Die Gauck-Beleidigung

Der schönste und klügste Präsident der Neuzeit

Autor: U. Gellermann
Datum: 21. April 2016

Du Fetzen der neuen Kriegspolitik, Du geschwollener Lumpen des dummen Nationalstolzes, Du Tarnstreifen der Demokratie, Du dünner Anstrich der neuen deutschen Herausforderung, Du Flattermann deutscher Großmanns-Sucht, Du Leichentuch einer friedlichen Bundesrepublik, Du schwarz-rot-goldene Einheitslüge! So oder so ähnlich könnte sich die Rede anhören, für die man bis zu fünf Jahren in den Knast gehen kann. Daran erinnerte jüngst die kleine Konfektionsgröße im Amt des Regierungssprechers, Steffen Seibert, als er die Bundesbürger im Auftrag seiner Herrin warnte: Der Paragraph 90/90 a, der die Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole strafbar nennt, würde keineswegs gestrichen, auch wenn man, gequält-gezwungen, demnächst die Beleidigungs-Handfessel lösen will, die ausländische Staatsvertreter vor ihrer Einstufung als Despoten schützen soll.

Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, nennt sich der Paragraph, der die „Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder“ vor Beleidigungen schützen soll. Und tatsächlich verdienen die Farben der Bundesrepublik Deutschland Schutz. Sind sie doch Erbe der Revolution von 1848, jenem kurzen historischen Moment, als das deutsche Bürgertum selbstbewusst Pressefreiheit, Lehrfreiheit sowie Glaubens- und Gewissensfreiheit forderte. Sogar die Volksbewaffnung setzten die Bürger auf ihre Tagesordnung. Genossenschaftlich organisiertes Wirtschaften wurde schon in den „Forderungen des Volkes“ vom 12. September 1847 ebenso verlangt wie die „Selbstregierung des Volkes“ statt einer „Vielregierung der Beamten“. Aber, kaum erhoben, legten sich die Deutschen wieder hin und bis heute dient die ehrenwerte schwarz-rot-goldene Fahne jedem erdenklichen Tarnzweck, kaum den ursprünglichen Zielen.

Doch das Seibertchen hatte natürlich nicht die Fahne im Sinn, als es verkündete, dass seine Chefin den Paragraphen 90 a nie und nimmer streichen wolle. In Wahrheit ging es ihm um das Lieblingsziel aller anständiger Beleidiger, den Bundes-Gauck: „Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe . . . bis zu fünf Jahren bestraft.“ Der Mann muss vor Eiern, Tomaten und Injurien geschützt bleiben. Ist er doch der Fels in der Brandung einer bewaffneten Außenpolitik der Bundesrepublik, die Verkündungsmaschine einer übergroßen Koalition von SCHWARZ bis GRÜN, die geföhnte Maske vor dem Gesicht gemeinster Hartz-Vier-Sklaverei. So einer ist unentbehrlich, dem wird die Ziege der Demokratie zugeführt, ohne dass der Tierschutz einschreitet.

Ach, wenn doch der Gauck den Fortbestand seiner Unantastbarkeit selbst verkündet hätte. Auf dem Reichssportfeld in Berlin zum Beispiel. Eingerahmt von den 1.000 Soldaten des Wachbataillons der Bundeswehr, das den traditionellen Karabiner 98, von dem erst 1995 die Hakenkreuze entfernt wurden, mit Stolz präsentiert hätte. Aus den Rheinmetall-120-mm-Glattrohrkanonen der Panzer wäre Salut geschossen worden, das Musikkorps der Bundeswehr hätte „Deutschland über alles“ intoniert, der Schellenbaum sein schwarz-rot-goldenes Pferdehaar geschüttelt und das Staatsoberhaupt des stolzgeschwellten Landes hätte zu reden begonnen:

„Bürger der deutschen Einheit, wenn ich heute zu Euch spreche, erlebt Ihr nicht nur den schönsten, sondern auch den klügsten Bundespräsidenten der Neuzeit. So wie mein Haar gewellt ist, so schwappen Wellen der Begeisterung über die gerührten Deutschen, wo immer ich auftrete. Ausländische Staatsoberhäupter aller Art – von der tributpflichtigen Ukraine bis zum Washingtoner Kaiserhof – reißen sich darum meine Hand zu schütteln. Wo meine Stimme ölt, da schweigen alle Misstöne. Es ist Gottes Segen, den ich über Euch ausgieße! Das ist es, was der ungestrichene Paragraph 90 uns allen sagen will. Und auch wenn der segensreiche Paragraph eine Einschränkung enthält: `Die Tat wird nur mit Ermächtigung des Bundespräsidenten verfolgt´, dürfen doch alle sicher sein: So wie die mir untergebene Kanzlerin jüngst ermächtigte, werde auch ich zu ermächtigen wissen. Denn mein ist die Kraft und die Herrlichkeit, spricht der Herr mit meiner Zunge. Und wenn ich nicht gestorben bin, dann erlebt ihr alle noch meine zweite Amtszeit.“

Wann, so fragt sich der Gauck-Beobachter, wann wird es einen Paragraphen geben, der das deutsche Volk vor der Dauer-Beleidigung durch seinen Präsidenten schützt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 28. April 2016 schrieb Wolf Gauer:

...weg sind sie, die peinlich-amüsanten Fotos, auf denen Gauck im 45°-Winkel und vor Unterwürfigkeit triefend neben dem Lackel aus Washington her hetzt, als der Berlin beehrte. Ohne jeden Hauch von Restwürde oder minimaler Selbstachtung, die dem Hausherrn gebührt.
"Man hat sie entweder an der Kehle oder vor den Füßen" (oder so ähnlich) soll Churchill mal von den Deutschen gesagt haben.


Am 27. April 2016 schrieb Thomas Nippe:

Ein toller Artikel, dem ich mich vorbehaltlos anschließe, ebenso den diversen anderen Beiträgen.
Zu Gauck fällt mir nichts mehr ein, eine unsägliche Figur. Ein Hinweis scheint mir interessant: der Mann wurde im Faschismus sozialisiert. Ein Bruch damit ist nicht zu entdecken. Da herrscht stramme Kontinuität.


Am 25. April 2016 schrieb Simone Birgersson:

Simone Birgersson
Zu dieser belebenden Charakterisierung unserer stiefsinnig bramarbasierenden Staatskaputze brennen mir einige Ergänzungen auf der Feder, die ich noch gerne los werden würde. Umso aktueller nach dem heutigen Sonntagsinterview mit ihm im DLF, das mich doch recht verwirrt zurück gelassen hat, ob seiner Ambitionen. Allerdings, um ihn zu beleidigen, fehlen mir die rechten Worte, da ich nicht Jan Böhmermann in den Urlaub in die Türkei folgen möchte.

Als wohlerzogener Mensch, der die deutschen Sekundärtugenden verinnerlicht hat wie kaum ein anderer, hat Gauck der Queen natürlich artig zum 90. Geburtstag gratuliert, obwohl er ja eigentlich erwartet hatte, dass sie vor ihm auf die Knie geht: „Vielleicht machen sich nicht alle Menschen bewusst, dass die höchste Repräsentanz einer Republik, einer Demokratie doch mindestens so viel Ehrerbietung verdient, wie es ein gekröntes Haupt verdient“.
Als gebildeter Mensch, als der er sich auch gibt, hat er mit Sicherheit auch schon den Pariser Louvre besucht und dort ausgiebig und mit Abscheu Delacroix´ Floß der Medusa betrachtet, oder was meint er, wenn er sagt: „… gehören wir zu den Menschen, die in ihrem Leben eine Überfülle von widerwärtigen, schrecklichen Bildern gesehen haben.“ - Wahrscheinlich bevorzugt er die christliche Ikonenmalerei aus der frühen Zeit, in der Staat und Kirche noch nicht so leicht auseinanderzuhalten waren. Dann kann man die Moschee eben auch noch als einen Eigentumsteil des ganzen aufnehmen: „für mich [...] selbstverständlich, dass die Muslime Deutschlands Teil unseres Staates sind.“ -
Damit aber solche Menschen wie ihm, die unter derartigen Bildern leiden, nicht die Wertegrundlagen ausgehen, können sie es nicht „einfach tatenlos hinnehmen, dass solche Bilder zu einem Dauerzustand werden“, und so „wird auch weiter unsere (sic! Man höre: pluralis majestatis s.o. d. Verf.) Politik bestimmen, dass wir solche Bilder verhindern wollen“. Und wie geht es damit weiter jetzt? Etwa Verhandlungen auf gleicher Augenhöhe mit dem französischen Präsidenten über die Abhängung von Delacroix?
Die solcherart vertriebenen Floßlinge sollen natürlich -nicht verurteilt werden [...] dass sie verkommen. Theoretisch treibt ihn „etwas anderes, als wenn wir praktisch wegschauen, wenn Leute elendig im Meer ertrinken“, sondern [...] in einem sicheren Hafen landen. Er möchte nur, dass alle „das Prinzip Grenze [...]
akzeptieren, [...], wo eine Grenze ist, ob sie rund um Europa ist“. Damit das auch deutlich wird, „gehört die {?] Herstellung von Situationen, wo in menschlicher Weise abgewiesen wird“ auch dazu. Ob damit die Erdowahn´sche menschliche Weise der Ultima Ratio gemeint ist, bleibt dem (Bild-)Betrachter überlassen.

Als Interviewer könnte man jetzt mal nachgehakt haben, wie man sich eine „menschliche Abweisung“ vorzustellen habe. Sinngemäß hätte der Bu-Prä dann vielleicht geantwortet: Praktisch bedeutet das, wir bauen für die Hilfesuchenden ein neues Floß, viel größer und mit einer Reling drum herum, damit keiner runter fällt. Mit Pixi-Klos und Gaz-Campingkocher ausgestattet. Für alle Eventualitäten wird es auch schon mit Särgen in ausreichender Zahl ausgestattet. Und sogar einen Navi spendieren wir den Hilfesuchenden, denn das GPS-System aus den USA hilft besser als die Sterne bei der Durchfahrt zwischen Scylla und Charibdis . Und es leitet auch gleich in die richtige Richtung nach Westen, dort, wo die Medusa eigentlich wohnt. Denn was Columbus schon geschafft hat, sollte auf diese Weise ein Leichtes sein. Nur der Name des Flosses gefällt uns nicht. Er könnte glauben machen, wir nährten Nattern an unserer Brust. Das neue Floß wird einen Namen tragen, der die Reisenden auch gleich mental in westliche Gewässer treibt. Wir werden es `Aida´ nennen, besser noch `Aida Vera´. Und da diese Passagiere auf ihrer Reise ´gen Westen über viel Muße verfügen, können sie sich auch musikalisch weiter bilden. Und wenn sie dann bei ihrer Ankunft den berühmten Gefangenenchor gemeinsam intonieren, wird sie keiner mehr abweisen können.

So ändern sich die Bilder. Folgerichtig könnte dieses Bild dann im Louvre wieder seinen Platz finden und auszuhalten sein.

Nur - leider wurde die Frage nicht gestellt. Nachvollziehbar, so wie man die schleimgefüllte Nähe zwischen den Interviewpartnern aus jeder Tonnuance hervorquellen zu hören meinte. Und kein Wunder bei einem Fragesteller, dem zum Thema Pressefreiheit in der Türkei nur die deutschen Journalisten einfallen, die von der Erdowahn-Kamarilla verfolgt werden. Wahrscheinlich hat er sich nur geärgert, dass es hierbei nicht um Putin ging.
Zuletzt: man möge mir verzeihen, wenn die Zitate des Herrn Gauck mir etwas durcheinander geraten sind. Das ist lediglich meinem Geisteszustand zuzuschreiben, in den ich geraten bin, nachdem ich fast 30 Minuten paralysierender Gesprächsleere ausgesetzt war. Das vollständige Interview kann nachhören/lesen, wer will, auf der Website vom D´radio.


Am 25. April 2016 schrieb H.C. Hoffer:

Den Gauckler kann man nicht beleidigen - es geht einfach nicht. Er ist dämlich, dumm, dreist, strunzdoof,schmierig,stolz - und jemand mit diesen Charaktereigenschaften ist einfach immun gegen Kritik und Polemik!


Am 25. April 2016 schrieb Uschi Peter:

@Menasche Kishon
"...begleitet die Bewohner des Ostens deshalb eine Angst vor der Freiheit, die den schmerzlichen Prozess der Aufklärung und Säkularisierung auf dem Weg in die Moderne immer begleitet hat."
Finde ich ja witzig, dass ein Theologe positiv von Säkularisierung spricht. Soviel ich weiß hat er immer gegen den atheistischen also säkularen Staat gewettert. Oder was meint er mit säkular?
Prinzipiell ist dem Prediger das Jenseits egal, denn er lebt heute herrlich und in Freuden. Wie konnte man einen solchen Menschen so öffentlich aufwerten?


Am 24. April 2016 schrieb Menasche Kishon:

Man beleidigt Präsident Gauck am besten, indem man ihn zitiert. Seine Rede "Die Freiheit bindet sich an das Gemeinwohl" ist eine Aneinanderreihung von Absurditäten. Die DDR hat er mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt und die BRD verklärt.

Nur drei Beispiele:

Absurdität 1: Die Deutschen wurden vom Führer verführt und nach dem Krieg begann das Fürchten
J. Gauck: "Ich bin 1940 geboren. An den Glanz in den Augen der Verführten, die jubelten, als ihr Führer aller Welt Angst machte, kann ich mich nicht erinnern. Ich erinnere mich erst an die Angstaugen, als der Krieg verloren war und Deutschland seinem schrecklichen Ende entgegen ging. Und das Kind lernte: Da draußen ist es zum Fürchten."

Absurdität 2: Die Deutschen waren zu tapfer, Übermut hat die Truppen 1939 in Bewegung gesetzt
J. Gauck: "Gegenstand heftiger Debatten ist auch unser Engagement in Afghanistan. Solange deutsche Soldaten im Auftrag der UN und aus Solidarität dort eingesetzt werden und nicht aus deutschem Übermut, der einst Truppen in Bewegung setzte, um Länder zu erobern oder Ressourcen auszubeuten, kann ich einen derartigen Einsatz nicht verurteilen."

Absurdität 3: Die DDR hat die Bürger feige gemacht
J. Gauck: "Mehr noch als die Bewohner in Deutschlands Westen begleitet die Bewohner des Ostens deshalb eine Angst vor der Freiheit, die den schmerzlichen Prozess der Aufklärung und Säkularisierung auf dem Weg in die Moderne immer begleitet hat. Wir haben durch die Freiheit viel gewonnen, aber wir haben auch Bindungen, die äußere festgezurrte Ordnung und Sicherheit verloren. Für ihre Lebensplanung sind die Menschen nun selbst zuständig - aber zu dieser Eigenverantwortung sind einige nicht mehr, und andere noch nicht fähig." (Eigenverantwortlich RTL gucken, auch im "Tal der Ahnungslosen", oder Flüchtlingsheime in Brand setzen.)

Die deutsche "Elite" hat eine totale Klatsche, Gaucks Rede im "Deutschen Theater" wurde minutenlang beklatsch!

Joachim Gauck wurde in der DDR zum Priester geweiht, kommt er nach seinem Tod in den Himmel?
Für Gauck spricht der Vers Matthäus 5,4: "Selig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich." Siehe *)
Präsident Gauck vertritt die Interessen der Reichen und Superreichen, deshalb spricht Vers Matthäus 19,24 gegen ihn: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme."

*) Theologen wissen, dass es "geistlich arm" heißt und dass der Vers gegen Leute wie Gauck gerichtet ist, denn Scheinheilige müssen draußen bleiben.


Am 23. April 2016 schrieb Günther Lachmann:

@ Ulrike Spurgat
Lass´ den Stiefel im Arsch von Gauck stecken, du brauchst ihn nicht mehr.
Eine interessante Reise durch das dunkle Leben von IM Larve; Danke
Es sind die Exkremente die Oben schwimmen, und die Atemluft verderben


Am 23. April 2016 schrieb Eard Wulf:

@Uschi Peter, dass war vermutlich nur der "Gruß aus der Küche", dass Hauptgericht wird nach Abschaffung des Paragraf 103 serviert. ;-)


Am 23. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Gauck wurde von NSDAP Eltern sozialisiert.
(Mitgliedschaft Mutter 1932, Vater 1934)
Vater 1951 in der DDR wegen Spionageverdacht verhaftet und verurteilt.
Nach der Intervention Adenauers in Moskau 1955 freigelassen.
Im zarten Alter von 9 neun Jahren ( 1949) soll der "kleine Gaukler) bereits vom Unrecht des Sozialismus überzeugt gewesen sein.
Er scheut sich nicht Lenin als "Gegenspieler" zu nennen, der, wie man ja weiß eine andere Erkenntnis gewonnen hat; mit 14 Jahren.
Dieser unbeschwerte Nationalstolz als "Christ" in Deutschland ist doch eher befremdlich. Allerdings weniger, wenn denn sein "großes Vorbild" ein Cousin berichtete darüber sein Onkel G. Schmitt gewesen ist.
Schmitt als Theologie-Student tritt am 1.8.1931 in die NSDAP ein; unterbricht 1933 sein Theologie-Studium , man lese, um für die NSDAP zu arbeiten. 1934 als hauptamtlicher SA-Führer um dann zum SA-Gruppenführer noch befördert zu werden.--
Nach Beendigung des Theologie-Studiums Wehrmachtsgeistlicher bei der faschistischen Kriegsmarine.
1948 entnazifiziert.
Das war das "große Vorbild" des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Ich könnte Ko........... Etwas klarer ist nun, dass Präsident Putin zu 70 Jahren Auschwitz Befreiung nicht eingeladen wurde. Gauck fehlt die Sensibilität zur Geschichte des Landes, und die daraus resultierende Verantwortung.
Allerdings weiß man ja wer den großen Selbstdarsteller, wenn auch in geistiger Umnachtung zum Präsidenten gemacht hat.
Der Gauck muss weg, die Merkel auch, soll aber den fiesen, hinterhältigen, bösartigen und unzufriedenen Finanzminister mit nehmen.
Ein Schlag ins Gesicht all derer, die für die Freiheit des Geistes, des Denkens und für eine humanistische Gesellschaft stehen.
Der muss weg,
Die letzten Worte seiner Autobiografie sind bei aller Lächerlichkeit zum heulen:
Winter im Sommer- Frühling im Herbst (welch ein genialer Titel). "Wieder einmal ist der Präsident der Bundesrepublik gewählt worden. Es ist Sonne über Berlin. Es ist Sonne in mir. Ich setze mich auf die Mauer vor dem Reichstag. Hinter mir weht die schwarz/rot/goldene Fahne. , Komm sage ich zu meiner Begleiterin, nimm den Fotoapparat und fotografiere MICH."
Die Frau ist intelligent und aus dem Westen, sie sagt: `Aber doch nicht vor dieser Fahne.` Doch, sage ich, genau hier."


Am 23. April 2016 schrieb Burkhard Ohligs:

Sollte ich je die Gelegenheit haben seine Hand zu schütteln....., ich hätte da ein paar passende Worte zur Begrüßung für ihn.
Selten so eine abstoßende Persönlichkeit kennengelernt wie diesen Herrn Gauck.


Am 23. April 2016 schrieb Susi Sorglos:

Wunderbarer Text, Herr Gellermann, danke!


Am 23. April 2016 schrieb antares56:

"Wann, so fragt sich der Gauck-Beobachter, wann wird es einen Paragraphen geben, der das deutsche Volk vor der Dauer-Beleidigung durch seinen Präsidenten schützt."
Das frage ich mich auch! Und wir (das Volk) haben diesen Mann nicht zum Präsi gemacht! Wir dürrfen da gar nicht mitreden! Nicht mal bei der Auswahl der Kandidaten fürs Amt.
Und wer beschützt uns vor Präsidenten und Regierungen, die gegen das mehrheitlich anderer Meinung seiende Volk? Warum wird versucht, direkte Demokratie durch Volksabstimmungen zu vermeiden oder doch ganz stark zu bekämpfen bzw einzuschränken? Tja, und wer schützt das Volk vor Beleidigung durch Regierung und dem Präsi?


Am 23. April 2016 schrieb Uschi Peter:

Gestern sah und hörte ich im FS -weiß aber nicht mehr wo - einen Song, der anregte , man möge doch die wirklich Bösen mal mit Schmähsongs bedenken. Dazu wurden in Endlosschleife Bilder gezeigt mit den Chinesen, Putin (wie könnte der auch fehlen), Assad u.a.
Für mich ging schon Jan B. zu weit unter die Gürtellinie. Wie weit soll die Diskriminierung von Menschen noch gehen? Sind wir dann wieder bei der "Häßlichen Judenfratze" und beim "grusligen Bolschwisten"?


Am 22. April 2016 schrieb Achim Kessel:

Dieser einzelne, selbstverliebte, für meine Begriffe charakterlose Mann offenbart sich immer mehr. Er möchte, wie einige herausragende Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens eine Spur in der Geschichte hinterlassen. Bei ihm jedoch wird es maximal eine Schleimspur. Lieber Uli, wenn es als Majestätsbeleidigung eingeordnet wird, fühle ich mich so geehrt als wenn ich ein Kreuz am Bande erhalten hätte. Mit diesem Menschen ist es wirklich ein Kreuz.


Am 22. April 2016 schrieb Albrecht Storz:

Wir haben einen GAUCKler damit wir nichts MERKELn von dem, was man uns an Zumutungen als Politik verkauft:

ein kleines bisschen Regulation des öffentlichen Lebens

und dazu ganz, ganz, viel Aufbau der marktkonformen "Demokratie",

wie etwa jetzt wieder mit TTIP bei dem der gemeine Bürger und Demokrat nur verlieren kann, die Finanzindustrie, die Oligarchen und die Großkonzerne aber nur und immer mehr gewinnen.

Solange das immer weitere Aufklaffen der Schere zwischen Arm und Reich nicht umgekehrt wurde, und solange alle Parteien, die etwas unternehmen könnten zwar viele schöne Worte dazu verlieren, aber immer gegenteilig agieren, solange darf es keine Ruhe von unserer Seite geben.

ich kann mich nur der Aufforderung anschließen:

Auf nach Hannover am 23. April.

Gegen die Quasivergöttlichung von Beamten wie Merkel, Obama, etc. (siehe Sicherheitsvorkehrungen) muss der Souverän seine Stimme erheben und Präsenz zeigen.

Und natürlich vor allem: gegen den Wahnsinn TTIP!


Am 22. April 2016 schrieb Eard Wulf:

@Uschi Peter,

das Intressante daran, im englischen Wiki-Artikel zum Karabiner 98k wird das erwähnt, im deutschen Pendant gibt es keinen "Hinweis":
https://en.wikipedia.org/wiki/Karabiner_98k#Contemporary_use
https://de.wikipedia.org/wiki/Mauser_Modell_98


Am 22. April 2016 schrieb Georg Moritz:

Realsatire:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1009521.gauck-will-so-verehrt-werden-wie-ein-koenig.html

Zitat:

"Der Sender (Deutschlandfunk) zitierte aus einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Darin sagte er mit Blick auf die ebenfalls im Strafgesetzbuch verankerten Schutz des Bundespräsidenten vor Verunglimpfungen auch, er persönlich brauche keine Lex Gauck - der Bundespräsident aber sei der Repräsentant aller. Möglicherweise sei nicht allen Menschen bewusst, dass die höchste Repräsentanz einer Republik mindestens so viel Ehrerbietung verdiene wie ein gekröntes Haupt, betonte der Bundespräsident laut dem Sender. "

Da kann kein Kabarettist mithalten...


Am 22. April 2016 schrieb Jason Priestley:

OOOOOOHHHHH mein vergauckelter GOOOOOTTTTT: Wie tief auf dem eigenen, blutigen Zahnfleisch schlurrend muß eigentlich ein B.R.D.igtes System - DDR 3.0-Poststasi-eingenordet oder nicht - hoffnungslos an die Wand gefahren (!) sein, um nun [restlos selbst-entlarvend !!] solche altbackenen Majestätsbeleidigungs-Paragrafen wie auch jenen "90/90a" aus der übelsten wilhelminischen Mottenkiste hervorzukramen, nur, um sich seiner "dauernörgelnden, aufmüpfigen" Untertanen (sic) zu "entledigen".......... ??!?????

Ehrlich: Ich warte "nur noch" auf den Tag, an dem ein neuer "Boykotthetze-Paragraf" von der längst gleichgeschalteten Reichstags-Quasselbude "verabschiedet" wird........ !!!! *würg*


Am 22. April 2016 schrieb Uschi Peter:

Danke Uli! Ich kam vom Staunen über das Entsetzen zum befreienden Lachen. Das Lachen blieb mir im Halse stecken, als ich las;"traditionellen Karabiner 98, von dem erst 1995 die Hakenkreuze entfernt wurden,"!? Ist das wirklich wahr?

Antwort von U. Gellermann:

Die Hakenkreuz-Nachricht ist leider wahr. Die Karabiner tragen Tradition: Sie waren schon bei Reichswehr und Wehrmacht in Gebrauch. So schöne Stücke wirft man nicht weg, nur weil sie auch schon vor Hitler präsentiert wurden.


Am 21. April 2016 schrieb Ingrid Böhm Duwe:

§ 90a StGB wirft hinsichtlich seiner Überschrift: „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ zweifellos die Frage auf: Ist denn die Galionsfigur Gauck ein Symbol? Wenn ja, wofür? Ich habe hin und her überlegt und fand noch nicht einmal bei ihm anwendbare verwertbare Ansätze hinsichtlich des Spruchs, dass keiner unnütz sei. Mein Fazit: Er ist unnütz, aber so was von… Und er ist ärgerlich unnütz. Teuer, was die Kosten anbelangt, die er verursacht und die vom Volk getragen werden müssen. Von einem Volk, das ihn zum Großteil doch gar nicht will!

Da sprach der zum Größenwahn neigende Westerwelle weiland davon, dass ein Steuermann das Schiff als letzter verlassen würde. Damit meinte er sich, die „Siegessäule“. Na, ist nichts geworden, er wurde „ausgebootet“. Und jetzt meint der Grüß August aus dem Palast der schönen Aussicht, dass er noch zu bleiben gedenkt? Weil ihn ja alle so lieb haben? Vorsicht: Ironie. Aber so was von…

Er soll sich seine Konkubine – schadt drum – schnappen und abhauen. Weit weg.

Da fällt mir gerade doch noch ein Verwendungszweck ein. Gaucks Konterfei in die Mitte einer Dartscheibe: Jeder Pfeil ein Treffer. Hinein in die verlogene, scheinheilige hässliche Visage. Sorry, bei dem Mann kommt mir jedesmal der „Kommunionskaffee“ hoch. Und der liegt schon etliche Jahre zurück.


Am 21. April 2016 schrieb Lisa Brenner:

Mit Respekt und Erstaunen entdecke ich diesen Blog. Wer sich heute, angesichts allgemeiner Lesens- und Wissensfaulheit - noch einen heiteren Ausflug in die Geschichte traut, der darf bewundert werden! Dass so ganz nebenbei noch der Unerträgliche an der Spitze der Republik sein Fett abbekommt, finde ich selten gut.


Am 21. April 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Was für ein Beitrag!

Die Frage, wer uns vor den Dauer-Beleidigungen durch unsere Politiker schützt, mußte endlich mal gestellt werden!

Wenn es erlaubt ist, würde ich gerne eine kurze Legende skizzieren, völlig ohne jeden Zusammenhang mit dem Thema des Artikels, wenn ich nicht irre, die über einen gewissen Jesus-Christus erzählt wurde:

Jesus ging einmal mit seinen Jüngern spazieren, da lag am Straßenrand ein verwesender Hunde-Leichnam.
Alle wandten sich angewidert ab, aber Jesus trat näher hinzu und sagte: "Aber seht doch, was für ein schönes Gebiß er hat!"


Am 21. April 2016 schrieb Andreas Buntrock:

Ach Gottchen ja, der Bundesgauck -
welcher unbelehrbare "Demokratieenthusiast" hätte denn ernsthaft etwas anderes von diesem Herren erwartet als das, was er eben in den letzten Jahren, mal mehr oder mal weniger aufrüttelnd, erschüttert von seiner eigenen Vollkommenheit und meistens wahrheitsfern, während seiner Genese vom westreisefreudigen Oststaatpfaffen hin zum Weltreisendem Bundesgauckler, in den letzten Jahren aus seinem gleichgeschaltetem Schallorgan hat entweichen lassen?

Etwas ganz anderes und für mich zutiefst Verstörendes ist die Rückentwicklung eines gestandenen ZDF-Nachrichtenmannes hin zu einem devoten NICHTS, welches das "Bundes-Seibertchen" inzwischen ja leider auf jeder BPK geradezu idealtypisch verkörpert.
Wenn es für Tolkien seinerzeit eines Vorbildes für Gollum und dessen tragischer Verwandlung vom Hobbit hin zur einer von einem magischen Gegenstand abhängigen, sich selbst verleugnenden und sich selbst der eigenen Würde beraubten Gestalt bedurft hätte - dieses Bundes-Seibertchen wäre sicher seine erste Wahl gewesen - verbunden natürlich mit der Garantie für´s Seibertchen,, nach den umfänglichen Dreharbeiten - wieder in sein gemachtes Bett beim ZDF zurückkehren zu dürfen, um die Bevölkerung unabhängig, kritisch und objektiv über die Vorgänge in Regierung und Staat zu informieren.

Wann, so fragt sich der interessierte Gollum-Beobachter, wann wird es einen Paragraphen geben, der das deutsche Volk wirksam vor der medialen Dauer-Beleidigung seines Verstandes, vor dieser widerlichen Dauerberieselung aus Halbwahrheiten und Weglassungen, vor solch speichelleckenden Merkelhörigen wie "Gollum" schützt?


Am 21. April 2016 schrieb Eard Wulf:

Darwin hatte Unrecht, nicht die Sperlinge arrangierten sich mit ihrer Umwelt, die Umwelt arrangierte sich mit ihren Spatzen.


Am 21. April 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Die Geschichte von SCHWARZ-ROT-GOLD
ist auch eine"verkehrte" ZENSUR von 1832, denn damals wurde die freiheitliche(!) GOLD-ROT-SCHWARZE vom STAAT verboten!
ALSO: "Unsere" FAHNE ist "verkehrt"!!!
http://mmgz.de/daten/Deutsche-Fahne-umgedreht.pdf


Am 21. April 2016 schrieb Lutz Jahoda:

SCHLAFLIED 2016

Saug, Baby, saug,
Im Fernsehn spricht der Gauck.
Die Stimme, sanft und salbungsvoll,
Sagt, was aus dir werden soll,
Treudeutsch kräftig musst du sein.
Das sagt auch Uschi von der Ley´n.
Saug, Baby, saug.

Schlaf, Baby, schlaf!
Heut kommt der Fotograf!
Ein Onkel vom Verfassungsschutz,
Bewahrt uns vor Gedankenschmutz,
Sagt, dass alles richtig ist,
Dass Staatsschutz dolle wichtig ist.
Schlaf, Baby, schlaf.


Am 21. April 2016 schrieb Gideon Ruga:

Gestern surfte ich mal noch ein bisschen herum um mir die Stellungnahmen zur Causa Böhmermann/Erdowahn zu Gemüte zu führen.
Dabei fielen mir zwei Talkrunden auf : Die eine mit Serdar S. (den man ohnehin totschlagen muss, bevor der sich den Mund verbieten läßt) und Olli Kalkofe, der wie Somuncu, höchst eloquent den gesunden Menschenverstand benutzte um die hochgespielte Aufregung um das Schmähgedicht als populistisch motivierte Kindergarten-Posse (ich bin beleidigt, du bist beleidigt, alle sind beleidigt) zu entlarven und den Kniefall der Merkels dieser Welt gegenüber Erdowahn und des damit verbundenen Türkei-Deals zu beklagen.
Für das Publikum solcher Talk-Formate (hier Anne Will - aber kann nicht) werden offensichtlich immer die ganz Treudoofen geladen die immer da begeistert klatschen wo ein Tor fällt, ganz egal für welche Mannschaft bzw. deren Pressesprecher.
Hinter Kalkofe konnte man einen älteren Herren ausmachen, der dessen (hervorragende) Argumente anscheinend nicht guthieß und stets mit dem Kopf schüttelte . Ich fragte mich daraufhin ob D wieder in die "gute alte Zeit" zurückfällt, in der der Würdenträger stets mit gebührlich eingepeitschtem Respekt behandelt wurde, man gewisse Dinge einfach nicht tat. Dazu müsste aber eigentlich erst einmal irgendwo "Würde" vorhanden sein.
Nein , wie schon 1848, geht es in letzter Instanz vor allem um die Wahrung des deutschen Betriebsfriedens, weil ja sonst alles durcheinander gerät. Man stelle sich vor Arbeitnehmer würden dazu übergehen ihre Vorgesetzten mit Schmähgedichten traktieren ! Oder man könnte nicht mehr in Ruhe Gniffkes Tagesshow gucken um sich danach zu richten und entspannt ins Abendprogramm überzugehen, weil irgendwo ein störender Zweifel die ungetrübte Aufnahme z.B. Altaischer Fantasie-News unmöglich machen würde.
Wir wollen doch hören, dass alles gut wird und unverschämte Querulanten zwar mitreden dürfen, aber eben nicht zuviel, weil sonst auffiele, dass der durchschnittlich deutsche Schrumpfgermane in Staatsdiensten nicht viel zu sagen hat und inhaltlich nicht mal mit den Stellungnahmen intelligenter Kabarettisten/Satiriker/Humoristen mitkommt...
Wie auch der Seibert und seine Kollegen, die stets blässlich, übermüdet und hemdsärmelig wirkend, mit ein bisschen Rouge auf den Wangen sich bei jung-naiven Fragen winden, wie in der Speisekammer des Wahnsinns entdeckte Mehlwürmer.


Am 21. April 2016 schrieb Roland Ganske:

Zu Susanne Kreuzer:
"TITIP-Demonstration am Samstag in Hannover wäre mal eine Gelegenheit aus dem Dauerschlaf zu kommen, liebes Volk."

In den DEUTSCHEN WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN steht doch heute drin, daß es in Deutschland eine massive Ablehnung von TTIP und Freihandelsabkommen gibt.

Damit wird m.E. wieder vielen Unentschlossenen die Entscheidung abgenommen, mitgehen zu "müssen". Wenn die Ablehnung sowieso schon groß genug ist, dann scheint ja alles schon klar und "auf mich kommt es ja jetzt nicht mehr an".

Und das ist FALSCH!

ES KOMMT AUF JEDEN AN, denn NICHTS ist klar. Hannover sollte auf Berlin mit 250.000 Teilnehmern möglichst noch einen draufsetzen!

Und das sollte alle.


Am 21. April 2016 schrieb Michael Kohle:

Seit der Ex-Pastor, Bürgerrechtler der letzten Stunde, erster Hüter und Siegelbewahrer des Grals des heiligen Stasi-Schatzes, bekennender und praktizierender Bigamist, der gerechteste Gerechte unter den Gerechten, der freieste Freie über den dank ihm endlich Freien, der Salbungsvolle und zugleich Gesalbte seinerzeit in seinem wohl letzten höchsten Amt Einzug hielt, bedrangsalte mich jedes Mal ein mehr als seltsames Gefühl wenn ich dieses ehrwürdigen Tausendsassas angesichtig wurde. Irgendwie das dunkle Gefühl eines dèja-vu. Dank Gellermanns Huldigungen bin ich jetzt dahinter gekommen, was oder wer da in den virtuellen Kerkern meines Untertanengemüts herumgeistert: König Zamunda. Nur Wenige werden wissen von wem ich rede, was ich bedauerlich finde. Ein Herrscher aus einem gleichnamigen Zwergstaat Afrikas. Sein Sohn - der Prinz von Zamunda alias Eddy Murphy, der in der Hauptrolle des Films gleichen Namens.

Nun, die Ähnlichkeit ist so verblüffend auch wieder nicht. Der schwarze Riese fast doppel so groß, in etwa wie unsere frühere Lichtgestalt, auch in der Breite. König Zamunda ist natürlich viel prächtiger gekleidet, die hochherrschaftlichen Insignien vom Feinsten, insbesondere der echte Löwenpelz nebst Löwenmähne und -maul über der Schulter. Beim Stil des majestätischen Einherschreitens,da sind dann wieder keine großen Differenzen festzustellen. Im Vergleich zu unserem Echtzeit-Fürsten fallen vor allem des Königs gewählte Worte um ein Erhebliches weniger beeindruckend aus. Und dann nagte da immer noch etwas anderes. Bei den Auftritten unseres heutigen Erlauchten fehlte mir etwas, jetzt fällt es mir ein was: die Rosenmädchen. Die leichtgeschürzten Wesen, die bei Zamunda in gebückter devoter Haltung voran wuseln und Rosenblätter vor ihm auf dem Boden verteilen, damit er keinesfalls auf nacktem Parkett hinan schreiten muss. Doch, könnte mir schon vorstellen, dass ...

Wenn ich hier meine Gedanken im Kontext zu unserem höchsten Staatsorgan so offenlege, ganz anders wie Jan B. zum Osmanenherrscher und Schafbocklutscher, sind das zu verurteilende Injurien im Sinne des §90 StGB? Ein Vergehen, das ein Hofmarschall Seibert unverzüglich der Verfolgung aussetzen würde Wahrscheinlich schon, auch wenn es doch immer hieß: die Gedanken sind frei. Pder um Schillers Don Carlos zu zitieren: Gewähren sie Gedankenfreiheit, Sire! Aber unsere Staatsbüttel machen ja nicht mal mehr vor Schiller halt! In der Bundeslade der Wertegemeinschaft hat sowas wie Meinungsfreiheit nichts zu suchen. Und beim Physikstudium dürfte ein Friedrich Schiller schon gar keine Rolle gespielt haben. Meinungsfreiheit, muss wohl auch Neuland (gewesen) sein? Da sind ja eher Paragraphen zur Majestätsbeleidigung (zufällig aus Schillers Zeiten übrig geblieben) aufzufinden, als dieses seltsame Wörtchen im Grundgesetz, dieser Ersatz-Verfassung. A propos Verfassung, da darf sogar ein hugenottischer Polizeiminister das allerhöchste Gericht mit Richterschelte belegen, weil es ihm nicht passt, was sie so rum kritteln. So wie gestern geschehen.

Zurück zu unserem Gottseibeiuns (aua, das war jetzt aber daneben)! Gründe für heftigstes Kopfschütteln zu des Staatsoberhauptes Verhalten, zu seiner Amtsführung gibt es zur Genüge. Nicht vergessen, nicht verdrängen, selbst als Untertan nicht verzeihen kann ich insbesondere zwei seiner Auftritte. Waren eigentlich nur Anwesenheiten - mit beiden Füssen voll im Fettnäpfchen, die Wenigsten dürften es bemerkt haben. Was habe ich mich geschämt, obwohl ich doch nur vor der Glotze ungewollt seiner gewahr wurde. In der ersten Reihe zu Kiew neben Joe, dem Vize des Imperators und Lehnsherr des zu Krönenden sitzend, hibbelig wie ein Erstklässler hin und her rutschend, freudigst erregt, vor Stolz fast platzend, dabei sein zu dürfen. Bei der feierlichen Inauguration von Petro Petroschenko war es, dem Nachfolger von jenem in freien Wahlen gewählten Präsidenten, wegen dem unser Ausbund von deutscher Demokratie ein, zwei Jahre vorher nicht zu sportlicher Festivität reisen wollte, weil er es scheute neben dem Schurken und Bärenfan hätte sitzen müssen. Eher wohl, weil er schon wusste, was dem Saukerl alsbald geschehen wird. Wie Kleinkinder Handelnde sind meist sehr gefühlig.

Dann noch gar neben dem Bärenficker selbst sitzen zu müssen kurz vorher, igitt, bloss das nicht. Die Absage zum olympischen Sotschi, da war nichts anderes zu erwarten. Wo doch zur gleichen Zeit auf dem Maidan Freund Petros zukünftiger Platz freigebaggert werden musste.

Völlig Unerträglich jedoch seine Teilnahme dort, wo eigentlich eine Absage angesagt gewesen wäre. Seine Präsenz bei jenem unsäglichen Zusammentreffen zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz zu Auschwitz, heute Polen. Perverser geht es wahrlich nicht: er, der höchste Vertreter jenes Landes, das Auschwitz einst berühmt machte und auf die Landkarte holte,, durfte vor Freude glucksend teil nehmen. Der Vertreter jenes selbst leidgeprüften Volkes, das die Befreiung einst durchführte - mal so kurz vor der halb Europas vom Joch des Nazipacks - war ausgeladen. Begründung: Die glorreiche, projektführende Rote Armee wäre nicht nur am Tag des Niederreissens von Stacheldraht ja nur mit friedliebenden Ukrainern beschickt gewesen. So erzählten es die polnischen Veranstalter und Zeremonienmeister. Und der aktuelle ukrainische Vertreter - ein von schlimmsten, historisch beflügelten Nazibanden ins Amt geputschter Präsident saß dann auch prompt bei diesem Fest der Feste in der ersten Reihe.

Bei all dem ergibt es wirklich Sinn, dass diejenigen, die für das ?Verladen? dieses Herrn in das hohe Amt verantwortlich sind, die Sozen - insbesondere ein gewisser Herr Gabriel als Vorschlagtwitterer - und die längst ins dunkle Olive changierenden Grünen - gegen anfänglichen harten Widerstand der Frau aus der Uckermarck, der wohl schwante, was sie sich mit ihm einhandeln würde und wird - heute hinter ihm her sind wie der Teufel hinter der armen Seele, er möge zu einer zweiten Amtszeit antreten. Was haben die vor? Viel schlimmer als es schon ist, kann es ja kaum werden, auch wenn es dann auf Yopis Regionen zugeht. Braucht´s einen Hindenburg II vielleicht? Die weiteren Aussichten wären schließlich verlockend.


Am 21. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:


Lasset uns beten: Möge der "Herr" uns gnädig sein, und uns vor seiner zweiten Amtszeit verschonen. Amen.
Ein echter "Knaller", der Artikel.
Danke dafür.


Am 21. April 2016 schrieb randy andy:

DAS ist für mich Satire und zwar eine von der großartigen Sorte ! Gratulation Herr Gellermann !

Wir haben in Österreich ja auch so einen Kandidaten,
der seit Jahrzehnten vergißt zu erwähnen, dass er nach wie vor Vizepräsident der "Gemeinschaft zur Förderung des weltweiten Kommunismus" ist, wo er bis Ende der 90iger sogar Präsident war.
Er hat auch einen speziellen Freund Namens Hans Pretterebner, der ein "echter" Journalist ist, den Fall Lucona aufdeckte und ein Dossier über Heinz Fischer verfasste : (ist echt lesenswert und zeigt das Pharisäertum der Politik sehr gut)
https://www.unzensuriert.at/uploads/Dossier_HFischer.pdf

p.s.: zum Glück hat sich das Thema "staatstragender Zynismus ala Heinz Fischer" am Sonntag endlich erledigt (omg hoffentlich bekommen wir jetzt nicht den grünen Wendehals van der Bellen, der allen ernstes meinte er sei "unabhängig" / über die Aussage lachen die Spatzen im Nachbargarten heute noch^^)


Am 21. April 2016 schrieb Moyra Mangold:


Wie schön, das ist wieder eine echte Gellermannschrift. Auch die kleine Ziege ist gut platziert, welche mich lauthals zum Lachen brachte. Zu der Steckrübe im feinen Zwirn gibt´s eigentlich nichts mehr zu sagen, da diese für sich selber spricht. Nur die gut dressierte deutsche Hausziege (ich kann´s auch nicht lassen) alleine, hängt an seinen sabbernden Lippen und möchte mehr von der gesalbten Sülze hören.


Am 21. April 2016 schrieb Alexander Kocks:

Ein herrlicher Artikel den man unterschreiben könnte bis auf die Unterstellung des Nationalstolzes. . Ich würde den Herrn eher als Nato-Präsident sehen. Am besten ge
Sollten Sie für diesen Aufsatz in den Knast gehen Herr Gellermann, ich komme Sie besuchen und bringe was leckeres zu Essen und zu trinken mit. Vielleicht auch eine Feile.


Am 21. April 2016 schrieb Franz Dieter Seibt:

Dieser Mann ist mir ganz wichtig. Zum 1.mal lese ich seinen Namen richtig. Durch ihn senke ich nämlich, wenn das Fernsehen den Versuch macht, ihn mir näher zubringen, meinen Energieverbrauch. Ich muß Ihnen mal eine Liste anfertigen (diese mail wird ja mitgelesen, aber nicht von seiner ehem. "Behörde"), weil viele meiner Bekannten und Freunde ihn infamerweise als "ewig grinsendes, lallendes A.....loch" bezeichnen. Hat er schon sein Privatleben sortiert, um seiner Vorbildrolle im Staat gerecht zu werden? Oder ist er noch verheiratet mit der Frau, für die wir Unterhalt zahlen und ist seine andere Freundin noch seine Büroleiterin. Nein, nicht die first Lady ist gemeint.


Am 21. April 2016 schrieb Rita Sprenger:

Sie sehen mich fassungslos: "Genossenschaftlich organisiertes Wirtschaften" wurde schon damals verlangt, eine sozialistische Forderung. Ist die Hoffnung nun vergangen oder weist sie in die Zukunft?

Antwort von U. Gellermann:

Beides.


Am 21. April 2016 schrieb Günther Lachmann:

So baut U. Gellermann `ne Eiernudel auseinander. Grossartig! und mit
Satire im Gepaeck.


Am 21. April 2016 schrieb Jens Holtmann:

Wortgewaltig und kenntnisreich Ein echter Gellermann. Danke.


Am 21. April 2016 schrieb Susanne Kreuzer:

Wie viele Länder gibt es eigentlich, in dem die Völker durch ihre Präsidenten einer Dauer-Beleidigung ausgesetzt werden. Ich kann sie gar nicht alle zählen. TITIP-Demonstration am Samstag in Hannover wäre mal eine Gelegenheit aus dem Dauerschlaf zu kommen, liebes Volk.

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