Der Agenda-Präsident

Steinmeier: Wahlhelfer der AfD

Autor: U. Gellermann
Datum: 17. November 2016

Demnächst im Schloss Bellevue: Jeden Montag die große Suppenküche für die Armen in ganz Deutschland. Dazu der neue Bundespräsident Steinmeier: „Das nenne ich soziale Gerechtigkeit! Mit meiner Agenda 20/10 habe ich Euch arm gemacht und meine Karriere aufgebaut, jetzt will ich mich bei Euch bedanken!“ Am Dienstag der Treff der Teilzeitjobber, Steinmeier: „Weiterharken! Dahinten ist noch Laub!“ Mittwochs: Aufmarsch der Nazi-Bataillone aus der Ukraine, Steinmeier: „Ihr werdet verstehen, dass ich Euch nicht reinbitten kann“. Donnerstags: US-Drohnenpiloten aus Ramstein bitten um Asyl: „Sie haben zwar damals gesagt, es gebe keine Anhaltspunkte für uns, aber hier sind wir.“ Freitag: Skatabend mit Freunden aus dem BND und der NSA. Samstag: Pressekonferenz des Bundespräsidenten zum Besuch von Donald Trump in Deutschland, Steinmeier auf die Frage eines Journalisten: „Ja, ich habe Herrn Trump mal als Hassprediger bezeichnet, aber die Betonung lag eindeutig auf dem Wort Prediger, schließlich hat sich Herr Trump in seinem Wahlkampf eindeutig zur Marble Collegiate Church bekannt.“

In der Nacht der Trump-Wahl twitterte die Berliner AfD: „Wir sind Präsident!“. Marine Le Pen und Geert Wilders gehörten in der selben Nacht zu den ersten Gratulanten für Donald Trump. Jede Menge Kommentatoren führen den Wahlsieg von Trump auf die scharfe soziale Spaltung in den USA zurück und begreifen durchaus, dass die Wurzeln der radikalen europäischen Rechten im selben globalen Mist wuchern: Begründete Ängste um den Verlust der Arbeit, um das bisschen sozialer Sicherheit, das ihnen der Kapitalismus in seiner Gnade noch vor Jahren zuteilte. Ängste, die prima im weiteren Abbau von Demokratie gedeihen. In der Undurchsichtigkeit politischer Entscheidungen. In der Bürokratisierung der Politik. In der Enteignung eigenständigen Denkens durch eine Vereinigung regierungsfrommer Medien. Ängste, die nach der bewährten Methode „Wir schlachten einen Sündenbock“ eingesammelt werden: Schuld haben immer die Araber und die Flüchtlinge, in Europa brauchen wir keine Mexikaner.

Man sieht sie vor sich, die Spitzen der Koalition: Ja, was machen wir denn da? Da schlagen wir doch einen bewährten Mann zum Bundespräsidenten vor, den Frank W. Steinmeier. Da steht das W für Weiter-So. Fröhliches Gelächter im Koalitionsausschuss. Und der GRÜNE Omid Nouripour lacht mit: „Wir Grünen müssen zwar noch miteinander reden. Aber Fakt ist: Steinmeier kann den Job“. – F. W. Steinmeier, der gelernte Büroleiter, hatte seinem Paten Gerhard Schröder für das Steuersenkungsgesetz das Händchen gehalten und den Staat zugunsten der Konzerne geplündert. Bei der gesetzlichen Hartz-Vier-Sklaverei durfte er seinem Meister sogar die Feder führen. Und natürlich war der allzeit dienende Mann aus Niedersachsen auch im Krisenstab mit Kanzler, Außen-, Innen- und Verteidigungsminister, als der Beschluss zur Teilnahme Deutschlands am Afghanistankrieg fiel. Da war es nur logisch, dass er als Außenminister das Jubiläum „100 Jahre Deutsch-Afghanische Freundschaft“ in Kabul feierte: Jenen Versuch des kaiserlichen Deutschlands die Afghanen in den Ersten Weltkrieg reinzuziehen. Die Afghanen waren damals klug genug Nein zu sagen. Doch der Weiter-So-Steinmeier sagt heute in die Kameras grinsend: "Afghanistan und Deutschland bleiben gute alte Freunde. Das ist eine Freundschaft ohne einen Endtermin." Dass der letale Endtermin für viele Zivilisten und Soldaten auch ihm zu verdanken ist, das schert Steinmeier nicht.

Auch bei der Weiterentwicklung der Geheimdienstherrschaft, dem Datenklau in neuer Dimension, stand Steinmeier Schmiere: Geheime Akten des Kanzleramtes und des Bundesnachrichtendienstes belegen die Zusammenarbeit von NSA und BND in der „Operation Eikonal“, um Internetdaten und Telefonverkehr illegal abzufangen. Wer zog dafür die Strippen im Kanzleramt? Steinmeier. Das feige Wegducken Steinmeiers, als Murat Kurnaz aus dem US-amerikanischen Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base hätte befreit werden können, steht exemplarisch für den beamteten Anpasser. Wenn er sich nicht gerade wegduckt, dann guckt er weg: Als Edward Snowden enthüllte, dass der US-Drohnen-Krieg auch vom deutschen Ramstein aus geführt wird, glaubte er gern der Lüge Obamas, es würden keine Drohnen aus Deutschland gesteuert. Als es mal um Drohnen für die ukrainisch-russische Grenze ging, war der servile Steinmeier ganz wach: Die Bundeswehr, so Steinmeier, könne dazu zwei Überwachungsdrohnen abstellen, geplant sei auch eine "bewaffnete Begleitung der Betriebsmannschaften". Na klar, wer auf dem Kiewer Maidan die Erweiterung der Europäischen Union in Kooperation gemeinsam mit den dortigen Nazis verteidigt hat, der ist auch so verrückt einen Bundeswehr-Einsatz im ukrainischen Krieg zu erwägen.

Aber vielleicht sollte man ein wenig erleichtert sein, dass Steinmeier demnächst der aktuellen Politik entrückt ist. Hat er doch als Außenminister eine Flugverbotszone über Syrien vorgeschlagen. Ein Vorschlag, der bei seiner Verwirklichung Kämpfe zwischen russischen und amerikanischen Flugzeugen ausgelöst hätte. Eine prima Methode, um dem 3. Weltkrieg näher zu kommen. – Noch ist die Haltung der Linkspartei zur Wahl des Bundespräsidenten nicht endgültig bekannt. Immerhin hat die LINKEN-Vorsitzende Kipping einen eigenen Kandidaten ihrer Partei für das höchste Staatsamt nur für den Fall angekündigt, dass Sozialdemokraten und Grüne keine weitere Gesprächsbereitschaft für einen gemeinsamen Kandidaten an den Tag legen. Und immerhin hat Steinmeier mal der Führungsfigur des rechten Flügel der Linkspartei, Dietmar Bartsch, Asyl in der SPD angeboten. Für den Fall, dass er in der LINKEN zu arg von Linken kritisiert würde. Wahrscheinlich deshalb nimmt Bartsch eine Hintertürchen-Position zur aktuellen Präsidentenwahl ein: Steinmeier sei zwar ein "schwieriger Kandidat", allerdings habe er in der Außenpolitik "durchaus positive Akzente" gesetzt.

Das Weiter-So der etablierten Parteien, gut erkennbar in der Nominierung Steinmeiers zum Bundespräsidenten, kann dem späteren Präsidenten einen historischen Moment bescheren, wenn er nach den nächsten Bundestagswahlen den AfD-Ministern einer kleinen Koalition aus CDU und AfD ihre Ernennungsurkunden übereichen muss. Auch weil die SPD, inzwischen auf die Gabriel-Gehirn-Größe geschrumpft, als ewiger Regierungspartner der CDU mangels Wählerstimmen weggefallen ist.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. November 2016 schrieb Heinz Schneider:

Ob Roland Koch, Marianne Birthler oder Frank Walter Steinmeier Bundespräsidentin wird, kann dem machtlosen Zuschauer egal sein.
Das Problem ist nämlich: Niemand ausserhalb einer sich selbst ermächtigenden Berliner Kungelrunde hat mehr eine Wahl. Die Bundesversammlung wurde zur Farce entwertet, und die repräsentative Demokratie gleich mit. Eine derartige anmaßende Ignoranz hätte ich in Zeiten der andauernden Klage über den aufsteigenden Rechtpopulismus nicht mehr für möglich gehalten. Der nächste Bundespräsident hat seine Autorität schon verloren, bevor er gewählt wurde.


Am 20. November 2016 schrieb Der Linksliberale:

Es wurde Anfang 2016 Herrn Steinmeier "echt bange" bei der Vorstellung Trump könnte Präsident werden (April 2016)...weil...die außenpolitische Agenda von Trump ist "nicht ganz frei von Widersprüchen" (Juli 2016) und "grotesk" nannte der Herr Außenminister die gesamte Agenda von Trump. Und in Trump erkannte er einen "Hassprediger" (August 2916). Jetzt sitzt D. Trump an der atlantischen Entscheidungs- und Gehorsams- Tete und der Herr Sozialdemokrat Steinmeier müßte jetzt eigentlich empört zurücktreten. Denn es geht ja gar nicht, dass D. Trump demnächst und erwartungsgemäß mit der Hohlphrase "ick bin än Bärlinär" durchs Brandenburger Tor marschiert und Dackelmädchen Merkel hinterher und dann der Steinmeier womöglich immer noch dabei ist...nix, der Steinmeier ist politisch "verbrannt", der geht jetzt ab als Winke-August und dann kann er ja sozialdemokratisch inspiriert eine Patenschaft über eine Berliner Tafel übernehmen (500 m neben dem Reichstaggebäude), das hat der Gauckler ja übrigens abgelehnt . Unser Kaiser, zugleich Führer der freien Welt und Chefdemokrat D. Trump sieht und hört ihn den Steini dann nicht mehr, denn Merkel, Gabriel und Konsorten haben diesen aufmüppfigen Bundesaußenminister Steinmeier in vorauseilendem Gehorsam "entsorgt". Es geht alles nach Plan, Gute Nacht...
"Denk ich an Deutschland in der Nacht..."


Am 19. November 2016 schrieb Thomas Nippe:

Steinmeier sehe ich so wie Du. Das Amt gehört abgeschafft. In Rotation üben es bereits jetzt die Regierungschefs der Länder aus, wenn der jeweilige Amtsinhaber verhindert ist, aus was für Gründen auch immer.
Das sollte Standard werden.


Am 19. November 2016 schrieb Martin Schalter:

Ich bin nicht aus der Szene und weiss nicht, was CAMPACT ist. Es interessiert mich auch nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das ein Verein ist, der absichtlich gegründet wurde, um Proteste zu kontrollieren. So wie die Energiekonzerne Windkraftvereine gegründet haben.

Aber!!!! Warum kümmert ihr euch überhaupt darum, wer CAMPACT ist? Wisst ihr nicht selbst, wo euer Weg ist und wo ihr hinlaufen wollt? Wenn jemand die Treffen arrangiert: prima. Wenn jemand Plakate verteilt: super. Aber wenn er irgendwohin abbiegt, wo ihr nicht hinwollt, dann geht ihr doch einfach da lang, wo ihr hinwollt. Wozu eine riesen Diskussion um einen dubiosen Führer?
Lasst euch doch nicht von anderen organisieren, um dann Vorschriften zu befolgen.


Am 19. November 2016 schrieb Peter Meiser:

Herr Steinmeier ist ein würdiger Nachfolger eines" Gauklers". Auch er versteht es die Menschen salbungsvoll einzulullen. Dabei verliert er nie die Profitinterssen der inn- und ausländischen Konzerne aus den Augen. Er ist Mitverantwortlicher für Kriegstoten der militärischen Art, sowie den Toten durch die Agenda 2010, die schon weit die Zahl der 100 überschritten hat.




Am 19. November 2016 schrieb Heinz Schneider:

Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Verhältnisse auf unserem Planeten erfordern fundamentale Umbrüche unseres Lebens- und Wirtschaftsweise, denen wir uns nur um den Preise des Friedens verweigern können.
Gemessen daran finde ich eine intensive Debatte um eine nicht wirklich entscheidende Personalie überflüssig.
Erstens wird sich erst noch, quer durch Parteien und Organisationen, entscheiden, wer auf welcher Seite steht, wenn es ernst wird.
Zweitens hält der Untergang der Sozialdemokratie an, wenn sie den radikalen Umbruch weiter aufschiebt. Ich bedauere das.
Drittens aber ist vollkommen unklar,auf welcher Seite die Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land stehen wird.

Jenseits der Personaldebatte wird hier ja klug über die aktuellen Folgen des anhaltenden neoliberalen Wahnsinns geschrieben. Der aufsteigende Rechtspopulismus ist zwar zuerst der sozialen Spaltung geschuldet, offenbart aber einen tiefsitzenden Wohlstandchauvinismus, der Viele dazu bewegen könnte, Mauerbau und Krieg im Zweifel den Umbrüchen der eigenen Lebensweise vorzuziehen.

"Mauen, die Wanderungsbewegungen von Menschen verhindern sollen, dienen nur der Aufrechterhaltung des überlebten Staus quo" hat eine Liberaler, nämlich Carl Christian von Weizsäcker, in der FAZ geschrieben. Dergleichen klare Aussagen sind akute Mangelware heutzutage, auch dort, wo man sie eher erwarten würde.


Am 18. November 2016 schrieb Jan Schultz:

Der Mann hat bisher - das ist eine Meinungsäußerung! -. gut zu blenden verstanden. Bei der peinlichen Selbstverortung im Vorfeld seiner Machtergreifung war diese Maske dann schon ein wenig verrutscht. Die Kurnaz-Geschichte wird er nicht los werden. K. hat ja gerade eine öffentliche Entschuldigung des angehenden Staatsoberhaupts verlangt. Das stelle man sich vor: Der deutsche Bundespräsident bleibt einem unschuldig unter grausamen Bedingungen Inhaftierten, dessen Nichtfreilassung ihm zugeschrieben wird, selbst eine Geste reahbilitierender und bedauernder Worte schuldig. Wie schäbig. Politiker mit mehr Rückgrat hätten längst den Hut genommen.


Am 18. November 2016 schrieb Andreas Schell:

Demokratische Sache das. Ernannt wird er von unseren Vertretern. Breite, überparteiliche Zustimmung hat er, weil er dem Club zu gefallen weiß und weil der Club weiß, dass bei der nächsten Bundestagswahl keine Überraschung passiert. Merkel oder Gabriel oder so. Der Steinmeier steht dann als gefälliger Blumenkübel in Bellevue und alternativlos ist alles Weitere. Der Club sitzt fest im Sattel.
Wenn sich, wie in den USA, die halbe Bevölkerung von den Krümeln ernärt, die bloß deswegen noch runter fallen, weil oben keiner Tischmanieren hat, gibt's eine Protestwahl mit seltsamer Mehrheit. Dann kommt auch der deutsche Trump, Freund und Kollege von Präsidentin LePen und lügt, weil das nun einmal so funktioniert, noch mal genau so krass wie der angebliche Sozialdemokrat Gabriel allen mit Sozialpopulismus die Hucke voll. Der Führer ist ja damals auch in Deutschland rumgeflogen, hat den Hungernden Arbeitern Erbsensuppe ausgegeben und sie Autobahnen bauen lassen, da waren die schon zufrieden. Die USA haben diesmal die Nase vorn. Zitat des frisch gewählten Präsidenten Trump: "we will rebuild our infrastructure". Geld hat der Staat USA dafür keines, weil die Reichen noch immer nichts abgeben, die Rüstungsindustrie weiterhin was haben will und Trump das Ganze auch sicher nicht ändern wird. Bei den Armen und im Ausland ist ja schließlich noch was zu holen!
Wie der Plan weiter geht, lässt sich in Bergen von Büchern nachlesen, und die sind keine Fantasy-Romane.


Am 18. November 2016 schrieb Ruth Manchmaldabei:

An Harry Gärtner:
da hätten wir dann also den Lückenpolitiker.
Und um diesem das W zu erleichtern, hat Larve schon mal vorgebaut: "Der Militarisierungshelfer
18.11.2016
TOKIO/BERLIN
(Eigener Bericht) - Bundespräsident Joachim Gauck wirbt in Japan für eine weitere Militarisierung der japanischen Außenpolitik. Tokio stehe wie Berlin "in der Verpflichtung, mehr Verantwortung" in der Weltpolitik zu übernehmen, erklärte Gauck mehrmals während seines heute zu Ende gehenden Aufenthalts in dem ostasiatischen Land; dabei gebe es "Extremfälle", in denen "Diplomatie nicht mehr ausreicht". Gaucks Äußerungen, die seinem Beitrag zu der vor rund drei Jahren gestarteten Kampagne für eine aggressivere deutsche Weltpolitik gleichen, erfolgen zu einer Zeit, zu der die japanische Regierung das Kriegsverbot der Verfassung immer mehr aushöhlt und im Südsudan den ersten Kampfeinsatz japanischer Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in Aussicht nimmt."
(German Foreign Policy). Ob wir davon wohl etwas in der sonstigen "Presse" lesen werden ?


Am 18. November 2016 schrieb M Schmidt:

Alles gut! Das größte Billiglohnland in Europa feiert endlich seinen Billiglohnbundespräsidenten und die Mehrheit steht hinter ihm.....wie war das noch mit der " Schwahrmintellegänz"!?


Am 18. November 2016 schrieb Peter Lind:

Irgendwie bin ich von der Union enttäuscht, daß sie so schnell klein beigab und sich auf Gabriels Kandidaten einließ. Dabei hat doch die Union so viele interessante Persönlichkeiten, die würdig wären Präsidentendarsteller zu werden. Aus ihrem Kader könnte man doch eine tolle Mischung machen. Ein bißchen Günter Oettinger, eine Prise Wolf Biermann, einen Schuß (Schuß!) Bouffier. Und damit auch der vom Brüllaffensyndrom befallene Cem Ö. (das ist der, der seine grünen Parteifreunde regelmäßig von oben herab buchstäblich abkanzelt) seine Willen bekommt, Quotierung berücksichtigt und eine Portion Erka Steinbach unter gemischt.
Wer hat eigentlich mal Murat Kurnaz gefragt, wie er den Kandidaten findet? Vielleicht geht da mal DR. Gniffke ran.


Am 18. November 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Langer Reden ... kurzer dreckiger Sinn:
Der neue BK (*1956) ist reiner Wahn-Sinn!
Meine "besondere Verbundenheit"
mit diesem Chamäleon ist, dass ich in Kirchmöser 1956 zur Schule ging wo
er jetzt seine SPD-Parteigruppe hat!


Am 17. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

der steinmeier hat schon eine imposante vita, und den scheint auch keiner stoppen zu können oder zu wollen;) da wird einen um die zukunft nicht bange, auch weil er aus dem parlamentarischen tagesgeschäft verschwindet!
in dem kerl steckt drin, was drauf steht und nach einer LARVE wohnt eben jetzt ein UHU im bellevue. was soll's: für das höchste amt des systems den besten repräsentanten des systems:)
und wieso soll die auswahl des BP-kandidaten anders laufen, als die mitgliederwahl bei campact. sie sind doch beide teil EINES systems. 3 parteivorsitzende (ca. 1,1mio ungefragte mitglieder) klucken zusammen und würfeln die pöstchen aus. das ergebnis ist dann eine "entscheidung der vernunft, weil die schwesterparteien sich einig sind" (sinngemäß merkel/seehofer). der kandidat selbst und dass und wieso man keinen eigenen hat, ist da schon nichtig!! die schwarzen müssten wie clinton sich ja mit sich selber beschäftigen. dann ist doch gut, dass seit 1990 sich die mitgliederzahlen in diesen parteien halbiert haben, sonst würden sich 2,2 mille in den hintern beißen:) ist auch viel demokratischer so. wenn alle fortgelaufen sind, brauchen die 3 sich nicht nachts versteckt wo treffen! und parteien verschwinden doch eh in der beachtung der wähler: steinmeier ist architekt der agenda 2010, nicht die spd und gewerkschaften.
jetzt wird noch gemunkelt, ob c.roth oder m.schultz außenminister werden sollten. ab dann glaube ich aber nicht mehr, dass der wahlerfolg der afd zufall sein soll!!
letzt endlich bekommen alle, was sie verdienen - auch die wähler;)


Am 17. November 2016 schrieb antares56:

Was ich Herrn Steinmeier am meisten übel nehme, ist sein Verhalten im Fall Murat Kurnaz!
Er hätte einen Unschuldigen aus Guantanamo befreien können, hat es aber nicht getan (aus welchen miesen Gründen auch immer?). Wie soll so einer Bundespräsi werden - der sich nicht einmal um seine Landsleute kümmert?! Wen wird er als Bundespräsi im Stich lassen?


Am 17. November 2016 schrieb Ernst Blutig:

Was soll man zu diesem Text noch grossartig schreiben?

Mein Bonmot, weil es Steinmeier nichtn nur perfekt charakterisiert und psychologisiert, sondern punktgenua dorthin montiert wo er sich befindet:

"Ihr werdet verstehen, dass ich Euch nicht reinbitten kann"

Leider gibt es genug Menschen, die Ihn immer genau dafür für fähig halten, worüber er, nichts sagend, spricht.

Ich halte ihn jedoch zu allem fähig, ich halte ihn für einen eiskalten Psychopathen.


Am 17. November 2016 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Nach all den Lobpreisungen und dem Entzücken über den Kandidaten, der sich ja übrigens lange hat bitten lassen, bevor er beglückt zugesagt hatte, ist ein distanzierterer Blick wohltuend. Allerdings halte ich nichts davon, ihn jetzt zum neuen Lieblingsfeind aufzubauen. Das hat schon gegenüber Herrn Gauck nichts gebracht (warum soll man auf die Meinung derer Rücksicht nehmen, die einen ohnehin ablehnen?) und das wird auch bei Herrn Steinmeier nichts helfen.

Ja nun, wer geradlinig ist, ohne Haken und Windungen, und nicht das richtige Profil aufweist, paßt nicht ins Schlüsselloch der Macht. Auch wenn der Bundespräsident nicht im Zentrum der Macht steht, gehört er doch zu ihrem engen Umkreis. Wer da als Kandidat realistische Chancen haben soll k a n n keine weiße Weste haben. Dabei ist aber der Posten des Außenministers immer eine gute Ausgangsposition, um beliebt zu werden. Nicht daß man dort keine Fehler machen kann, aber die Gelegenheiten, mit innergesellschaftlichen Interessen in Konflikt und damit in die Kritik zu geraten, sind doch deutlich geringer als in anderen Positionen.

Man sollte verstehen, warum F.W. sich solange geziert hat, bevor er angenehm überrascht zusagte. Das Ganze hat auch etwas von einem Pokerspiel um die Kanzlerfrage. Es ist kein Geheimnis, daß Herrn Gabriel nur geringe Chancen eingeräumt werden. Sollte Frau Merkel ihren Abschied bekanntgeben, könnte ein anderer Kandidat die Chancen der SPD deutlich steigern. Frau Merkel freilich ist - wie üblich - froh, wieder einen potentiellen Konkurrenten beseitigt zu haben, bevor sie offiziell für eine weitere Amtszeit kandidiert.


Am 17. November 2016 schrieb Manfred Caesar:

Besten Dank für die Aufzählung all der Verdienste von Steinmeier.
Da ist er wirklich der geeignetste Kandidat als BUP der Bananenrepublik Krautistan.


Am 17. November 2016 schrieb Manfred Ebel:

Wahrscheinlich wird auch der als das kleinere Übel gehandelt.
Sein Prädikat "cum infamia", lieber Lutz Jahoda, hat FWS in seiner vollständigen Selbstentlarvung manifestiert: https://www.youtube.com/watch?v=kLaJvlXt08c .
- Nur, falls wieder Nebelbomben auf seine Schandtaten geworfen werden.
Er wird ja oft mit einer Eule verglichen, nur wäre Weisheit nicht einmal sein letzter Schluss.


Am 17. November 2016 schrieb Günther Mann:

Mir ist kein Staat bekannt, der es sich leisten kann, das Staatsoberhaupt von einer Handvoll Beamten einfach einsetzen zu lassen. Selbst die Papst-Wahl geschieht auf breiterer Basis. Ok, Saudi-Arabistan wäre ein Bespiel, aber da wird das Oberhaupt nicht von Beamten sondern von der Familie Al-Saud bestimmt. Immerhin.
Wenn das so weitergeht, wird sich Frau Raute-Merkel demnächst ein neues Volk bei amazon bestellen.(Kleiner Scherz, wird sie natürlich nicht. Selbst amazon kann kein geduldigeres untertänigeres humanes Material auftreiben, als es die Nachkommen von Armin dem Cherusker sind)
Wir bekommen was wir verdienen, so einfach ist das..


Am 17. November 2016 schrieb Alexander Kocks:

Glückwunsch zur Kreation des Namens Frank W. ( "Weiter So") Steinmeier. Dieser Geistesblitz beschreibt den Mann so wie er leibt und lebt.
Ich gehe mal davon aus, der Mann wird als neuer Präsident seine ersten Auslandsreisen als Antrittsbesuche in Saudi Arabien, Katar, der Türkei und Jordanien machen um hier die Werte der Zusammenarbeit zu vertiefen, die Frau Merkel dem neu gewählten amerikanischen Präsidenten als Bedingung für eine Kooperation genannt hat. Danach, da bin ich sicher, geht's in die Ukraine um die Demokratie in Kiew zu stärken. Eine Reise nach Aleppo (Assad muss weg) zu seinen Schützlingen von Ahrar al Sham, Al Nusra und Al Kaida wird wohl schwierig wegen der Einreiseprobleme.


Am 17. November 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Suche seit Null Uhr sechs nach den "durchaus positiven Akzenten", die der Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE, Dr. Dietmar Bartsch, dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier attestiert, und habe mein Bemühen ergebnislos aufgeben müssen.
Bestätige hingegen guten Gewissens lobend den Beitrag der RATIONALGALERIE mit einem akademisch formulierten "cum laude" -,
fertige hingegen ein Schimpf-und Schande-Attest "cum infamia" all jenen auf der deutschen Regierungsbank aus, die nach alten Mustern dabei sind, Deutschland in einen dritten Weltkrieg hineinzumanövrieren.


Am 17. November 2016 schrieb Paulo H. Bruder:

steinmeier = eiter mines (engl. "mine" = Grube)


Am 17. November 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Danke für den ausgezeichneten, trefflichen Artikel!

Was wir erleben, scheint mir das fortschreitende Zerbröseln der an der Vergangenheit klebengebliebenen politisch-ideologischen Strukturen zu sein.
Ein 'geistig-moralischer' Tiefpunkt jagt den nächsten.
Höchste Zeit, daß die Steinzeit der Steinmeier-Gestalten zuende geht.

Wie sich aufgestaute Entwicklungen entladen und wohin das führen kann, ist an der Situation und am sich anbahnenden Zerfall der US-Bananen-Republik symptomatisch ablesbar.


Am 17. November 2016 schrieb Andreas Buntrock:

Danke Uli Gellermann!!!

Dem Geschriebenen ist NICHTS hinzuzufügen außer dem ehrlichen Bedauern darüber, daß es Menschen in Deutschland gab und gibt, die tatsächlich glaubten, schon in der Person Gauck den absoluten moralischen Tiefpunkt in der Besetzung des Amtes BP erlebt zu haben.
Aber man sieht - im moralischen Niveau für dieses Amt gibt es LEIDER keine absolute Untergrenze.
Auch wieder so eine Erkenntnis, die einen zwar schlauer, aber eben auch fassungslos zurückläßt.


Am 17. November 2016 schrieb Ulf Schröder:

Genau das ist die richtige Analyse: "Steinmeier: Wahlhelfer der AfD". Während ein Teil der Linken sich sogar über den Trump-Wahlsieg freut, kommt im Windschatten der US-Entwicklung eine Rechtswelle auf uns zu. Und Steinmeier, der Weiter-So-Mann wird das nur noch verstärken.


Am 17. November 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Informativ, umfassend, saubere Recherche und ne Steilvorlage, die besser nicht sein kann. Klasse Artikel, und Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte.
Der demnächst Bundespräsident ist eine der "Nullen," die das politische Berlin zu bieten, neben vielen anderen.
Nach Informationen von Stefan Sell (Sozialpolitk-Experte) waren im Jahr 2015, monatlich 2600 Frauen und Männer mit Kindern, die Hartz 4 beziehen, von massiven Einschnitten betroffen, darunter 220 Alleinerziehende. Den Betroffenen wurden auch Miet- und Heizkosten nicht mehr erstattet, weil sie einen Job ablehnten, weil Termine nicht wahrgenommen wurden, weil vielleicht die Hoffnungslosigkeit es einfach nicht mehr zu schaffen, ihnen den Mut ein Stück genommen hat, weitermachen zu können. Liebe LINKE:
Macht endlich das wofür ihr gewählt wurdet: Genau diesen Menschen, mehr als eine Stimme zu geben, nämlich die Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Gesellschaft zu verändern, um menschenwürdiges Leben durchzusetzen. Geldentzug heißt im Kapitalismus, den Boden unter den Füssen weggezogen zu bekommen. Der freie Fall. 132 000 Menschen, denen das jämmerliche bisschen Geld noch nicht mal reicht, um überleben zu können wurden mit Kürzungen, Sanktionen, belegt. 42 700 lebten mit Kindern in einem Haushalt. "Zum Leben zuwenig, und zum Sterben zuviel." Stimmt nur noch bedingt, weil dieses gräßliche System alles, was den Menschen zum Menschen macht, verhöhnt, verspottet, in den Dreck zieht, und auch der Tod will "bezahlt" werden. Die Fähigkeit zur Liebe und zum Mitgefühl, will uns der Neoliberalismus, eine Ideologie, abgewöhnen.
Steinmeier, mit seiner "Konsenssoße," der Nazis in der Ukraine die Hand reicht, der, ach das hat Uli ausreichend beschrieben.
Dieser Verwalter seines Amtes, besonders für sich selber steht genau dafür weiter ein, was unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben immer schwieriger gestaltet.Er hat nix geschafft: Weder Schaden abzuwenden, noch den Frieden zu sichern, und seine unterwürfig, devote Haltung der USA gegenüber spricht Bände.Ein Chamälion, mit ständig wechselnden Farben; rot ist nicht dabei.
Gebacken hat er nix bekommen: Minsk I, Minsk II: Außer Spesen, nix gewesen.
Das er "Sozialdemokrat" sein soll fällt keinem mehr auf. Er steht für nix. Er ist ein Anhängsel von Merkel und Co, und natürlich Schröder Freund, der alles, wofür eine SPD mal eingestanden ist, verraten hat.Staatshörig. unselbständig, und immer die falschen Schlüsse, auch historisch betrachtet, ziehen. Die Arbeiterklasse wurde verraten, und wird es wieder. SPD und CDU sollten "fusionieren," gemäß dem Zeitgeist und für Machterhalt und gegen die Bevölkerung. Denn ihnen geht die Düse.
Die Wahlen in den USA, demnächst in unserem Land, die sozialen Unruhen in Griechenland, Italien, Spanien........
Die "verlorene Generation," die Jugend, besonders in den genannten Ländern sind die "Verlierer" in der Globaliserung, die allen Wachstum und Wohlstand, verspricht. Für wen muss doch gefragt werden ? Steinmeier ist doch nur dran, weil sie keinen Anderen gefunden haben. Käßmann hat abgewunken, und der schwarz grüne Kretschmann wollte nicht nach Berlin abgeschoben werden.
Wahrscheinlich ist es wie immer in der deutschen Politik: Alternativlos.
Steinmeier steht für soziale Kälte, für Machterhalt um jeden Preis, und die gilt es mit seiner Wahl zu sichern, denn der Unmut und die Ungleichheiten sind der Zündstoff, der Gesellschaften verändern kann, und das muss, wie uns die Geschichte zeigt, von den Herrschenden verhindert werden, sonst sind sie irgendwann weg; untergegangen im Strudel der Geschichte. Ein angenehmer Gedanke.


Am 17. November 2016 schrieb Aleksander Korty:

Der Artikel des rationalen Galeristen ist, wie wir es gewohnt sind von der Galerie, ein köstliches Stückchen Journalismus. Nur der letzte Satz erscheint mir doch ein wenig zu herb zu sein. Schließlich ist der SPD-Erzengel doch ein gestandener und 'großer Mann' der deutschen Polit-Szene. Nun zugegeben, es ist nicht alles groß an ihm, aber doch zumindest sein Bauch. Und wie sagt schon der Volksmund so richtig: " Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann!" Und was macht es da schon, wenn der Inhalt seines Kopfes nicht größer ist, als das Köpfchen seines Schwanzes. Die Anzahl der SPD-Wählerschaft wird dem schon zukünftig gewachsen sein.


Am 17. November 2016 schrieb Harry Gärtner:

Dass Sie dem Steinmeier vorwerfen den Trump "Hassprediger" genannt zu haben ist ungerecht. Er hat nur vergessen Frau Clinton "Kriegshure" zu nennen. Dann wäre alle wieder ausgewogen gewesen.


Am 17. November 2016 schrieb Svenja Holter:

Ein Schmähgedicht ohne Endreim. Aber mit einem schrecklichen Ende!


Am 17. November 2016 schrieb Gerd Vennekamp:

Ein grausam-schöner Text. Dafür bedanke ich mich.

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