Tagesschau für Trump

Mama Grizzly als Zeugin gegen Russland

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. November 2017

Eigentlich waren sich die deutschen Mehrheitsmedien einig: Trump und seine Follower sind Krawall-Geschwister, politisch bedenkliche Abenteurer und nicht seriös. Doch was interessiert die „Tagesschau“ das ARD-Geschwätz von gestern. In der Diskussion um ein russisches Veto zitiert Georg Schwarte aus dem ARD-Studio New York als „Beweis“ gegen die russische Position in der Debatte um den Giftgas Einsatz in Syrien ausgerechnet die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley. Die Haley, Mitglied der rechten Tea-Party-Bewegung und gute Freundin des amtierenden Dummschwätzers an der Spitze der USA, darf blanke Agitation verbreiten, die aber von der Doktor-Gniffke-Redaktion als „Nachricht“ behandelt wird. Da macht es auch nichts, dass Haly zu den Mama Grizzlys gehört, den Unterstützerinnen der ziemlich rechtsradikalen Sarah Palin. Auch dass die „Zeugin“ der Tagesschau hartnäckig gegen Schwangerschaftsabbrüche und die gleichgeschlechtliche Ehe eintritt, kümmert die angeblich liberale Redaktion nicht. Erneut verwechselt die Tagesschau Journalismus mit ideologischer Propaganda. Ein Faktenfinder würde in der Redaktion statt der Abbildung der Wirklichkeit nur ein großes Feindbild finden: Russland.

Eingabe
Russlands elftes Veto
http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-russland-veto-101.html

Sehr geehrte Rundfunkräte,
 
über die Giftgas-Verbrechen auf syrischem Boden ist schon dermaßen viel vergiftete Information aus den transatlantischen Propagandageschützen verschossen worden, dass man von dieser im ARD-aktuell-Kaliber nicht mehr sagen kann, sie habe noch größeren Schaden angerichtet; selbiger ist ja nicht mehr zu vergrößern. Da wir bereits – ersichtlich folgenlos – Beschwerde über Falschdarstellungen im Zusammenhang mit Giftgaseinsätzen in Syrien erhoben haben, fassen wir uns im vorliegenden Fall kurz. Im Textausschnitt aus dem Tagesschau.de-Beitrag „UN-Sicherheitsrat: Russlands elftes Veto“ ist der von uns mittels Hervorhebung zitierte Satzteil sachlich falsch und damit ein erneuter Verstoß gegen die Programmrichtlinien:
Russland blockierte den wohl letzten Versuch, das gemeinsame Expertengremium der UN und Organisation zur Verhinderung von Chemiewaffen (OPCW) am Leben zu erhalten. Die Gruppe hatte seit 2015 Giftgaseinsätze in Syrien untersucht und dem Assad-Regime zweifelsfrei den Einsatz von Sarin im April nachgewiesen. (Anm.: eine Tatsachenbehauptung im Gewand eines Kommentars)
Russland aber akzeptierte weder Arbeitsweise noch das Ergebnis der Experten. Am Donnerstag gab es bereits das erste Veto zur turnusmäßigen Verlängerung um ein Jahr. Jetzt folgte das "Nein" zu einem japanischen Kompromissvorschlag. Der sah vor, das Mandat erst einmal um 30 Tage zu verlängern. In der Zeit sollten UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der OPCW-Direktor die Arbeitsweise der Expertengruppe überprüfen und verbessern.

Das von den UN und der OPCW ins Leben gerufene Expertengremium hat eine eindeutige Anklage formuliert. Einen zweifelsfreien Nachweis hat es jedoch gerade nicht erbracht, wie vielstimmige Kritik an den „Ergebnissen“ der Kommission belegt. Wir nennen hierfür der Einfachheit halber nur eine Quelle, die Seite „Peds Ansichten“, https://peds-ansichten.de/2017/04/die-opcw-und-die-un-als-werkzeuge-der-globalisten-1/ (Wir haben Ihnen diese Seite schon früher als beachtenswert genannt). 
Auf ihr ist gut lesbar dargelegt, warum die Untersuchung der UN-OPCW-Experten in einem rechtsstaatlich einwandfreien Verfahren keinen Bestand hätte: Diese Experten waren nicht selbst am Ort des katastrophalen Geschehens. Das von ihnen untersuchte Bild-, Bodenproben- und sonstige Beweismaterial wurde nicht von ihnen oder von fachlich ausgewiesenen und anerkannten Ermittlern zusammengestellt, eine seriöse Dokumentation darüber nicht vorgelegt. Sie haben keine unmittelbaren Zeugenbefragungen „vor Ort“ vernommen, sondern aus der Ferne zum Teils sehr fragwürdige Aussagen „vom Hörensagen“ ausgewertet. Die Problematik ihres Gutachtens für die Beratung des UN-Sicherheitsrat erwähnte ARD-aktuell nicht, obwohl die Hinweise im japanischen „Kompromissvorschlag“ geradezu eine Einladung waren, journalistischen Grundsätzen folgend die „Arbeitsweise der Expertengruppe“ selbst kritisch zu beleuchten (s. unsere Hervorhebung im TS-Text) .
ARD-aktuell verzichtete in transatlantischer Gefolgschaftstreue darauf und pflegte einmal mehr das Propagandabild von der Veto-Macht Russland, die sich der Aufklärung eines Verbrechens gegen die Menschheit in den Weg stellt. Es ist ganz offenkundig nicht erfolgversprechend, der Aufforderung des Chefredakteurs Dr. Gniffke („Sag´s mir ins Gesicht“) zu folgen. Selbiges hat er doch schon längst verloren. Ein Schicksal, dass er übrigens mit Ihnen insgesamt teilt

Freundlich grüßen

Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. November 2017 schrieb Anke Zimmermann:

"Da macht es auch nichts, dass Haly zu den Mama Grizzlys gehört, den Unterstützerinnen der ziemlich rechtsradikalen Sarah Palin. Auch dass die „Zeugin" der Tagesschau hartnäckig gegen Schwangerschaftsabbrüche und die gleichgeschlechtliche Ehe eintritt, kümmert die angeblich liberale Redaktion nicht. Erneut verwechselt die Tagesschau Journalismus mit ideologischer Propaganda. Ein Faktenfinder würde in der Redaktion statt der Abbildung der Wirklichkeit nur ein großes Feindbild finden: Russland."

Die Wikipedia Methode, schau an.
Ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt das die Redaktion/Rundfunkräte bei Kritikern erlesene Quellen fordern, ist man doch zu augenfällig bereit, wieder und wieder auf dubiose Nachrichtenquellen zu setzen. Zur Krönung glauben sie auch noch, das merkt keiner. Die halten uns für geistig minderbemittelt. Was für eine Frechheit.

Ich führe viele Gespräche mit Anderen zu diesem Thema, höre viele Meinungen. Ich kann nur dringend raten, das sich Redaktion/Rundfunkräte mal dringend mit einem Image-Berater zusammen setzen. Von außen wirkt das alles so graußlich.

Vor allem Eure Kriegspropaganda, wirkt so aus der Zeit gefallen, gestrig. Eklig und toxisch.

Gibt es schon Wetten das Staatsfunk zum Unwort des Jahres wird?


Am 27. November 2017 schrieb Peter Stribl:

@Elsa Wenger
"Die Gniffke-Leute müssten sich doch eigentlich schämen wenn sie das lesen."

Sie unterstellen ein Ehrgefühl, dessen Existenz mit Fug und Recht angezweifelt werden darf. Grundlage für das Verhalten der "Journalisten" der ARD ist

1. die NATO,
2. die EU (nicht mit Europa zu verwechseln)
3. die INSM
4. das Erste Deutsche Werbefernsehen
5. die "marktorientierte Demokratie", auch Diktatur des Kapitals genannt

Auf dieser Basis haben diese Leute (im Gegensatz zu Menschen) eine Echoblase erzeugt, deren Inhalt sie immer wieder einatmen. Nachdem es sich um Leute handelt, hege ich die Hoffnung, daß sie aufgrund der giftigen Eigen-Absonderungen in absehbarer Zeit verröcheln.


Am 27. November 2017 schrieb Lutz Jahoda:

GERINNUNGSPROZESSE STEIGEND

Bevor die Lüge vollends gerinnt,
galt es, den Gifttrick erneut zu beleben.
Bitter zu sehn, wie Syrien gewinnt.
CIA-Spiele sind nun mal so wie sie sind.
Das falsche Spiel bleibt an Washington kleben!


Am 27. November 2017 schrieb Günther Mann:

Wenn unsere regierung und die gleichgeschalteten medien schon hetzte gegen ein aus-Land betrieben müssen, dann ist mir russland das vergleichsweise liebste ziel. jeder bisherige versuch russland mit bewaffneten jugendlichen aus dem westen zu beeindrucken, wurde von den bösen untermenschlichen russen kurz und trocken eingedämmt. Mit wirkung, dass die angreifenden kaiser oder kanzler gleich mit in den abgrund geschubst wurden.
gegen russland hetzen ist also letzendlich gut für die (überlebenden) menschen in deutschland, jede aggressive regierung kierzulande kommt dabei um.
gefährlicher wäre ein angriff auf frankreich oder dänemark oder liechtenstein: die gefahr zu "siegen" wäre für die säbelrasselklasse in deutschland hier größer.


Am 27. November 2017 schrieb Luv Janssen:

Die Tagesschau-Redaktion sollte wirklich bei Ihnen Nachhilfe nehmen. Das muss doch in den Gebühren drin sein.


Am 27. November 2017 schrieb Elsa Wenger:

Die Gniffke-Leute müssten sich doch eigentlich schämen wenn sie das lesen. Aber die hohen Gehälter decken wohl alles zu.


Am 27. November 2017 schrieb Ronald Wolf:

Wenn es gegen Russland geht kennen die Staatsmedien keine Skrupel. Da wird jeglicher Menschen-und Sachverstand bei Seite gelegt.

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