Bomben-Premiere in Libyen

Innere Emigration schützt vor Strafe nicht

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. August 2016

„Es war eine Premiere, die der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums zu verkünden hatte“, teilt uns die TAGESSCHAU in diesen Tagen über den Auftakt eines US-Bombardements in Libyen mit. Also eine Erstaufführung war es nicht, in dieser Gegend kennt man US-Bomber aus dem Jahr 2011, als sie die Stadt Sirte schon einmal bombardierten, damals noch eine Hochburg des Gaddafi-Clans. Was soll das internationale Bomber-Publikum dazu sagen? Tatsächlich, es ist wieder der beliebte Rockwell B-1-Langstreckenbomber. Der wirft gern Cluster-Bomben, Streubomben ab, da hat dann die Zivilbevölkerung wirklich was davon. Aber eine Premiere? Da kann der Streumunitions-Beobachter nur müde lächeln, hat doch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten erst 2008 anordnen müssen, dass diese Bomben auch wirklich alle explodieren, damit nachher nicht so viele Blindgänger rumliegen. Nach 2018 sollen aber mindestens 99 Prozent der Sprengsätze einer Cluster-Bombe explodieren, sonst ist das Pentagon sauer und der Waffenindustrie wird eine schwere Rüge erteilt werden!

Es war keine Premiere, als eine Koalition von NATO-Staaten schon im März 2011 Libyen von seinem Präsidenten „befreite“. Befreit wurden viele Libyer auch von regelmäßigem ordentlichen Schulbesuch, von einer beachtlichen Menge an Frauenrechten für ein arabisches Land, von der Nationalisierung der Rohstoffgewinne und vor allem von einem ziemlich weitgehenden Frieden im Land. Und es war insofern keine Premiere, als eine ähnliche Koalition schon Afghanistan vom Terror befreite, und den Irak von Giftgas. Die erheblichen Erfolge in all diesen Ländern sind bekannt. Überall dauert der Krieg an, keines der Kriegsziele ist auch nur annähernd erreicht, gerade werden in Syrien Terroristen unterstützt – die in deutschen Medien gern zu „Rebellen“ oder „Oppositionellen“ verdelt werden – die Syrien endgültig in den Libyen-Zustand versetzen sollen: Vom Laizismus und einem weitgehenden Minderheitenschutz befreit, soll das Land auch noch von einem russischen Militärstützpunkt erlöst werden, um Platz für eine Gas-Pipeline von Katar durch Syrien in die Türkei zu schaffen. Viel mehr an Freiheit ist kaum zu erreichen. Aber Neuigkeiten auf dem Bombensektor? Sind einfach nicht festzustellen.

Oder sollte die libysche „Einheitsregierung“ neu sein, die von den US-Amerikanern so dringlich den Bombeneinsatz über Sirte erbeten hatte? Nach wie vor gibt es die Gegenregierungen in al-Baida und dem Abgeordnetenhaus in Tobruk. So richtig anerkannt wird die „neue“ Regierung nur von der Zentralbank und den Ölkonzernen und natürlich von den USA, schließlich haben die sie ja auch mit Hilfe Deutschlands installiert. Und dann bittet diese Regierung auch noch um Bomben gegen den IS. Unwiderstehlich. – Welche Freiheits-Regierung war wohl im Jahr 2013 gerade dran, als die libysche Nationalversammlung beschloss, die Scharia als Basis der libyschen Gesetzgebung einzuführen? Das musste die NATO-Delegation, die in diesem Jahr das Land besuchte nicht kümmern. Sie stelle in einem internen Bericht allerdings fest, dass Libyen „vor dem Zerfall“ stünde. Der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte angekündigt, beim Aufbau einer 35.000 Mann umfassenden Nationalgarde behilflich zu sein. Aber leider mangele es den Regierungsstellen an der "Fähigkeit, Rat aufzunehmen und umzusetzen“. Diese Libyer sind einfach undankbar: Da zerlegt man ihr Land mit Bomben und Raketen und sie nehmen keinen Rat an.

Ausgerechnet im gerade erneut bombardieren Sirte tagte, auf Einladung von Muammar al-Gaddafi, im September 1999 ein Gipfeltreffen afrikanischer Staaten um die Gründung der „Afrikanischen Union“ vorzubereiten. Die Afrikanische Union, an der Europäischen Union orientiert, sollte zur Emanzipation der Afrikaner beitragen. Emanzipation bedeutet „Befreiung“, aber das kann doch der Gaddafi nie und nimmer gemeint haben. Sonst hätte man ja sein Land nicht von ihm befreien müssen. So gründlich, dass der FOCUS, stellvertretend für alle damals jubelnden deutschen Medien, am scheinbaren Ende des Libyen-Krieges, mit dieser Schlagzeile aufwartete: „Libyer feiern den Fall von Sirte und den Tod von Gaddafi in Tripolis“. Illustriert wurde die Jubel-Story mit einem tollen, sonnenbebrillten Typen, wahrscheinlich ein Rebell oder ein Oppositioneller, der fröhlich mit seiner Kalaschnikow winkte.

Auf der Pressekonferenz, während der Peter Cook, als Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, die libysche „Premiere“ verkündete, erzählte er eine wirklich lustige Geschichte: "Eines der Ziele, das wir heute getroffen haben, war ein Panzer.“ Und wer weiß, dass schon längst amerikanische und britische Spezialeinheiten am Boden die Zielkoordinaten für die Bomber ermitteln, der freut sich: Endlich wurden nicht nur Zivilisten getroffen. All diese Erkenntnisse, die mit der Wahrheit und ihren Zusammenhängen nicht mal verwandt sind, verdanken wir Rolf Büllmann, dem Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks in Washington, der Politische Wissenschaften, Kommunikationswissenschaft und Soziologie studiert hat. Eine glattrasierte Existenz, die uns Überschriften wie diese schenkt: „Barack feiert Hillary“. Immer schön aus den Reihen der US-Eliten gedacht und gemacht, mit einem Nachrichtenwert nahe Null und einem Erkenntniswert unterhalb der Erdoberfläche.

Natürlich bleibt dem Bundesbürger die innere Emigration: Augen und Ohren vor den herrschenden Medien verschließend kann er danach – wenn die andauernde militärische Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder zum nächsten Gau, zur nächsten Flüchtlings-Million, zu den nächsten Selbstmordanschlägen, oder einem Krieg an den EU-Grenzen geführt hat – immer sagen: Ich war heimlich im Widerstand. Von den Medien, die an der Seite der USA die vielen Befreiungskriege feierten ohne nach der Freiheit von Krieg und Elend zu fragen, hab ich einfach nichts mitbekommen. Aber innere Emigration schützt vor Strafe nicht. Warum immer nur Bomben auf mein Land, denkt sich der Nachwuchs-Terrorist. Was ist denn mit dem Hauptbahnhof von Hamburg, dem Flughafen der Münchner oder den vielen Shopping Malls in Berlin? Bisher wurden auch die Sendehäuser und Großverlage ausgespart. Warum eigentlich?


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 07. August 2016 schrieb Manfred Ebel:

@ Eard Wulf, warum fragen Sie jetzt nicht auch sich selbst - wie Sie es selbst vorschlagen - "Warum eigentlich?"

Gestern hörte ich im Film "Die Bilder des Zeugen Schattmann" die brennende Frage: "Warum traust du deinen Augen nicht?"

@ Eard Wulf, enschuldigen Sie das Nachhaken. Lassen Sie sich in Ihrem Tun von dem leiten, was Sie als nötig zu tun begriffen haben oder ob die anderen das Nötige begriffen haben?
Das ist nur scheinbar eine Vorhaltung. Es ist eine der Erscheinungen, wie wir sie aus der Vorkriegszeit kennen. Wenn Sie selbst es ehrlich meinen, können Sie nicht anders und Sie ziehen andere mit. Sie selbst müssen bestehen und dürfen nicht zusehen.


Am 06. August 2016 schrieb Harry Ruderisch:

Wir müssen schon genau sein- wegen der Orthographie, Geographie, Kriege, Frieden und so - Libyen kennt das: 1977 Libyscher Grenzkrieg mit Ägypten und 1977 bis 1987 Libysch / Tschadischer Grenzkrieg, dann aber 2011 "internationaler Militäreinsatz in Libyen“ . Seit dieser Zeit, also seit Abschlachtung Gaddafis, ist Krieg in Libyen und jetzt, im Jahr 2016, kommen die internationalen westlichen-Wertegemeinschafts Brunnenbohr- Bomber aus Afghanistan zurück, nach Libyen und mischen mit. Der Ulli Gellermann sagt und benent es, weil er es dialektisch determiniert mit den Folgen erahnt: Gnade uns Gott (ich bin gläubiger Atheist) und diese Libyer oder Afghanen oder Syrer kommen mal auf den Gedanken, dass Libyen und Afghanistan und Syrien in den Alpen verteidigt werden muss- wie dereinst und bis heut Deutschland ja auch am (oder im) Hindukusch verteidigt wird. Dann sind unsere Bahnhöfe, Wasserwerke, Konzerte und Pokemon-Jäger dran, dann zerfetzt es den deutschen Michel auf seinem Weg zur Arbeit oder beim Konzert von Helene Fischer. Die Geschundenen aus Libyen, Afghanistan, Irak und Syrien werden sich mit „Terror" rächen, aber nicht an den Verantwortlichen Obama, Hollande, NATO oder Merkel, sondern am Unschuldigen- wie dereinst die Maschinenstürmer in England nicht die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen haben, sondern die Maschinen. Meine, von mir nicht gewählte, Regierung macht alle Erdöl und Erdgas und Pipelinekriege mit und rüstet Terroristen auf und der einfache Germane zahlt die Rechnung. Da ich als Linker gern mal belehren tue: Lieber Michael Kohle gut geschrieben und gedacht, Du hast den nervenden Nagel in meinem Kopf getroffen, aber wir müssen schon genau sein , denn es heißt mäandert und nicht "Es ist einfach zu viel, es meandert ins Unerträgliche". Das ist völlig falscher Deutsch geschriepen und das „Unerträgliche" mäandert aber trotzdem in meinem Kopf - eine Atheist betet für Frieden.


Am 06. August 2016 schrieb Eard Wulf:

@Karl Heinz Bernhart
"Was immer dieser Milliardengreis Buffet seinerzeit damit gemeint haben könnte" - das kann ich dir verraten, er beschreibt damit keinen länderübergreifenden Kampf, sondern den Kampf innerhalb der nationalen Gesellschaften, den Parlamenten. In Deutschland haben sie diesen Kampf längst gewonnen, denn wie sollten sich Gesetze wie HarzIV oder Massenüberwachung oder Bundeswehr im inneren erklären? Keiner bekehrt gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien, keiner begehrte gegen Jugoslawien oder Afghanistan auf. Die Friedensdemos sind leer und erinnern an ein alt68er Happening - mit Küchlein und Kaffee(ohne die richtige Mischung), abgesehen von einem Dehm, der ständig die ohnehin rare Redezeit mit unnützen Liedern versemmelt. Bella Ciao. Nichts gegen das Lied, aber dabei bleibt es meistens nicht und damit bekommt man dummerweise keinen Pokemon such-Süchtigen hinter seinem Handy hervor. Am 8.10.2016 soll es eine Friedens-Demo in Berlin geben, habe ich "gehört", meine Arbeitskollegen, allesamt im Internet und auf sämtlichen Socialmesia´s vertretten, wissen davon nichts und wenn es regnet dann geht doch ohnehin keiner raus - vielleicht in den Supermarkt, der ist dann immer so schön leer. Der gemeine Rentner traut sich bei dem Wetter nicht raus und kann die Kasse, beim Lidl, Netto oder Aldi, nicht blockieren - ein Fest für jeden Konsumenten.

Antwort von U. Gellermann:

Der von Buffet konstatierte Krieg der Reichen gegen die Armen ("Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“) wird geführt, ob sich die Armen wehren oder nicht. Die wenigen, sich in diesem Kampf auf der Seite der „Armen“, der Opfer der Krieg engagieren, verächtlich zu machen, erinnert mich stark an die Logen-Gäste aus der Muppet-Show: Nörgeln als Hobby ohne jede inhaltliche Beteiligung.


Am 05. August 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:


Was immer dieser Milliardengreis Buffet seinerzeit damit gemeint haben könnte, wenn er darüber aufklärte, dass in unseren schönen Zeiten ein Krieg der Reichen gegen die Armen geführt wird, den die Reichen demnächst gewinnen werden, so konnte man doch immer noch glauben, dass es sich bei dem Wort "Krieg" um eine Metapher aus dem gottgefälligen Arsenal kapitalistischer Sprachschöpfungen handeln könnte, also ? schlimm genug ? Krieg mit wirtschaftlichen Mitteln gemeint sein könnte. Inzwischen müssen wir einsehen, dass dieser Krieg mit realen Waffen bis hin zu nuklearer Zerstörung geführt werden wird, und dass dabei der Tod vieler Millionen Menschen eingeplant ist.

Ich bin gespannt, ob die Erkenntnis, dass diese Pläne nicht vom Erzbösewicht Putin sondern von unseren Freunden im Westen ausgeheckt, vorbereitet und durchgeführt werden, und dass wir dabei gaffende Zuschauer sind, irgendwann in den tagesschau-etc-geschädigten Hirnen erwachen und politisch wirksam werden wird.


Am 05. August 2016 schrieb Manfred Ebel:

"`Aufhören, Aufhören, Aufhören´ rufen, schreien, ohne Unterlass."
Mann, Kohle, Sie haben es auch drauf. Sie fassen mein Lebensgefühl in einen Satz.
Das fühle ich, wenn ich Radio, TV, Presse (kommen mir alle drei seit langem nicht mehr ins Haus), die Werbung, die Shopping Malls, BERs, grassierende Idiotie verblödeter Super-Cool-Gender-Hype-Hipster, die maßlose ICH-Überhöhung, dieses oberwichtige Denglisch, kellenweise Beraterschlauheit, Flachkopf-Ratgeberliteratur, das erschütternde Ausmaß von Tittitainmend, die boden- und grundlose Selbstgerechtigkeit, diese Bibi-Blocksberg-Mentalität und `letztlich´ auch eine Tendenz zu militaristischen Erlösungsstrategien in der Bevölkerung wahrnehmen muss.
Es ist alles aus den Fugen.
Mich den LINKEN anzuschließen bin ich zu wissend, eine KPD zu gründen zu alt. Im alltäglichen Schwanken der Meinungen aber kann ich überall mit Herrn Wulfs Frage nachhelfen: "Warum eigentlich? Wem nützt es?" Ich kann denken, mich weiter bilden und ich kann mich mit vielen anderen am 8. Oktober treffen.
Das will ich auch noch loswerden: Ja, in und mit der DDR war alles anders, und zwar besser als es jetzt ist.


Am 05. August 2016 schrieb Pat Hall:

Die Libyer wollen nicht den Rat annehmen die Ölfelder China zu überlassen.
So erkläre ich mir warum schon wieder der US-Terror sich seinen Weg für die Finanzmärkte freibomben will.
Dazu hier im Link :
http://www.globalresearch.ca/amerikas-langer-krieg-gegen-die-menschlichkeit/5478343
Das ermöglicht dem Leser, Nachrichten aus dem Gebiet entsprechend zu gewichten und sinnvoll einzuordnen.
Hinzu möchte ich anmerken,dass alle Sklavereien und Menschenmorde stets von England ausgegangen ist in dem man schon im 1600 Jahrh. tausende Iren als Sklaven nach Amerika verschleppte.
Auch hier im Link:
The Irish Slave Trade ? The Forgotten ?White? Slaves
http://www.globalresearch.ca/the-irish-slave-trade-the-forgotten-white-slaves/31076
Lese ich ein wenig aus der Geschichte heraus,so werde ich verstehen welch Mentalitäten in den Eliten des SchreckenImperiums wohl noch Heute herrschen mögen.
Wie abfällig sprach R.RumSfeld noch über unser "old Europe"?


Am 05. August 2016 schrieb Eard Wulf:

Wie immer, ein Artikel der die Wirklichkeit widerspiegelt. Was mir fehlt, ist die Frage: "Warum - eigentlich?"! Versteht mich nicht falsch, ich rege mich gerne zweimal die Woche, und mehrmals täglich, auf, nur, bis auf meinen Rotwein-Konsum hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Hr. Gellermann und viele andere schreiben sich die Finger wund und andere trauern - heimlich - auf Friedensdemos, geändert hat sich nichts. Überhaupt nichts! Vielleicht würde es helfen, wenn man einmal verdeutlicht was diese Regime-Changes, Bunte- und Blumen-Revolutionen und US-Interventionen überall auf dem Globus, sind?


Am 05. August 2016 schrieb Hans Heppe:

@ Peer Gräbner

Propaganda kann dann als erfolgreich abgeschlossen werden, wenn die Gehirne der Empfänger kapituliert haben und eigenes Denken als destruktiv ablehnen.


Am 05. August 2016 schrieb Michael Weiß:

Im (schöngefärbten) Rückblick kommt mir die "Aktuelle Kamera" des DDR-Fernsehens im Vergleich zu heutigen Nachrichtensendungen wie ein Ausbund an Seriosität und Ausgewogenheit vor. Nicht dass ich sie oft angesehen hätte, ich glaube nicht, dass allzuviele DDR-Bürger die Nachrichten damals für glaubwürdig hielten. Allerdings kann ich mich nicht entsinnen, mich jemals von der Glotze derart verhöhnt, verspottet und für dumm verkauft gefühlt zu haben. Hin und wieder sieht man förmlich den ausgestreckten Mittelfinger der Redaktion, frei nach dem Motto, "uns doch wurstegal ob ihr uns glaubt, so lange wir uns selbst den Quark glauben den wir hier verzapfen..."
Ich fragte mich auch schon, warum sich unsere Medien solche Mühe geben, Hillary Clinton für uns ins rechte Licht zu rücken, schließlich hat unsere Meinung zum US-Wahlkampf ja nunmal schon überhaupt keinen Einfluss auf den Ausgang. Ich denke, für unsere Eliten und ihre Sprachrohre ist das Rennen gelaufen, und jetzt geht es nur noch darum, das deutsche Volk auf brave Gefolgschaft für die Kriegsabenteuer der nächsten US-Präsidentin einzuschwören. Abgesehen davon, daß diese Wahl zwischen "Hitler und Hitlery" ein gruseliger Höhepunkt in der Geschichte der "freien Welt" ist, lachen würde ich nicht wenig, wenn unsere Meinungsbildner am Morgen nach der Wahl genauso blöd aus der Wäsche schauen, wie seinerzeit nach der BREXIT-Abstimmung.


Am 05. August 2016 schrieb Manfred Ebel:

Frau Carillo, meinen Sie den Lachmann, der schnell mal ein Zitat von Hannes Fellner direkt Lenin unterschiebt und hofft, dass es keiner merkt? Vielleicht hatte er auch das nur selbst nicht gerafft.


Am 05. August 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Mensch Günther Lachmann, war mir bislang nicht klar,, dass du ein sowas von interessantes, intelligentes, fortschrittliches und natürlich linkes Buch ? geschrieben hast.
Mano, sicherlich hätte ich es mir nicht entgehen lassen. Denn, wenn du es schreibst bin ich davon überzeugt, dass es nicht nur zutiefst human, links im besten Sinne, intelligent, klug, und natürlich wissend, und informativ sein würde.


Am 05. August 2016 schrieb Hans Tigertaler:

»Die gefährlichsten Männer der Welt leben heute nicht in Rußland, auch nicht in China, sondern in unserem Pentagon«
sagte Wayne Morse, US-Präsidentschaftsanwärter der Demokraten im Jahr 1960. Dieser Gegner des Vietnamkrieges verlor daraufhin die Nominierung gegen John F. Kennedy. Was ist die entzweiende Wahrheit gegen die einvernehmliche Lüge: »Ich bin ein Berliner«?
Dichtung, nicht Wahrheit erhebt. Wahre Dichtung jedoch lehrt: »Unter den Hunden wird gefunden eine Menge von Lumpenhunden.» (Heinrich Heine)




Am 05. August 2016 schrieb Moyra Mangold:

Herzlichen Dank für diese erhellende Klarstellung. Jedes Wort trifft wie eine Cluster Bombe. Leider kann ich mir den Mist, der aus den Medien quillt nicht mehr anhören oder ansehen. Daher bin ich oftmals nicht auf dem Laufenden, was diese Mietfressen so von sich geben. Dank der Galerie und RT fühle ich mich aber aufs Beste informiert. Das inflationäre Wort Terror hat mittlerweile Gehörgangverbot bei mir und die öffentlichen Gestalten, diese Psychopathen und Sockenpuppen habe ich aus meinen optischen Erfassungsgeräten verbannt. Ich wünsche diesen ganzen Höllenhunden, welche so unsägliches Leid über dieser Welt verteilen einen verminten Enddarm.


Am 05. August 2016 schrieb Michael Kohle:

Gellermanns letzten vortrefflichen Artikel zu Premieren im Allgemeinen, zu solcher in Libyen im Speziellen und zu der Alternative innerer Emigration gelesen, die Kommentarfunktion angeklickt und meine Ergebenheitsadresse nebst einem Dankeschön und der Erwähnung allergrößter Begeisterung darüber abgesetzt. Und dann flugs den Deckel herunter geklappt und ab zum Nickerchen, schließlich ist die Welt wieder in Ordnung.

Dummerweise will das bei mir nicht mehr so richtig funktionieren. Jener Höhepunkt mit dem „endlich sagt es mal einer“ will sich einfach nicht mehr einstellen. Es ist einfach zu viel des Guten eher wohl des Bösen was da derzeit so auf einen herunter prasselt. Nein, es sind nicht die Perseiden, die mich augenblicklich bedrangsalen. So wie ein Wilfried Schmickler in den Mitternachtsspitzen (der ist übrigens auch nicht mehr das, was er mal war) könnte ich heute - und nicht nur heute - einfach nur noch „Aufhören, Aufhören, Aufhören“ rufen, schreien, ohne Unterlass. Ich kann es einfach nicht mehr hören. Und das hat absolut nichts mit Gellermann zu tun.

Es ist einfach zu viel, es meandert ins Unerträgliche. Weiß ich doch vom Meisten, was auf der Galerie und sonstwo abgesondert wird. Da Printmedien bei mir nicht mal mehr bis in den Briefkasten gelangen und das schon ein, zwei Jahre nicht mehr, beziehe ich die offizielle wohl temperierte (?) Information, Meinung und Gehirnwäsche täglich - allerdings nur widerwillig - auf dem was früher mal ein Telefon war. Dort gewinne ich schnell den umfassenden Überblick über das, was ich als braver Wertegemeinschaftsbürger wissen soll und darf, die von der transatlantischen Viererbande aus Reuters, AP, AFP und DPA aufbereitete Fleischwolfmasse wohlfeil dargeboten in unappetitlichen Happen auf Liz Mohn´s NTV. So sollte ich von der einzig für den Staatsbürger vorgesehenen Lektüre gut eingestimmt und für den Rest des Tages bestens vollinhaltlich informiert die Zeit bis zu den Gniffkes abends gut überstehen, wo ich dann das gleiche, zwischenzeitlich gärende Gebräu noch mal vorgelesen bekomme. Zwiegenäht hält bekanntlich besser.

Besser wäre es wohl, gleich wieder abzuliegen, die Decke über den Kopf zu ziehen, um dann -nicht ohne ein Paar bittere Zähren abzudrücken - bis zum nächsten Morgen wegzuknacken. Wenn da nicht ein Quäntchen Hoffnung über wäre, Hoffnung auf ein Bisschen Restvernunft, irgendwo lauernd. Lässt die to-do-Liste untertags noch ein paar Minütchen über, geht es deswegen flugs ins darknet, wohl ahnend, dass dort auch nicht viel Erquicklicheres wartet. Auf die Schnelle werden dort die vermutlich längst staatsgefährdenden Traktate auf den Seiten von Gellermann, Müller oder St. Clair durchgeklickt, von mir abgenickt. Für das ganz aktuelle verschwiegene, besonders Anrüchige, was im Mett der Viererbande wohlweislich unterdrückt, aussortiert worden war, gibt es noch einen weiteren letzten konspirativen Zufluchtsort. Dort in den Katakomben von DOK ist es besonders dunkel - so weiß bestimmt Herr Maas zu berichten. Unverdaulicheres als bei Liz oder Friede gibt es allerdings da auch nicht vorzufinden. Schaden kann es jedoch nicht, auch das Gwerch aus Putins Fleischwolf zum Abgleich der Verträglichkeit aufzunehmen.

An diesen, an solchen Tagen ist man irgendwann erschöpft, erschlagen, entsetzt über die Dummheit des Menschen, ein regelrechter - selbstinduzierter - burnout hat sich eingestellt. Zumal mit dem ganzen angehäuften Wissen auch überhaupt nichts Gescheites anzufangen ist. Es zu kommunizieren, weiterzugeben an die Lieben um einen herum, an den Nachbarn am Tresen, am Gartenzaun, vergiss es. Bestenfalls winken sie ab, wo sie doch gerade auf dem Sprung zum Golf- oder Fussbaldplatz sind, da tut Eile not. Stufe II: das Wedeln mit der Keule Verschwörungstheoretiker, da heißt es Genick einzuziehen. Gefährlicher wird es, wenn der vermeintliche Ähnlichdenker sich irgendwann als AfD-Sympathisant outet. Dann heißt es die Beine unter die Arme zu nehmen.

Nein, die Mühe kann ich mir sparen und behalte mein Herrschaftswissen besser für mich. Ich meine, ich hätte es neulich schon mal von mir gegeben: irgendwie fühle ich mich derzeit an Florian Illies Buch 1913 erinnert, das Jahr vor dem ersten Orkan menschlicher Dummheit. Das ein oder andere sensible Gemüt hat damals wohl schon ein Jahr vorher Witterung aufgenommen. Was auch noch gut zur derzeitigen Stimmung passt: Lars von Triers Film Melancholia! Endzeit eben! Alternativlos!

Was wollte ich eigentlich hier? Jetzt fällt es mir ein. Premiere in Libyen? Würde mal eher meinen wollen, es war ein Jahrhundert-, nein, ein Zweijahrhundertjubiläum. Waren doch schon anno 1805 und 1815 - gleich zwei Mal wie im Irak - die US-Marines - gerade aus der Taufe gehoben - vor Ort zur Herstellung des Friedens und freier Handelswege vor Ort präsent, selbstredend. Das musste natürlich anständig gefeiert werden. Schade nur, dass sie ihr star-bangled banner nicht intonieren konnten.

Ich übernehme es für sie, nach diesem Genuss wundert man sich nämlich über nichts mehr:

Oh, say can you see by the dawn´s early light
What so proudly we hailed at the twilight´s last gleaming?
Whose broad stripes and bright stars thru the perilous fight,
O?er the ramparts we watched were so gallantly streaming?
And the rocket´s red glare, the bombs bursting in air,
Gave proof through the night that our flag was still there.
Oh, say does that star-spangled banner yet wave
O?er the land of the free and the home of the brave?
On the shore, dimly seen through the mists of the deep,
Where the foe´s haughty host in dread silence reposes,
What is that which the breeze, o´er the towering steep,
As it fitfully blows, half conceals, half discloses?
Now it catches the gleam of the morning´s first beam,
In full glory reflected now shines in the stream:
Tis the star-spangled banner! Oh long may it wave
O´er the land of the free and the home of the brave!
And where is that band who so vauntingly swore
That the havoc of war and the battle´s confusion,
A home and a country should leave us no more!
Their blood has washed out their foul footsteps? pollution.
No refuge could save the hireling and slave
From the terror of flight, or the gloom of the grave:
And the star-spangled banner in triumph doth wave
O´er the land of the free and the home of the brave!
Oh! thus be it ever, when freemen shall stand
Between their loved home and the war´s desolation!
Blest with victory and peace, may the heav´n rescued land
Praise the Power that hath made and preserved us a nation.
Then conquer we must, when our cause it is just,
And this be our motto: „In God is our trust.“
And the star-spangled banner in triumph shall wave
O´er the land of the free and the home of the brave!

Alle erforderlichen Schlüsselwörter vorhanden, war, bombs, rockets, terror and grave!
And much more! Nur Drone fehlt, aber sowas gab es damals noch nicht.

Mit der Muttermilch aufgesogen, was bleibt da anderes zu erwarten. Fast ein Vierteljahrtausend lang - sowas haftet, erodiert irgendwann und wie in ihrem Monument Valley auch stechen nur noch die Restspitzen aus der Erde: Krieg und Terror, Bomben und Raketen. Und Größen- und Verfolgungswahn! Nein, da hat mir der Google-Translator was falsch übersetzt!


Am 04. August 2016 schrieb Uschi Peter:

"Warum immer nur Bomben auf mein Land, denkt sich der Nachwuchs-Terrorist. Was ist denn mit dem Hauptbahnhof von Hamburg, dem Flughafen der Münchner oder den vielen Shopping Malls in Berlin? Bisher wurden auch die Sendehäuser und Großverlage ausgespart. Warum eigentlich?"
Genau das habe ich mir beim 9/11 - Ereignis auch gedacht. Wenn die bösen Islamisten schon ohne Probleme und Hinderung in der Luft rumgurken konnten, hätten sie doch als Erstes das Weiße Haus angreifen können!?
@Johannes M. Becker, Privatdozent Dr.:
Libyen unter Gaddafi war ein prosperierendes Land. Die Menschen hatten Arbeit und gute Lebensbedingungen. Gerade Wirtschaftsflüchtlinge fanden auch in Libyen Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten. Dieses Land wurde vom Westen - GB, USA und Frankreich zerstört und damit die Menschen entwurzelt. Und nun soll Libyen zur Wüste gemacht werden.


Am 04. August 2016 schrieb Rüdiger Becker:

Sie haben zu erwähnen vergessen, wer die vorletzten US-Bombardements (nicht etwa die ersten, die hatten sich schon unter der Präsidentschaft Reagans und dem Applaus Kohls im April 86 gegen Tripolis und Bengasi gerichtet) in Gang gesetzt hat: Es war Hillary Clinton.

Antwort von U. Gellermann:

So isses, wahrscheinlich ist sie deshalb das Darling der deutschen Medien.


Am 04. August 2016 schrieb Reyes Carrillo:

Den verschiedenen Dankeschöns für diesen wieder hervorragenden Artikel schließe ich mich nur zu gern an: Exzellente Aufklärung via roter (Verknüpfungs-)Linie + die vitalen Lebensfunktionen aufrecht erhaltende Ironie + stilistisches Lesevergnügen. Das ganze Paket halt.

Unter den Flashbacks zu diesem Text ist da u.a. der Aufschrei der „Qualitätsmedien“ zu Westerwelles UNO-Enthaltung beim libyschen Regime-Change. Man hätte diesen, antizipierend, am liebsten auch gleich mit mit der Eisenstange pfählen lassen. Und ein Kriegshetzer-und-Völkerrechtsbrecher-Arschloch wie der Albright-Beischläfer Josef Goe…, äh, Josef Fischer durfte sich dann bis hinunter in jede Heimatpostille mit so etwas zitieren lassen wie: „"Das Verhalten der Bundesregierung im Libyen-Konflikt mit der Enthaltung im UN-Sicherheitsrat ist ein einziges Debakel, vielleicht das größte außenpolitische Debakel seit Gründung der Bundesrepublik. Die Position unseres Landes in der Welt wurde wesentlich beschädigt." Abgesehen davon, dass sich die Bundesregierung selbstverständlich einen Dreck um ihre „Enthaltsamkeit“ scherte. Was der fette Sack freilich wusste.

Ja, selbst den erzkonservativen Katholiken und leidenschaftlichen Kriegsreporter Peter Scholl-Latour vermisst man gelegentlich, und das will was heißen, wenn sich das allgemeine Talkshow-Sesselfurzen mit den Drehbüchern einer „Scriptet Reality“ über den Nahen und sonst welchen Osten, Hauptsache Islam, entlädt. Wenigstens ein dürres Hälmchen differenzierter Beobachtung streckte sich da dem gleichzeitig Hungernden und Übergebenden entgegen.

Du fragst zum Ende: „Warum immer nur Bomben auf mein Land, denkt sich der Nachwuchs-Terrorist. Was ist denn mit dem Hauptbahnhof von Hamburg, dem Flughafen der Münchner oder den vielen Shopping Malls in Berlin? Bisher wurden auch die Sendehäuser und Großverlage ausgespart. Warum eigentlich?“
Mensch Uli, das ist doch klar: Weil’s keine anständigen Revolutionäre sind, die Nachwuchs-Terroristen!
Hab’ ich neulich irgendwo gelesen, in einem Buch? Jedenfalls kann ich mich noch an den Namen des Autors erinnern: Günther Lachmann.


Am 04. August 2016 schrieb Werner Kästner:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
Es ist mir immer ein Vergnügen Ihre Kommentare zu lesen wo Sie Recht haben, haben Sie nun mal Recht. Mit der Lügerei mit totaler Volksverdummung der Bürger. Hier hätte die Justiz schon längst eingreifen müssen.
( Bismarks Erkenntniss )
" Der Drang fremder Interessen zu dienen, Selbst wenn dies nur unter Preisgabe der nationalen Interessen möglich ist, ist eine Krankheit deren geographische Verbreitung auf Deutschland beschränkt ist."
Hier trifft es auf unsere verkommenen Medien zu.


Am 04. August 2016 schrieb Andreas Buntrock:

"...gerade werden in Syrien Terroristen unterstützt - die in deutschen Medien zu gern "Rebellen" oder "Opposition" heißen..."
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Nun, viele Vertreter dieser deutschen Medien werden ja auch immer noch als Journalisten bezeichnet und eben nicht als bezahlte Hofberichterstatter/ Wahrheitsbestattet.

So gesehen: " Im Westen nichts Neues"!


Am 04. August 2016 schrieb Pat Hall:

Mit der neulichen Bomben-Premiere haben die USA einmal mehr bewiesen wie sie daß sie ihre widerspenstigen Zurechtbomben werden.
Die dummen Kriegsteiber der USA & ihre Vasallen sind nicht in der Lage mit Vernunft friedliche Lösungen zu verhandeln.
Es wundert mich nicht wenn die Menschen vom Nahen Osten nach Europa fliehen wollen wo doch die Infrastruktur ganz wissentlich vom Westen Zerstört ist und der Tod unverhofft vom Himmel fallen kann ?
Es wundert mich auch nicht wenn traumatisierte junge Männer einen Black-Out bekommen und unverhofft in Europa Passanten angreifen,Töten oder Verletzen ?
Diese "Christen", die Kreuzritter und Inquisatoren,so geht es in seinem Kopfe herum,haben mein blühendes Land in eine Mondlandschaft verwandelt und mein Eigentum zerstört !
Meine Angehörigen getötet und auch meine Nachbarn gibt es nicht mehr !
Kann ein Flüchtling all diese Schrecken mit einem 14 tägigen Integationskurs bewältigen so wie sogannte Experten es vorgemacht haben ?
Da die Sicherheit am Hindukusch nicht mehr Gewährleistet werden kann soll lat der Halsstarren FlintenUschi die Bundeswehr im Landesinneren eingesetzt werden,na was für ein Trugsch(s)chluss.
Gestern erst haben die Briten ihre Armee in Städten zum Schutze vor Attentäter aufstellen lassen und prombt hat es doch schon wieder einen Ausraster eines jungen Mannes gegeben,also was nutzt es ?
Es ist wirlich nur noch eine Frage der Zeit ob nicht noch größere Anschläge mit noch mehr Know-How zu erwarten sind wenn Deutschland sich nicht endlich am Riemen reißt um die Kriege im Ausland endlich zu beenden.
Es gab eine Zeit,leider schon lange her,daß Deutschland im Nahen Osten einen guten Namen hatte.


Am 04. August 2016 schrieb Peter Lind:


Im Zusammenhang mit der von U. Gellermann prognostizierten erneuten Flüchtlingswelle aus Libyen möchte ich Interessierte auf einen von David Wheatley 1990 produzierten Spielfilm "Der Marsch"
(mit der außerordentlichen Juliet Stevenson) hinweisen, der schon dazumal weitsichtig das auf uns zukommende Problem der Massenflucht der verarmten Menschen aus Afrika thematisierte, und der, gerade jetzt, wie wiederholt von verschiedener Seite hervorgehoben, brennend aktuell ist.


Am 04. August 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Es ist schon ein interessantes Phänomen, daß die meisten terroristischen Anschläge nicht gegen Herrschaftsstrukturen gerichtet werden.

Könnte daß ein Hinweis darauf sein, wer die wirklichen Strippenzieher im Hintergrund sind?


Am 04. August 2016 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

@peer gräbner

Och - ich habe auch schon einmal darüber nachgedacht, ob sich da nicht doch was machen ließe.
Das Problem ist nur, dass unsere USFreunde eine stillschweigende Übereinkunft mit ihren Domestiken, Huren und Strichern im deutschen Vasallenlager zu pflegen scheinen, demzufolge sich kein ordentlicher deutscher Terrorist mehr rekrutieren lässt, der das ganze mal mit inländischem Know-how verknüpft. Schließlich sollten Verwechslungen in der Zielgruppe ausgeschlossen werden müssen, damit wirklich niemand aus dem eigenen Lager zu Schaden kommt, indem zum Beispiel Ramstein auf die Liste der möglichen Ziele gerät oder das Regierungsviertel in Berlin.
Mal im Ernst - sie sollten schon mitbekommen, dass derartige "operative Eingriffe" seit Gladio und RAF nicht mehr die Richtigen treffen, sondern die Falschen.
So oder so ähnlich angedacht, werden sie folglich wohl denken im Lager der Kriegsverbrecher.
Was also sollte hier wohl aufgezählt worden sein, was nicht bereits sowieso auf der Liste dieser widerlichen Leute steht?


Am 04. August 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Ich weiß noch, wie sich US-Bomben anhören, die aus mehreren tausend Metern Höhe herabfallen. Diese "Sinfonie" des Todes vor 72 Jahren habe ich heute noch in den Ohren. Auch den Geschmack zerborstener Mauern auf der Zunge und die Stille danach, weil das Gehör wie einbetoniert war - "embedded in concrete", um es neudeutsch zu formulieren. Ich war damals siebzehn und habe hinzugelernt, was man von den "Falken" im Pentagon nicht behaupten kann.
Danke für die einleuchtend grausame "Schlusspointe". Sie war notwendig. Damit auch Frau von der Leyen den Sogwirbel versteht, den mit anzurichten sie mit Sicht auf die blutige Zukunft Deutschlands halsstarrig beiträgt.


Am 04. August 2016 schrieb Matthias Brendel:

Lieber Herr Gellermann,

ihre Artikel sind für viele Menschen Balsam auf die von den Qualitäts-Medien täglich geschundene Seele.
Und dieser wichtige Artikel hat mir auch wieder sehr gut getan.
Was aber können wir tun?
Ich vermute, wir sind sehr viele.
Mir fällt aber nichts mehr ein.
Die Block Parteien abwählen?
Wie denn bitte?
Gerade in diesen Tagen wird die letzte, wichtige, aktive Politikerin öffentlich fertiggemacht, die sich noch im Bundestag gegen diese Einheits-Front wehrt.
So langsam glaube ich auch nicht mehr an die Hundert Tausende auf den Straßen, die demonstrieren müssten, die Menschen scheinen alle chloroformiert zu sein von dieser neuen Form von Orwell Staat.
Mit jeder neuen Entscheidung unserer Kalt- Mamsell taumelt dieses Land weiter dem Untergang entgegen.
Ich muss hier leider Brecht zitieren:
"Nach dem ersten punischen Krieg war Karthago noch mächtig, nach dem zweiten noch bewohnbar, nach dem dritten war es nicht mehr auffindbar."
Die Art des Vasallentums unserer Regierung gegenüber den grössten Kriegsherren dieses Planeten wird uns vermutlich genau dorthin führen:
In die totale Zerstörung und Bedeutungslosigkeit.


Am 04. August 2016 schrieb Christian Dicke:

Lieber Herr Gellermann,
erneut vielen Dank für einen vortrefflichen Artikel, dessen Inhalte ich so unterschreibe.
Für alle Lesenden zum Thema Libyen kann ich die Blogs von Angelika Gutsche auf der Freitag sehr empfehlen, eine "Insiderin", die ich gerne einmal in einer Talkrunde sehen würde - im ÖR unwahrscheinlich, hier existiert das Land nicht. Mehr über die Hintergründe in Libyen erfahren Sie hier:
https://www.freitag.de/autoren/gela


Am 04. August 2016 schrieb Reyes Carrillo:

@Aleksander von Korty

Für Ihre kompakt-rustikale Zusammenfassung des Wesentlichen herzlichen Dank, sehr erfrischend!
(Dafür natürlich, dass ausgerechnet aus meiner Tastatur dieses Lob fließt, will ich mich aufrichtig entschuldigen!)


Am 04. August 2016 schrieb Daniela Lobmueh:

Bei Streumunition ("Kindermetzger") war die Berichterstattung schon bzgl. der Ukraine sehr tendenziös -weil Westliebling Poroschenko sie einsetzte, vgl.:
https://jasminrevolution.wordpress.com/2015/06/11/poroschenko-setzte-kindermetzger-streubomben-ein/


Am 04. August 2016 schrieb Eric Boule:

Als unverantwortlicher NatoMinister/Aussenminister,von 2005/2009+2013 bis jetzt, hat Steinmeier fleissig diese KatastrophenSituation mitgeplant.Jede NatoSitzung in dieser Periode war er dabei und hat nicht protestiert gegen die NatoKriegsplaene die in USA entworfen wurden.Er hat alles abgenickt ohne sich dabei zu realisieren das die groesste Katastrophe nach dem 2. Weltkrieg i/d Wege geleitet wurde.Eine Katastrophe mit vielen Menschenrechtsverletzungen,Tote und Millionen von Fluechtlingen aus Syrien+Lybien,die Europa an den Rand des Kollapses fuehrt. Von 2009 bis 2013 war Westerwelle der NatoMinister und der hat sicherlich sein Nachfolger Steinmeier ausfuehrlich informiert und vorbereitet.Fluechtlingsansturm, Grenzkontrollen,Terroristengefahr, das alles kommt wenn man die Nato machen lässt i/d Ländern rundherum Europa.

Man koennte sprechen von Reparationskriegen
ReparationsKriege sind Kriege worin man krampfhaft versucht das Resultat von vorherigen Kriegen zu aendern,weil die so desastroes verlaufen sind und zu Katastrophen gefuehrt haben.Die Liste der misslungenen Kriege ist lange:Irak,Afganistan,Somalie,Yemen,Ukraine ,Syrien,Lybien.Georgien,mit vielen Menschenrechtsverletzungen+immensen Fluechtlingstroemen.Geldsummen belaufen sich auf Hunderten v Miliarden Euro fuer EU.Man hat einfach USA-WeltKriege finanziert,Folge verlorenes Ansehen i/d Welt als Marionnet-Kriegstreiber v USA,sichselbst beschaedigend in Wirtschaftsinteressen+historischen Wachstumschancen.Europa Untergang bringend statt Wohlstand.Fuer diese Politik sollte man die EU-NatoMinister sofort entlassen


Am 04. August 2016 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr.:


Von wegen: "wenn die andauernde militärische Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder zum nächsten Gau, zur nächsten Flüchtlings-Million, zu den nächsten Selbstmordanschlägen, oder einem Krieg an den EU-Grenzen geführt hat".
In Libyen warten minimal 1 Million Menschen auf eine Möglichkeit in den wohlhabenden Norden und Westen zu galangen... Weil der ihnen im verarmten Süden die Lebensgrundlage zerbombt!


Am 04. August 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Peer Gräbner
.....soviel "Fachwissen" ; kaum auszuhalten; und dass am frühen Morgen.


Am 04. August 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Herr Peer Gräbner,
wer politisch so blind und borniert ist, dass er nicht begreift, dass der militärische Staatsterror des Gringo-Imperiums und seiner Hilfstruppen (unter anderen auch die Soldateska der Bananen Republik Deutschland) logischer Weise den Gegenterror der betroffenen Länder erzeugt, rechtfertigt zwangsläufig das Morden dieser Staaten und verteufelt die Gegenwehr der Menschen in den Ländern, die gemaßregelt werden sollen, im Interesse der Weltherrschaftsansprüche des Gringo-Imperialismus. Dessen Folgen sind nicht nur Ströme von aus den Kriegen und dem Elend flüchtenden Menschen, sondern auch solcher, die sich mit ihren militärisch betrachtet bescheidenen Mitteln, gegen diese Verbrecherstaaten zur Wehr setzen, Und da schließe ich die BRD ausdrücklich mit ein.

Wer Angst vor Terroranschlägen in Deutschland hat, sollte dafür sorgen, dass diese Bundeswehr sich nicht weltweit an Kriegen beteiligt, sondern entsprechend ihrem Grundgesetzauftrag ausschließlich auf die Verteidigung der eigenen Landesgrenzen besinnt. Der sollte sich auch darüber empören, dass diese Vasallen-BRD nach zwei von Deutschland angezettelten und verlorenen Weltkriegen nicht auf Platz drei der Weltrangliste für Waffenexporte steht Die politisch verantwortliche Elite dieser BRD ist es, die Verbrecher sind und nicht jene, wie der Galerist, der deutlich auf diese unbestreitbaren Zusammenhänge im obigen Artikel hinweist und auf die dadurch entstandene Gefährdung von Menschen im eigenen Land.


Am 04. August 2016 schrieb Peer Gräbner:

Ihr Artikel ist eine unerträgliche Aufforderung zur terroristischen Gewalt: "Was ist denn mit dem Hauptbahnhof von Hamburg, dem Flughafen der Münchner oder den vielen Shopping Malle in Berlin?" schreiben Sie und machen sich damit nach 111 StGB strafbar. Hoffentlich bekommen Sie die vollen fünf Jahre.

Antwort von U. Gellermann:

Dann träfe ich ja im Gefängnis die Merkels, von der Leyens und Steinmeiers. Das wäre fraglos strafverschärfend.


Am 04. August 2016 schrieb Ursula Münch:

Möchte mich mal ganz herzlich für all Ihre treffend formulierten Texte bedanken.

Dran bleiben...

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