Sozis für alle!

Wir sind nicht käuflich, nur billig

Autor: U. Gellermann
Datum: 24. November 2016

Damit hatte Tante Marlis wirklich nicht gerechnet: Frank! Walter! Steinmeier! zierte Ihren Geburtstag! Alle hatten zusammengelegt, ihr Bruder Günther, ihre Kinder, alle Verwandten und sogar Nachbarn und Kollegen hatten was in den Klingelbeutel getan, nur um Marlis die größte Freude ihres 60-jährigen Lebens zu machen: Einmal mit Frank Walter Steinmeier im selben Raum zu sein. Schön, die halbe Stunde sollte 7.000 kosten, aber Steinmeier hatte dafür eine wunderbare Rede gehalten. Doch wie er drauf kam, dass ausgerechnet sie, Marlis Müller, eine „wirkliche Verteidigerin der westlichen Werte“ sein sollte? Da waren ihm wohl die Manuskripte durcheinander gekommen. Aber diese eleganten weißen Haare! Die blinkend geputzte Brille! Der schicke Anzug! Umwerfend!

Es war Ihr Bruder Günther gewesen, dem die Idee gekommen war. Als Günther bei der Agentur „Network Media“ anrief, er hatte von ihr aus dieser Anzeige „Rent a Sozi“ erfahren, bekam er gleich den Agenturchef an den Apparat: „Ja, für 7.000, da können wir keine großen Sprünge machen. Und auch noch Steinmeier? Dann geht es nur für ne schnelle halbe Stunde. Wollen Sie nicht lieber die Schwesig? Ist ja nur ne Frau, kicherte er, die bleibt für den selben Preis ne ganze Stunde. Wenn sie den Heiko Maas nehmen, kriegen Sie noch ne Rechtsschutzberatung dazu. Ach, Ihre Schwester steht kurz vor der Rente? Dann sollten Sie mal über Frau Nahles nachdenken, die habe ich im Sonder-Angebot, die können Sie schon für 5.000 haben.“

Aus Branchenkreisen erfährt man inzwischen, dass die SPD-Agentur ihr gutes Geschäft ausbauen wird. Vertraulich lässt der Agentur-Chef durchblicken, dass er Anfragen aus dem In- und Ausland für Frau Merkel hat, sogar für Seehofer lägen Angebote vor: „Da will ein amerikanisches Sicherheits-Unternehmen einen echt bayerischen Abend machen, ob der Seehofer denn auch jodeln könne haben die gefragt. Na, für Geld macht der alles. Und als Überraschung könnte die Firma für ihre Gäste sogar Anteile an deutschen Autobahnen verlosen, unter dem Slogan `Räder müssen rollen für den Sieg´. Passt doch für Blackwater prima". – Mit Slogans kennt sich Hans-Gerd Conrad von der Network Media-Agentur aus. Schließlich hat er über das Thema „Werbung und Markenartikel am Beispiel von Dr. Oetker“ promoviert. „Die Merkel will ich unter dem alten Pudding-Spruch `Zufriedene Mienen danken es Ihnen!´ ins Geschäft bringen, man kann doch alles recyclen.“

Die Debatte darüber, ob denn bei der Politiker-Vermietung nicht ein Verstoß gegen das Parteiengesetz vorliege, wird von führenden Demokratie-Experten energisch zurück gewiesen. Der Soziologe Jürgen Habermas soll sogar das Politiker-Mietmodell nachdrücklich gelobt haben. Damit seien gewisse „Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus“ endgültig liquidiert: Es sei doch ein völlig transparenter Akt, wenn sich Bürger ihren Politiker für Geld ins Haus bestellten. Man bekäme, was man bestellt habe. Legitimer ginge es wirklich nicht. Der TV-Philosoph Peter Sloterdijk hält das Modell sogar für die von ihm propagierte „Revolution der gebenden Hand“. Mit ihm könnte der noch herrschende „Steuer-Sozialismus“ endgültig abgeschafft werden. Sloterdijk kann sich sogar eine Leasing-Variante vorstellen: „Dann ginge der jeweilige Politiker endgültig in den Besitz des Käufers über. Natürlich nur, wenn der Besitzer umgehend und endgültig von allen Steuern befreit werden würde. Ich könnte mir auch eine Namens-Änderung vorstellen. Sagen wir mal Siggi Mercedes Gabriel, das hat doch Klang.“

Derweil läuft im Finanzministerium das Nachdenken auf Hochtouren. Es kann nicht sein, soll Dr. Schäuble gesagt haben, dass irgend so eine Sozi-Agentur den ganzen Rahm abschöpft. Die Sache müsse juristisch einwandfrei an das Wahlrecht angebunden werden. Konservative Werte seien zur Zeit groß im Kommen. Da habe es doch das preußische Drei-Klassen-Wahlrecht gegeben, als das Wahlrecht noch an die Steuerleistung des Wählers gebunden gewesen sei: Wer viel zahlte, dessen Stimme habe eben mehr Gewicht gehabt. Einwände, dass die Unternehmer doch eher Steuer vermeiden würden, wischte Schäuble vom Tisch. Er wolle das Wahlrecht an den Umsatz binden, das könnte auch die deutsche Wirtschaft fördern: Mehr Umsatz, mehr Export, mehr Weltgeltung, mehr schwarze Nullen.

Das Wort Weltgeltung löste auch im Hause von der Leyen hektische Betriebsamkeit aus, bis Dr. Katrin Suder, Staatssekretärin und ständige Vertretung der Unternehmensberatung McKinsey im Bundesverteidigungsministerium, zur Ordnung rief: Diese SPD-Agentur sei wirklich ein Modell von gestern, weder lean noch smart. Das Ganze wirke doch wirklich käuflich und billig. Das einzig wahre Modell der Bürgerbeteiligung sei ihr Beispiel: Die Konzerne würde ihre Vertreter direkt in die Ministerien senden und dort würden die dann unmittelbar vom Staat bezahlt. Billig sei es auf keinen Fall und, weil ja nicht die Unternehmen das Beamtengehalt zahlen würden, auch nicht käuflich. Auf die Frage einer Praktikantin, wo denn nun die Beteiligung des normalen Bürgers bliebe, soll die Runde im Ministerium herzlich gelacht haben. Überliefert ist die Bemerkung der Staatssekretärin: „Wozu gibt es denn Fernsehen, Schätzchen?“

Uli Gellermann
Zum EU-Propaganda-Beschluss:

https://de.sputniknews.com/politik/20161124313501166-eu-anti-propaganda-beschluss/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 08. Januar 2017 schrieb marie becker:

wie immer Finger ohne Scheu in die Wunde gelegt, Uli, danke!
hab noch etwas in bezug auf Russland, was ebenfalle mit erstaunlicher Nonchalance aus dem Weg geräumt wird, abgelauscht einem Gespräch Hirz/Winkler;
man war über Betrachtung Islam/Scharia hinaus bei der im Westen üblichen Meinung gelandet Russland sei zurück in Stalins Zeiten : Despotie, kein Zeichen von Demokratie am Horizont...und GESTÜTZT durch Verbindung mit Orthodoxer Kirche: ein freiheitliches System müsse scharfe Trennung zwischen Kirche und Staat sichern....Verblüffend für mich, dass man in Deutschland doch genau selbige Verbindung mit aller Kraft stützt und vertraglich weiter absichert...sind diese Wissenschaftler so blind oder sollte man als Zuhörer nun die gleichen Schlussfolgerungen für Deutschland ziehen? Merkelsche Alternativlosigkeit und Despotie zeigen kaum Unterschiede...


Am 01. Dezember 2016 schrieb Eard Wulf:

@Ulrike Spurgat,
das kann und will ich nicht so stehen lassen, ja, ich habe Gellermann - ihr offensichtliches Idol - benannt. Völlig bewusst, das mich seine Fan's zerreissen würden. Dennen geht es auch nicht um Objektivität sondern nur darum, dass sich ihr Weltbild verselbstständigt könnte. Vielleicht sollte man mal "International" lesen, denn es verselbstständigt sich gerade. Ich habe hier, mit 42 - recht jung, eine gut sortierte Bibliothek vor mir, nicht das ich das alles lesen wollte - ich habe es mal gelesen - es ist der sortierte Gedanke der mich zur Kritik nötigt.

@Manfred Ebel, die gleiche Kritik an dich. Ich lese, (spasseshalber) bedingt, hunderte Kommentare zu unterschiedlichsten politischen Meldungen. Oftmals stellt sich heraus, dass sich viele Menschen überhaupt nicht im klaren über ihre politische Gesinnung sind. Ich will nicht meckern, ich will eigentlich nur aufzeigen, dass wir ein ernsthaftes Problem haben, und wir lösen das nicht durch Absolutismus. Schau dir diese ganzen Diskussionen an, Fake-New, Postfaktisch, Verschwörungstheorethiker, Islamismus, Russen, Russen, Terrorismus, Hacken, Islamismus, Russen, Islamismus, Russen, Hacken, Hacken, T-Com, Russen, Islamismus, Clinton, Trump, Russen, Hacken, Bauer sucht Frau, Hacken, Russen, Islamismus...aus mehr setzt sich doch das Weltbild nicht mehr zusammen? Kritiker gibt es nicht mehr, nicht einmal im *hust* öffentlich Rechtlichen. - Und die alternativen werden ganz diktatorisch gerade abgebaut...


Am 27. November 2016 schrieb Manfred Ebel:

Herr Wulf, nun kennen wir uns ja schon eine ganze Weile. In dieser ganzen Weile kann ich keinerlei Entwicklung bei Ihnen erkennen. Ich erinnere mich an frühe Kontakte, in denen Sie ebenso Ihre Faschismus-Definition vom Faschisten Mussolini holten. Wie tief muss man dazu gesunken sein?!
Sie reden und sind bis heute unehrlich, sich selbst und den Lesern gegenüber, denn zum Beispiel gibt es "Links", wenn auch klein und viele andere sich linksisch schmücken. Nein, Sie tauchen lieber in die braune Masse der AfD, verstecken sich dort und schleudern deren Mist durch den medialen Ventilator.
Und denken sie mal nicht, dass Ihren Nationalismus keiner bemerkt - außer Sie selbst vielleicht.
Das Absolute, das Sie da anprangern, steht groß und breit auf Ihrer Fahne.


Am 26. November 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@Eardwulf
.....eigentlich wollte ich mich diesesmal aus möglichen
Debatten raushalten, die ihren Namen noch nicht einmal verdienen.
Wieder klappt es nicht.
Argumentieren sie, wenn sie können, was das Zeug hält, doch sie haben nix auf der Naht; außer Beleidigungen, persönlich werdend und denkbar unsachlichem Quark. Differenzierung - gleich null. Ihre Geisteshaltung ist doch eindeutig. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Und irgendeiner ist ein ehrlicherer Blockbetreiber als Uli Gellermann. Na sowas, aber auch, und der "ehrliche Blockbetreiber Dok ist nun ehrlicher......? Diese Vergleiche werden diesem Blog nicht gerecht. Kotzen sie sich aus, wo sie wollen, und sind sie dem Blockbetreiber dankbar,dass er solch einen Stuss, Kokolores und Kappes veröffentlicht.
Ein wahrer LINKER !

Antwort von U. Gellermann:

In Zeiten allgemeiner Wirrnis rettet sich mancher ins Brüllen. Das hilft nichts und niemandem, aber es befreit. Den Verwirrten. Und selbst den nur kurzzeitig.


Am 26. November 2016 schrieb Heinz Schneider:

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind seit Jahren der Auffassung, dass die Gesellschaft grundlegend verändert werden muss. Die übergroße Mehrheit hält den Kapitalismus für nicht zukunftsfähig.

Aber: Eine ebenso große Mehrheit sieht keine Möglichkeit, das derzeitige System grundlegend zu verändern.

Links werden Diskurs und Politik deshalb erst dann, wenn sie Veränderungsmöglichkeiten aufzeigen.
Andernfalls handelt es sich um Don Quijotterie, einen vielleicht tapferen, bestimmt aber ziel- und sinnlosen Kampf gegen Windmühlen und andere Gespenster.

Das kritische Publikum schaut dem Spektakel zunächst interessiert zu, bemerkt aber bald, dass zu nicht führt, sondern zum Selbstzweck mutiert. Also mit ihrer Lebenswirklichkeit absolut nichts zu tun hat.

Zwischen derartigen Trauerspielen, den erbarmungswürdigen Unterwerfungsleistungen anderer Teile der politischen Linken und Resignation des frustrierten Publikums wächst der Raum für AfD und echte Faschisten.
Die holen rechts dankbar ab, was "WIR" (soviel Solidarität muss sein) links liegen lassen.

Ein PS zur Solidariät: die reduziert sich immer mehr auf gleichgestellte oder gleichdenkende. Darüber hinaus reicht sie oft nicht mehr. Damit entleert sie sich. Schade, dass oft nicht einmal mehr Respekt übrig bleibt.

Antwort von U. Gellermann:

Die Veränderung beginnt mit der Analyse. Die Möglichkeiten sind abhängig von den agierenden Kräften. Der Schwäche des Journalisten: Er ist kein Organisator.


Am 26. November 2016 schrieb Eardwulf:

"kann man jemandem übel nehmen, wenn der afd wählt?? oder ist das auch kein zufall;)
Antwort von U. Gellermann:

Eine Wahl der AfD übelnehmen? Aber es wird einem übel davon. Schließlich ist die AfD ein schädliches Brechmittel."

Gellermann, du treibst viel stärker als jeder andere den Keil in die Gesellschaft, es mag sein, dass es viele gibt, die dir nicht folgen können oder wollen. Nur ist das noch lange kein Grund, jede dir nicht genehme Meinung in eine Schublade zu stopfen und darauf zu hoffen, das sie nicht heraus kommt. Wärest du ein echter "Linker" dann würdest du die Nöte und Ängste eines Grossteils der Bevölkerung Ernst nehmen. Der in deiner "Blasiertheit" verankerten Idiotie fällt überhaupt nicht auf, dass eben nicht alle, die die AfD wählen "rechts" sind, dass linke Spektrum bietet nur leider, bis auf Wagenknecht, nur pseudointellektuellen Stuss an. .... Wer will dem, meine Meinung != deine Meinung, authoritären Scheiss schon folgen? Darüber hinaus wird das Feld den wirklichen Idioten überlassen, keine Reue, nur irrationaler Starrsinn und Pochen auf Vergangenes. Ich beginne langsam zu begreifen wie sich mein Grossvater und seine Brüder fühlen mussten, angesichts der Blindheit der "damaligen" Zeit. Einer ist im Spanienkrieg gestorben, ein zweiter hat überlebt und wurde entsprechend "geehrt", der dritte war mein Grossvater. Keiner hat sich jemals abfällig gegenüber Meinungen geäussert, sondern gewirkt. Mit Absolutismus wirkt man maximal abstossend. So sprachlich begabt der Blog auch ist, der Blogger ist leider, ob seines Ich-Gehabes, abkömmlich. Links, ist hier maximal das Stilmittel, keine Profession und schon lange keine Reflektion. Wäre dem anders, würde der geneigte Gellermann die Triebe hinterfragen, aber das tut er nicht, er beschränkt sich darauf, ihm ungenehme Meinungen zu diffarmieren. Stillos. Da ist sogar der ehrlose AfD Lügenpresse Blogbetreiber Dok ehrlicher, der heuchelt stehts seine Unparteilichkeit, wobei er nebenbei dem unbedarften Leser die AfD reinwischt. Aber das weißt du ja! Wieso monitierst du, dass er deine Beiträge verbreitert?

Ehrlich? Als Linker(1789), hast du mehr als versagt, Faschismus(Mussolini) hast du nie verstanden und viele mehr würden von deinem Talent profitieren würdest du diese Kleinigkeiten Berücksichtigen.

Antwort von U. Gellermann:

Was Wulf kann: Viel Meinung auskotzen. Was Wulf nicht kann: Argumentieren.


Am 25. November 2016 schrieb Alles nur Satire:

Und ich Dummerchen hatte geglaubt, Politiker hätten, aufgrund ihrer staatstragenden Tätigkeiten keine Zeit in den Wohnzimmern fremder Leute herumzulungern.
Wieder was gelernt.

Wie kam ich nur auf ein solch schmales Brett? Erziehung, Sozialisation, falsches Weltbild?

Ehrlich erfreut hat mich der letzte Absatz, zu Dr. K. Suder, McKinsey und dem BMVg.

Diese und andere >>freundliche Übernahmen/Überlassungen<< können öffentlich gar nicht genug thematisiert werden.


Am 24. November 2016 schrieb Frank Ritter:

Meine Frau hat Ihren Beitrag gelesen; nun ist mein schönes Weihnachtsgeschenk hin. Wirklich gemein von Ihnen! Zumal auch bei der CDU keine Chance besteht. Die Wartelisten seien derzeit einfach zu lang, hieß es.


Am 24. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

"Aber es wird einem übel davon."
aber lieber galerist;) es bedarf in dieser wundersamen republik nicht eines brechmittels: das kotzen kommt einen schon jetzt von allein, die koliken häufen sich!!
allerdings eine rosskur mit der afd erscheint vielen wählern als beschleunigend, quasi entschlackend und desinfizierend - und so'ne spülung macht man auch eher aus verzweifelung, denn als genuss!!!

um die afd zu vermeiden, bleibt nur das weiter-so zu akzeptieren?? das geringere übel, pest an stelle von cholera? über oder wegen der alternativlosigkeit kotzen müssen??
und @alle:
ich mache keine afd-werbung, und werde sie natürlich nicht wählen. wie ich auch keine etablierte partei wählen werde!!
ABER ich werde auch keinen wähler für seine entscheidung miesmachen. der zustand dieses landes und das grundgesetz lassen es zu, dass das schlimmste möglich werden kann, nur weil uns zum kotzen ist!!

Antwort von U. Gellermann:

Wer sagt, dass man zur Vermeidung der AfD ein „Weiter-so“ zu akzeptieren hätte? Diese falsche Akzeptanz ist weder aus meinem Text noch aus einer der Zuschriften abzulesen.


Am 24. November 2016 schrieb Uschi Petert:

Am Himmel dräut ein neuer Kanzlerkandidat, der "glühende Europäer" Schultz. Nun werden wir die Wahl haben zwischen Skylla und Charybdis. Oder es ist ein Hauen und Stechen wie in den USA - Trump gegen Clinton? Wen kann ich wählen? Denn hingehen werde ich auf jeden Fall, auch wenn es wohl sinnlos ist.


Am 24. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

rent a sozi - mit der geschäftsidee fällt man normaler weise in jedem gründerseminar durch!! da kommt dann nicht kostenlos aber umsonst eine labertasche, deren geifer die heimischen gefilde auf ewig kontaminiert. ein bebel-porträt wirkt auf diese "lebewesen", wie ein holzpflock auf dracula;)

diese zufälle immer?
merkel gibt ihre kandidatur bekannt, es gibt absehbar mecker bei der haushaltsdebatte, der spd-kanzlerkandidat fehlt noch - und oops, wird so'ne nachricht platziert;) zufall oder schon schlammschlacht?
diese media gmbh gibt es doch nicht seit gestern. und wie doof ist die spd und lässt sich mit der gleiche gülle erwischen, mit der schon steinbrück demontiert wurde. zufall?
jetzt kontert die spd mit der superwaffe m.schultz. eigentlich entsorgt auf dem kaderfriedhof EU muss er vor ablauf der verfallszeit zurück: auch die spd hat keine "einheimischen" führungstalente! natürlich muss schultz im dezember noch ceta durchs EU-parlament peitschen;)
übrigens kommt er dann nicht wegen deutschland und dessen wähler zurück, sein posten unterliegt einer rotation und geht an einen konservativen. er MUSS also vertan werden;) der bundestag erscheint mir angemessen und geeignet. und schultz wechselt aus einem faultierzoo zum friedhof der kuscheltiere.
und gabi mimt die kugel in einem flipperautomaten, was wird aus mir!? die linke hasst die merkel so sehr, dass man sich die litfasssäule als kanzler wünscht. derweil demontiert die nahles den "sozial"staat (rente, arbeitszeiten) weiter - die garantie für die nächste groko.
kann man jemandem übel nehmen, wenn der afd wählt?? oder ist das auch kein zufall;)

Antwort von U. Gellermann:

Eine Wahl der AfD übelnehmen? Aber es wird einem übel davon. Schließlich ist die AfD ein schädliches Brechmittel.


Am 24. November 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

"GELD stinkt nicht!" .. sagt man!
Ich würde nicht mal diese POLIT-STINKER in meine Stube laden wenn ich dafür 7T.? "Entschädigung" bekäme ... obwohl ich das GELD gut zu verwenden wüsste, z.B. um es an einen "Armen" zu verschenken!


Am 24. November 2016 schrieb Thomas Hohnerlein:

Andere haben es schon gesagt, eine Kaskade im besten "Weltbühnen"-Sinn, lieber Uli. Um nochmal auf Herrn Gebauer zu kommen. Hier wäre zu fragen, was pathologisch ist: die Haltung der Kritiker oder die der unsäglich nervenden "Sozialdemokraten", die die Kritik an ihren "Parteiführern" nicht ertragen. Es nervt wirklich und im normalen Leben bleibt man bei derlei Aussagen schon gar nicht mehr stehen, soweit ist das "Sozialdemokratische auf den Hund gekommen. Es ist unglaublich, wie viele "Sozialdemokraten" offenbar sehr leidensfähig sind (wenn sie nicht gekauft sind oder die Seite gewechselt haben), statt, wenn schon, ihr immer wieder beanspruchtes Linkssein zu erkämpfen, zu verteidigen und zu leben. Nichts dagegen, immer wieder gerne. Aber diese, bitte um Verzeihung, Scheiße bestenfalls als temporären Ausrutscher der eigenen Eliten hinzustellen, während man im Ortsverein links geblieben ist, reicht wohl kaum aus. Es wird weh tun, aber es reinigt, glaubt mir. Der alte Slogan taugt nicht mehr: wer hat uns verraten ... Da gibt's nichts mehr zu verraten. Die Seite ist lange gewechselt worden und wer es, selbst wenn es nur rhetorisch gemeint ist, weiterhin für notwendig hält Steinmeier, Gabriel, Nahles, Maas, Oppermann, Arnold und den ganzen laden zu verteidigen, kann das gerne tun. Nur mit links hat das nichts zu tun und derjenige sollte nicht anderen ans Schienbein treten. Aber das ist wohl Teil des Pathologischen. Oft merkt man es nicht. Dieses Phänomen gibt es durchaus auch schon bei der Linkspartei, weniger proaktiv, wie man neudeutsch zu sagen pflegt, aber die Sehnsucht, das auch mal erleiden zu dürfen, die gibt es offenbar auch schon. Von der grünen Wertegemeinschaft ganz zu schweigen. Da droht mir übel zu werden und ich schweige.


Am 24. November 2016 schrieb Sonja Frerichsen:

Jetzt kann ja demnächst auch Martin Schulz als Außenminister für´s heimische Entertainment gemietet werden. Wenn er nicht doch Kanzlerkandidat wird, weil Gabriel zu feige ist.


Am 24. November 2016 schrieb Tex Grobi:

Recht und billig kann ich das nicht finden (und billigen schon gar nicht) - "supergünstig" wäre da doch eine eher passende Vokabel aus dem Konsumpropagandajargon der Werbefuzzis.

Ansonsten gilt wohl: die Tiefen, in die diese ehemalige (und heute gelegentlich irrtümlich oder irreführenderweise immer noch so titulierte) "Arbeiterpartei" mittlerweile absinkt, galten bis vor kurzem noch als unauslotbar.
https://misanthrope.blogger.de/stories/2019363/


Am 24. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

@e. gebauer
erläutern sie doch bitte mal anhand des themas, wie man sich für symphatie für die spd erwärmen kann!
pathologisch? ich fühle mich nicht krank, aber teile die gleichen symptome wie der autor. im übrigen ist die spd mit der sachlichen auseinandersetzung gut bedient:)


Am 24. November 2016 schrieb Lutz Jahoda:

ZUM AUSGEBLASSTEN FAHNENKLEID
MEIN EPIGRAMM ZUR VORWAHLZEIT

Die einen vertrauen dem Achselholster,
die anderen lieber dem Europolster.
Gewappnet sein ist Alles,
in Zeiten kurz vorm Dalles.


Am 24. November 2016 schrieb Andreas Schell:

Herzlich gelacht. Danke. Die Tagesaufgabe: vergleichen wir doch mal mit Verstand zwei Geldbeträge. Erstens: 7000 Euro für eine halbe Stunde pisswarme Politikerworte im kleinen Kreis. Zweitens: zwei Prozent des BIP. Ja richtig, des BIP, nicht des armselig kleinen Bundeshaushalts. Das ist die Summe, auf die ein braver NATO-Mitgliedsstaat seine Ausgaben für die Verteidigung, also Angriffskriege, aufzustocken hat. Beide Beträge werden ausgegeben. Der eine von den ewig Gestrigen, die noch immer pisswarme Worte von Politikern schätzen. Den anderen Betrag gibt die Bundesregierung aus, beraten von ihren Freunden aus den entsprechenden Branchen und im Gegensatz zum ersten Betrag aus Steuergeld. Der Unterschied für mich: über die Vermarktungs-Idee einer halben Stunde Heiko Maas kann ich wirklich laut lachen. Das ist nur Zement für die Kanzlerin und Raketentreibstoff für die AfD. Nummer zwei handelt aber im Gegensatz dazu von echter Korruption.
Wir lassen uns doch nicht etwa schon wieder vom Wesentlichen ablenken?


Am 24. November 2016 schrieb Ulrike Spurgat:


Das "Lob ist des Schreibers Lohn."
In deiner Schreibstube ist dir ein kleines Meisterstück vom Allerfeinsten gelungen.
Mit der spitzen Feder, die wir von Tucholsky und Ossietzky kennen entlarvst du die PD, sozial ist gestrichen, und zeigst klar, präzise, gekonnt, mit Witz, mit Bitternis, mit Kummer und Haltung, was aus der PD wurde: Ein Haufen von Egomanen, von kleinkapitalistischen Krämerseelen, von neoliberalen Handlangern, deren Zeit abgelaufen ist, und die mit aller Macht den Honigtopf weiterhin belagern wollen.Viel tiefer sinken geht nicht. Die PD ist vor langer Zeit; lang, lang ists her angetreten um die Arbeits- und Lebensverhältnisse der arbeitenden Menschen im Land zu verbessern, und heute ist ihnen jedes Mittel recht, um an der Macht zu bleiben. Sie sind in der Privatisierung angekommen, und die Ware Mensch lässt sich im Kapitalismus gut verhökern. Teure Berater, Firmen, Marketing Hansel verpulvern die Gelder für die "schöne neue Welt," die dringend in den Städten, in den Schulen, in den Krankenhäusern, in den Pflegeeinrichtungen usw. gebraucht werden. Selbstverständlich ist das alles legal, was die Parteien nutzen, denn die arbeitende Bevölkerung bezahlt die Spirenzchen, damit sie auf Stimmenfang gehen können, und um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Der Winter steht vor der Türe, und die vielen Menschen ohne Dach über dem Kopf wird es wieder besonders hart treffen, und die Parteien werden allesamt ihre Steuervorteile nutzen können, legal natürlich, und Raubbau betreiben, und nutzloses Schwadronieren und Gesülze sich dann auch noch privat bezahlen zu lassen.
Sie verkennen die Realität, sie haben von dem was in der Gesellschaft wirklich los ist keinen blassen Schimmer. Sie haben ein Luxusproblem, die Damen und Herren der politischen Hans Würste in diesem Land.
In die Suppenküchen, an die Werkbänke, in den Straßenbau, bei Wind und Wetter. in die Altenheime, in die Krankenhäuser. in die Familien, zu den Alten, die oft isoliert alleine leben und und und......., und das mit Hartz 4 oder dem lächerlichen Mindestlohn, dort gehören sie hin, dann kommen sie ans arbeiten, und können sich an die wirklichen Preise gewöhnen, und erleben die ständigen Ängste, Sorgen und Unsicherheiten im Land, diese Schmarotzer und Parasiten.
Und dieser sauertöpfische, miesepetrige Sloter..... soll mit, dann begegnet er dem wirklichen Leben. Und Habermas ? Nun ja, das lass ich jetzt mal.
DANKE, lieber ULI, für diesen JOURNALISTISCHEN STREICH, der die DAMEN und HERREN ZEITGEIST MEDIEN; schreibende Zunft gebührt ihnen nicht, so richtig ALT aussehen lässt. ---
Wer kann sich denn den Gabriel in einem Gogo oder ne Isetta vorstellen ?


Am 24. November 2016 schrieb Ernst Gebauer:

Ihr Hass auf die SPD ist doch schon pathologisch!

Antwort von U. Gellermann:

Die SPD ist mir nicht wichtig genug um sie zu hassen.


Am 24. November 2016 schrieb Fred Kraushaar:

Die RATIONALGALERIE schafft es doch immer wieder vom besonders Blöden auf das allgemein Blöde zu schließen. Das schätze ich an ihr. Danke!

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