ARD missbraucht Kinder

Kriegs-Pädophilie steht nicht unter Strafe

Autor: U. Gellermann
Datum: 25. August 2016

Schlagen Sie mal Seite 231 in meinem Buch „Wie Journalismus wirklich geht“ auf, herrscht Dr. Gniffke, Chefredakteur von ARD-Aktuell, die Volontäre an. „Na? Was steht da? Richtig: `Kinder, Hunde und Blinde gehen immer´. Wenn die vorliegende Nachricht sonst nichts bringt, wenn sie unglaubwürdig ist oder aus einer dreckigen Quelle kommt, dann mach wir sie frisch und rein und lecker, indem wir sie mit einem Rühr-Objekt aufpeppen.“ Gebannt lauschen die Volontäre den Worten des großen Gniffke.

„Hunde, möglichst kleine, sind nicht schlecht, wenn sie durch das Bild laufen. Auch Behinderte haben einen ordentlichen Emotions-Faktor. Aber Kinder, kleine Kinder sind einfach das größte. Da sagt sich der Zuschauer: Da haben die von der TAGESSCHAU aber recht, wenn die gegen den Krieg sind, wenn da auch Kinder umgebracht werden können. Da wird gar nicht mehr lange gefragt, wer den Krieg zu verantworten hat. Das ist, seit damals bei Stalingrad, sowieso der Russe. Klar? Klar!“

Programmbeschwerde:
ARD-aktuell aktiver Teilnehmer am Propaganda-Krieg
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-4667.html
 
Sehr geehrter Herr Intendant Marmor,

in den „Tagesthemen“ am 18.8. 2016 (Link s. oben) behandelte Moderator Thomas Roth das Kriegsgeschehen im syrischen Aleppo u.a. so:
„(...) Uns erreichen immer wieder Bilder aus dieser Stadt, manche veröffentlichen wir, andere veröffentlichen wir nicht, denn der Krieg wird auch mit Bildern geführt. (...)“ 
Stimmt, auch ARD-aktuell wirkt bei dieser Kriegsführung unbekümmert mit. Roth leitete mit seiner Plattitüde ein Video ein, mit dessen Veröffentlichung ARD-aktuell auf „betroffen" machte und doch nur die eigene Hemmungslosigkeit bloßlegte. 
Wir erheben Programmbeschwerde.
Darstellung: Ein fünfjähriger Junge wird aus den Trümmern eines Hauses geborgen und in einen Krankenwagen gebracht, wo das verletzte Kind dann ausgiebig von zehn Fotojournalisten gefilmt wird. Niemand fühlt sich bemüßigt, dem armen, höchstwahrscheinlich schwer traumatisierten Kleinen sofort zu helfen. Er ist nur noch wehrloses Objekt der Sensationsgier, nichts anderes, sogar seiner Persönlichkeitsrechte aufs eigene Bild beraubt; da das ein unmündiges Kind trifft, würde nach deutschem Recht  ggf. strafbares Handeln nach § 201a StGB  und unterlassene Hilfeleistung vorliegen. Mindesten ist das Abbilden und Senden der Bilder im Bezug auf Herrn Roth  mit dem Gafferphänomen bei Unfällen auf deutschen Straßen vergleichbar
Beleg: https://twitter.com/moscow_ghost/status/766635566733651968
Der Bub muss da sitzen und sich ohne Versorgung und Tröstung filmen lassen – schon an sich eine Ungeheuerlichkeit: Das Leiden eines Kindes wird benützt, Quote zu machen, und ARD-aktuell „quotet“ kräftig mit. Widerwärtig! Einziger „Erkenntniswert“ dieses Beitrags: Krieg ist schrecklich. Ach ja? Das Video ist in Wahrheit eine bodenlose Verformung des Verständnisses vom Krieg, es überlagert das Nachdenken über ungezählte Opfer, deren Schicksal noch weit grausamer war. Diese Wirkung wird in der Öffentlichkeit lebhaft debattiert, notabene auch auf dem Forum von ARD-aktuell. 
Quellen u.a.:
http://meta.tagesschau.de/id/114923/syrischer-junge-omran-russland-sieht-einiges-anders
http://clicks.aweber.com/y/ct/?l=pMk60o&m=3h6zPlCL8UnjM89&b=KPfabSkJnhl8KHvwZQSnGg
http://www.barth-engelbart.de/?p=136513
http://antikrieg.com/aktuell/2014_07_22_regierungen.htm
Ganz zu schweigen von ethischen Erwägungen:
http://meedia.de/2016/08/19/alle-deutsche-medien-zeigen-das-foto-vom-verstoerten-syrischen-jungen-warum-gibt-es-keine-ethikdebatte/
Die ganze Ungeheuerlichkeit des hier kritisierten journalistischen Umgangs mit kindlichem Leid dem deutschen Publikum nicht bewusst zu machen, sondern stattdessen nur auf die Tränendrüsen zu drücken, war Boulevard-Journalismus übelster Sorte und ist ein weiterer Verstoß gegen die Programmrichtlinien, die der NDR-Staatsvertrag vorgibt.
ARD-aktuell hat das Video entweder mittelbar (über die Eurovision) oder unmittelbar (per Kauforder des Kairo-Korrespondenten Volker Schwenck) von dem Aleppo Media Center AMC bezogen, einem 2011 gegründeten Verein, in dem sich überwiegend journalistische Propagandisten der Al Kaida und mit ihr verbündeter Terrororganisationen tummeln und mit ihren Filmchen über Kriegsverbrechen Kasse machen; kleine Kriegsgewinnler an Kriegsgräueln, die sie möglicherweise selbst mit inszenieren, bzw. an dem sie passiv, aber komplizenhaft teilnehmen.
Die ARD ist demnach Kunde auf einem Markt für Filme von Kriegsverbrechen und trägt damit zur Produktivitätssteigerung sowie zur Profitstvermehrung zugunsten der Videomacher bei. Ob das nur aus Mangel an Nachdenklichkeit geschieht, aus Gleichgültigkeit oder aus gewissenlosem Interesse am eigenen Vorteil („Quotenmacherei“)  ist unerheblich. Kritische Beobachter nennen diese widerwärtigen Produzenten inszenierter Kriegsvideos (die mit der Kriegsberichterstattung eines Scholl-Latour nichts, aber auch gar nichts gemein haben) „Killerfreunde“ und „Sprachrohre von Terroristen“.
 Quellen u.a.: https://urs1798.wordpress.com/2016/08/19/terroristenmedien-und-ihre-propagandisten-in-westlichen-sendeanstalten-verbreitet-aleppo-tagesschau/
https://uprootedpalestinians.wordpress.com/2016/08/19/aleppo-boy-on-orange-ambulance-seat-latest-staged-white-helmets-pr-stunt/
Weder hat ARD-aktuell selbst verifiziert, ob es sich bei dem verletzten Kind um ein Bombenopfer handelt – Russland hat mitgeteilt, dass in den fraglichen Stunden keine Luftangriffe auf dieses Quartier in Aleppo geflogen wurden – oder ob das Kind das Opfer von Granatenbeschuss wurde, noch, wer Verursacher/Verantwortlicher war, noch wo die Szene tatsächlich aufgenommen wurde. Auch hiergegen richtet sich unsere Programmbeschwerde: Laut Staatsvertrag sind Nachrichten vor der Verbreitung gründlich auf Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt zu prüfen. Der Umkehrschluss anständiger Journalisten: Was nicht überprüfbar ist, darf nicht gesendet werden.
Einige der beteiligten Al-Kaida-Sprachrohre dieses AMC-Vereins sind aktiv Mitwirkende an widerwärtigen Medienangeboten, mit denen alle Terroristen, nicht nur der ISIS, weltweit eigene bzw. die Untaten angeblicher Dritter publizieren und propagieren.
Von Fadi al Halabi bezieht auch ARD-Korrespondent Volker Schwenck (ARD-Büro Kairo) Filmmaterial. Ein anderer im AMC ist Mahmoud Raslan, der Autor des hier in Rede stehenden Videos mit dem Fünfjährigen. Raslan wird nicht nur als ein „begeisterter Jabhat al Nusra Fan“ beschrieben, er steht auch im Verdacht, im Juli ein passiv Mitwirkender bei der Enthauptung eines zwölfjährigen Buben gewesen zu sein, möglicherweise sogar dieses grauenhafte Verbrechen selbst aus nächster Nähe und ausgiebig gefilmt zu haben.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-syrien-der-mann-der-den-kleinen-omran-fotografiert-hat-geraet-in-den-fokus-1.3128661
Auf einem Bild vom 5. August trägt er dasselbe auffällige T-Shirt wie in der neuen Geschichte aus Aleppo, er posiert da grinsend mit Kämpfern der Zenki-Miliz. Zwei der Männer auf diesem Bild sind zweifelsfrei auch auf anderen Fotos zu identifizieren, die traurige Berühmtheit erlangten: Die Männer machten bei der Enthauptung eines schmächtigen Zwölfjährigen mit, den sie irrsinnigerweise beschuldigten, ein „Kindersoldat“ des Präsidenten Assad gewesen zu sein.
Quellen: http://www.informationclearinghouse.info/article45325.htm
http://duckhome.net/friede-springer-liz-mohn-freunde-der-kinderschlaechter-10517.html
http://www.morgenpost.de/politik/article208097227/Zweifelhafte-Kontakte-Fotograf-aus-Aleppo-steht-im-Fokus.html
Dass Vertreter der ARD mit solchem Pack geschäftlichen Umgang pflegen, gilt in diesem gebührenfinanzierten Verbund bereits als völlig normal: Der Informationsdirektor des SWR, Hauser, gab es uns schriftlich, dass man die Informationen dieser  Al Kaida-nahen Figuren als „zuverlässig“ einstufe; Herr Schwenck wählt nach eigenem Bekunden ein AMC-Mitglied als Quelle, weil er sonst nichts über Ost-Aleppo berichten könne. 
Beleg: https://publikumskonferenz.de/blog/2016/05/06/zwischen-feindbild-und-wetterbericht/
Angebote aus diesem AMC-Dunstkreis zu kaufen statt selbst sauber und seriös Filmdokumente über den Krieg zu erarbeiten, ist eine Ungeheuerlichkeit, der Gipfel journalistischer Verkommenheit.
Über das sonstige Kriegsgeschehen wird in dem hier kritisierten TT-Bericht selbstverständlich auch nicht umfassend informiert, wie sich bei Lektüre von kritischen Internet-Angeboten herausstellt.
Quelle: https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/08/19/propaganda-und-politik-im-anti-terror-kampf-in-und-um-aleppo/#more-21881 
Auf Tagesschau..de heißt es reißerisch:
„(...)Ein kleiner Junge, verletzt und von Staub bedeckt, wird in Aleppo in einen Krankenwagen gesetzt. Verstört wischt er sich den Dreck aus seinem blutverschmierten Gesicht, er wirkt benommen: Es ist dieses Bild, veröffentlicht von einem oppositionellen Medienbüro, das derzeit in den sozialen Medien rund um die Welt geteilt wird.(...)“
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/aleppo-omran-101.html
ARD-aktuell hat es offenkundig bis heute versäumt, seinen Lieferanten, den AMC, auf Seriosität zu überprüfen und gründlich zu ermitteln, wer dort wofür geradezustehen hätte. Den AMC schönfärberisch als „oppositionelles Medienbüro“ zu bezeichnen und ihn nicht einen Propagandisten-Club für potentielle und tatsächliche Kriegsverbrechen zu nennen, damit vertuscht ARD-aktuell das eigene ethische Versagen. Das Interesse scheint lediglich „geilen“ Kriegsbildern zu gelten… Auch hiergegen richtet sich unsere Programmbeschwerde.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. August 2016 schrieb Marionetta Slomka:


Ein für mich persönlich besonders schlimmes Beispiel, wie wir manipuliert werden.

Ich habe den Beitrag auf den Tagesthemen selbst auch gesehen, und mir gedacht "Klar, Kinder gehen immer!"
Und, daß dieser Krieg endlich aufhören muß, um dieses Leid zu beenden. Mir war zu diesem Zeitpunkt auch relativ egal, ob dieser Bericht von der Lügenpresse ausgestrahlt wurde - zeigt er doch sehr eindeutig, was Krieg für die Wehrlosesten dieser Gesellschaft bedeutet.

Dann lese ich heute diesen Beitrag hier, und bin zutiefst erschrocken, wieee tief diese Drecksjournallie mittlererweile gesunken ist. Unglaublich .

Ich werde die Einzugsermächtigung für die Rundfunkgebühren zurücknehmen und in Zukunft selber zahlen, zwar nicht bar, sondern per Überweisung, jedoch prozentual um den ungefähren Anteil dessen gekürzt, was die ÖR Anstalten für diese Drecksnachrichten verprassen.


Am 26. August 2016 schrieb Uschi Peter:

@Argonautiker:
Vielleicht sollte man lieber den Begriff Päderastie, griechisch = Knabenliebhaber verwenden statt Pädophilie, grie. = Kinder / Knaben -Freund. Die meisten Menschen werden sich wohl als Kinderfreunde bezeichnen. Ein Päderast betrachtet das Kind eindeutig als Sexobjekt. Leider wird für Sexverbrecher immer nur das uneindeutige pädophil gebraucht.


Am 26. August 2016 schrieb Argonautiker:

Verstehe Ihr Aufgebracht sein. Allerdings hat der Begriff Pädophil einen eindeutig sexuellen Hintergrund, der hier nicht gegeben ist, auch wenn es sich um Mißbrauch handelt.

Nun den Begriff Pädophilie zu nutzen, geht eigentlich in die gleiche Richtung Journalismus. Reißerisch. Nicht daß man auf einmal in ähnliche Fahrwasser rutscht, nur eben auf der oppositionellen Seite, daß passiert leicht im Krieg, auch im Journalistischen.

Antwort von U. Gellermann:

Verstehe Ihre Sorge. Aber die sexuelle Pädophilie ist ein Ausbeutungsverhältnis: Mächtige Erwachsene benutzten ohnmächtige kleine Kinder für ihre schmutzigen Zwecke. Das selbe Verhältnis scheint mit im Fall Omran vorzuliegen: Der kleine syrische Junge ist ohnmächtig, Die Herren Roth, Gniffke und andere benutzen ihn fraglos für ihre schmutzigen Zwecke.


Am 25. August 2016 schrieb Elke Buschmann-Förster:

Ich bin dabei, Herr Schapke. Ich frage mich schon lange, wieso man sich immer nur aufregen soll. Es ist an der Zeit, dass sich nun mal die anderen aufregen. Es muss dringend etwas geschehen! Diese Lethargie in der die große Masse der Deutschen sich befindet muss ein Ende haben, sonst ist es bald mit uns zu ende. Also, wie gehen wir vor?


Am 25. August 2016 schrieb Lutz Jahoda:

BEKENNTNIS

Im Ehrlichkeitsgarten enttarnter Lügen,
sitze ich zweimal wöchentlich gern
und lese gespannt mit großem Vergnügen
von frisch Entstelltem der "Tagesschau"-Herrn.

Dass sich unter den käuflichen "Blinden",
im Reigen der Märchenlotterfee,
auch noch reizende Damen befinden,
tut mir im Herzen besonders weh.


Am 25. August 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

.....armes Deutschland.
Die ÖR sind ethisch auf dem Niveau von Bild Zeitung, und noch üblerem gelandet.
Hemmungslose Berichterstattung, die nicht einmal mehr diesen Namen verdient. Bei wem wurde denn abgeschaut, was diese Typen uns tagtäglich auf den Tellern servieren ?
Unverdauliche Kost, weil, wie immer die Schwächsten benutzt werden, um die Sinne der Erkenntnisgewinnung zu vernebeln. Wie überall an den Stellen der Macht wird gelogen, verdreht, verschleiert, es werden Schuldige gesucht. Reflexartig wird es Russland sein. Und das Volk ? Wird möglicherweise irgendwann wieder sagen: "Von dem Kriegstreiben, von den Lügenberichten haben wir nichts gewusst." Was die Propaganda angeht, vor allem gegen Russland, ist es ein leichtes bei den Nazis abzuschauen.
Diese unreflektierte, einseitige Darstellung von Ereignissen ist zum Ko....... Seriöser Journalismus ? Gleich null. Um sich eine Meinung bilden zu können, müssen tragfähige Informationen her, die einer Überprüfung standhalten. Erinnert sehr an die Propaganda der Weimarer Republik, und an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Wer berichtet über tausende unbegleiteter Kinder- und Jugendlicher, alleine in Deutschland ? Die Bundesregierung ist verantwortlich, für Menschenhandel, für Prostitution, fürs Weggucken. Die Kinder- und Jugendliche werden zur Ware Mensch gemacht, und niemand weiß wo sie sich in Deutschland befinden. Das ist Aufgabe der ÖR, darüber zu berichten, und dem Volk zu sagen, mit was für einer neoliberalen, gekauften, entmenschlichten Regierung es zu tuen hat. Ich vergaß; sie haben sich mit denen gemein gemacht. Wieder einmal geht es um ein Stück vom ungenießbaren Kuchen. Kriege müssen geächtet werden, immer und überall. Kriege dürfen kein Geschäftsmodell für zwie- und unterbelichtete Gestalten der ÖR, und einigen anderen mehr, die wohl Kollegen genannt werden sein. Für die klare und eindeutige Haltung, der ich hier immer wieder begegne habt ihr meinen Respekt, meine Hochachtung und meine Anerkennung.


Am 25. August 2016 schrieb Alan Schapke:

Mit Interesse lese ich Ihre Kritik auf die Syrien Berichterstattung, und generell Ihren Blog.

Mir ist klar, dass die Öffentlich-Rechtlichen nicht anders können, als pro-transatlantisch zu berichten, aufgrund der Vielzahl von Netzwerkern in den Gremien.

Ich befürchte nur, dass diese Art der "Berichterstattung" nur beendet werden kann, wenn durch einen Gebührenstreik Panik in den Gremien ausgelöst wird.

Aus meiner Sicht verlängert diese Art der Berichterstattung Kriege, und befördert ggf. neue (Russland). Ich hatte neulich als Moderator die Gelegenheit mit Harald Kujat zu sprechen über die Situation an der Grenze zu Russland. Er ist zutiefst besorgt wie fahrlässig und einseitig die Berichterstattung in diesem Themenkomplex ist.

Wäre es nicht an der Zeit eine groß-angelegte Kampagne gegen diese Art von zwangsfinanzierter Propaganda anzugehen, um ein Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen, in welch brenzlige Situation wir getrieben werden.

Ich arbeite in der Werbebranche und könnte einen kreativen Beitrag dazu leisten.


Am 25. August 2016 schrieb Michael Kohle:

Ein Versuch sei gestattet, sich auch mal in die Haut eines Intendanten zu versetzen!

Sehr geehrter Herr Bräutigam, Herr Klinkhammer,

so geht es aber wirklich nicht. Der Vorwurf ist ungeheuerlich, verwerflich geradezu! Herrn Dr. Gniffke und den Seinen einen Vorwurf zu machen, es gäbe da den Versuch, die ARD in die königlich-fürstlich-imperiale Sponsoren-Allianz für den IS und Al-Quaida eingliedern zu wollen, geht - ich wiederhole mich - gar nicht . Und zwar deswegen, weil es eine solche Allianz nicht gibt, nie gegeben hat und auch nicht geben kann. Das muss ich hier mit vollster Überzeugung betonen.

Wie wir gerade gestern ein- und nachdrücklich belegen konnten und das mehrmals auch dem Gebührenzahler ganztätgig präsentiert haben (Mittagsmagazin, PlusMinus), finanziert sich das unter den Namen IS/DAESH und AL-Quaida bekannte Unternehmen vornehmlich aus crowdfunding, an dem auch Sie - werte Herren - durchaus beteiligt sein könnten. Das auch als Kalifat bekannte Unternehmen ist "d e r" globalplayer bei der Zweitverwertung von Markennamen allerlei Sparten und bezieht daraus allein und ausschließlich sämtliche Mittel für sein operatives Kerngeschäft. So bleibt der überaus erfolgreiche Mischkonzern für Abbruchgeschäfte und Headhunting immer und weiterhin gut aufgestellt. Die Nutzung bestehender Vertriebs- und Logistikwege - gerade konnten diese insbesondere in Mitteleuropa drastisch erweitert werden, wie sie vielleicht wissen - auch für die Absatzmärkte für Waren zweiter Wahl ergibt jedenfalls Sinn. LVMH-Taschen, Ray-ban-Brillen, Adidas-Sneakers, Lacoste-Hemdchen, Rolex-Uhren u.v.a.m. aus bewährter chinesischer Produktion - nämlich daher wo auch die Premiumslinien aufgelegt werden - finden so ihren Weg zum geneigten internationalen Konsumenten.
In unserer marktkonformen Demokratie sollte das doch nichts Negatives sein, sollte Ihnen vornehmlich aus ökonomischen Gründen einleuchten. Und wenn Sie sich demnächst neu ausstatten, vorzugsweise auf den Volksmärkten Europas, besonders an den hotspots des Tourismus, tragen sie somit auch bei, dass auch weiterhin ausreichend Gelegenheiten geschaffen werden, damit wiederum unsere Terror-Experten-Truppe wieder zum Einsatz gelangen kann. Nur so könen die auch von Ihnen entrichteten Rundfunkgebühren einer nachhaltigen Verwendung zugeführt werden. Praktizierter Investorenschutz, sozusagen!

Sie - werte Herren Beschwerdeführer - sollten doch endlich mal akzeptieren, dass unser unermüdliches Bemühen - und ich schließe da die Kollegen des ebenfalls staatsvertraglich reglementierten Zweiten Deutschen Fernsehens gerne mit ein - unsere ansonsten doch gefährdete Existenz auf der Basis von Erfolg und Profit steter Erweiterung der Geschäftsfelder bedürfen. So haben wir erst jüngst eine breit aufgestellte Investigativ-Abteilung implantiert, die bereits in kurzer Zeit erhebliche Erfolge zu verzeichnen hat. Mit der Offenlage der panamapapers und insbesondere mit den durchschlagenden Aktivitäten unseres Chefexperten Hajo Seppelt i.S. regional begrenzten Staatsdopings konnte doch Maßgebliches und Beispielgebendes zum Potenzial dieser neuen Kreativabteilung ausgesagt werden. Um Folgeaufträge zur Weiterführung der Geschäfte ist mir jedenfalls nicht Bange.

Auf weiterhin gute Zu- und Zusammenarbeit
mit freundlicher Empfehlung

Ihr ?.

P.S.

Bzgl. des bemängelten Videos gestehe ich gerne einen Fehler ein. Wurde doch versehentlich vergessen, zu Beginn in der oberen rechten Ecke das P für praktiziertes Produktplacement einzublenden. Da ist wohl der verantwortliche Bearbeiter am Schneidepult in seiner Begeisterung über die doch elegante Lancierung eines deutschen Qualitätsproduktes - dem rot-weißen Sonderfahrzeug, wohl aus schwäbischer Herstellung - über das Ziel hinaus geschossen. Wir werden zukünftig darauf achten, versprochen!




Am 25. August 2016 schrieb Rainer Nützel:

Eine Anmerkung.

Zitat aus der Programmbeschwerde:
Ganz zu schweigen von ethischen Erwägungen:
http://meedia.de/2016/08/19/alle-deutsche-medien-zeigen-das-foto-vom-verstoerten-syrischen-jungen-warum-gibt-es-keine-ethikdebatte/
Die ganze Ungeheuerlichkeit des hier kritisierten journalistischen Umgangs mit kindlichem Leid dem deutschen Publikum nicht bewusst zu machen, sondern stattdessen nur auf die Tränendrüsen zu drücken,
war Boulevard-Journalismus übelster Sorte und ist ein weiterer Verstoß gegen die Programmrichtlinien, die der NDR-Staatsvertrag vorgibt.

Der Artikel (19.08.2016 - 15:41 Uhr) des oben angegebenen Links hat die Überschrift:
Alle deutsche Medien zeigen das Foto vom verstörten syrischen Jungen. Warum gibt es keine Ethikdebatte?

Zuvor, nämlich am 19.08.2016 - 14:26 Uhr erschien ein anderer Artikel auf Meedia.de mit Bezug auf das Bild des Kindes mit der Überschrift:

Verstörter Junge im Krankenwagen: Wie russische Medien das neue Symbol-Bild für den Syrienkrieg ignorieren

http://meedia.de/2016/08/19/verstoerter-junge-im-krankenwagen-wie-russische-medien-das-neue-symbol-bild-fuer-den-syrienkrieg-totschweigen/

Ich werde den Eindruck nicht los, dass unsere hiesigen Medien im Wahn des Russlandbashings debil geworden sind.


Am 25. August 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geschätzter Herr Galerist,
ihr Kommentar "ARD missbraucht Kinder" hat mich verwirrt ! Bislang war ich immer der festen Überzeugung, dass Kindesmissbrauch das Privileg katholischer Priester ist. Haben die Fernsehjournalisten der ARD ihre berufliche Ausbildung bei der Römisch-Katholischen Kirche gemacht ? Oder haben sie gar in Seminaren der Katholischen Kirche Theologie studiert statt Journalismus ? Das würde wenigstens ihren schlechten Stil erklären. Ich bitte Sie um Aufklärung und Beantwortung meiner Frag

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