ARD-Gniffke stellt sich

Und stellt doch nur dem Staatsvertrag ein Bein

Autor: U. Gellermann
Datum: 10. März 2016

Unglaublich aber wahr: Nach einer Flut von Programmbeschwerden der ARD-Spezialisten Bräutigam & Klinkhammer pinkelt Dr. Gniffke ein Rinnsal einer Antwort in den öffentlichen Teich. Auch Dagmar Pohl-Laukamp, die Vorsitzende des NDR Rundfunkrates, ringt sich eine Zwei-Zeilen-Mail ab und der NDR-Rundfunkrat fertigt eine Vielzahl von Beschwerden, nicht nur jene von Klinkhammer & Bräutigam, mit einer schmallippigen Pressemitteilung ab: „Nach eingehender Beratung ist der Rundfunkrat zu dem Ergebnis gelangt, dass in keinem Fall die festgelegten Programmgrundsätze des NDR verletzt wurden.“ Es geht ja nur um ein paar Millionen Rundfunkteilnehmer, es geht ja nur um Gebührenzahler, es geht ja nur darum, die ungeneigte Öffentlichkeit zu verrechtlichen.

Immerhin lässt Dr. Gniffke in einer Sammelantwort einzelne Mitarbeiter zu Wort kommen. Aber nur, um dann den selben Ton anzuschlagen wie die Dame Pohl-Laukamp: „ . . . und weist deshalb die in weiten Teilen polemisch vorgebrachten Programmbeschwerden der Herren Klinkhammer und Bräutigam zurück.“ Welch eine Variationsbreite: Die eine weist nur zurück, Dr. Gniffke kann noch dazu Polemik feststellen. Heureka! Was beide nicht wollen, ist auch nur einen kurzen Blick in den NDR-Staatsvertrag werfen. Da würden sie dann lesen können: „Der NDR veranstaltet und verbreitet Rundfunk als Medium und Faktor des Prozesses freier, individueller und öffentlicher Meinungsbildung und als Sache der Allgemeinheit.“ Sache der Allgemeinheit? Das hieße ja, man müsste die anschwellende Zahl der Programmbeschwerden öffentlich machen, wie beim WDR, der sie öffentlich diskutiert. Ein Prozess freier, individueller und öffentlicher Meinungsbildung? Aber Gniffke und Co. haben doch schon eine Meinung, was sollen sie sich da noch bilden, da macht man lieber mit den Beschwerdeführern kurzen Prozess. Und die Sache mit dem Faktor? Da muss Gniffke Kalfaktor verstanden haben, sieht er sich doch eher als Vollzugsbeamter der jeweiligen Koalition in Berlin. Huch, das war aber jetzt wieder polemisch.

Dr. Gniffke täuscht mit seiner „Stellungnahme“ nur vor, er würde sich einem öffentlichen Dialog stellen. In Wahrheit stellt er nur dem Staatsvertrag ein Bein. Denn schließlich heißt es dort unter der Überschrift „Programmauftrag“ hoffnungsfroh: „Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben.“ Wer diesen Satz vom NDR erfüllt sieht soll sich bitte melden. – Ach ja, unserer Bitte, er möge sich zur Klärung juristisch gegen unseren Lügenvorwurf wehren, ist Dr. Gniffke bisher nicht nachgekommen.


Programmbeschwerde vom 8.2.2016 - Syrienberichterstattung: Thomas Roth u.a.
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind mit der Stellungnahme des Herrn Dr. Gniffke vom 7.3.2016 zu unserer Programmbeschwerde vom 8.2. 2016 nicht einverstanden, da nirgends erkennbar wird, inwieweit das Staatsvertragserfordernis der "unparteiischen, wahrheitsgemäßen, vollständigen und objektiven" Berichterstattung mit dem kritisierten Beitrag erfüllt wird.
Roth zeigte gleich zu Beginn seiner Tagesthemen-Moderation Luftaufnahmen vom zerstörten Homs. Die Aufnahmen seien "von einer russischen Drohne" gemacht worden; sie zeigten, was die Menschen aus solchen Ruinenlandschaften vertreibe, so der Roth-Hinweis..
Aus Homs wurde vor fast zwei Jahren die vormalige Terroristenbesatzung vertrieben. Erst viele Monate später griff Russland aufgrund des Hilfeersuchens der syrischen Regierung in des Kriegsgeschehen ein. Roth erweckt mit seiner schein-neutralen Moderation jedoch den falschen Eindruck, der Russe sei an der Zerstörung von Homs schuld. Die Hinweis auf eine"russische Drohne" in Verbindung mit der Tatsache, dass Russland einen erfolgreichen Bombenkrieg gegen den IS und Al Kaida begonnen hat, führt zwangsläufig – bei nicht so informierten Zuschauern- zu der Assoziation, dass die Zerstörung der Stadt Homs von den Russen herbeigeführt worden sei. Wenn Roth etwas anderes hätte insinuieren wollten, hätte er ohne großen Aufwand die tatsächlichen Urheber der Zerstörung benennen können.  Stattdessen tut er jetzt ganz unschuldig und behauptet, er habe die "Situation“ nur nüchtern beschreiben wollen.
Verleitung zu Fehlschlüssen nennt man diese Form der Propaganda. Nach den staatsvertraglichen Richtlinien wäre es Roths Aufgabe gewesen, die Zuschauer zu befähigen, die Informationen zweifelsfrei richtig einzuordnen. Aber als transatlantisch gefärbeter Journalist bestand hierzu für ihn kein Grund, denn dann hätte er darauf hinweisen müssen, wer diesen seit fünf Jahren herrschenden Terror mit Bomben, Geld, Waffen und Söldnern inszeniert hatte und mit immer neuen Terrorwellen Syrien entvölkerte: der Westen. Genauer: die USA im Verein mit ihren musterhaften Verbündeten Saudi-Arabien, Katar, Israel, Türkei. Dass Roth als Mitglied der "Transatlantikbrücke" kein Netzbeschmutzer sein will, liegt nahe, hat aber mit objektivem und unabhängigem Journalismus nichts zu tun.
 
Auch der Oxfam-Hinweis ist ein Musterfall von Demagogie: Roth ruft eine Tabelle der britischen Hilfeorganisation auf, in der dargestellt ist, welche Beiträge zur Behebung des syrischen Flüchtlingselends jedes Land aufbringen müsste – gemessen an seiner Wirtschaftskraft – und wieviel einzelne Länder im Vergleich dazu tatsächlich zahlen. Überraschung! Großbritannien trage 237% seines „fairen Anteils“, Deutschland 152%, Frankreich mit 45% jedoch „weit darunter“, Saudi-Arabien 28% „ebenfalls“ und Russland „leistet nur 1% davon“.
Wirksam wird hier unausgesprochen verbreitet: Die Russen, diese unfairen Geizhälse. Propaganda vom Feinsten ...gut in den USA gelernt. 
Keine Antwort bietet Roth nämlich auf die sich zwangsläufig stellende Frage, inwiefern Russland für ein Flüchtlingselend in die Pflicht genommen werden darf, das es nicht verursacht hat. Und typisch für die Berichterstattung: der Hauptverursacher, die USA,  werden in der von Roth vorgestellten Tabelle weggelassen. Ihre 900 Dollarmilliönchen haben nur einen beschämenden Bruchteil des „fairen Anteils“ ausgemacht. Diese Peinlichkeit wird von Roth gar nicht erst erwähnt. Informationsunterschlagung? Macht doch nix, das merkt ja keiner! Hauptsache, die Russen haben wieder eine Propagandawatsche gekriegt....
Dass er in seiner Stellungnahme auf unsere genau benannten Vorwürfe überhaupt nicht eingeht, spricht für sich und für die transatlantische Konformität der Sendung.
In unseren Ausführungen über das Schaltgespräch mit Herrn Schwenck hätten wir es – so Herr Roth – "verfälscht" wiedergegeben. Diese Beurteilung gibt er über uns ab, ohne ein einziges inhaltliches Argument gegen unsere Ausführungen vorzubringen, es ist genau aus dem Stoff, aus dem seine TT-Moderation gemacht sind: Beurteilungen abgeben, ohne sie mit Fakten zu belegen.
 
Wir hatten u.a. dargestellt:
"Worum es in dieser weltweit - von US-Außenminister Kerry ausgelösten - medialen Propagandakampagne eigentlich geht, wird dann im Schaltgespräch zwischen Th. Roth und dem Kairo-Korrespondenten  Volker Schwenck deutlich. Roth: „Gestern sind die Friedensverhandlungen in Genf bis Ende Februar unterbrochen worden. Soll das heißen, Assad will dann mit russischer Hilfe doch lieber auf dem Schlachtfeld auskämpfen?“ 
Mit keinem Wort geht Roth bei dieser Frage auf die Sachlage ein: Dass es der syrischen Armee mit Hilfe Russlands endlich gelang, die Kopfabschneider-Terroristen der al-Nusra im Norden der Millionenstadt Aleppo zu schlagen, ihren Nachschub aus der Türkei und die Öllieferungen des IS über diese Stecke zu unterbinden und die Besetzung Aleppos durch die al-Nusra teilweise aufzubrechen. Das gesamte Gespräch hindurch zeichnen Roth und Schwenck stattdessen die ARD-aktuell-Linie nach: Es gibt zwei Sorten von Terroristen in Syrien, die böse Sorte heißt IS, die andere ist eigentlich „Opposition“ und heißt deshalb nur „Rebellen“. Der böse Russe bombardiert die Rebellen der al-Nusra, obwohl er doch eigentlich nur die bösen IS-Terroristen bomben soll. Und nun bombardiert der Russe einfach weiter, obwohl die al-Nusra verhandeln will! Diese Russen, also nein!"
Dass Schwenck ein "Terroristen-Verharmloser" ist, haben wir bereits in anderen Programm-Beschwerden belegt. Gelernt daraus hat er nicht.
Ersichtlich hat es seine Eitelkeit berührt , dass wir über Herrn Roth ausführten, er sei "transatlantisch abgerichtet“:
„Was mich betrifft: Der Vorwurf, ich sei ein .transatlantisch abgerichteter Moderator' ist polemischer Unsinn. Ich habe immerhin beinahe 10 Jahre meines Lebens in Russland bzw. anfänglich sogar noch in der UdSSR verbracht, war lange Mitglied im Deutsch-Russischen Forum, bin aber deshalb weder ein .russisch abgerichteter Moderator' noch, wegen der 5 Jahre in New York, .transatlantisch abgerichtet'. Übrigens auch nicht .afrikanisch', obwohl ich auch dort drei Jahre gelebt habe." (Ist das Rothscher Humor?)
"Transatlantisch abgerichtet" ist kein netter Begriff, das räumen wir gern ein, aber eine zulässige Zuspitzung (wie Herr Dr. Gniffke zu sagen pflegt), die deutlich macht, dass Herr Roth nicht nur in dem transatlantischen Kungelverein "Atlantikbrücke beheimatet ist, sondern auch seine Moderation den transatlantischen Interessen entspricht.
Thomas Roth hat sich dementsprechend nicht nur in der Syrien-Berichterstattung als zuverlässiger USA- und Merkel-Verbündeter erwiesen, sondern hat schon früher unter Beweis gestellt, dass Manipulation zu seinem Handwerkzeug gehört. Unvergessen ist das Interview des seinerzeitigen Moskau-Korrespondeten Roth mit dem russischen Staatspräsidenten Putin.
Quelle: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video369772.html
Das im Original 27 Minuten lange Gespräch ließ Roth für die ARD  zusammenkürzen und dabei so entstellen, dass Aussagen Putins über den Kriegsverursacher Georgien geradezu in ihr Gegenteil verkehrt wurden.„Das Interview mit Putin im Ersten mit Thomas Roth und die unvollständige Veröffentlichung in der ARD sprechen Bände über den Zustand des deutschen „Qualitätsjournalismus“ und die einseitige Propaganda, die wir in täglicher Dosis erfahren.“ hieß es damals auf den „NachDenkSeiten“ im Internet.
Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3428
Worum ging es konkret? "Thomas „mit den Scherenhänden“ Roth hat sogar die Frechheit besessen, ein ganzes Interview mit Putin zum Konflikt Rußland/Georgien komplett zu verfälschen und Russland die Schuld in die Schuhe zu schieben bzw. zu „schneiden“, schrieb der Herausgeber der medienkritischen Seite „Hinter der Fichte“. 
Quelle: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2010/03/georgien-provoziert-russland-brd-und-eu.html 
Folge dieser antirussischen Prachtleistung Roths waren im Internet Schlagzeilen wie diese: "ARD manipuliert Putin-Interview“
Quelle: www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/940-ard-manipuliert-putin-interview
Und einen solchen Manipulateur lässt ARD-aktuell heute vor der Kamera agieren und seine antirussischen Allotria treiben, anstatt ihn schamvoll aus dem Verkehr zu ziehen. Die Verantwortlichen setzten vermutlich auf das Kurzzeitgedächtnis des Publikums, Roths „Meisterleistung“ (2008) hat sich längst versendet, sie galt den Herrschaften allerdings wohl schon tags darauf als „verjährt“ ...
 
Zu Frau Hüsch:
Illustrer als in ihrer Einlassung kann Propaganda nicht belegt werden:
"Die Auswahl der O-Töne erfolgte aus dem gesamten Kontext der Konferenz heraus", schreibt sie. "Die an Russland gerichtete Aufforderung des britischen Premierministers, unverzüglich für einen Waffenstillstand zu sorgen, spiegelte sich in zahlreichen Wortbeiträgen der Konferenz. Sie entspricht also der Nachrichtenlage".
Im Klartext heisst das: Der britische Premier macht Propaganda gegen Russland und Frau Hüsch transportiert sie dann unbearbeitet und ungefiltert über "Tagesthemen" an das deutsche Publikum. Das nennt sie dann die "Nachrichtenlage". Das 1x1 des Journalismus, z.B. auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen bzw. deren Position kenntlich zu machen, hat sie bei ihrem transatlantischen Propaganda-Eifer offenbar vergessen. Stattdessen plustert sie sich auf. Ihre Reaktion erinnert an den Kinobesucher, der gemütlich in seinen Sessel furzt und dann seinen Nachbarn empört zuruft: „Hier stinkt es aber!"
 
Frau Hüsch behauptete, Aleppo sei von Assad-Truppen eingekesselt gewesen. Falsch. Die Kämpfe um Aleppo hatten nach langer Zeit erst am 16.2.2016 wieder begonnen. Von Einkesselung kann keine Rede sein, da der Frontverlauf in der Innenstadt, also etwa innerhalb des Stadtringes, sich seit Jahren praktisch nicht geändert hat. Rund 100 000 Menschen leben im terroristisch beherrschten Bereich Aleppos, 2 Mio dagegen in den "Assad"-Stadtteilen. Hieraus den Schluss zu ziehen, Assad bombardiere seine eigen Leute in Aleppo ist Schwachsinn und kann nur von parteiischen und uninformierten Journalisten wie Frau Hüsch behauptet werden. Unseren Vorwurf der Propaganda kann sie nicht entkräften.
Zu Herrn Aders Beitrag in dieser Sendung hatten wir geschrieben:
"Im anschließenden Bericht des Korrespondenten Th. Ader über das Elend der nach Libanon ausgewanderten Syrien-Flüchtlinge fehlen objektivierende Kriegsursachenhinweise natürlich ebenfalls. Ader bleibt an der Oberfläche und beim Human touch:
„100 Dollar UNO-Hilfe pro Monat für sieben Personen, wie soll das funktionieren?“ „Die Flüchtlinge aus Syrien hätten es sich nicht im Traum vorgestellt, dass sie ihr Leben nun ein zweites Mal riskieren müssen, nur weil die Weltgemeinschaft so lange gegeizt hat.“
Allein für diesen sich selbst tragenden demagogischen Schwachsinn von der „Weltgemeinschaft“, der „geizenden“, müsste der Verfasser in eine Journalistenklippschule für angehende Bäckerblume-Redakteure geschickt werden. ARD-aktuell aber wahrt schön opportunistisch Haltung: Als vor gut einem halben Jahr die Flüchtlinge in den UN-Lagern wegen fehlender finanzieller Unterstützung durch die "Weltgemeinschaft" fast verhungerten und zur weiteren Flucht getrieben wurden, hat ARD-aktuell geschwiegen. Human touch nur bei Bedarf."
Dr. Gniffke versucht den "Human-Touch"-Beitrag als objektive Beschreibung der Flüchtlingssituation darzustellen. 
"Tatsächlich schildert die Frau, stellvertretend für viele andere Flüchtlinge in dem Lager, sehr anschaulich ihre persönliche Lebenssituation. Im Übrigen hat ARD-aktuell - entgegen der Darstellung der Herren Klinkhammer und Bräutigam - auch in der Vergangenheit immer wieder über die Situation in den Flüchtlingslagern berichtet, sogar bei der Eröffnung des ersten Flüchtlingslagers in Jordanien im Juli 2012. Um das Thema „Kriegsursachen“ ging es in der Reportage überhaupt nicht. Es ging darum, das Schicksal der Flüchtlinge darzustellen."
Also doch: Mit dem Beitrag versuchte ARD-aktuell, die "Herzen der deutschen Zuschauer" anzurühren, ohne die Gründe und Verantwortlichkeiten für das Flüchtlingselend zu benennen. Herr Dr. Gniffke rechtfertigt den Beitrag damit, dass es auch "andere Beiträge über Flüchtlingslager gegeben habe. Dabei sei es immer um Flüchtlingsschicksale und nicht um Ursachen der Fluchtbewegungen gegangen.“
Ja eben! Genau das bemängeln wir! Wie kann man Flüchtlingsschicksale darstellen, ohne die Ursachen für das Elend zu benennen? Aus unserer Sicht ist diese Art von Journalismus eine Bankrotterklärung. Da der Bericht dem Publikum im Zusammenhang mit der Kritik an der russischen Militärintervention präsentiert wurde, ist klar, was insinuiert wurde: "Machthaber" Assad und die Russen tragen die Verantwortung für die Flüchtlingsschicksale.
Wie doppelbödig Dr. Gniffke im Kontext von Flüchtlingsdramen argumentiert, zeigt sich daran, dass wir seit Jahren nichts von den zwei Millionen Flüchtlingen erfahren, die vor Poroschenko und seinen Terroraktionen nach Russland geflüchtet sind, selbst in den Zeiten nicht, als ARD-aktuell tagelang über den Ukraine-Konflikt auf Hochtouren berichtete. Die Ostukrainer gehören wohl zu den "Bösen", sind offenbar für ARD-aktuell nur Flüchtlinge zweiter Klasse, sollen den westlich orientierten "Human Touch" nicht erzielen....

Wir bitten um Prüfung.
 
Mit höflichen Grüßen
 
F. Klinkhammer + V. Bräutigam


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. März 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Sie fahren nicht nur auf falschem Gleis,
sie rumpeln sogar schon auf Schotter.
Sie hoffen auf den Grimme-Preis
und kriegen, was noch keiner weiß,
von uns den für Ausfluchtsgestotter.


Am 10. März 2016 schrieb Volker Bräutigam:

Anmerkung zum Kommentar Kocks

Ihre Nachricht: Die Ansicht, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sei transatlantische Selbstdressur ein Karrierefördermittel, lässt sich zwar gut nachvollziehen und an einzelnen Personen sogar nachweisen. Nicht aber vertretbar halte ich die Meinung, der Saustall sei nur mittels Abschaffung des Finanzierungsmodells für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auszumisten. Ein Ende des Rundfunkbeitrags brächte das Ende für ARD, ZDF und DLF und wäre der formelle Abschied von einem Baustein unserer Demokratie. Nicht abschaffen, sondern reformieren, darum muss es gehen. Zum Beispiel müsste eine nachträgliche Programmkontrolle, transparent und vom betroffenen Sender und seinen Managern unabhängig, ermöglicht werden. Es müsste ein Rechtsweg eröffnet werden, auf dem der Bürger seinen Anspruch auf qualifizierte, staatsvertragskonforme Informationssendungen auch einklagen kann, als Gegenstück dafür, dass er zur Zahlung des Rundfunkbeitrags verpflichtet ist. Gegenwärtig hat er nur Anspruch auf eine Programmbelieferung. Was gut ist und was schlecht, darüber hat er nichts mitzuentscheiden. Es bleibt ihm nur das Meckern, auf dem Weg von Beschwerden.
Also: Beschweren wir uns! Meckern wir! Demonstrieren wir damit die Reformbedürftigkeit des Systems!


Am 10. März 2016 schrieb Alexander Kocks:

Die Geschichte um Thomas "mit den Scherenhänden" Roth und seinem berühmten Putin Interview sollten die Autoren aus einem anderen Blickwinkel sehen. Ich glaube, dass solche Taten für Journalisten des Staatsfunks eher einem Ritterschlag gleich kommen, beweisen diese Damen und Herren doch damit ihren Vorgesetzten, dass sie aus echtem transatlantischen Holz geschnitzt sind. Man kann auf sie bauen und qualifiziert sich somit geradezu für höheren Aufgaben.
Das Problem der Propaganda durch das Staatsfernsehen von ARD und ZDF kann nur gelöst werden, wenn der Einfluss der
Parteien auf diese Sender und die Alimentierung dieser Sender durch den
Zwangsbeitrag ein Ende haben.

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