Gott will den Krieg gegen den Terror

Zweifel an der Bundesregierung sind blasphemisch

Autor: U. Gellermann
Datum: 31. März 2016

Es war Ostern, man dachte an nichts Böses, da meldete sich hinterrücks Norbert Röttgen im West-Berliner TAGESSPIEGEL: "Wir müssen uns noch stärker als bisher in internationale Konflikte einschalten und die Ursachen von Gewalt bekämpfen.“ Wer jetzt an die Gewalt der diversen westlichen „Engagements“ von Afghanistan bis Syrien dachte, dem wurde ganz anders: Sollte sich Deutschland wirklich mit den USA anlegen? Aus der NATO austreten, die Bundeswehr aus ihren zur Zeit 14 Auslandseinsätzen nach Hause holen und von der korrupten Regierung in der Ukraine ultimativ verlangen, das Minsker Friedensabkommen einzuhalten und endlich direkt mit den Separatisten zu reden? Ach, nein, der kleine Norbert wollte sich nur zurückmelden. Da kommt ihm der aktuelle Terror als Verstärker der eigenen Lautsprecherei gerade Recht.

Zwar ist der Mann Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, aber Röttgen hatte einst ganz andere Ambitionen. Er wurde als Merkels Darling und möglicher Nachfolger gehandelt. Aber dann hatte er eine Landtagswahl verloren. Und schwups verlor er sein Ministeramt, Merkels Wohlwollen und das Gleichgewicht. In welcher Reihenfolge auch immer. Doch Röttgen, der schon mal gemeinsam mit seiner Frau als `Die Kennedys vom Rhein´ präsentiert wurde, robbt sich langsam wieder ran und darf, offenkundig mit Merkels Zustimmung, gefährliches Zeug in die Welt setzen: „Wir müssen unsere diplomatischen Initiativen verstärken und um eine militärische Komponente erweitern“. In der einen Hand den Palmzweig, in der anderen das Maschinengewehr, kurz wedeln, zeitgleich schießen, das ist die hohe Schule der US-Diplomatie, wie man sie weltweit kennt. Röttgen darf natürlich nur das sagen, was die Kanzlerin will. Auch mit dieser Äußerung zum anhaltenden Irak-Krieg bei Günter Jauch: „Sie können alle Waffenlieferungen aus Deutschland wegdenken, wir hätten trotzdem diesen Konflikt“ referiert er nur his Mistress´s voice.

So, wie der Röttgen die deutschen Waffen-Exporte gut heißt, so begreift er auch den neuen deutschen Hilfs-Imperialismus in Syrien und begrüßt „positiv“ die Bereitschaft Saudi Arabiens mit eigenen Truppen in den Syrienkrieg zu marschieren. Dass Saudi Arabien – durch Geld, Söldner und Waffenlieferungen – längst in Syrien Kriegspartei ist, mag dem CDU-Politiker öffentlich nicht einfallen. Einen guten Waffen-Kunden wird man schließlich nicht bloßstellen. Auch, dass der lang andauernde „Krieg gegen den Terror“ bisher nur den Terror hat wachsen lassen, dass mit jedem Auslandseinsatz, mit jeder Drohne, mit jedem gelieferten Panzer die Zahl terroristischer Anschläge gestiegen ist, macht die Propheten der „militärischen Komponente“ nicht irre in ihrem Glauben daran, dass sie ein Gottesgeschenk für die Welt sind.

Anders lässt sich das Facebook-Posting des Vorsitzenden der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ Heinrich Bedford-Strohm nicht erklären: "Terror ist Gotteslästerung“, schreibt der Mann und sieht sich auf der richtigen Seite, hatte doch auch die Kanzlerin amtlich festgestellt: "Terrorismus ist für mich Gotteslästerung“. Der oberste Pfarrer Deutschlands und die Pfarrerstochter, sie halten sich für schlau: Mit dem Verdacht der „Gotteslästerung“ wird der Terror schnell der islamischen Glaubensrichtung angeklebt. Obwohl man wissen kann, dass zum Beispiel die Terrorgruppe IS/Daesch nur ein Geschäftsmodell einer Gruppe ehemaliger Geheimdienstoffizieren der irakischen Streitkräfte ist, die unter der falschen Flagge des Islam an die Macht wollen. Aber das Etikett der Gotteslästerung weist dem Feind deutlich die Rolle des Bösen zu und gibt den Bundeswehreinsätzen den heiligen Schein der Verteidigung des echten Glaubens.

Und wo der liebe Gott wohnt, da ist der Zweifel nicht angebracht. So muss denn Norbert Röttgen als Zeuge auftreten, wenn es um einen Terrorismus-Unterstützer, den türkischen Präsidenten Erdogan, geht. Der schnell und leicht beleidigte Herr ist wegen einer deutschen Satire-Sendung über ihn böse und mischt sich in die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland ein. Und weil das Schweigen der Bundesregierung langsam peinlich wird, meldet sich Röttgen mit einer doppelten Zurückweisung: Er habe „keinen Zweifel“, dass die Bundesregierung „die zweifelsfreie Geltung“ von Grundrechten in Deutschland „auf ihren Wegen und ihren Kanälen“ zum Ausdruck gebracht habe. Dieser servile Ton ist zweifellos der gebückten Haltung zu verdanken, mit der Röttgen eine Nicht-Kritik am NATO-Partner und Terror-Paten zu erklären versucht. Und Zweifel an der Bundesregierung – die den Terror in Brüssel oder Paris als „Gotteslästerung“ verkauft, den der Türkei in Syrien oder in Kurdistan aber einfach nicht wahrnehmen will – der ist natürlich blasphemisch.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 04. April 2016 schrieb Ped Sichten:

Eine absolute Kapazität in Friedensfragen, dieser Norbert Röttgen. Im Jahre 2014 stellte ihm im Interview "Die Zeit" folgende Frage:

ZEIT: "Aber Deutschland nimmt längst einseitig Partei: Es liefert Panzer an Saudi-Arabien, mit der Begründung, das Königshaus müsse verteidigungsfähig gegen den Iran bleiben."

Wer darauf so was Gequirltes wie das Folgende parat hat, muss als klar erkannte Gefahr für jede Friedenspolitik betrachtet wrden:

Röttgen: "Ich glaube nicht, dass man sagen kann, wir stärken die Saudis gegen die Iraner. Eine unserer Fähigkeiten in der Region ist es, breit gesprächsfähig zu sein. Das ist ein echtes Kapital deutscher Außenpolitik. "

Im gleichen Interview macht sich der ehemalige Umweltminister für R2P stark:

"Es entwickelt sich die responsibility to protect für den Fall, dass eine Regierung nicht mehr in der Lage oder willens ist, die Schutzverantwortung für ihre eigene Bevölkerung zu übernehmen. Wenn man die Lage erst einmal als solche beschreibt, dann ist es zu den politischen Konsequenzen ein ganz kurzer Weg. Ab einer gewissen Schwelle können wir uns bestimmten Situationen nicht mehr entziehen. Und Völkermord ist diese Schwelle. "

Wer noch etwas leiden will, hier die Quelle:
http://www.zeit.de/2014/06/norbert-roettgen-militaereinsaetze/seite-3


Am 02. April 2016 schrieb Guenther Lachmann:

Kurze Erklärung
Doppelte Kommentare halte ich fuer nicht notwendig.
Wie üblich wollte ich meine Worte zu Uli Gellermanns guten Kommentar abschicken. Fand dann aber die großartigen Worte von U. Spurgat schon in der Sammlung. Zu meinem Erstaunen hatten wir sehr similare Worte gewählt, und hatten wahrscheinlich auch ähnliche Assoziationen zu dem angebotenem Text.
So entschied ich mich, einen neuen Kommentar zu schreiben. Also insgesamt Drei.
Sollte ich also der lieben U. Spurgat etwas genommen haben, so bitte ich um Entschuldigung.


Am 01. April 2016 schrieb Lutz Kluge:

Ich bin die letzten Tage erstmals auf Ihre Seiten gestoßen. Was ich bei Ihnen lesen konnte hat mich durchaus überrascht. Weniger wegen den bekannten Inhalten - Mehr aufgrund Ihrem Umgang mit den Themen.

Hierfür möchte ich Ihnen gerne meine Anerkennung zu Ihrer Arbeit aussprechen.
Im gleichen Zuge hätte ich auch einen Wunsch:

Die gegenwärtige Situation im Nahen Osten, vorrangig die Familie Erdogan, erinnert etwas an damalige Zeiten in Deutschland (1930 ff.)

Kann es sein, dass Ihnen die vorliegende Machtgier auch an etwas/jemand erinnert?
Ich nehme weiter an, dass hier stichhaltig Paralellen entdeckt werden könnten, welche, wenn lange genug behandelt und veröffentlicht, der Gesellschaft und deren "gewählte" Vertreter zum Umdenken bewegen werden.

Im Netz konnte ich bisher keine Inhalte sichten. Eventuell bin ich auch auf dem Holzweg.
Es würde mich freuen in näherer Zeit etwas mehr über den besagten Familienclan und dessen Verbindungen zur Hochfinanz und diversen einzelnen Personen zu lesen.


Am 01. April 2016 schrieb Alles nur Satire:

Der Herr Röttgen darf wohl wieder mehr ins öffentliche Licht, weil er sich bei den internen Zwergenaufständen gegen die Königin wohl auf der richtigen Seite aufgehalten hat.
Es ist auch wurscht, welcher dieser unsäglichen Popanze aus der 2. und 3. Reihe in der Öffentlichkeit verbal onaniert. Das, was der Mann da unters Volk gepustet hat, ist doch schon längst beschlossen. Wird schon längst umgesetzt.
Wer immer noch glaubt, das Mutti mit Erdogan wegen der Flüchtingsprobleme kungelt, hat noch nicht verstanden, das Mutti nur auf einen außenpolitischen Zug aufzuspringen hatte, der von Frankreich und der Türkei bezüglich der Kurdenfragen seit spätestens 2011 als Tatsache geschaffen wurde. Hollande hat dazu schon mit verschiedenen Kurdenvertretungen gesprochen. Erdogan und sein MP wissen davon. Es geht um einen Kurdenstaat außerhalb der Türkei, vermutlich auf Gebieten des Iraks und Syrien, die denen jetzt noch gehören. Deutschlands Regierung hegt Großmachtgelüste wie zu Kaisers und Adolfs Zeiten. 14 Auslandseinsätze zeigen, das wir eine kriegführende Nation sind.
F und GB waren ja nie von ihrem kolonialen Großmachtgehabe abgerückt. Der Nahe Osten soll umgebaut werden, nach Vorstellungen aus Washington, Tel Aviv, Paris, London, Ankara und neuerdings Berlin. Der tödliche Witz für Syrer und Irakis, Kurden, Christen und Muslime in dieser Region: Nicht alle Vorstellungen passen zueinander, korrelieren miteinander, sind zum Teil sogar diametral ausgerichtet.
Wundert sich da irgend einer, der noch alle Sinne beisammen hat, das Putin militärisch eingriff, sogar mit Erfolgen, die der NATO schwere Zweifel an ihrer bisher sicher geglaubten Überlegenheit bescherten?
Wundert sich irgend einer, das der Terror, den großkotzige westliche Politiker in den Nahen und Mittleren Osten trugen, jetzt in geringerem Umfang in Westeuropa angekommen ist.
Der Nahe Osten ist noch nie befriedet gewesen, solange sich irgendwelche Kolonialmächte dort aufhielten. Rom, Osmanisches Reich, GB, Fr., Israels Mordpolitik gegen Palästinenser, gegen arabische Ureinwohner, US-Imperialismus, all das hat diesen Flecken Erde immer gewalttätiger werden lassen. Und jetzt wollen diese Knallchargen aus Berlin auch mitmischen.
Steinmeier, du bist zwar einer der härtesten Verfechter und Durchsetzer der Agenda 2010.
Du bist auch ein nichtsnutziger Schwätzer und dein erhabenes Diplomatengetue mag ältere Leutchen beeindrucken. Aber der Nahe Osten wird dir um die Ohren fliegen. Leider auch uns allen, die wir das nicht wollen, und doch nichts gegen dich und deine rücksichtslosen Kabinettsfreunde ausrichten können.


Am 01. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Da hab ich mich doch überraschen lassen..........
Die Kommentare von G. Lachmann sind sinnstiftend, tiefgründig, berührend und in hohem Maße informativ, wenn es um brennende Themen wie die, die U.Gellermann immer wieder aufgreift, geht.
Damit liegt mir aber völlig fern einige von den guten Kommentaren Schmälern zu wollen.


Am 01. April 2016 schrieb Guenther Lachmann:

Teil II

Irgendwo las ich, Terror ist der Krieg der armen Voelker. Das ist Unsinn
– ein „Red Herring“, welcher aus den Spinnstuben einer jeden Regierung
kommen kann, die beabsichtigt das Volk weiterhin zu verbloeden. Es ist
eine gezielte Desinformation, welche auf subtilen Wegen den Terror jenen
Voelker zuzuordnen beabsichtigt, welche durch Ausbeutung verarmt sind.
Immerhin ist der Krieg ja weit weg (hier in Europa), und die Frauen und
Maenner, welche auf den blutigen Schlachthoefen, als vorgeschobenen
Grund, die Humanitaet verteidigen, werden als Helden der guten Sache
verabsolutiert.
Natürlich darf auf diesen, mit Blut getränkten Erden, die Religion nicht
fehlen. Die Heiden und die Ungläubigen müssen im Namen eines
artifiziellen Konstrukts missioniert werden. Ganz im Sinne von dem
LINKEN Ministerpräsidenten Ramelow, der die Welt wissen ließ, dass ihm
das Christentum wichtiger ist als Marxismus. Interpretiere ich etwa
falsch, wenn ich daraus lese: Mir sind Bomben auf Kinder und Frauen
wichtiger, als ein Sozialismus, der einen Frieden fuer die Voelker bringt.
Die Steigerungsform fuer boshaft lautet nun: boshaft, boshafter, (und
als Superlativ, mit pleonastischer Charakteristik) rammelow.
Der Mensch wird verraten, verkauft und als Gebrauchsgegenstand
betrachtet, wo sich Politik und Religion gemeinsam ins Bett legen, um
ein ökonomisches Ziel zu erreichen. »Die Ökonomen verfahren auf eine
sonderbare Art. Es gibt für sie nur zwei Arten von Institutionen,
künstliche und natürliche. Die Institutionen des Feudalismus sind
künstliche Institutionen, die der Bourgeoisie natürliche. Sie gleichen
darin den Theologen, die auch zwei Arten von Religionen unterscheiden.
Jede Religion, die nicht die ihre ist, ist eine Erfindung der Menschen,
während ihre eigene Religion eine Offenbarung Gottes ist.« ( Marx;
Erstes Buch, Der Produktionsprozess des Kapitals, I. Abschnitt - Ware
und Geld)
Ökonomie und Religion, welche soziale Strukturen zerstört, ist genauso
Terror wie die Bomben. Nur ist er nicht so laut, weil Verhungernde nicht
mehr die Kraft haben laut zu schreien, weil sterbende Kinder nicht in
die Apotheke gehen können um Diarrhöe stoppende Medikamente zu kaufen.
Oder ist es etwa Blasphemie, wenn ganze Völkergruppen daran zweifeln,
dass ihre Gebete (egal aus welcher Religion) ihnen sauberes Trinkwasser
herbei zaubert.


Am 01. April 2016 schrieb Irene Wagner:

Zu Frau Spurgat:
manche Rechtschreibfehler sind belanglos, andere nicht. Es ist ein Unterschied, ob man von einer Geisel spricht oder von einer Geißel. Inhaltlich stimme ich Ihnen zu.


Am 01. April 2016 schrieb Clara Mahnt:

Zitate Ursula v. d. Leyen:
"Krisen und Konflikte betreffen jeden, der sich für internationale Stabilität verantwortlich fühlt. Daher ist Abwarten keine Option. Wenn wir über Mittel und Fähigkeiten verfügen, dann haben wir auch die Verantwortung uns zu engagieren" (bald auch mit modernisierten US-Atombomben!?)
Vortrag Jürgen Rose ...über die Bundesarmee
"Wo auch immer gespielt wird, auf
Fussballplätzen oder anderswo, wir schicken schießendes Personal!"
Das Brot und Spiele Muster wird blutig enden, wie so oft schon in der Geschichte.
20 Tsd. auf den Ostermärschen sind zu wenig!


Am 01. April 2016 schrieb Alfred Mente:

Tja immer diese "Himmelskomiker", was solls?
Immerhin bleibt ein Trost - Sie werden weniger!
Der Religionshistoriker Georges Minois hatte in seiner Geschichte des Atheismus schon zu Beginn des neuen Jahrtausends Atheisten und Agnostiker, die die Frage nach Gottes Existenz für ungeklärt, unklärbar und letztlich irrelevant halten, auf 1,333 Milliarden Menschen geschätzt ? weder Muslime noch Katholiken sind zahlreicher. Tendenz permanent steigend, weil der Glaube an einen Schöpfer, die Grundfrage keinesfalls beantwortet, denn es bleibt jeweils die Frage: "Wer hat Gott geschaffen"?


Am 01. April 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Wenn die Tochter des "Roten Kasner" wirklich "an Gott glaubte", dann hätte diese Angela als scharfe "FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda" schon in der DDR eine schwere "GOTTES-LÄSTERUNG" begangen! Angelas "GOTT" heißt offensichtlich "MACHT"!
Bundeswehr-Soldaten sollen demnächst im Baltikum an den Grenzen Russlands die BRD "verteidigen gegen das aggressive Russland" ... auch eine schwere "GOTTES-LÄSTERUNG"!!!


Am 01. April 2016 schrieb Günther Lachmann:

„Die Ursachen von Gewalt bekämpfen - und um eine militärische Komponente
erweitern.“ Das ist, sehr polite formuliert, semantischer Schwachsinn;
ist ein Hinweis, dass Röttgen schwere Schläge auf den Kopf (aus
verschiedenen terroristischen Gruppierungen; zB: NATO) hat erdulden
dürfen, um diese Aussage machen zu können.
Solche Leute werden dringend gesucht fuer den Auswärtigen Ausschuss.
»Grundsätzlich arbeitet er (der Ausschuss)hinter verschlossenen Türen«
(N. Röttgen) Denn hier, in den Gaengen des Auswärtigen Ausschusses,
treffen sich nicht nur die Mitglieder des Bundestages, sondern zu ihnen
gesellt sich noch der Theismus in seiner Form von
regierungsunterstützenden Himmelskomikern.
Hier wird ausgearbeitet mit wie viel Bomben, pro Person, Deutschland in
die naechste Friedenskampagne einsteigen wird. Und wie der Terrorismus
aufrechterhalten werden kann, wird hier auch durch-gebetet. Kriege sind
doch in einer Soma-Society ein nützlicher Mechanismus, um einen
gesunden, einen modernen Sozialismus an der Entstehung zu hindern.
Die temporalen Besitztümer der (christlich/jüdischen/islamischen)
Religionen werden selbstverständlich mit Bomben verteidigt. Schließlich
werden schon den Kleinkindern konditioniert, das ihre Religion die
richtige ist. Aber man muss nicht Marx gelesen haben oder die Briefe der
Rosa Luxemburg um zu begreifen, dass es nicht um Glauben geht, sondern
um Machtpolitik und Wirtschaftsinteressen.
Und wenn der Rauten-Domina so ein Spruch entschlüpft wie: "Terrorismus
ist für mich Gotteslästerung“, dann ist ihr es sicher noch nicht bewusst
geworden, auf welchem Niveau die Bombenwerferin, folglich eine
Terroristin, sich befindet.
Blasphemie wird also nur durch die Anderen, durch den Feind begangen,
Nun ja, als Tochter eines Pinguin (im schwarz-weißen Frack) kennt sie
sich ja gut mit den Interpretationen von Haben und Sein aus.
Wer soll denn all den Nonsens, der aus der Regierung heraus quillt noch
glauben. Das kann doch nur noch eine betriebunsichere Liaison zwischen
Kirche und Politik sein.


@ U. Spurgat
Es scheint dass wir Beide die gleichen Assoziationen hatten. - Danke
fuer die Worte. So schrieb ich ein paar andere Worte zu dem feinen
Kommentar von Uli Gellermann.


Am 31. März 2016 schrieb nora schmitz-gharbi:


"Wir müssen unsere diplomatischen Initiativen verstärken und um eine militärische Komponente erweitern".
Röttgen, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven wenn sich Kirche und Staat zu einem Kreuzzug gegen Gotteslästerung zusammenfinden,dann gnade uns Gott, wo immer er wohnt! Die Gottesgeschenke für die Welt, eine unserer Kernkompetenzen, (richtig gute Defensivwaffen) sind, sozusagen die "Ultima Ratio" um Frieden zu stiften. GANZ VORNE möchte ich Herrn RÖTGEN sehen ! Stahlhelm auf die Birne, Tornister umgeschnallt, die Russenbrille auf die Nase und dann los. Nein, nicht als Etappenhengst in irgendeinem atomsicheren Bunker, sondern raus, nach vorn, auf´s Feld der Ehre!!
Die Menschen im Lande können von Glück reden wenn sie gegen so manche Krankheit immun sind. Die Königsklasse aber ist es - gegen das Volk immun zu sein.


Am 31. März 2016 schrieb antares56:

Peter Lind und Manfred Caesar haben schon das geschrieben wie es auch empfinde!
Danke an den Autor und die Kommentatoren!


Am 31. März 2016 schrieb Peter Lind:

14 Tage zuvor hat Röttgen in den Tagesthemen schon einmal ein Interview zum gleich Thema gegeben, worin er erklärte, warum sich Deutschland stärker als bislang im Nahen Osten engagieren müsse. Als Hintergrund lieferte er die Begründung, daß für die USA der Nahe Osten Bedeutung verliere. Schließlich sei es den USA mittels Fracking gelungen so ausreichend Öl im eigenen Land zu fördern, daß sie auf das arabische Öl gar nicht mehr angewiesen seien, und sie sich nun langsam aus dem Nahen Osten zurück zu ziehen gedenken. Dies hinterlasse aber ein Lücke, ein Vakuum, daß ausgefüllt werden müsse, und das müsse durch „Europa" (!) geschehen. Da musste die Moderatorin aber nun doch nachhaken, was er denn so mit „Europa" meine, und da kam Herr R. nach (für die ARD erstaunlicher) kräftiger Nachfrage nicht umhin hier vor allem Deutschland zu meinen. Dabei müssten alle Möglichkeiten, finanzielle, wirtschaftliche, diplomatische Wege in Angriff genommen werden. "Auch militärische?", fragte die Moderatorin. Und der Herr R. wiederholte seine Ansichten von den Möglichkeiten. Aber die Moderatorin fragte nun nochmals nach (immer wieder erstaunlich), ob er denn auch militärische Optionen meine. Und da sah sich Herr R. gemüßigt, zwar etwas verschraubt und leicht verlegen, aber doch mit einer gewissen Inbrunst auch militärische Optionen einzubringen. Aua, Leute, da kommt was auf uns zu!


Am 31. März 2016 schrieb Lutz Jahoda:

WAS GOTT ALLES WILL?
WAS GOTT ALLES MÖCHTE?
ER HÄTT ES GERN STILL
UND GEKNEBELT DAS SCHLECHTE
UND LÄNGST ENTFERNT DIE BÖSE SAAT,
AUCH DIE DER SCHÖPFER VON GLYPHOSAT,
ZUM WOHLE EINER GESUNDEN REBE
IM WEINBERG DES HERRN -
WENN ES IHN GÄBE.


Am 31. März 2016 schrieb Manfred Caesar:

Blasphemie !
Na endlich! Wer nicht an das alternativlose Wort der heiligen Angela von der Raute glaub, begeht die Todsünde der Blasphemie. Gotteslästerung. Darauf steht der Scheiterhaufen. Bald werden sie wieder lodern.


Am 31. März 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Ach, der "kleine Röttgen", hochbezahlt und sein weich geklopftes und geschichtsloses neoliberale Hirn durfte sch mal wieder, weil Mutti eine Genehmigung genehmigt hat zu Wort melden. Das Lachen kann einem, angesichts der Verdrehung, Falschen Darstellungen, offenen Lügen und ständig sich wiederholenden Desinformationen im Hals stecken bleiben. So sind tragfähige in sich schlüssige Informationen wichtiger denn je.
Dass die größte Geisel der Menschheit die Dummheit ist finde ich tagtäglich bedauerlicherweise, bestätigt.
Die Oberflächenbetrachtung ist wahrlich eine Kunst. Da wird unwichtiges, bei genauerer Betrachtung sooooo wichtig, dass das um was es geht eine Entwertung erfährt: durch Totschweigen, Kleinreden, Fehlinformationen usw. usw.
Die Ursachen und die Verursacher und die Mitmacher sollen unter keinen Umständen immer und wieder beim Namen genannt werden. Die Unternehmen werden staatlich geschützt, um jeden Preis. Der Tanz ums goldene Kalb......auf Kosten derer, die dem Terrorismus ausgeliefert sind, mit Waffen, die in unseren "Waffenschmieden", ein köstliches Wort, eins von denen, die das verschleiern sollen was Waffen tuen. Schießen!
Die Ursachen für Terror sind und bleiben.
Soziale Ungerechtigkeiten, keine Teilhabe, Ausgrenzung, Einmischen in anderer Länder Angelegenheiten, Kriege, Folter Mord und auf Kosten derer zu leben, die zum Teil mit ihrem Leben, wegen unmenschlicher dem Kapitalismus treu ergebenen Arbeitsbedingungen, bezahlen.müssen.
Die Bundesregierung mit den satten, voll gefressenen Bäuchen......Es braucht viel Energie als seelenloses, stand punkt freies Mitglied einer sogenannten Gruppe wieder und wieder Pinocchio alt aussehen zu lassen.
Die Erkennung von Ursachen, wer und was die Welt, unser aller Welt in Schutt und Asche legt soll unter allen Umständen verhindert werden, mit Wortspielereien die vielfältige Bedeutungen haben können, also beliebig nutzbar sind. Es wird immer wieder versucht, dass in unsere Ohren zu flüstern, bis es denn auf fruchtbaren Boden fällt.
Differenziert und wachsam bleiben und keinen Zweifel aufkommen lassen wo man steht.


Am 31. März 2016 schrieb W. Händel::

Hinweis an den Pfaffen und Merkel, die Sekretärin Gottes! Rohstoffkriege aus Habgier sind ebenfalls Gotteslästerung.


Am 31. März 2016 schrieb Klaus Madersbacher:

Es ist eine Meisterleistung der Propaganda, den Gott der reaktionären christlichen Parteien der Kreuzritter gegen alle, die den Reichen nicht ihr letztes Hemd hingeben wollen, noch immer als "lieb" zu verkaufen. Allah, der - theologisch gesehen gleiche - Gott, allerdings auf der "Empfängerseite" der Kreuzzüge, wird dort zwar als mega-barmherzig bezeichnet, wird aber hierzulande/in westlichen Landen in erster Linie als Gott der Terroristen gesehen, die üblicherweise mit "Allah u akhbar"-Lautuntermalung präsentiert werden. Weit und breit nix Liebes ...
Beim Schießen, Abwerfen von Bomben usw. hingegen wird schon lange nicht mehr gebetet. Ist das das Liebe an uns? Wenigstens etwas Liebes?


Am 31. März 2016 schrieb Heino Schütten:

Ich weiß nicht mehr, welche schlaue Kopf es gesagt hat, aber sinngemäß lautete das Statement: Es ist nicht so interessant, welche Nachrichten gebracht werden, sondern welche nicht!
Zur Güte der Tagesschau kann ich in diesem Zusammenhang ergänzen: Am vergangenen Dienstag informierte die Tagesschau um 20 Uhr minutenlang über das Fußballspiel (ein Testspiel!!!), das im Anschluss live gezeigt wurde. Dem schloss sich ebenfalls ausführlich ein Bericht über den Tod von Roger Cicero an. Es gab also aus der Sicht der Redaktion nichts Wichtigeres in der Welt, was in den knapp 15 Minuten gezeigt werden konnte. Arme ARD!


Am 31. März 2016 schrieb Reiner Tiroch:

Es ist einfach eine saudumme Unterstellung zu Behaupten, dass Gott den Krieg will. es ist immer der bescheuerte dümmliche machtgierige Mensch, sonst keiner!


Am 31. März 2016 schrieb Wolfgang Schiller:

Wer die unsäglich dummen, verantwortungslosen und grundgesetzwidrigen Wortmeldungen unseres politischen Spitzenpersonals zur Kenntnis nimmt, wird vielleicht auch erkennen, dass Esther Bejaranos Klage, der Satz "Wehret den Anfängen!" sei längst überholt, wir wären mittendrin, sich nicht allein auf die 20% AfD-Wähler und auf die gewalttätigen Attacken auf Flüchtlinge beziehen kann. Adorno wird dieses Zitat zugeschrieben: "Ich habe keine Angst vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten". Dieser Satz ist beklemmend aktuell. Und ihr Einwurf von der linken Seitenlinie, lieber Herr Gellermann, wieder mal ein Volltreffer!


Am 31. März 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Welch ein Glück, dass ich Atheist bin ! So kann ich gar nicht blasphemisch sein (für wen es keinen Gott gibt, der kann ihn auch nicht lästern!) Also kann ich munter weiter den Staatsterrorismus der NATO, der Bundeswehr und des Gringo-Imperialismus scharf kritisieren ! ! !
Übrigens gehören ca, 40 % der bananendeutschen Gesellschaft, wie ich, keiner Religionsgemeinschaft an. Immerhin eine qualifizierte Minderheit ! ! ! Und es werden ständig mehr, die diese verkommenen Religionsgemeinschaften verlassen!

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