Der Russe ist immer der Mörder

ARD macht erneut den Propaganda-Sender

Autor: U. Gellermann
Datum: 01. Dezember 2015

Keine Nachricht? Macht nix, machen wir eben eine. Terroristen? Macht nix, unsere Terroristen nennen wir "Aktivisten". Journalistische Sorgfaltspflicht? Aber doch nicht, wenn es gegen den Russen geht. Es gibt das Friedensgebot des Grundgesetzes? Da wischen wir uns doch den Arsch mit ab. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Tagesschau.

Die ARD-Experten Bräutigam und Klinkhammer haben die ARD schon wieder bei ihrer Kriegspropaganda erwischt. Sie machen das nicht mehr in der Hoffnung, dass die Marmors, Gniffkes & Co. belehrbar sind. Dem Vernehmen nach protokollieren sie nur noch.


Betreff: Programmbeschwerde: Antirussische Propaganda/„Aktivisten“ sind keine Nachrichtenquelle

Programmbeschwerde: Antirussische Propaganda/„Aktivisten“ sind keine Nachrichtenquelle
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-4119.html
(Tagesthemen, 29.11.2015)

Sehr geehrter Herr Marmor,

wir erheben erneut Programmbeschwerde wegen propagandistisch-antirussischer Berichterstattung der Redaktion ARD-aktuell. Sie ist belegbar in der Sendung „Tagesthemen“ vom 29.11. 15.

Meldungstext:
In Syrien sind bei einem Luftangriff nahe der Stadt Idlib zahlreiche Zivilisten getötet worden. Die genaue Zahl der Opfer ist unklar. Vertreter der syrischen Opposition sprachen von mindestens 18, andere Quellen sogar von 40 Toten. Aktivisten erklärten, russische Kampfflieger seien für den Angriff auf einen Markt verantwortlich. Genau überprüfen lassen sich diese Angaben wegen der unübersichtlichen Lage in dem Bürgerkriegsland nicht.

Eine solche Meldung spricht allen journalistischen Grundsätzen Hohn: Zahlreiche Zivilisten sind getötet (Faktum), nix Genaues weiß man aber nicht; ominöse „Vertreter der Opposition“ sagen 18, nicht nennbare „Quellen“ bieten gleich gut das Doppelte, 40. Namenlose Informanten werden als „Aktivisten“ geadelt und dürfen in dieser Verkleidung als Ankläger auftreten: Die Russen waren (mal wieder) der Täter. Weder wird gesagt, wer diese „Aktivisten“ sind, noch ist geklärt, ob ihre Behauptungen auch nur Spuren von Wahrheitsgehalt haben. Andere Hinweise gibt es ja nicht.

In Idlib liefern sich Dschihadisten und syrische Armee seit Wochen schwere Kämpfe, auch mittels Mörsern und Granatwerfern; es ist eine Hochburg des Terrors. Informierte Redakteure wissen das und prüfen alle Meldungen aus einer solchen Kampfzone mit einem Höchstmaß an kritischer Sorgfalt daraufhin, ob es sich nicht um parteiische Propaganda handelt. Im Zweifel fliegt eine solche Meldung in den Papierkorb. Nicht so bei ARD-aktuell.

Das Wort „Aktivist“ dient (nicht nur) in der zitierten Meldung als verschleierndes Synonym für Terroristen, die eine ihnen dienliche Propagandalüge in die Welt setzten. Die Verwendung dieses Wortes ohne weitere Hinweise auf den Urheber der Nachricht ist für den kritisch prüfenden Redakteur ein Indiz für mangelnde Seriosität der Information und deren Quelle; ein weiterer Anlass, die Nachricht zu verwerfen. Nicht so bei ARD-aktuell.

"Die Lage in dem Bürgerkriegsland Syrien ist unübersichtlich". Das ist die einzige gehaltvolle Aussage dieser Meldung. Sie rechtfertigt eine Veröffentlichung des vollständigen Meldungstextes in den Tagesthemen gerade nicht, im Gegenteil. Der offenherzige Zusatz, man habe eine Nachricht nicht auf ihren substanziellen Gehalt überprüfen können, exkulpiert im Falle der Kriegsberichterstattung die Redaktion ARD-aktuell nicht vom Vorwurf der propagandistischen Manipulation.

Die Verletzung wesentlicher Bestimmungen der Programmrichtlinien im Rundfunkstaatsvertrag sowie im Staatsvertrag über den NDR ist offensichtlich. Die entscheidende:
§ 8, NDR-Staatsvertrag:
(...) Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten journalistischen Grundsätzen zu entsprechen. Sie müssen unabhängig und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen.
Die Verpflichtung zur Überprüfung des Wahrheitsgehalts und der Herkunft einer Nachricht ist bindend. Lässt sie sich nicht erfüllen, so ist der Verzicht auf die betreffende Meldung zwingend - und nicht etwa der Verzicht auf die Befolgung der Programmrichtlinien im Staatsvertrag.

Die kritiklose und grassierende Verwendung des Wortes „Aktivist“ in den Kriegsmeldungen der Redaktion ARD-aktuell ist eine beschönigende Verschleierung, versuchte Desinformation, blanke Propaganda. In zahlreichen Fällen dient das Wort als Synonym für kriminelle Gewalttäter. Es kommt der ARD-aktuell nicht zu, an bestimmte Terroristen das Prädikatssiegel „Aktivist“ zu vergeben und die Falsifikate dieser Kriminellen als echte Nachrichten zu verhökern.

Wir bitten um Prüfung und gefällige Veranlassung

Mit bestmöglichen Grüßen

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 06. Dezember 2015 schrieb Ernst Blutig:

"freilich: In diesem Fall lügt der Kreml mit der Wahrheit."
WELT-Online zur Vorlage der Beweise Russlands bzgl. der Ölgeschäfte der Türkei mti dem IS.

Die Neuaflage Orwellsche Sprache aus "1984" dürfte damit das Niveau nordkoreanischer Praxis in Deutschland erreicht haben. Der Irrsinn wird noch dadurch überboten, daß Springers Pressköter an der Kleingeldleine so tun als wüssten SIE - und damit die gesamte westliche Hemisphäre - das eh schon alles.
"offenes Geheimnis" nennt es das Dichter und Denkerlein der WELT.
Richtig ist, daß der Konjunktiv falsch ist. Sie WISSEN es schon lange und verschweigen es auch schon ebenso lange, müssen es aber nun öffentlich eingestehen. Damit die Charaktermaske nicht verrtsucht, muss natürlich ein Feindbild her: der ewige Russe.


Am 02. Dezember 2015 schrieb Hans-Jörg Kramer:

Am Verwaltungsgericht Schwerin liegt meine Klage gegen einen Widerspruchsbescheid des NDR.
 
Hintergrund: Auslöser waren/sind zwei Beschwerden an den Deutschlandfunk vom 01.08.2012 und JAN 2014.
zum 30.07.12 hatte der DLF einen gefälschten Tagesschau-Beitrag übernommen, worin H.-M.Ehl ARD Kairo (in fiebriger Erwartung Assad´s Ende im Zuge des Rebellenzugriffs auf Aleppo) behauptete, UN Ban-Ki-Moon habe die syrische Regierung eines Panzerangriffs auf die UN-Mission des senegalesischen Gen. Gaye angeklagt. Nach Quellenprüfung am UN-chanel N.Y. erwies sich, dass der NDR den O-Ton der UN in mehrerer Hinsicht fälschte. O-Ton an der Stelle `armed attacks´ wurde ausge´fader´t und lautstark mit `Panzer´ übersetzt. Alles rasant gekürzt.  (Mitschnitt O-Ton + Fälschung im synchronsierten A/B Tonkanalvergleich in meinem Archiv)
(SWR, damals ARDverantwortlich, ARD-Köln, NDR reagierten auf Eingabe nicht; DLF entschuldigte sich mit zweiseitigem Rückschreiben Birgit Wenzien)
 
JAN2014: behauptete DLF (im Zuge 70.JT Leningrader Befreiung) die Hunderttausenden Toten gingen auf das Konto Versäumnisse Russlands nicht Blockade Deutscher Wehrmacht. Dr. Steul windete sich raus: es sei Teil eines Interviews mit Memorial gewesen. Was sachlich falsch, denn es war Zitat in einer redaktionell verantwortlichen Dornblüth-Reportage, aber kein Interview. (mein Archiv)
 
Grundgedanke meines Widerstands, seit 2014 Beiträge zu verweigern, sind nicht (mehr) RStV-Verstöße, sondern Art.5GG Verstoß. Um hier grundsätzlich vor Karlsruhe zu bestehen, reicht Behauptetes und RStV-Verstoß nicht, nur systematischer Nachweis der Methodik. Daher wurde die allgemeine Berichterstattung mit Schwerpunkten Ukraine und Syrien ständig archiviert und wartet auf Systematisierung.
 
Darin u.a. (der spektakuläre Maidan-Nervenzusammenbruch Rebecca Harms)(Sprachkrisen Sabine Adler, `ja wir wissen, was sie sagen wollten´)(bonmots: SEP14 russische Soldaten laufen in Lugansk von Tür zu Tür mit Gemüsenetzen in der einen und russischem Pass in der anderen / Adler; SEP15 Zentr-TV behauptet, dass WDR berichtet, wie betrunkener Poroschenko in den Flieger nach Moskau will - WDR wolle darüber nun in russischer Botschaft protestieren / Dornblüth) (permanente script-Fälschungen sorry `Verbesserungen´ des DLF)


Am 02. Dezember 2015 schrieb Hans Rebell-Ion:

DEUTSCHLAND!, "die da oben", sie weben dein LEICHENTUCH ... sie weben! ... sie weben! ... sie weben!


Am 02. Dezember 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Dank an Herrn Bräutigam und Herrn Klinkhammer für diese wichtige und wertvolle Arbeit!
Auch wenn zunächst wenig Aussicht auf kurzfristige Besserung besteht.
Auch das Dokumentieren ist wichtig, siehe Klemperers Dokumentation zur Sprache des Dritten Reiches "LTI".
Das, was ARD, ZDF, die gleichgeschalteten übrigen Lügenmedien und die Berliner Kolonial-Verwaltung derzeit in Vasallentum zu den wirklichen Machthabern betreiben, weist leider fatale Parallelen zum damaligen Weg des "Dritten Reiches" in den Zweiten Weltkrieg auf.
Nur daß diesmal angesichts der nuklearen Bewaffnung die Existenz der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht.


Am 01. Dezember 2015 schrieb Michael Kohle:

Aktivisten, das können nur Gute sein. Weil? Weil sie aktiv sind. Für oder gegen was? Dumme Frage, gegen das Böse natürlich! So wie auch im ARD-Weltspiegel am Sonntagabend, just zu jener Zeit, wo die halbe Nation vor der Glotze sitzt und auf den nächsten schwachsinnigen Tatort wartet.

Aktivisten haben dafür gesorgt, dass den Bewohnern der "annektierten" Krim der Saft für Heizung, Herd und Glotze entzogen werden konnte. Aktivisten - und man darf sogar ihrer angesichtig werden - sorgen erfolgreich dafür, dass da niemand auf den dummen Gedanken kommt und die mit Sprengstoff "gefällten" Strommasten (auch sie darf man darniederliegend bewundern) wieder funktionsfähig werden lässt. Das Kamera- und Reporterteam der ARD darf sogar mit den "Aktivisten" plaudern.

Schnitt! Frierende Männer, Frauen und Kinder - irgendwo auf der - genau - vom bösen Putin "annektierten" Krim. Im Hintergrund dunkel, klar es gibt ja keinen Strom. Der Riesenflat hinten auf dem Platz, der hat noch Strom - seltsamerweise, da flimmert der Bösewicht ohne Unterlass.und salbadert von seinen tollen Erfolgen in Syrien. Dafür ist Strom da und eure Kinder frieren!! Sauerei - versucht man den Anwesenden einzureden. Den Putin-Verweis: einmal hat wohl nicht gereicht, also dann eben noch mal und noch mal und ... und alles cora publico.

Pure Propaganda: aber ja doch, was sonst? Desinformation: aber ja doch! Provokation? Das wohl besonders: offen erkennbar durch Beauftragte auf fremden Boden, ob annektiert oder nicht!.

Irgendwann ist es den frierenden Menschen dann doch aufgefallen, wer da provoziert. Dass sie glimpflich und unversehrt davon gekommen sind, die Kamera- und Mikroträger? Für andere Reaktionen war es dann doch wohl etwas zu frostig.

Und das alles soll den allseits anerkannten journalistischen Grundsätzen entsprechen, soll sachlich und unabhängig dargestellt sein? Herr Marmor, übernehmen Sie!



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