FAZ im Dienst der US-Navy

Bezahlte Werbung für den Krieg der USA auf Welt-Meeren

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Juli 2018

Die "Frankfurter Allgemeine“. Dieser Name klingt nach edlem Konservatismus, nach altem Geld und jungem Kulturteil. Nach journalistischer Unabhängigkeit, nach Leitmedium und dem jahrzehntelang in der Werbung für das Blatt behaupteten "Klugen Kopf". Die FAZ hat nun jüngst ihr papierenes Produkt mit einem wuchtigen Video über einen US-Flugzeugträger ins Internet geschickt – mit der Reportage "24 Stunden auf der ‚Roosevelt‘ : 100.000 Tonnen gegen den Terror".

Man muss schon entschieden dumm oder erheblich korrumpiert sein wenn man als Journalist den alten Bush-Slogan vom Kampf gegen den Terror recycelt und ohne Anmerkung einfach weitergibt. Auch die Art, in der die FAZ diese US-Propaganda-Behauptung weiterreicht, ist ziemlich eklig. Mit jeder Menge sklavischer Anbetung eines Spitzen-Mordinstrumentes: "Das Leben an Bord des amerikanischen Flugzeugträgers ‚USS Theodore Roosevelt‘ ist entbehrungsreich" weiß die Reportage-Crew der FAZ zu erzählen. Im Stil der Hollywood-Navy-Werbefilme der 50er Jahre, gestaltet die FAZ die Dokumention fast wie einen Spielfilm. Mal das Bild vom kühnen Piloten am immer blauen Himmel, dann im Gegenschnitt total ästhetische Bilder vom Dienst auf dem grandios fotografierten Stahlkoloss. Jeden Moment erwartet man den flotten Navy Marsch "Anchors Aweigh" zu hören, aber das hat sich die FAZ dann doch gespart.

Gespart wurde ansonsten an nichts: Selbst wenn man berücksichtigt, dass die FAZ für die Darsteller und den schwimmenden Drehort nichts hat zahlen müssen, bleiben doch Kamera- und Schnitt-Team und jene gut entlohnten Redakteure, die sich für nichts zu schade sind. Die geschätzten Kosten des Videos liegen eher bei 100.000 als bei 10.000 Euro. Aber vielleicht ist die FAZ ja auch in Dollar bezahlt worden, da ist der Kurs gerade günstig. Der Kurs führt den Flugzeugträger geradewegs nach Syrien, wo angeblich "Kampfhandlungen mit türkischen Soldaten" drohen. Kein Gedanke daran, dass man auf der schwer gepanzerten ‚USS Theodore Roosevelt‘ ziemlich ruhig und sicher schlafen kann, anders als die Zivilsten, die bei den Kriegs-Einsätzen – die natürlich bei der FAZ "Mission" heißen – immer wieder mal amerikanische Bomben oder Raketen auf die Köpfe kriegen. Frauen, Männer, und auch Babys, die von der US-Navy seit Jahrzehnten befreit werden. Zumeist von ihrem Leben.

Denn die ‚Theodore Roosevelt‘ war schon überall, wo die USA missionieren: Im Desert Storm (2. Golfkrieg), 650.000 Tote. Im Iraqi Freedom (Irakkrieg), zwischen 946.000 und 1.120.000 tote irakische Zivilisten. Doch Fragen nach solch unappetitlichen, blutigen Einzelheiten mag die FAZ nicht stellen. Da berichten die Reporter lieber über "Fitnessgeräte, einen Basketballplatz und Tischtennisplatten; zudem Cafés, Gemeinschaftsräume – und jede Menge Unterhaltungselektronik" auf dem Kriegsschiff. Und gelobt wird auch gern: "Nur die besten Piloten der Welt können auf einem Flugzeugträger landen. Damit ihnen das gelingt, ist höchste Konzentration gefordert." Die FAZ konzentriert sich am liebsten auf Public-Relation, auf offenkundig bezahlte Reklame, statt auf Journalismus.

Zur Zeit verfügen die USA über eine Flotte von insgesamt elf Flugzeugträgern. Sie sind die dicken Knüppel der Amerikaner zur Beherrschung der Meere. Mit ihnen werden geostrategische Ziele durchgesetzt. Schon die Anwesenheit dieser Dickschiffe vor "feindlichen" Küsten lässt Regierungen darüber nachdenken, ob man sich nicht lieber gleich den Forderungen der US-Regierung beugen sollte. – Die FAZ ist fraglos ein "Dickschiff" deutscher Publizistik: Mit 239.946 Exemplaren verkaufter Auflage ist sie schon vom Umsatz her beeindruckend. Mehr noch beeindruckt der Ruf der FAZ als Leit- und Qualitäts-Medium. Doch mit der Reportage über die ‚Roosevelt‘ hat sie nichts anderes abgeliefert als einen "Dicken Hund", ein empörendes, devotes Hochglanz-Produkt zur Propagierung des Krieges, das eigentlich ein Einschreiten des Pressrates verlangen müsste.

Doch der "Deutsche Presserat" ist offenkundig sogar auf den Hühneraugen blind. Sonst hätte er bereits im letzten Jahr, bei der kriegs-verherrlichenden Online-Reportage des FOCUS über den US-Flugzeugträger ‚USS Gerald R. Ford‘ protestieren müssen. Der 13-Milliarden-Dollar Flugzeugträger wird dort vom US-Präsidenten Trump als "Ein sehr gut aussehendes Schiff" gelobt. Die Produzenten von Fake-News bei der ‚Tagesschau’ preisen das maritime Mordinstrument sogar als "Keine Sparvariante eines Kriegsschiffs". –  Man muss den Presserat verstehen. Der Verleger-Verein weis: Das Anzeigengeschäft ist echt mau. Da können so ein paar Dollars für die Verquickung von falschem Journalismus und echter Reklame nur nützlich sein.

Rund 15.000 Euro!
Ein grandioses Spenden-Ergebnis
Beleidigungs-Prozess gegen Uli Gellermann

Auf dem Rechtsanwalts-Anderkonto sind bis jetzt 15.006,27 Euro eingetroffen. Dieses überwältigende Ergebnis wurde von mehr als 350 Leserinnen, Lesern und Freunden der RATIONALGALERIE mit Spenden von 5,00 Euro aufwärts aufgebracht. Immer noch berührt mich dieses großartige Beispiel politischer Solidarität sowie der materielle Beweis für politischen Verstand: Es geht um die Meinungsfreiheit, es geht um die Auseinandersetzung mit der Medienmacht im Land, es geht um die Luft zum Atmen für alternative Medien.

Die extrem fleißige Münchener Richterin Sylvia Silberzweig – die nach Feierabend zur Verhandlungsfähigkeit des Beklagen im Netz recherchierte – hatte leider bis heute nicht die Güte, das Protokoll der Hauptverhandlung und die Urteilsbegründung vorzulegen.

Wir haben Berufung gegen die Verurteilung wegen Beleidigung eingelegt und werden die Leser der RATIONALGALERIE umgehend über die juristischen Fortschritte informieren.

Ihnen und Euch meinen ganz herzlichen Dank.

Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 11. Juli 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@Georg Moritz: Das ist pfiffig gesagt.

Aber korrekter wäre: "100.000 Tonnen für die Freiheit." - Die Tonnen von amerikanischen Bomben sind immer "für die Freiheit / freedom".

Uli erwähnt die Operation Iraqi Freedom, 2003. Davor, 2001, die Operation Enduring Freedom (Afghanistan). 'Enduring', dauerhaft, ist richtig, denn die Operation dauert und dauert.


Am 11. Juli 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Wer die Musik bezahlt der bestimmt auch den Takt und so ist es doch nur selbstverständlich das die FAZenmacher, bei freier Kost und Logie, die Kreuzfahrt genießen und dem Captain des Terror- äh Theo Roosevelt-Schiffs sowie dem Big Boss Donald ein schönes Ständchen in Form eines erstklassigen Riefenstahlfilmchen darbieten. Und das die Reichsschrifttumkammer aka Presserat da nichts einzuwenden hat ? . Wo kämen die denn hin wenn ? evtl. in eines der neuen Transitzentren oder doch noch in eines der alten in Guantanamo? Auch hier gilt: Wer bezahlt bestimmt. Ist ja auch gerade NATO-Klassenfahrt nach Brüssel, da muß die Begleitmusik stimmen.

P.S. Da wollten doch partou zwei Briten nicht mit auf's Klassenfoto in Brüssel, wer will das schon?


Am 11. Juli 2018 schrieb Georg Moritz:

Man sollte - zumindest im Geiste - die Wortkombination "gegen den" nebst verwandter Flexionen überall, wo sie auftritt, probehalber streichen.

Meistens stimmt das Ergebnis, denn "für etwas" ist meistens besser als "gegen etwas". Hier klappt es wieder mal vorzüglich.

So bleibt vom Titel "100.000 Tonnen Terror", und die Reportage wird begreiflich als Verherrlichung desselben.


Am 10. Juli 2018 schrieb Otto Bismark:

Warum nur läßt sich unser Volk so widerstandslos in diese Kriegseuphorie treiben? Sind diese 73 Jahre seit dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges denn wirklich ein so langer Zeitraum, daß alle Greuel, alle Not und alles Elend schon in dem kollektiven Gedächtnis getilgt sind? Es müßte doch eigentlich bei bloßem oberflächlichen Nachdenken in Verbindung mit der Betrachtung der Bilder aus Afghanistan, Syrien usw. jedem einigermaßen gebildeten Durchschnittsbürger klar werden, daß eine Politik wie die gegenwärtige, auf Konfrontation insbesondere mit Rußland gerichtete geradewegs in Verderben führt. Gibt es denn wirklich noch zurechnungsfähige Menschen, die annehmen, es lasse sich ohne größere Auswirkungen ein wie auch immer gearteter Krieg gegen Rußland führen? Natürlich, es gibt Politiker, die von einer Besetzung Moskaus durch die Ukraine schwafeln, https://de.sputniknews.com/politik/20180705321432738-ukraine-donbass-rueckeroberung-plan-besetzung-moskaus/, aber die sind doch reif für sofortige Einweisung in eine geschlossene Anstalt. Das Volk jedoch, welches eigentlich doch nichts weiter will als anständig leben und eine gesicherte Zukunft haben, wieso läßt das solche Sprüche, solche Fantastereien durchgehen? Auch wenn man davon ausgeht, daß zunächst nur der Profit der Rüstungslobby im Fokus steht, zeigt doch die Geschichte, daß doch jedes Mal die Eskalation erst dann beendet wurde, wenn der Rüstungsschrott wieder vernichtet worden ist. Mit allen Folgen menschlichen Elends. Ich verstehe es nicht mehr!


Am 10. Juli 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Das Problem mit diesem Journalismus ist, dass er immer noch auf ein positives Amerika Image in der Bevölkerung bauen kann. Das ist zwar jetzt durch Trump schwer angeschlagen, aber immer noch da. Es beruht auf dem Marshallplan, darauf, dass Westdeutschland mit Ludwig Erhards 'sozialer Markwirtschaft' ein Musterknabe der USA war etc.

Im Rest der Welt sieht das völlig anders aus. Die USA wird da als Nummer 1 Bedrohung des Weltfriedens gesehen. Die Terroranschläge 9/11 z.B. werden als Quittung für US Interventionen gesehen.

In den USA und bei uns wird aber der Nonsens erzählt, Terroristen hätten was gegen 'unsere Freiheit' und 'way of life'.
Also des way of life, wie er auf der USS Theodore Roosevelt und in Hollywood ist.

Nein, nein, es geht nicht um den American way of life sondern den American way of war.


Am 10. Juli 2018 schrieb Helmut Ische:

FAZ-Artikel
Ihre Nachricht: @ Frau Spurgat: " da wächst zusammen was zusammen gehört". Da bin ich anderer Ansicht. Medien - Politik - Rüstung. Warum soll etwas zusammen wachsen was schon seit der Gründung der Bundeswehr eins ist. Da muss nichts mehr wachsen. Die deutsche Journaille - hier sind fast alle zu nennen, aber hier geht es um die FAZ, das Kampfblatt der Kapitaleigner. Die überwiegende Anzahl der dort tätigen Schreiberlinge sind von Haus aus stramme Antikommunisten mit Hass auf die Arbeiterbewegung, auf Friedensfreunde. Aus tiefer Ablehnung von allem, das nach einem Aufbegehren oder Mobilisierung gegen den Krieg, gegen Rüstungsausgaben aussieht. Im Grunde sind diese Damen und Herren, die im Auftrage der FAZ-Eigner etwas zu Papier bringen, Auftragsschreiber, Söldner im Dienst der Herrschenden und ihrer Herrschaft. Ein Blick auf die monatliche Gehaltsabrechnung lässt diese armen Kreaturen - und nicht erst seit diesem, hier zu bearbeitenden Artikel, glauben, sie wären auf der richtigen Seite.
Zur Ehrenrettung der FAZ sei noch dies hinzugefügt: Schwer verständlich, aber wahr: ab und an schreibt ein aufrichtiger, ehrlicher Marxist - Dietmar Dath - in diesem Blatt. Äußerst lesenswertes - manchmal, wie zu Marx` 200 Geburtstag, sogar als Kolumne auf Seite eins.
Es wird anscheinend vorgesorgt.


Am 10. Juli 2018 schrieb Ullrike Spurgat:

Da wächst zusammen was zusammen gehört.
Medien-Politik-Waffenindustrie und die Pickelhaube der Nation von der Leyen wirds freuen. Wenn das nicht "Völkerfreundschaft" ist. Raus aus der NATO !
Sie vermittelt Normalität. dieses Drecksblatt ! Es sterben immer die Anderen.
Die Zahlen, wo jede ein Menschenleben ist sind erschütternd und verstörend.
"Denn die Theodore Roosevelt war schon überall, wo die USA missionieren.
Im Desert Storm (2.Golfkrieg) 650. 000 Tote. Im Iraqui Freedom (Irakkrieg) zwischen 946.000 und 1 120.000 tote irakischen Zivilisten." (U.Gellermann)
"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht." Heinrich Heine.
Die Verleger, die Herausgeber wollen Auflage und keinen seriösen Journalismus. Mit der Politik kuscheln, mit Merkel das Bett belagern (Keine Bilder) Absprachen treffen wo die Reise hingehen soll in unserem Land. 2% für Rüstungsausgaben, und dem MM ist es wurst wo die Knete herkommt. Ihre Großmutter würden sie verscheuern, denn die Kasse muss klingeln.
Der Neoliberalismus macht vor nichts und niemandem halt.
Wie ist es möglich, dass nach 1945 nach 2 Kriegen von Deutschland ausgehend wir 2018 mit Geschichtsvergessenheit, Oberfächlichkeit, substanzlosem Gequatsche, dass auch noch Geld kostet ständig berieselt werden ? Zu blöd, dass den MM ein Schwein beißt.
1952 machte die Sowjetunion Deutschland ein Friedensangebot (Stalin Note), wobei der Vertragstext nie dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wurde. Adenauer war noch nicht einmal Demokrat, er war der Erfüllungsgehilfe der Westmächte und ein Freund der Faschisten.Adenauer wollte keinen Friedensvertrag. Die cDU hat mit Adenauer dem Volk die Abstimmung über einen Friedensvertrag vorenthalten und das Volk betrogen. Schumacher (sPD) hat Adenauer daraufhin einen" Verräter" genannt.
Kein anderes Thema zu Beginn der Fünfziger Jahre wurde so kontrovers diskutiert wie die Frage der Wiederbewaffnung. Die schwarz-gelbe Koalition wollte diese um jeden Preis. Adenauer, Kohl und Merkel haben mehr miteinander zu tun, als in der cDU zu sein: Sesselkleber ist ihr zweiter Name.
Am 7. Februar 1952 um 9.36Uhr trat Adenauer ans Rednerpult im Bonner Plenarsaal und hielt eine 2 stündige Regierungserklärung zur Frage des deutschen Verteidigungsbeitrages. Über zwei Tage gab es heftige, meist emotional geführte Wortgefechte. 20 Stunden soll es gedauert haben.
Max Reimann (Abgeordneter der KPD) wandte sich vehement gegen die Unterschrift des bezeichneten EVG-Vertrages. Reimann widersprach Adenauer, der darin die Notwenidgkeit "gegen den Osten" sich schützen zu müssen "nichts anderes als die Lügen von Adolf Hitler" der seine Angriffskriege als "Friedenssicherung" tarnte mit aller Härte in Wort und Ton.
Unterzeichnet am 26.und 27. Mai 1952 und 1953 im Mai von Deutschland ratifiziert und am 30. August 1954 von der französischen Nationalversammlung abgelehnt.
Eine leicht abgeänderte Form wurde 1955 gültig.
Am 5.Mai 1955 trat die BRD der NATO bei. Gründung der NATO 4.4.1949 und der Warschauer Pakt war die Reaktion auf die Wiederbewaffnung am 14.Mai 1955. (Die Jahreszahlen bedurfen einer besonderen Beachtung).
Das Volk wollte keine Wiederbewaffnung. Sie hatten von Faschismus und Krieg mit den Millionen Toter die Nase voll und das haben sie laut und deutlich kundgetan.
"Nie wieder Faschismus und Krieg."
Es hat was groteskes und was sollte ich denen sagen, die mich aus der Vergangenheit fragen würden: "Was ist aus unserem Kampf für eine bessere Welt geworden." Deutschland rüstet wieder auf, müsste ich antworten." Beschämend.-
Es mag sein, dass die Verkaufszahlen zurückgehen und das die alternativen Medien denen, die ach so frei für die freie Marktwirtschaft schreiben die Nase drehen. So ist das mit dem Wettbewerb und der Konkurrenz. Nehmen sie es sportlich, liebe Damen und Herren der FAZ.
So geht Neoliberalismus und den kann jeder treffen.
Die alternativen Medien sind eine ernstzunehmende Konkurrenz für den MM spricht Döpfner und er hat Recht. Mal abwarten was die Kuschelmaus Merkel für den MM tun kann ? Wenn sich fortschrittliches Denken durchsetzt, dann spätestens ist Schluss mit Lustig, denn auf das gute Leben für die eigene Klasse und weiterhin den Zeitgeist zu bestimmen und zu kontrollieren darauf werden sie ganz sicher nicht freiwillig verzichten und da hört freie Meinung und Demokratie Gequatsche auf, wenn es ihnen an den Kragen geht. Die Politik wirds schon richten.


Am 09. Juli 2018 schrieb Andreas Buntrock:

" Die FAZ ist fraglos ein "Dickschiff" deutscher Publizistik:"
--------------------------------------------
Wer mit gewisser Regelmäßigkeit die "Kommentare" der LOHNSCHREIBERLINGE der FAZ ließt, weiß wie die reaktionären Redakteure(kleines Wortspiel) der FAZ ticken, wessen Marschlied sie gerne laut und lauter singen und mit wem diese amerikahörigen Arschl....äh..."Herrschaften" ganz ohne Zweifel gern im Marsschritt als embedded Journalists siegreich "gen Osten" ziehen wollten.

Das einzige kleine Problemchen dieser kriegsgeilen Typen....sowohl die Chinesen, als auch die Russen werden sich zu wehren wissen...und da geht diesen Schreiberlingen dann wohl doch noch ganz schnell "der Arsch auf Grundeis"!


Am 09. Juli 2018 schrieb Karola Schramm:

Die FAZ ist 1949 von einer Unternehmergruppe - Wirtschaftspolitische Gesellschaft - gegründet worden, damit ihre Interessen in der Gesellschaft stärker verbreitet werden. Das gilt bis heute.

Dass die ausgesuchten Journalisten ihre helle Freude an der Reise auf dem großen Schiff hatten und sie dann bewundernd darüber auch ein Video anlegten, ist nur logisch.

Sie merkten nicht, (im Sinne von Alice Millers Buch:'Du sollst nicht merken', was erzieherisch gewollt ist) dass sie kostenlose Kriegspropaganda für die US - EU-und DE-Imperialisten gemacht haben. Das kann nur ein geschulter Journalist, Filme-Fachmann und Friedensaktivist wie U.Gellermann merken und natürlich auch noch viele andere, die immer wieder ihren Widerstand zeigen. Diese sehen Tod und Krieg hinter der Technik und lassen sich nicht gedanklich einlullen von der Majestät eines Kriegsschiffes. Sie warnen davor.

Journalisten haben eine Aufgabe wie Mediziner sie haben. Ohne Ideologie jeden Kranken behandeln, was diese Journalisten wieder einmal nicht fertig brachten. Ohne Ideologie und mit Verstand Zusammenänge aufdecken zwischen Kriegsschiffen und wer oder was dieser "Terror" den sie bekämpfen sollen, wirklich ist. Imaginäre Schattenspiele von kranken Politiker-Gehirnen mit ebenso imaginären Feinden ? oder eine tatsächliche Bedrohung, die man für die Zukunft als Widerstand fürchtet aber tatsächlich jetzt nicht vorhanden ist? oder eine tatsächliche Bedrohung, die kurz bevorsteht?

Ich habe mal gesucht, wie Kriegsverherrlichung offiziell verstanden wird und fand folgendes:
Kriegsverherrlichende Trägermedien. Schwer jugendgefährdende Medien unterliegen auch ohne Indizierung durch die Bundesprüfungsstelle den "gesetzlichen Verbreitungs- und Werbebeschränkungen des Jugendschtuzgesetzes. Dies ist nach § 15 Abs. 2 Nummer 2 Juschg bei Trägermedien der Fall, die "Krieg verherrlichen."
Eine Kriegverherrlichung ist dann gegeben, wenn Krieg als Abenteuer, als reizvoll oder Möglichkeit beschrieben wird, zu Anerkennung und Ruhm zu gelangen und wenn das Geschehen einen realen Bezug hat."

Das Grundgesetz behandelt das Verbot Kriegspropaganda in Art.26 Abs. 1 GG. Erst fängt es sehr schön an und dann lese ich, dass einiges davon nicht für Politiker und Medien gelte, da diese der Meinungsfreiheit unterliegen.
So werden also alternative Bloggs immer wichtiger für eine neutrale, gute Aufklärung.


Am 09. Juli 2018 schrieb Ernst Blutig:

Holzauge, sei wachsam!

Der deutsche Presserat scheint statt Hühneraugen eindeutig Holzaugen zu haben.

Wers nicht glaubt, kann hier:
https://gfds.de/holzauge-sei-wachsam/
nachlesen.


Am 09. Juli 2018 schrieb Lutz Jahoda:

TRAURIGE WAHRHEIT BERECHTIGT MEIN UNKEN:
FAZ-RENOMMEE-BLATT: TIEF GESUNKEN.

Wie wäre es einmal mit dieser Sichtweise? Denn auch wir können Werbung:

DAS ÜBEL ERKENNEN,
DEN AUSWEG BENENNEN

Politiker denken leider nicht groß.
Wir sehen sie darin mächtig behindert.
Sie ruhen in marktwirtschaftssicherem Schoß,
gebettet in rentengepolstertem Moos,
was lästige Wählerangriffe lindert.

Politiker werden leider gelenkt.
Sie hängen an Fäden und dünken sich frei.
Sie glauben zu denken, doch wer für sie denkt,
sind Hochfrequenzrechner. Da wird nichts verschenkt.
So bleibt ihnen nur noch die Schönrednerei.

Ein Lob drum all jenen, die sich nicht fügen!
Werft in die Tonne den Irrwitzbrei,
und gleich auch jene, die uns betrügen!
Denkt mit uns Links, glaubt nicht den Lügen!
Einheit macht stark, denn nur so lässt sich siegen:
Wählt Rot-Rot-Grün, die Sammelpartei!


Am 09. Juli 2018 schrieb Der Linksliberale:

Ein wirklich grandioser Artikel, Danke. Natürlich lieben die Mitarbeiter der FAZ glänzende Kanonen, auch zielgenaue Raketen (welche mit chirurgischer Präzision den Terroristen vom lachenden Baby trennen und töten) und sie lieben Kriegsschiffe, die friedlich im abendlichen Sonnenuntergang Marschflugkörper in den blauen Himmel feuern…was für ein imposantes Schauspiel! Geliebt werden Waffen, aber nur wenn es gut aussehende Waffen der westlichen Wertegemeinschaft sind. Die Redakteure wissen, nur russische Waffen sind grausam, barbarisch und morden. Die FAZ Redakteure und Schreiberlinge sind außerdem noch fürsorglich, bereits am 23.04.2018 hat die FAZ in dem Artikel „Wir müssen vorbereitet ein“ (Elisabeth Braw) das Königreich Schweden gelobt und die Bundesbürger indirekt getadelt…der Artikel erklärt dem staunenden deutschen Leser: der nächste „moderne“ Krieg kommt gewiss und „Deshalb wird in Schweden bereits gehandelt. Demnächst erreicht alle 4,7 Millionen Haushalte des Landes die Broschüre „Wenn der Krieg kommt“, wo sie unter anderem erfahren, welche Nahrungsmittel man immer zu Hause haben sollte, wie man Falschmeldungen identifiziert und wohin man sich im Fall eines Angriffs begeben sollte.“ Die Schweden sind also aus- und aufgerüstet. Allerdings auch die ARD ist wegen der Beschreibung von Kriegsgerät schon lernfähiger geworden. So berichtete der WDR 2 noch am 14.02.2015 (in ziviler Naivität), dass Großbritannien der Ukraine 75 „unbewaffnete“ Panzer, Typ „Saxon“, geliefert habe. Bereits 3 Jahre später erkennen die Redakteure der Tagesschau, dass es Kriegsschiffe gibt die „keine Sparvariante“ eines Kriegsschiffes sind. Es ist erstaunlich, dass die ARD jetzt im Jahr 2018 ein Kriegsgerät als solches zu erkennen vermag, bei den Panzern für die Ukraine ist es der ARD im Jahr 2015 noch nicht gelungen. Heute haben diese Redakteure einen feuchten Fleck in der Hose, allein schon wegen der schier unglaublichen Größe und Schönheit eines amerikanischen Kriegsschiffes. Das nenne ich doch mal „Lernfähigkeit“.

Wir müssen diesen Kriegstreibern aufs kriegerische Maul hauen, denn das Ergebnis der Arbeit dieser Kriegsverherrlicher wird sonst sein: ein bunt schillernder Atompilz und sie werden kurz vor dem Verdampfen in Ihrer Dämlichkeit noch hauchen…“ooohhhh, ein amerikanischer Atompilz, welch ein Glück für mich und meine Kinder, dass es kein russischer war“. So jetzt sehe ich mal im Internet um, ob ich irgendwo ein schönes, glänzendes und unbewaffnetes G3-Sturmgewehr bekomme und hole mir noch schnell ein paar Büchsensuppen im Discounter…ma(n) muss ja vorbereitet sein…die Schweden sind es auch.


Am 09. Juli 2018 schrieb Burkhard Ohligs:

Es fängt mit der geschmeichelten Eitelkeit an, das weckt die Gier, diese wird korrumpiert. Und als Produkt entwickelt sich daraus ein devoter, erbärmlicher Geist. Leider haben wir von diesen Geistern zu viele in den Medien.


Am 09. Juli 2018 schrieb Hans Informat-Ion:

Wenn die Menschen nicht ihre Waffen abschaffen, dann schaffen ihre Waffen die Menschen ab! Wer Waffen konstruiert, baut, handelt, verherrlicht, propagiert, besitzt und anwendet begeht ein Verbrechen gegen die Menschheit!!! Solche Verbrecher sind allbekannt, laufen frei herum, sind so stinkreich, dass sie den Lauf der Geschichte bestimmen, bestimmen und nochmals bestimmen!


Am 09. Juli 2018 schrieb Klaus-Peter Kostag:

Die Flugzeugträgerei wird abflachen. China und Russland haben öffentlich erklärt, nicht vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Militäraktionen für bekämpfenswert anzusehen. So ein großes Schiff ist, bei geeigneten Angriffsmitteln, ein nicht zu verfehlendes Ziel. Elf Großziele zum künftigen Verschrotten. Die Hüttenindustrie der USA wird sich freuen. Mit der Zeit werden vielleicht die FAZ Finanziers der chinesisch-russischen Friedenshetze Tribut zahlen müssen.

Antwort von U. Gellermann:

Von Verschrottung bisher keine Spur. Gerade erst ist im April 2017 der Gerald R. Ford-Träger in Dienst gestellt worden. Zudem sind weniger die Träger das Thema: Es geht um die sklavische Kriegspropaganda der FAZ.


Am 09. Juli 2018 schrieb Marc Britz:

Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“ aus dem Jahr 1899 beleuchtet Praxis und Wirkung der Kolonialpolitik auf Betroffene und Ausführende kolonialer Macht im ehemaligen Belgisch-Kongo - damals noch "Privatbesitz" des belgischen Königs Leopold II. In dieser Novelle gibt es eine Szene, in der ein vor der Küste verankerters britisches Dickschiff - ein Panzerkreuzer - ohne ersichtlichen Grund eine Salve nach der anderen in den dichten Dschungel schiesst, ohne nachfolgend in der Lage zu sein überhaupt in Erfahrung zu bringen, worin der militärische Vorteil der Operation bestanden haben mag. Nichts versinnbildlicht besser die augenscheinlich nur für Waffenhändler lukrative Sinnlosigkeit kolonialistischen Tötens.

Flugzeugträger, die Träger heutigen Imperialismus, bringen nicht nur den Tod mit ihren Jets, sie können dank gleichzeitiger und nachfolgender Aufklärung wenigstens den Body-Count präzisieren und stellen nur daher einen militärischen Fortschritt dar. Aber auch mit Flugzeugträgern wurde seit dem 2. Weltkrieg kein Krieg mehr gewonnen. Von Korea bis Vietnam, von Afghanistan über Irak bis nach Syrien konnten sie nur dazu beitragen Territorien ins Chaos zu stürzen, Menschen zu töten und Umwelt zu verwüsten, ohne auch nur einen Hauch mehr Kontrolle ins Unternehmen Imperialismus zu bringen, als es die alten Kanonboote vermochten. Sie kosten einfach nur mehr Geld und mehr gegnerisches Leben. Nur deswegen sind sie das Lieblingsspielzeug der Waffenindustrie. Je mehr sie eingesetzt werden, um so besser für das Kapital. Nichts versinnbildlicht also besser die Korruption unserer Leitmedien, als deren unkritische Werbung für diese „hochmoderne" Form neo-kolonialistischen Tötens.


Am 09. Juli 2018 schrieb Alles nur Satire:

Reklame machen nur die, die es nötig haben. Sagte mein lange verstorbener Vater früher immer.

Das Pentagon hat ein jährliches PR-Budget mit dem locker der Hunger in der Welt endgültig besiegt werden könnte.

Das die FAZ, vorher der Locus sich an diesem Budget, gegen erstklassiges Trommeln, bedienen dürfen, lässt tief blicken.

Denn nur die treusten (und blödesten) Arschkriecher werden aus diesem Topf bezahlt.

Das trifft für Medien, aber auchfür >>konservative<< Hollywood-Filmschaffende zu.

Nicht für umsonst hat das Pentagon vor Jahrzehnten bereits ein großes Büro in LA, zur engstmöglichen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Hollywoods Produzenten.

Ein Beispiel: >>Top Gun<< von 1986 wurde durch das Pentagon mit einem hohen Anteil an direkten Geldern und geldwerten Vorteilen für das Produzententeam Simpson/Bruckheimer finanziert.

Das deutsche Medien schon lange jeden Anstand verloren haben, beweist die FAZ hier nur wieder einmal mehr.

Morgen wird es jemand anderes sein...


Am 09. Juli 2018 schrieb joe bildstein:

Die FAZ war immer und wird immer ein extrem rechskonservatives Schmuddelblatt der Bourgeoisie sein. Die heimlichen Royalisten und NATO&US Glaeubigen ergoetzen sich an dem Blatt.

Nach den Millionen Toten ist es unglaublich was dieses Blatt bringt. Unter jedem Niveau.

Bei mir reicht es nicht mal zum aufsaugen des Schwitzwassers in meinem VW Kaefer (BJ 1973)


Am 09. Juli 2018 schrieb Ronald Wolf:

Die Journalisten der staatstragenden Medien sind nicht nur Konzernlohnschreiber, sondern auch Pentagonpropagandisten. Aber es war doch schon immer so ! Das ist doch nicht erst jetzt mit der großen Russlandhatz entstanden. Was jahrzehntelang an antikommunistischer Hetze und Desinformation gekonnt und gezielt ablief wird einfach fortgesetzt.
Die über 1000 Mitarbeiter im Pentagon die für die Aussendarstellung der US-Politik in Europa zuständig sind schneiden doch nicht nur Ausschnitte aus, die wollen wirken ! Bei diesem FAZ-Beispiel sieht man wie gut das funktioniert. Vielleicht fließt ja sogar Geld für diese Art Journalismus.


Am 09. Juli 2018 schrieb Lena Wegener:

Es ist schon ein ziemlich ungewöhnlicher Schritt der alten Tante FAZ, dass sie von den üblichen Artikel über die gute USA zu einer offensiven, filmischen Militärpropaganda übergeht. Dafür war sich die konservative FAZ bisher zu "fein". Auch dass sie das Papierformat verlässt und in das eher verhasste Internet geht ist interessant: Geld übersteigt eben doch die höchsten Mauern.


Am 09. Juli 2018 schrieb Andreas Schell:

Mit Schiffen wie der nuklear betriebenen T. Roosevelt und dem begleitenden Kampfverbund kann man einen kompletten Staat unterwerfen. Versenkt man sie, ist das Meer für Jahrtausende nuklear verseucht.

Ist doch geil?

Überlegene Waffen werden in jedem Schwartenegger-Filmchen glorifiziert. Die FAZ hatte diesmal "den Größten", durfte sogar an Bord. So was muss man nicht weiter ernst nehmen, nur der archaische Traum benachteiligter Männer. Bumm.

Raus aus der NATO. Fordert dieser Tage ... wer?


Am 09. Juli 2018 schrieb Harry Bergner:

Der deutsche Presserat hat, wie Gellermann richtig bemerkt, sogar die Hühneraugen geschlossen. Der Club verritt nun mal die Interessen der Verleger. Die werden sich nicht mit der FAZ anlegen.


Am 09. Juli 2018 schrieb Dora Lindner:

Die neue Spendenzahl ist einfach großartig. Zeigt sie doch, dass Solidarität keine leere Phrase ist.



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