Die Burka bringt´s

CDU biedert sich bei der AfD an

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. Dezember 2016

Auf Rügen haben sie noch nie eine Burka gesehen. Im Allgäu haben sie aber schon davon gehört. In Berlin wird davon geraunt: Man kenne einen, der habe letzte Woche oder so mal eine Burka gesehen, nicht in der Glotze, sondern live, in echt. Aber die 1000 Delegierten des CDU-Parteitages jubelten Angela Merkel zu, als die ein Burka-Verbot forderte: Erlösung, endlich, vom unerträglichen Burka-Terror befreit! Jetzt kann die deutsche Leitkultur ihren Siegeszug antreten. Eine Kultur, die jüngst von der sächsischen CDU und der bayerischen CSU sogar in einen Aufruf gegossen wurde: Für die „Ausgestaltung der Rolle Deutschlands in Europa und der Welt“. Ist das klar, ihr Ausländer?! Deutsche Rolle überall in der Welt!

Wem gehört die deutsche Kultur eigentlich? Frag mal einen aus den Eliten (früher treffender Fettaugen auf der Suppe genannt), was die so über die Kultur der Kleingärtner, Kegelvereinsmeier oder KiK-Käufer denken. Die sind denen so fremd wie illegal eingewanderte Albaner und machen nicht mal so eine gute Straßenmusik. Schon Individual-Reisende fühlen sich dem Pauschalreisenden so fern, dass die nie und nimmer in einer Nation Platz haben. Was geht eigentlich leit-kulturell bei Hartz Vierern ab? Wie, die haben die Elb-Philharmonie noch nicht von innen gesehen und werden das auch nie? Was soll man denn mit denen reden, wenn man zur Elite gehört? Und wer am Queen's College der Oxford University studiert hat, wie der ehemalige Kultur-Staatsminister Michael Naumann, der steht heute im überlangen Kaschmir-Mantel protestierend vor der russischen Botschaft und ist beleidigt, dass nur so wenige gekommen sind, die er kulturell gegen Putin anleiten könnte.

Zum Kampf „Für die Interessen Deutschlands als starkem Mitglied der westlichen Wertegemeinschaft“ ruft der Aufruf auf und auch wenn der Billig-Jobber nicht so genau weiß was das ist: In jeder dritten TAGESSCHAU kommt diese wertvolle Gemeinschaft vor. Und wenn die kerndeutschen Obdachlosen sich endlich mal mit der FAZ, der SÜDDEUTSCHEN oder der ZEIT gegen die Nachtkälte zudecken würden, dann könnten sie am Morgen über die Werte und die deutschen Interessen nachlesen. Bald ist Weihnachten. Und wer nicht weiß, was er dem Bettler vor dem Supermarkt Schönes schenken kann, der sollte mal über ein SPIEGEL-Abo nachdenken. Nie war das Blatt so voller Werte wie heute.

Die Angst geht um in Deutschland. Die Angst vor dem Abstieg. Am besten hat die AfD verstanden aus der Angst politisches Kapital zu schlagen. Sie gießt über die Fragmentierung der Gesellschaft eine schöne nationale Soße. Die pappt zusammen. Jetzt noch einen guten Feind ins Auge fassen, der FREMDE genannt, und schon kann aus der Angst eine prima Leitkultur werden. Eine Kultur, die einen dazu verleitet, sich besser zu dünken als man ist. Ja, wenn aus dem Kleingarten erstmal „Urban Gardening“ geworden ist, dann ist das zwar nicht richtig deutsch, aber ganz schön kulturell.

Jetzt schmeisst sie sich ran, die CDU, an die AfD. Gemeinsam mit den GRÜNEN und der SPD war sie an der Erzeugung sozialer Ängste tapfer beteiligt. Mit der nationalen Phrase hofft sie jetzt die Angst zu besiegen. Das wird kaum gelingen. Aber eine schöne Koalition mit der AfD nach den Bundestagswahlen, die könnte schon erreicht werden. Aus nationaler Verantwortung. Weil die Zahlen-Konstellation nichts anderes zulässt. – Wenn es die Burka nicht schon gäbe, sie müsste erfunden werden.

Am 13. 12. 2016 um 20.30 Uhr:


Sevim Dagdelen liest aus


ihrem Buch "Der Fall Erdogan“


Im Berliner Buchhändlerkeller


Carmerstr.1, 10623 Berlin-Charlottenburg

Es moderiert: Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 19. Dezember 2016 schrieb Wilfrid Bergmann:

Schon der erste Satz ist absolut falsch. Ich war im August eine Woche in Binz auf Rügen. Auf der Seebrücke ist mir eine Frau mit Burka begegnet. Was nun der Anlaß war, weiß ich nicht. Aber dieser erste Satz des Aufsatzes ist eine glatte Lüge. und ich denke, ich werde nicht der Einzige sein, der auf Rügen schon eine Burka gesehen hat. Ich denke, diesem Spuk kann man überall begegnen, ob man will oder nicht. Aber es ist doch so schön, so einen Satz zu schreiben, um dann festzustellen, dass alle soooo doof sind. Ach ja, und im Allgäu hat man schon mal davon gehört?

Dass die CDU eins zu eins aus dem Programm der AfD abschreibt und schon 12 von 18 Punkten des PeGiDa-Programms erfüllt hat, ist doch nun wirklich nichts Neues. Wenn einem nichts einfällt, macht man es wie in der Schule! Abschreiben!

Antwort von U. Gellermann:

Toll! Sie haben eine Burka auf Rügen entdeckt. Sie bekommen umgehend den Islam-Kenner-Ausweis.


Am 14. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

"CDU biedert sich bei der AfD an"
wieso nicht?? ob die hure gelb, grün oder blau ist, die sich mit ins bett legt, ist doch mir egal;) in griechenland regieren auch die "linken" mit der "goldenen morgenröte" zusammen!
zum schluss läuft JEDER politikansatz ins leere, weil sie wie die kultur auch nur eine widerspiegelung der tatsächlichen wirtschaftlichen verhältnisse im lande ist:)
da ich den widerspruch ja so liebe, kann mir dieser in seiner krassesten erscheinung nur recht sein!! ALG I und die AfA abschaffen, noch mehr sippenhaft statt staatliche "für"sorge, mehr tittytainment für die abgehängten, und die zügel anziehen bei den konsumjunkies, die sich wegen krediten in arbeit prostituieren müssen:)
es ist auch nur logisch und konsequent, unsere leistungsträger steuerlich zu entlasten, damit sie die lust am investieren nicht verlieren.
mit einem höcke als bildungsminister wären wir die unsägliche wanka (totengräber der dt. rechtschreibung) los: deutscher als ge-wanka-rt ist tacheles!

je schärfer ein widerspruch wird, und je offener der frontverlauf sichtbar ist, desto schneller formieren sich die kräfte, die anderes wollen!! obwohl, für D habe ich da meine zweifel:(
daher: "Lieber eine ehrliche Feindschaft als eine unehrliche Freundschaft." A.Carstens


Am 14. Dezember 2016 schrieb Günther Mann:

zitat Fachbuch: engels und marx haben sich übrigens grundsätzlich zu ALLEN weltreligionen geäußert, und alle 3 waren expansiv und gewalttätig.
alle 3 waren gewalttätig? welche genau?
Das Judentum ist keine Weltreligion, sondern eine Abmachung zwischen einem kleinen orientalischen Nomadenstamm und seinem unsichtbaren Gott. Die Welt hat damit nur insofern zu tun, als G.tt "seinen Leuten" befahl sich zu mehren und sich die Welt untertan zu machen, was sie nicht taten.
Die Christen, die eine Hinrichtungsmaschine als Symbol tragen, mit einem toten Menschen dranhängend, die waren wirklich gewalttätig und sind und werden es in zunehmendem Maße. Nur ist halt das Christentum keine Religion, denn kein Mensch der Welt glaubt an den Unfug. Nicht einmal der Papst.
Der Islam verdankt seinen Erfolg der geschickten Steuerpolitik seiner Gründer und der überragenden wirtschaftlichen und kultuerellen Leistungen in den ersten 1000 Jahren seines Bestehens.
Die einzig wirkliche zerstörerische Organisation ist das Christentum. Und es wird immer schlimmer.


Am 14. Dezember 2016 schrieb Hans Tigertaler:

@altes Fachbuch: »nicht die religion und deren anhänger waren also marx' feinde, sondern die umstände, die die religion welcher fasson auch immer ermöglichten«.

Nun ja, die Umstände werden aber ohne Umstand von Menschen umgesetzt. Und die Menschen dieser Umstände nannte Marx einen Mob, deren Entfernung als moslemische Menschen aus Europa er forderte.

Auch sprach er nicht von besonderen historischen Umständen, sondern prinzipiell und fundamental von einer Religion und Kultur, wenn er schrieb: »Der Ungläubige ist ?harby?, d.h. der Feind. Der Islam (!) ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.« (MEW, Band 10, Seite 170)

Und das entspricht ja auch Mohammeds unbedingtem Glaubensgebot, daß wir, die Länder der Ungläubigen, die »Länder des Krieges« sind, bis der Islam gesiegt hat.

»Marx hat mit alldem nichts zu tun.« (Ulli Gellermann)


Am 13. Dezember 2016 schrieb Marion Bremer:

Bis in die Linke hinein wird das Burka-Thema unzureichend begriffen. Es geht der CDU und der Merkel natürlich nicht um die Befreiung der Frauen von dem schwarzen Sack. Es geht darum, das Bekleidungsstück zur Fahne einer Wahlkampagne zu machen. Das hat niemand so klar und deutlich geschildert wie Sie. Danke.


Am 12. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

@h.tigertaler
wenn man will, wird man für alles, jedes ereignis und jede zeit ein aus dem sinnzusammenhang gerissenes zitat von jedem finden!!
ihre herangehensweise ist vornehm formuliert unwissenschaftlich, salopp nennt man das hirnrissig!!
das prinzip des konkret-historischen herangehens (für westgebildete das genesisprinzip) missachten sie absichtlich, weil sie gleichzeitig fremdenfeindliche hetze schüren (kulturexpansion einer assassinen kultur, islamischer "mob"...). sie reißen wörter und zitate sowohl aus ihrem textlichem kontext als auch aus dem zeitkonkreten entwicklungszustand der gesellschaften oder der geschichte!! marx hat auch das bürgertum gelobt, ist er damit ein bejaher des imperialismus?
engels und marx haben sich übrigens grundsätzlich zu ALLEN weltreligionen geäußert, und alle 3 waren expansiv und gewalttätig. die zusammenfassung "religion ist opium fürs volk" bedeutet ausschließlich, dass m/e/l die ursachen oder gesell. umstände, die für die entstehung und verbreitung des "falschen bewusstseins" verantwortlich sind, kritisieren und zur beseitigung derer aufrufen!! nicht die religion und deren anhänger waren also marx' feinde, sondern die umstände, die die religion welcher fasson auch immer ermöglichten.
als lektüre empfehle ich den engelschen antidührung (Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft) oder marx "Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie".
beide werke sind um die 160 jahre alt. damit also eine feindschaft gegen die "willkommenkultur" oder gar einen "aufruf zur gewalt" zu begründen, ist nun ohne zurückhaltung nur noch bekloppt!
den rest ihres posts ignoriere ich mal, weil ich eigentlich ein sehr zurückhaltender und toleranter mensch bin;)


Am 12. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Sie bleibt sich doch treu; die CDU.
Mit Nazi Geld soll sich die CDU gegründet haben wird gemunkelt.
Mitbegründer Konrad Adenauer von 1949 - 1963 Bundeskanzler der BRD, und sein Staatsminister Globke, Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, und einer der wichtigsten Regierungsbeamten von Adenauer ist erst zurückgetreten, als er in der DDR 1963 in Abwesenheit zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Die Liste ehemaliger Faschisten ist lang, zu lang für eine Republik, deren Widerstandskämpfer und Antifaschisten bis Heute weder rehabilitiert, noch freigesprochen, noch entschädigt wurden. Genau dieses haben die Faschisten in Adenauers Kabinett verschleppt, verzögert und verhindert. Und nationales,und auch nationalistisches Gedankengut findet sich dort wieder. Der "Untertan," Heinrich Mann beschreibt den deutschen Untertan, und wo wird der denn sichtbar ? Nach oben buckeln, und nach unten treten, und die eigenen Vorteile jederzeit nutzen zu können, sind die Eigenschaften, mancher Deutscher geblieben.
Die Vorsitzende dieser Partei macht es vor. Wie es denn gerade passt, und was gefragt, gewünscht wird, von dem Kriegsverbrecher USA, wird in Windeseile, meist in vorauseilendem Gehorsam, wie es ein Untertan nun einmal tut, erledigt.Personenkult auf dem Parteitag der CDU, der einen schon mal nachdenklich stimmt, und Merkel sendet Signale an Gauweiler (der war doch mal Parteifreund), und was bietet sich denn mehr an, als die Burka auf Deutschlands Straßen ?
Die wirklichen, die echten, die das Leben der Menschen betreffenden Probleme, kommen irgendwie nicht zur Sprache. "Den Menschen in Deutschland geht es gut." Merkel Zitat.
Wen sie damit wohl meint ? Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, sicherlich, die vielen Arbeiter und Angestellten, die einem extremen Konkurrenzdruck ausgeliefert sind, und mit "Abstiegsängsten" zu kämpfen haben,wohl eher nicht, denn in Hartz 4 will keiner, Arm im Kapitalismus heißt: Ausgrenzung, sich selber überlassen sein, und ein nicht enden wollender Kampf ums Überleben, der nicht weniger werden wird, und eben von diesen Schmarotzern, Heuchlern und geistigen Tieffliegern mit den Hartz Gesetzen in Gang gesetzt wurde. Die Folgen für die Menschen sind nicht überschaubar, weil die psycho-sozialen Auswirkungen weder erforscht, noch von größerem Interesse sind, obwohl völlig klar ist, dass der Mensch partizipieren muss, und in der menschlichen Natur ist lebenslanges Lernen angelegt, und seine Talente, und seine Fähigkeiten sind für eine Gesellschaft von großer Wichtigkeit. Es ist ein Verbrechen, den Menschen ihre Entwicklung zu nehmen, und sie dafür auch noch zu bestrafen.
Der Niedriglohnbereich, die Menschen ohne Dach über dem Kopf, Altersarmut, Pflegenotstand, Folgen von Hartz 4, um nur einiges von sehr viel mehr zu nennen, die meinte Merkel wohl eher nicht. Die Maut war mit ihr auch nicht zu machen, und die Mehrwersteuer, die uns dann die 19% beschert hat, auch nicht. Wer weiß, was noch mit der Burka in deutschen Landen geschieht. Merkel mit ner Burka ? Dann bleibt einem wenigsten der Anblick erspart. Die würden mit dem Teufel koalieren, wenn die Zahlen es hergeben, mit oder ohne Burka.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Peter Lind:

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, die Gellermann in Sachen Verhüllungsverbot erzeugt. Ich finde den Beschluß dieser einen Volkspartei: Verhüllungen zu verbieten geradezu sensationell und beispielhaft, an der sich eine andere Volkspartei anschließen sollte. Da gibt es genug an Verhüllungen, die enthüllt werden müßten: auf den Cayman-Inseln und in Panama, in Wolfsburg und in Bad Aibling, bei dem bewaffneten Arm des BfV - der NSU -...
Eine Frage hätte ich da noch gerne geklärt: Wie hoch ist der gesellschaftspolitische und ökonomische Schaden für Deutschland, den die 405 (oder sind es 406) Burkaträgerinnen, die es in Deutschland gibt, verursacht, verglichen mit den Schäden, der unzähligen Maschmeiers, Ackermanns, Winterkorns, Beckenbauers, Höneß'....?


Am 12. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ H. Tigertaler
Wollen sie Marx nicht, oder können sie ihn nicht verstehen ?
Beides wäre ja möglich.
Debatten, die über den Schlagabtausch und des "Recht haben wollens" hinaus gehen halte ich für sinnvoll, weil es dann um Inhalte geht; alles andere ist uninteressant.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Carsten Hanke:

Mit Eurer sachlichen und jederzeit belegbaren Medienkritik leistet Ihr eine Vorbildrolle zur Aufklärung über den medialen Verblödungsprozess der in diesem Staat systematisch betrieben wird. Obwohl ich es zeitlich bedingt nur sporadisch umsetzen kann, versuche ich gegenüber der örtlich erscheinenden bürgerlichen Presse in Form der Ostsee-Zeitung ähnlich aufklärerisch zu wirken. Das kann man, so meine Erfahrungen nur über Facebook tun, da kritische Leserbriefe keinerlei Beachtung finden. Es wäre nicht nur schön sondern sinnvoll, wenn weitere Leser sich dazu entschließen könnten, in sachlich, argumentativer Form auf die zahlreichen Missstände in den Medien vor Ort hinzuweisen..

Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg für Eure wichtige Aufklärungsarbeit!!!


Am 12. Dezember 2016 schrieb Roman Gärtner:

"Schöner" Artikel!

Das die CDU früher oder später mit der AfD kuscheln wird war doch klar...die würden für den Machterhalt alles tun (nur nicht mit den Linken *g*).

Im Moment versucht man wohl "Überläufer" mit AfD-Parolen (Hauptaufgabe der CSU) und Pseudo-Themen / -Problemen wieder einzufangen...so hatte es ja auch u.a. Patzelt gefordert...und die SPD sollte das mit abtrünnigen Linken machen.

Im Presseclub konnte man ähnliches zwischen den Zeilen lesen/hören:
Wenn das "Pack" und die "Systemverächter" wieder in der "sedierten Mitte" vereint sind, kann die CDU (mit wechselnden Steigbügelhaltern) für immer und ewig "unsere Werte" für "unsere Zukunft" festlegen und in aller Ruhe durchregieren.
Damit wird auch die "Demokratie" gestärkt.

Im übrigen sind "wir" gerade dabei unsere "Leit-Kultur" und "unsere Werte" nach Kuba zu exportieren.
Der arme Castro ist noch nicht richtig kalt, da tanzen die Blutsauger schon auf seinem Grab...mit fetten $-Zeichen in den Augen *sabber*
Und wenn die Kubaner "unsere Kultur und Werte" nicht wollen, dann werden "wir" ihnen diese mit "neo-demokratischen" Methoden schmackhaft machen...die paar Millionen/Milliarden um einige "Werte-Jünger" zu mobilisieren wird der EU-Steuerzahler doch gerne investieren.
Es geht schließlich um "unseren Wohlstand".

PS:
Wir müssen glaube ich einige Begriffe neu definieren.
CDU und Co. und deren "Hofberichterstatter" haben eine historische Phrasenlandschaft erschaffen...da verliert man zwangsläufig die Orientierung.

Ganz besonders würde mich das "System" und diese ominösen "Werte" in diesen "post-faktischen" Zeiten (und Zukunft) interessieren.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Hier die Ergänzung meines Kommentars:
Wer angesichts der ununterbrochenen Kriege in der "Leit-Kultur" noch an unsere "Leit-Losung: NIE WIEDER KRIEG? glaubt, der ist ein bedauernswerter Träumer!
Trotzdem bleibe ich PAZIFIST!!!


Am 12. Dezember 2016 schrieb Max L.:

Zitat Gniffke:

"Der Jemen gehört in der weltweiten Berichterstattung ein bisher zu den vergessenen Kriegen, weil dort kaum internationale Journalisten vor Ort sind."

Nochmal, damit es alle verstehen: Der Jemen gehört zu den vergessenen Kriegen - das ist schon fürchterliches Deutsch. Aber die Begründung, warum der Krieg im Jemen - der dürfte gemeint sein - zu den vergessenen gehört, ist geradezu haarsträubend: Weil kaum internationale Journalisten vor Ort sind.

Jetzt übertragen wir das mal auf Syrien. Wer wird dort fast jedes Mal von ARD aktuell als Quelle herangezogen? Die "Beobachtungsstelle" in England, bestehend offenbar aus einer oder zwei Personen, deren Behauptungen, wie die ARD selber zugibt, nicht unabhängig überprüft werden können. Die eigenen Korrespondenten sitzen z.B. in Kairo.

Man muss sich jetzt fragen, ob Gniffke die Programmbeschwerde, die er so selbstbewusst zurückweist, überhaupt verstanden hat. Und wenn ja, warum er dermaßen an der Sache vorbei "argumentiert", unter dem üblichen Verweis auf "Tagesschau 24" und andere Formate, die es ja gibt, das bestreitet niemand, so wie es auch Berichte über alles Mögliche gibt, irgendwo und meist nach Mitternacht. Gniffke muss doch aber wissen, dass die meisten Leute nur die Hauptsendungen - Tagesschau um 20 Uhr und/oder die Tagesthemen - konsumieren, und dass deshalb genau in diesen Sendungen genau die Schieflage zu beobachten ist, die Bräutigam und Klinkhammer immer und immer wieder völlig zurecht anprangern. Die Propagandamethoden sind doch längst entschlüsselt. Gniffke und die Seinen wurden schon hundert-, nein, eher tausendfach ertappt. Die Ausreden werden nicht besser, sondern immer erbärmlicher. Aber ganz offensichtlich wollen sie diesen Holzweg weiter beschreiten, denn die Propaganda wird wohl noch gebraucht.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Gideon Rugai:

Dazu gibt es passend diesen schönen Artikel aus den Nachdenkseiten, der einmal mehr belegt, dass den Durchschnitts-Wunderdoktor mit der Berufsbezeichnung "Politiker" die Realität, also die gelebte u. wahrgenommene Wirklichkeit des Durchschnittsbürgers weder interessiert noch tangiert - sofern das "Rating" nicht passt:
Hauptsache Triple A als Gütesiegel im Gepäck - die Sinnhaftigkeit ist dabei eher nebensächlich - was so manche "irre" Politikerentscheidung/-handlung zumindest erklärbar macht.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=36200

Desweiteren hatte ich sofort das schöne Interview mit dir und (dem brandgefährlichen) Ken FM im Ohr :

https://www.youtube.com/watch?v=LTwFePvdLys&feature=youtu.be

Setzt man die Aussagen des nachfolgend Interviewten dagegen, muss man zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass der vorher bei irgendeinem Frühschoppen war und in seliger Weinlaune "uff politisch" jemacht hat oder aber die komplette Ahnungslosigkeit konnte nicht einmal mehr durch den Geist des Weines getrübt oder gar tiefer vergeistigt werden....und ohjeh: Das soll unsere Intelligenzija sein ?

Na denn : Prost Mahlzeit !


Am 12. Dezember 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Ja! .. ja! ... "Unsere Leid-Kultur" ... pardon "Leit-Kultur"!
"KULTUR" heißt "Ackerbau" und der existiert sei ca. 10T.J.. Seit dieser langen
"Kultur"-Geschichte ist "Kultur" eine Kette von "Leid-Kulturen" des "KRIEGEN"-Wollens! Es soll ja nur 250 J. "FRIEDEN" in
der 10tausendjährigen "KULTUR" gegeben haben und also ununterbrochen 14.400 KRIEGE mit 3,5 Milliarden TOTEN! Apropos "BURKA", das ist doch eine patriarchale "Schutz-Verordnung" für den BESITZ "meiner" Frau, die kein anderer Mann sehen, geschweige denn "KRIEGEN" soll! Übrigens so eine Fast-Burka gibt es auch in der "christlich-abendländischen Leit-Kultur", nämlich die der sog. Nonnen!
Wer in der "Leid-Kultur" angesichts der andauernden Kriege ersthaft an unserer "Leit-Losung: NIE WIEDER KRIEG" glaubt


Am 12. Dezember 2016 schrieb Lutz Jahoda:

MIT DER BURKA
KOMMEN KÜCHENLIEDER
WIEDER IN MODE

Auch die Nilpferdledergerte
stand einst schon für deutsche Werte.
Passt nur schlecht zum Weihnachtsessen,
also lasst uns schnell vergessen
all das böse Negative
alter Reichslegislative,
obgleich dies dazugehörte,
weil es den Gewinnkreis störte.
Darum nehmt zur Kenntnis, Leute:
Ordnungsstrenge gilt noch heute!
Dollarschweren Burkabräuten
würden sogar Glocken läuten,
falls sie recht viel bei uns kaufen.
So in Garmisch schon gelaufen,
mit und ohne Staates Segen.
Auch mal wertfrei, desterwegen,
kommt nicht alles ungelegen!


Am 12. Dezember 2016 schrieb Michael Kohle:

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Der Galerist gönnt uns ein frühes Geschenk. Das wird zwar meist zu anderen seiner Traktate auch behauptet, von den üblichen Verdächtigen. Nicht, dass sie jemals unrecht gehabt hätten, für mich allerdings ist es heuer jedoch besonders berechtigt. Gäbe es sowas wie einen Oscar dafür, einen goldenen Kurt und/oder Carl, dann wäre er wohl fällig.

Jetzt mal ehrlich! Der Burka-Bann ist doch nur eines: konsequent. Auch und gerade wegen der aktuellen wertegemeinschaftlichen Sicherheitshysterie. Wo allein schon menschliche Spucke als Applikation auf Plexiglashauben in der Kriminalstatistik geführt wird, einfach mal den Herrn Wendt fragen. Nein, die gemeine Burka ist nicht nur Schrecken aller Kaufhausdetektive. Allein die Vorstellung, igitt. Jetzt, wo bald zu erwarten sein dürfte, dass eine Nutzanwendung von Fassbomben in Syrien nicht mehr ansteht, könnte doch das Konzept in miniaturisierter Form durch zugereiste Nichtmoderate einer Wiederverwendung zugeführt werden. Befürchtet das doch bestimmt der ein oder andere in den Innenministerien des Landes und des Bundes. Besonders einer, ausgerechnet der Schwiegersohn von der schwarzen Null, weiß natürlich genau, dass der Begegnung dieser Gefahr keinesfalls mit Nacktscannern unter den Linden, auf der Kö oder gar flächendeckend beizukommen sein wird. Da bedarf es einer kostengünstigeren Variante. Dabei ist diese ja längst eingeführt, oder gibt es das Vermummungsverbot nicht mehr?

Womit wir doch tatsächlich beim eigentlichen Thema angelangt wären. Wahrscheinlich ist es mal wieder keinem aufgefallen, was da gerade mal wieder so abging. So weit ist ja Essen von Bremen nicht entfernt, da liegen manche Parallelitäten offen zutage. Bezüglich Zustand der Partei im Allgemeinen und Besonderen, im Innen- und auch im Außenverhältnis, mit der Hoffnung und den Gefahren, Endzeit eben. Und wie der sich damals noch nicht als Einheitskanzler wähnende auf dem Parteitag in Bremen vor 27 Jahren sich zu wehren verstand, dessen dürfte sich die heutige Kanzlerin zwar nicht erinnern können, sie wird sich aber wohl schlau gemacht haben, evtl. sogar hier:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13496328.html.

Die Obristen dieses Mal in ähnlicher Lage, nun, sie waren also vorgewarnt. Hasenherzig schreckten sie deswegen auch vor einem offenen Putsch zurück. Und wählten gezielt ihren Hannemann (geh du voran) für den Parteitag. Genau, den Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg und gerade durch einen stillen Putsch durch die Hintertür auch zum de facto Landesvater aufgestiegen. Der einstige grüne Wahlsieger genügt sich in seiner Rolle als Koalititonsschmied im Bund vollauf. Der Strobl, Thomas dürfte auch seinen Schwiegerpapa befragt haben, der saß doch damals bestimmt mit auf der Bühne in Bremen und durfte mitbekommen haben, wie dem Heinerle das Rückkrat und dem Cleverle jeglicher Mut abhanden gekommen war. Übrigens: Ähnliches was dem tapferen Gesellen W. neun Jahre später widerfuhr. Déja vue?

Dieses Mal war alles irgendwie anders. Die gar nicht moderaten Rebellen saßen jedenfalls nicht mehr auf der Bühne sondern im Saal. Als Bodyguard der Kanzlerin gerierte sich ohne Unterlass der eben genannte Thomas, wuselte um sie herum als ob der Gottseibeiuns in der Nähe sei. Aber aufgepasst: wer hatte den Leitantrag umgeschrieben? Genau! Wer hatte sonstige Infiltrate - fein getunt - gut platziert? s´Thomässle! Mit dem Burka-Verbot zu Beginn glaubte die ewige Parteivorsitzende sich die miese Stimmung weitestgehend vom Halse geflötet zu haben. Warum nur dachte dennoch jeder im Saale erheitert „Mit mir wird es eine Burka nicht geben!" gehört zu haben?

Alles war bei dieser Veranstaltung gut geplant, organisiert, die Strippen richtig gezogen. Auf den Strobl kann man sich verlassen, außerdem hat man ja auch Etliches bei Wolfgang gut zu machen. Wann, wenn nicht jetzt? Wollte nicht wissen, wie oft der Eidam Blickkontakt gesucht, ein Kopfnicken erhofft hat. Schlußendlich ist doch alles prima gelaufen. Keinesfalls über neunzig hatte es wohl geheißen, daraus wurde die Ziellandung 89,5. Der Schlußapplaus, der kostet ja nichts und bringt Dauererwähnung in den wohlgeneigten Medien: 11 Minuten, Donnerwetter!


Und dann, als die Herrscherin aller Werte schon glaubte, alles hinter sich zu haben, da setzte es ihn noch, jenen Hieb. Nackenschläge sind nieder gut gemeint. Entgegen ihrem ausdrücklichen Wunsch, ihrer laut von sich gegebenen Maxime, votierte das Fussvolk für die Abschaffung des Doppelpasses. Nicht im Fussball, für vornehmlich in Großdeutschland geborene Türkenkinder. Ein Blattschuss! Konnte doch damit ein klares, ein offensives Zeichen gesetzt werden. Gegen eine Weiterführung einer Koalition mit den schwindsüchtigen Sozen, mit denen war das vor zwei Jahren als ein erster Koalitionserfolg gefeiert worden. Genauso wichtig: ein einziges Veto gegen eine schwarz-grüne Koalition, falls Opa Winfried seine Schäfchen nicht genauso an die Kandare zu nehmen versteht, wie jetzt im Ländle. Und ein schöner Gruß an die Rest-Wähler. Wäre ja auch die letzte Alternative für eine Koalition.

Kein Ton zu den aktuellen Themen der Zeit, schon gar kein Rückzug von bellizistischen Positionen. eine Ordnungsrufe für die Kriegsministerin, die derzeit pausenlos in zukünftigen oder (hoffentlich) vermeintlichen Aufmarschgebieten herum tobt. Kein einziges Ohrenziehen für Provokateure à la Röttgen. Nichts, was auch nur ansatzweise mit den Anliegen von einem Großteil der Deutschen irgendwie zu tun hätte. Stattdessen: klammheimliche, bedrückende Angst vor dem Abstieg. Einspruch! Es ist eher eine Angst vor dem, was so ab Ende Januar anstehen könnte. Da könnte so manches von Trumpschen Winden verweht werden. Hätte ja auch was für sich: Berlin wäre dann für einige Zeit die letzte Wagenburg der Wertegemeinschaft. Fraukes Fähnlein im Boot spielte da keine Rolle mehr. So dachte auch mal ein Erbsälzer Franz.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Hans Tigertaler:

Was ist eine Burka gegen einen Niedriglohn!
Was ist eine Kulturexpansion gegen eine Niedriglohnexpansion.

Ich hab's: Eine Kultur definiert die Existenzform der Klassenkämpfe, ein Lohnsektor spiegelt das Kräfteverhältnis der Klassen. Dieses Kräfteverhältnis aber rational messen zu können, hängt vom formalen Freiheitsgrad der Kultur ab.

Nun denn:

Noch ein Versuch, meine eigenen Leute davon abzubringen, eine assassine Kultur zu bewinseln, nur weil sie deren Underdogs sonst beleidigt wähnt:

Karl Marx war hinsichtlich der Moslems ein Todfeind jeder Willkommenskultur. Den millionenfachen islamischen »Mob«, der in seiner eingebildeten religiösen Überlegenheit gewohnheitsmäßig unzählige Verbrechen an den ungläubigen Gewerbetreibenden verübe, von denen er aber lebe, nannte Marx einen Pöbel, »mit dem verglichen der Mob des römischen Kaiserreichs eine Versammlung von Weisen und Helden war«.

Nicht rein, sondern raus mit ihnen aus Europa war Marxens ausdrückliche Aufforderung zur Gewalt.
(MEW Band 9, Seite 9)

Das macht: Marx wußte um den religiösen Obskurantismus als der allerschwärzesten Reaktion, der gegenüber jede Toleranz selbstmörderisch und selber reaktionär ist.

Es gibt eben etwas, was wir mit der Bourgeoisie gemeinsam haben: Die Aufklärung. Und deren Sonne war bewaffnet, und sie war blutrot.

Antwort von U. Gellermann:

Da ist es ja wieder, ihr Lieblingsthema: Der Islam. - Karl Marx ist, schon mit seiner Aufforderung „alle Verhältnisse umzuwerfen“, als Gewalt-Täter bekannt. Aber die von Ihnen zitierte Stelle aus den MEW meint den „Mob von Konstantinopel“. Mein Artikel aber meint jenen CDU- und AfD-Mob, dem die Burka nichts anderes ist als ein schöner Grund zu allerlei Fremdenhass. Dass es sich um den Hass auf den Islam handelt ist eher zufällig. Wenn möglich, kann es auch wieder der Jude sein. Geübt wird zur Zeit an den Russen. Marx hat mit alldem nichts zu tun.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Armin Gröpler:

Ich finde, man sollte die Burka auch für hässliche fette Politiker einführen. Das würde das würde die TV-Nachrichten erträglicher machen.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Das Jahr neigt sich dem Ende, und die politischen Zeiten in unserem Land und der Welt verlangen nicht nur unsere, Aufmerksamkeit, sondern unseren Mut und die Bereitschaft, wach zu bleiben und dem Streben nach einer besseren, einer gerechteren Welt niemals zu aufzugeben.
Der Verfasser, Autor, politischer Journalist dieses Blogs, steht genau dafür mit Leib und Seele ein.
Natürlich konzentriert auf das politische Tagesgeschehen in unserem Land, mit den unfähigsten, und hochbezahlten Politikern aller Zeiten, doch nie aus dem Auge verlierend, die politischen Verhältnisse in der Welt, und die Namen derer immer wieder zu benennen, die an Völkermord, an Kriegen, an Unterdrückung, an Not und Elend sich schuldig gemacht haben; auf immer.
Der ungetrübte Blick auf die Politik des Landes, macht diese Seite so unendlich wertvoll, weil wir seit dem Faschismus nicht mit solch einer geballten Propaganda, in eben genau dieser Art zum "Umdenken" gezwungen werden sollen, und der Rest von Demokratie und Menschenrechten in den Herzen und Köpfen vernichtet werden soll.
Es gibt noch vieles mehr zu sagen, doch will ich es dabei belassen, und Uli, und seinen nicht müde werdenden Mitstreitern, bereits an anderer Stelle genannt, und sehr gerne wiederholend, namentlich die Herren Klinkhammer, und Bräutigam ganz herzlich danken, und natürlich Lutz Jahoda, der seinen festen Platz in der Galerie hat.
Bestens informiert über das ganze Jahr, und diese charakterstarken Männer, die immer weiter machen, weil es um unendlich viel mehr geht, als um den eigenen Tellerrand, die warme Stube, und genug zum Essen zu haben, gilt mein tief empfundener Dank.
Viele Menschen, auch in unserem Land haben nicht mal mehr dieses. Sie kämpfen mit zwei,drei Jobs und mehr ums Überleben, sind ihrer Würde beraubt, und werden "vergessen."
Im anderen Menschen, den Menschen erkennen, und dafür einzustehen; genau das macht Uli, in seiner unverkennbaren Art und Weise, die einen zum Lachen und Weinen bringt, vor allem aber zum Nachdenken, zum Hinterfragen, zum Selbständigen Denken anregt, Das nenne ich Qualitätsjournalismus auf hohem Niveau; ein Stern am Medienhimmel, der hoffentlich noch lange leuchtet
Danke, lieber Uli, und den Mitschreibern und Lesern wünsche ich in turbulenten, politischen Zeiten ein Stück Ruhe und Erholung, um weiter machen zu können.
Nie wieder Faschismus und Nie wieder Krieg.
"Frieden auf Erden."


Am 12. Dezember 2016 schrieb Andreas Schell:

Sie laufen zu Höchstform auf, Herr Gellermann. Großartige Lektüre.

Nur: selbstverständlich ist ein Burka-Verbot wichtig. Ich habe das so verstanden: die blickdichte Hecke der Millionärsvilla wird abgeschafft und durch Leitkultur-Liguster, maximal 1,5 m hoch ersetzt. Der Sehschlitz, also die Überwachungskamera: illegal. Was unter der Burka ist, also sowohl der vermutlich immer dort angebrachte Sprengstoffgürtel, als auch, in der verhüllten Villa, der Schrank mit den Jagdwaffen: weg damit! Die Steuererklärung und das Einkommen aller muss ans Licht, die finanziellen und persönlichen Beziehungen der Lakaien in den Redaktionsstuben, alle Vermögen und ihre Herkunft, Steuerbilanz, Ausbildung, bisherige und aktuelle Arbeitsverhältnisse, Jahreseinkommen, Fahrzeug, politische Gesinnung, Einkaufsverhalten, aktuelle Position auf 1,5m genau (Siehe Höhe Hecke), Bewegungsprofil, persönliches Netzwerk, oder bei Armen das Adressbuch: alles wird ab sofort offen getragen. (denken Sie sich an dieser Stelle eine lange, auf den ersten Blick etwas wirre Aufzählung). Ach die Unterschicht hat das schon alles geliefert? Bis auf das Recht, eine Burka zu tragen? Hm.

Egal und auf! Die Kanzlerin arbeitet daran, dass hier in Deutschland nichts mehr verschleiert wird. Das ist doch mal ein richtig fettes Programm, oder? Gleiches Recht für alle! Danke, Frau Merkel! Sollte das BurkVerbGes Ausnahmen zulassen, besorge ich mir eine und gehe damit zusammen mit Gleichgesinnten im Villenviertel spazieren.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Ira Kormannshaus:

Auch wenn es vermintes Gebiet ist - ich bin absolut für ein Burka-Verbot. Wohlgemerkt, Burka - nicht Kopftuch. Wenn Menschen hierher kommen, sollen sie auch in diesem Land, in dieser Kultur ankommen. Und zu der gehört, zumindest physisch, Gesicht zeigen.


Am 12. Dezember 2016 schrieb Jenny Birkenbusch:

Ich finde Burkas ganz grässlich. Und das ist mir nicht nur ein ästhetisches Thema. Diese Bekleidung kann auch für die betreffenden Frauen nicht bequem sein. Aber von diesem Ganzkörperkondom werde sie sich selbst befreien müssen. Uns hat keiner zum Klamotten-Richter bestellt!


Am 12. Dezember 2016 schrieb Aleks Korty:

Das wäre aber sehr schade, wenn die CDU ein Burka-Verbot durchsetzen würde. Die Kanzler-Marionette, bekleidet mit einer Burka am Rednerpult im Reichstag würde mir gefallen!


Am 10. Dezember 2016 schrieb Thomas:

Die Dummheit, tot! Welch phantastische Perspektive...

Eine schöne Rede des "Dr. med Hiob Praetorius" aus Curt Goetz' gleichnamigen Bühnenstück, hier in der Verfilmung mit ihm selbst:

https://youtu.be/QCFZsDqtM3o?t=354

Geschrieben 1934 , verfilmt 1950, noch unter dem Eindruck des völlig zerstörten Europas. Ich hab mal den Startpunkt des Videos verlegt, die volle Länge ist ebenfalls sehen/hörenswert. Wer die Verfilmungen der Goetz-Stücke mit Heinz Rühmann kennt, dem rate ich dringend, sich die mit Curt Goetz zu besorgen. Der Mann war ein Gigant der Sprache, des Wortwitzes und der (Selbst-)Ironie. Und fast alles davon zerstörte Rühmann mit seinem preussisch schnarrenden Tonfall und völlig abwesender Ironie.

Und wie man sieht, is Curt Goetz zeitlos. Wenn auch etwas altmodisch. Nun ja... er hat VOR der Emanzipation gelebt. Allerdings in einer künstlerischen und praktischen Symbiose (und Ehe) mit der Schauspielerin Valerie von Martens, die seine Arbeit beflügelte und unterstützte, und selbst "am Set" Regiearbeit übernahm , wenn der Mann gerade vor der Linse stand, wie man dem Vorspann des "Hauses in Montevideo" entnehmen kann. Einer meiner Lieblingsfilme! Vielleicht eine Filmempfehlung fürs Wochenende?

https://www.youtube.com/watch?v=9gA1hPZw3Ss

https://de.wikipedia.org/wiki/Curt_Goetz

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