Knapp vor Krieg und nicht vorbei

Abschuss einer Spionage-Drohne Vorwand für US-Aggression

Autor: U. Gellermann
Datum: 21. Juni 2019

"Militärschlag" heißt der abrupt gestoppte Überfall der US-Luftwaffe gegen den Iran im Medien-Jargon. Als ob das Militär mal eben irgendjemanden schlagen würde. Fast harmlos. Dass der "Schlag" nicht nur Tod und Verderben mit sich bringt? Lieber nicht erwähnen. Dass der "Schlag" der USA gegen den Iran auch einen Krieg unter Beteiligung der ATOM-Macht Israel auslösen könnte? Besser verschweigen. Dass der erste "Schlag", der Start jener US-Spionage-Drohne vom Typ Global Hawk, die vom Iran über dessen Hoheitsgebiet abgeschossen wurde, vom deutschen Ort Ramstein aus gelenkt wurde? Nur ja nicht drüber reden.

Die Global Hawk war schon im Irak und in Afghanistan im Einsatz. Zwar gilt sie als unbewaffnet, aber sie dient dem Krieg, sie erkundet und markiert die Ziele für die Bomben und Raketen, mit denen die US-Armee andere Länder und Völker überfällt. Der Todesbote kostet jede Menge Dollar. Solch einen Verlust mag der oberste Kriegsherr der USA nicht einfach abschreiben. Zwar ist die Lage klar und einfach: Der Iran hat mit dem Abschuss der Drohne einen Akt der Selbstverteidigung vollzogen. Aber das Imperium duldet keine Selbstverteidigung, sie könnte ja zur Selbstbehauptung führen.

Der "Schlag" gegen den Iran ist vorläufig gestoppt. Aber die USA sind nur in einem Punkt berechenbar: in ihrem unbedingten Willen auch jenen Teil der Welt zu beherrschen, wo die Öl-Ströme die westlichen Staaten mit Schmierstoff für mobile Energie versorgen. Jener Welt-Ecke, in der Profit wie Manna vom Himmel fällt. Wo der Dollar als Welt-Leitwährung geboren wurde, der bis heute die Wirtschafts-Macht der USA mit der Währungswaffe ausstattet. Der nächste "Schlag" ist möglich.

Angesichts des denkbaren neuen Kriegs muss jedes Geschwätz von Freiheit und Demokratie verstummen. Denn die USA riskieren einen neuen Krieg im Nahen Osten nicht nur zum Ausbau ihrer Macht. Der mögliche Krieg soll auch der finsteren Diktatur der Saudis dienen. Und dem Apartheids-Regime in Israel. Auch darüber spricht am 25. Juni 20.30 Uhr im Berliner Buchhändlerkeller Tsafrir Cohen. Er leitet das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.



Israel-Iran-USA: Ein gefährliches Dreieck

Moderation: Uli Gellermann
Am Dienstag
 25. Juni 20.30 Uhr

10623 BERLIN-CHARLOTTENBURG 
CARMERSTRASSE 1, PARTERRE


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 25. Juni 2019 schrieb Manfred Caesar:

Menschen mit ein bißchen Gedächtnis wissen ,daß der Iran zusammen mit anderen Ländern von pres. Bush zu Schurkenstaaten erklärt wurde.Von diesen sind bis auf Iran und Nordkorea alle von unserem selbsternannten Weltpolizisten inzwischen angegriffen und zerstört worden.
Trump hat bereits vor seiner Wahl zum Präsidenten erklärt ,daß er den Iran angreifen werde.
Mehr muß man nicht wissen.Was sich abspielt ist damit ohne Schwierigkeiten zu erkennen.


Am 23. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

BR 24 - 22.6.2019
"Israels Blick auf USA-Iran-Spannungen"

"Israel habe die USA in die Konfrontation mit dem Iran hinein getrieben und sei nun in Gefahr zum Ziel zu werden [der Hezbollah], kommentierte die israelische Tageszeitung 'Yedioth Ahronoth' die aktuelle Lage."

(Das ist die Zeitung mit der größten Auflage in Israel)

Antwort von U. Gellermann:

Danke, ist für die Veranstaltung zum Thema gut zu nutzen, Uli Gellermann


Am 23. Juni 2019 schrieb Rena Bleicher:

Ich komme in den B-Keller, bitte einen Platz freihalten!


Am 23. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"Israel - Iran - USA: Ein gefährliches Dreieck"

Die Linke sieht Israel traditionell als einen Außenposten des US-Imperialismus. Es ist aber mehr.

Seit dem zionistischen Epos 'Exodus' von 1960 mit Paul Newman ist es Israel gelungen, seine Mär vom noblen kleinen David im amerikanischen Bewusstsein zu verankern.

Antwort von U. Gellermann:

Israel ist weltweit der größte Empfänger von Finanzhilfen aus den USA – etwa 121 Milliarden US-Dollar seit 1948 –, gleichzeitig stammen rund 95 Prozent der von Israel importierten Waffen aus den Vereinigten Staaten.

Benjamin Netanjahu (von der Likud-Partei) dazu an: „Eines vergessen wir in Israel nie. Wir vergessen niemals, dass der wichtigste Partner Israels stets die Vereinigten Staaten von Amerika gewesen sind und es auch immer sein werden. Das Bündnis zwischen Israel und den USA ist unzerstörbar.“

Da spielt Paul Newman eine eher geringe Rolle.


Am 23. Juni 2019 schrieb John Landis:

Eine klare Spreche und eine saubere Analyse. Vergleichbares findet man im Netz kaum. Weiter so!


Am 22. Juni 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Wer kann diese Irren denn noch stoppen ?
Millionen von "Friedenstauben" in den Ländern, in den Städten, in den Dörfern auf den Straßen und nicht zuletzt in jeder Familie. Der alten und wichtiger denn je Tradition zu folgen: "Nie wieder Krieg!"

Die Quittung für all jene die devot am Rockzipfel der USA immer nur daran interessiert das größere Stück vom Kuchen zu bekommen,um es "Mitbewerbern" vor der Nase wegschnappen zu können. Der Kampf um die Weltherrschaft und um Marktanteile der amerikanischen Konzerne wird nie aufhören: Die Welt hat Ami-Welt zu sei und die Völker haben zu spuren. Dass die USA gemäß den Gesetzmäßigkeiten des Kapitals auf Pump leben, dass Kapital expandieren muß ist eine Erkenntnis ohne jede Bedeutung für korrupte, dumme "Werte Schwätzer, die von "Beraters Gnaden" sich in Politik versuchen, meist wenig erfolgreich.
Die Macht- und Kräfteverhältnisse verändern sich gewollt in rasender Geschwindigkeit, nur diesesmal offen, kriegerisch, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Ergebnis von 1989/91, wo viele der wiedergewonnenen kapitalistischen "Freiheit" zujubelten und das Kapital wird dem Meister Trump ins Öhrchen flüstern, was das Beste für seine Klasse sein wird, denn es ist seine Klasse, zwar die Klasse, wo die "Demokraten" ihre Näschen rümpfen bleibt das "Schmuddelkind" Trump Teil dessen, dass nicht so richtig in die kapitalistische Familie, die aus Parasiten, Ausbeutern, Folterer besteht passen will. Nur verachtenswert dieser dekadente Haufen.

USA-Außenminister Haig am 9.1.1981 vor dem amrikanischen Senat:

"Es gibt wichtigere Dinge als im Frieden zu sein."

Und Truman spricht am 6. März 1947:

" Es gibt eine Sache, die von Amerikanern sogar noch höher als der Frieden bewertet wird.
Das ist die Freiheit. Glaubensfreiheit - Redefreiheit - unternehmerische Freiheit."

Georges Friedmann hielt einen Vortrag 2015 über die Militärstrategie der USA und plauderte munter, wie die USA ihre Gegner schwächen und fertig machen kann.
"Die Vereinigten Staaten kontrollieren aus fundamentalem Interesse heraus alle Ozeane dieser Welt.
Keine Macht der Welt hat das jemals getan. Aus diesem Grund intervenieren wir weltweit bei den Völkern, aber sie können uns nicht angreifen.
Das ist eine schöne Sache!
Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und des Weltall begründet unsere Macht.

Die Politik die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagan im Iran-Irak-Krieg angewendet hat. Er unterstützte beide Kriegsseiten, so daß sie gegeneinander kämpften und nicht gegen uns. Es war zynisch, es war nicht moralisch vertretbar, aber es hat funktioniert. "

Sollte diese brutale und unmenschliche Politik des ewigen Unterdrücker und Kriegstreibers USA weiter gehen wird das iranische Volk entsetzlich leiden müssen, denn die Sanktionen trifft immer das Volk und die Ärmsten der Armen zahlen wie immer den höchsten "Preis."
"Den letzten beißen die Hunde."

"Es handelt sich um eine gegen den Frieden gerichtete Verschwörung, um ein "auf die Erringunge der Weltherrschaft gerichtetes Gewaltunternehmen", das bei seiner Vorbereitung und Durchführung "einen konspirativ zusammengeschlossenen Teilnehmerkreis" voraussetzt, stellten sowjetische Richter beim Nürnberger Prozeß fest.
Der Nürnberger Prozeß,. Aus den Protokollen, Dokumenten....., Band I, S.26

Warum kommt mir das alles so bekannt vor ?

Der Veranstaltung wünsche ich eine rege Beteiligung mit vielen interessierten Besuchern !


Am 22. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Georg Moritz
Konflikt Sunniten - Shiiten

Ja, im Irak gab es den unter dem relativ säkularen System von Saddam nicht. Aber für die strategische Konkurrenz Saudi Arabien - Iran spielt er auch eine Rolle.

Die Saudis beanspruchen mit Mekka die Definitionshoheit über den Islam. Und viele Sunniten hassen die Shiiten mehr als sie die Israelis/Juden hassen.

Unser Nordeuropa ist die säkularisierteste Region der Welt - kein Vergleich zu den USA mit ihren Evangelikalen. Wir können uns kaum noch vorstellen, welche Bedeutung die Religion für andere hat.

Antwort von U. Gellermann:

Zu diesem Thema ist die Debatte beendet.


Am 22. Juni 2019 schrieb Max L.:

Zu meinem Beitrag von gestern noch eine aktuelle Ergänzung. Eben zufällig in der Tagesschau gesehen/gehört, also kurz vor 10 Uhr am 22. Juni (Sendung von 09:50 Uhr): Ein Bild von Trump ist zu sehen, aus dem Off sagt ein Sprecher wörtlich:

"Trump steht vor einem Dilemma. Reagiert er nicht auf iranische Nadelstiche wie den Abschuss der Drohne, könnten seine Drohungen nicht mehr ernstgenommen werden. Zieht er doch in den Krieg, bricht er sein Wahlkampfversprechen, Amerika aus neuen Konflikten herauszuhalten."

Mal abgesehen vom inhaltlichen Unsinn, dieser Konflikt sei "neu" und mal abgesehen davon, dass Trump ihn mit seiner Strategie ja selber aus dem Schlummer wieder aufgeweckt hat (dazu gleich mehr):

Hier zeigt sich nochmal deutlich die Haltung der Tagesschau-Redaktion. Der Drohnenabschuss wird jetzt so eingeordnet, wie es die US-Regierung behauptet, und dem Iran wird unterstellt, er setze damit "Nadelstiche". Der Krieg an sich ist kein Problem, man kommt gar nicht darauf, vor Folgen zu warnen oder die offensichtliche Sinn- und Grundlosigkeit zu thematisieren bzw. wenigstens zu erklären, warum es gewisse Kreise gibt, die diesen Krieg wollen und schon lange wollten und wie diese Kreise Trumps dämliche Strategie auszunutzen versuchen. Nein, problematisch sind nur Fragen, wer den Krieg eigentlich erklären darf, der Präsident oder der Kongress, und ob damit Wahlkampfversprechen gebrochen werden. Prinzipiell scheint für die Tagesschau nichts gegen so einen Krieg zu sprechen. Das macht mich richtig krank, umso mehr, als wir dafür auch noch bezahlen sollen.

Noch eine kleine Anmerkung zu Trumps Strategie: Nach meinem Verständnis will der den Krieg tatsächlich nicht. Das habe ich schon vor Wochen so gesehen. Er glaubt tatsächlich, er könne mit seiner Strategie "America great again" machen, auf wirtschaftlicher Ebene wohlgemerkt. Damit will der Narzisst in die Geschichtsbücher. Dazu kündigt er Abkommen, macht Druck auf ausländische Unternehmen (Huawei) und protzt mit militärischer Stärke. Das alles nur im Glauben, dass dann alle kuschen, freiwillig an den Verhandlungstisch kommen und ihm das zusagen, was er will. Nur beißt er im Falle des Iran oder Chinas auf Granit, womit er als Narzisst garantiert nicht gerechnet hat - seine Berater haben ihn bewusst nicht gewarnt, denn sie wollen ja die Eskalation. Und jetzt entgleitet ihm allmählich die Kontrolle über Bolton & Co. Das war abzusehen. Die Tagesschau wird eine solche Sichtweise aber niemals teilen, entsprechende Kommentare von mir werden regelmäßig unterdrückt.

Antwort von U. Gellermann:

Trump ist der oberste Waffenhändler der USA (s. seine NATO-Haushalt-Kampagne). Nichts ist für Waffenhändler schöner als ein prima Krieg. Er muss nur gut verkauft werden.


Am 22. Juni 2019 schrieb Mauro Mir:

Jetzt gab es, bisher sogut wie einmalig einen US Präsidenten, der, als zwei bis drei Hirnzellen für Sekunden betriebsfähig waren, in der Lage war, zu berechnen, dass 150Menschenleben mehr wert sind, als eine unbemannte Drohne und schon jault unsere kriegsgeile Presse-und Expertenmeute auf, um diese sicherlich weiseste Entscheidung, als Schwäche zu diffamieren. Das Mäntelchen der Demokratie wird immer fadenscheiniger und darunter zeichnet sich das Braunhemd des Faschismus2.0 ab, der gerne unter Führung des Hegemons auf weitere Beutezüge geht. Es ist einfach nur ekelhaft.


Am 22. Juni 2019 schrieb Georg Moritz:

@Klaus Bloemker

"Neben Israels Sicherheit (...) geht es auch um den Konflikt Shiiten - Sunniten und die Definitionshoheit über den Islam."

Ja, das will man uns immer einreden. Seltsamerweise lebten Shiiten und Sunniten jahrhundertelang friedlich beisammen. Erst nach dem Irak-Krieg 2003 wurden durch gezielte Terror-Anschläge (ach? der Krieg gegen den Terror erzeugt Terror? na sowas!) die Glaubensgemeinschaften im Irak gezielt gegeneinander aufgehetzt.

Siehe hierzu auch: "Nein, im Nahen Osten kämpfen nicht Sunniten gegen Schiiten"
https://www.heise.de/tp/features/Nein-im-Nahen-Osten-kaempfen-nicht-Sunniten-gegen-Schiiten-4438994.html


Am 22. Juni 2019 schrieb Uschi Peter:

Ich frage mich immer wieder, wie lange sich die Welt noch diese unverschämten Lügen der USA gefallen lassen. Wie kommen USA dazu von Selbstverteidigung zu sprechen,wenn sie in einem fremden Land als Besatzungsmacht stehen? Sind automatisch alle Länder unter ihrer Kontrolle damit "Staatsgebiet", über die sie hergefallen sind? Damit möchte ich aber eine Lanze für die BRD brechen. Wir können nicht, wenn wir auch wollten. Wir sind freundlich gesagt ein Bundesstaat der USA und können es nicht riskieren, wieder in Schutt und Asche bombardiert zu werden. So gesehen sind allen BK die Hände gebunden. Also dulden wir die Drohnenaktivitäten aus Ramstein und die Panzerzüge zu den Manövern gegen Russland.
Was ich nur so schlimm finde ist, dass soviele Menschen blind den USA hörig sind und ihr eigenes Land, seine Kultur verachten


Am 22. Juni 2019 schrieb Lutz Jahoda:

SANTA CLAUS EMBEDDED

Vom Himmel hoch, da kam ich her,
Flog diesmal ohne Gaben.
Mein Spielzeugschussgerät war leer,
wollt´ nur paar Fotos haben.

Nun werden Kinder im Iran
Auf mich verzichten müssen.
Im Golf kreuzt schon ein Trägerkahn
Mit großen Sprengstoffnüssen.


Am 22. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Rob Dräger:
"Ich bin am Dienstag dabei und sehr gespannt."

Aber passen Sie (und Uli) auf, was der frühere stellvertretende israelische Aussenminister Danny Ayalon gesagt hat (als Begründung, warum Israel offiziell quiet / still ist und nichts sagt):

"The last thing that Israel needs, is to be seen as a warmonger. We have been falsely accused before. The Iraq war. That had nothing to do with us. Still, there are enough anti-Semites and detractors of the State of Israel who that would like to jump in."

"Das Letzte, was Israel braucht ist, als Kriegstreiber gesehen zu werden. Wir sind fälschlicherweise früher dafür beschuldigt worden, beim Irakkrieg. Der hatte nichts mit uns zu tun. Aber es gibt genug Antisemiten und Verleumder Israels, die darauf gerne springen."

Also aufgepasset !
i24 NEWS, Israel - 19.6. 2019 YouTube


Am 21. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"finsteren Diktatur der Saudis"

Neben Israels Sicherheit (was die darunter verstehen, den ungestörten Ausbau ihrer illegalen Siedlungen, wodurch eine 2 Staaten Lösung ad acta gelegt ist) geht es auch um den Konflikt Shiiten - Sunniten und die Definitionshoheit über den Islam.

Die USA scheinen dem sunnitischen Fundamentalismus der Saudis den Vorzug zu geben. Komisch. 15 der 19 Attentäter von 9/11 waren Saudis keine Iraner.


Am 21. Juni 2019 schrieb Marc Britz:

Habe mir den von Helga Schmidt angegebenen Link mit dem Bericht zum zweiten US-Flugzeug mal angeschaut. Ist schon sehr interressant, vor allem wenn man beachtet, um was für eine Art Flugzeug es sich laut RT bei der Begleitmaschine handelt: Die Boeing P-8 Poseidon ist nämlich ein Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeug der United States Navy. Dieses Marinespezialflugzeug wird zum Anti-U-boot-Krieg und zur Durchsetzung von Blockaden gegenüber Handelsschiffen eingesetzt. Und aus diesem Grund trägt das Flugzeug Torpedos und Harpunen-Missiles. Und was haben die Matrosen des einen angeblich von Haftminen beschädigten Tankers nochmal vor den Explosionen am eigenen Schiffsrumpf gesehen? Schnell und niedrig fliegende Objekte. Waren das P-8 Torpedos? In diesen Zusammenhang passt auch, dass die P-8 ausgerechnet darauf ausgelegt ist, im Zusammenspiel mit Northrop Grumman MQ-4C Triton Drohnen gegen maritime Ziele vorzugehen. Die Triton ist eine spezielle Variante der RQ-4 Global Hawk Drohne (von der jetzt alle reden), die durch ihre besonderen technischen Eigenschaften auf Marinespionage- und Aufklärung ausgelegt ist. Könnte es sich also beim Drohnenabschuss um einen erfolgreichen iranischen Versuch handeln, einen weiteren ?Tankerzwischenfall? in der Strasse von Hormuz zu verhindern? Wenn diese Annahmen stimmen, ist ein Krieg bereits im Gange, wenn auch unerklärt und medial vertuscht. Und Deutschland steckt dank Ramstein mittendrin im völkerrechtswidrigen Verbrechen. Das muss beendet werden!


Am 21. Juni 2019 schrieb Guenther Mann:

dieser fleisch (sehr viel fleisch) gewordene witz, der twitter benutzt wie weiland darth vader das lichtschwert, sollte sich bei den iranern bedanken: für wenige hundert millionen $ US steuergled aus der papierdruckerei bescheren sie ihm einen mordsmäßigen wahlkampfseinstieg.
dabei waren die iranis noch zurückhaltend: mit ein bischen hilfe von ihren russischen freunden, hätten sie die drohne im flug umprogrammieren können, wie man einen geheimagenten umdrehen kann.
neine, das ist keine kriegsgefahr, no reason to grt exited. alles nur ablenkung: der wirkliche krieg findet längst statt, und zwar gegen die nächsten generationen der unterlegenen sozialen schichten. sie weren nichts haben: keine Umwelt, keine beruflichen möglichkeiten, keine politischen rechte.

Antwort von U. Gellermann:

Dass Sie keine Kriegsgefahr sehen wird die iranische Bevölkerung sicher beruhigen.


Am 21. Juni 2019 schrieb Andreas Schell:

Läuft doch!

Jetzt braucht es nur noch einen halblauten Nieser, und schon kann die riesige US-Kriegsmaschinerie über den angeblich so gefährlichen und unfassbar aggressiven Iran herfallen. Mindestens so gefährlich wie seinerzeit der Irak dürfte er sein, der Iran, mit aufblasbaren Panzern und natürlich ohne Massenvernichtungswaffen oder Atombomben. Der Anlass: einer von denen hat unseren Modellflieger mit der tollen Kamera kaputt gemacht, bloß weil der mal fernab von seiner Basis unbefugt und unerwünscht herumgeschwirrt ist!

Es schweigen dazu:
- Der deutsch Außenminister, ein kleinwüchsiger NATO-Lakai
- Die Grünen, von je her eine transatlantische Veranstaltung
- die Bundeskanzlerin, gerade eben zwecks NATO-Osterweiterung in der Ukraine und dort unter der Last ihrer Schuld gerade so nicht aus den Latschen gekippt
- die Kriegsministerin, von je her scharf auf einen richtig heißen Waffengang

Es lügen und vertuschen, dass sich die Balken biegen
- unsere Bezahlmedien

Will die Bevölkerung in Deutschland mehrheitlich, also demokratisch, an der Seite eines globalen Aggressors stehen, der alle Vorkommen fossiler Brennstoffe im eigenen Interesse anzündet? Dem größere Flüchtlingsströme auf dem eurasischen Kontinent völlig egal sind? An der Seite einer Nation, die Massenmord als Lösung für ihre hausgemachten Probleme auf dem Zettel hat? Wollen wir wirklich erst den Krieg ausbrechen lassen, bevor wir die Toten, die Flüchtlinge und - gottseibeiuns - die explodierenden Benzinpreise beweinen? Wollen wir nicht vorher dem so genannten Verbündeten sagen, dass er gerade wieder dabei ist, nach bekanntem Schema Scheiße zu bauen?

Offenbar. Oder?


Am 21. Juni 2019 schrieb Alexander Kocks:

Das US-Militär Centcom erklärt ja dass die Drohne im internationalen Luftraum abgeschossen wurde, aber sowohl die US-Regierung als auch deren Militär sind nicht für Glaubwürdigkeit bekannt. In jeder Zeitung kann man heute eine Karte sehen mit einer Markierung wo die USA behaupten ihre Drohne wäre abgeschossen worden.
Man nehme eine Karte (Lloyds Maritime Atlas) zur Hand, einen Zirkel und schaue sich die Straße von Hormus genau an. Die Drohne kam von Süden mit abgeschaltetem Transponder.

Flugzeuge mit friedlichen Absichten fliegen grundsätzlich mit eingeschaltetem Transponder, man weis dann wer da kommt. Die Straße von Hormus ist im südlichen Teil wo die Drohne abgeschossen wurde max 30 nautical Miles breit (1,852 km je NM).
Sowohl in der Luft als auch auf dem Wasser beträgt die Hoheitszone 12 NM. Daraus ist zu
schließen, dass es im Bereich des Abschusses quasi keinen Internationalen Luftraum gibt. Die Drohne hat sich entweder im Luftraum des Iran oder des Oman befunden und wer dort mit abgeschaltetem Transponder herumfliegt hat mit Sicherheit keine friedlichen Absichten, zumal in einer so angespannten Situation Auf dem Wasser gelten die gleichen Regeln für die Hoheitszone, aber die Straße von Hormus ist eine Internationale Schifffahrtsstraße und deshalb gelten dort andere Regeln als in der Luft.
Deshalb bin ich geneigt eher der Iranischen Version des Geschehens Glauben zu schenken.


Am 21. Juni 2019 schrieb rudolph bauer:

Haiku DEUTSCHE MITSCHULD
der "militärschlag"
gegen iran mit drohnen
gelenkt aus ramstein


Am 21. Juni 2019 schrieb Karola Schramm:

Das Drama in dieser ganzen entsetzlichen Geschichte könnte Deutschland lösen, wenn die deutschen Politiker endlich mal aufwachten und merkten, dass sie sich einfach nur den "trumpel" Forderungen widersetzen müssten, wie das der Oberst Scholz a.D. auf KenFN vor ein paar Tagen erklärt.

Deutschland muss das Ausnutzen von Drohnen im Sinne der USA nicht mitmachen. Die deutschen Minister nebst Kanzlerin, Bundestag und Parteien. können jederzeit NEIN sagen.

Warum sie es NICHT tun ist hier die Frage und die Antwort hängt mit Angst und Feigheit zusammen - die aber verdrängt wird und mit Stolz und Zugehörigkeitsgefühlen zum großen Bruder USA zugekleistert wird, denn nur mit dieser Illusion können schwache Charaktäre leben. Dafür tun sie alles - nur nicht die eigenen Ängste eingestehen, die zu einem Umdenken führen könnten.

So schreibt Horst Eberhard Richter einer der ersten in der Friedensbewegung in seinem Buch: "Die Chance des Gewissens -Erinnerungen und Assoziationen" in dem Kaptitel: Umfühlen, feiern, tanzen und standhalten auf Seite 255:"Ohne ein fundamentales Umdenken und Umfühlen, so hat es auch Albert Einstein immer wieder gesagt, würde unser Weg ohnehin in die Katastrophe münden. Eine andere realistische Alternative gibt es also gar nicht. (...) Die Hektik des Hochrüstens ist ja Ausdruck des Gefühls der ewigen Zeitnot: Wenn wir nur einen Augenblick nicht aufpassen und nachlassen, werden wir von dem Gegener zerstört werden. Friedliches Umdenken heißt gerade, dieses Konzept eines auto-destruktiven Wettlauf mit dem Tode zu überwinden."
Es reiche nicht aus, sich auf die jeweils akuten bedrohlichen Maßnahmen zu konzentrieren, denen wir ohnehin immer wieder unterlägen, solange nicht ein "psychischer Abrüstungsprozess" (Alfred Kastler, Atomphysiker, Nobelpreisträger) in genügender Breite in Gang gekommen sei.

Und da liegt das Problem in der deutschen Politik. Der wiederwärtigen Eile und damit verbundenen Aggressivität, mit der Trump seine Forderungen in die Welt posaunt, kann mit Ruhe und Gelassenheit begegnet werden, wenn endlich unsere Minister und die Kanzlerin sich aufrafften mal an unsere Gesetze und Frieden zu denken, statt wie kleine, unmündige Kiner auf Lob von Trump zu hoffen, das sowieso nicht kommt..

Frieden ist also durchaus möglich, wenn sich deutsche Politiker grundsätzlich zu diesem bekennen würden. Erst recht, wenn die USA, wie bisher, nur Kriege wollen.


Am 21. Juni 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Ich verstehe Ihre Kritik an dem Begriff Schlag für einen Überfall durch die USA. Ich nehme an, es ist reine Militärsprache, die kritiklos von der Tagesschau übernommen wurde. Übrigens, die sowjetische Armee hatte einen Angriff als Stoß bezeichnet, was ja auch reichlich verharmlosend klingt.
Es sind Militärs, es ist ihre "Fachsprache". Was aber nun die Tagesschau damit zu tun hat, wird sich wohl niemandem erschließen. Wir sollen uns ans Militärische gewöhnen, das wird uns unterschwellig damit gesagt.

Die Global Hawk ersetzt die frühere Feindaufklärung durch Soldaten oder Flugzeuge vor einem Angriff. Der Iran hat das völlig richtig gesehen und das einzig Richtige gemacht, den Spion vom Himmel geholt. Es sieht böse aus.


Am 21. Juni 2019 schrieb Helga Schmidt:

Offensichtlich wurde die Drone von einem weiteren US-Flugzeug begleitet; der Iran macht darauf aufmerksam, daß er darauf verzichet habe, es abzuschießen, möglicherweise hat Trump, den bereits beabsichtigten Angriff auf den Iran gestoppt, nun ja, werweiß....https://www.rt.com/news/462387-iran-refrained-shooting-us-plane/


Am 21. Juni 2019 schrieb Max L.:

Die Macht um Acht berichtet in gewohnter Manier:
https://www.tagesschau.de/ausland/iran-usa-159.html

Es wird alleine die US-Sicht der Dinge geschildert, das aber ausführlich. Und wenn in anderen Artikeln auch mal der Iran oder z.B. Russland zu Wort kommt, dann immer erst ganz weit unten und immer ganz kurz und meistens mit Begriffen wie "(der Iran/Russland/China) behauptet...". Im Falle der USA heißt es hingegen: "Für die US-Regierung gibt es keinen Zweifel". Die einzige Frage für die Tagesschau ist, "wie ernst sie (die US-Regierung) es meint mit ihrer Politik des maximalen Drucks auf den Iran".

Im weiteren Verlauf werden dann die von der Tagesschau so geliebten "Demokraten" zitiert. Diese hätten "die Sorge, in einen Krieg zu "stolpern" - als ob das für die "Demokraten je wirklich eine Sorge gewesen wäre. "Ein Krieg gegen den Iran bräuchte die Zustimmung des Kongresses" - das also ist die "Sorge", nicht der Krieg selbst.

Das Schlimmste aber kommt kurz vor Schluss. Dort darf ein "Experte", der Militär-Analyst Cedric Leighton, wer kennt ihn nicht, die US-Version untermauern und dem Iran Absicht unterstellen: "Das war eine sehr bewusste Tat." Es ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben, wie infam die Tagesschau sich - natürlich geschickt und unterschwellig, aber mit einem ganz gezielten Aufbau solcher Artikel - an den Kriegsvorbereitungen beteiligt. Rein überhaupt nichts ist da zu spüren von einer Ablehnung des Vorgehens der USA oder auch nur einer kritischen Betrachtung. Man wartet nur, wie weit gegangen wird und stellt nebenbei noch fest, dass es besser wäre, wenn der Kongress zustimmte.


Am 21. Juni 2019 schrieb Grit Jakobs:

In dieser Lage ist es besonders wichtig auf die Ramstein-Kampagne hinzuweisen:

https://www.ramstein-kampagne.eu/

Antwort von U. Gellermann:

Unbedingt!


Am 21. Juni 2019 schrieb Susanne Kreuzer:

Ich habe eine Frage zum Artikel: Was sagt das Außenministerium dazu, dass die Spionagedrohne von Ramstein aus gelenkt wurde?

Antwort von U. Gellermann:

Das AA schweigt dröhnend.


Am 21. Juni 2019 schrieb Rob Dräger:

Ich bin am Dienstag dabei und sehr gespannt.


Am 21. Juni 2019 schrieb Marie Wegner:

Uli Gellermann ist mal wieder der Schnellste. Danke!


Am 21. Juni 2019 schrieb Rollnd Kapp:

Israel-Iran-USA: Ein gefährliches Dreieck !!

mehr ist zu diesem Satz nicht zu
bemerken !

natürlich darf man auch dann , die Schützenhilfe von Frau Merkel nicht vergessen .

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