Gleiwitz-Kaserne

Von der Leyen tradiert Kriegsverbrechen

Autor: U. Gellermann
Datum: 31. März 2018

Immer noch tragen Bundeswehr-Kasernen die Namen von Nazi-Soldaten. Immer noch steht die Armee der Bundesrepublik in der Tradition der Wehrmacht. Als wäre der deutsche Krieg, den man den Zweiten Weltkrieg nennt, kein Verbrechen gewesen. Aber jetzt soll alles ganz anders werden. Frau von der Leyen hat einen neuen Traditionserlass unterzeichnet: "Zentraler Bezugspunkt der Tradition der Bundeswehr sind ihre eigene, lange Geschichte und die Leistungen ihrer Soldatinnen und Soldaten." Zwar bleibt zum Beispiel der Name des Nazi-Generals Rommel der Bundeswehr erhalten. Aber die Emmich-Cambrai-Kaserne – höchst geschmackvoll benannt nach der während des Ersten Weltkriegs von deutschen Truppen besetzten und in Brand gesetzten französischen Stadt Cambrai – wird umbenannt.

Die Brandstifter-Kaserne soll ab sofort den Namen von Tobias Lagenstein tragen. Der Hauptfeldwebel starb im Mai 2011 in Taloqan. Seine Anwesenheit in Afghanistan war Teil des von den USA geführten Krieges in Afghanistan. Immer noch behaupten die US-Regierung und ihre Freunde, dieser Krieg sei Teil eines Kampfes gegen den Terror. Ausgelöst von den Anschlägen am 11. September 2001 auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika. Immer noch werden Osama Bin Laden und die Taliban für diese Anschläge verantwortlich gemacht. Und immer noch gibt es dafür keinen Beweis. Nach wie vor trägt die afghanische Bevölkerung die Lasten eines Vergeltungskrieges für ein Verbrechen, von dem eines ganz sicher ist: Afghanistan war dafür nicht verantwortlich.

Was in Afghanistan seit dem Herbst 2001 von den USA und ihren Verbündeten verübt wurde und wird, ist nach nationalen und internationalen Definitionen ein Angriffskrieg: Das militärische Eindringen eines oder mehrerer Staaten in fremdes Territorium, ohne dass der Angreifer vom angegriffenen Staat vorher selbst angegriffen worden wäre. Die Begründung für dieses Verbrechen ist eine Lüge. Kriegsverbrechen und Kriegslüge tragen in der deutschen Geschichte einen Namen: Gleiwitz. Benannt nach jenem Ort, in dem ein erlogener polnischer Überfall auf einen deutschen Sender als Vorwand für einen kriegerischen Überfall auf Polen herhalten musste.

Wäre Frau von der Leyen ehrlich, sollte sie die bisherige Emmich-Cambrai-Kaserne doch Gleiwitz-Kaserne nennen. Doch wer behauptet, Frau von der Leyen sei ehrlich? Also nennt sie die Kaserne nach einem deutschen Afghanistan-Kriegsteilnehmer. Das verschafft der Bundeswehr eine scheinbar neue Traditon: Raus aus den Kriegsverbrechen der Wehrmacht zu den neuen Verbrechen der Bundeswehr. Der Namensgeber "Tobias Lagenstein bleibt in der Bundeswehr, bleibt im Kreise seiner Kameradinnen und Kameraden", sagt die Kriegs-Ministerin. Diese neue Tradition soll die Perspektive der deutschen Armee grundieren: Mehr Kriege im Ausland. Mehr Angriffe auf andere Länder und andere Völker. An den neuen Lügen wird parallel gearbeitet. Angebliche russische Anschläge in England werden bisher nur mit Sanktionen vergolten. Aber der Propagandakrieg, die plump formulierte Lüge in deutschen Medien klingt wie Gleiwitz, fühlt sich an wie Gleiwitz und dient dem selben Zweck. Nicht heute. Aber morgen? Um welche Uhrzeit 'wird zurück geschossen' werden?


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. April 2018 schrieb marie becker:

- "Anschlägen am 11. September 2001 ... Osama Bin Laden und die Taliban verantwortlich gemacht. ... gibt es dafür keinen Beweis." -

Man lese dazu "Against all Enemies", authentischer Bericht des damaligen Sicherheitschef im Weißen Haus, Clark


Am 03. April 2018 schrieb Guenther Mann:

Hätte da noch einige Vorschläge zur Umbenennung deutscher Kasernen (Deutschland ist jenes Land von dem nie wieder Krieg ausgehen sollte !)

- General-Paulus-Stalingrad Kaserne

- General Tilly-Breitenfeld-Kasserne

Erich -von-Falkenheyn-Verdun-Kaserne

u.s.w.


Am 03. April 2018 schrieb tefan westermann:

OMann der Gellermann. Will Journalist sein kann aber nicht richtig recherchieren. 1.) "herr" gellermann - Der Name Emmich-Cambrai-Kaserne wurde nicht vom Ort Cambrai benannt sondern nach dem General Emmich Cambrai und der Schlacht von Cambrai (erster Einsatz von Tanks).

Sie herr gellermann sind ein Journalist von der "Qualität" eines klaus klebers denn sie betreiben, wie er, einen politisch motivierten Lückenjournalismus.

Antwort von U. Gellermann:

Der arme Westermann kann nicht mal Wikipedia:

"Während der Zeit des Nationalsozialismus hieß sie Emmich-Kaserne nach dem preußischen General der Infanterie Otto von Emmich und von 1956 bis zum 28. März 2018 als Emmich-Cambrai-Kaserne darüber hinaus nach der Schlacht von Cambrai während des Ersten Weltkriegs[3][4] benannt.

Vom 20. November bis zum 6. Dezember 1917 fand hier (Cambrai) die Schlacht von Cambrai statt, die als erste große Panzerschlacht der Geschichte bekannt wurde. Die deutschen Truppen setzten die Stadt in Brand, bevor sie sich 1918 zurückzogen. Das gesamte Stadtzentrum musste neu aufgebaut werden.


Am 02. April 2018 schrieb Klaus Bloemker:

- "Anschlägen am 11. September 2001 ... Osama Bin Laden und die Taliban verantwortlich gemacht. ... gibt es dafür keinen Beweis." -

Wer ist denn dann dafür verantwortlich? (Die Taliban sind allerdings nicht direkt verantwortlich.)

- "Krieg sei Teil eines Kampfes gegen den Terror." -

Die US Neocons propagieren ihre Kriege als 'humanitäre Interventionen' zum regime change in Dikaturen, Ausbreitung westlicher Demokratie und Freiheit.

Der Afghanistan Krieg hieß daher "Operation Enduring Freedom". Die Invasion des Irak heiß "Iraqi Freedom."

Seit längerem steht auch regime change im Iran auf dem Programm. - Eine humanitäre Intervention zur Befreiung Irans von der Mullah Diktatur.

Antwort von U. Gellermann:

In all den Kriegen haben die jeweiligen US-Regierungen versucht die betroffenen Länder von ihren Rohstoffen zu befreien. Und was Freiheit ist, dass können nur die Völker selbst entscheiden, ganz sicher nicht die USA. Was bleibt also: Kriegsverbrechen.


Am 02. April 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Nach wie vor trägt die afghanische Bevölkerung die Lasten eines Vergeltungskrieges für ein Verbrechen , von dem eines ganz sicher ist:
Afghanistan war dafür nicht verantwortlich."
Da hat sie wieder zugeschlagen; im wahrsten Sinne des Wortes: Die Pickelhaube der Nation.
Hinterhältig, bösartig, manipulativ: Er ist einer von uns. der Soldat, und wir vertuschen munter, dass eine wirkliche Aufarbeitung der Wehrmacht nie stattgefunden hat, und täuschen und trixen mit dem simplen Trick: Geben wir doch dem "Kind einen anderen Namen," Kasernennamen ist gemeint, und wie von Geisterhand sind Kriege Normalität, nur, wo ist das Nie wieder Krieg geblieben ? Die Söhne und Tochter von Frau von der Leichen sind doch sicher mit großer Begeisterung in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten, und werden Volk und Vaterland, wenn nötig verteidigen ?
Makulatur, die die Kriegstreiberei schön reden, und was passt besser, so kurz vor den traditionellen Ostermärschen, als ein Signal zu setzen.
Deutschland hat keine antifaschistische Tradition. Die anstehenden Probleme, auch die der BW werden oberflächlich und dem Zeitgeist geschuldet "gelöst."
Keine Aufarbeitung, keine antifaschistischen Schulungen, nichts von alledem, dafür nun eine gut in Scene gesetzte Veranstaltung, die die BW besser positionieren soll.
Sie können umbenennen bis es im Karton rappelt: Krieg bleibt Krieg, und Völkerrechtswidrige Angriffe bleiben völkerrechtswidrige Angriffe, da kann die Pickelhaube von mir aus, auch heulend anderes verkünden.
Sie macht sich mitschuldig, und sollte wie viele andere angeklagt und bestraft werden.
Seit 2009 - 2015 wurden keine Zahlen erhoben, eine gewollte Entscheidung, denn Zahlen können Auskunft geben, über das, was wie einzuordnen ist. "Fortschrittsbericht Afghanistan," Bundesregierung
Will man den Zahlen den Vereinten Nationen folgen stellt sich folgendes Bild dar:
21 323 Zivilisten sind ermordet worden, und 37 413 wurden verletzt, wobei die Dunkelziffer um einiges höher sein dürfte.
Nicht erfasst werden getötete "Aufständische" und Menschen, die an den direkten Folgen des Krieges sterben, weshalb andere Einschätzungen, als dem "Fortschrittsbericht Afghanistan" der Bundesregierung zu weit höheren Opferzahlen gelangen: "Addieren wir sämtliche Kategorien der Kriegstoten , so schätzen wir ihre Zahl für Afghanistan auf 184 000 bis 248 000 bis 2014."
2015 wurde das Land auf dem Global Peace Index, der die Friedfertigkeit von Ländern misst, auf dem drittletzten Platz verortet, und die Lebenssituation des Volkes ist unerträglich hart:
Afghanistan wurde im UN Index für menschliche Entwicklung von 187 Ländern auf Platz 171 geführt. (2014: 169).
Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Afghanistan bleibt eine Schande für all die, die an diesem Krieg gegen ein Volk, und für geopolitische Interessen beteiligt sind.
"Ca. 7,4 Millionen der offiziell 26 Millionen Einwohner leiden unter akutem Nahrungsmangel, weitere 8,5 Millionen sind davon bedroht. 60 % der Kinder sind mangelhaft ernährt. Nur 27% der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, 5% zu hygienischen Sanitäreinrichtungen, usw-----

Kurz vor dem Gedenken an die Selbstbefreiung der Häftlinge am 11.4.1945 von Buchenwald gilt es den "Schwur von Buchenwald" im Gedenken an die, die ermordet, gefoltert geschlagen und getreten worden sind, zu bekräftigen und zu erneuern, dessen Kernaussage ".....den Kampf erst einzustellen, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht , und dem Ziel zu folgen , eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen beinhaltet.
Vielen Dank, für die Möglichkeit, für Frieden und Freundschaft mit allen Völkern, aber in besonderer Weise mit Russland hier einstehen zu dürfen.


Am 02. April 2018 schrieb Uschi Peter:

Zu @ altes Fachbuch und Uli Gellermann:
Was soll man schon zur "NVA denken"? Viel mehr sollte man zur BW denken. Die nämlichwurde von Wehrmachtsgenerälen wie Heusinger, Speidel u.a. gegründet und ideologisiert. Über Jahrzehnte wurden die Traditionen des Deutschen Heeres gepflegt und Hass gegen den Osten geschürt. Andererseits -
warum wohl hat die NVA nicht den Aufstand im Osten 1989 beendet? Weil sie dann ihrer Tradition, eine Armee für den Friedenserhalt, aus dem Volk für das Volk zu sein, verratenhätte.
Schauen wir doch, wo überall Armeen die Aufstände ihrer Bevölkerung blutig niederschlagen. Nein nicht in den USA. Dort ist die Polizei armeemäßig ausgerüstet. So kann man es auch machen.
Zur "Ehrenrettung" der "Flintenuschi" (nein ich bin es nicht!). Sie macht nichts anderes als alle Kriegsminister vor ihr und heute. Aber ich finde es unsäglich, dass eine Mutter und Ärztin, also zweifach dem Leben und dem Frieden verpflichtet, den Beruf eines Henkers ausüben kann, offenbar mit Engagement.


Am 01. April 2018 schrieb Jürgen Heiducoff:

Der neue Traditionserlass der Bundeswehr und die damit im Zusammenhang stehende Diskussion macht deutlich, dass das Thema Tradition in unseren Streitkräften noch lange nicht abgeschlossen ist. Noch im Juni vergangenen Jahres stellte sich Frau von der Leyen öffentlich gegen die Umbenennung der Rommel-Kaserne in Augustdorf - einer der größten Heereskasernen. .

Soldaten und die Gemeinde hätten dies angesichts der Geschichte beschlossen, so die Ministerin zur Begründung ihrer Ablehnung der Umbenennung. Und weiter behauptete die Ministerin, Rommel habe "seine Rolle im Widerstand auch gehabt".


Nun gibt es also im Deutschen Heer eine Kaserne, die nach einem in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten benannt ist neben einer anderen Kaserne, die den Namen Rommel trägt.
Paradox? Widersprüchlich? Wie auch immer.


Mit der Umbenennung der Rommelkaserne wird man sich Zeit lassen. Erwin Rommel, einst Kommandeur des Führerbegleitbataillons und Kommandant des Führerhauptquartiers, war ein radikaler Feldherr. Soll nun das Talent Rommels, seine Fähigkeiten, die Panzertruppe von vorn zu führen, blitzschnell Lageveränderungen zu erfassen und Entschlüsse zu fassen, oft schneller zu sein als die ihm vorgesetzten Stäbe und auch seine Eigenmächtigkeit Vorbild für die deutsche Panzertruppe sein? Brauchen wir das und wenn ja wofür? Soll seine Zielstrebigkeit, die Rücksichtslosigkeit und Brutalität, mit der er seine Entschlüsse zu Angriffsoperationen seiner Panzerkräfte durchsetzte, den heutigen Kommandeuren des Deutschen Heeres heute als Muster dienen?


Wo sollen die deutschen Heeresführer der Gegenwart das anwenden? Welcher Gegner ist zu bekämpfen?
Aktuell ist die Bundeswehr an der verstärkten Vornepräsenz (Enhanced Forward Presence) der NATO beteiligt. Diese Präsenz von NATO ? Kampfverbänden, einschließlich deutscher in Polen, Litauen, Lettland und Estland, unweit der Grenzen zu Russland sollte doch wohl nur eine Drohkulisse sein. Wozu braucht es da ein Vorbild, ein Talent der Blitzkriegsführung aus der finstersten Zeit deutscher Geschichte? Sollen die Russen provoziert werden?
Es war kein "sauberer Krieg", den Rommel in Frankreich, in Nordafrika und in Italien führte.
Nein, es war ein Vernichtungsfeldzug, ein Angriffskrieg, ausgeführt von ehrgeizigen, manipulierten und hasserfüllten Soldaten.
Der Name Rommel muss weg!
Es ist eine Diffamierung für noch immer in der Bundeswehr dienende Soldaten der ehemaligen NVA, die im neuen Traditionserlass auf eine Stufe mit der faschistischen Wehrmacht gestellt wird.


Am 01. April 2018 schrieb Peter Meiser:

Vielleicht hat der Namesgeber für die Kaserne auch eine erbärmliche Hütte zusammemengeschossen, wie in nachfogenden Gedicht beschrieben.:

Spielverderber

Die Zeitung berichtet über „Leo".

Die Redaktion freut sich über den gelungenen Bericht.

Die Journalistin freut sich doppelt, denn auch das Zeilengeld stimmt.

Das Bundesheer freut sich, hat es doch eine fast ganzseitige kostenlose Werbung erhalten.

Der Ingenieur freut sich über eine technische Meisterleistung.

Der Arbeiter freut sich, hat er doch Arbeit.

Der Rüstungsgewinnler freut sich, hat doch Leo Riesenprofite abgeworfen.

Fritz, der Kommandant freut sich über die Treffsicherheit.
Gerade hat er mit dem ersten Schuss eine ärmliche Hütte pulverisiert.
Wem sie gehörte und wer drin war, weiß er nicht.

Fritz freut sich über alles was er kann. Er ist vertraut mit Leo.
Sie gehören zusammen ? wie Brüder.

Eine Rakete trifft Leo. Die Verbrüderung
wird zur Verschmelzung.
Was Fritz durchlebt, wissen wir nicht.

Mit aufgesetzter Trauermiene redet der Kriegsminister von Heldentum und Vaterland- eine Bla-bla- Rede.

Die Mutter freut sich nicht.

Der Vater freut sich nicht.

Sind sie nur Spielverderber?


Am 01. April 2018 schrieb Guenther Mann:

..die NVA war nie im Ausland tätig geworden...
-jetzt weiss ich warum das Andenken an diesen Verein getilgt werden musste .
Eine Armee, die nicht daran denkt im Ausland mordend und meuchelnd eigesetzt zu werden, ist für das Bundesreich nicht brauchbar.

in den besten Jahren des kalten Kriges war ich selbst Offizierschüler in einem Warschauer-Pakt-Staat. In keiner Sekunde wurde auch nur der Zipfel einer Landkarte eines NATO Staates oder eines anderen Statters des Warschauer Pakts sichtbar, alles Lehrmaterial bezog sich rein auf Verteidigung des eigenen Staatsgebiets. Als Entscheidungsgrundlage des Offiziers galt das bürgerliche Gesetzbuch, Befehlsverweigerung im Falle eines rechtswidrigen Befehls war Pflicht.


Am 01. April 2018 schrieb Michael Riecke:

Ich habe manchmal den Eindruck, Joseph Göbbels war der cleverer Propagandist.
Na ja, der hatte ja einen Doktor Titel. Vermutlich sogar einen echten.


Am 01. April 2018 schrieb Harald Pfleger:

Unsere Außenpolitik hat zwei Probleme, die darin bestehen, Russland einzukreisen und unsere Soldaten in immer mehr Länder zu schicken. Die NVA hat ja dagegen nie in anderen Ländern gekämpft. Aber das wird ja von Politik und Medien eigentlich gar nicht ausgesprochen, weil es anscheinend nicht ausgesprochen werden darf. Wegen dem Attentat auf den Agenten und seine Tochter wird Russland in aggressiver Weise die Schuld zugeschoben. Nun gibt es ja auch (verdeckte Morde), die z.B. an russischen Botschaftern begangen werden und die nie richtig aufgeklärt wurden. Ich denke daran, als im Dezember 2016 der russische Botschafter in der Türkei Andrei Karlow angeblich von einem Terroristen vor laufenden Kameras erschossen wurde. Steckten da andere dahinter, um eine Annäherung Russlands an die Türkei zu verhindern? Kurze Zeit später, Anfang des Jahres 2017, starb der russische Botschafter der UNO Witali Tschurkin an Herzversagen. Auch hier stellen manche Fragen, ob da nicht nachgeholfen wurde. Man stelle sich nur einmal vor, zwei wichtige amerikanische Botschafter würden kurz hintereinander sterben. Man hätte schnell den Schuldigen ausgemacht: Russland.
Der amerikanische Präsident F.D. Roosevelt starb anfangs des Jahres 1945 vor Ende des ZeitenWeltkrieges. Vergiftungen lassen sich ja oft schwer nachweisen. Aber er soll einen weniger harten Umgang mit der Sowjetunion gefordert haben und sich angeblich geweigert haben, die beiden geplanten Atombomben abzuwerfen. Sein Nachfolger Truman hat das für ihn besorgt. Wäre er heute ein Fall für den internationalen Gerichtshof in Den Haag?


Am 01. April 2018 schrieb Hans Informat-Ion:

"Soldaten sind Mörder!" (Tucholsky) ... auch der im verbrecherischen Afghanistan-Krieg "gefallene" Soldat war so ein "heldenhafter" Mörder!


Am 01. April 2018 schrieb Uschi Peter:

Ich verstehe nicht, warum die UN nicht schon lange eine unabhängige Untersuchung der völkerrechtswidrigen Handlungen der Türkei in Syrien vorgenommen hat. Warum wird nicht der "Fall Skripal" bei der UNO unabhängig untersucht? Die Vorgänge im Gazastreifen werden doch auch postwendend "unabhängig untersucht". Im Gegenteil wurde letzthin ein Bericht über das Aufleben des Tourismus in der Türkei sehr gelobt. Die Deutschen strömten wieder zuhauf dorthin. Offenbar gibt es genügend Deutsche, die an der kriegsverbrecherischen Türkei keinen Anstoß nehmen, wohl aber an der "Annexion der Krim" durch Russland.


Am 01. April 2018 schrieb Ralph Höpfner:

Auch diesmal Dank für Ihre Kommentierung.

Man kann die offiziösen Ablenkungsmanöver
von BRDeutschem-Kriegsengagement - gegen
das Völkerrecht ! - nie nicht deutlich genug
anprangern.
Doch zu "Gleiwitz" ist für die Jungen, die Nachgeborenen,
die 'Innocents', die Uneingeweihten Folgendes auszuführen
- auch weil 'Gleiwitz' die moderne Blaupause, die Folie für
Kriegsgelüste hergab - so viel hatte man denn doch von
den NAZIS gelernt (sic!!):
'Gleiwitz' war ein Ort, mitten in Polen und quer ab von
Ausschwitz, mit einem Radiosender, von dem aus
deutschnationale Propaganda gegen die Polen ausgestrahlt
wurde.
Obwohl 'Gleiwitz' in Polen lag - und diese Region als
'Korridor' zwischen Deutschland und dem Baltikum strategisch
wichtig und von der Berliner Regierung als 'frei zugänglich'
eingeklagt wurde, bestand Polen auf seiner autonomen
nationalen Hoheit. Das war den Deutschen völlig egal.
Sie wollten Durchgang!
- ALS WÄR'S EIN STÜCK DER HEUTIGEN
NATO-STRATEGIE!!

Am 31.August 1939 geschah folgende Inszenierung:
Gegen Abend tauchte ein Trupp SS-Männer in
mehreren LKWs auf, unter derLeitung des SS-Sturmbannführers
Alfred Naujocks, und brachte folgendes Schauspiel zur Aufführung:
Männliche Personen aus dem KZ Buchenwald wurden je in polnischer
und deutscher Uniform vor diesem Sendergebäude so 'hingelegt' - tot !! -
als habe es einen Überfall polnischer Soldaten auf deutsche
Soldaten und den Sender gegeben.
Ein so gleichermassen hinterhältiges wie entsetzliches Schauspiel mit Menschen-
leben.
In der Geschichte der Aufführungen "Wo, bitte schön, geht's zum
Krieg" aber keine Ausnahme.
Prompt verkündete am nächsten Morgen der GRÖFAZ:
"Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen. Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten.“

Alles daran war falsch:
diese Ankündigung war zu früh
die Aktion war längstens geplant: „Die Auslösung des Konfliktes wird durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig, im Sieg liegt das Recht.“[2]
und Vergeltung war es auch nicht: Polen hatte kaum Bomben - auch weil England keine hatte und noch weniger lieferte.
Ein 'forensisch' geschickt vorbereiteter Tatort. - Als wär's ein Stück MAFIA.
Und war doch nur die offizielle Variante staatlich 'Organiserter Kriminalität' !
Und ohne die 'funktioniert' kein Staat.


Am 31. März 2018 schrieb altes Fachbuch:

die zweite seite der medaille:
die gleichsetzung von wehrmacht und nva als "verbrecherisch, rassistisch oder menschenverachtend"!!

zitat:
3.4 Ausschlüsse
Die Bundeswehr pflegt keine Tradition von Personen, Truppenverbänden und
militärischen Institutionen der deutschen (Militär-)Geschichte, die nach
heutigem Verständnis verbrecherisch, rassistisch oder menschenverachtend
gehandelt haben.
3.4.1 Wehrmacht......
3.4.2 NVA.....
https://www.bmvg.de/resource/blob/23234/6a93123be919584d48e16c45a5d52c10/20180328-die-tradition-der-bundeswehr-data.pdf

am 02.10.1990 wurden alle truppenfahnen, alle ehrennamen der truppenteile, alle denkmäler oder ehrenhaine bzw. gedenktafeln der nva-traditionslinie getilgt. traditionszimmer liquidiert!!
die drecksarbeit musste und wollte eppelmann machen, sohn eines ss-unterscharführers und kz-aufsehers!!

es macht eben einen unterschied, ob man die armee des bundes oder die armee eines volkes ist!!

Antwort von U. Gellermann:

Was man auch immer von der NVA denken mag: Nie war sie in fremden Ländern um Krieg zu führen. Zumindest das unterscheidet sie von der Nazi-Armee und der Bundeswehr, die sich immer noch mit Nazi-Offizieren behängt.


Am 31. März 2018 schrieb Des Illusionierter:

Die Narrative des Militärs waren und sind überall am untersten Rand menschlicher Werte angesiedelt. Dazu muss ich mich nur daran erinnern, wie man uns als Wehrpflichtige - obwohl seinerzeit noch zu Bürgern in Uniform verklärt - behandelte, was wir glauben und denken und „singen“ sollten. Und das waren damals (60er) noch vergleichsweise harmlose Zeiten!
Die ganze unverhüllt martialische Sprechweise heutiger Politik erfüllt mich mit Ekel und Abscheu und einer tiefen Abneigung gegen diese verlogenen Eliten.
Jeder, der wirklich versteht was diese Kriegspropagandisten betreiben und weiter vorbereiten, kann einen direkten Blick in den tiefsten Abgrund der Hölle tun.


Am 31. März 2018 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Das ist aber nun wirklich erfreulich. Das sind doch gute Argumente, in die Bundeswehr des widerlichen Flintenweibes einzutreten. Mit besten Karriereaussichten. Vorsicht Ironie.

Mütter werden glücklich sein, so sie jetzt nicht mehr nur auf eine Ehrenmedaille post mortem und salbungsvolle Worte nach Rückkehr des Sohnes hoffen dürfen, womit sie dann sein Trauerflor-umkränztes Foto zieren können. Nein, möglicherweise hat er ja auch durch seinen Einsatz und Gewinn beim "Afghanisten Roulette" den Hauptpreis gewonnen. Sein Name wird für eine Kaserne herhalten müssen, oder eine Waffe, oder....

Wie heißt es doch? Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich ko**** möchte.


Am 31. März 2018 schrieb Karola Schramm:

Ja !
Ich habe mir dieses Papier, welches Traditionserlass genannt wird und schon länger überfällig war, vor einigen Tagen auf dem Blog "Augen geradeaus" durchgelesen.

Meine Gedanken waren nicht so dezidiert, wie es hier so teffend von U.G. beschrieben wird.

Ich dachte, dass es schon mal ein Anfang ist, sich von den alten Nazi- Namen zu trennen und dass dieser normale Soldat jetzt auf diese Weise geehrt wird.
Aber was nutzen diese Ehrungen, wenn der Mann tot ist? Davon kommt kein Vater, Ehemann, Sohn oder Freund wieder zurück.

Es ist diese verflixte Ehre auf dem Schlachtfeld, die unsere Soldaten eifrig und freudig machen sollen fürs Vaterland zu sterben. Dabei geht es überhaupt nicht um unser Vaterland, sondern es geht um Öl, Bodenschätze und dauerhafte Besatzung von Afghanistan. Es geht darum, den dortigen deutschen Firmen den Rücken frei zu halten für ihre steuerfreie Ausbeutung dieses wunderschönen Landes und der dortigen Bevölkerung.

Dann dachte ich, dass man Kasernen überhaupt nicht mehr nach einem Namen benennen soll, auch wenn es einer aus der Truppe ist und kein General. Die Soldaten sollen dadurch nur eingelullt werden, dass, wenn einer stirbt, er groß und öffentlich geehrt wird. Das soll den Stolz heben bei Soldaten und Angehörigen, ablenken von der Trauer hin zum Vaterland, für das hier gestorben wurde und wird. Eine ganz ganz dicke Lüge, da dieses Vaterland schon längst verplant ist in den "vereinigten Staaten von Europa."

Dass unsere Soldaten überall wo sie sind, völkerrechtswidrig sind, kann man leider keinem normalen Menschen erklären. So hörte ich an der Kasse meines Supermarktes die Kassiererin eine nachfolgende Kundin, die sich wohl auch privat kannten, fragen wie es ihrem Sohn ginge. Ich hörte, dass er jetzt noch im Einsatz sei, dann zurückkäme, einige Monate frei hätte und dann wieder zurück müsse. Ich packte ganz langsam meine Sachen ein und fragte dann die Frau, ob ihr Sohn Soldat sei. Die Antwort war Ja. Ich weiß nicht, ob sie stolz war. Dann war mein Verstand stärker, denn gerne hätte ich ihr erklärt, was U. Gellermann hier so schön beschrieben hat. Ich unterließ es.

Es ist die alte Leier vom Sohn der im Einsatz ist, nicht im Krieg. Es macht Eltern stolz, die ganze Sippe und - wie beim Lotto - jeder gemeine Soldat kann jetzt mit seinem Namen eine ganze Kaserne ehren.
Kasernen sollten keine Namen mehr haben. Sie sollten nach der Stadt benannt werden, in der sie steht, damit diese Soldatenfängerei für völkerrechtswidrige Kriege aufhört und nicht noch durch posthume Ehrungen salonfähig gemacht werden.

Doch wie es aussieht, das ist die andere Seite der Medaille, kommen die arbeitslosen-arbeitssuchenden, oft benachteiligten jungen Männer und Frauen von der Straße, wenn sie sich beim Bund melden. Fast noch die einzige Instituition um Ehre und Achtung von den Mitmenschen und der Gesellschaft zu bekommen. Im Einsatz dann bekommen sie viel Geld, was heute mehr denn je zählt.

An Gleiwitz hatte ich auch gedacht, zwar nicht im Zusammenhang mit dem Tradiotionserlass sondern mit dem gesamt europäischem Verhalten gegenüber England was die Aggressionen gegen Russland angeht. DAS ist übelste Propaganda und Agitation, einem Fachgebiet in dem Merkel allen was vormacht.


Es war nicht schlecht, als Merkel von einigen Künstlern in Griechenland (?) mit dem Hitlerbärtchen gezeichnet wurde, was auf die bedingungslose Treue zu Amerika und auf konsequente Bombardierung anderer, nicht erpressbaren und souveränen Staaten hinweist. Angriffskrieg wird so was heute nicht mehr genannt, sondern das "Verteidigen deutscher Interessen in anderen Ländern dessen Führungen sich den USA und der NATO unterworfen haben."
Vom GG her darf DE so was nicht. Doch wo ist der Kläger ? Wo der Richter ?

Antwort von U. Gellermann:

Tote Helden braucht die Propaganda.


Am 31. März 2018 schrieb Beate Hermann:

UNSERE BUNDESWEHR IST IN SOLCH DESOLATEN ZUSTAND ,DAS SOGAR DIE MISTERIN SEHR ENTTÄUSCHT IST , HA , HA , HA


Am 31. März 2018 schrieb Michael Kohle:

Wenn es doch nur unser Rös’chen wäre, die, die sich für eine Tasse Tee an den Hindukusch fliegen lässt zu ihren Buben und Mädchen im NATO-Drillich um ihnen die Story vom Pferd zu erzählen. Anläßlich des letzten Kaffeekränzchens vor Ort in den letzten Tagen säuselte sie von für uns Unglaublichem. Gab sie doch vollmundig so von sich, dass mit dem Talib geredet werden sollte, nein, muss. Nur so könnte der Krieg ein Ende finden. Uschi als Friedensengel? Vielleicht so wie einst Außenminister von Ribbentrop mit Molotow Friedenstiftendes auskungelte? Klar, Adel verpflichtet. War doch ihr Vorgänger im Amte - der Karl-Theodor - Stiefenkel von diesem Herrn, der sich gerne in SS-Gruppenführer-Uniform zeigte, dem auf Grund seiner Amtstätigkeit als Hauptkriegsverbrecher in Nürnberg Aufgeknüpften. Tradition im Amte, da dürfte sich Heiko ungern daran erinnern.

Der, gerade zurück von seiner Antritts- und Werbereise in Groß-Israel bei König Bibi und ein Stück weiter in NYC will natürlich bei Theresas heißen Sandkastenspielchen auch mitsandeln. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, einfach toll und oberchefdiplomatisch ist das, was dazu aus dem AA verlautbart wird. Da spielt der Hausherr devot und im Auftrag seiner Vorturnerin transatlantischer Nato-Reigen den Racheengel, verweist brav auch vier Russen von Unter den Linden nach Hause, bekommt postwendend mit dem gleichen Eimerchen den Scheitel nachgezogen und lässt dann verlauten: "Trotzdem: Auch in der aktuellen Lage bleiben wir zu einem Dialog mit Russland bereit und werden für die europäische Sicherheit und eine konstruktive Zukunft der Beziehungen zwischen unseren Ländern arbeiten."

Soll einer sagen, der Heiko hätten keinen Stil. Das hätte ein Loriot auch nicht besser gekonnt, so wie einst mit seinem Badewannen-Geplänkel „Nehmen sie das zurück? Nein? Gut, dann ist die Sache für mich erledigt!“ Was so eine richtige La-le-lu-Fensterrede ans dann doch - trotz Bestleistungen von Gniffke&Co - leicht verunsicherte Volk sein soll, da muss schon mal richtig dick aufgetragen werden. Muss man dem Herrn Außenminister vom Spreebogen schon hoch anrechnen, dass er sich nicht an seinem Kollegen von jenseits des Kanals orientiert und Rumpelstilz spielt. Nein, Musterdiplomatie kann das nämlich nicht genannt werden, wenn Boris, der Tullius destructivus von der Themse, glaubt im Carrée springen zu müssen. Aber der Mann will ja auch noch was werden. Bestimmt hat er sich gerade den neuen Film von Winston Ch. reingezogen. Und jetzt träumt Klein-Boris davon, auch mal mit Blut, Schweiß und Tränen kommen zu können.

Mit Verlaub, werte Tiefstapler, ihr die uns weis machen wollt, hier und anderswo, alles nur Zirkus. Krieg? Niemals, gar nie nicht! Hoffen wir das Beste, lieber Leser. Nur leider, es sieht eher wohl nach drohendem Unheil aus. Schaut man sich ernsthaft mal um - nicht nur bei Gniffke&Co - wird einem schnell klar: Es ist angerichtet. Sicher doch, es wird nicht überall auf einmal los gehen und wir dürfen raten, welcher Brandbeschleuniger als Erster hoch gehen darf. Stehen ja genügend Lunten zur Verfügung. Lange werden die Angelsachsen nicht mehr stillhalten wollen und beim sabre-rattling verharren. Dem Vladimir heimzuleuchten, das ist ihr einziges Begehr, warum auch immer. Stellt sich nur die Frage ob die Mär von der Stinkbombe auf der Parkbank dazu ausreicht. Vielleicht kommt Lady Cruella de Ville aus Downing 10 auch der Schokomohr aus Kiew zuvor, da ist es schon viel zu lange verdächtig ruhig. Wenn der mad dog aus dem Fünfeck zwischenzeitlich genügend Murmeln rübergeschoben hat, hat auch der Pedro P. wieder so richtig Traute, sich mit dem Bären anzulegen.

Zu bedenken ist, dass rund um das neue Zarenreich, dessen man unbedingt habhaft werden will, herum reichlich Lagerfeuerchen klimmen, die einem spontanen Aufflackern keinesfalls abhold sind. Georgien, Moldawien, Tschetschenien, nicht zu vergessen der Kriegshafenbedarf der US-Marine im Schwarzen Meer, die Angst der Natogeneräle vor der Suwalki-Lücke, das und vieles andere mehr wartet schon länger auf den Relaunch. Da wäre nicht nur, da ist im gerade noch real existierenden Syrien ja auch reichlich Gelegenheit, Mütterchen Russland zu piesacken. Lasse man mal einen türkischen Jet oder auch nur einen Leopard durch Beschuss aus russischen Bordkanonen - egal wo - hopps gehen. Was haben wir dann? Genau, den NATO-Bündnisfall, da ist es dann eh wurscht, ob der Derwisch aus Ankara das will, wo er doch ausreichend mit der Endlösung der Kurdenfrage beschäftigt ist. Notalls kann da auch vdL mit einem ihrer tauben Vögel von Jordanien her helfen. Ihr Kollege Kriegsminister aus London wird sich dann auch an Gallipolli erinnern, da kann auch noch gleich ein anderes Hühnchen gerupft werden, und flugs sind die Dardanellen und/oder der Bosporus dicht. Was wiederum den bösen Putin im Kreml gar nicht erfreuen dürfte, wenn er nämlich an seine Flotte hinter dem dichten Mauseloch denkt. Aus die Maus, das geht bei ihm gar nicht.

Und das waren ja jetzt nicht schon alle potentiellen Schauplätze im Erdenrund. Syrien, Irak, Afghanistan, Libyen, Jemen sind ja auch schon lange im Zustand unbedingt erforderlicher „transatlantischer“ Befriedung. Ach ja, der Iran! Dem gehört doch auch schon längst gezeigt, wo der Bartel den Most holt. Notfalls gibt es da ja Einen, ganz in der Nähe, der allzu gerne ohne großen Federlesens beispringen und zur Hilfe eilen würde. Einen? Da sind mindestens zwei! Und die scharren hörbar mit den Hufen! Nicht zu vergessen der Cyber-space, wo der Russe total Neuland missbraucht. Dem muss doch der Garaus gemacht werden. Erfreulicherweise kann ja schon ein einziger Troll oder Hacker - sofern er kyrillisch zu buchstabieren vermag - dem Eintritt des Bündnisfalls zuträglich sein. Bingo!

Wahrscheinlich hat sich dieses ganze anstehende Szenario auch Klein-Kim mal angesehen. Er dürfte zwar das erste Mal nicht erlebt haben, als der Weltenretter mit Auftrag der UN vor knapp siebzig Jahren schon mal Korea zur Brust nahm und platt machen zu müssen glaubte. Ein zweites Mal muß er das aber auch nicht haben. Da beim nächsten Mal kein Truman sich mehr weigert, noch einmal den roten Knopf zu drücken, so wie beim ersten Mal, sondern schon offen die Kopfnuss mit „fire and fury“ vom Nachfolger angedroht wurde, dürfte dem Jong gehörig die Muffe gehen, zwischenzeitlich. Gerade hat er sich mit der grünen Spielzeugeisenbahn Rat und womöglich Schutz beim Großen Bruder zu holen versucht. Der Drachen hat ja schon seinem Großvater die Kuh vom Eis geholt. Und China selbst? Da scheint es noch besser zu sein, nicht allzu sehr dran zu rühren. Fehlt es an der Traute, oder muss da erst einmal der Markt für Nobelkarossen ausgeschöpft werden und das dortige Lohnproletariat für die I-phone-Produktion ausgebeutet werden?

Ich muß jetzt aufhören, sonst bekomme ich Ärger mit dem Galeristen. Dabei gäbe es da ja noch so manches Andere, wo die Werteschutzgemeinschaft schon immer mal aufräumen wollte, wenn möglich besenrein. In Venezuela beispielsweise, oder im chinadurchseuchten Afrika. Da ist aber anzunehmen, dass solcherlei Petitessen nebenbei erledigt werden könnten. Die sind doch alle schon mit eingepreist. Soll ja schließlich der finale Weltkrieg zum Herbeiführen diverser Endlösungen werden. Man kann ja über Wiki lästern, was es zu dem zum Thema passenden Begriff „Apokalypse“ so anzubieten hat - alle Achtung, das passt wie die Faust aufs Auge.

Kein Kommentar von mir, wo ich dem Leser nicht noch ein Bisschen Mehrwert mit auf den Weg geben will. Gestern der Hinweis auf das Kompendium zur Geschichte und zum Leistungsverzeichnis der Centralen Intelligenz-Agentur. Heute möchte ich dringlich auf einen Artikel verweisen, der wunderbar zu Gellermanns heutigen Auslassungen passt. Es geht um Kriegsverbrecher der einen oder der anderen Art. Dass gerade ein Recycling stattfindet, darauf wäre ich nie gekommen. Man lese hier: http://www.tomdispatch.com/blog/176404/. Hört denn das nie auf? Was musste die Menschheit - hauptsächlich die diesseits des Atlantiks bzw. Pazifiks - nicht schon leiden. Verglichen mit den Plagen und dem Unheil, die das exzeptionelle Imperium nebst hirnlosen Vasallen so über die Erdkugel verbreitet, sind der Dreißigjährige Krieg oder die von Ratten verbreitete Pest nur ein leichter Schnupfen.


Am 31. März 2018 schrieb Andreas Buntrock:

@Benny Thomas Olieni

Eine kleine Erweiterung Ihrer Liste

Drei Promille - Kaserne

König Pilsner - Kaserne

Deutsche Freiheit am Hindukush -Kaserne

Uschis Puppenstube - Kaserne

Krauss-Maffei Wegmann - Kaserne


Am 31. März 2018 schrieb Thomas Fricke:

Ein Hoch auf Ursel von der Leyen,
sie will die ganze Welt befreien,
von Frieden, Wahrheit und Verstand,
ein Hoch auf Ursl aus Dummdeutschland!

www.fricke-th.de


Am 31. März 2018 schrieb Lutz Jahoda:

OSTERBOTSCHAFT

Die Kunst des Vergessens, gefördert, gepflegt,
Gehörte schon immer zur Bonner Tugend!
Von Beginn an russlandfeindlich umhegt,
Soll an den Kriegstropf gesamtdeutsch die Jugend!

Wenn dies die Idee Europas sein soll:
Zum Teufel mit jenen, die dies vertreten!
Wenn schon gekämpft werden soll, dann mit Groll
Gegen jene, die den Mammon anbeten!


Am 31. März 2018 schrieb Marc Britz:

Auch ich bin empört. Aber aus anderen Gründen. Diese Verweiblichung unserer Streitkräfte kann doch nicht angehen. Wo kommen wir denn hin, wenn unsere Was-auch-immer-Wehr ihre Kasernen nach ihren Versagern nennt? (Gefallene sind doch Versager). Viel männlich-traditioneller sind doch die Namen gewonnener Schlachten und die in ihnen verwickelten Helden: "Kunduz-Kaserne" oder "Georg Klein-Kaserne" böten sich da zum Beispiel an.
Denn in Kunduz forderte Oberst Georg Klein von der lokal zuständigen Bundeswehreinheit am 4. September 2009 heldenhaft aus dem Hinterhalt einen Bombenabwurf von alliierten US-amerikanischen Flugzeugen auf zwei von Taliban entführte Tanklastwagen an. Durch den daraufhin vorbildlich ausgeführten Angriff unserer amerikanischen Freunde wurden um die 100 in nächster Nähe befindlichen Menschen - auch Frauen und Kinder - getötet oder verletzt. Dieses Husarenstück hatte die bisher mit Abstand größte Zahl von zivilen Opfern bei einem Einsatz der Bundeswehr. Wenn das nicht zur Namensgebung reicht, was dann?

Ganz unironisch jedoch sende ich allen am Ostermarsch beteiligten Gegnern dieses Wahnsinns solidarische Grüsse aus Athen. Wir müssen uns diesen kapitalgeilen Massenmördern mit allen Mitteln in den Weg stellen. Nur nicht mit Gewalt - wir sollten uns unter keinen Umständen mit dieser Mischpoke gemein machen!


Am 31. März 2018 schrieb Harry Popow:

Systemerhaltende Tradition

Wer war denn so dumm nach 1989 zu glauben, man gehöre einem friedvollen Deutschland an. Das war einmal. In der DDR. Deshalb bin ich stolz darauf, als NVA-Angehöriger ganz anderen Traditionen im wahren Interesse des Volkes gefolgt zu sein. So trugen wir in der DDR dazu bei, dass es schon vor dem Zusammenbruch des Sozialismus nicht gekracht hat. Bezeichnend auch, dass von Rüstungsbeschränkung und Kriegspolitik in der Großen Koalition nichts zu lesen und zu hören war. Verblendung des Volkes. Perfekte Verdummung. Das heutige Kriegsdeutschland lässt grüßen. Nochmals: Illusionen von einer friedfertigen deutschen Politik unter der Herrschaft des Kapitals - auch bemäntelt mit einem angeblich demokratischen Staatswesen - kannst du vergessen. Politiker in der BRD waren und sind Marionetten des Systems. Deshalb darf man der Frau Von der Leyen ihre Lügen über angebliche gute neue Traditionen im Interesse der höheren „Verantwortung" Deutschlands in der Welt nicht übel nehmen. Vor einem neuerlichen Kriegsgericht wie in Nürnberg 1946 würde es anders aussehen...


Am 31. März 2018 schrieb Heinrich Triebstein:

Ich habe von Eugen Drewermann gelernt, dass es in Afghanistan vor allem um die Ölleitung vom Kaspischen Meer an den Indischen Ozean geht. Eduardo Galeano schreibt in 'Kinder der Tage' (Peter Hammer Verlag 2012) unter dem Datum des 12. Juni:
'Das Geheimnis wird gelüftet
Im Jahre 2010 gestand der Afghanistankrieg seinen Grund: Das Pentagon enthüllte, dass es in diesem Land Bodenschätze im Werte von mehr als einer Billion Dollar gab. Diese Bodenschätze bestanden nicht aus Taliban. Sie bestanden aus Kobalt, Kupfer, Eisen und vor allem Lithium, unverzichtbar in Mobiltelefonen und Laptop-Computern.'
Die Megamaschine läuft sich heiß. Nach der Großen Mutter, dem Großen Vater und dem Großen Bruder (dem kontrollsüchtigen Nationalstaat) zieht das Zeitalter der Geschwisterlichkeit herauf. Zunehmend mehr Menschen kümmern sich um herrschaftsfreies Zusammenleben. Seit 2011 wissen wir durch Steven Pinkers 'Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit', dass die Anwendung von Gewalt gegen Menschen im Laufe der Geschichte - prozentual bezogen auf die jeweilige Gesamtzahl der Erdbevölkerung - kontinuierlich abgenommen hat. Menschenrechte (die zunächst nur Männerrechte waren), Frauenrechte, Kinderrechte, Minderheitenrechte, Tierrechte und zunehmend wachere Zivilgesellschaften, in denen die 'Vier Engel' Selbstbeherrschung, Empathie, Moralgefühl und Vernunft ihre Wirkung tun, sind einige der Gründe dafür.
Der Grundstein für herrschaftsfreies Leben wird in den Kitas und Schulen gelegt, in denen 'nach den Stärken der Lernenden' gesucht wird, in denen die Neugier der jungen Menschen willkommen ist und nicht mehr zugeschüttet wird von 'Anforderungen' des Lehrplans. Lebenslange Lust am Lernen ist angesagt.


Am 31. März 2018 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

Wie wohltuend ist der sachliche Zorn von Uli Gellermann! Und all seine Informationen! Die genannte Petition kann ich ja hier anhängen:
https://www.openpetition.de/petition/online/angriff-auf-serbien-1999-muss-strafrechtlich-und-durch-untersuchungsausschuss-aufgearbeitet-werden
Manchmal stelle ich mir zwei Personen nebeneinander vor. Das sind U.G. und M.S. Jede/jeder für sich! Ich schreibe das, damit "österliche Auferstehung" im sogen. christl. Abendland überhaupt noch einen zivilisatorischen Sinn (für mich) ergeben kann.


Am 31. März 2018 schrieb Matthias Brendel:

Danke für die Osterbotschaft.
Das Wort "Ehrlichkeit" wird vermutlich zum Unwort des Jahres gekürt.
Den Paragraphen 80, der die Vorbereitung eines Angriffskrieges bestraft hat man ja vorausschauend schon 2017 aus dem Strafgesetzbuch entfernt.
Mal sehen wie sie es diesmal anstellen, die Speerspitze steht ja schon länger bereit.
Jetzt werden auch noch die Autobahnen panzertauglicher gemacht, das steht frecherweise so in der Zeitung, da kann niemand behaupten, er hätte davon nichts gewusst.
Wir leben in wahrhaft dunklen Zeiten.


Am 31. März 2018 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Der richtige Kommentar zum Ostermarsch-Wochenende!
Danke!
Solidarische Grüße kommen aus Marburg von
Johannes M. Becker.

Wir radeln gleich von Marburg nach Stadtallendorf, zum „Stab Division Schnelle Kräfte“.


Am 31. März 2018 schrieb Andreas Schell:

"Der Propagandakrieg, die plump formulierte Lüge in deutsche Medien klingt wie Gleiwitz, fühlt sich an wie Gleiwitz und dient dem selben Zweck."

Ja Herr Gellermann, exakt so ist es.

Ich habe in der Schule von der Unschuldsvermutung, dem Verhältnismäßigkeitsprinzip, der Pflicht zur Völkerverständigung gehört. Ich habe mal gelernt, dass die deutsche Wehrmacht in Russland real und unwidersprochen kriegerisch und mordend gewütet hat wie kein anderes Volk je in einem anderen Land der Erde. Ich habe dagegen für keines der Vergehen, die Russland aktuell zur Last gelegt werden, einen schlüssigen Beweis gesehen und erkenne keine Schwere, die eine Staatskrise rechtfertigt. Ich weiß dagegen, dass die NATO-Osterweiterung Abmachungen mit Russland klar ignoriert. Ich weiß, dass Vorbereitung eines Angriffskriegs laut Völkerstrafrecht mit lebenslänglicher Freiheitsstrafe bewehrt ist. Ich weiß, dass die Bundeswehr per Gesetz im Ausland nichts zu suchen hat und es daher auch keinen Grund gäbe, über Gefallene zu klagen. Ich weiß, dass Deutschland heute einer der größten Waffenexporteure der Welt ist, und das ist eine Schande!

Wenn sich Deutschland nun wieder zum totalitären Schurkenstaat entwickelt und auch wenn Justizia nicht nur blind, sondern auch Taub, stumm, müde, satt und doof ist, sollten wir uns an die Regeln erinnern, unter denen wir überhaupt seit Mai 1945 als deutsche im eigenen Staat leben dürfen. Diese einzig mögliche Existenzerlaubnis als friedlicher, gemeinnütziger und freundlicher Staat in der Mitte Europas im Auftrag der kriegsgeilen NATO zu zerstören ist der Weg, auf den sich die deutsche Bundesregierung macht.

Diese Bundesregierung vertritt mich nicht. Ich habe sie nicht gewählt, und ich schäme mich zutiefst für sie.


Am 31. März 2018 schrieb Arnulf Rating:

Lieber Uli,

sehr gut getroffen; so ist es!

Danke!


Am 31. März 2018 schrieb Benny Thomas Olieni:

Namens-Vorschläge:

Mali-Gold-Kaserne

Syrien-Erdgas-Kaserne

Hermann-der-Cherusker-Kaserne

Starfighter-Kaserne

Franz-Josef-Strauß-Kaserne

Rudolf-Scharping-Kaserne

Kaserne des europäischen Volkes

Kaserne des Himmlischen Friedens

War on Drugs - Kaserne

War on Violence - Kaserne

Pro-Familia-Kaserne

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