Exil für Böhmermann in Russland

Offener Brief an Wladimir Wladimirowitsch Putin

Autor: U. Gellermann
Datum: 13. April 2016

An den Präsidenten der Russischen Föderation

Sehr geehrter Herr Putin,

als im Juli 2013 der vom US-Geheimdienst bedrängte und bedrohte Edward Snowdon politisches Asyl in der Russischen Föderation beantragte, war Ihr Land so großzügig dem Whistleblower – dem Mann, dem wir bis heute wunderbare, demokratische Einblicke in staatliche Akten verdanken – Asyl zu gewähren. Fraglos haben Sie, hat sich Russland mit diesem Schritt gegen die USA gewandt. Das ist selbst für ein großes Land wie das Ihre nicht einfach. Was mit denen geschieht, die sich gegen die USA stellen, weiß man im Irak, ist in Libyen bekannt, hat man in Syrien erfahren. Und doch hat sich Russland damals dafür entschieden, einem gefährdeten Menschen, einem, dem Gefängnis oder Tod drohte, zu helfen.

Heute will ich Sie auf einen vergleichsweise einfacheren Fall aufmerksam machen. Es geht um Jan Böhmermann, einen jungen Menschen aus Bremen, der als Sohn eines Polizisten gar nicht anders konnte als Satiriker zu werden. Inzwischen ist er sogar TV-Preisträger. Dieser junge Mann soll den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan verunglimpft haben. Ich persönlich glaube, dass man den Herrn Erdoğan gar nicht beleidigen kann: Er steht außerhalb jeder Ehren-Regel. Aber leider meint die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, dass der türkische Präsident von Herrn Böhmermann mit einem "bewusst verletzenden Text“ beleidigt worden ist. Das jedenfalls teilte Sie einem anderen türkischen Herren, Ahmet Davutoglu, telefonisch mit. Und da niemand weiß, was sie diesem sonst noch so versprochen hat, machen anständige Deutsche sich jetzt Sorgen um den Satiriker.

Denn es gibt im deutschen Strafgesetzbuch den Paragraphen 103. Nach dem könnte Jan Böhmermann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Wegen "Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten“. Und Böhmermann hat sich tatsächlich über Herrn Erdoğan und sein kleines Organ ausgelassen. Nicht so richtig freundlich. Zwar kann es nur dann eine Klage geben, wenn „die Bundesregierung die Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt“, aber wer in diesen Tage die deutsche Kanzlerin und deren Regierung beobachtet, der fürchtet das Schlimmste für Jan Böhmermann. Denn die Regierung sagt solche diffusen Sachen wie: Den Fall Böhmermann solle man den Gerichten überlassen. Aber die Kanzlerin muss nur keine „Ermächtigung erteilen“ und schon käme kein Gericht zum Zuge. Doch Frau Merkel schweigt sich beharrlich aus. Auch der Winkelzug der SPD – die will gar das Beleidigungsgesetz ganz abschaffen – macht zutiefst misstrauisch. Dauert es doch in Deutschland Jahre, bis man ein Gesetz „abschaffen“ kann. Bis dahin könnte Frau Merkel Herrn Böhmermann längst an die türkische Justiz ausgeliefert haben. Und der würde dann das Schicksal vieler Kurden teilen.

Lieber Herr Putin,

gönnen Sie sich doch eine kleine Freude: Der präpotente Herr Erdoğan würde sich grün und blau ärgern, wenn ausgerechnet Sie dem Böhmermann Asyl gewähren würden. Und nicht nur dem bedrohten Satiriker wäre geholfen. Auch die deutsche Regierung und deren Medien könnten aufatmen. Müssen die sich doch Tag für Tag neue Verrenkungen einfallen lassen, mit denen sie das Schweigen der Kanzlerin verbrämen wollen, um darüber hinwegzutäuschen, dass sich diese Regierung vor der einfachsten demokratischen Hygiene drückt: Die Freiheit der Kunst und die der Künstler ebenso zu schützen, wie auch ein Publikum, das sich köstlich über Böhmermanns Attacke amüsiert hat.

Lieber Herr Putin,

geben Sie Asyl und der Gedankenfreiheit eine Chance!

Mit freundlichen Grüßen

Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. Mai 2016 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Falls das überhaupt jemanden interessiert: Böhmermann ist in meinen Augen überhaupt kein politischer Kabarettist, vielleicht bestenfalls ein pubertärer Rotzlöffel,
der gerade dabei ist seine Grenzen auszuloten, er war noch nie mein Fall.
Da gibt es ganz andere Formate, richtige Könner wie Georg Schramm, Christian Ehring, Urban Priol, Monika Gruber, Hagen Rether, Lutz van der Horst, Erwin Pelzig, Christoph Sieber, Florian Schröder u.v.a.m. ...
So nicht - das ist zu billig und mehr als kontraproduktiv: denn so verhilft man Erdogan nur zu noch mehr Stimmvieh (als pure Trotzreaktion - so wie es auch der könner Serdar Sumuncu beschreibt!). Erdogan kann man jedenfalls S O nicht den Spiegel vorhalten.


Am 15. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

......so ein schlauer Fuchs, der Jens Humml.
Wenn eine muntere Debatte die Folge von Ulis Brief war und ist, klappt es ja sich in verschiedene Richtungen äußern zu können.
Ich teile nicht, was sie schreiben, Herr Humml. Es ist nicht interessant, informativ oder reflektiert genug, um auf mögliche Inhalte eingehen zu können.
Ich lese, dass E. Snowdons beleidigt worden ist ? Von wem? Etwas differenzierter zu denken kann hilfreich. sein Und was nicht okay ist, den Mitschreibern die geistigen Fähigkeiten abzusprechen.An dieser Stelle halte ich mich bewusst zurück, stelle mich aber uneingeschränkt hinter den Schreiber des "Briefes", als auch hinter die vielen Mitschreiber, unabhängig ob ich deren Inhalte teile, oder auch nicht.
"Wir" sind der Meinung, dass ein bisschen locker bleiben nicht schaden kann.
Und gestehen sich doch einfach dem Schreiber, als auch den Leser/innen die gedankliche Bewegungsfreiheit zu.
Es gab eine Zeit in Deutschland, da wurden Frauen und Männer weggeschlossen, wenn sie sich offen geäußert haben. Die Freiheit des Denkens sollte immer verteidigt werden, auch ihres Denkens.

Antwort von U. Gellermann:

Die Diskussion ist geschlossen. Sie kann unter
MERKEL LIEFERT BÖHMERMANN AB
fortsetzt werden.


Am 15. April 2016 schrieb Albrecht Storz:

Ich am 14.4.: "PS: Hier wird auch vieles rein menschlich bewertet, etwa:
"Denn die private Klage von Erdogan, der sich beleidigt fühlt, ist durchaus gerechtfertigt. "
aber erstens ist Erdogan kein Privatmann somit können keine üblichen Kategorien angelegt werden, zweitens hatte die Geschichte ja ein Vorspiel: das 3Sat-Lied auf das Erdogan unangemessen reagierte, woraufhin wiederum Böhmermann reagierte, (worauf wiederum Hallervorden reagierte, ...), und drittens geht es hier um (bis jetzt noch) konstituierende Grundwerte unserer Gesellschaft deren Prüfung auf Haltbarkeit und Zustimmung mE durchaus auch drastische Mittel rechtfertigen."

Korrektur:
Das Liedchen "Erdowie, Erdowa, Erdogan," wurde nicht auf 3sat sondern in der Sendung Extra3 gebracht.
Und bei meiner Darstellung des Aktions-Reaktionsverlaufs müsste man eigentlich schreiben:
Erdogan -> Extra3 -> Erdogan -> Böhmermann -> Erdogan -> Hallervorden -> ?

Und noch einmal: Es geht höchstens letzrangig um Böhmermann und die Qualität seiner Darstellungen. Für einen politischen DE-Bürger stellt sich hier nur die Frage welche Grundrechte wir gegen in- und ausländische Anmaßungen verteidigen wollen. Was sie uns wirklich wert sind.


Am 15. April 2016 schrieb Jens Humml:

Werte Frau Schmittler, wir stimmen ihr vollumfänglich zu, wenn sie meint, einige Leser scheinen doch ziemlich überfordert.

1. Wir meinen, Böhmermann angesichts seines "Gedichtes" zu verteidigen - gleichgültig in welcher Form oder in welchem Zusammenhang - erklärtermaßen zum Schutze und der Verteidigung von Presse-, Meinungs- oder Kunstfreiheit ist ein perfider Angriff auf selbige.

2. Wir wiederholen das bisher nicht veröffentlichte vom Vortage:
Ist noch niemandem aufgefallen, das das hier in Rede stehende "Kunstwerk" geradezu klassisch die "Vorstellungen" des "Großdeutschen" von "dem Türken" beschreibt?
Man sollte sich überlegen, mit wem man sich gemein macht.

3. Wir entnehmen diesem Artikel durchaus, daß der Autor eine Vergleichbarkeit des "Falles" Snowdon mit dem Böhmermanns annimmt.
Wir halten das für eine Beleidigung Snowdons.
(Eventuell tiefer liegende Intensionen sind uns verborgen geblieben - wir räumen ein, daß selbige zu erkennen, wir möglichweise intellektuell nicht in der Lage sind.)

4. Auch angesichts der Co-Kommentare des Weblog-Betreibers:
Wir sind der Meinung, daß es nicht zu große Anforderungen an geistigen Fähigkeiten stellt, wenn wir auf ausführliche Begründungen verzichten, weil sich die vertretenen Ansicht ohne weiteres aus den in diesem Zusammenhang eingestellten Texten ergibt.
Wir waren auch bisher der Ansicht, das solche - selten freundlichen- "Stilmittel" , wie Ironie oder Sarkasmus hier durchaus verstanden werden.
Wir sind weiter dieser Ansicht, zumal der Weblog-Betreiber sich Ihrer auch ausgiebig bedient.
Wir nehmen zur Kenntnis, daß er sie selbst aber nur schwer erträgt - dafür haben wir Verständnis.
Das ist wie Krieg - der macht auch nur "Spaß", solange der Feind nicht zurückschießt.
(Vorsichtshalber: das ist Sarkasmus)

Antwort von U. Gellermann:

Was sie da benutzen wird der Oberschwester-Plural sein: „ Na, wie geht es uns denn heute?“. Den dürfen sie aber nur anwenden wenn Sie sich auch als Oberschwester legitimieren.


Am 15. April 2016 schrieb Carola Schmitter:

Herzlichen Glückwunsch zu diesem klugen und satirischen Text. Diese Qualität ist selten zu lesen. Vor allem wenn es um Politik geht. Aber Sie sollten sparsam mit Texten solcher Art umgehen. Denn einige Ihrer Leser wirken doch ziemlich überfordert.


Am 14. April 2016 schrieb Jens Humml:

1.
"...Zum einen steht der Artikel 5 der Verfassung, der Presse- und Kunstfreiheit schützt, weit über den Persönlichkeitsrechten einer einzelnen Person...."

So, so ...

GG:
Art 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich
aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der
Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen
Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue
zur Verfassung.

2.
Die sogenannte "Zivilgesellschaft" in "Bewegungen zu setzen", dazu bedurfte es offensichtlich erst der Befassung mit dem "Gemächt" eines "Herrschers" - in Form von Kinderreimen, deren Inhalt im Wesentlichen nichts weiter ist, als das primatenhafte "Wer-einen-Kleinen-hat-neigt-zu- Größenwahn"- Klischee.

Auf diesen" lichten Höhen" der Kunst werden also Angelegenheiten von doch nicht unerheblicher Bedeutung behandelt - na ja...

(Wenn wir es recht bedenken ... wir bitten die Primaten um Verzeihung.
Weiter so, Ihr "Einzeller"!)

Antwort von U. Gellermann:

Welch wortreiche und inhaltlich bedeutende Kommentare: „So, so …“ und dann, noch gehaltvoller: „na ja …“


Am 14. April 2016 schrieb Uschi Peter:

Ich habe Deinen Sarkasmus schon verstanden. Aber wenn die BRD anderen Staaten ständig dreinredet, muss sie sich auch gefallen lassen, selbst angegriffen zu werden. Ob es Kabarett oder Comedy ist, ständig sind nur die bösen anderen dran, bevorzugt Putin, Assad und vorher die grausamen Potentaten des Nahen Ostens. Wir haben genug Dreck unter dem Teppich (oder am Stecken). Da wäre genug aufzuarbeiten.


Am 14. April 2016 schrieb Hannes Niesslbeck:

Ganz schön mutig, wie Sie sich über den GröSaZ (Größten Sultan aller Zeiten) äußern.

Einen Türkeiurlaub würde ich an Ihrer Stelle in nächster Zeit nicht planen ;-)


Am 14. April 2016 schrieb Michael Kohle:

Genau genommen ist Gellemanns Asylersuchen für unseren neuen Dichterfürsten bei Wladimir dem Schrecklichen mehr als pikant, in der Logik allerdings geradezu bestechend. Darauf wäre
Böhmermann wohl besser selbst gekommen, auf die Twittermeldung in den Kreml mit einem Schiller-Zitat: Gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte. Bedenkt man die ganzen Verbalinjurien, die der gleiche Staatsfunkkanal seit geraumer auf dem Hintergrund des rundfunkvertraglichen Bildungsauftrags in Nachrichtensendungen, in extra hergestellten „Dokumentarsendungen" u.v.a.m. über den Kremlchef so absetzt, ergibt es schon Sinn, Böhmermann genau dorthin zu schicken. Bei Snowden, dem anderen Asylanten, sind die gar nicht wohlmeinenden Ausfälle beim ZDF etwas zurückhaltender ausgefallen. Bei ihm reichte es jedoch völlig, die transatlantischen Einschätzungen über seine schändliche Tat wiederzugeben, um die Ehre des „whistleblowers" nicht nur zu verletzen, sondern komplett abzuschneiden. (Erwas was für den whistleblower der panamapapers natürlich überhaupt nicht zu gelten hat! Gott bewahre!)

Actio injuriarium aestimatora, mit Leichtigkeit zu erkennen: schon die alten Römer wussten, wie trefflich die „Injurienklage" sich für eine gebührende Rache an vermeintlichen oder echten Beleidigern, Ehrverletzern verwenden lässt. Römisches Recht, bis heute Grundlage für jegliche Gesetzgebung und Rechtssprechung - jedenfalls noch solange, wie nicht mit TTIP die markt- und investorenorientierte Version zum Tragen kommt. Sucht man nach diesem Begriff bei Dr. jur. Gugel stellt man schnell fest, dass der Tatbestand der behaupteten oder nachgewiesenen Injurie schon immer eine wunderbare Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Juristen jeglicher Art war, insbesondere auch für Hochschulprofessoren dieser Provenienz, für frühere und heutige Denkinstitute überhaupt. Und das - wie gesagt seit den Zeiten Julius Caesars, wenn nicht vorher.

Es wäre ein Unding, hier auf alles eingehen zu wollen, was an weisen Erkenntnissen zum Sachverhalt alles so aufgefunden werden kann. Ich will mich daher beschränken auf Schlussfolgerungen aus einer Zeit, in der das Thema besonders innig zu unserem heutigen Sachverhalt steht. (Ein Moosheimer, Thomas gibt umfassend Auskunft zum 18. und 19. Jahrhundert). Es ist jene Zeit in der auch ein Friedrich Schiller sich zu äußern müssen glaubte. Nicht nur zu Damon und Dionys, so wie oben bereits Bezug genommen. Nein, auch ein gewisser Wilhelm Tell mit seinem Gessler nebst Hut, stand im Zentrum Schiller´schen Interesses. Die Auslegung von Majestätsbeleidigung war schon immer - je nach Bedarf - äußerst vielfältig. Wie gut dass heuer unsere freiheitlich demokratische Grundordnung ihre Strafbewehrung von der Zustimmung der Kanzlerin bzw. des Kanzlers abhängig macht.

Wenn ich Moosheimer richtig verstanden habe, dann stand im Zentrum der Beurteilung der Zulässigkeit einer Injurienklage (zu gut deutsch: Beleidigungsklage) der Anfangsverdacht der Rache. Er zitiert fast wörtlich einen der sich besonders damit beschäftigt hat: "weist von sich,
jähzornige Menschen in ihrem Verlangen nach Rache durch die Injurienklage unterstützen zuwollen". Hoppla, da wären wir ja mittenmang in einer wohlmeinenden Beratung der o.g. Entscheiderin. Aber Moosheimer geht weiter, in dem er darauf verweist, dass schon die klassische Philosophie (leider nicht die Wissenschaft der Physik, der Verf.) die Meinung vertritt, die Rache der Tugend der Toleranz widerspricht und somit zu verurteilen sei. Eine Sicht der Dinge, die dann noch ergänzt wird um die allerchristlichste Regel: Liebet eure Feinde! Liebe? Damit auch keiner auf dumme Gedanken kommt, wird auch sie aufgedröselt! Liebe bestünde im Erdulden und Ertragen, in Vergebung, Barmherzigkeit, Demut und in einem reinen Herzen. Wir dürfen konstatieren: die Parteivorsitzende der Christlich-demokratischen Union könnte auf klare Vorgaben des de-facto-Religionsgründers verweisen. Dumm nur dass der "Beleidigte und Erniedrigte" im vorliegenden Falle Moslem ist und die Scharia könnte von anderen pflichtigen Verfahrensweisen künden. Ob diese zugestanden werden könnten?

Die Ehre, die verletzte, ist es, die es zu schützen gilt, und nicht die Rache. So werden jetzt die
Gerechten unter uns einwenden. Nun tatsächlich, die geschändete Ehre wird von Moosheimer nicht außen vor gehalten. Ob seine Erkenntnisse den Gerechten zu schmecken vermögen, muß bezweifelt werden. Nach dem (damals) herrschenden Ehrbegriff läge bei einer Beleidigung gar keine Schmälerung der Ehre des Verletzten vor, da diese nur von eigenem Verhalten des „Ertragers" abhänge. Das stellt sich doch eine ganz andere Frage.

Andere sehen die Zulässigkeit einer Beleidigungsklage nur gegeben, wenn ein materieller Schaden durch die Injurie ausgelöst und nachgewiesen wurde. Also, auch nicht! Und dann noch das, zugegeben extra herausgepickt: "Die Verletzung der Ehre als ein Ansehensverlust beim unverständigen Teil der Gesellschaft, der sich durch solche Äußerungen beeinflussen lässt, zu verstehen." Im gegegebenen Falle wäre diese von mehreren Experten geäußerte Ansicht darauf hin zu prüfen, auf welchen unverständigen Teil sie sich bezieht, auf den deutschen oder den türkischen, oder gar beide?

Frau Merkel hat es wahrlich mit ihrer Entscheidung nicht leicht. Wo doch der in Frage kommende "Corpus delicti" - wie groß oder klein, wie schmähungswürdig das Gemächt des Derwischs auch immer sein mag - bestimmt in keiner Weise den permanenten, nicht abreißenden Rufmord am Zaren, begangen durch den ihr eigenen Staatsfunk, aufzuwiegen vermag. Warum wird derjenige, der sich streng an die o.g. christlichen Regeln hält, nicht geschützt? Sind solcherlei Doppelstandards nach den Regeln der theoretischen Physik - ersatzweise der Logik - überhaupt möglich, zulässig?

Wir dürfen gespannt sein!

Antwort von U. Gellermann:

Ein Auftraggeber diverser Morde in Kurdistan und Syrien, ausgeführt an zumeist hilflosen, unbewaffneten Menschen, nicht selten Frauen und Kindern, hat keine Ehre. Wie sollte er beleidigt werden können?


Am 14. April 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Ein echter "Führer des Volkes" hat soviel GROSS-MUT, dass er über SATIRE "dankbar" ist!
Ein "Verführer des Volkes" dagegen leidet unter KLEIN-MUT und will "um jeden Preis" groß s c h e i n e n ... das nennt man GRÖSSEN-WAHN!
Dazu TUCHOLSKY am 3.5 1938: "Jede, jede, jede ZENSUR ist vom ÜBEL!"


Am 14. April 2016 schrieb Andreas Buntrock:

Den Zustand einer Demokratie erkennt man an ihrem Verhältnis zur Satire und ihrem Umgang mit Satirikern!

Den Zustand einer Postdemokratie erkennt man an ihrem Verhältnis zur Satire und ihrem Umgang mit Satirikern!

NEIN! Ich meine NICHT die Türkei.


Am 14. April 2016 schrieb Albrecht Storz:

Bin etwas erstaunt, dass hier die Feinheiten des Böhmerman´schen Coup nicht verstanden werden - die Grobheiten aber sehr wohl.

Allerdings fühle ich mich nicht berufen dies alles näher zu erklären. da gibt es kompetentere Personen. Ich will nur anmerken dass man möglicherweise auch mit groben Worten Feinsinniges vermitteln kann.
Tatsache ist, dass Böhmermann indem er Erdogan (zurecht) aufgespießt hat, der Teflon-Merkel einen deutlich sichtbaren Fleck auf die Bluse zauberte. Ein Wunder, wo bisher alles an ihr abtroff. Und zwar zu unrecht. Merkel hat wahrlich genug angerichtet. Aber ihre Schutzpatrone erwiesen sich bisher stärker als das Faktische.

Dafür, dass die Merkel sichtlich entzaubert wurde (der Deal mit der Türkei und das Anbiedern bei Erdogan ist an Ekelhaftigkeit nicht zu überbieten), zolle ich Böhmermann meinen Respekt.

PS: Hier wird auch vieles rein menschlich bewertet, etwa:
"Denn die private Klage von Erdogan, der sich beleidigt fühlt, ist durchaus gerechtfertigt. "
aber erstens ist Erdogan kein Privatmann somit können keine üblichen Kategorien angelegt werden, zweitens hatte die Geschichte ja ein Vorspiel: das 3Sat-Lied auf das Erdogan unangemessen reagierte, woraufhin wiederum Böhmermann reagierte, (worauf wiederum Hallervorden reagierte, ...), und drittens geht es hier um (bis jetzt noch) konstituierende Grundwerte unserer Gesellschaft deren Prüfung auf Haltbarkeit und Zustimmung mE durchaus auch drastische Mittel rechtfertigen.


Am 14. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Danke, Herr Kohle, dass sie an den Journalisten,Pazifisten und Schriftsteller C.v. Ossietzky erinnern.
C.v. Ossietzky war Herausgeber der Zeitschrift: Die Weltbühne, wo Kurt Tucholsky auch schreibend tätig war. Im Konzentrationslager Esterwegen, wurde er besonders gequält, weil der politische Häftling im Faschismus
der Staatsfeind Nr. 1 gewesen ist.
1936 bekam C.v. Ossietzky den Friedensnobelpreis für das Jahr 1935.
Entkräftet und schwer krank starb er, wenn ich richtig liege 1938.
Die Universität in Oldenburg trägt den Namen Carl von Ossietzky.
Gegen alle denkbaren Widerstände haben die damals Studierenden,Uni-Angestellten, Hochschullehrer, Teile der Bevölkerung durchgesetzt, dass der Name der Uni Carl von Ossietzky werden konnte.
Das Lied der Moorsoldaten zeigt den Schmerz, den Kummer, die Hoffnungslosigkeit, aber auch die Hoffnung, dass die Dunkelheit vorüber gehen wird,
C.v. Ossietzky war bis zu seinem Tode dem Frieden verpflichtet.


Am 14. April 2016 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Zuerst einmal herzlichen Dank an Uli Gellermann für Lachen am Morgen. Das ist Satire, das hat Grundlagen.
Wobei ich beim Böhmermann wäre.

Denn Satire bedarf einer Grundlage: Sie muss ausgerichtet sein an Fakten. Was jedoch JB da veranstaltet hat, war eine reine Beleidigungsorgie mit offensichtlicher Freude am Schmutz. Das war nix außer "unterste Schublade".

Denn die private Klage von Erdogan, der sich beleidigt fühlt, ist durchaus gerechtfertigt. Denn eines ist nicht verhandelbar: Das ist die Würde eines jeden Menschen. Die durch solche Attacken verletzt wurde. Das ist finsterste Gosse was dieser Möchtegern "Satiriker" da von sich gab.
Natürlich gibt es unserer Behandlung der Meinungsfreiheit wegen eigentlich keine Grenzen bis auf einige Feinheiten, die no-goes sind wie bsp. die Leugnung des Holocaust.
So weit, so gut beziehungsweise schlecht. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass Satire nicht alles darf und sich selbst da moralischen Richtlinien unterziehen sollte. Aber das Feingefühl geht vielen abhanden.

Von Anfang an hätte sich Frau Merkel klar positionieren müssen in einer bedauernden "Fremdschäm-Art". Jedoch auch ganz klipp und klar festhalten, dass unsere Gesetzgebung auch solche Dinge deckt... Aber anbiedern an Erdogan musste sie sich nicht. Aber die Zwickmühle, in der sie steckt, ist nun einmal allzu deutlich sichtbar. Und da wahrt sie die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht. Genau so wie bei den Kniefällen vor Israel... Aber das ist eine andere Sache!

Einen Aspekt der Sache in Bezug auf den § 103 brachte der Anwalt Höcker, Professor für Medienrecht. Dieser Paragraph soll die außenpolitische Beziehung Deutschlands zu anderen Ländern schützen. Das ergibt Sinn. Nichtsdestotrotz muss dieser auf den Prüfstand erhoben und ggf. geändert/entfernt werden. Aber noch steht er da. Und somit mag es durchaus sein, dass JB sich vor den Schranken des Gerichts wiederfinden muss.

Die eigentliche Satire - so die Meinung eines türkischstämmigen Kabarettisten Fatih Çevikkollu - sei doch nun einmal die, dass Böhmermann sich hilfesuchend an Altmaier wandte, unter Polizeischutz steht und nun die Aufmerksamkeit hat, nach der er so lechzte.
Ein "Künstler" ist der Mann nun wirklich nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Darüber was Satire ist kann man unterschiedlicher Meinung sein. Über die Rechtslage nicht. Zum einen steht der Artikel 5 der Verfassung, der Presse- und Kunstfreiheit schützt, weit über den Persönlichkeitsrechten einer einzelnen Person. Zum anderen sagt der § 103 des Strafgesetzbuches (der die Beleidigung von Vertretern ausländischer Staaten regelt) klipp und klar, dass er nur zur Anwendung kommt, wenn die Bundesregierung die Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt. Wenn Böhmermann also „vor die Schranken des Gerichts“ käme, dann nur, weil Frau Merkel kraft ihres sonderbaren Verstandes entscheiden würde: Das Gedicht ist keine Kunst, fällt also nicht unter den Schutz der Verfassung, kann also strafverfolgt werden.

Und während ich gern der Meinung folge, dass jeder Bürger für sich beurteilen mag, ob er das Böhmenmann-Gedicht gut findet, ob er es für Kunst oder Satire hält oder nicht, bin ich grundsätzlich dagegen, dass eine Regierung diese Frage entscheidet: Das wären genau jene verfassungswidrigen Verhältnisse, die in der Erdogan-Tükei herrschen.


Am 14. April 2016 schrieb Günther Lachmann:

Eine sehr humorvolle Analogy auf scylla und (Nein, nicht charybdis,
sondern) „chrome yellow“ (A. Huxley). Und Putin, der Deutsch-Versteher
(im wahrsten Sinne des Wortes), wird wahrscheinlich schmunzeln über den
satirische Aufruf von Uli Gellermann.
Die taeglichen Sympathy-News in den Medien, beweisen doch, dass sogar
ein mittelmäßiger J. Böhmermann, mit einem tacky Text, dass das
vegetative Nervensystem eines türkischen Hampelmanns, beim Zug an der
viel zu kleinen Strippe, zu unruhigen Bewegungen in den Berliner
Regierungsbänken fuehren kann.
Es sind die politischen Implikationen – oder genauer gesagt – die Folgen
des Böhmermann-Textes, welche mich daran erinnern, dass das/die Scylla
alles verschlang, was ihm/ihr zu nahe kam. Und nur eine schmale
Fahrrinne ließ (weil gegenüber ja der Charybdis herrschte), durch welche
sich Denker und Philosophen, Freiheit und Kunst, Handwerker und Gelehrte
quetschen musste. (der Charybdis verschlang Krieger und Wanderer, [siehe
Odysseus]).
Selbstverständlich hatte Böhmermann keinen Deut einer Ahnung, welches
Monster er hervor lockt, als er fröhlich die multiplen
Unzulänglichkeiten Erdoğans aufzählte. Und der Regierungssprecher S.
Seifert, setzte noch einen drauf, als er sagte: „Die Grundwerte des
Grundgesetzes sind nicht verhandelbar.“ (ein Lippenleser neben mir ist,
von einem Lachanfall geschüttelt, vom Stuhl gefallen. Die wahren Worte
waren. „Was muss ich bloß wieder einen Scheiß erzählen.“)
Als ob es nicht schon der denkende Buerger weiß: Geht es um die
Pressefreiheit/Meinungsvielfalt, sind Deutschland und die Tuerkei
Zwillinge.
Seiferts Äußerung war also nicht der Aufruf zu einer Revolte im
Sultanspalast auf dem Beştepe-Hügel in Ankara, sondern nur deutsche
Worthülsen-Politik, wie sie täglich dem unwissenden Buerger vorgetragen
werden.
Bin neugierig, ob nun Erdoğan und Merkel eine gemeinsame Klage gegen
Schostakowitsch wegen seinem Lied in der (1969 komponierten) XIV.
Symphonie anstrengen. Sozusagen als gemeinsames Projekt, um den teuer
bezahlten und heiß geliebten EU-Türkei-Deal zu bestätigen.


Am 14. April 2016 schrieb Eard Wulf:


@Uschi Peter,
"Die Saporosher Kosaken haben gegen ihren Feind und potentiellen Unterdrücker angeschrieben." -> "Es geht um eine Bundesregierung, die sich wegen ihres üblen Flüchtlingshandels von einem Despoten in das deutsche Sende-Schema reinreden lässt." - ob Erdogan, am Ende der Strophe, ein Freund oder Feind sein wird, steht auf dem nächsten Blatt und ob das Böhmermann-"Gedicht" ungewollt, gewollt, ist, ebenso. Es ist ja nicht so, als würde Herr Gellermann nicht schon seit Wochen einen Kommentar, samt dazu gehöriger propagandistischer Komponente der Meister der Kritik an den öffentlich Rechtlichen, veröffentlichen. Der Verdacht des gewollten Eklats liegt nah. Oftmals ist die einseitige Betrachtung der Gegebenheiten die falsche Betrachtung. Glauben Sie mir, ich hätte das, vermutlich, geschriebene nicht zitiert, hätte ich nicht eine Brücke bauen wollen, egal ob es dem Führer gefällt oder nicht.

@Herr Jahoda,
Ich bin nur gelegentlich ein Fan von "Kunst", auf das Zitat kam ich wärend einer meiner "heiss geliebten" Schlafstörungen, es wurde auf rtDeutsch veröffentlicht, nur der Neugier wegen habe ich mich weiter damit beschäftigt und stieß auf das sagenhaft detaillierte Bild von Repin. Die Störung, und der fehlende Schokoriegel, trieben mich dazu mich näher damit zu beschäftigen. Ihre Schilderung der dicken Zigeunerin hat mir Tränen in die Augen getrieben - ich schmunzel immer noch. Vielen Dank dafür.


Am 14. April 2016 schrieb Rainer Markert:

Ich glaube nicht Herr Gellermann, dass Herr Putin solch einen taktischen Wink bedarf oder das dieser Fall mit Snowden vergleichbar ist. Herr Erdogan bedarf nun eines klaren Signal aus Deutschland. Nur darum gehts, nicht um den armen Herr Böhmermann.


Am 14. April 2016 schrieb Michael Kohle:

In einem Land, in dem ein wahrer Pazifist wie Ossietzky noch vor der Machtübernahme 1931 wegen Spionage verurteilt wird, weil der die Wiederaufrüstung publik gemacht hatte, ist wohl alles möglich. Nichts dazugelernt, das einzige was noch fehlt zu einer ordentlichen Behandlungsweise solcher "Verbrecher" sind Arbeitslager. Bei Ossietzky standen sie dann kurzfristig zur Verfügung, ab April 33 durfte er in frischer Luft begreifen lernen. Für Jahre!

Immer öfter drängt sich mir der Eindruck auf , dass Frau Dr. phys. sich ein Leben lang fernhalten konnte, von solcherlei deutschen Empfindlichkeiten. Ihr Verhalten, auch im aktuellen Fall, nein, das ist keine Geschichtsvergessenheit, das ist pure ... Mir fiele da Einiges dazu ein, allein, die Zeiten für Majestätsbeleidigung sind derzeit nicht so günstig.


Am 14. April 2016 schrieb Hans Heppe:

@ Hanns-Werner Heinze

Putin hat Ihnen gegenüber einen entscheidenden Vorteil:

ER ist zu verstehen! Sie nicht°


Am 14. April 2016 schrieb Remo Schweizer:

@ Uschi Peter:
Es geht nicht darum, ob man es geschmackvoll oder intelligent und witzig findet oder nicht. Sondern darum, was in einer Demokratie erlaubt ist oder nicht.

Und zum ZItat "Die Saporosher Kosaken haben gegen ihren Feind und potentiellen Unterdrücker angeschrieben."

Erdogan erpreßt Deutschland um Geld und ob man kann ihn als Feind und potentiellen Unterdrücker aus vielen anderen Gründen sehen.

Das aber ist private Ansicht des Einzelnen, gehört zur Meinungsvielfalt.




Am 14. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Die Freiheit des Wortes steht auf dem Spiel.
Ist doch wurst, ob es einem gefällt oder nicht. Geschmacksache hat was mit Geschmack zu tuen, ist eine persönliche Angelegenheit.
Erdogan, der Journalisten wegschließen lässt, der kurdische Frauen, Männer und Kinder ermorden lässt hat, der Einfluss auf die deutsche Politik in einer Art und Weise nimmt, ist mehr als befremdlich.
Satire ist Satire. Und sie darf alles, eben weil es Satire ist. frei nach Tucholsky.
Und ich hoffe, dass die Schere aus den Köpfen bleibt.
Erdogan benimmt sich wie die Axt im Walde, und hat das was ich Respekt nenne verwirkt;
für immer.


Am 14. April 2016 schrieb Klaus Manthey:

Mit Ihrem Text "Exil für Böhmermann ..." (Satire) bin ich überhaupt nicht einverstanden. Vielmehr halte ich Ihren Text für voll misslungen, was die schrecklichen Böhmermann-Entgleisungen über Erdogan betrifft. Böhmermann ist alles andere als ein Satiriker, vielmehr ein unverantwortlich daherlabernder Blödschwätzer.
Ich teile die Auffassung von Jürgen Todenhöfer (siehe Text "Der Schmäh-Mann")und erachte das für sehr bemerkenswert, was Hans-Ulrich Jörges per STERN-Videokommentar von sich gab.
Mit dennoch freundlichen Grüßen KLAUS MANTHEY.
http://www.stern.de/politik/hans-ulrich-joerges/hans-ulrich-joerges--klartext--der-boehmermann-paragraf-muss-weg--6793308.html

Antwort von U. Gellermann:

Der Text handelt kaum vom Böhmermann-Gedicht. Er polemisiert gegen einen Regierung, die den Artikel 5 GG (Kunst- und Pressfreiheit) missachtet, um einen schmutzigen Flüchtlings-Deal mit einem Despoten durchzuziehen. - Tatsächlich hat Herr Böhmermann den türkischen Staatschef beleidigt. Offenkundig in Reaktion darauf, dass Erdogan den deutschem Botschafter wegen des ungleich milderen Erxra-3-Liedes einbestellt hat und Frau Merkel darauf mit Schweigen reagierte. Über Geschmack lässt sich streiten. Über das Grundgesetz nicht.


Am 13. April 2016 schrieb Uschi Peter:

Ich liebe Satire, wenn sie intelligent und witzig ist. Was sich J.B. da geleistet hat, ist weder das eine noch das andere. Die Saporosher Kosaken haben gegen ihren Feind und potentiellen Unterdrücker angeschrieben. Das ist nicht zu vergleichen.
Hat U.Gellermann die Urform des Textes von J.B. gelesen oder gehört? Die ist höchst primitiv und ehrverletzend. J.B. hat nicht die Verbrechen des Sultans an den Kurden und die Militäraktionen in Syrien kritisiert sondern gepöbelt. Das gefällt mir nicht! Merkwürdigerweise existiert eine stark abgeschwächte Version.
Der Präsident der Russischen Föderation wäre schlecht beraten, einen Böhmermann auf eine Stufe mit Edward Snowden zu stellen. E.S. hat der Menschheit einen unschätzbaren Dienst geleistet.
Die gleichen Pöbeleien gegen Obama oder Gauck zu richten, traut sich J.B. wohl nicht. Sowas geht nur gegen Putin und andere dem Hegemon unliebsame Zeitgenossen. Aber er scheint Angst vor der eigenen Courage bekommen zu haben. Warum sonst hat er Polizeischutz? Noch gibt es wohl keine Drohungen gegen ihn.

Antwort von U. Gellermann:

Der Original-Text von Böhmermann zu Erdogan ist mit bekannt. Ich finde ihn nicht sonderlich intelligent. Aber darum geht es in meinem (satirischen) Brief an Putin natürlich nicht. Es geht um eine Bundesregierung, die sich wegen ihres üblen Flüchtlingshandels von einem Despoten in das deutsche Sende-Schema reinreden lässt.


Am 13. April 2016 schrieb antares56:

Sie müsen auch vorsichtig sein Herr Gellermann! Vielleicht hat Erdogan sie schon als nächsten auf der Liste - und Unterstützung von der Merkel-Administration sollten sie sich nicht erhoffen! Denn Merkel hat Flüchtlingsrechte und die "freie Presse" an Erdogan verkauft - und die Kurden interessieren sie nur insoweit wie sie der deutschen Politik nützlich sind, ansonsten darf Terrorist Erdogan (zeig mich an!) die Kurden mit seinem Terror überziehen!


Am 13. April 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Lieber Eard Wulf,
welch ein frech-genialer Streich, den Lager-Ataman Iwan Sirko zu zitieren! - Vor 43 Jahren stand ich mit meinen Musikerkollegen in Werchnja Chortyzja auf der üppig grünen Insel inmitten des rauschenden Dnjepr unter den Zweigen der siebenhundertjährigen Eiche - das Bild erinnernd, das Ilja Repin einst gemalt hat: die Saporoger Kosaken mit dem berühmten Brief an den türkischen Sultan. - Bei der Gelegenheit möchte ich den leider nicht mehr unter uns weilenden Musikprofessor Alfons Wonneberg zitieren, der mir an dieser historischen Stelle zurief, nachdem ich mir an diesem Ort mehr Zeit und einen sanft singenden, hellstmmigen Mädchenchor wünschte: "Wenn dir unbedingt nach Folklore ist, wirf dich an meinen Bauch. Ich will deine dicke Zigeunerin sein und dich atemlos machen!" Und auf irrsinnig komische Weise begann er sein fülliges Becken zu schwenken, in die Hände zu klatschen und zu singen, wie es der Dichter Taras Schewtschenko nicht besser hätte sngen können: "Und nun klimpert, klirrt und tanzt es, ganz Chortyzja hört die Lieder! Und der Tanz des tollen Gopaks wirbelt allen durch die Glieder!"


Am 13. April 2016 schrieb der Zivilist:

Frau Zimmermann, Herr Gellermann,

Lesen schadet der Dummheit, wir kennen das Risiko und nehmen es bewußt in Kauf .


Am 13. April 2016 schrieb Christoph M.:

Werter Herr Heinze,

herzlichen Glückwunsch zu ihrem herzerfrischend schwachsinnigen Kommentar.
Die Erde ist erkrankt an Menschen wie Ihnen, für die das Schlimmste, was sie sich vorstellen können, ist, Verständnis für einen so genennten "Feind" aufzubringen.
Die härteste Beleidigung, die Menschen wie Sie zu kennen scheinen, ist "Putin-" bzw. "Russland-Versteher".
Als ob es falsch sein könnte, sich in jemanden hineinzuversetzen, jemanden zu verstehen. Nur so kann man zukünftige Kriege verhindern - durch Verständnis auf beiden Seiten!
Was ist denn so schlimm daran, Russlands Positionen zu verstehen? Das heißt doch nicht automatisch, dass man auf der Seite Putins sein MUSS.
Ich beispielsweise verstehe das Land und seine Menschen, die wahrscheinlich herzlichsten und kinderliebsten dieser Erde, die so oft schon von der westlichen Welt attackiert und betrogen worden - Napoleon, zwei Weltkriege, besonders Hitlers Zeit in der UdSSR, mit all seinen menschenverachtenden Verbrechen, sowie die NATO-Osterweiterung nach der Wende - all das schafft nicht wirklich Vetrauen in den Westen.
Dies sollte man akzeptieren und verstehen, ansonsten ist es besser, sich einen Bunker zu bauen, denn wenn es so weiter geht, steht der nächste Weltkrieg schon vor der Tür (Nazis in Deutschland und einen neuen kalten Krieg haben wir ja schon...). Und die Geschichte zeigt: Das russische Volk ist nicht in irgendeiner Weise durch andere Nationen bezwingbar. Schon deshalb sollte man es verstehen.

Und damit Sie hier auch auf Ihre Kosten kommen und sich weiter herrlich aufregen können:
Ich bin ein Putin-Versteher und ein Russland-Versteher!
Schönen Gruß und ?? ????????, Christoph M., 15 Jahre


Am 13. April 2016 schrieb Lutz Jahoda:

EMPFEHLUNG NACH ANKARA

Zur hoheitlichen Kompetenz
Gehört auch diese Präferenz:
Selbstverschulden zu erdulden.
Gehen Sie in sich, Exzellenz!


Am 13. April 2016 schrieb Gideon Rugai:

"Das ist doch eine unerträgliche Anbiederei an Putin. Jetzt haben sie Ihre Maske endlich fallen lassen, Sie Putin-Versteher!"

Sicher, dass das keine Satire ist ? So offensichtlich wie der Kommentar zielgenau an allem Wesentlichen vorbeischiesst um hochneurotisch-russophoben Gedankenwirrwarr an die Stelle ernsthafter Auseinandersetzungen um das eigentliche Thema zu setzen und damit ein Schlaglicht auf die geistige Befindlichkeit des Durchschnitts-Dunkel-Deutschen zu werfen ? Das MUSS Satire sein :)

Zu Böhmermann : Ich musste mir die Umstände des neuesten Eklats erstmal anlesen und , ehrlich, sauer bin ich nicht auf Erdogan (was soll man von dem anderes erwarten als eine Vendetta nach empfindsam-südländischer Art), nein, die doofe Planschkuh aus der Uckermark würde ich gern mal im Heizungskeller anketten und mindestens eine Woche lang dreimal täglich durchprügeln (wie wahrscheinlich die halbe deutsche Bevölkerung gern würde)....Pfui Deibel, dieser ekelhafte Versuch vom Tun des türkischen Schmierlappens abzulenken und den Bock zum Gärtner zu machen....unglaublich. Ob die Merkel sich täglich mit Ganzkörper-Öl einreibt um widerstandslos in wirklich jeden Arsch kriechen zu können, der verführerisch lockt ?...Man weiß es nicht....aber DAS ist der eigentliche Skandal....!!
Und: Danke Böhmermann, wer hätte gedacht, dass ein lange querliegende Furz von einem Satiriker kommt und den deutschen Mainstream aufmischt (hehehe) ?


Am 13. April 2016 schrieb Nico Jansen, Rotterdam:

Lieber Herr Gellermann,

was machen Sie nun?! Verstehen Sie dann nicht, dass der grosse türkische Führer natürlich auch ein grosses Organ hat.

Der Mann ist zu Recht beleidigt.


Am 13. April 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Herr Hans Werner Heinze - eine Warnung: Der regelmäßige Besuch und vor allem das Lesen dieses Blogs und auch die Beschäftigung mit Fakten und Quellen, auf die hier verwiesen wird, kann zu Verständnis führen. Sie können auf einmal selbst Putin und die Belange des russischen Volkes verstehen, was für eine Erweiterung ihres Denkhorizonts?. Auf eine Nebenwirkung sei verwiesen, es kann passieren das sie zukünftig ihren Kopf, beim Konsumieren von MM, öfter auf die Tischplatte schlagen möchten, passen sie also bitte auf sich auf.


Am 13. April 2016 schrieb Eard Wulf:

"Du türkischer Teufel, Bruder und Genosse des verfluchten Teufels und des leibhaftigen Luzifers Sekretär! Was für ein Ritter bist du zum Teufel, wenn du nicht mal mit deinem nackten Arsch einen Igel töten kannst? Was der Teufel scheißt, frisst dein Heer. Du wirst keine Christensöhne unter dir haben. Dein Heer fürchten wir nicht, werden zu Wasser und zu Lande uns mit dir schlagen, gefickt sei deine Mutter!

Du Küchenjunge von Babylon, Radmacher von Mazedonien, Ziegenhirt von Alexandria, Bierbrauer von Jerusalem, Sauhalter des großen und kleinen Ägypten, Schwein von Armenien, tatarischer Geißbock, Verbrecher von Podolien, Henker von Kamenez und Narr der ganzen Welt und Unterwelt, dazu unseres Gottes Dummkopf, Enkel des leibhaftigen Satans und der Haken unseres Schwanzes. Schweinefresse, Stutenarsch, Metzgerhund, ungetaufte Stirn, gefickt sei deine Mutter!

So haben dir die Saporoger geantwortet, Glatzkopf. Du bist nicht einmal geeignet, christliche Schweine zu hüten. Nun müssen wir Schluss machen. Das Datum kennen wir nicht, denn wir haben keinen Kalender. Der Mond ist im Himmel, das Jahr steht im Buch und wir haben den gleichen Tag wie ihr. Deshalb küss unseren Hintern!

Unterschrieben: Der Lager-Ataman Iwan Sirko mitsamt dem ganzen Lager der Saporoger Kosaken."

q: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Saporoger_Kosaken_schreiben_dem_t%C3%BCrkischen_Sultan_einen_Brief 


Am 13. April 2016 schrieb Hartmut Barth-Engelbart:

Jetzt noch Mal mit Grammatik und Rechtschreibungsversuch: Das mit Böhmermann ist ein Testballon. Wenn diese Probefahrt erfolgreich für die Faschisten aus der Mitte mitten in der EU ausgeht, d.h. mit einer Strafverfolgung zu Gunsten des Paschas Erdogan, dann kann es munter weiter gehen: dann darf niemand mehr angesichts des Drohnen-Massen-Killens von Obama bin Laden sprechen, nicht mehr von Al-CIAida, von US-IS, Türk-IS, Saud-IS,. Katars-IS , Isr-IS, Obamboko-Haram, von US-AIDs usw... und den Ebola-Virus im Robert-Koch-Hochsicherheits-Labor darf man auch nicht mehr als Mitten-Muttis "Chef-Sache Afrika" bezeichen, auch wenn nach ihrer Aussage bei der Einweihung des Robert-Koch-Hochsicherheits-Labors "der Inhalt des Labors mehr wert ist als Gold und das Geld, was wir hier investiert haben!" : Afrika ? Das schaffem wir ! Mit Bio-Waffen - da stimmen auch die GRÜNEN mit ein . Das passt zum 3 Liter-Bio-Diesel-LEO von Kraus-Maffei-Wegmann-Bode-Teihaber-Schöngeist Burkhard von Braunbehrens. Garantiert ohne Abgas-Manipulationen. Vielleicht könnte die Russische Föderation schon Mal ein Asyl-Abo anbieten.


Am 13. April 2016 schrieb Siera:

Superidee!!! danke , lieber Uli !


Am 13. April 2016 schrieb nora schmitz-gharbi:

Dummerweise braucht Merkel den leicht entflammbaren "Bomb-Head" Recep Tayyip Erdogan für ihren fragilen Flüchtlings-Deal mit der Türkei. Also wird die Klappe gehalten bzw. in vorauseilendem Gehorsam gelöscht. So einfach ist das. So banal. So beschämend bigott. So ist das mit der Meinungsfreiheit in Deutschland. So lange sie umsonst zu haben ist, wird sie gerne verteidigt. Sobald sie etwas kostet, wird es sehr viel schwieriger.

Lieber Herr Putin,
geben Sie Asyl und der Gedankenfreiheit eine Chance! Denn in Deutschland kennt Gerechtigkeit kennt nur ein Maas und eine Merkel.

Antwort von U. Gellermann:

Merkel & Co. sind primär an der Meinungsfreiheit in anderen Ländern interessiert.


Am 13. April 2016 schrieb Alfred Matejka:

Ich kann leider nicht über deinen offenen Brief lachen. Ich bin mir nicht sicher ob Putin eher lacht,wenn Böhmermann vor ein Gericht in Deutschland gestellt wird. Das wird der Böhmermann durchstehen müssen. Ich stelle mir immer zuerst bei allem,was die Politik entscheidet bis hin zu meinen Gedanken und Taten die Frage:"Wem nutzt es?“. Ich überspitze und überziehe jetzt vielleicht,trotzdem geht es mir durch den Kopf.Der große Diktator mit Charlie Chaplin war einfach Spitze.Der Diktator ist lächerlich gemacht worden.Chaplin hatte den"Vorteil",dass er nicht in Deutschland lebte. Hätte es dem Widerstand in Hitlerdeutschland genützt, wenn er in Flublättern Hitler als Ziegenf....bezeichnet hätte? Erdogan, ein ehemaliger Sesamringelverkäufer, ist ein Schlächter der Kurden, er sperrt jeden ein,der ihm und seiner Gefolgschaft im Wege steht. Dafür muss er bekämpft werden. Ich würde ihn aber nicht als Ziegenf....bezeichen. Bin auch kein"Satieriker".
Die Frage, die sich mir bei Böhmermann stellt ist, sind wir so stark und ist eine Bewegung möglich, die die Massen ergreift? Von der Stornierung des Urlaubes in die Türkei bis hin zu Demos gegen den Flüchtlingsdeal der Bundesregierung mit Erdogan. Letztendlich muss Erdogan am Ende vor Gericht für seine Verbrechen gegen die Menschen stehen und die Merkel-Regierung muss entlarvt und verspottet werden. Ich habe keine Antwort darauf,ob es"hilfreicher "im ersten Schritt wäre,wenn Böhmermann mit Zustimmung der Bundesregierung vor das Gericht gestellt wird oder nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Manchmal ist Lachen auch eine ernste Waffe. Falls Böhmermann tatsächlich vor Gericht gestellt werden würde, wäre es um unser Land schlecht bestellt. Aber ich bin sicher, er würde dann auch bei denen Solidarität finden, die sein Gedicht nicht spaßig finden. Denn an diesem Punkt der Rechtsverbiegung wäre nun mal Schluss mit
lustig. Und: Der Gegner steht im eigenen Land. Die Türkei sollten wir den türkischen Kollegen überlassen.


Am 13. April 2016 schrieb Paulo H. Bruder:

In Vorfreude auf Putins Beitrag zur Rettung der Krawall-Satire! Doch Vorsicht: Die Erdogang kann mit Nato-Unterstützung nach Russland einfallen, sobald die Kurden erledigt sind und Syrien auf Unterwerfungskurs ist. So wird man auch Snowden habhaft.


Am 13. April 2016 schrieb Tex Grobi:

Wwer nicht sackdoof, feige und verklemmt ist, übt jetzt Solidarität mit Böhmi:
https://misanthrope.blogger.de/stories/2578887/


Am 13. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Das wird eine muntere Schreiberei geben.
Solidarität mit U. Gellermann
Von einer Leserin, die sich mehr als gut informiert fühlt, und nach langem Suchen auf diese Seite gestoßen ist.
Nicht nur die TOP-Themen, die gewählt werden, auch viele Kommentare, die die Möglichkeit geben inhaltlich sich mit aktuellem noch intensiver, wenn möglich befassen zu können fordern mich immer wieder aufs Neue heraus Ein Danke ist eigentlich viel zu wenig............
Natürlich wird ein Kommentar zum gelungenen Brief an Präsident Putin folgen, und die Solidarität mit Herrn Böhmermann ist doch selbstverständlich.


Am 13. April 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Besser ein PUTIN-Versteher, als jemand wie Sie, Herr Hans Werner Heinze, der offensichtlich gar nichts versteht !


Am 13. April 2016 schrieb Alexander Kocks:

Mir tun die Russen jetzt schon leid. Sie, Herr Gellermann, haben Frau Merkel mit diesem Artikel eine Steilvorlage gegeben die Wirtschaftssanktionen gegen Russland sofort zu verschärfen, damit Herr Putin erst
gar nicht auf die Idee kommt Ihrem Ansuchen zu folgen.
Ist es das was Sie erreichen wollten?

Antwort von U. Gellermann:

Putin soll auch mal lachen können.


Am 13. April 2016 schrieb Andreas Krödel:

Was hier angeht, diese "Macht" der Türkei, welche selbst alle Menschenrechte verletzt, aber von unserer Regierung zur Lösung der "Flüchtlingskrise" heilig gesprochen wurde, diese Schlagzeilenpropaganda um "Satiere", das ist nur möglich, wenn man beachtet, das das ganze Imperium vor dem Zusammenbruch steht - nur - was kommt danach - der Untergang der Menschheit ist längst beschlossen, die Natur wird sich davon erholen - schade nur, meine Töchter und meine Enkel trifft das Schicksal eben so.!
Das weckt in mir mächtig Wut!


Am 13. April 2016 schrieb Reiner Lagerfeldt:

Mann Gellermann! das ist der Brüller, habe mich lange nicht mehr so amüsiert!


Am 13. April 2016 schrieb Hans-Werner Heinze:

Das ist doch eine unerträgliche Anbiederei an Putin. Jetzt haben sie Ihre Maske endlich fallen lassen, Sie Putin-Versteher!

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