Ein Pawlow-Rundfunkrat

ARD-Kritiker als Geisteskranke bezeichnet

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. März 2017

Da sitzt Dr. Gerhard Bronner im Rundfunkrat des „Südwestrundfunk“ (SWR): Er ist bestallter Umweltberater der schönen Stadt Donaueschingen und als Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes in den Rundfunkrat geraten. Er ist einer von den 51 Mitgliedern des Rates, die laut Staatsvertrag des SWR, den Rundfunk überwachen sollen. Ob der denn „der Wahrheit verpflichtet“ arbeitet. Und ob denn dessen Sendungen wirklich der geforderten „Objektivität und Überparteilichkeit“ entsprechen. Dr. Bronner und seine Kollegen bekamen – im Rahmen der SWR-Kooperation mit der TAGESSCHAU – eine Reihe von Programmbeschwerden zur Syrien-Berichterstattung auf den Tisch. Und stolz erzählt er in seiner Mail an die Beschwerdeführer (s. u.), der Rundfunkrat habe diese Beschwerden einstimmig abgelehnt.

Aus den Syrien-Programmbeschwerden weiß man, dass die TAGESSCHAU nahezu grundsätzlich die mörderischsten Terroristen als „Rebellen“ verniedlichte. Auch dass die Nachrichten-Sendung immer schön an der Seite der Syrien-Interventen – Katar, Saudi Arabien, USA – nachrichtete blieb aufmerksamen Zuschauern nicht verborgen. Was man aus der TAGESSCHAU nie erfuhr, was deshalb auch Dr. Bronner und seine Kollegen wahrscheinlich bis heute nicht wissen: Schon im Januar 2012 trommelte die von der Bundesregierung finanzierte „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) eine Reihe von Syrern in Berlin zusammen, um das Projekt „The Day After“ voranzutreiben. Erklärtes Ziel war der Sturz das gewählten Staatspräsident Syriens, Baschar Hafiz al-Assad. Woher hatten die Bundesregierung und ihre Stiftung wohl das Mandat zum Regime-Change? Vom Grundgesetz, das ziemlich eindeutig die militärische Einmischung in anderen Ländern untersagt, sicher nicht.

Vielleicht hatte sich die „Stiftung Wissenschaft und Politik“ die Genehmigung zur völkerrechtswidrigen Einmischung in Syrien beim „United States Institute of Peace“ eingeholt, das Institut war am Projekt „The Day After“ mit Rat und Tat beteiligt. Das Peace-Institut wird aus dem US-Bundeshaushalt finanziert und war schon in 30 Ländern tätig, darunter Sudan, Südsudan, Afghanistan, Pakistan, Irak und Libyen. Vor allem aus den letzteren wissen wir Genaueres über die friedensstiftende Wirkung der US-Organisation: Die Zahl der Toten in diesen Ländern ist kaum zu zählen, die Trümmer sind zu besichtigen. Aber was die USA tun, ist wohlgetan, sagt die Bundesregierung. Und so sagt es auch ihr Rundfunk.

Und weil das so ist, ist alles was die USA und ihre Subsysteme irritieren könnte „antiamerikanisch“. Diese ideologische Kampf-Vokabel verwendet der Herr Dr. Bronner gern in seiner Mail zu den Beschwerden über die einseitige Berichterstattung eines Senders, der nie und mit keinem Wort die Bedeutung der Stiftungs-Einmischung erwähnt hat, geschweige, dass er öffentlich die Frage gestellt hätte, ob diese Einmischung grundgesetzkonform sei oder gar den Wünschen der deutschen Bevölkerung entspräche.

Dr. Bronners Mail liegt völlig auf der Linie der TAGESSCHAU, die mit konsequenter Einseitigkeit Regierungsmeinungen verbreitet und dabei störende Fakten ausschaltet, bis Leute wie Bronner glauben, ihre Meinung sei wirklich die eigene. Besonders schön deutlich wird das in seinem Keulen-Wort „Verschwörungstheoretiker“. Dass es tatsächlich Verschwörungen gibt, müsste selbst einem Rundfunkrat aus der Geschichte bekannt sein. Denn wie anders sollte man zum Beispiel das damalige Geheimtreffen zum Sturz von Assad bezeichnen? Aber jemand, der sich mit dieser völkerrechtlich illegalen Verschwörung kritisch befasst, ist einfach nur eine schrecklicher Theoretiker. Punkt. Wer auf diesen miesen Propaganda-Trick reinfällt, der muss auch das gute Recht von Rundfunkgebühren-Zahlern als „Belästigung“ bezeichnen. Das hilft der betonierten Weltsicht sehr beim Überleben.

Der Höhepunkt solch Pawlowscher Reflexe – die zwar immer den Weg zum Futternapf weisen, aber dem eigenständigen Denken arg hinderlich sind – ist die Diffamierung des Andersdenkenden als geisteskrank, wie sie sich unmissverständlich in Bronners Ratschlag zur „therapeutischen Hilfe“ findet. Als einzige Entschuldigung für Ausfälle solcher Art mag der regelmäßige, unkontrollierte Konsum der TAGESSCHAU dienen: Jahrelange einseitige Information führt offenkundig nicht selten zur Formation des Denkens. Wie sich eine solche Deformation mit der im Staatsvertrag verankerten „Vielfalt der Meinungen in der Bevölkerung“ verträgt, wird von Rundfunkräten dieser Art auf ewig unbeantwortet bleiben.

DIE MAIL DES RUNDFUNKRATES

Sehr geehrte Herren,

Wir haben heute im Rundfunkrat des SWR Ihre Programmbeschwerden zur Syrien Berichterstattung einstimmig abgelehnt.
Lassen Sie mich trotzdem einige ergänzende Worte sagen.
Sie machen sich zum Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern, berufen sich dabei auf Quellen, die von genau diesen gespeist werden und die als staatlich finanzierte Désinformation bekannt sind (RT).
Ich darf Sie erinnern, wie der Syrien Konflikt begonnen hat. 19 Kinder wurden wegen Wandparolen gefoltert, Protestierer dagegen wurden erschossen.
Ihre Rechenkünste hinsichtlich der in Ostaleppo eingeschlossenen erinnern an die Holocaustleugner, die sagen, Millionen von Juden hätte man technisch gar nicht umbringen können.
Vermutlich hätten Sie auch Journalisten verleumdet, die kritisch über die Reichspogromnacht oder die Morde in Srebrenica berichtet haben.
Wahrscheinlich kann ich Sie inhaltlich nicht überzeugen. Ich weiß auch nicht, mit welchem Hintergrund Sie solche Positionen vertreten - ob Afd, Altkommunisten, Neunationalisten, Reflex-Antiamerikanisten, Verschwörungstheoretiker. Ich möchte Sie bitten: belästigen Sie künftig nicht mehr Sender, ihre Gremien und Personen, die ihre Zeit produktiver verbringen könnten. Toben Sie sich woanders aus. Und erwägen Sie auch therapeutische Hilfe.

Freundliche Grüße

Gerhard Bronner

DIE ANTWORT DER BESCHWERDEFÜHRER

Werter Herr Bronner,
dass Dauerpropaganda das Denken mancher dafür empfänglichen Mitmenschen verwüstet, haben Sie mit Ihrer Mail trefflich vorgeführt. Sie haben zugleich kenntlich gemacht, dass Leute wie Sie im Rundfunkrat der real existierenden öffentlich-rechtlichen Sender unentbehrlich sind. Sie werden gebraucht, um das transatlantische Gesellschaftsmodell zu stützen mittels eines Systems der manipulativen politischen Beeinflussung der Öffentlichkeit. Ihnen selbst ist diese Funktion vermutlich nicht einmal bewusst.
Dass Sie so gut wie nichts über Ursachen, Motive und Beteiligte im Syrien-Konflikt wissen und nichts begriffen haben, zeigen Ihre indiskutablen Ausführungen.
Sie stellen zwischen unseren Analysen der manipulativen Berichte über Ost-Aleppo und der Methodik von Holocaust-Leugnern Vergleiche her und unterstellen uns deren nazistische Gesinnung. Das disqualifiziert Sie. Sachlicher Umgang mit Kritik ist Ihnen offenbar fremd. Leute wie Sie leben in der autoritären Vorstellung, sie dürften andere Meinungen als abartig und krankhaft niedermachen. Dahinter steckt der herrschsüchtige Traum, sie zu unterdrücken.

„Ich teile Ihre Meinung nicht, mein Herr, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie sie äußern können“. Dieser Satz wird dem Aufklärer Voltaire zugeschrieben. Selbst wenn Sie davon gehört haben: Verstanden haben Sie ihn erkennbar nicht.

Vermutlich ist Ihre Sichtweise im SWR-Rundfunkrat nicht einzigartig. Nur dieses Gremium selbst könnte das ausschließen. Wir geben ihm hiermit Gelegenheit dazu; Ihre Mail machen wir allen Ihren Kolleginnen und Kollegen zugänglich. Dito der Öffentlichkeit. Die hat Anspruch darauf, zu erfahren, wie ihre Repräsentanten im Rundfunkrat ticken. Es möge jeder selbst abwägen, was an dem System Öffentlich-rechtlicher Rundfunk änderungsbedürftig ist.

Mit freundlichen Grüßen

V. Bräutigam F. Klinkhammer



Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 31. März 2017 schrieb Ronald Wolf:

Man muss etwas gegen die Rundfunkgebühren unternehmen ! Wir bezahlen diese Leute und die Lachen über Gott und die Welt. Interessant ist die Aufzählung der Feindbilder. Damit kann man alles und jeden abwerten. Wir erwarten als Konsumenten eine faire und neutrale Berichterstattung und wenn sich Leute mal kümmern und engagieren, dann wird so arrogant abgebügelt. Ich wiederhole mich, aber man muss gegen diese kalten Krieger in den Medien und drumherum etwas unternehmen. Als im Deutschlandsender die Talksendung 2254 entsorgt wurde, protestierten viele Hörer. Den Verantwortlichen ging das glatt vorbei.... Hauptsache keine Diskussionsvielfalt. Nach dem lesen von Bronners schreiben kam die Erinnerung an die damalige Situation wieder hoch.


Am 30. März 2017 schrieb Chris Goldmann:

Nur eine Frage: Wurde bereits eine Betreuung beantragt?

Nun,.... dies kennzeichnet eine "Interne Gesinnung", welche sich nicht in Attribute fassen läst !

... dennoch, .... als Leistungsempfänger des Volkes, haben Sie zu dienen, Herr Bronner!!!

Schreiben Sie sich DAS hinter Ihre "Rundfunkratsohren".


Am 30. März 2017 schrieb Michael Weiß:

Welch kostbarer Einblick in die Psyche eines Gremiummitgliedes, einer von den Personen, "die ihre Zeit produktiver verbringen könnten", würden sie nicht ständig mit der irrelevanten Meinung ihrer Kunden belästigt. Bezieht dieser Herr ein Gehalt für diese "produktive Tätigkeit", und falls ja, stammt selbiges aus den Rundfunkgebühren? Auf jeden Fall zeigt die Hartnäckigkeit der Beschwerdeführer Wirkung, wenn sie soviel unbeherrschte Bösartigkeit provoziert. Einem Herrn Gniffke wäre das Abschmettern von Beschwerden viel eloquenter über die Tastatur gegangen. Weiterhin alles Gute und viel Ausdauer Herr Bräutigam, Herr Klinkhammer.


Am 29. März 2017 schrieb Flash Flash:

Bronner und die Seinen sind ein gutes Beispiel für "parteiliches Denken".

Obwohl auch diese wissen könnten, daß es im Syrien-Krieg nicht um einige "parolenschreibende Kinder" bzw. "friedliche Demonstrationen" (bei denen übrigens auch einige Polizisten erschossen wurden), sondern um einen sog. Regime-Change geht.

Schlichtweg, da die syrische Regierung (aus welchen Gründen auch immer) nicht bereit ist, sich weitgehend bedingungslos den "westlichen" Interessen unterzuordnen bzw. zu unterwerfen.

Da ist es natürlich weitaus einfacher und bequemer, die Welt in "gut" und "böse" aufzuteilen und die Lebenslüge der bürgerlichen Gesellschaft, "die Guten" zu sein, aufrechtzuerhalten.
Zumal das auch noch gut bezahlt ist.

Harmlos ist das allerdings nicht.
Schließlich sind es Leute wie er, die eine Propaganda unterstützen bzw. verbreiten, die alles andere als "friedlich" ist und den Tatbestand der "Volksverhetzung" bzw. "Kriegstreiberei" erfüllt.


Am 29. März 2017 schrieb Georg Moritz:

@Michael Kohle

"Bevor jetzt auch noch der letzte Troll hier auftaucht und seine Darmwinde absetzt"

Gar oft hört man den fiesen Kurzen
ganz ungehemmt ins Kissen furzen.

Soviel zu Trollerei und Darmwind. -

Weil ich als armer Student mir so ein Gerät damals nicht leisten konnte und rechtzeitig "Die Antiquiertheit des Menschen" von Günther Anders las, bevor mir die Anschaffung eines Fernsehers möglich wurde, habe ich mein Leben lang nie einen solchen besessen. Ich muß Rundfunk-Zwangsgeld bezahlen, obwohl ich auch kein Radio besitze. Zumindest qualifiziert mich mein SmartPhone dazu, das hat eine "UKW-App", immerhin.

Ich kenne mich in Sachen Rundfunk also nicht wirklich aus. Vielleicht kann mir jemand ein paar Fragen beantworten, damit ich nicht mühsam Onkel Guckel befragen muß:

- welches Gremium kontrolliert diesen Rundfunkrat? Es muß doch eins geben. Selbst der BND hat ein solches über sich.
- fertigt dieser Rat, wie jeder Rat, der etwas auf sich hält, auch Protokolle seiner Sitzungen an?
- sind diese Protokolle, wenn vorhanden, öffentlich einsehbar, oder sind das eher so BND-Papiere? Kann man die Einstimmigkeit der Ablehnungen nachprüfen?
- sind die Sitzungen öffentlich? Wenn nein, warum, wenn es doch öffentlich-rechtliche Institutionen sind, für die der Rat ratschlägt?
- wo und wann tagt der Rundfunkrat? Da kann man doch mal hingehen, nicht unbedingt gleich mit Mistgabeln und Sensen, wie es uns die Berner vor langer Zeit vorgemacht haben, aber notfalls auch das.

Ich finanziere also Lügen, Unterstellungen, Beleidigungen, Diffamierungen. Des Bronners Gefur... äh Einlassung ist unerträglich. Man muß dem soviel Wind machen, daß er sich in einem Sturm wiederfindet, und seine Brüder und Schwestern im Geiste ebenso.


Am 28. März 2017 schrieb Andreas Anders:

Hier findet man eine Email-Adresse von Gerhart Bronner
http://www.gvv-umweltbuero.de/team.html


Am 28. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Bevor jetzt auch noch der letzte Troll hier auftaucht und seine Darmwinde absetzt, will ich - sofern der Galerist mir das erlaubt - doch noch zum eigentlichen Thema kommen: Syrien.
Es trifft sich günstig, heute im MoMa Auftritt von Markus Kaim. PD Dr. habil. Markus Kaim. Forschungsgruppe: Sicherheitspolitik Senior Fellow von der SWP, der Stiftung Wissenschaft und Politik. Thema: Mossul, zivile Opfer. Zum Schluss die bestellte Frage: Was ist der Unterschied zwischen Mossul und Aleppo? Und was antwortet der Senior-Experte für Gniffke und Kleber? Ich mache es kurz: Überraschung! Das ist nicht das Gleiche, eine gänzlich andere Rechtslage. In Mossul ist die Internationale Gemeinschaft aktiv, die Bedrohung des internationalen Friedens durch den IS zu beenden. Ein echt internationales Problem, schnarrt Kaim. Aleppo dagegen ist/war ein nationales Problem, ein reiner, leider blutiger Bürgerkrieg. Die Gruppierungen, die in Aleppo gegen das Regime gekämpft haben, seien von der internationalen Gemeinschaft nie als Bedrohung des internationalen Friedens charakterisiert worden, gibt der MoMa-Experte zum Besten. Voll die Linie von unserem Gniffke-Verteidiger und Rundfunkrat Dr. Bronner.

Der Doktor der Biologie, na, lesen wird er ja wohl können. Ein kleiner Tipp, Herr Dr. Bronner, heutzutage sollte man vorsichtig damit sein, was man so von sich zu geben zu können glaubt. Den Tipp kann sich auch ein Dr. Kaim hinter die Ohren schreiben, von wegen nationaler Bürgerkrieg und so. Noch sind wir nämlich nicht ganz so weit wie bei Orwell, dass nämlich die Geschichtsschreibung nur die zuletzt gängige und gültige Meinung erlaubt, alles andere getilgt werden muss. Uns so ist es ganz einfach, nur mal kurz „Kaim day after" in die Google-Zeile einzugegeben, und schon wird man erschlagen von allerlei Unappetitlichem. Da braucht es nichtmal des Klicks auf RT oder sonstiger Feindsender. Machen wir uns doch mal bei den lt. Herrn Dr. Bronner einzig brauchbaren Qualitätsmedien schlau.

NTV, 28.12.2012: "Im Verborgenen treffen sich syrische Oppositionelle in Berlin unter anderem mit Vertretern des Auswärtigen Amts. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan für die erhoffte Zeit nach dem Ende des Assad-Regimes. Jetzt stellen die Exilsyrer das Papier mit dem Titel „The Day After" vor - Die Arbeit der Oppositionellen wurde von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) gefördert, einer der wichtigsten außenpolitischen Denkfabriken in Deutschland. Zur Finanzierung trugen nach Angaben der Opposition die Außenministerien der Schweiz und der USA sowie zwei regierungsunabhängige Organisationen aus den Niederlanden und Norwegen bei. Das Auswärtige Amt war ebenfalls von Beginn an in die Gespräche eingeschaltet, gab jedoch kein Geld.“

Soso, Herr Dr. Kaim, sowas nennen sie nationalen Bürgerkrieg? Aber wir wollen uns jetzt mal gar nicht mit der Vergangenheit aufhalten. Wie man aus ihren Auslassungen von heute Morgen schliessen muss, sind sie nicht Willens, bereit und in der Lage, sich mal auf veränderte Sachlagen einzustellen. Natürlich wäre es ihnen und manch anderem lieber, bekömmlicher, wenn sich die Lage status ante quo, bevor Bösewicht Assad nach dem großen Bruder Bösewicht Putin gerufen nochmal einstellen könnte. Dumm nur, dass selbst wenn dem so geblieben wäre, das glorreiche
Kalifat, der islamische Staat vom Mittelmeer bis an Euphrat und den Tigris fröhliche Urständ gefeiert hätte und weiterhin feiern würde. Vermute ich mal richtig, dass sie und viele andere dann auf diesen Moment zugefiebert hätten und die Internationale Gemeinschaft dann mit voller Kraft diesem Drachen den Garaus gemacht hätte? Sicher doch! Sieht ganz so aus.

Jetzt ist es eben anders gekommen. Und dank einer anderen, einer zweiten Internationalen Gemeinschaft, völkerrechtlich dank Einladung und Hilferuf des souveränen Staates Syrien gut abgefedert, darf Syrien wieder Morgenluft schnuppern und den Muff der radikalislamischen Koalition (falls sie das nicht Wissen, meine Herren Experten Kaim, Perthes, Bronner u.a.) aus IS, Saudi-Arabien u.a. kräftig durchlüften. Für Experten wie ihnen müsste es eigentlich einsichtig sein, dass der Fall Mossuls ohne den Fall Aleppos so schnell gar nicht denkbar gewesen wäre. Ein Bisschen Dankbarkeit? Natürlich nicht!

Mir ist schon klar, der Verlust von Abermilliarden an Dollars ist für die donors, die Investoren verdammt schmerzhaft. Egal wie es letztendlich ausgehen wird, könnte es nicht sein, dass eine Neusortierung der objectives - auch und gerade bei der noblen westlichen Internationalen Gemeinschaft - so manchem Individuum im Irak, in Syrien und selbst hier im freiheitlichen Europa nicht ganz ungelegen, zu pass käme, dass es am Leben bleiben darf und wenn möglich unversehrt, die Würde ist ihm in diesem Zusammenhang erst einmal egal. Einfach mal die hehren Ziele Investorenschutz, Umsatzmaximierung beim Waffenexport, Erfüllung des eigenen Starr- und Stumpfsinns hintan stellen? Herr Dr. Bronner, auch der Mensch ist Teil der Natur. Nicht jedoch der Profit, das Kapital. Da gibt es nichts zu schützen. Kapieren sie es wirklich nicht, die Menschheit muss vor ihnen geschützt werden!

Ach ja, noch was Herr Dr. Bronner! Nicht dass sie falsche Schlüsse ziehen aus meinen Ausführungen. Ich für meinen Teil mache mich - auch und gerade zu Syrien - kundig bei dem reichlichen Angebot - nur z.B. - eines Coburn, Patrick. Ein irischer Journalist, über fast ein halbes Jahrhundert Mittel-Ost-Korrespondent, früher für die Financial Times, heute für den Independent.
Sicherlich keine Plattformen für Verschwörungstheoretiker, Altkommunisten oder all das Andere,
was sie so aufgelistet haben in ihrer Klageschrift. Und es gibt noch viele Andere von der Sorte. Ihre und Dr.Gniffkes penetrant dargebotene Enthaltsamkeit, solche Informationsbühnen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, in allen Ehren, etwas mehr Verstand hätte ich einem im Ehrenamt eines im Rundfunkrat Aktiven aber schon zugetraut. Übrigens: genau diese Enthaltsamkeit ist es, was Ihnen von den für sie ach so unliebsamen Perma-Beschwerdeführern ohne Unterlass vorgeworfen wird.


Am 28. März 2017 schrieb Michael Kohle:

@Michael Riecke

"Aber Herr Dr. Bronner kann diesen Satz ja etwas aktualisieren, in dem er sagt: Dann geht doch zu Putin, wahlweise auch Moskau oder Russland."

Genau das wird er gewiß nicht tun. Da war ja neulich schon des öfteren Horst vor inkl. dem vollen Anhang. Es wird sie überraschen, Herr Bronner hat auch seine dezidierte Meinung zu Horst und allem weiß-blau angehauchten. Die haben auch schon ihr Fett abbekommen von ihm auf der Huff und nicht zu knapp.


Am 28. März 2017 schrieb Flash Flash:

Schon eine Ironie:
Der "Day After" kommt sowieso.
Da der SYRIEN-Krieg nur das Vorspiel für den 3.Weltkrieg ist.
Aber naja, zumindest gibt es dann diese Blödel nicht mehr.
Das ist doch auch schon 'mal 'was.


Am 28. März 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Werter Max L.
ich bin halt ein freundliches Wesen. Außerdem haben wir es bei den ÖR und ihren ganzen Gremien mit der unangreifbarsten Instanz im Staat zu tun.
Nutzt nix wenn ich zuhause sitze, mit dem Fuß aufstampfe und dem Flegel (ja), den Handschlag verweigern und ihm kündigen möchte. Kann ich aber nicht. Die Wut darüber verdirbt mir nur den Tag und am Ende wird man unsachlich.
Ich kann ihnen versichern, ich habe beim Schreiben, sehr streng ausgesehen.


Am 28. März 2017 schrieb Andreas Schell:

So was nennen wir Bayern einen "dicken Hund"!

Der Rundfunkrat hat "Programmbeschwerden zur Syrien Berichterstattung einstimmig abgelehnt."
Die SPD hat Martin Schulz mit 100% der gültigen Stimmen gewählt! Implizite Folgerung: alle anderen sind dumm. Herr Bronner formuliert das sogar aus.
Wer nicht live dabei ist, glaubt diese bodenlose Frechheit nicht. Ist der neue Trend zum Nullwiderspruch der eigentliche Schulz-Effekt? Oder eher eine Folge jahrelangen massivsten Alkoholkonsums? Egal: die SPD wird vom Wähler bestraft und die offensichtlich korrupten Rundfunkräte hoffentlich dereinst von der Justiz.

Ich kann B&K's Programmbeschwerden in fast allen Fällen, insbesondere aber bei der Syrien-Berichterstattung größtenteils gut nachvollziehen. Dazu braucht es kein RT (und RT ist, nebenbei bemerkt, dennoch keine schlechte Ergänzung im deutschen Nachrichtenbrei). Die nötigen Informationen sind für gutgläubige und selbstverständlich vorurteilsfreie Vasallen auch aus anderen bis hin zu amerikanischen Informationsquellen, ja bis hin zu Veröffentlichungen des Pentagons zu recherchieren!

Gerne höre ich Herrn Bronners Therapievorschlag. Meiner an ihn: kühl Dich ab und lies mal wieder was Gescheites, Freundchen! Setzen, sechs.


Am 28. März 2017 schrieb Michael Riecke:

Es ist irgend wie schade. Vor 1990 hätte Herr Dr. Bronner noch die Empfehlung geben können: Wenn es euch hier nicht gefällt, dann geht doch nach Drüben. Für die jüngeren, gemeint ist die ehem. DDR. Aber Herr Dr. Bronner kann diesen Satz ja etwas aktualisieren, in dem er sagt: Dann geht doch zu Putin, wahlweise auch Moskau oder Russland.
Hier im Westen, WDR, wird es wohl nicht anders sein. Seit H.Buro die Geschicke des WDR leitet und den Sender "transatlantisch" ausgerichtet hat.


Am 28. März 2017 schrieb * bekannt:

Sehr geehrter Herr Dr. Bronner,

bitte gestatten Sie die Frage, ob Sie wirklich den auf der
Internet-Plattform "www.rationalgalerie.de" unter "Schmock des Monats"
nachzulesenden, skandalösen Brief an die Herren Prof. Bräutigam und
Klinkhammer verfasst haben, in dem eine Entscheidung des
SWR-Rundfunkrats zu Programmbeschwerden wegen der als tendenziös
empfundenen Syrien-Berichterstattung der "Tagesschau" mitgeteilt, die
Beschwerdeführer vom Schreiber zugleich m. E. schwer ehrabschneidend und
beleidigend angegangen wurden. Gewiss ist Ihnen bekannt, wer da unter
Ihrem Namen bepöbelt wurde: Der Eine war Print-Journalist bei namhaften
Blättern, Nachrichtenredakteur der Tagesschau, Studienleiter +
Pressereferent der Evangelischen Akademie Loccum,
Gewerkschaftsfunktionär bei der IG Medien und Hochschuldozent. Der
Andere Gesamtpersonalratsvorsitzender des NDR und zeitweise persönlicher
Referent der Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Niedersachsen.
Engagierte, erfahrene und kompetente Bürger und Beitragszahler also. Und
diesen Herren unterstellt der Verfasser, möglicherweise also Sie, eine
Nähe zu Leugnern des Massenmordes an den Juden, empfiehlt therapeutische
Maßnahmen? Das scheint mir wirklich impertinent!

Erklären kann ich mir diese schwere Entgleisung ggf. nur mit einem von
Ihnen selbst unlängst vorgetragenen Satz: "Manche von uns stecken noch
in den Schützengräben von gestern." Oder von Vorvorgestern, möchte man
hinzufügen.
Und vielleicht mit dem Gebrauch naturveträglich angebauter, dennoch
bewusstseinsverändernder Pflanzensubstanzen. Sollte dies zutreffen,
bedenken Sie bitte die möglichen weiteren Nebenwirkungen. Vielleicht
sollten Sie Ihre Tätigkeit im Rundfunkrat, zu dessen Aufgaben m.W. nicht
die üble, zudem unqualifizierte Beschimpfung sachkundiger Zuschauern
durch unter Kontrollverlust leidende (Therapie ist möglich und scheint
hier tatsächlich angeraten) Einzelmitglieder gehört, generell zugunsten
des weiteren Kampfes gegen das eine oder andere Windrad im Kochertal
überdenken. Nicht nur die Natur würde vermutlich gewinnen.


Am 27. März 2017 schrieb Peter Meiser:

Statt Kommentar eine Info für Peter Stribl zu seiner Stellungnahme zum Artikel: Ein Pawlows Rundfunkrat
Bei Verdi sind die Web-Adressen in der Regel wie folgt aufgebaut Vorname. Nachname@verdi.de


Am 27. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Nein, ich habe noch nicht fertig! Es muß einfach sein!

„Wir haben heute im Rundfunkrat des SWR Ihre Programmbeschwerden zur Syrien Berichterstattung einstimmig abgelehnt."

So beginnt Herr Bronner seinen schriftlichen Befund über die Programmbeschwerden zur Syrien-Berichterstattung der Tagesschau und was sonst noch. Einstimmig soll die Ablehnung gewesen sein, nun denn! Da hat sich die gesamte ehrenwerte Gesellschaft von Damen und Herren im Rundfunkrat des SWR in Baden-Württemberg mit gewaltigem Ruhm bekleckert (Dank an @Peter Stribl für den unglaublichen Hinweis). Einstimmig bedeutet auch, man bzw. frau deckt auch die Paranoia, Megalomanie, Hybris, ach was, überhaupt jeglichen Wahn, dessen sich der Herr ohne Not ungewollt bezichtigt. Wollen wir mal nicht so sein und ihnen allen Lukas 23:34 zubilligen: Vater, vergib, denn sie wissen nicht was sie tun!

Unter diesem Schutzverein für Sitzungsgeldeinzugsbefugte und Zwangsgebührenversorgungswerk befindet sich derzeit beispielsweise eine GEW-Landeschefin, lt. einer Kreiszeitung bei Demos ganz vorne mit dabei. Als Lehrerin für die Lehrer und ihre Rechte unermüdlich 80 Stunden die Woche kämpfend, sie, die lieber das Grobe als das Filigrane bearbeitet. Doch, da ist sie bei Herrn Bronner ja ganz gut aufgehoben. So wie die ansonsten im Gremium dominierenden v.erdi-Funktionäre anscheinend auch. Nicht zu vergessen die Abgesandten der Landeskirchen und von was weiß ich sonst noch. Und kein Einziger von ihnen soll wider diesen Stachel der ungebremsten Empörung gelöckt, keiner zu Mäßigung aufgerufen haben? Einstimmig? Na, dann wissen wir ja endlich was wir von dieser Gesellschaft zu erwarten haben in Zukunft.

Übrigens, bei meinem kurzen Studium der einschlägigen Neulandseiten wurde ich auch darüber aufgeklärt, dass es zweierlei Maß gibt zu Einwänden zum Programm. Einmal die Programmkritik. Allgemeine Programmkritik, bei der keine Verletzung von Programmgrundsätzen vermutet wird, ist zu richten an einen Hörer und Zuschauerservice. Zum Anderen: Förmliche Programmbeschwerden gemäß § 11 SWR Staatsvertrag, wonach die konkrete Verletzung von Programmgrundsätzen behauptet wird, können in einem förmlichen Beschwerdeverfahren beim Rundfunkrat geltend gemacht werden. Programmbeschwerden dieser Art sind zu richten an die Gremiumsgeschäftsstelle. Da heißt der zuständige Sachbearbeiter wohl Bronner, der soll gut im Abbürsten sein.

Bei Matthäus 27:46, ersatzweise Markus 15:34 werden die sieben letzten Worte „Eli, Eli, lama asabtani"? mit „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"? übersetzt. Passt ganz gut zu den Verkündigungen des Rundfunkrates. Die richtige Übersetzung allerdings passt dann doch eher zu Herrn Bronner und seinen KollegInnen: Johannes 8:29 - Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.

P.S. Vielleicht sollten die Beschwerdeführer einfach mal den Verweis auf § 11 unterlassen, das andere Online-Formular verwenden. Und allein darauf beharren - wie bei jedem Eid auch - die Wahrheit, nichts als die Wahrheit einzufordern, einzuklagen.


Am 27. März 2017 schrieb Max L.:

@ Anke Zimmermann:

"Herr Dr. Bronner, ich kann sie nur entschieden auffordern ihren Job ernster zu nehmen..."

Da sind Sie aber ausgesprochen höflich und freundlich, ganz im Gegensatz zu diesem Herrn Bronner. Der benimmt sich nämlich wie ein Troll, ein Rüpel, ein unverschämter Flegel. Das geht spätestens mit diesen unsäglichen Versuchen los, die honorigen Herren Bräutigam und Klinkhammer in die Naziecke zu stellen, und gipfelt im letzten Satz mit der Unterstellung, die beiden seien geisteskrank.

Also ich fordere diesen sauberen Herrn Bronner entschieden auf, seinen Posten niederzulegen, und zwar noch heute! Rufmord und Beleidigungen von Personen, die einfach nur von ihrem guten Recht Gebrauch machen und Bronner samt Kollegen in genau die Pflicht nehmen, die sie haben - das geht nicht, ist unentschuldbar. Und mindestens Bronner darf diese Pflicht nach seinen Worten nicht mehr haben, man muss ihn davon entbinden, wenn er nicht freiwillig abtritt! Wobei einiges in seiner Mail stark darauf hindeutet (vor allem der erste Satz und einige Aussagen am Ende), dass sein Verhalten, seine Denkweise, seine Ideologie und seine Auffassung von diesem Job im Rundfunkrat des SWR ganz allgemein verbreitet und keine Ausnahme sind.


Am 27. März 2017 schrieb Fred Hotner:

Dieser Herr "Gerhard Bronner" maßt sich innerhalb eines öffentlichen Amtes an, mit Bürgern, die ihre ganz normalen Rechte in Anspruch nehmen, in einem arroganten und wüst beleidigenden Ton zu verkehren. Dies steht diesem Herrn schon mal nicht zu und dann schon gar nicht in dieser Funktion. Dieser auch an Dummheit nicht zu übertreffende Ignorant & Hassprediger erfüllt jedoch, und dass ist mir wichtig, m. E. Straftatbestände und sollte angezeigt werden. Das Gremium "Rundfunk" sollte ferner angerufen werden, um einen solch unverschämten Menschen aus diesem auszuschließen.


Am 27. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Was mir bei der Lektüre des Bronner-Verdikts alles so einfiel:

"Die Angeklagten haben im Kriege in Flugblättern zur Sabotage der Rüstung und zum Sturz der nationalsozialistischen Lebensform unseres Volkes aufgerufen, defätistische Gedanken propagiert und den Führer aufs gemeinste beschimpft und dadurch den Feind des Reiches begünstigt und unsere Wehrkraft zersetzt. Sie werden deshalb mit dem Tode bestraft. Ihre Bürgerehre haben sie für immer verwirkt“?

Ein Auszug aus dem Urteil „im Namen des deutschen Volkes" in der Strafsache gg. Hans und Sophie Scholl u.A. wegen landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung von Hochverrat und Wehrkraftzersetzung, unterzeichnet von Roland Freisler. Solange solch eine Vorgehensweise nicht (wieder) möglich ist, solcherlei schlimmsten, staatsfeindlichen Volksverhetzungen noch kein (endgültiger) Riegel vorgeschoben werden kann, muss es eben à la Bronner geschehen. Ich zitiere, man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:

"Wahrscheinlich kann ich Sie inhaltlich nicht überzeugen. Ich weiß auch nicht, mit welchem Hintergrund Sie solche Positionen vertreten - ob Afd, Altkommunisten, Neunationalisten, Reflex-Antiamerikanisten, Verschwörungstheoretiker. Ich möchte Sie bitten: belästigen Sie künftig nicht mehr Sender, ihre Gremien und Personen, die ihre Zeit produktiver verbringen könnten. Toben Sie sich woanders aus. Und erwägen Sie auch therapeutische Hilfe.“

Zitatende!

Geht´s noch heftiger, derber? Nutzern (wie Klinkhammer und Bräutigum) der einzig rechtlich zulässigen, auch noch verfassungsgerichtlich bestätigten Einspruchsmöglichkeit - der Beschwerde beim zuständigen Rundfunkrat - in Sachen Verstößen gegen rundfunkratliche Bestimmungen kraft Amtes mit solch einem Verdikt zu begegnen, auch noch in Tateinheit weitere Straftatbestände wie bspw. Holocaustleugnung unterzuschieben, was - um Gottes Willen - muss denn noch geschehen, um einem Herrn Voßkuhle und den Seinen die finale Schamröte aufs Gesicht zu treiben? Wie lange will man sich in Karlsruhe noch am Nasenring ums Quarrée ziehen lassen?

Verstehe ich denn Herrn Bronner richtig, wenn er mit seinen ergänzenden Worten „Sie machen sich zum Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern, berufen sich dabei auf Quellen, die von genau diesen gespeist werden und die als staatlich finanzierte Desinformation bekannt sind (RT)" sich schon zum Chefankläger des Staatsgerichtshofs berufen fühlt? Er sollte - wie der Schuster bei seinen Leisten - bei seiner eigentlichen Funktion bleiben. Als Vorsitzender des Landesnaturschutzbundes Baden-Württemberg sollte er sich doch eher Sorgen machen um die durch den Stadionbau bedrohte graugefleckte Beißschrecke auf dem Flugplatz zu Freiburg.


Am 27. März 2017 schrieb Peter Stribl:

Unglaublich, was sich alles in so einem Rundfunkrat zusammenfindet. Und ich schreibe ausdrücklich WAS. Denn WER würde, einigermaßen intakte Bildung vorausgesetzt, dermaßen Fakten und Meinung durcheinander quirlen? Manès Sperbers "Stufen der praktikablen Unwissenheit" lassen grüßen.

Zum Punkt Therapieren dieses sauberen Herrn Bronner hat Manfred Lütz was veröffentlicht: "Irre - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen".

Was aber am meisten beunruhigt an der Sache ist die Behauptung, der Rundfunkrat hätte die Programmbeschwerden zur Syrien-Berichterstattung einstimmig abgelehnt. In dem Gremium befinden sich auch
Frenzer-Wolf, Gabriele - Deutscher Gewerkschaftsbund BW
Geibel, Karl - Deutscher Journalistenverband / Fachgruppe Medien (dju/SWJV) ver.di Landesverband Baden-Württemberg
Gothe, Christine - ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz
Schulze, Hans-Joachim - Deutscher Journalistenverband / Fachgruppe Medien ver.di Rheinland-Pfalz
Süß-Slania, Gitta - ver.di Baden-Württemberg
Wingertszahn, Susanne - Deutscher Gewerkschaftsbund RP

Diese Personen hätte ich gerne angeschrieben in dieser Angelegenheit. Der SWR hat für jede Blähung eine Anlaufstelle, E-Mail-Adressen des Rundfunkrates oder einzelner Mitglieder: Fehlanzeige.

Alles in allem, und da wiederhole ich mich zwangsläufig: Unglaublich.


Am 27. März 2017 schrieb Lutz Jahoda:

REZENSION

Über diesen verkorksten Theaterdonner
des noch übenden Anfängers Gerhard Bronner,
kichern die Erbsen, lachen die Hühner,
verstummen sogar die sonst schnellen Berliner.
Denn wer sich gut auskennt in der Geschichte,
kommt zum Ergebnis: Im Koppe nicht dichte.


Am 27. März 2017 schrieb Gert Flegelskamp:

Zum Thema Stiftung Wissenschaft und Politik und deren Projekt "day after", 2012 seitens der ZEIT in einem Artikel "Das neue Syrien kommt aus Willmersorf" http://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung gefeiert, ist aus meiner Sicht mehr als nur eine Stiftung, wenn man sich ansieht, wer die Leitung dieser Stiftung hat, insbesondere Kanzleramtsminister Steinmeier.

Präsident des Stiftungsrats ist Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V., seine Stellvertreter sind Hans-Ulrich Klose, MdB (SPD), und Bundesminister Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes. Vorsitzender des Forschungsbeirats ist Christopher Daase, Universität Frankfurt.[

Addiert man dann noch die Verbindung des Auswärtigen Amtes (Steinmeier) zu den so genannten Freunden Syriens hinzu, sollte klar werden, dass Deutschland in Syrien von Beginn an eine verdeckt arbeitende Kriegspartei war. Nicht nur das Grundgesetz verbietet das, sondern auch das Völkerrecht.

Ich wurde von Ihnen vor Jahren mal gerügt, weil ich gesagt habe, Deutschland sei keine Demokratie mehr, sondern bereits wieder auf dem Weg in den Faschismus. Wie denken Sie heute darüber?


Am 27. März 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Klinkhammer-Gellermann-Bräutigam (KGB) ist schon als Feindbild der "Freiheitlichen Demokraten" registriert ... und wird bald nach dem Vorbild des "Demokraten" Erdogan "inhaftiert" ... so der Tenor des "freundlich grüßenden Gerhard Bronner"!
Der "Großdeutsche Rundfunkrat" läßt also grüßen!!!


Am 27. März 2017 schrieb Gabriele Thamke:

Die arrogante Mail des Herrn Bronner zeigt vor Allem: Dummheit, Unverschämt- und Dreistigkeit.
Es kann einem nur noch übel werden.


Am 27. März 2017 schrieb Anke Zimmermann:

"Wir haben heute im Rundfunkrat des SWR Ihre Programmbeschwerden zur Syrien Berichterstattung einstimmig abgelehnt."
Einstimmig so so.....auch die Rundfunkräte 100% .

"Wahrscheinlich kann ich sie auch inhaltlich nicht überzeugen"
Man fragt sich mit welchen Argumenten und Fakten? Schade das er es erst gar nicht versucht hat.
Dann lieber Schublade auf: Afd, Altkommunisten, Neunationalisten, Reflex-Antiamerikanisten, Verschwörungstheoretiker.
Schublade zu: "Ich möchte Sie bitten: belästigen Sie künftig nicht mehr Sender, ihre Gremien und Personen, die ihre Zeit produktiver verbringen könnten."

Herr Dr. Bronner, ich kann sie nur entschieden auffordern ihren Job ernster zu nehmen, wir Zuschauer sind gezwungen sie, ihren Sender und Gremien und Personen zu finanzieren und wir wünschten sie würden wahrhaftig produktiver arbeiten.
Wenn sie als Rundfunkrat überfordert sind, weil sie Fakten und Propaganda nicht unterscheiden können, gehen sie in den Wald Vögel zählen, dabei richten sie keinen Schaden an.


Am 27. März 2017 schrieb Bernhard Moser:

Unglaublich!


Am 27. März 2017 schrieb Reiner Gottwald:

Wer den bornierten Brief des Herrn Bronner liest und weiß, dass er schon eine Mehrheit des Senders vertritt, der hat noch mehr Bewunderung für die Kooperation Bräutigam-Gellermann-Klinkhammer. So viel Arbeit in so wenig Sender-Hirn zu investieren, dafür sollte Ihnen die Orwell-Medaille am Band verliehen werden.

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