads zusammenbraut -
gegen die Palästinenser - zum vermeintlichem Nutzen Israels... aktuell noch Nethanjahus Israel!

Es graust einem bei der Vorstellung, daß all dies teuflische Treiben eines nahen Tages das Faß zum Überlaufen bringen könnte, der Spieß sich umdreht und dem gesamten nahen Osten - speziell ISRAEL um die Ohren fliegt!!!!!

So wie sich das Politische gestaltet - unter dem von langer Hand scheinbar auf ewig festgezurrten "Schutz" der Deutschen und all der anderer Mittäter - so verhält sich Israel zwar anders, doch keineswegs besser als einstmals die Nazis: sie wollen nichts als ihre "Konkurrenten" möglichst komplett auslöschen, um sich vollends alles anzueignen was nicht ihr Eigen ist...
So jüngst Jerusalem, den Gaza, den restliche Schweizer Käse Westjordanland - das ganze Palästina-Gebiet ist dabei, von Israel geschluckt zu werden. Israel hat samt und sonders meine/unsere einstmals vorhandene Sympathie verloren!
Voller Empörung unterschreibe ich demzufolge den obigen Artikel!!!!

Sie mögen mich und meine Freunde also ruhig ANTISEMITEN nennen, die Verteidiger dieses ungeheuerlichen Unrechts - seis drum!


Am 22. Januar 2018 schrieb Christa Berger:

Ich bewundere Ihren Mut! Wer zum Antisemitismus einen derart differenzierten Standpunkt hat, der verschweigt ihn lieber. Denn man kann ganz schnell auch zum Antisemiten erklärt werden. Und dann ist man erledigt. Woher nehmen Sie die „Frechheit“ diesen Standpunkt offen und öffentlich zu vertreten?

Antwort von U. Gellermann:

Als „anständiger“ West-Deutscher war ich, in Ablehnung der Nazi-Verbrechen und meiner Elterngeneration, anfänglich philosemitisch: Juden waren mir die besseren Menschen. Das führte mich auf die Seite der bundesdeutschen Linken und geradewegs in die körperliche Auseinandersetzung mit den Nazis. Das war sowohl meine Eintrittskarte in den Verein der Denkenden als auch eine Legitimation zur Kritik an Israel.


Am 22. Januar 2018 schrieb Rudi der Ratlose:

Lieber Uli Gellermann,

ich finde es gut, dass Sie sich an dieses heiße Eisen 'ran trauen. Und es ist höchst notwendig, die Kunstgriffe, derer sich da bedient wird offenzulegen.

Das geht damit los, dass die auch von Israel kolportierte Gleichsetzung der jüdischen Ethnie mit dem jüdischen Glauben hingenommen wird und genauso die israelische Selbstdefinition als Staat der Juden. Dabei sind 20% der Bevölkerung arabische Israelis. Deren Vertretung in der Knesset macht aber nur 10% aus. Auch ansonsten wird dieser Bevölkerungsteil schwer benachteiligt. So gibt es zum Beispiel zwar arabisch-sprachige Schulen. Deren Schüle erhalten aber im Durchschnitt nur 10% der Mittel, die Schüler hebräisch-sprachiger Schulen erhalten. Um nur ein leicht überprüfbares Beispiel zu nennen.

Natürlich gibt es auch Dumpfbacken-Ideologen, die noch heute glauben, dass an allem "die" Juden schuld sind.

Und da kommt gleich der nächste "Kunstgriff": Faschist ("Nazi") ist, wer Antisemit ist. Die Zugehörigkeit zu einer politischen Gruppe wird einfach am Denken, statt am Handeln festgemacht. Dabei sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass spätestens seit 1900 der Etikettenschwindel zum politischen Inventar fast aller Gruppierungen gehört, wobei manchmal der Übergang zwischen Dummheit und Lüge nicht mehr auszumachen ist. Mein Motto ist daher: "Glaube keinem Parteinamen, keinem Parteiprogramm und keiner Rede unbesehen, sondern schau den Kerls vor allem auf die Finger, weniger aufs Maul".

Wer das macht, wird feststellen, dass faschistoide Handlungsweisen längst zur westlichen Staatspolitik gehören. Und dazu gehört auch die Einsetzung eines Antisemitismus-Beauftragten. Henryk M. Broder eignet sich da wirklich bestens.

Und nun eine kleine, m. E. notwendige Ergänzung:

Mich erinnert das Vorgehen gegen Antisemiten, auch gegen echte, etwas an alten Zeiten: Die Mafia hatte schon immer was gegen Handtaschendiebe. Und das Amsterdamer Rotlichtviertel ist in dieser Beziehung die sicherste Gegend der ganzen Stadt. Die großen Verbrecher haben sich noch nie den Profit durch kleine Halunken vermasseln lassen.

Auch die Judenverfolgung und der ganze Rassenhass der deutschen Faschisten hatten eine sehr handfeste ökonomische Grundlage. Da gab es die 1-Mrd.-RM-Kontribution, der zeitweise erlaubte "Freikauf" und auch die neue Handhabung der "Reichsfluchtsteuer" von 1931. So ermordete man dann in Auschwitz und anderswo vor allem die Juden der Mittel- und Unterschicht. Wohlhabenderen Juden war viel öfter die Flucht gelungen, als ärmeren. Wie alle Menschen waren auch die Juden im Leben und Sterben nicht gleich.

Und aus ökonomisch und globalstrategischen Motiven ist heute "Freundschaft zu Israel Staatsraison" und der Islam (sofern er nicht in Saudi-Arabien beheimatet ist) pfui. Im Schatten der Anti-Antisemitismus-Kampagne ward längst der "Jud Süß" durch den "Moslem Ali" ersetzt und die Weisen von Zion durch Bin Laden von Afghanistan. Diese handfesten ökonomischen Interessen sollen politisch und ideologisch durchgesetzt werden. Und bei dieser Gelegenheit macht man möglichst jede widerständige Meinung platt.


Am 22. Januar 2018 schrieb Helene+Ansgar Klein:

Dieser wichtige Artikel zum Begriff des Antisemitismus ist ganz im Sinne dessen, was uns ein jüdischer Freund sagte, dass ein Freund Israels im Grunde verpflichtet sei, unmoralisches Handeln der israelischen Regierung, z.B. ihre Apartheitspolitik, zu kritisieren.
Ein ganz entscheidender Gedanke dieses Artikels ist für uns auch die Frage: "Gibt es ein Mahnmal für die von den Nazis ermordeten sowjetischen Völker in Deutschland, gab es eine ?Wiedergutmachung? für die unzähligen Toten und die im Gefolge der ?verbrannten Erde? angerichteten unermesslichen Schäden, gab und gibt es eine deutsche Außenpolitik, die auf die Freundschaft mit Russland, dem Nachfolgestaat der Sowjetunion orientierte?"


Am 22. Januar 2018 schrieb Ute Plass:

Danke für diesen aufschlussreichen Artikel.
Passend dazu: https://www.jungewelt.de/artikel/325863.es-deutet-sich-ein-ressentiment-an.html


Am 22. Januar 2018 schrieb marie becker:

"Nimmt man den israelischen Genetik-Standpunkt, dann ist nur der ein Jude, der eine jüdische Mutter hat. "

Ist das nicht sogar ein zutiefst rassistischer Standpunkt?
Ganz abgesehen davon, kann man seine Ahnenreihe an Hand der hier angegebenen Linie über hunderte oder sogar tausende von Jahren echt verfolgen ?


Am 22. Januar 2018 schrieb Michael Kohle:

Es steht mir nicht zu, hier einen Ordnungsruf von mir zu geben. Ein Kopfschütteln sei mir dann doch erlaubt.

Des Galeristen Werk ist wieder einmal trefflich gelungen, gewiß. Dabei jedoch von einer erfrischenden Kolumne zu sprechen, von eingestelltem Lesevergnügen zu berichten, sehe ich bei diesem Thema jetzt doch etwas arg ins Klo gegriffen, mit Verlaub. Könnte auch mißverstanden werden.


Am 22. Januar 2018 schrieb marie becker:

wie war das noch? man saß in Brüssel beisammen um zu erörtern wie man sich zu Trumps Botschaftsverlegung und der Behauptung Jerusalem sei Israels Hauptstadt verhalten solle: man war geteilter Meinung.... und... ohne eingeladen zu sein, erschien Netanjahu auf dem Gipfel um die Geladenen unter Druck zu setzen.
na und ??...auf dem Rückflug grinste der hohe Herr hämisch in die Kamera eines Journalisten und meinte...macht nichts, sie werden alle schon bald ein Einsehen haben und Jerusalem als unsre Hauptstadt anerkennen.


Am 22. Januar 2018 schrieb Marc Britz:

Bereits im Jahr 2005 wies der französische Marxist Alain Badiou auf die zunehmende Sakralisierung der Bezeichnung „Jude" im politischen Diskurs hin. Wichtigstes Element dieses verheerenden ideologischen Vorgangs ist dabei den Holocaust als unvergleichliches, einzigartiges Ereignis zur Begründung einer Ausnahmestellung heranzuziehen. Dieser Vorgang ist nicht nur verheerend, weil dabei das Leid der Millionen nicht-jüdischen Opfer unterschlagen wird, sondern auch weil dabei ausgerechnet der rassistisch begründete „Juden"-Begriff der Nazis ein vererbbares Sonderstellungsprädikat rechtfertigen soll. Echtes Mitleid mit den Opfern hingegen kann nicht dazu führen, dass ihnen eine Sonderidentität zugesprochen wird, die in den Augen der Nazis gerade die Rechtfertigung für ihre Leiden war. Echtes Mitleid ist universell, es gilt jedem Menschen. Dieses universelle Mitleid ist Menschen wie Henryk M. Broder nicht zugänglich. Denn Henryk M. Broder ist ein Rassist.


Am 22. Januar 2018 schrieb Haejm Geiss:


Was da gerade läuft ist ein fundamentaler Angriff auf das Recht der freien Rede. Die Union ist ja gerade dabei einen Antrag einzubringen, jeden Migranten, der sich irgendwie "antisemitisch" äußert, sofort auszuweisen. Die Kokelei mit israelischen Flaggen- Imitationen aus Pappe, ist ja von den Medien fast wie der Beginn einer neuen Reichskristallnacht verbreitet worden. Wer hat noch darauf hingewiesen, dass es um die Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt ging, die von fast der ganzen UN abgelehnt wurde? Und dass in Israel etwa zeitgleich laufende Proteste niedergeknüppelt wurden und es sogar zu zwei Todesopfern kam. Welche Gazette und welcher Kanal hat von dem palästinensischen Rollstuhlfahrer berichtet, der von hinten erschossen wurde, nachdem ihm vor Jahren schon israelische Bomben die Beine weggerissen haben?
Und trotzdem schaffen es die Zionisten, also die israelischen Nationalisten, in Deutschland noch immer, berechtigte Kritik an ihrer rücksichtslosen Politik als rassistische Kritik an Semiten zu verunglimpfen und unsere Politiker, quer durch alle Parteien, zeigen unterschiedslos Unterwürfigkeit. Dabei ist der Antisemitismusknüppel in mehrfacher Hinsicht ungeeignet, denn viele Völker im Nahen Osten sind semitische Völker und ein arabisch-semitischer Flüchtling in Deutschland wird sich die Augen reiben, wenn man ihn, den Semiten, als Antisemiten bezeichnet und Deutschland ihn deshalb ausweist. Der Flüchtling, vielleicht aus Syrien stammend, weiß genau, wer seit 50 Jahren gegen sein Land Krieg führt, noch immer syrisches Land besetzt hält und seine Bomber schickt, wann immer es ihm passt. Was soll dieser Flüchtling glauben, wenn Deutschland heute noch, nach hundert Jahren brutalster Siedlungspolitik, Israel in der Rolle des armen Davids mit der Steinschleuder malt, der gegen den Riesen Goliath kämpft? Und hatten die Vertreibung und der Terror gegen die palästinensische Bevölkerung nicht schon Jahrzehnte vor dem Holocaust begonnen? Der junge syrische Flüchtling weiß, dass dieser "kleine David" heute der hochgerüstetste Staat in ganz Kleinasien ist, der sogar als Einziger mehrere hundert Nuklearsprengköpfe besitzt und Trägerraketen, die sie 5000 Kilometer weit tragen können. Viellleicht weiß er auch, dass der deutschen Steuerzahler (der nicht gefragt wird) Israel deutsche High-Tec-U-Boote fast schenkt, die Sprenköpfe praktisch an jeden Punkt der Erde bringen können. Und er kann nicht begreifen, dass man diese miliärische Unterstützung des hochgerüsteten Staates mit deutscher Schuld begründet.
Alleine aus der Scham, was einmal verbrochen wurde, ergibt sich für jeden moralischen Menschen auf dem Planeten die Verantwortung, Opfern zu helfen und nicht den Tätern. Und die Pflicht jedem Totalitarismus und jeder Einschränkung des freien Wortes rechtzeitig zu widersprechen.


Am 22. Januar 2018 schrieb Michael Kohle:

Broder? Ganz gewiss nicht, da halte ich gegen. Die Bewerberliste ist sicherlich lang, sogar sehr lang, schade nur dass die Bewerber mit dem ehemals richtigen Parteibuch nicht mehr zur Wiedergutmachung antreten können, sie sind leider langsam ausgestorben. Hätte da auch den ein oder anderen Vorschlag zu unterbreiten. Ein Antisemitismusbeauftragter soll es also richten. Wenn ich mich recht erinnere, war es doch der Bundesminister des Innern und Leiter des Reichssicherheitshaupta…. pardon…sämtlicher Antiterroreinheiten wie BKA, VFD und BND (nur der MAD ist ihm wohl nicht unterstellt, der Arme), der die Schnapsidee als erster propagierte, erst neulich bei Gniffke&Frey. Fast wäre die Verkündung zu einem Brennpunkt mutiert, zur Sondermeldung - Ta-tata-tatah-tatah - gleichzetig auf allen Kanälen bis hin zum KiKa, aber nur fast eben. Sondierung ging wohl vor!

Falsch, es war ja nur der geschäftsführende Minister, der mit dem abgelaufenem Ticket. Ob sein toller Vorschlag auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Gleichen, der ebenfalls nur geschäftsführenden Kanzlerin erfolgte, somit erst recht ohne belastbares Mandat? Soweit geht m.E. der Auftrag zur Geschäftsführung nicht, das zukünftige Budget über Gebühr zu belasten, gar die schwarze Null mit zusätzlichen Gehalts- und Pensionszusagen zu gefährden. Habe es zwar nicht gelesen, aber im mit der goldenen Bulle versehenen , unveränderlichen Sondierungspapier dürfte wohl nichts davon vermerkt sein? Da hat bestimmt heftiges devotes Kopfnicken des geschäftsführenden Ministers für Justiz und Sondierers vollauf genügt.

Doch, der Antisemitismusbeauftragte der hat gerade noch gefehlt. Geradezu der (!) Schlussstein im Torbogen der vorbereitenden Sicherheitsermächtigungsgesetze, wichtiger noch als das NetztDG. Bei letzterem badete der zuständige Minister ja nur lau, die eigentliche Ketzerverfolgung wurde neoliberal privatisiert und dem vorauseilenden Gehorsam der Zuckerbergs u.a. überlasssen. Aber beim Beauftragten zur Bekämpfung jeglichen Antisemitismusses, da kann, da darf, da muss die Post so richtig abgehen. Die dann beigestellten, eingeräumten Amtsbefugnisse werden die Richtung weisen. Es wird - aus Sicherheitsgründen - ein Schritt in die richtige Richtung. Wir dürfen gespannt sein.

Papperlapapp! Wir sind schon viel weiter! Die vier Fraktionen der GaGroko - der ganz großen Koaltion (Jamaika+Sozen) haben der neuen Bundesregierung einen Auftrag erteilt, einen ASB zu bestellen. Wer es nicht glaubt, gugge hier: https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_01/-/537794. Diese Vorlage dürfte in die Geschichte eingehen. Die Lektüre ist Pflicht.Und siehe da, man hat auch schon - was sonst nicht so üblich ist - mal über die eigene Nasenspitze hinaus gedacht:

Zitat

Ferner soll die Bundesregierung laut Vorlage die Erfassung antisemitischer
Straftaten durch die Sicherheitsbehörden verbessern und das Straf- und
Versammlungsrecht darauf überprüfen, ob es den Polizei- und
Strafverfolgungsbehörden ausreichende Mittel an die Hand gibt, um entschieden
und wirksam gegen das öffentliche Verbrennen der israelischen Flagge oder anderer
Symbole des israelischen Staates und antisemitische Ausschreitungen im Rahmen
von öffentlichen Versammlungen und Aufzügen vorzugehen.

Zitatebde

Kein Wunder, dass die Sozen so in die neuerliche Groko gepresst werden. Diese neuen Maßnahmen inkl. entsprechender Ermächtigungsgesetze bedürfen dringlichst der schnellen Umsetzung. Was mag nur anstehen in naher wenn nicht nächster Zukunft, weswegen jeglicher Gefährdung an diser Flanke Einhalt geboten werden muss?

Übrigens! Die allseitsbeliebte Malu Dreyer aus Mainz hat schon vorauseilend ihren Antisemitismusbeauftragten benannt. Ausgerechnet die Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates, doch das passt. Sollte sie doch ihren Landes-Inquisitor doch gleich mal auf den Lerchenberg schicken. War da nicht gerade die letzten Tage ein nächtliches,ein widerliches Juden-Bashing zu vermelden? Da hieß es nämlich auf zdfInfo in einem längeren Machwerk gegen die bösen Mafia-Paten - in der Regel Sizilianer - in den USA der dreißiger Jahre des letzten Jahrhundert, dass sich der Boss der Bosse (capo dei capi) für die schmutzigen Aufgaben - und was außer Schmutzigem gab und gibt es bei der Mafia zu erledigen? - besonders gerne auf Juden verlassen hätte (O-Ton). Nicht nur für Wirtschaft. für Planung und Finanzen, wo der Starexperte Meyer-Lansky und auch noch über Jahrzehnte hinweg federführend war. Ausgerechnet dieser hatte dann auch früh begonnen, die vermutlichden obersten Umsatzerwartungen Zuwiderhandelnde rechtzeitig zu entsorgen, bevor sie Schaden anrichten konnten. Obengenannter Lansky hatte wohl wegen eigener Überarbeitung einige seiner Landsleute outgeplaced in die Murder Inc. Über die ermutigenden Zahlen landesweiter Auftragsbearbeitung dieser Organisation streiten sich heute noch die Auguren von Wiki et al.

Wird die Benennung dieser Art von skills einschlägiger landsmannschaftlicher Vereinigungen jetzt zukünftig auch strafbewehrt aus der Öffentlichkeit verbannt sein. Möglich ist alles. Aber gewiß werden Berichte über Vorkommnisse, wie bspw. das Wegsperren (womöglich bis ans Lebensende) von Minderjährigen aus ungebührlicher Herkunft wegen des Verabreichens von Backpfeifen an Träger von X95 (Micro favor) nicht mehr hingenommen werden können. Genausowenig wie die Meldungen über standrechtliche Erschiessungen von jugendlichen Steinewerfern und Küchenmesserträgern. Hinnehmbar wird es gewiß auch nicht mehr sein, der fürsorglich in concentration camps gehaltenen Wegelagerer eines kärglichen Küstenstreifens gewahr zu werden.

Könnte auch sein, dass der Antisemitismus-Beauftragte auch Personen wie eine Frau Hecht-Galinski in Schutz- oder eher Beugehaft verbringt. Für die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden wäre Schutzhaft schon mehr als sinnvoll. Sie zu schützen vor einem gewissen Hendryk M. Broder wäre schon angesagt. Und Beugehaft sowieso, ihre widerlichen Angriffe gegen den friiedliebendsten Staat von Welt müssen abgestellt werden. Wenn wir schon bei den deutschen Juden sind, und nur bei diesen kann der Antisemitismusbeauftragte ja tätig werden, sollten wir auch an Uri Avnery denken. Zwar ist dieser in Führer-Deutschland Gebürtige, ehemaliger Knesset-Abgeordnete, Freiheitskämpfer als es den Judenstaat noch gar nicht gab, seit damals in Israel ansässig und tätig. Aber einem Rückführungs- bzw. Auslieferungsgesuch dürfte der König von Jerusalem - ein gewisser Bibi N. - sicherlich gerne nachkommen und auch noch völlig ohne Eigeninteresse.

Warum wohl? Nun, allein der letzte Artikel den der Schmierfink Uri A. absetzte, strotzt ja geradezu vor Antisemitismus: https://www.counterpunch.org/2018/01/15/bibis-son-or-three-men-in-a-car/.
Wobei einem bei der Lektüre dieses Artikels schon der Gedanke kommen könnte, ob da im Stammbaum der Protagonisten nicht auch der ein oder andere Auswanderer mit dem Namen Meyer und/oder Lansky auftauchen könnte. Genug, es reicht, das Mass ist voll!

Eines noch, die Gelegenheit ist günstig! Zumal der Galerist seiner Vermutung Ausdruck verleiht, dass der Antisemitismusbeauftragte gut&gerne auch als Israel-Beauftragter durchgehen wird. Wer es auch immer werden möge, er sollte sich - bevor er zur Tat schreitet - erst einmal schlau machen. Und der besagte Uri Avnery bietet sich dazu geradezu an. Er bietet ein umfangreiches Kompendium von Beiträgen an zum Thema „Israel - pro oder contra?". Solange sie counterpunch noch bereit halten darf, die fast unüberschaubare Zahl von Artikeln, einfach nur dort einlesen. Falls das irgendwann nicht mehr der Fall sein sollte? Nun, beschäftige mich gerade mit dem Gedanken, Uris Schriftgut bei mir komplett zu sichern. Wer weiß, vielleicht könnte es mir und/oder dem ein oder anderen zum Vorteil gereichen. Dann wenn der stehende VGHfAU (Volksgerichtshof gegen antiisraelische Umtriebe) ab und an noch Gnade walten lässt.

P.S.
Wollte ja noch einen Besetzungsvorschlag abgeben. Da er bereits gut in den allfälligen Assesment-Centers per ÖR-Talkshows der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden konnte,
reicht es vollauf, diesen link hier offenzulegen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Mansour_%28Autor%29
Perfekt, der gute Mann! Nichts, was er nicht mitbringen würde für dieses ehrenwerte Amt!


Am 22. Januar 2018 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

U.G. führt mir an diesem konkreten Ausgangs-Beispiel noch einmal die ganze Skrupellosigkeit, Herzlosigkeit und historischen Ignoranz unserer Politriege vor Augen. Da ist auf Grund der Trump-Jerusalem-Provokation eine Palästinenserin, die das Symbol ihrer Besatzer und Lebenszerstörer zuerst, und das sicher unter großen psychischen Schmerzen, auf ein Tuch stickt, um es symbolisch danach verbrennen zu können. Was für eine (fast griechische) Tragödie sich da ausdrückt.
Und nun kommt die Polit- und Medienriege daher, sich "eines selbst erzeugten Rückenwindes" bedienend, und holt die Antisemetismuskeule hervor, um nun einen extra Staatssekretärsposten -in Gehorsam gegenüber der jetzigen israelischen Regierung- zu schaffen. Das zeigt mir die typische kalte, nutznießerische Reaktion der BRD-Regierung, die nur ihre selbstermächtigte Staatsräson gegenüber Israel kennt, nicht aber eine Verantwortung gegenüber den Palästinensern.
Und dass es möglich ist, die historische Schuld des Faschismus nur auf Israel zu beziehen, nicht aber gegenüber der Sowjetunion/Russland. Uli Gellermann hat so gut beschrieben, was alles dieser Politik mangelt, um sie fähig zu machen für eine Jahrhundert- Lehre "Nie wieder Faschismu-nie wieder Krieg".
Das finde ich großartig in diesem Artikel, dass U.G. die verkommene politische Moral der Merkel und ihrer Satelliten vor Augen führt, wie sie im Kleinen (Umgang der Politriege mit dem Verbrennen der "Fahne") wie auch im Großen, keine verantwortliche Staatsräson gegenüber Russland erkennen lässt. Und das in Zeiten der NATO-Präsenz kurz vor St. Petersburg. Unglaublich!
Das alles erleben wir in einer durchgängigen Konstanz, z.B. im positiven Verhältnis zur Ukraine, das die Minsker Abkommen als obsolet betrachtet.
Typisch für Frau Merkel: sie konnte zum 70.Jahrestag des Sieges über den Hitler-Faschismus nicht in Moskau sein, nein, sie musste an diesem Tag den Heeresball der Bundeswehr begleiten.
Dieser Frau, nebst Satelliten, müsste jeder Respekt verweigert werden! Mehr noch...Dies untermauert U.G.ganz großartig mit den dazu hinführenden Fakten.
Ach wie gut, dass ich das einzig richtige -auch emotionale-Fazit hier immer wieder spüren kann...




Am 22. Januar 2018 schrieb Doris Pumphrey:

Danke für den wichtigen und notwendigen Kommentar. Die Auslöschung der Erinnerung an und die Verhinderung des Wissens um die Verbrechen des faschistischen Krieges gegen die Sowjetunion dienen heute auch dem Vorrücken der NATO/Bundeswehr bis an die Grenzen Russlands.
Die Reduzierung der faschistischen Verbrechen auf den Völkermord an Juden dient der Unterstützung der völker- und menschenrechtswidrigen Politik Israels ebenso wie der Rechtfertigung neuer Aggressionskriege. Die Selektierung der Opfer der faschistischen Verbrechen wurde und wird im Narrativ der Bundesrepublik bewusst betrieben. Im Gegensatz zur DDR wurde in der BRD der Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ reduziert auf „Nie wieder Auschwitz“ – ohne Verschleierung auch so vorgetragen von Joseph Fischer 1999, um die erneute Aggression gegen Jugoslawien zu rechtfertigen, ein Land, das davor die deutschen Faschisten überfallen hatten. Allerdings war nicht Auschwitz der Grund für den Krieg der Alliierten gegen Nazideutschland, sondern der Krieg Nazideutschlands gegen andere Länder. Eines sollte erinnert werden: Der Faschismus war nicht Auschwitz sondern der faschistische Krieg gegen und die Besetzung anderer Länder ermöglichte erst Auschwitz. Nicht nur territorial: Die bei weitem größte Anzahl der ermordeten Juden kamen aus den Ländern, die von der deutschen Wehrmacht überfallen und besetzt wurden: rund 97% – davon der überwiegende Teil aus Polen und der Sowjetunion. (Siehe hierzu diese Aufstellung https://www.bpb.de/fsd/centropa/ermordete_juden_nach_land.php


Am 22. Januar 2018 schrieb Knut Görl:

Hallo Herr Gellermann,

besten Dank für Ihre wieder einmal sehr erfrischenden Kolumne zum Israel-Beauftragen! Ich freue mich stets über den RG-Newsletter - und noch viel mehr über das, was ich dann zu lesen bekomme…


Am 22. Januar 2018 schrieb Paulo H. Bruder:

"Antisemitismus entschlossen bekämpfen" - Na prima, die "kämpfen"-Floskel ist so schön (treu-)deutsch und (treu-)doof, das man verzweifeln möchte. Immer müssen sie "kämpfen", die Deutschen, und zwar "entschlossen": als Aggressoren, als Ostlandreiter ("... und morgen die ganze Welt"), als Transatlantiker, als Menschenrechtsapostel, als Auschwitzverhinderer, als Rassenwahnsinnige ... und jetzt als innige Netanjahukumpane. Dass es in Israel auch Menschen gibt, die jetzt auf Beschluss des Bundestages an der Seite der durchgedrehten israelischen Regierung ebenfalls "entschieden" bekämpft werden (Palästinenser, regimekritische Israeli, Ultraorthodoxe), fällt mal wieder niemandem auf. Die Täuschen (sic!) haben ja sowas aus ihrer Geschichte gelernt, dass mich schon jetzt vor dem nächsten 'einzigartigen' Verbrechen graust. Das sog. Volk der Denker und seine Politiker gebrauchen den Verstand nicht. Wozu auch? Schein-Moral ist angesagt. Das beherrschten schon die Nazis. Offenbar nicht zur Genüge. - Volker Beck steht für den Israel-Posten an. Auch Frau Knobloch. Und viele, viele Antideutsche.


Am 22. Januar 2018 schrieb R. Wallmann:

„religiösen oder ethnischen Gruppe“ schreiben Sie über die Juden. Was sind die denn Ihrer Meinung nach?

Antwort von U. Gellermann:

Nimmt man den israelischen Genetik-Standpunkt, dann ist nur der ein Jude, der eine jüdische Mutter hat. Hat man einen aufgeklärten Standpunkt, dann wird das Jüdisch-Sein kulturell-religiös definiert. Zumal mir beim ersteren immer die jüdische Großmutter der Nazis einfällt, bevorzuge ich den zweiten.


Am 22. Januar 2018 schrieb Robert Wellmann :

Es ist Gellermann klarer, unbestechlicher Blick der immer wieder zu echtem Lesevergnügen führt: Broders Vorteil zu erkennen, dazu gehört was.


Am 22. Januar 2018 schrieb Moyra Mangold:

Vielen Dank für die hervorragende Analyse.


Am 22. Januar 2018 schrieb Hans Informat-Ion:

Meine UTOPIE: Menschheit erkenne, dass
a l l e RELIGIONEN Super-Sehn-SÜCHTE ( also WAHN-Ideen!) sind nach einem nicht existenten(!) "Allmächtigen"! Alle "GLÄUBIGEN" werden seit Anbeginn der RELIGIONEN von den jeweiligen Herrschern für KRIEGE ausgenutzt, "im Namen" ihrer jeweiligen GÖTTER! Die "JUDEN" werden aber nicht nur wegen JAHWE, sondern gerade wegen ihrer "semitischen RASSE" seit 1933 von der "arischen RASSE" verfolgt! "RASSEN-Hass" und "RELIGIONS-Hass" werden gern vermischt, je nachdem wie es den "HERRSCHERN" für ihr "KRIEGEN"-Wollen gerade passt! "Juden" und "Palästinenser" sind sogar genetische "RASSEN"-Brüder, aber mit verschiedenen, feindlichen "GÖTTERN"!
PS: "sensuth" (ahd.) Leiden, Krankheit, Sucht, unstillbares Verlangen.
Super-Sehn-Sucht = Geistes-Krankheit, die für ein "gewähntes" Paradies kämpft!


Am 22. Januar 2018 schrieb Charlotte Ullmann:

"Antisemitismusbeauftragter" ?
Bitte schön: Für welchen Antisemitismus?
Für den, den die Antideutschen meinen?
Guten Abend, liebes Abendland, nein, guten Abend, liebes Weltland!
Denn die antideutsche Definition des Begriffes Antisemitismus ist entsetzlich ausgeweitet und unser Staat mit beinahe sämtlichen Verantwortlichen macht da mit. Dieser "Antisemitismus" versteht ja schon Judenfeindlichkeit unter der reinen Kritik an der Politik eines Staates, nur weil der Staat zufällig ein jüdischer ist. Wenn eine solche Denkfigur weitergedacht wird, darf überhaupt nicht mehr kritisiert werden, weil jeder und jedes seine eigene Spezifität hat. Folglich herrscht Meinungsdiktatur, und wir müssten uns überlegen, unser Grundgesetz abzufackeln, weil es zur Farce verkommen ist! Nur, bloß das nicht, denn das Grundgesetz ist noch der einzige Rettungsanker, der uns geblieben ist, wenn auch nur aus bloßem Papier oder flüchtigen Pixeln.


Am 22. Januar 2018 schrieb Andreas Buntrock:

"Antwort von U. Gellermann:
Israel ist noch kein Bundesland. "
-----------------------------------------
Ganz sicher?
Vom Einfluß auf die Bundespolitik ausgehend,
könnte man aber glatt zu einem anderen Fazit kommen.


Am 22. Januar 2018 schrieb Lutz Jahoda:

HOHEITSSYMBOLE VERBRENNEN?
NIEMALS!
WASCHEN? - JEDERZEIT!


Am 22. Januar 2018 schrieb Alexander Kocks:

Ein herrlicher Artikel. Glückwunsch.
Ich weise noch darauf hin, das Palästinenser niemals antisemitisch sein können. Sie sind nämlich von der Rasse her selber Semiten und würden somit gegen sich selbst sein. Palästinenser können höchstens
Antizionisten sein, aber niemals Antisemiten.
Auch würde ich unsere politische Elite nicht als Russophob bezeichnen sondern eher als Antislawisten. Das ist ein Merkmal unserer Eliten seit langer Zeit und richtete sich nie allein gegen Russen, sondern gegen alles was im Osten nicht der Herrenrasse zugerechnet wurde.


Am 22. Januar 2018 schrieb Reinhard Ziegler:

Hallo Ulli,
lies dir bitte mal den 90a StGB durch. Strafbar macht sich nur, wer eine deutsche Flagge oder eine ihrer Länder (gemeint sind Bundesländer ) verunglimpft. Israel ist kein Bundesland der BRD.
Man versucht hier den Tatbestand Volksverhetzung (130 StGb ) anzuwenden.

Ansonsten war der Artikel gut.

Antwort von U. Gellermann:

Israel ist noch kein Bundesland.


Am 22. Januar 2018 schrieb Anke Zimmermann:

Auf der Welt: Abgehängtes Humankapital, schlimm genug. Wer braucht Religioten, die fordern, my religion is irgendwie heiliger, hohliger? Hooliger.
Wir und unsere russischen Freunde, kochen uns gerade um Verstand und Hüftenumfang, das battle wird kein gutes Ende nehmen. Wir brauchen Schnaps, saufen wir uns die GroKo schön. Bitte nicht ernst nehmen. Wir alle können nicht so viel, wie wir, na ihr wisst schon.


Am 22. Januar 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Einer von den Artikeln, die es sich in sich haben, und der sich abhebt vom allgemeinen, sich wiederholenden langweiligem Einheitsbrei, der die Republik in den Tiefschlaf schreibt.
Danke für Inhalt, fürs Erinnern, für Seriosität und unbestechlichen, politischem Journalismus, wie er der Republik mehr als gut tut, und dazu beiträgt die verkrusteten gesellschaftlichen und politischen Strukturen in Frage zu stellen, und den historischen Fakten zu folgen. und davon gibt es mehr als genug, die in der Bewertung kein sowohl als auch, oder Beliebigkeiten zulassen, sondern ein Lernen aus der Geschichte einfordern.


Am 22. Januar 2018 schrieb Andreas Schell:

Interessant herausgearbeitet. Unser Staat wird umgebaut. Schneller noch als dem Staat passiert das mit der hohen Politik: die macht sich gerade überflüssig. Es ist längst egal, wie die Marionetten heißen und was ihre Funktion ist. Wer z.B. das Theater um die GroKo ernst nimmt, könnte etwas übersehen. Eine ganz eindeutige Richtung ist eingeschlagen: mit der NATO in kriegerischer Absicht ab nach Osten. Darüber lamentiert und streitet keiner laut, sondern alle Marionetten sind sich einig. Für die Berufung eines Israel-Beauftragten, der hier unter dem Schirm der Kollektivschuld diejenigen zu verunglimpfen hat, die es stört, wenn der Staat Israel durchdreht, gibt es breite Mehrheiten. Der Staat Israel, präziser gesagt seine Führung, ist aber nicht das jüdische Volk. Genau so wenig repräsentiert die geschäftsführende deutsche Bundesregierung und ihre ungebildete Nachfolge die Deutschen. Man nimmt sich einiges heraus, in der Gewissheit, dass Wahlen nichts an der Herrschaft der Kriegstreiber ändern. Und bevor der Michel trotz Vollbeschäftigung was merkt, wird wieder einige Meter weiter marschiert.


Am 22. Januar 2018 schrieb Gerd Bauer:

Gellermann schreibt über die heimliche Veränderung der Republik. Und es ist unheimlich.

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