Die linke Atlantik-Brücke

Stefan Liebich goes to Hollywood

Autor: U. Gellermann
Datum: 08. Juni 2015

Ja dürfen die das denn? Diese LINKEN aus Baden-Württemberg, die dem Stefan Liebich, dem Mann mit den blitzenden Vorderzähnen, die Mitgliedschaft in der USA-Freundes-Organisation "Atlantikbrücke" abgewöhnen wollen? Da hat unser Stefan ganz schnell ein paar namenlose Getreue in Pankow gefunden, die völlig empört über die Baden-Württemberger sind und denen einen bösen Brief schreiben. Schließlich sei der US-Verein "gemeinnützig, privat und überparteilich", außerdem diene er auch noch der "Völkerverständigung". Richtig! Immer, wenn die USA sich mit den Völkern Vietnams, den Völkern Afghanistans, des Iraks oder Libyens verständigen wollten, war der Verein nur zu gern bereit, das verständlich zu finden. Da muss der Stefan aus Pankow dabei sein, damit die Völker das auch wirklich richtig verstehen.

Jetzt, wo unser Stefan in die Oberliga aufgestiegen ist, wollen so ein paar Hinterbänkler ihm den nächsten Karriereschritt madig machen. Schließlich ist sein neuer Verein privat, wer will denn dem Liebich das Privatleben versauen? - Für die Brücke über den Atlantik kann man sich nicht bewerben, da wird man vorgeschlagen. Das könnte jeder von Liebichs neuen Vereins-Freunden gemacht haben. Kai Diekmann, der BILD-Chef zum Beispiel. Ein alter Verteidiger der Hartz-Vier-Arbeitsfreiheit. Oder Friedrich Merz, der Kämpfer für die Steuerfreiheit. Alles Mitglieder in Stefans neuem Verein. Und die sind derartig überparteilich, dass sie nur den Besten aus der Linkspartei nehmen. Sicher kommt Stefan bald schon in das "Young-Leaders-Programm" der Atlantik-Brücke. Das richtet sich an junge, aufstrebende Führungskräfte, und Stefan ist ja so ein junger Führer.

Manche der alten Führer aus dem US-Verständigungs-Verein hatten sich in den letzten Jahren echt verbraucht. Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein, der für die Hessen-CDU Millionen in Liechtenstein versteckte, und dann von jüdischen Erben schwafelte, zum Beispiel. Oder auch der Geschäftsmann Karlheinz Schreiber, der dem Schäuble die 100.000 DM geschenkt hat, nach denen heute noch gesucht wird. Der rechtskräftig verurteilte Walter Leisler Kiep, der mit Millionen illegaler Parteispenden hantierte, ist sogar Ehrenvorsitzender der Brücke von hier über den Atlantik ins Steuerfreie. Da kann der Obmann der Linkspartei im Auswärtigen Ausschuss, einfach nicht fehlen. Stefan Liebich will sicher nur dafür sorgen, dass die Atlantikbrücke nach links rückt. Da werden sich die anderen Mitglieder, wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Vorsitzende der Deutschen Bank AG Jürgen Fitschen, der Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs, Deutschland Alexander Dibelius und der Vorsitzende der Axel Springer AG Mathias Döpfner noch wundern: Gestern noch schlicht rechts, heute schon total links. Weil Stefan sie unterwandert hat.

Jetzt, wo Pankow mit Stefan endlich wieder auf die Tagesordnung der Welt gerät, wollen irgendwelche LINKE aus Schwaben (!) dem Stefan Liebich den Aufstieg in die erste Liga vermiesen. Dass sich der Atlantik-Verein, wie Stefans Getreue den Leute in Baden-Württemberg schreiben, an "Entscheidungsträger" richtet, macht die Sache nur noch schlimmer. Tragen doch die Entscheider schon schwer genug an den Entscheidungen, die sie für die Völker und deren Verständigung tragen müssen. Da muss man denen nicht in die Quere kommen. Auch deshalb verkündet Stefan der Entscheider: "Wenn gesagt wird, dass die besondere Zusammenarbeit von Deutschland und den Vereinigten Staaten auf beiden Seiten des Atlantiks auf gemeinsamen Werten beruht, dann muss man diese Werte auch leben." Ja, wenn es doch gesagt wird!

So haben alle großen Männer mal angefangen: Erst klein, dann sind sie Mitglied im richtigen Verein geworden, um dann später ganz groß rauszukommen. Wir werden es noch erleben, auch die Neider aus Schwaben, dass Stefans Namenszug über den Hollywood Hills erscheint, rund 15 Meter hoch und insgesammt 137 Meter lang. Und wir werden sagen können, dass wir dabei gewesen sind, als Stefan Liebich seinen Weg nach Hollywood machte, sein Lächeln nicht nur den Himmel über Pankow erhellte und er die Werte hochleben liess, die uns die USA vorleben: Blut, Öl und die Brutalität der Macht.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Juni 2015 schrieb Rena Irmenau:

Die Linkspartei war eine große Hoffnung. Dass sich jetzt anscheinend solche Korruptniks wie Liebich durchsetzen ist ein Jammer.


Am 09. Juni 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Peter Holland:

Das ist richtig!
Deshalb sprechen ja auch eine Menge Leute nicht nur über die Transatlantiker, sondern auch mit ihnen. Gesprächsangebote gibt es mehr denn je. Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass Mitglieder aus diesem Club konsequent zu Avataren ausgebildet werden.
Jetzt sagt mir dieser Herr persönlich auch nichts, und ich vermag somit nicht einzuschätzen, in welche Richtung er sich bewegt.
Mir ist noch kein mir bekannter Transatlantiker untergekommen, der eine akzeptable Linie Richtung Osten vertritt. Die sind auf diesem Auge allesamt blind. Und es besteht die Gefahr, dass dieser Herr auch erblindet.
Ich persönlich sähe es wirklich gerne, wenn diese Brücke nicht weiter gebaut würde. Auf diesem Weg ist bereits eine Menge lähmendes Gift nach Europa gebracht worden.


Am 08. Juni 2015 schrieb Gisela Hintz:

Das hat er nicht verdient! Außenpolitisch ist Herr Liebich schließlich Experte. Im Deutschlandfunk soll er unlängst weitere Verhandlungen mit Iran begrüßt haben, denn, so liest man, wenn die Verhandlungen scheiterten, "dann wird Iran weiter daran arbeiten, eine Atombombe zu haben". Knapp, präzise, erschöpfend. Diese Wahrheit wird nicht nur seine Mit-Mitglieder in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft erfreut haben. Noch ein Beispiel? Bei einer US-Reise im Vorjahr, ein Foto davon auf seiner Homepage zeigt den stolzen Stefan in der berühmten Georgetown-Uni in Washington gleich neben dem ebenso berühmten Peer Steinbrück, analysierte er so punktgenau wie brilliant die Problemlage um die russische Ukraine-Politik: "Speaking then about Ukraine, he emphasized that while the aggressive moves made by Putin’s Russia are against international law, cutting economic ties or organizing NATO maneuvers would be poor choices..." Er warb statt dessen nach Veranstalterangaben, diese aggressiven moves im OSZE-Rahmen anzugehen. Liebich weiss eben, wie man mit den Amis reden muss. Ausgebildet wurde er nach eigenen Angaben schließlich bei IBM, dort auch unter Vertrag genommern. Aber er entschied sich statt dessen, mit seiner ebenfalls ausgeprägten innenpolitischen Kompetenz Berlin zu beglücken. O-Ton von der Homepage: "Die rot-rote Koalition regierte Berlin zehn Jahre lang und ich bin fest davon überzeugt, dass wir einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen der Stadt geleistet haben." Ganz der Brückenbauer eben. Hätte er sein Werk vollenden können, wäre die Linke heute allerdings möglicherweise gar nicht mehr im Senat vertreten. Dann hätte er wohl auch seinen Sitz im Wissenschaftlichen Beratungsremium der Stasiunterlagenbehörde, für das Thema ist Liebich auch Experte, sitzt dort neben dem Hubertus Knabe, verloren. So aber blieb er uns mit all seinen Fähigkeiten und Mitgliedschaften erhalten. Und wenn die Linke dann endlich alle SPD-Vorgaben erfüllt haben wird - Zusammenwachsen, Sie wissen schon - warten gewiss noch ganz andere baumeisterliche Herausforderungen auf den gereiften Transatlantiker. Freuen wir uns darauf.


Am 08. Juni 2015 schrieb Sonja Schmid:

Der Kommentar ist so schön, da kann man fast nichts mehr hinzufügen.
Sie sterben einfach nicht aus, die Emporkömmlinge!


Am 08. Juni 2015 schrieb Hans-Hermann Föllner::

Vermutlich haben wir es mit einem späten Nachfahren des "Langen Marsches durch die Institutionen" zu tun, der dann -zu gegebener Zeit - als rot-rot-grüner Außen- oder "Verteidigungs"minister die US-amerikanische Variante der Völkerverständigung im Herzen Europas zur Wirkung bringt. Denn, nicht wahr, einer muss den Bluthund abgeben!


Am 08. Juni 2015 schrieb Manfred Ebel:

- "Seilschaften" sollte offen in die Wertepropaganda Deutschlands aufgenommen werden. Auch als Seminarthema sicher ein Renner.
- Wenn jemand über Korruption und die Rangliste der korruptesten Länder debattiert, sollte ebenfalls Politschacher, wie im Bsp. die Atlantikbrücke, bewertet werden. Die sog. westlichen Länder schnellen damit nach oben.
- Auf Befragen antworte ich, dass ich Maxist-Leninist bin, kein LINKER. Das tut weh.
- Es gab da einen Witz in der DDR, in dem Dzierzynski zu Lenin sagt: "Lenin, wir müssen ganz von vorn beginnen". Ich hatte es wirklich für einen Witz gehalten.


Am 08. Juni 2015 schrieb Hans Ion:

Über diese "ATLANTIK-BRÜCKE" mußt Du geh´n, dann wirst Du die Asche sein!!!


Am 08. Juni 2015 schrieb Michael Steinmann:

Vielen Dank für die Formulierung: "Immer, wenn die USA sich mit den Völkern Vietnams, den Völkern Afghanistans, des Iraks oder Libyens verständigen wollten ?"
Das passt in jedes Kabarett. Werde ich mit großem Vergnügen in meiner nächsten Diskussion über US-Außenpolitik anbringen. Großartig!


Am 08. Juni 2015 schrieb Gert Flegelskamp:

Ich finde, wir sollten viel öfter mal bei den alten Griechen und Römern lesen, denn dann wird uns (vielleicht) bewusst, dass sich in den letzten 2.000 Jahren nichts verändert hat. Cicero schreibt:

Eine Nation kann ihre Dummköpfe und sogar ihre Ehrgeizigen überleben, aber nicht Verrat von innen. Ein Feind am Tor ist weniger schrecklich, denn er ist bekannt und trägt seine Fahne für alle sichtbar. Der Verräter hingegen bewegt sich frei im Hause, sein listiges Geflüster raschelt durch alle Gänge und wird sogar in den Hallen der Regierung gehört. Der Verräter erscheint nicht als Verräter; er spricht die Sprache seiner Opfer, und er hat ihre Züge, trägt ihre Kleider; er spricht die Gefühle tief im Herzen dieser Menschen an. Er verdirbt die Seele des Landes. Er arbeitet im Geheimen, unbekannt, und untergräbt die Säulen des Hauses. Er verdirbt die Politik, so dass sie nicht länger widerstehen kann. Einen Mörder braucht man weniger zu fürchten.
Marcus Tullius Cicero, 42 v.Chr.

Kann man Merkel, Gabriel oder Schäuble treffender charakterisieren?

Liest man bei Seneca über das falsche Bewusstsein:

Der größere Teil der Sterblichen, Paulinus, beklagt sich über die Missgunst der Natur, weil wir für einen kurzen Zeitabschnitt der Ewigkeit geschaffen werden, weil diese Abschnitte der uns gegebenen Zeit so geschwind, so rasend ablaufen, so sehr, dass nur mit wenigen Ausnahmen das Leben die Übrigen gerade bei der Ausgestaltung des Lebens selbst im Stich lässt.
Wir haben nicht wenig Zeit, sondern (wir) haben viel verschwendet. Ein ausreichend langes Leben und für die Vollendung großer Dinge ist uns reichlich gegeben, wenn das Leben als Ganzes gut aufgebaut wird; aber sobald es durch Luxus und Nachlässigkeit zerrinnt, sobald für keine gute Sache Mühe aufgewendet wird, verstehen wir erst unter dem Zwang der Notwendigkeit nicht, dass es vorbeigeht.
So ist es: Wir haben nicht ein kurzes Leben erhalten, sondern es dazu gemacht und wir sind arm an diesem, sondern verschwenderisch.

Und zu den falschen Bedürfnissen meint Seneca:

Was klagen wir über die Natur der Dinge? Sie hat sich wohlwollend gezeigt: Das Leben, wenn man es zu nutzen weiß, ist lang.
Den einen hält unersättliche Habsucht gefangen,
den anderen mühselige Geschäftigkeit in überflüssigen Anstrengungen,
der eine ist vom Wein betrunken,
der andere ist durch das Nichtstun starr,
den anderen erschöpft, immer von fremden Urteilen abhängig, sein Ehrgeiz,
einen weiteren führt die ruinöse Lust des Kaufens durch alle Länder, durch alle Meere, in Hoffnung auf Profit (meine Anmerkung: Gab es damals schon TTIP oder CETA).
Du glaubst, dass ich von jenen rede, deren Übel unzweifelhaft sind? Schau dir jene an, zu deren Glück man zusammenströmt: Sie werden erstickt durch ihre Reichtümer.
Wie vielen ist Reichtum lästig!
Wie viele sind totenbleich durch anhaltende Lust!
Wie vielen lässt das umgebende Volk der Klienten nichts an freier Zeit!
Frage nach diesen, deren Namen auswendig gelernt werden (= deren Namen man kennt): Jener ist der Anhänger von diesem,
dieser ist der Anhänger von jenem;
niemand ist sein eigener.

Man sieht, kluge Menschen gab es schon damals, aber genutzt hat es nicht.


Am 08. Juni 2015 schrieb Peter Holland:

Auch auf die Gefahr hin, mir hier ordentlich eine einzufangen, aber...

Wie soll man denn sonst mit den "Atlantikern" ins Gespräch kommen? Und gar nicht zu sprechen käme in etwa dem gleich, was Fr. Merkel und ihre G7-Kollegen derzeit mit Hrn. Putin veranstalten.

Ich kenne Hrn. Liebich nicht persönlich und kann daher seine Integrität nicht beurteilen bzw. ob er sich seine Einladung zur Atlantikbrücke bereits durch ein intensives "Screening" verdient hat. Allerdings finde ich prinzipiell, dass Kommunikation der richtige Weg ist, so oder so.


Am 08. Juni 2015 schrieb Jan Uphusen:

"Was soll daran schlecht sein?" fragen anonyme Pankower zur Mitgliedschaft des Herrn Liebich in der "Atlantikbrücke". Angesichts der vielen US-Verbrechen, die der Verein immer unterstützt hat, kann einem nur schlecht werden, wenn ein Mitglied der der Linkspartei dort mitmacht. Ins Stammbuch der Anonymen: Schlecht ist wenn man kotzen muss.


Am 08. Juni 2015 schrieb Helga Mertens:

Wer den anonymen Brief aus Pankow an die schwäbischen LINKEN liest, der wundert sich nicht über die Gesichtslosigkeit der Absender:

"Bei Gesprächen in unserer Basisorganisation und auf Basistagen unseres Bezirksverbandes Pankow sowie auch in den Medien hat Stefan wiederholt seine Argumente für eine Mitarbeit in dem gemeinnützigen, privaten, überparteilichen Verein „Atlantikbrücke“ genannt. Der Verein soll nach eigenem Bekunden eine Brücke zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten schlagen und richtet sich an Entscheidungsträger aus vielen gesellschaftlichen Bereichen beider Länder. Damit schafft der Verein ein Podium für Meinungsaustausch und dient der Völkerverständigung. Was soll daran schlecht sein? Stefan sorgt dafür, dass auch eine "linke" Stimme in diesem Verein präsent ist und gehört werden kann. Fehlte sie, wäre nichts gewonnen."

Dieses naive Amtsdeutsch kann nur von Liebig selbst stammen. Vielleicht glaubt er sogar an die "Völkerverständigung" als Aufgabe der Atlantikbrücke. Dann sollten ihn seine Genossen schon wegen galoppierender Blödheit entfernen.


Am 08. Juni 2015 schrieb Christel Buchinger:

Lieber Ulli,

du schreibst, manchen reiche es schon, dazu zu gehören, da brauche es nicht mal Geld. Wirklich dazu gehören kann man aber nur MIT Geld.
Letztens las ich, dass die Machtelite gänzlich abgeschottet lebt. Nicht nur, was den Ort betrifft, sondern sozial und historisch. Es gibt keine!! personelle Fluktuation. Es gibt nur eine Aufstiegsgasse, quasi ein Wurmloch nach oben, und das ist die Politik. Und weil das so ist, werden immer wieder welche versuchen, nicht nur innerhalb der Unteren aufzusteigen und was zu werden, sondern ganz nach oben zu kommen. Und das bedeutet Ruhm UND Geld. Falls es klappt.


Am 08. Juni 2015 schrieb Susanne Kreuzer:

Guten Tag und guten Weg, Stefan Liebich. Geh mit Gott, aber flott.


Am 08. Juni 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Lieber Uli Gellermann, lieber curti curti,

falls ich mir eine womöglich etwas ketzerische Bemerkung erlauben darf:

Mir scheint die Lehre aus dem, was Sie hier so treffend schreiben, und was ich als Besucher der Galerie aufmerksam zur Kenntnis nehme, zu folgendem Fazit zu führen:

Menschen, die ehrlichen Herzens nach sozialer gegenseitiger Hilfsbereitschaft, geistiger Freiheit, rechtlicher Fairneß streben, müssen sich angesichts der gegenwärtigen Lage der Menschheit eingestehen, daß es eine "Partei", durch die das gemeinsam angestrebt werden könnte, nicht gibt - und ich fürchte, nicht geben kann.
Das gleiche gilt übrigens für wirklich eine Verbindung zum Schöpfergöttlichen Suchende: Eine "christliche" Kirche gibt es nicht, und kann es nicht geben - von einer "christlichen" Partei ganz zu schweigen.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Benny Thomas Olieni,

in der Kirchenfrage stimme ich Ihnen gern zu: Kirchen müssen geglaubt werden, das ist eine die Wirklichkeit vernebelnde Tätigkeit.
Bei Parteien kann man wissen, prüfen, nutzen oder verwerfen. Ob man es Partei oder Assoziation oder Organisation nennt: Da der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, wird er seine Lage auch nur gesellschaftlich, gemeinsam verändern können. Dass aus den Parteien, die Veränderungen anstreben, immer wieder Leute auftauchen, die ihre eigene Lage verbessern wollen und weniger die aller Menschen, ist normal: Parteien (und anderen Organisationen) existieren nicht im luftleeren Raum, es gibt immer Kräfte, die mittels ihrer ökonomischen Macht auf die Veränderungs-Parteien dahingehend einwirken, dass sie genauso werden wie die anderen auch: Gleichförmig, der Macht zugeneigt und angepasst. Dazu muss man häufig nicht mal Geld aufwenden. Nicht selten reicht das Versprechen dazuzugehören: Zur „besseren“ Gesellschaft, zur Mehrheit, zu einem Leben ohne Widerspruch. Ein Leben in der Opposition ist anstrengend.


Am 08. Juni 2015 schrieb Volker Kosanke:

Sie machen sich über die Basis der Linkspartei in Pankow lustig. Das ist die typische Wessi-Arroganz. Halten Sie sich doch einfach raus! Von Solidarität verstehen Sie gar nichts.

Antwort von U. Gellermann:

Oh, das tut mir leid. Ich hatte den Brief der Pankower an die Baden-Württemberger LINKEN für Satire gehalten.

http://www.stefan-liebich.de/de/article/4428.von-genosse-zu-genosse.html


Am 08. Juni 2015 schrieb curti curti:

Der Anfang vom Ende ist nicht mehr zu übersehen, zumal überdies der große Vorsitzende viel Initiative gezeigt hat in die "richtige" Richtung hin. Deshalb auch und gerade hier "Linkes Ticket für die Reise nach rechts".

Anders ausgedrückt - das hatten wir alles bereits in Grün. Fool me once, shame on you - fool me twice, shame on me!


Am 08. Juni 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Als erstes sollte man bei allen "Linken" überprüfen ob es sich nicht schon wieder um eine neue Fünfte Kolonne handelt. Wenn Prinzipien über Bord geworfen werden, dann ...


Am 08. Juni 2015 schrieb Gaby Hammesfahr:

Immerhin hat Gregor Gysi gesagt, Liebich sei "auch auf meinen Wunsch hin Mitglied" bei der Atlantikbrücke geworden.

Antwort von U. Gellermann:

Manche werden im Alter weise. Andere nur alt.

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