Dreist & boshaft: Goldman Sachs

US-Oligarchen Sanktionen gegen Russland

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. April 2018

Ab wann ist man eigentlich Oligarch? Ab 100 Millionen US-Dollar Privatvermögen, ab vielleicht 300 Millionen? Oder doch erst ab 500 Millionen US-Dollar? Diese hübsche Finanz-Schallmauer, verziert mit Gold und Brillanten, hat Steve Mnuchin, Finanzminister im Kabinett Trump, schon vor einiger Zeit durchbrochen. Und wie der gewöhnliche Oligarch so ist, mag er niemanden neben sich dulden. Der Pool des Konkurrenten könnte ja mit mehr Champagner gefüllt sein als der eigene und auch dessen Drittfrau sähe viellicht besser aus. Um diesem schweren Konkurrenz-Schicksal zuvorzukommen, durfte ausgerechnet der US-Finanzminister jüngst die neuen Sanktionen gegen Russland verkünden: "Dreiste und boshafte Aktivitäten" behauptet Trumps Finanzmann und will "Moskau für die Gesamtheit seiner Aktivitäten bestrafen, einschließlich der Annexion der Krim, der Unterstützung des syrischen Regimes und den Versuchen, die westliche Demokratie zu untergraben." Und deshalb stünden jetzt sieben russische Oligarchen aus dem Umkreis von Präsident Wladimir Putin im Fokus der US-Sanktionen.

Nicht der zuständige Aussenminister und auch nicht der Kriegsminister durften die neueste Trump-Attacke verkünden. Sondern eben Steve Mnuchin, der Strippenzieher von "Goldman Sachs" im Kabinett des Oligarchen Donald mit den kleinen Händen und den großen Taschen. Mnuchin war 17 Jahre bei der Investmentbank Goldman Sachs und leitete anschließend einen Hedgefonds. Natürlich war der schlaue Mann auch für die Geschäfte mit Hypothekenpapieren sowie Kreditversicherungen zuständig: Jene Bereiche, die bei der Finanzkrise ab 2007 Läden wie "Goldmann Sachs" die Bilanz vergoldete und den kleinen Leuten den Hals umdrehte. Dieses Delikt fällt nach dem US-Oligarchen-Raster natürlich nicht in die Rubrik "Untergrabung der westlichen Demokratie", denn es produzierte ja jede Menge verarmte Trump-Wähler, die dem Irrglauben anhängen, dass ausgerechnet Trump sie aus dem Elend erlösen würde. Da sind sie bei Steve Mnuchin, der lange für die Wahlkampagnen von Barack Obama und Hillary Clinton gespendet hat und der an der Spitze der "One West Bank" für viele Zwangsvollstreckungen bei Eigenheimbesitzern verantwortlich war, total richtig.

Wer sich die russischen Oligarchen auf der US-Sanktionsliste ansieht, der entdeckt Namen, die unbedingt unter das Konkurrenz-Ausschaltungs-Prinzip fallen. Mit Alexej Miller, dem Chef von Gazprom, soll der weltgrößte Energielieferant getroffen werden. Dass die US-Fracking-Industrie und ihr explosionsartiges Wachstum als Instrument der amerikanischen Außenpolitik vor dem russischen Mitbewerber geschützt werden soll, ist vor allem in der Auseinandersetzung um die russischen Gaspipelines nach West-Europa zu erkennen. Dass auf der Liste der sanktionierten russischen Firmen auch Rosoboronexport steht, der wesentliche russische Rüstungs-Exporteur, soll offenkundig den USA den 1. Platz unter den internationalen Waffenschiebern sichern. Wer unter dem Begriff "America First" nichts anderes versteht als ein umfassendes Profit-Förderprogramm für die US-Wirtschaft, muss sich unbedingt des Skripal-Vorhangs bedienen. Die von Großbritannien ausgehende internationale Hysterie-Kampagne ist auch für den Mann von "Goldman Sachs" in der US-Regierung die geeignete Tarnung für die üblichen Geschäfte.

Die Skripal-Giftanschlag-Story hat aber noch andere Qualitäten: Sie markiert und diffamiert den äußeren Feind zugleich. Wer angeblich heimtückisch Menschen auf fremdem Boden ermordet, dem wird der Charakter des Terrorismus angedichtet. Dem wird unterstellt, dass er die eigenen Grenzen überschreitet und heimtückisch auch jene der üblichen Kriegsführung. Wem es gelingt, der eigenen Bevölkerung "den Russen" als gefährlichen Feind zu verkaufen, der kann seine Steuerzahler besser dazu bringen, neue Rüstungslasten geduldig zu ertragen. Gerade jetzt wollen die USA in diesem Haushaltsjahr rund 700 Milliarden Dollar in die Aufrüstung stecken – mehr als die Hälfte der staatlichen Gesamtausgaben. In einem Land, in dem rund 47 Millionen arme Amerikaner gezählt werden, in dem jeder fünfte nicht richtig lesen kann, vom Schreiben ganz zu schweigen, dessen Gesundheitswesen besser Krankheitswesen heißen sollte, könnte der Widerspruch zwischen Rüstungs-und Sozialhaushalt zu Verwerfungen führen. Wenn man keinen Feind hat, gegen den man die Empörung richten kann.

Man kann dem Goldman-Mann in der Trump-Regierung eine perverse Genialität nicht absprechen. Hatte Trump doch im US-Präsidentschaftswahlkampf noch erzählt, dass die Goldman Sachs-Leute "unsere Arbeiterklasse bestohlen haben, unser Land seines Wohlstandes beraubt und Geld in die Taschen einer Handvoll mächtiger Konzerne und politischer Einrichtungen gespült“ hätten. Wenn die Skripal-Kampagne gelingt, wird für die elende Lage der amerikanischen Arbeiterklasse sicher bald "der Russe" verantwortlich gemacht werden. Denn Oligarchen, das hält der normale westliche Medienkonsument inzwischen für eine gesicherte Erkenntnis, gibt es nur in Russland. So geht dreist & boshaft.


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Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. April 2018 schrieb Marc Britz:

Die anti-deutsche Gesinnungspolizei gibt ja gerne Begriffsverbote heraus. Der Begriff "Strichjunge" darf zum Beispiel nicht benutzt werden. Und zwar nicht weil er etwa männliche Sexarbeiter herabwürdigen könnte, sondern weil er von den Nazis zu diesem Zweck gebraucht wurde.

"Plutokratie" ist übrigens ein weitere Begriff dieser Art. Der ist gleich doppelt verboten, denn wie man aus dem anti-deutschen Portal Wikipedia.org erfahren kann, war er nicht nur Kampfbegriff der Nazis sondern auch im Sprachgebrauch der Illuminaten beliebt (hat also auch irgendwas mit Verschwörungen zu tun). Das ist schade, denn der Begriff beschreibt die US-Regierung und die Rolle von Politikern wie Steve Mnuchin eigentlich ganz trefflich:

"In einem plutokratischen System gibt es einen hohen Grad an sozialer Ungleichheit bei geringer sozialer Mobilität. In einer Plutokratie sind Ämter in der Regel nur den Besitzenden zugänglich. Es existiert ein Zensuswahlrecht, das Besitzlose von den politischen Bürgerrechten ausschließt, wodurch politische Macht hauptsächlich zum Nutzen der Machtinhaber ausgeübt wird. Damit ist verbunden, dass die finanzielle Macht Einzelner oder von Unternehmen die verfassungsmäßige Ordnung eines Staates umgeht, eigennützig den Staat steuert und demokratische Wahlen möglichst manipuliert."

Mnuchin kann also nicht ungestraft Strichjunge des Grosskapitals oder gar Plutokrat genannt werden. Da gehen bei den Anti-deutschen gleich die Alarmglocken an. Sei's drum. Mnuchin kann ja auch einfach nur als Arschloch bezeichnet werden. Oder ist das auch verboten? Der Nationalsozialist Ernst Röhm soll diesen Begriff ja besonders genussvoll benutzt haben? Ein Minenfeld, die politisch korrekte Ausdrucksweise, ein Minenfeld?

Man kann Uli Gellermann nur zu der Sicherheit gratulieren, mit welcher er dieses immer wieder unbeschadet durchschreitet. Liegt wahrscheinlich seinem gut funktionierenden moralischen Kompass.


Am 10. April 2018 schrieb Karola Schramm:

Das sind die alten und neuen Oligarchen.

Die alten, dass sind die, die im späten 19. bis ins frühe 20. Jahrh. in Amerika in der Zeit des wirtschaftl. Aufschwungs zu viel Geld gekommen sind und in einigen Regionen zu ihrem eigenen Vorteil Macht ausübten. Sie wurden Oligarchen genannt, waren unbeliebt und gehasst. Das ist lange her und vergessen.

Jetzt, mit dem Auftauchen der Neu-Reichen, die es nach dem Zerfall der Sowjetunion zu viel Geld durch Spekulation und anderen auch illegalen Geldgeschäften gekommen sind, taucht diese Bezeichnung wieder auf.

Oligarchen sind Geldmenschen mit Macht über "alles und noch was." Sie gönnen "neuen Mitgliedern im Club" ihren Erfolg nicht, weil sie ahnen, dass sie ihresgleichen vor sich sehen: Korrupt und verschlagen. Das ist anstrengend immer auf der Hut zu sein, gegen diese neuen.

Ich habe mal aus Interesse gegoogelt. Die reichsten Engländer Oligarchen kommen aus Russland und Indien. Sie verdienen ihr Geld mit russischem Öl, Stahl, Eisenerz. So was weckt Begehrlichkeiten auch in Amerika. Klar, dass Putin dafür verantwortlich gemacht wird, weil er dieses Ausbeutungsspiel nicht mitmacht.

Natürlich stört so viel Reichtum und Macht auch die Demokratie, gut zu sehen in Amerika. Da sich diese reiche Gesellschaft seit Generationen so an das Lügen gewöhnt hat, fällt es doch nicht schwer, auch noch die Annexion der Krim, die Hilfe für Assad und Grenzverletzungen z.B. bei Manövern in Finnland und alle Übel der Welt Russland in die Schuhe zu schieben.

Diese Leute sind so wenig Politiker wie Merkel. Sie sind reich und haben Langeweile, wollen wissen, wie weit sie gehen können in der Manipulation ihrer eigenen Bevölkerung, die anderer Länder und deren Führungspersonal. Passende Gesetze haben sie ja auch dafür gemacht.

Vielleicht sind sie aber auch eine Prüfung für uns, sich diesem Druck durch Geld nicht zu unterwerfen. Im Zeitalter des Internets und der schnellen Information kann sich jeder weltweit informieren. Auch in den USA gibt es kluge Menschen, die die Bevölkerung aufklären und sagen, bzw. schreiben, was wirklich geschieht. Dagegen kann auch Trumps "perverse Genialtiät" nichs ausrichten.

So las ich im Wirtschaftslexikon über Oligarchisierung in der Wirtschaftssoziologie: 1) allgemein Umwandlung einer demokratischen Herrschaft in die Herrschaft weniger. 2) Speziell die Tendenz zum Abbau demokratischer Herrschaft in politischen Parteien und Organisationen (Gewerkschaften), die von einigen Autoren (R.Michels) als Gesetzmäßigkeit formuliert wurde: Gesetz der Oligarchie, ehernes.
Bei "Gesetzt der Oligarchie, ehernes" las ich:"Feststellung von R. Michels (1910), dass im politischen System oligarchische Tendenzen herrschen. Selbst in demokratisch ausgerichteten politischen Institutionen hat eine Minderheit die relevanten Entscheidungspositionen inne, die für die Mehrheit unerreichbar sind, da die Minderheit ihre Positionen durch Sich-wieder-wählen-lassen behält oder unter sich austauscht."

Im Grunde könnte man auch sagen, dass wir es derzeit mit einer politischen Inzucht zu tun haben. Russland ist dabei, sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neu zu erfinden, geht unverdrossen seinen Weg der ausgestreckten Hand und erzeugt dadurch großen Ärger bei den alten, in sich selbst zerfallenden westlichen Demokratien.

Sie, lieber Herr Gellermann schreiben: "Denn Oligarchen, das hält der normale westliche Medienkonsument inzwischen für eine gesicherte Erkenntnis, gibt es nur in Russland. So geht dreist & boshaft."

Ich glaube das nicht. "Dreist und boshaft sind die letzten Zuckungen eines Menschen verachtenden oligarchischen Systems, wie wir es jetzt in der EU und Amerika sehen.


Am 09. April 2018 schrieb Uschi Peter:

Richtig erklärt, Uli Gellermann . Um nichts anderes geht es, als den Konkurrenten auszuschalten. Vor allem sieht der Ami hinter den Russen immer den grausigen Stalinismus - Kommunismus aufscheinen. Bloß, was nützt ein Präsidentenwechsel? Es bleibt alles beim Alten. Trumps Versprechungen aber scheinen doch eine Gefahr für das Establishment zu sein, sonst würden sie sich nicht so vehement gegen ihn positionieren.
Kleiner Ausflug in die deutsche Geschichte: Der Westen zog über die DDR her wegen ihrer staatlich verwalteten Häuser und Grundstücke. Man bedenke aber, dass der Mietertrag der Häuser den vorherigen West-Eigentümern auf Konten gelegt wurden. (Das war nicht viel, aber...). Da die Grundstücke wieder Privateigentum sind, muss man mit den Folgen leben. Dafür wurden von den DDR-Mietern nach 1990 gleich die 10- und mehrfache Miete verlangt.
@Antares schon Adenauer ist den USA in den Arsch gekrochen. Alle BRD-Oberen waren und sind willige Vollstrecker der US-Politik. Geschichte!


Am 09. April 2018 schrieb John Peterson:

Steven (Menachem) Mnuchin ist in dritter Ehe mit der schottischen Schauspielerin Louise Linton verheiratet. Da scheint die Drittfrau-Frage geklärt.


Am 09. April 2018 schrieb antares56:

Danke! Obwohl das Merkel-Regime diese Aussagen mit wenig Freude lesen wird.
Aber hatten wir vor dem Merkel-Regime schon mal eine Regierung, die den USA dermassen in den Arsch gekrochen ist? Und mit ihrem Altmeier hat sie wohl den perfekten Arschkriecher ins Wirtschaftsministerium gesteckt.
Ob Goldmann-Sachs wohl Merkel über verdeckte Kanäle entlohnt? Denn Antikorruptionsgesetze hat Merkel ja bis jetzt erfolgreich verhindert.

Antwort von U. Gellermann:

Frau Merkel darf doch schon als Statthalterin der USA in Berlin fungieren. Das ist doch schon eine schöne Be- und und Entlohnung.


Am 09. April 2018 schrieb Rita Schnell:

Mal wieder eine messerscharfe Analyse in glänzender Sprache verpackt. Danke!


Am 09. April 2018 schrieb Michael Kohle:

Wer will, wer kann das alles noch verstehen, was da global so gerade abgeht? Ganz ehrlich, egal was mir ohne Unterlaß an „Neuem“, an breaking news, in Brennpunkten oder specials so übergebraten und untergejubelt wird, ist alles nur noch zum lachen. Die ganze hohldrehende pure Propaganda ist wohl an jenem Zenit angelangt, der bei Jets mit dem „stalling“ beginnt und nur mit dem „crash“ enden kann. Allein die ganzen „red herrings“ zu Russland bzw. Putin, von einer extra auserkorenen Beissschrecke namens Theresa M. gerade auf dem „slide 4“ zusammengestellt und den derb zu devotem Verhalten zusammengebissenen anderen Marionetten anheim gestellt, für Menschen mit auch nur ein Bisschen Verstand eine einzige freche Zumutung. Dem Volk zum anstehenden Fest als faules Ei präsentiert! Das Volk schluckt es, begierig!

Die Skripals, gerade dem unsäglichen Mordanschlag ausgesetzt mit dem angeblich schlimmsten real existierenden Mordwerkzeug ever und doch alsbald wieder putzmunter wie junge Rehe kurz vor dem Absprung ins gelobte Land, zurück zu Putin never. Und das Volk frisst es!

Und der Heimat- und Polizeiminister fliegt ein und schaut nach dem „Rechten“, wenn ein Nicht-Terrorist und sofort als Psycho entlarvter Leute platt fährt und sich danach per Pistole selbst richtet. Da muß wohl ein Tatort-Script-Schreiber Beistand geleistet haben. Das Volk jedenfalls zeigt sich entsetzt!

Andernorts: Leute denen man einmal zur besseren Tarnung weiße Helme spendiert hat, künden davon - auch voller Entsetzen - dass der nächste Giftgas-Anschlag, dieses Mal sogar per Fassbombe, das allerletzte Stadtviertel platt gemacht hat, dass es für Bashar&Vlad noch zu befreien gab. Das dazu gelieferte Beweis-Filmchen mit der furchteinflösenden riesigen Pilzwolke über dem Minarett, einfach toll. Dem ein oder anderen Beschauer kam es dann aber doch irgendwie bekannt vor. Aus dem letzten Jahr und dem Vorjahr auch noch?

Facebook geht es gar nicht gut? Weshalb? Weil ihnen 87 Millionen Datensätze abhanden gekommen sind? Dass dafür hübsche Sümmchen geflossen und die Sackerbörg-Bilanz aufgefrischt haben dürften, nein, das tut absolut nichts zur Sache. Die neue Justizministerin flötet von zukünftigem wohlwollendem Verhalten, das man ihr zugesagt hätte. Na dann! Dass die in Kleinbritannien angesiedelte Firma, die diesen Rohstoff (für Begriffstutzige: die Daten) bestellt, bezahlt und verwurstet hat, für das globale „Meddling“ von Wahlen und anderen Entscheidungen (vom Brexit ist es jedenfalls aktenkundig) schon seit Jahren in einschlägigen Kreisen einen guten Namen hat, darüber wird nichts berüchtigt. Sonst nimmt Gniffke und Kollegen ja niemand die erdichteten Cyber-Untaten vom fiesen Vlad ab.

BRICS? Weiß noch jemand wofür das steht? Das „B“ stand mal für Bresil. Ist lange her. Der Backenzahn wurde nämlich schon lange gezogen. Was war nicht alles unternommen worden, um eine frei gewählte Präsidentin los zu werden. Und jetzt wollte doch tatsächlich ihr Vorgänger, der immer noch im Volk Beliebte, sich erneut wählen lassen. Das geht natürlich gar nicht. Flugs waren die üblichen Vorwürfe gezimmert um ihn rechtzeitig vor der Wahl im Knast verschwinden zu lassen. Wegen was eigentlich genau? Er habe sich eine Eigentumswohnung zu Unrecht übertragen lassen. Beweise? Nun, wie gut unterrichtete Kreise erfahren haben wollen, sollen CIA und FBI bei ihrer Beschaffung behilflich gewesen sein.

Neulich habe ich hier auf der Galerie auf ein Buch namens „The Secreat Team“ hingewiesen, geschrieben von einem längst verstorbenen Colonel Leroy Fletcher Prouty. Der gute Mann war über Jahrzehnte bis ins Oval Office als „briefer“ - als Mittelsmann zwischen den Geheimdiensten, den Generalstäben und dem Präsidenten - tätig. Soll heißen, er war einer derjenigen, die so gut wie alles „Material“ aus Langley und anderswo zusammenfassten um es den großen Blitzeschleuderern als mundgerechten Brei zu präsentieren. Der Mann hatte was zu berichten. Und er tat es dann auch. Allein wer die drei Vorworte liest, dem gehen die Augen über. Auch wenn der gute Mann nur Erkenntnisse bis ins Jahr 1964 verarbeitet, man begreift umgehend, mit den heutzutage zur Verfügung stehenden Mitteln kann alles nur noch schlimmer ausgeartet sein. Ich zitiere nur zwei Worte: One World! Mehr sage ich nicht!

P.S.

Mit den besten Grüßen an Eli Wanders!

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil !

https://www.counterpunch.org/2018/04/09/ahed-tamimi-a-song-is-born/

https://www.youtube.com/watch?v=9NDFRqK1ZzA


Am 09. April 2018 schrieb Alexander Kocks:

Die Aktionen des Wertewestens scheinen zunehmend von Panik bestimmt. Man scheint
langsam zu Realisieren, dass es kaum noch möglich ist dem Rest der Welt täglich zu diktieren was zu Tun und zu Lassen ist und man
scheint zu wissen das dem Wertewesten wirtschaftlich und finanziell das Wasser Oberkante/Unterlippe steht, davon zeugt schon der von Trump losgetretene Handelskrieg. Die Chinesen haben gerade an Ihrer Börse den Handel Öl/Yuan mit Umtausch in Gold eingeführt was ein gewaltiger Schlag gegen den USD ist, denn ab soort kann man Öl in Yuan handeln, weitere Rohstoffe werden folgen. Waffen kauft man sowieso zunehmend in Russland, da die russischen Waffen besser und wahrscheinlich billiger sind. Die russische Regierung wird's freuen denn russische Oligarchen (es gib nur russische im Westen ist
man Großunternehmer) werden ihre Taler an den Ort bringen müssen wo sie allein noch sicher sind vor dem Zugriff der Kleptomanen des Westens, nämlich nach Russland. Das wird einen gewaltigen Kapitalverlust für den Westen
bedeuten, es sei denn man konfisziert sofort.
Russland hat ein eigenes Swift System und Internet entwickelt, beides kann bei Bedarf sofort in Betrieb genommen werden. China und Russland hat man durch permanenten Druck sowohl militärisch als auch wirtschaftlich fest zusammen geschweißt. Krieg kann man kaum
gegen Russland oder China führen ohne befürchten zu müssen gewaltig was aufs Maul zu bekommen, also bleibt nur noch übrig Krawall und Propaganda zu machen um so zu tun als hätte man alles noch unter Kontrolle.


Am 09. April 2018 schrieb Artur Becker:

Wie immer brillant.


Am 09. April 2018 schrieb Matthias Brendel:

Gut unterrichtete Kreise haben verlautbart, dass der Bundestag noch in dieser Legislaturperiode in Goldman Sachs Arena umbenannt werden soll.
Dieses noble Unterfangen soll vor allem die Freiheitsrechte von Grossbanken weiter verbessern und die weltweite Mobilitätsgarantie internationalen Kapitals jeder Art stärken.


Am 09. April 2018 schrieb Lutz Jahoda:

LAGEBERICHT UND WECKRUF

Dass Ihr falsch gewählt habt, Leute,
zeigt besonders scharf gewürzt,
wie inzwischen kriegsgeil heute
sich die schmale Raffgiermeute
auf die schwachen Staaten stürzt.

Staatsbeamte, gut besoldet,
Mehrheit schlecht, falls überhaupt.
Wisst Ihr, wer hier wen vergoldet?
Ratet, wer die Macht umholdet,
die der Welt den Atem raubt.

Die Bequemlichkeit der Trägen,
faul, um demonstriern zu gehn,
statt letztendlich dort zu sägen
und ins Helle zu bewegen,
wo die hohlen Türme stehn.

Stoppt das Weltzerstörerbrennen!
Gebt Manipulos den Stoß!
Wenn wir ersteinmal erkennen
und den Selbstbetrug benennen,
wären wir das Übel los.


Am 09. April 2018 schrieb Gabriele Thamke:

@ Eli Wanders
Ihr Kommentar = dümmliches Gequatsche.


Am 09. April 2018 schrieb wolfgang schönfelder:

Wo genau werden die beiden veröffentlichen?

Antwort von U. Gellermann:

Zumeist in der RATIONALGALERIE


Am 09. April 2018 schrieb Andreas Schell:

Für Eli Wanders und für die Dummköpfe, Pfeifen und Flaschen in der Deutschen Bundesregierung, Staats- und Oligarchenfunk, denen ich massivste Schwarmdemenz attestiere: hier kommt ein klitzekleiner Ausschnitt aus *meinem* Forderungskatalog. Also regt Euch auf!

Sofort israelische Diplomaten ausweisen und gegenüber Israel klare Kante zeigen. Grund: die Israelische Armee hat über Ostern im Gaza-Streifen unwidersprochen etliche Palästienensische Demonstranten massakriert. Tausende wurden verletzt. Raus aus der NATO. Grund: die NATO ist mit Abstand die größte Gefahr für den Frieden in Europa. Alle Lobbyisten raus aus unserem Bundestag. Grund: sie schaden mir und der Mehrheit meiner Mitbürger, die keine Lobby hat.

Zu Russland fällt mir ein: Herr Skripal und seine Tochter werden nächstens vielleicht geheilt entlassen - wünsche weiter gute Genesung - und auf der Krim kann man getrost seinen Sommerurlaub verbringen. Den Krieg in der Ukraine hat der Westen begonnen. Was war noch? Ach so, die Oligarchen. Haben die eigentlich ihre fürchterlichen mafiösen Aktivitäten in Rubel bezahlt? Oder in US (!) Dollar?

Also was soll das alles anderes sein als animalische Geilheit auf einen großen Krieg plus die idiotische Annahme, man käme dabei selbst heil davon?


Am 09. April 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Wie sprach's doch einst mit sanfter Stimme so präsidialpastoral der Gernegroßjockel: "Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem". Es ist ja immer noch Kuchen da...


Am 09. April 2018 schrieb Hella-Maria Schier:

Kaum zu glauben, meint diese Eli Wanders diesen Schwachsinn von wegen "Antisemitismus" tatsächlich ernst?
Leider gibt es nicht wenige wie sie, die auf diese eher plumpe und in sich unlogische Elitenschutz-PR herein- gefallen sind. Wie muss es wohl sein, die ganze Welt nur unter einem einzigen bestimmten Blickwinkel zu betrachten? Und alles was nicht reinpasst, wird dann irgendwie dazugequetscht. ..
Wahrscheinlich denken die meisten Menschen nicht gern und so eine eindimensionale Sicht der Dinge, bei der sofort klar ist, wer immer der Böse ist, passt ihnen gerade noch in den Alltag. Sei es der Russe, der Muslim, der Flüchtling, der Kommunist, der Jude ... und heute, tricksig wie unsere Gedanken- und Gefühlsgestalter natürlich sind, auch "die Rechten" , denn schliesslich braucht man ja auch für die Linken ein breit anwendbares, emotional besetztes Feindbild , dem sie nicht widerstehen können. Natürlich nicht die grossen, mächtigsten Rechten, denn die sind heute eher nicht "rechts" sondern oben, oder auch mal "links" und eher darauf bedacht sich aus dem kritischen Fokus zu halten, indem die PR vorgibt, welche Leute man als " rechts"
zu verstehen hat. Solche wären auch leicht zu produzieren und zu vermehren.
Der "Antisemit" ist nochmal ein besonderer Fall, wie der frühere "Ketzer", da man ihn anders als "den Russen" oder "den Flüchtling" oder "den Muslim" und "den Juden" erst seiner Identität überführen muss, etwa wie den früheren "Ketzer.
Jeder könnte es sein! Wer weiß, so tief im Innern..., da muss man richtig bohren und seine Mitbürger und ihre Lebensäusserungen stets mit wachem Misstrauen beobachten. Diese Renaissance der heiligen Inquisition schafft wunderbare Ablenkungsmöglichkeiten von den eigentlichen Problemen und erschwert die Solidarisierung unter regierungskritischen Kräften für wichtige Aktionen. Die wahrscheinlich ursprünglich CIA-gelenkte Antideutsche Bewegung hat diesen Virus in die Linke geschleust um sie zu schwächen und vom Antikapitalismus wegzubringen. Und es spielt keine Rolle, ob es diese Bewegung selbst noch gibt, sie hat ihre Aufgabe erfüllt. Dieses Gift wirkt längst dominant in linker Politik, echte Linke wie Wagenknecht oder Dieter Dehm werden von Parteigenossen angeprangert und als rechtslastig markiert. Linke Proteste gegen Demokratieabbau bleiben aus, wenn er (auch) als Mittel gegen Rechts verkauft wird (NetzDG) und fast die ganze Linke konzentriert sich auf die Themen Rassismus, Gender und die Gefahren des Nationalstaats. Letztere aber nur in rassistischem Kontext. Deutsche dürfen angeblich keinen Sozialstaat für sich wollen, ohne erst alle Flüchtlinge hereinzulassen. Sonst sei das egoistisch-rassistisch. Ein gutes Beispiel für die Anwendungsmöglichkeiten der Rassismuskeule gegen linke Politik.
Hingegen fallen Deutschlands egoistische Nutzung der EU und seine militärischen Ambitionen offenbar nicht unter "rechts" und "gefährlichen Nationalismus" . Ist doch ziemlich entlarvend und zeigt gegen wen und um was es eigentlich geht.
Friedensbewegung, Antikapitalismus, Sozialpolitik, Bürgerrechte - alles was das Kapital stört kriegt den "rechts" Stempel in irgendeiner Variante, damit die Linken nicht nerven. Wer die Mächtigen nicht stört kann so rechts sein, wie er will, da schweigen die Medien lieber.
Die Linken müssten sich mit dieser gegen sie gerichteten Strategie auseinandersetzen und die ganze Lage neu und gründlich analysieren.
Das tun sie aber nicht.
Hatten sie denn gedacht, dass ihr Klassenfeind sich nicht wehren würde??
Rainer Mausfeld: "Wir wollen den Feind nicht erkennen."


Am 09. April 2018 schrieb Otto Bismark:

@Eli Wanders: Woher kommt eigentlich die abstruse Auffassung, daß eine Haltung oder eine Tat anders zu beurteilen sei, wenn diese von einem Juden ausgeführt wird? Oder anders gefragt, sind Juden andere Menschen als Du und ich? Denn damit verbunden wird doch wie hier ersichtlich, daß ein Jude nicht kritisiert werden dürfe, der Kritiker sei jedenfalls ein Antisemit!


Am 09. April 2018 schrieb Klaus Madersbacher:

ja das ist dreister und bösartiger, als sich der brave Normalbürger jemals vorstellen kann ...


Am 09. April 2018 schrieb Eli Wanders:

Für Ihren Antisemitismus ist es mal wieder typisch, dass Sie mit Steve Mnuchin einen Mann denunzieren, der jüdische Wurzeln hat und in einem jüdisch geführten Unternehmen arbeitet. Solche wie Sie sind ein Fall für den neuen Antisemitismus-Beauftragten!

Antwort von U. Gellermann:

Für Antideutsche der Ditfurth-Linie wie Sie ist leider die dämliche und und rassistische Judenriecherei typisch. Bekommen Sie von Felix Klein eigentlich Prämien für´s Denunzieren?


Am 08. April 2018 schrieb Andreas Kukuk:

Ich lese gerne die hiesigen Berichte...Danke

Dran bleiben...

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