Der Joschka-Stammtisch

Grüner Atlantiker versucht Geopolitik

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. November 2015

Man kann sich auf Joschka Fischer verlassen: Wenn ein großes Thema vorbeikommt, nimmt er sein Fußbänkchen, stellt sich drauf und kräht. Diesmal wieder in der SÜDDEUTSCHEN, im atlantischen Zentral-Blatt für neue deutsche Herausforderungen in fremden Ländern. "Die Rückkehr der Geopolitik" ist Fischers Beitrag dort überschrieben und unterstellt, die Geopolitik wäre zeitweilig weg gewesen. In der besonderen grünen Logik war sie weg, weil Russland sich lange nicht mehr auf der geopolitischen Welt-Bühne gezeigt hatte. Aber jetzt, nach der "Annexion" der Krim, da sei sie einfach wieder zurück, folgert Joschka Fischer. Was mag das zum Beispiel damals, vor 14 Jahren in Afghanistan gewesen sein, als die USA mit kräftiger deutscher Unterstützung einen Krieg vom Zaun brach? Eine Friedensmission zur Sicherung der afghanischen Grenzen vor einem mongolischen Überfall?

Damals war Fischer Mitglied der deutschen Regierung, die ihren Kriegs-Fall schon im NATO-Luftkrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien geprobt hatte, und eine ähnliche grundgesetzwidrige Nummer nun auch in Afghanistan durchziehen wollte. – "Als Geopolitik" schreibt Wikipedia, "wird allgemein das raumbezogene, außenpolitische Agieren von Großmächten im Rahmen einer Geostrategie bezeichnet." Sollte Fischer meinen, weil die Großmacht Russland zeitweilig kaum sichtbar war, habe die andere Großmacht aus der bipolaren Welt einfach mal Urlaub vom Geopolitischen genommen? Die Blutspur US-amerikanischer "Missionen" zieht sich vom Jugoslawien- über den Irak- und Libyen- bis hin zum Syrien-Krieg. Irgendwie hatten die US-Machtinteressen einfach keine Auszeit zugelassen. Vielleicht hat der Lobbyist Fischer seinem Gehirn einfach nur eine Wahrnehmungspause verordnet.

Aber pünktlich, als Russland auf dem Feld geopolitischer Interessen auftaucht, schaltet Fischer seinen Impressions-Apparat wieder ein und stellt eine russische Militärintervention in Syrien fest. Immer noch fallen bei ihm türkische, amerikanische oder französische Interventionen in Syrien augenscheinlich nicht unter Geopolitik. Dafür aber entdeckt er mit Russland "eine beständige Gefahr für die europäische Sicherheit." Haben die Russen, ohne dass wir alle das bemerkten, einen Regime-Change in zum Beispiel Finnland bewerkstelligt? Oder sollten sie heimlich eine NATO-Grenze überschritten haben? An solch geheimen Erkenntnissen mag uns der große Josef auf der kleinen Fußbank nicht teilhaben lassen. Statt dessen plädiert er für "eine starke transatlantische Rückversicherung" und "die Sicherung des Nato-Bündnisgebietes im Osten". Wann immer Gebiete aller Art "gesichert" werden sollen, muss der Sprach-Warndienst eingreifend übersetzen: Wer Gebiete "sichern" will, sendet Truppen, wie jüngst die NATO ihre "Speerspitze".

Manchmal gerät der einstige Ministrant Fischer ins Lateinische: "Mare Nostrum" nennt er das Mittelmeer als einen Teil des "europäischen Sicherheitskalkül". Großzügig ist bei ihm bereits die Europäische Union das ganze Europa. Dass an "unserem" Mittelmeer acht Nicht-NATO-Staaten siedeln, fällt unter die selbe imperiale Großzügigkeit, der sich schon die Römer befleißigten, von denen der Begriff "Mare Nostrum" stammt. Doch vielleicht sieht Fischer auch nur sieben mittelmeerige NATO-Länder, will doch der grüne Böll-Stiftung-Vorstand Ralf Fücks seit Jahr und Tag Israel in die NATO holen. Wenn Fischer dann noch für eine enge Bindung der aktuellen Türkei an die EU eintritt, sie gar "alternativlos" nennt, blättert die ganze grüne Menschenrechts-Tünche ab – da haben die Kurden eben Pech gehabt – und der imperiale Stammtisch erhebt sein dummes Geschwätz zum Credo.

Zwischendurch, wer weiß ob es in einer Atem- oder Denkpause ist, weist der Polit-Dirigent diesem und jenem Land mal eben die Plätze zu: "Russland wird sich mit der Rolle eines Juniorpartners Chinas abfinden müssen" weiß der Pipeline-Experte Fischer in der Konsequenz des chinesischen Seidenstraßen-Projekts. Dass der Traum einer Handels- und Verkehrsverbindung von Pazifik und Mittelmeer Zukunft verspricht, tröstet Fischer offenkundig über die geopolitische Gegenwart der BRICS-Staaten hinweg. Sie tauchen in seinem Große-Welt-Panorama erst gar nicht auf. Wollen doch die Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (eben BRICS) Geopolitik ohne Krieg entwickeln. Wie langweilig für das ehemalige Mitglied der "Putztruppe", das sich im Frankfurt der 70er Jahre gesellschaftliche Veränderungen nur im Straßenkampf vorstellen konnte. Jemand, der Umgestaltung bis heute nur an der Spitze bewaffneter Truppen begreift, muss die Gründung der BRICS-Bank, der "New Development Bank" als Gegenmodell zum IWF ignorieren, wenn er von Geopolitik schreibt. Umfasst die doch nur ein Wirtschaftsgebiet von mehr als drei Milliarden Einwohnern, von rund 41 Prozent der gesamten Weltbevölkerung sowie 25 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Und hat bisher nicht mal einen ordentlichen Krieg begonnen.

Macht kommt von möchten, denken die Fischers auf den Bänken ihrer Stammkneipen rund um den Berliner Gendarmenmarkt. Und erinnern fatal an ihre Väter, die nach dem verlorenen deutschen Krieg ganz genau wussten, wie man die Schlacht bei Stalingrad beinahe gewonnen hätte: "Separatfrieden mit dem Ami, dann nix wie drauf auf den Russen. Herr Ober, noch ne Runde!"


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 17. November 2015 schrieb Rudolph Bauer:

Wer ist eigentlich dieser Herr Fischer aus Braunau?


Am 17. November 2015 schrieb Uschi Peter:

...Dafür aber entdeckt er mit Russland "eine beständige Gefahr für die europäische Sicherheit."...
Diese Russen stehen hinter ihrer Tür, bedrohen und schreien die Nato-Truppen draußen an: Wir wollen euch überfallen, wir stehen schon an eurer Grenze! Die armen Nato-Truppen verteidigen sich doch nur gegen den bösen Iwan. Danke Josef für die gute Aufklärung!


Am 16. November 2015 schrieb Haejm Geiss:

1984 habe ich - anlässlich einer politischen Veranstaltung (ich war als Barde das „Kulturpogramm") einen Tag mit Joschka Fischer verbracht. Seine freundliche Art kann ich nur loben, alleine seine Staffage machte mich ein wenig misstrauisch, sie wirkte übertrieben, wie absichtlich konstruiert: Nadelstreifsakko und darüber eine Jeansjacke, Turnschuhe sowieso und die Zigarette im Mundwinkel, irgendwie symbolhaft, ein wenig grüner Lucky Luke, wie fürs Genretheater hergerichtet. Fischers Rede am Abend war dann mitreissend, der Saal tobte. Später beim Bier in der Kneipe sagte ich ihm, dass mir seine Rede schwer imponiert habe und er bei seinen Fähigkeiten Kabarettist werden sollte. Ach, hätte er nur auf mich gehört, was wäre uns erspart geblieben! Auf Fischers spätere Untaten, für die er eigentlich nach Den Haag gehörte, brauche ich wohl nicht eingehen. Heute glaube ich, dass Fischer von Anfang an ein trojanisches Pferd war, dass in die Ökologie- und Friedensbewegung eingeschleust wurde, um diese erst auszukundschaften, dann zu steuern und schließlich kaputtzumachen, was ja gelungen ist. Fischer war gewiss nicht der einzige „Trojaner", man braucht sich nur in der Böllstiftung umzusehen, auch da spuken Altgrüne herum, die einen in tiefe Melancholie stürzen können. Aber seit Wolf Biermanns Demaskierung kann einen fast nichts mehr erschüttern. Den Geheimdiensten kann man ja viel Übles nachsagen, aber nicht, dass sie keine guten Talentsucher haben.


Am 16. November 2015 schrieb Ludmilla Klotz:

Wunderbar, brillant. Mehr davon! Wie selten liest man heute noch stilistisch so schön verfasste Artikel. Plastische Bilder, herrlicher Sinn für Humor und stechend satirische Spitzen. Herrlich!


Am 16. November 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Denke ich an den angemalten "GRÜN"-Schnabel
Joschka Fischer zurück, überkommt mich heute
noch ein Gefühl des Abscheus (Stichwort Jugoslawienkrieg
und seine unrühmliche Verstrickung darin).
Augenblicklich erfolgte daraufhin mein Parteiaustritt - mit Begründung!
Mehr ist nicht zu sagen.


Am 14. November 2015 schrieb Manfred Caesar:

Fischer ist nichts weiter als ein bezahlter Schreiberling.


Am 14. November 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Es wäre interessant von jemandem, der sowas mal mitgemacht hat, aber davon geheilt ist oder widerstehen konnte, zu hören, was in diesen Eliten-Thinktanks in den USA so abläuft, auf welche Weise man zu dieser Weltsicht bekehrt wird, wenn man vorher mal ganz anders war.
Fischer ist ja kein Dummkopf, er muss sich auch dessen bewusst sein, dass er die Wahrheit verdreht. Ist er schizophren, trägt er ein Implantat oder wird er erpresst, abenteuerliche Möglichkeiten...!
In Ex-Jugosslawien meinte er einen neuen Holocaust zu entdecken, wiewohl sich dort nichts annähernd Vergleichbares abspielte - wusste er das oder halluzinierte er da schon?.
Gilt der Holocaust nicht überhaupt als einmalig und einzigartig? Hier Vergleiche zu ziehen ist meines Wissens verbotener Antisemitismus und so schnell jemanden wie Milosovich mit Hitler zu vergleichen geht in die gleiche Richtung.
Seltsam auch der Fall der einstigen Parteigenossin Jutta Ditfurth. Auch sie muss durch eine Gehirn-Waschanlage geschleudert worden sein, so durcheinander wie sie erscheint.
Überall sieht sie Neurechte oder gar Nazis am Werk, wo es gegen Krieg oder Demokratie-.Abbau geht.
Da müsste ihr die eigene Vergangenheit auch ziemlich braun vorkommen, zumindest nach der Waschprozedur..
Auch das logische Denken hat gelitten.
Kritik an den Finanzeliten als "antisemitisch" zu brandmarken, bedeutet all den sehr begründeten Zorn über die Macht der Banken auf die Juden zu lenken! Also, wenn etwas antisemitisch ist, dann diese perfide wie dümmliche Unterstellung!
Wie erscheint Ihrem Antisemitismus suchenden Inquisitorenblick denn Parteifreund Fischers o.g. sträflicher Holocaust-Vergleich, Frau Ditfurth?

Tja...wenn es denn um die Juden überhaupt ginge...Fischer ist auf der richtigen Seite, auf der Seite der Eliten von deren kritischer Beobachtung die aktuellen Antisemitismus- Vorwürfe ablenken sollen, wie ich glaube.
Eine eigentlich bisher immer linke alte Bekannte bezeichnete das als "Verschwörungsdenken,....
An Verschwörungen darf man nicht denken, genau wie man manche Leute nicht verstehen, und keine Sorge oder Wut empfinden darf - was Leute, und gerade auch Linke, sich alles so verbieten lassen ist schon erstaunlich.
Ich hatte mich mal u.a. auf wikipedia über die "Antideutschen"informiert, die sich ja als "Linke" bezeichnen und diese Bezeichnung braucht man auch , denn man käme nicht auf die Idee.
Der Verbrechen des Holocaust zu gedenken macht einen nicht links, es ist schließlich für jeden Demokraten, für jeden Menschen selbstverständlich.
Das Übrige liest es sich - von Jahr zu Jahr blätterte das Linke mehr ab - wie Maximen der amerikanischen Neocons, Abteilung Deutschland.
Laut Verfassungsschutz hätten die Antideutschen ihr Zenit als Bewegung überschritten, andererseits begegnet man bei den Grünen und manchen Linken
jetzt ständig zumindest Teilen ihres Gedankenguts mit der ganzen Hetze gegen Linke als angeblich Rechte. - Fischer dort und Ditfurth hier, aber in gemeinsamer Sache. Und vielleicht ist die CIA ja auch nicht weit, mal so frei verschwörungstheoretisiert.
Nur das islamfeindliche Element der Antideutschen kann man links nicht so gut unterbringen, aber dafür gibt es ja geeignetere Gruppen. Rechtspopulisten, und wenn diese sich dann auch gegen Kriege und TTIP positionieren, sind fst alle wichtigen politischen Themen von Linken und anderen Demokraten öffentlich geächtet und die Linken die mit Rechten keine Berührungspunkte zulassen können, verlieren ihre Substanz.

"Der größte Feind der Regierung ist die öffentliche Meinung" Donald Rumsfeld, wenn man sie nicht zum Freund macht.


Am 14. November 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Joschka - oder Joe? - Fischer scheint Zbigniev Breszinsky (der Schreibweise dieses Herrn bin ich mir nie so ganz sicher) nacheifern zu wollen und dieser und seine Glaubensbrüder haben ja tatsächlich das Römische Imperium zum Vorbild.
Damals war die Welt noch um einiges kleiner, und demgemäß soll das Mare Nostrum der USA einst natürlich auch Atlantik und Pazifik umfassen. Wo wird das aufsässige kleine Dorf sein, das Widerstand leistet?


Am 13. November 2015 schrieb Ralph Höpfner:

Ein Leserbrief an die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, dort nicht veröffentlich, findet in er in der RATIONALGALRIE sein Asyl.

Herrn Kurt Kister-
Chefredakteur


Leserbrief zu: „Die Rückkehr der Geopolitik. Im 21.Jahrhundert steht Europa
vor der großen Frage: Fremd- oder Selbstbestimmung“
J. Fischer, Aussenansicht, SZ v. 09.11.2015, S.2

Bremen, den 09.11.2015

Sehr geehrter Herr Kister,

der eine war von dem ‚abgrundtiefen Blödsinn‘ des politischen Vortrags, den er sich da in einer Münchner Kellerkneipe ‚anhören musste‘, derartig angewidert, dass er ‚beschloss, selber in die Politik zu gehen‘, der andere rüttelte nächtens auf dem Rückweg von einer feucht-fröhlichen Kneipentour in den Rheinterrassen am Gitter des Bonner ‚Palais Schaumburg‘ und tat laut kund, dass er da rein wolle, während ein Dritter in einer Kneipe im Frankfurter Westend im Kreise seiner Truppe heftig ‚auf den Putz haute’ und vernehmlich seine Ambitionen kundgab.
Setz heranwachsende Bengels vor eine Sandkiste, und schon beginnen sie darin herum zu fuhrwerken.
Geborenes Führungspersonal benahm und benimmt sich da wohl nicht anders, nur dass deren Erziehung gelegentlich geschliffener ist.

Wohlan denn….
des Herrn J.Fischers Alpträume um die ‚europäische Geopolitik‘ - darunter fängt er gar nicht erst an zu schwitzen – beginnen mit der Annexion der Krim, dem anschließenden Krieg in der Ostukraine und Wladimir Putin, mit wem sonst.
Meiner Kenntnis nach soll der Herr die letzten präter propter fünfunddreissig Jahre in der Bundesrepublik Deutschland gelebt haben, von einigen knappen Urlaubswochen in der Toskana abgesehen, und in der Zeit will der Herr nichts mitbekommen haben von dem ‚Ende des Ost-West-Konflikts‘, dem ‚Ende der Block-Konfrontation‘, der ‚Hoffnung auf die Friedensdividende‘?
Und ebenso wie er seine Anti-Amiimperialismus-Parolen aus seiner ‚Putztruppenzeit‘ vergessen hat, hat er wohl auch vergessen, dass die Ausweitung der NATO unter der Führung der USA recht eigentlich schon mit dem sogenannten Jugoslawienkrieg begann. Daran war er doch direkt beteiligt und über seine Zusammenarbeit mit der damaligen US-Aussenministerin Madeleine Albright und seinen Bemühungen im Garten von Schloss Rambouillet gibt es doch höchst aussagekräftige Berichte.

1
Ein nicht Unerheblicher sagt, dass er ab da Madeleine’s best friend wurde, was er bis heute geblieben ist.
Seitdem gingen ‚The willing Westerners‘ mit dem Jutebeutel auf Werbetour für ‚freedom and democracy‘ und was es sonst noch zu kaufen gab: Usbekistan, Kasachstan, Georgien, Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und seit neulich die Ukraine. Womit sich diese ‚tour d’horizon‘ schließt. Vorerst! Da war doch noch was mit den ‚dümpelnden U-Booten‘ im Schärenmeer vor Schweden !? – Aber, Peace, man, peace!
Dafür erhält jetzt des Herrn Fischers ‚Russia/Putin-Bashing‘ seine Logik: Wie ein räudiger Wolf lugt der IWAN wieder über den Horizont und kehrt geopolitisch zurück.
In Syrien gar interveniert er schon militärisch. – Nur der IWAN?
Sind da nicht schon die Franzosen mit ihren Jets? Nicht auch die US-Airforce und die Engländer mit ihren? Und haben sich nicht auch seit ewigen Zeiten israelische Truppen auf den syrischen Golan-Höhen eingebuddelt?
Wer geo-politisiert wen?
Europa muss sich geopolitisch kümmern, meint der Herr Fischer, „andernfalls kommen diese Krisen früher oder später im eigenen Wohnzimmer an.“
Die russische Militärintervention und die Flüchtlingskrise und das deutsche Wohnzimmer: in dieser Reihenfolge und Aufzählung.
Aber kein Wort über die Drohnen von der Ramstein-Airbase, die Gewehre G36 aus dem Schwarzwald und die besten Wünsche von den Supreme Headquarters Allied Powers Europe in Mons, Belgien, aus Brüssel, Berlin, London, Paris ….

Als wenn dieses Szenario nicht schon genug zu Hitzewallungen führen würde, hören des Herrn Fischers Alpträume damit aber nicht auf: Wenn schon einmal dabei werden nicht einfach nur Länder hin und her geschoben sondern ganze Landmassen geraten in Bewegung. Da ist seine Rede von der riesigen eurasischen Landmasse an deren westlichen Ende Europa hängt wie ein Zipfel. Und von noch weiter hinten gar, von dort, wo es mongolisch wird, schleicht sich China an und schlängelt sich via ‚neuer Seidenstrasse‘ hinterm Berg und hinter Sanddünen vor den Blicken der „Seemacht USA“ (der Herr F. im Original) versteckt an Europa heran!
Hätten ihm bei See-Macht nicht auch Beobachtungssateliten einfallen können, AWACS-Flieger, Spy-Drones, NSA usw. ? - Wird der Herr alt und vergesslich?

Doch zurück zu seiner Rolle als ‚best friend‘: „Europa darf sich nicht auf die Alternative West- gegen Ostorientierung einlassen (…) für Europa (empfiehlt) sich Prinzipien- und Bündnisfestigkeit (…) Die europäische Afrikapolitik muss sich endlich aus ihren postkolonialen Denkmustern lösen.“
Wie all das zusammengehen soll, ohne dass sich die ‚Denkmuster‘ von den Kolonien von ALDI SÜD und NORD, von WALMART und PRIMART, von VW, SHELL, GM und MOBIL OIL lösen zugunsten der Menschen in Afrika und anderswo, darüber lässt der ehemalige ‚Putztruppenführer‘ und ‚Großaussenminister‘ die Leser im Unklaren.

Er wühlt im Sand und murmelt von Geopolitik.
Aber der Herr J.Fischer ist ein ehrenwerter Mann, sehr weise und voller lauter Ideale,
n’est-ce pas?


Am 13. November 2015 schrieb Claire Picard:

Nirgendwo wird der Fischer-Voluntarismus so knapp und brutal kommentiert als in diesem Satz "Macht kommt von möchten".


Am 12. November 2015 schrieb der Zivilist:

Ich hab den Fischer geklesen und was Richtiges gefunden:

China, Seidenstraßenprojekt, Eurasien

1,4 mrd weden diesen Kontinent entwickeln, USA steht im Abseits und kann es nicht verhindern, nur teurer machen. Wir bewohnen den westlichen Zipfel und sind gut beraten, der USA nicht ins Abseits zu folgen, sondern uns den Märkten im Osten zuzuwenden, die einzige Alternative zu Rüstung, und die vielleicht letzte Chance zum friedlichen Übergang vom Kapitalismus zum Mensch- Sein.


Am 12. November 2015 schrieb La Gioconda:

Beim Lesen der Texte des Josef Fischer beschleicht mich immer das Gefühl, der Mann hätte ein CIA-Mind-Control-Programm durchlaufen, sponsored by Madeleine Albright.


Am 12. November 2015 schrieb Alexander Kocks:

Ich finde es ja anständig von Ihnen Herr Gellermann,
dass Sie sich die Mühe machen einen Artikel des Herrn Joseph Fischer zu kommentieren. Meiner Meinung nach tun Sie aber gerade damit dem Herrn zu viel Ehre, mit anderen Worten Sie nehmen den Herrn anscheinend ernst. Ich bin der Meinung man sollte Herrn Joseph Fischer, egal was er gerade so absondert, einfach ignorieren. Ich habe Joseph Fischer während seiner gesamten politischen Karriere verfolgt und teilweise sogar Die Grünen wegen ihrer Antikriegs-Politik gewählt.

Als aber Herr Fischer 1998 an der Schwelle zur
Macht und mit der Aussicht Bundesaussenminister zu werden einen neuen Holocaust entdeckte, die Antikriegs-Politik, ein Markenzeichen der Grünen, aus
Karriere gründen kurz und schmerzlos in den Mülleimer entsorgte wurde mir klar:
Der Mann ist ein Schwätzer.
Eine solche Person kann ich nicht mehr ernst nehme und nur noch ignorieren.


Am 12. November 2015 schrieb Hans Rebell-Ion:

Wer in Öl fischt bekommt schmierige Pfoten! Wer bei den GRÜNEN fischt bekommt schlechte Noten!


Am 12. November 2015 schrieb Lutz Jahoda:

ES GRIENT SO GRIEN
IN JOSCHKA FISCHERS MIENE ...

Ihm zuzuhören erfordert Milde,
Sanftheit, Zurückhaltung, Maß an Geduld.
Noch wissen wir gut von Joschka und Gilde,
von deren Vergeigen
und Verschweigen
und deren Umgang mit tödlicher Schuld.


Am 12. November 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Fischer ist eine peinliche, traurige Gestalt.

Seine gewalttätige Gesellschafts-Verbesserung aus seiner Frankfurter Zeit der "Putz-Truppe" hat er zu Möchtegern-Geopolitischem Großmaultum "entwickelt" - und leider war er auch während der rot-grünen Koalition an ganz realen, völkerrechtswidrigen und verfassungswidrigen Kriegsverbrechen mitverantwortlich beteiligt.
Es ist nun mal so: Rot ergibt mit Grün gemischt Braun.
Fischer hat seit seinen Gewalt-Aktivitäten in Frankfurt in den 70ern einen erheblichen moralischen Abstieg hingelegt.


Am 12. November 2015 schrieb Thomas Pelte:

Kleine Ergänzung: "Mare Nostrum" war auch ein Lieblingsspruch des Faschisten Mussolini. Langsam vorstellbar, dass Fischer da auch abgekupfert hat - bei der Sympathie der Grünen für die ukrainischen Faschisten.


Am 12. November 2015 schrieb Aleksander von Korty:

"Herr Ober noch ne Rund", weist deutlich darauf hin, dass der "im Trüben-Fischer" seine Artikel erst nach dem siebten Bier und einer entsprechenden Anzahl von Kurzen schreibt

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