Leserbriefe

Leser-Kommentare im Monat Februar 2018
 

Am 19. Februar 2018 schrieb Claus Hollmann zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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Bei jeder noch so leisen Kritik am Putinregime heulen die Putinschen Speichellecker auf. Lächerlich.

Antwort von U. Gellermann:

Ein Klassiker: Kein Argument, nur Beschimpfungen. Sie könnten sofort bei den Mehrheits-Medien anfangen.


Am 19. Februar 2018 schrieb Edgar Schneider zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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Die Manipulationsmaschine läuft wie geschmiert. Der Hinweis auf den dpa-Chef Gösmann kommt in diesem Zusammenhang etwas zu kurz. Er ist die wichtigste Person bei der Manipulation und Verhetzung der Massen in Deutschland. Überzeugter Transatlantiker und Mitglied in diversen Vereinigungen wie der Atlantikbrücke- ist er der perfekte Mann an der wichtigsten Schaltstelle, um jedem Medium von Flensburg bis Garmisch das korrekte Wording und die vorgegebene Stoßrichtung vorzugeben. Wer die Guten (USA, Israel, z.Z. Ukraine, Ägypten,) und wer die Bösen (Russland, China, Syrien, Iran, z.Zt. Venezuela) sind. Dank Gösmann heißt die blutige islamistische Diktatur Saudi Arabien auch in allen von dpa-belieferten deutschen Medien (das sind alle) „Königshaus" und deshalb heißen kopfabschneidende Terroristen in Syrien „Rebellen" oder "Aktivisten gegen das Assad-Regine". Der Hetzer und Schreibtischtäter Gösmann mittels "seriöser" dpa als indirekter Entscheider, über was wie mit welchem Wording von Flensburg bis Garmisch in die "seriösen" Heimatzeitungen kommt. Absolut. Genial. Und zeigen Sie mir einen einzigen Zeitungsredakteur, der innerhalb seines Hauses ernsthaft die Seriosität einer dpa anzweifeln würde! So geht Meinungsmache, so geht Propaganda, so gehen Manipulation und Kriegsvorbereitung.


Am 19. Februar 2018 schrieb Ev Bergner zum Artikel:

Die Me-Too-Berlinale

Was Kunst besser kann als Kampagnen

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Dass Gellermann neben seinem Politkram Zeit für Kunst und Kultur findet, zeichnet ihn aus. Denn Kunst, wenn sie etwas taugt, kann politische Verhältnisse transparent machen. Allerdings liegt - wie man auch in Gellermanns Filmkritiken lesen kann - die Betonung auf "kann".


Am 19. Februar 2018 schrieb Anne Willnich zum Artikel:

Doktor Gniffke: Wir sind so frei!

Redaktions-Konferenz bei ARD-aktuell

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Die Herren Gellermann, Bräutigam und Klinkhammer verdienen höchsten Respekt: Hartnäckig und pointiert kämpfen sie ihren und unseren Kampf gegen die Manipulation der Tagesschau. Das machen sie mit langem Atem und einer klaren Sprache. Dass um sie herum nicht wesentlich mehr Leute für ihr Recht auf sauberen Journalismus kämpfen ist schade. Aber was nicht ist kann ja noch werden.


Am 19. Februar 2018 schrieb Andreas Schell zum Artikel:

Doktor Gniffke: Wir sind so frei!

Redaktions-Konferenz bei ARD-aktuell

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Zum Schmock "Doktor Gniffke: Wir sind so frei!"

Speziell zu Chlor darf ich noch als Chemiker meinen Senf (nicht Senfgas) hinzu geben, genauer zu seiner irrigen Einordnung als chemischer Kampfstoff.

Chlor ist, gemessen am MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) ca. halb so giftig wie die in der Diskussion befindlichen Diesel-Abgase NO und NO2. Einem Arbeitnehmer darf man, platt gesagt, doppelt so viel Chlor dauerhaft am Arbeitsplatz zumuten wie die genannten Stickoxide. Das finden Sie alles in Wikipedia unter den entsprechenden Stoffen. Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_chemischer_Kampfstoffe fehlt Chlor völlig zu Recht. In etlichen Metropolen dieser Welt, nicht nur Mexico und Rio, sondern u.a. auch München und Stuttgart, überschreitet man nicht nur als Arbeitgeber dahingegen den MAK-Wert von Stickoxid teilweise schon dadurch um ein Mehrfaches, dass man das Fenster zur Straße öffnet!

Chlor ist zwar ekelhaft, aber kein guter Kampfstoff. Da müsste man es schon tonnenweise einsetzen - ein völliger Blödsinn, den es leider in der Tat auch schon gab, bevor man sich bei der IG Farben schon seinerzeit viel Effektiveres einfallen ließ. Chemiewaffen sind ja schließlich eine deutsche Erfindung.

Es ist in dieser Tradition also so, dass unsere tollen Konzernvertreter von VW-BMW-Audi-Mercedes uns bei Millionengehalt in allen Metropolen der Welt mit Stickoxiden vergiften *dürfen* und die Lügen, die zur Verharmlosung dieses Tatbestandes verbreitet werden, nicht automatisch zu Lynchjustiz führen. Dreht aber in Syrien irgendwer das Ventil einer handelsüblichen Flasche Chlor auf, dann marschiert sofort der Erdogan ein, der Macron erklärt dem "Machthaber Assad" (der von nichts gewusst haben dürfte) den Krieg, und in den USA laufen die Aktien der Rüstungskonzerne mal wieder in rekordverdächtige Höhen.

Man ist offenbar einfach weiterhin in animalischer Weise geil auf die Vernichtung Syriens und darauf, Assad ähnlich gerecht hinzurichten, wie man es schon mit Muammar al-Gaddafi und Saddam Hussein gemacht hat - mit den bekannten Folgen. Vorherrschaft im nahen Osten und so weiter - blablabla. Die Tranatlantiker und die Gniffke-Truppe sind bei diesem widerlichen Treiben weitab jeglicher humanistischen und naturwissenschaftlichen Bildung voll dabei. Eine schäumende, primitive Horde, die einfachste Zusammenhänge nicht zu erkennen vermag.


Am 19. Februar 2018 schrieb Andreas Schell zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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Das waren doch gaaaanz bestimmt die Russen, oder die Taiwanesen, oder die Koreaner, Inder, Chinesen oder ... (war das schon die halbe Menschheit?) ... Jedenfalls war's keiner hier oder in den USA. Wir leben auf einer Scheibe, Display genannt, Diagonale im veralteten Längenmaß Zoll (engl. Inch) gemessen und stets ziemlich klein im Vergleich zur großen, weiten Welt.

Aus der Tagesschau spricht eine Mischung aus ganz offensichtlichem Fachkräftemangel und der Angst vor dem Verlust des 1000-Euro-Telefons mit einem Materialwert von 30. Auch ist es uns doch völlig zu recht unheimlich, was *in* dem schicken Laptop mit dem Apfel hinten drauf vor sich geht - das Wissen offenbart sich ja nicht von selbst, sondern wird, ganz im Gegenteil, sehr gut versteckt.

Es geht um die Statussymbole, von denen man, speziell in den Redaktionen, nichts versteht. Das Schlimmste dabei: unsere Jugend kann's uns nicht erklären - die bilden wir ja zu Konsumenten aus. In anderen Nationen wachsen Macher heran.

So weit meine Erklärung für das Phänomen "russische Hacker": Angst, Neid und Missgunst.


Am 19. Februar 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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Irgendwie ist es nur noch lustig zu beobachten wie die Mainstreammedien versuchen eine Wahrheit, ein Narativ zu konstruieren und im Umlauf zu halten (der Russe war's). Die Drehungen und Wendungen, das Verbiegen und Verschweigen von Fakten, oder das Erfinden von eben... Ja von was, Fakten sind's ja nicht, allenfalls FakeNews from the Shithole-Studio aus Hamburg. Zu Beginn war es eine Mücke am Ende ein Elefant oder vice versa und zu guter Letzt will es keiner gewesen sein. Haltet den Dieb! Wen? Na den mit den neuen Kleidern. Apropos Kleider. Wie Scheisshausparolen a la Tagesschau z. B. Entstehen können dazu Wolfgang Neuss passend zur sog. Sicherheitskonferenz:

Innere Führungs-Kettenreaktion!

Der Oberst sagt zum Adjudanten:
" Morgen früh, neun Uhr ist eine Sonnenfinsternis. Etwas, was nicht alle Tage passiert! Die Männer sollen im Drillich auf dem Kasernenhof stehen und sich das seltene Schauspiel ansehen! Ich werde es ihnen erklären. Falls es regnet werden wir nichts sehen, dann sollen sie in die Sporthalle gehen!

Adjudant zum Hauptmann:" Befehl vom Oberst: Morgen früh um neun ist eine Sonnenfinsternis. Wenn es regnet, kann man sie vom Kasernenhof aus nicht sehen, dann findet sie im Drillich in der Sporthalle statt. Etwas, was nicht alle Tage passiert. Der Oberst wird's erklären, weil das Schauspiel selten ist!

Hauptmann zum Leutnant:
"Schauspiel vom Oberst: Morgen früh neun Uhr im Drillich, Einweihung der Sonnenfinsternis in der Sporthalle! Der Oberst wird's erklären, warum es regnet! Sehr selten so was!

Leutnant zum Feldwebel:
? Seltener Schauspielbefehl! Morgen um neun wird der Oberst im Drillich die Sonne verfinstern, wie es alle Tage passiert in der Sporthalle, wenn ein schöner Tag ist. Wenn's regnet: Kasernenhof!

Feldwebel zum Unteroffizier:
"Morgen! Um neun! Verfinsterung des Obersten im Drillich wegen der Sonne! Wenn es in der Sporthalle regnet, was nicht alle Tage passiert, antreten auf'm Kasernenhof. Sollten Schauspieler dabei sein, soll'n sich selten machen!

Gespräch unter den Soldaten:
"Haste schon gehört, wenn's morgen regnet?
"Ja, ik weeß ? der Oberst will unser'n Drillich vafinstan!
"Dat dollste Ding: Wenn die Sonne keinen Hof hat, will er ihr einen machen“

Schauspieler soll'n Selter bekommen, typisch

" Dann will er erklären, warum er aus rein sportlichen Gründen die Kaserne nicht mehr sehen kann
" Schade, dass das nich alle Tage passiert!

Wundern Sie sich jetzt noch, warum auf den Truppenübungsplätzen die Manöverbeobachter nie voll getroffen werden?


Am 19. Februar 2018 schrieb Marie Wenger zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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Das werden Sie nicht machen, die Herren der Manipulation: Klagen. Und das nicht nur weil sie wahrscheinlich verlieren würden. Auch weil sie kein öffentliches Aufsehen erregen wollen. Denn über einen Prozess rund um die Wahrheitsfindung gäbe es ordentliches Aufsehen. Das scheuen auch und gerade die Öffentlich-Rechtlichen.


Am 19. Februar 2018 schrieb Klaus Madersbacher zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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In einer der letzten Entenlesungen ("Ente gut, alles gut") zu Innsbruck im katholischen Gebirge kam irgendwie die Rede auf Dr. Kai Gniffke, was zu großer Heiterkeit führte, da das sehr nach "Piefke" klingt und die Bergbewohner noch immer nicht den Sinn für solche lustigen Assoziationen verloren haben. Offenbar bietet sich der arme Dr.Kai Gniffke als Zielscheibe von Format an - auch im deutschen Reich. Ginge es nur um die Tagesschau, die alte Propagandaschleuder, dann, ja dann könnte das als Tupfen auf dem i hingenommen werden, so quasi Gniffke, der Piefke, der uns mal wieder ordentlich an der Nase herumführt oder so ...
Leider ist der Arme nur einer von den vielen, die dafür sorgen, dass die Propaganda auf Linie bleibt und uns die Feindbilder in die Hirne drückt. Ob die verkündeten Werte es wert sind, unser und das Leben unserer Kinder dafür aufs Spiel zu setzen? Darum geht´s ja eigentlich. Vielleicht hat der Gniffke gar keine Kinder? Und die anderen Piefkes in den anderen Sudelmedien auch nicht?
Immerhin ist Deutschland ein kriegsführendes Land, das irgendwelche Dinge am Hindukusch, in Afrika usw. "verteidigt"- so ein Land muss Kriegspropaganda betreiben, um der eigenen Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen und sie bei der Stange zu halten.
Was die ösistanischen Gniffkes dazu bewegt, uns katholischen Alpenbewohnern den gleichen Scheiss um die Nase zu schmieren, das ist eine Frage. Jedenfalls sind unter dem neulichen Rechzregime keine Änderungen eingetreten - vielleicht handelt es sich um ein überparteiliches Phänomen?
Hauptsache wir fallen nicht den Islamisten/Negern/Russen usw. zum Opfer?
Herr Dr. Kai Gniffke steh(t) uns bei!


Am 18. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Doktor Gniffke bitte klagen

Tagesschau prostituiert sich schon wieder

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@altes Fachbuch
Gern reiche ich die Quelle nach. Ihre Frage bezog sich allerdings nur auf die Person des Berliner Bürgermeisters:
Müllers Aufsatz "Herausforderung Anthropzän" in Gerhard Wegner u.a., Wohlstand, Wachstum, Gutes Leben, Metropolis Verlag Marburg, S. 49 ff., Zitat auf S. 68.

Ansonsten bleibe ich dabei und fordere zum Lesen des Koalitionsvertrags auf.

Zum Beispiel:

"Deutschland wird verbindlich dem Zielkorridor der Vereinbarungen der NATO folgen" (Z. 6869).

Das ist das 2%-Ziel.

Im Bundestagswahlprogramm der SPD: hieß es dazu noch:

Wir wenden uns allerdings entschieden gegen völlig unnötige und unrealistische Steigerungsraten des deutschen Verteidigungshaushaltes. Eine apodiktische Festlegung auf einen Anteil der jährlichen Ausgaben für die Bundeswehr auf zwei Prozent des
Bruttoinlandsprodukts käme einer Verdoppelung unserer derzeitigen Ausgaben gleich und würde mehr als 70 Milliarden Euro pro Jahr für die deutsche Rüstungs- und Verteidigungspolitik bedeuten. Das wird es mit der SPD nicht geben. Nicht nur, weil dies eine völlige Überdimensionierung der Ausgaben wäre, sondern vor allem auch, weil
Sicherheit und Stabilität gerade nicht ausschließlich durch Militärausgaben gewährleistet werden können"

Wer dennoch mit Ja stimmt, den über zeugen Sie ganz sicher nicht. Wer das nicht liest, der glaubt es ihnen nicht!

"Nur eigene Weisheit macht den Weisen, Ratgeber können mal verreisen, der kluge Freund lässt dich im Stich. Dann fragst du wen: dann fragst du dich:"

So endet Peter Hacks Kinderbuch "Jules Ratte".


Am 18. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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@ H. Schneider
"Brecht hatte es mit Liedern und Geschichten"
Dann will ich gerne einige Ergänzungen zu den "Liedern und Geschichten" machen.
"so haben sie einen Steckbrief hinter mir hergesandt der mich niedriger gesinnung beschuldigt, das ist der gesinnung der niedrigen.
wo ich herkomme bin ich gebranntmarkt vor allen besitzenden, aber die besitzlosen lesen den steckbrief und gewähren mir unterschlupf, dich, höre ich da, haben sie verfolgt mit gutem grund." B. Brecht 1939, Verjagt mit gutem Grund
1939 verfasste Brecht im dänischen Exil folgendes über seine Verfolgung:

"und ihre angeber berichten ihnen, daß ich mit den bestohlenen sitze, wenn sie/den aufstand beraten.
Sie haben mich gewarnt, und mir weggenommen, was ich durch meine Arbeit verdiente.
Und als ich mich nicht besserte, haben sie jagd auf mich gemacht, aber/da waren nur noch schriften in meinem Haus, die ihre anschläge gegen das volk aufdeckten."

1931 kritisierte er offen die nationalistische Bewegung mit dem veröffentlichtem Lied vom SA Mann.
Seine Theateraufführungen wurden massiv von den Schergen der Nazis gestört.
Brecht wurde 1932 als "überzeugter Kommunist" von der Berliner Polizei an die NSDAP Partei Zentrale gemeldet, und somit als Gefahr für die Nazis eingestuft.
Gefährlich blieb er auch im Exil, wo er u.a. das 1941 antifaschistische Theaterstücke schrieb, wie: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, veröffentlicht 1941 und 1943 Furcht und Elend des Dritten Reiches.
Brechts Klassenstandpunkt bedarf keiner weiteren Worte.


Am 18. Februar 2018 schrieb Hermann Müter zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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... ich habe mir gerade mal Deine TAGESSCHAU-Kritik auf Youtube angesehen. Genau das Apodiktische daran nennen nicht nur die Rechten Lügen, Fake-News oder wie DU: 'Zero-News'! - Was hältst Du denn von der ARD und dem ZDF als zwei Pay-TV-Sender der Zukunft? GEZ also freiwillig! Die Entnazifizierungsmaßnahme der Alliierten sollte sich doch nach fast drei Menschengenerationen erübrigt haben! Du selbst bist doch so gerade eben ein echtes Nachkriegskind aus NRW: Befürchtest Du einen Anstieg der allgemeinen Verdummung, ... von wegen Aufgabe des 'Auftrags zur politischen Willensbildung' durch die Öffentlich-Rechtlichen? Genau dieses Mandat gleichen doch vermeintlich die Smartphones aus! Die TAGESSCHAU und HEUTE sind die täglichen Predigten, denen aus den Kirchen gleich, und der TATORT am Sonntag als Finale die ganze Messe. Es geht um 'Social Utility & Value Reinforcement'. Mehr nicht!

Irgendeine eine ordnende Kraft braucht doch jede menschliche Gesellschaft. Egal, ob sie vom Vatikan, Moskau, Washington oder Peking ausgeht. Menschen ticken aus meiner Erfahrung so, sogar in jedem Unternehmen ...

Frage an Dich als einen Linken: War Josef Wissarionowitsch Stalin ein Kommunist? Waren Nationalsozialisten - wie Hitler und Goebbels - Sozialisten? War Jesus ein Christ? Oder ist es nur eine Frage der manipulierten Übersetzung, wie zum Beispiel bei dem Titel von: 'Survival of the Fittest'?

Antwort von U. Gellermann:

Zur Fülle der Fragen, ein paar Antworten: Stalin war kein Kommunist, denn von Gebot individueller Freiheit des Kommunistischen Manifests hielt er nichts. Die Nazis waren keine Sozialisten. Zu Christen solltest Du Gläubige fragen.


Am 18. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Eigentum ist Heimat

"Die Landesregierung unterstützt junge Familien mit Kindern, die ihren Traum von der eigenen Immobilie verwirklichen wollen. Der beste Schutz gegen steigende Mieten ist das selbst genutzte Wohneigentum."

wie nahe liegen eigentlich "my home is my castle" und "stand your ground" beisammen??
wird hier, wie bei diesel-umweltprämienempfängern, eine "mitte" korrumpiert, damit ohne nachdenken alles bleibt, wie es ist? apropos denken: ist das noch was für die "hart arbeitende" mitte!?
und weil es eine spd-these ist: "...selbstgenutzte(s) Wohneigentum.." würde für eine soziale partei bedeuten, krieg den miethaien!! inhalt im koalitionsvertrag??? sicha digga;)
anderer seits:
die bösen kommunisten in der diktatorischen sed-ddr haben in 15 jahren wohnungsbauprogramm 3 millionen wohnungen hingeklotzt incl. sozialer infrastruktur und verkehrsanbindung, bei 16,5 millionen einwohner. genutzt hat es nichts, deshalb wird seit 1989 schnell wieder alles abgerissen, damit die rendite/miete stimmt:)
heimat scheint also eine sehnsucht zu sein, um die man sich erst kümmert, wenn man sie nicht mehr hat!!
und ist sie erst mal atomar pulverisiert, gibt es auch auch keine sehnsüchtigen mehr!
@u.gellermann
söder quatschte am aschermittwoch von "christlich-jüdischer prägung und werte" und dass dieses ministerium das in gesetze gießen würde!? ist der karneval nun vorbei oder sind wir diesmal auf dem kreuzzug im abendland??

@h.schneider
ich las und lese noch, und finde keinen quellvermerk ihrer zitate. ABER ich gab mir mühe und wurde nicht dümmer, andere wurden bildungs- oder verteidigungsminister! diese "freiheit" macht es möglich.
schöne grüße an ihren herrn müller (ist k.mustermann auch spd'ler?):
die sozialistengesetze sind seit 1890 aufgehoben. die genossen müssen nicht mehr singen, häkeln, wandern, skat spielen - die partei kann zum eigentlichen anliegen zurück kehren, und das heisst klassenkampf!!

"..was aber wollen Sie mir damit sagen?"
ihnen NIX, aber liebe mitleser: wer immer einen ehrlichen spd'ler kennt, fordern sie ihn zu einem NEIN auf!!


Am 17. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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@altes Fachbuch
Der zitierte Michael Müller ist zwar auch in der SPD, aber nicht Bürgermeister in Berlin, sondern Bundesvorsitzender der Naturfreunde Deutschland.

Lesen ist besser als glauben. Als die Regierung in Frankreich die EU - Verfassung, über die das Volk abstimmen sollte, an alle Haushalte verteilte, schlug die bis dahin überwiegende Zustimmung innerhalb weniger Tage um. Ein wesentlicher Grund war die im Vertrag enthaltende Verpflichtung zur stetigen Steigerung der Rüstungsausgaben.

Brecht hatte es mit Liedern, und Geschichten. Seine Mutter Courage kann lesen, wer Uschi gehört hat und verstehen möchte, warum sie trotzdem gewählt wird.

Ja, der Neoliberalismus ist eine Betriebsform des Kapitalismus...was aber wollen Sie mir damit sagen?


Am 17. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Danke Fachbuch,
dem schließe ich mich sehr gerne, und mit "Brechts KInderhymne" auf den Lippen an.


Am 17. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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@ h.schneider
ist es richtig, dass sie jenen m.müller zitieren, der "ein.. Jahrhundert der Nachhaltigkeit, durch ökonomischen Umbau, soziale Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit" verspricht und just mit amtsantritt den gentrifizierungsexperten a.holm abschießen ließ??
wer mit der heutigen spd zu tun hat, MUSS von ersterem szenario ausgehen: "...ein... Jahrhundert erbitterter Verteilungskämpfe und neue.. Gewalt"
neben dem koalitionsvertrag sollte doch heute jeder den auftritt von flinten-uschi gesehen haben: germans to the front!!!
nach glyphosat macht die nächste amtierende funktionspuppe, was ihr parlamentarisch nicht zu steht, die zukunft versauen und/aber dem finanzadel rendite sichern!!
und in diesen zirkus will/wird die spd einsteigen, um was zu tun???? in regierungsverantwortung den widerstand wagen??

sie haben es mit liedern? von Dohnanyi auch: dem ist das "seit an seit schreiten" zuwider!!! das deutschlandlied und die (noch) schwarz-rot-goldene flagge soll es wieder werden, dass der spd stolz und selbstbewusstsein einhaucht!!
(http://www.deutschlandfunk.de/spd-martin-schulz-war-ein-historischer-irrtum.694.de.html?dram:article_id=410797)
spd-mitglieder sollten also nicht nur den koalitionsvertrag lesen, sondern ihn auch ABLEHNEN!!

und NEIN!!
der neoliberalismus kann gesellschaft zerstören, die VORHER schon keine menschliche war!! lesen sie die naturalisten (balzac, hugo..) und abstrahieren sie den "neo"liberalismus auf eine spielart des kapital/imperialismus runter!! und damit sind auch die gebete der frau schier hinfällig!!
es gibt keine "..Herrschaftsansprüche, Hierarchien und ...Gier der Mächtigen", die man per appelation kurieren kann. die basis ihrer gier ist ihr besitz und der ÖKONOMISCHE ZWANG, zum besitzerhalt/erweiterung ideelle stör/kostenfaktoren zu beseitigen!!

das EIGENTUM ist tatsächlich das, was heimat als begriff im osten und westen geschichtlich eine andere bedeutung gibt!
ich schließe mich denjenigen an, die eine heimat verloren haben, und denen die gegenwart und zukunft trotz "heimatministerium" keine heimat mehr bieten wird.
mit glück haben wir nach der münchener SiKo noch ein zuhause


Am 16. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Ich stimme Hella Maria Schier im Wesentlichen zu. Erklärtermaßen ist die Zerstörung der menschlichen Gesellschaft (en) der Kern des Neoliberalismus.

Auf nationalstaatlicher Ebene manifestiert sich das in der Verantwortunglosigkeit der Politik unter Verweis auf ökonomische Zwänge und ihre angeblich daraus resultierende, tatsächlich aber politisch mit Absicht herbeigeführte Handlungsunfähigkeit.

Es wäre aber sinnlos, die Nationalstaaten wieder politisch zu stärken, gleichzeitig aber die Verwüstung des Planeten fortzusetzen.

Michael Müller hat für dieses Jahrhundert 2 Alternativen ausgemacht:"Entweder kommt es zu einem Jahrhundert erbitterter Verteilungskämpfe und neuer Gewalt, oder zu einem Jahrhundert der Nachhaltigkeit, durch ökonomischen Umbau, soziale Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit."

Deshalb ist nicht aktueller als das Lied: "Und nicht über, und nicht unter anderen Völkern wollen wir stehen..."

Es sollte nun endlich zu unserer Landeshymne werden. Den das Lied ist unter dem Eindruck geschichtlicher Ereignisse entstanden, die sich nun zu wiederholen drohen.

Seid wachsam!

Variante für SPD-Mitglieder: Lest ! Den Koalitionsvertrag!!!

Antwort von U. Gellermann:

Heinz Schneider zitiert Bert Brechts Kinderhymne:

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land


Am 16. Februar 2018 schrieb Hella-Maria Schier zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Heimat bedeutet, ebenso wie Familie und Religion oder Ideologie , Bindung, Zugehörigkeitsgefühl, Wurzeln - ursprüngliche oder/und neu entstandene. Menschen brauchen Flügel u n d Wurzeln. Dazu stelle ich zunächst fest: Alle Bindungen dieser Art stören den heutigen Globalkapitalismus, weil sie die Verfügbarkeit des Individuums einschränken und es für die Märkte schwerer bzw. schwerfälliger kontrollierbar machen. Denn letztlich duldet der Markt naturgemäß keine profitbremsenden anderen Götter neben sich. Aus diesem Grund hat er in der Vergangenheit und zum Teil noch heute immer angestrebt, diese Kräfte unter Kontrolle zu bekommen und Heimat, Familie, Religion etc. für seine eigenen Zwecke und den Machterhalt des Systems zu instrumentalisieren. So wurden sie pervertiert, denn weder Heimat, Religion noch Familie sind aus sich heraus etwas Negatives! Hier irren sich viele Linke.
Heute nun ist der Kapitalismus soweit, dass er auch seine linke Antithese weitgehend in sein System integriert und als ideologischen Überbau für seine global imperiale Ausrichtung benutzt, was aber leider von den Linken, die "No Borders. No Nations" proklamieren, anscheinend zu wenig erkannt wird. Der ideale Mensch der neoliberalen Zukunft ist an nichts und niemanden gebunden, außer an den Markt. Er ist frei verfügbar und treibt sozusagen als Wanderarbeiter über den Globus, seine Beziehungen sind beliebig und austauschbar, immaterielle Werte gibt es nicht. Überall wo der westliche Kapitalismus sich ausbreitet, sorgt er für Auflösungserscheinungen. Da die Linke aus ideologischen Gründen ebenfalls die Auflösung und Abschaffung traditioneller Strukturen begrüßt (andere Querfront) , tut sie sich schwer damit, dieser Dynamik, die eben n i c h t Befreiung bedeutet, den nötigen Widerstand entgegenzusetzen, denn das hieße ja (vermeintlich) , konservativ zu sein, eine "Schnittmenge mit rechts" zu haben etc.
Und so bleibt die Verteidigung eines Rechtes auf Heimat, Familie, eigene Kultur etc. dann auch bei den Rechten hängen, was ihr nicht gut tut - aber selffulfilling prophesy.
Was war zuerst da? Der (auch Kultur-) Imperialismus einer jeweiligen größeren Macht oder die Besinnung der von ihm beherrschten Regionen und Gruppen auf ihre typischen Eigenheiten und deren reaktive Überbetonung? Imperialismus als eine der wichtigsten Ursachen für Nationalismus (als Gegenreaktion) wird selten erwähnt, dabei verhalten sich Individuen ja nach dem gleichen Muster. Grössenwahn entsteht aus Selbstsunsicherheit, nicht aus einem gesunden Selbstwertgefühl! Diese Erkenntnis macht deutlich, wie politisch und psychologisch falsch und gefährlich der Umgang sog. fortschrittlicher Deutscher mit dem Eigenen ist! Wie kann jemand, der die eigene Kultur ablehnt, eine "kulturelle Identität" ablehnt, denn anderen Kulturen eben diese zugestehen?? Er würde deren Wertschätzung des Eigenen ja gar nicht verstehen oder sie heimlich beneiden. Man kann das Konzept kultureller Identität nicht für die einen bejahen und Respekt dafür einfordern, für die anderen, bzw. sich selbst aber kategorisch ablehnen. Entweder so oder so, und dann für alle. Wie soll man einer jungen Generation sonst eine so offensichtliche Ungerechtigkeit erklären, d a s wäre Zündstoff für Nationalisten! Der aufgeweckte Schüler wird auch fragen, ob der Dakota-Indianer, der das heilige Land seiner Väter nicht durch Fracking
zerstört sehen will, also einer rechts-nationalistischen Blut und Boden- Unkultur huldigt und verurteilt werden müsste. Oder ob Waldindianer, Pygmäen oder Bhutaner sich nicht dem modernen Multikulturalismus (und den Märkten) öffnen müssten, ... no borders, wie war das noch?
Meine Heimat ist deine Heimat und Heimat ist ja eh so eine rechte Idee? Dann marschiere ich als Pharma- oder Holzkonzern doch mal eben rein ins Indianergebiet und hol mir was ich will ...no Borders no Nations, haha! Diese "linke" Multikulti-Ideologie ist einfach unübertrefflich praktisch fürs Geschäft ... anpassen an diese anderen Kulturen bräuchten wir uns da auch nicht, denn sonst wären das ja "Leitkulturen" und wir sind doch alle kosmokulturell modern und alle Kulturen müssen überall die gleichen Rechte und Normen haben!. Oder? Im ihrem eigenen Land dürfen sie dominieren? Ne ne, das wäre dann ja Nationalismus und gar Rassismus ... obwohl doch dann jede eine Region hätte, wo sie dominieren darf und so gewährleistet wäre, das es nicht nur eine "alternativlose" weltweite Open Society - Kultur gibt - die natürlich die international besonders präsenten und gewieften Kartelle und Konzerne beherrschen ... mittels modernster Überwachungs- und Kontrolltechnik und sehr viel Geld und Macht ist das schon möglich und auch in Huxleys Brave New World sind ja alle
gewachsenen Bindungen und Beziehungen beseitigt. Da scheint es hinzugehen. Erst beseitigt man mit Hilfe der Alternativen das Traditionelle, dann, oder parallel sind die alternativen Beziehungen auch dran. Mir scheint, dass die dogmatisch kosmopolitische, antitraditionelle Neulinke mit Ungeduld und Eifer genau in diese Richtung drängt und dabei die Kleinigkeit, dass sie dem Weltkapitalismus und nicht dem Weltkommunismus zum Sieg hilft, locker mal eben übersieht.
Angesichts so viel aufdringlich jedem verordneten "Fortschritt", ist es da wirklich verwunderlich, wenn aus dem Unbehagen an dieser Richtung und dem Bedürfnis sich davon abzugrenzen, alle möglichen Gebilde entstehen, die sehr rückschrittlich anmuten?
Könnte die Linke sich nicht mal hinsetzen, ihre Konzepte auf Widersprüche logisch durchforsten und in eine einigermaßen schlüssige und überzeugende Ordnung bringen? Und das den Bürgern dann auch bitte erklären, ihre Fragen beantworten und mit ihnen diskutieren? Weder Heimat noch Familie noch Religion (Spiritualität) an sich waren jemals die Wurzeln des Bösen, sondern die Herrschaftsansprüche, Hierarchien und die Gier der Mächtigen, die sie dazu gemacht haben!


Am 16. Februar 2018 schrieb Reinhard Lerche zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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Am 11.02.2018 lief auf WDR2 Hörfunk in den Nachrichten um 9:00 oder um 10:00 Uhr ein Hinweis darauf, dass drei RAF-Terroristen mit internationalem Haftbefehl gesucht würden, weil sich diese Leute "abgesetzt" hätten. Danach wurde diese Geschicht(!) nicht wiederholt.


Am 15. Februar 2018 schrieb K.Gutplatz zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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Guten Tag, Herr Gellermann.
Zunächst möchte ich Ihnen meinen Dank für Ihre Arbeit ausdrücken und sagen dass ich, ach ich weiß auch nicht wie man das so schnell vor der Arbeit in Worte fassen soll, ohne das es zu geschwollen klingt. Ich meine, da kommen so schnell Worte wie Bewunderung und so hoch. Ich finde die Rationalgalerie einfach echt wichtig und ziemlich cool.
So, zur Sache.
Ich bin gestern Abend während der Tagesschau während des Beitrags zur Einrichtung einer Nato LogistiKzentrale in Deutschland erbleicht. Die Logistikzentrale, die meine ich, auch im Koalitionsvertrag erwähnt wird.
Einerseits erbleichtman, beim Anblick einer Bundesangriffsministerin, die schmunzelnd von einem NATO Schengen sprach und anführte, dass Deutsche halt echt gut organisieren können. Dann wurd's noch besser als den Zuschauern, meine 15 und 16 jährigen Kinder gehörten dazu, erst DER RUSSE als DER FEIND offen vorgesetzt wurde, gewissermassen alternativlos, und dann mit den gewohnt eingängigen und gefälligen Piktogrammen und Balkendiagrammen die militärischen Verhälnisse (Truppenstärke, Flugzeuge...) ohne jede Verhältnissmäßigkeit die vermeintliche Bedrohung durch DEN RUSSEN dargelegt wurde.
Keine Stimmen dazu, von was für einem Tanz auf der Rasierklinge hier gesprochen wird. Könnten sie den Punkt in er Rationalgalerie aufgreifen?

Antwort von Volker Bräutigam:

@ K.  Gutplatz
Wie üblich übernimmt ARD-aktuell die Sichtweisen von NATO und Kriegsministerin, ohne sie zu hinterfragen und ihren Kontext darzustellen. Man könnte fraglos eine Programmbeschwerde damit begründen, dass der TS-Beitrag (sowohl die Studiomeldung zur Einleitung als auch der Reporterbericht der WDR-Journalistin Bettina Scharkus) den Programmauftrag verfehlt, zur Völkerverständigung beizutragen; dass er antirussische Behauptungen enthält, indem er nämlich insinuiert, Russland hege aggressive Absichten gegenüber den NATO-Staaten; dass er hetzerisch ist, indem er unvertretbarerweise von „Annexion“ der Krim spricht; dass er hochgradig transatlantisch-tendenziös ist, weil er die aggressive Vorwärts-Politik der NATO zu den russischen Grenzen hin vollständig ausblendet; dass er ignoriert, dass hier eine Ministerin Fakten schafft, die nur noch geschäftsführend im Amt ist und das Parlament nicht mal um seine Meinung dazu fragte; dass hier einer Politik das Wort geredet wird, die Deutschland zum wahrscheinlichen Austragungsplatz eines nicht mehr auszuschließenden Krieges der NATO gegen Russland macht und dass vollkommen unberücksichtigt bleibt, wessen Interesse NATO und Kriegsministerin hier eigentlich bedienen (gewiss nicht die der sich nach Frieden sehnenden Bevölkerungsmehrheit).


Am 15. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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@Uschi Peter

Dass die jungen DDR Pioniere die Heimat hochgehalten haben, passt doch gut dazu, dass die AfD in dieser Heimat die meisten Stimmen bekommt.

Antwort von U. Gellermann:

Ein alter, ziemlich dummer Versuch, die AfD der DDR anzukleben. Die wesentlichen Kader der AfD kommen aus der der West-CDU, die Ideologie der AfD ist kapitalistisch, die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion zum Beispiel, Alice Weidel, kommt aus Gütersloh, sie hat bei Goldman Sachs gearbeitet und wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Diese AfD auch nur in die Nähe der schon länger verblichenen DDR zu bringen ist so verdreht, dass die Diskussion darüber an diesem Punkt beendet ist.


Am 14. Februar 2018 schrieb Uschi Peter zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Der Text des Pionierliedes der DDR stammt von Herbert Keller und die Komposition von Hans Naumilkat. Das Lied entstand 1951 und gibt das Verständnis des Begriffes ?Heimat? der Freien Deutschen Jugend wieder.

Liedtext
Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
Unsre Heimat ist das Gras auf der Wiese,
das Korn auf dem Feld und die Vögel in der Luft
und die Tiere der Erde
und die Fische im Fluß sind die Heimat.
Und wir lieben die Heimat, die schöne
und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört,
weil sie unserem Volke gehört.

Was ist dagegen zu sagen?
Aber welches Volk ist gemeint?


Am 14. Februar 2018 schrieb Marc Britz zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Der französische Philosoph Gilles Deleuze machte in einem Interview einmal die Unterscheidung der politischen Linken von der politisch Rechten an der Wahrnehmung der eigenen Adresse fest und sagte:

"Was würde es bedeuten, nicht auf der Linken zu stehen? Es hat etwas von einer Adresse, die sich von einer Person aus nach außen fortsetzt: Die Straße, in der du lebst, die Stadt, das Land, andere Länder, weiter und weiter weg. Es beginnt mit dem Selbst und dem Ausmaß der eigenen Privilegien entsprechend, in einem reichen Land lebend, mag man fragen: Was kann man tun, damit dies so bleibt? Man spürt eine bestehende Gefahr, daß es nicht so bleiben könnte, den ganzen Wahnsinn, was bleibt also zu tun, damit Europa bestehen bleibt?"

Links sein bedeutet nach Deleuze aber gerade das Gegenteil, Linke stellen zuerst die Ränder, die Peripherie der Wahrnehmung her, sie würden sagen: "Die Welt, der Kontinent - mitunter Europa -, Frankreich, etc., etc., die rue de Bizerte, ich: Es ist ein Phänomen der Wahrnehmung, den Horizont wahrzunehmen, auf einer Horizontlinie wahr zunehmen." Und weiter:

"Zuerst, sieht man den Horizont. Und man weiß, daß die Millionen an Hungernden nicht bestehen werden, was kein Spaß ist, sondern ein abgehalftertes Justizsystem, keine Frage der Moral, sondern ein Problem der Wahrnehmung. Zu sagen, die Geburtenrate muß reduziert werden, ist ein weiterer hübscher Weg, die Privilegien in Europa zu halten. Vielmehr gilt es, wahre Gefüge und Ensemble zu errichten, weltweite Gefüge. Oft sind einem auf der Linken, die Probleme der Dritten Welt näher als die der unmittelbaren Nachbarschaft. Eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Schöngeister und Moralisten - das macht die Linke aus."

Es geht also nicht darum ob man einen Heimatbegriff hat oder nicht, sondern darum wie man ihn anwendet. Die richtige Anwendung dieses Begriffs wird das Schicksal der politischen Linken in der nahen Zukunft nicht unmaßgeblich bestimmen.

Antwort von U. Gellermann:

Linke müssen die Leute der sozialen Peripherie bewegen ihre eigenen Interessen zu vertreten. Dann begreifen sie auch, dass internationale Solidarität zur Eroberung und Verteidigung der Heimat gehört.


Am 14. Februar 2018 schrieb Marita Wendt zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Wie nebenbei wird in diesem Artikel das Heimat-Thema mit dem Wohneigentum verknüpft. Diese nüchterne Analyse des emotional besetzten Begriffs führt die Heimat auf das zurück, was sie im Kapitalismus ist: Eine Schimäre. Besonders verdienstvoll ist das AfD-Fundstück „Wohneigentum schafft Heimatbindung". So reisst der Autor der AfD die nationale Maske vom Gesicht. Und darunter kommt der gewöhnliche Immobilienmakler zum Vorschein. Kein Wunder bei einer Partei-Chefin, die ihre Steuern in der Schweiz zahlt. Soweit zum nationalen Dekorum.


Am 14. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Heimat beschreibt eine Beziehung zwischen Mensch und Raum und nicht zwischen Mensch und Eigentum.

Heimat Heimat also, Ulis Analyse trifft es perfekt, zuerst die Wohnung, dann der Kiez, das Dorf, die Region, das Land, die Erde.

Die Heimatvertriebenen in unsrem Land sind Opfer des Eigentumskults, sie werden entwurzelt, weil der "Markt" eben gerade die Investitionen der Reichen aller Länder mangels Alternativen in die Wohnungswirtschaft lenkt, die Preise in astronomische Höhen treibt, besonders städtische Heimat brutal zerstört und die Stadtgesellschften spaltet.

Paradox.. Die Gewinner der neoliberalen Umverteilung gewinnen ein zweites Mal und nehmen den Opfern der gleichen Umverteilung neben dem Einkommen auch noch die Heimat. Zugleich belegen Sie damit die ökonomische Sinnlosigkeit der Umverteilung, die ja mittels imaginärer unsichtbarer Hände die produktiven Investitionen steigern sollte.

Es ist also das private Eigentum eher heimatzerstörend. Sozialeigentum wäre eher geeignet, Heimat zu erhalten. Das gilt erst recht, wenn man Heimat nicht nur räumlich, sondern sozial versteht. Heimat ist, wo der Mensch eingebunden ist, Wertschätzung erfährt und Sicherheit geniest. Auch diese Heimat wird systematisch zerstört. In diesem Prozess führt die Erfahrung, dass der globalisierte Mensch ein Sklave ist, derzeit zur falschen Schlussfolgerun, dass Nationalismus heilen könnte, was Kapitalismus bzw. Eigentum vernichten.

Ebenso kurzsichtig ist Annahme, Heimat müsse gegen diejenigen geschützt werden, die ihre Heimat verloren haben. Mancher wird diesen Irrtum wohl erst erkennen, wenn er dereinst auf der Pflegestation vom Roboter abgefüttert wird, weil die Menschen, die ihm Zuwendung, also Heimat geben könnten, im Mittelmeer
ertrunken sind.


Am 14. Februar 2018 schrieb K. Gutplatz zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

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Die Anmerkungen von dem vom Helmholtzplatz werfen ein Licht auf eine Zukunft der Möglichkeiten wie sie sich nicht nur der Herr Seehofer erträumt, sondern die wir, wenn nicht in Sachen Regierungsbildung doch noch irgendetwas dazwischen kommt, wahrscheinlich allzubald auf Bundesebene rechtlich untermauert, in unserem öffentlichen Leben wiederfinden werden.

Es wird kaum damit zu rechnen sein, dass ein nur latent wahrgenommener Wundschmerz in allzu lauter Weise von der nicht besonders kritischen Masse hörbar wird.
Kann ich mir so richtig bildhaft vorstellen den Ablauf, hurtig vorbereitete Gesetzesvorlagen, (wie lange so was wohl in mancher Schublade liegen mag), von ministeriellen Mitarbeitern auf Wunsch von Wir-können-uns-denken-welchen-Interressengruppen vorbereitet und eingehaucht in Windeseile, oder zumindest doch recht hurtig im Bundestag verabschiedet. Der wird wahrscheinlich an dem Tag nicht mal substantiell beschlußfähig sein, sich aber angesichts des Ernstes der Lage, (welcher sehen wir dann, da wird man ein Narrartiv finden) für Beschlußfähig erklärt. Vielleicht am Gründonnerstag, oder ganz kurz vor Weihnachten, wenn wir alle viel zu beschäftigt sind, um irgendwas mitzuschneiden. Die Zuckungen die es immer ein Bisschen gibt haben genug Think Tanks bereits analysiert und Wege zur Gewinnung der Deutungshoheit für die Mainstream Medien ausfromuliert, sicherlich auch schon ein paar kritische Sendungskonzepte und hilfreiche Zusammensetzungen für die opportunen Talk Runden erstellt.
Und dann wacht der Urnenpöbel am anderen Tag in einer ganz andreren Heimat auf und darf ganz vieles nicht mehr, was er gestern noch durfte. Aber andere dürfen plötzlich viel mehr, als sie gestern noch durften. Ein Traum. Regelmäßig Berichterstattungen über Hausdurchsuchungen wegen Terrorismusverdacht... Nur ein Bild, die üblichen Bildberichterstattungen aus der Mach vor Acht sind uns wohl geläufig.

So zerlegt sich dann eine Gesellschaft. Mir steht es gerade so richtig bildhaft vor Augen wie Menschen in ihrem Umfeld diskreditiert werden, nachdem die Beamten abgerückt sind, die soziale Decke immer dünner wird. Denke nicht, dass dann noch viele Menschen zu einander stehen werden, man will ja auch nichts riskieren.
Ein hervorragenes Instrument, wenn ein Mitlaufen und eine alles überdeckende Konformität nicht mehr nur mit der Angst um dem Arbeitslohn und Arbeitsplatz erzwunden werden müssen. Verlust des Ansehens im direkten Umfeld der Nachbarn und Kollegen, in einer von Misstrauen und Denunziation geprägten Gesellschaft. Was für ein Traum. Hatten wir schon mal, hört eigentlich irgend jemand die Glocke schlagen? Da kann man dann eigentlich alles durchsetzen. Wenn die innere Sicherheit alles rechtfertigt, unbegrenzt. Einer Bevölkerung die dahingehend betrachtet wird, ob der/die Einzelne überhaupt intelligent genug ist, so etwas verantwortungbeladenes wie eine Stimmabgabe in einer Wahl leisten zu können, kann man ja kaum trauen. Die kann dann mit Bürgerrechten auch nicht richtig umgehen.
Die Überflüssigen, die Verlierer werden es zu spüren bekommen, noch mehr als ohnehin schon.
In ihrer neuen Heimat, wenn sie dahin umgezogen worden sind, wo sie das öffenliche Bild nicht stören. Dahin gezogen sind, wo niemand hinsehen will. Wo nur die Ordnungskräfte mal vorbeisehen. Wo die Planer der neuen Heimaten dafür vorgesorgt haben, dass die Überflüssigen sich auch ja nicht solidarisieren, sondern unter sich auch noch schön für sich bleiben und sich ja nicht solidarisieren und organisieren. Städtplanung kann viel. Oder doch besser Heimatplanung?.
Und wenn schon, da gibt es im Gruselgesetzescocktail vom Herrn Seehofer sicherlich auch was zünftiges zwecks Punishment of the poor.


Am 14. Februar 2018 schrieb Pat Hall zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Heimat in Deutschland bedeutet für mich nur noch das dunkele Schwarzbrot oder auch ein süffiges Bier das es nur in Deutschland geben mag und mein gesicherter Rentenanspruch neben der ärztlichen Versorgung.
Als peinlich bezeichne ich es wenn Politker der Ansicht sind das Volk möge sich ein Eigenheim erwerben wo der Quadmeterpreis bei 3000-4000 EU. liegen dürfte.
Welch ein Blödsinn.
Kein Wort ist seit den Verhandlungen über den Ausverkauf Städtischen Eigentum gefallen,wie Feige ?
Der Ausverkauf dieses Landes lässt nur noch Erinnerungen zu, an ein wunderschönes Land und ein Leben in Hoffnung und Familie


Am 13. Februar 2018 schrieb Kurt Wolfgang Ringel zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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@ Klaus Bloemker
Wir hatten 12 Jahre ein faschistisches System in Deutschland. Das was Herr Bloemke schreibt, ist eine weitverbreitete Sitte. Nur ist es weder billig noch überflüssig, auf Verbindungen zwischen Kapitalismus und Faschismus hinzuweisen. Der Faschismus ist eine der brutalsten Arten/Formen des Kapitalismus. So wie es der Imperialismus, der Staatsmonopolistische Kapitalismus, der Neokolonialismus und der Turbokapitalismus auch sind. Alles sind nur menschenverachtende Spielarten des noch real existierenden Kapitalismus. Die Mainstream-Medien tun alles, um diese Zusammenhänge zu verschleiern.


Am 13. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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wessen idee war das mit dieser inthronisierung eines heimatministeriums und seehofers als dessen chef?

man munkelt, 70% des koalitionsvertrages stammen aus dem spd-wahlprogramm! da bejubeln die die 12.000 familiennachzügler und damit es klappt, macht man den bock zum gärtner? horst wird den 12.001. abweisen. schließlich müssen die ja auch irgendwo eine (ihre) heimat haben. und dann macht das ministerium schon sinn:)
wäre ja doof, ein reiches land wird plötzlich heimat für alle armen schlucker!
auch einheimischen armen schluckern wird das bürgerrecht auf freie wohnsitzwahl (trotz grundgesetz) verwehrt, da kann man die grenze auch zum filter umbauen! unsere eigentümliche heimat reicht schlecht für hiesige beheimatete.

obwohl:
globalisierung, eu, urbanisierung, landflucht, arbeitsmigration auf allen territorialen ebenen ....... sind doch schon lange unsere begleiter. seit die balten 1991 ihre länder wieder in besitz nahmen, hat sich deren einwohnerzahl halbiert!! wahrscheinlich können die sich ihre heimat auch nicht mehr leisten.
heimat ist nur lästig, eine emotionale bremse für den american dream.
bananen für 16,5 millionen bewohner und du kannst ein ganzes land kaufen!
die sprache ein bindeglied, der duden ein schraubenzieher?? kanak und die rechtschreibreform machen mich heimatlos. ich freue mich auf horst;)


Am 13. Februar 2018 schrieb Jürgen Heiducoff zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Was der Galerist treffend beschreibt ist die Materialisierung der Heimat in der Phase des neoliberalen Kapitalismus - Bindung an eine Region durch Besitz.
Aber Heimat ist nicht zwingend an Eigentum geknüpft. Heimat kann auch „nur" Erinnerung sein.

Meine Mutter musste als Sudetendeutsche ihre Heimat verlassen. Bis zum Lebensende hing in ihrer Küche ein Heimatbild mit der Aufschrift:
"Erst wenn du in der Fremde bist
weißt du wie schön die Heimat ist!"
Sie hatte ihre Heimat verloren, obwohl sie jederzeit das Egerland besuchen konnte.
Sie empfand es nicht mehr als ihre Heimat wie sie sie in ihrer Erinnerung hatte. Da war ein anderer Staat, andere Menschen mit einer anderen Sprache und Kultur.
Und dennoch war da eine sehr enge emotionale Bindung an die Region, obwohl sie dort nie nennenswertes Eigentum hatte.
Viel komplizierter ist es für mich persönlich, die Bindung zu meiner Heimat zu beschreiben. Ich bin geboren und aufgewachsen im ländlichen Raum des Leipziger Braunkohlenreviers. Da war die dörfliche Idylle, die mehr und mehr durch die Braunkohlentagebaue zerfurcht und von den Dreckschleudern der Kohle- und Chemieindustrie verschmutzt wurde.
Und dennoch in Gedächtnis und Gefühl gespeichert blieb ein harmonisches Bild von grünen Auen, Wäldern und Bächen und von einfachen, fleißigen und zufriedenen Menschen. Verwandte und Freunde waren Bergarbeiter ohne nennenswertes Eigentum. Und da war kein Trieb und kein Wettbewerb nach mehr materiellem Besitz zu spüren. Einer konnte sich auf den anderen verlassen und man half sich gegenseitig. In der Schule und Pionierorganisation herrschten Disziplin und Ordnung. Ältere Menschen wurden geachtet und unterstützt. An Feiertagen marschierten wir gemeinsam nach dem Takt der Trommeln und Fanfaren durch die Dörfer.
Obwohl ich heute noch Zugang zu dieser meiner Heimat habe, ist jeder Besuch da enttäuschend.
Die Dörfer und Siedlungen sind, sofern sie nicht den Tagebauen weichen mussten, noch erhalten.
Aber vieles ist nicht wieder zu erkennen. Selbst viele Straßen und Plätze sind umbenannt worden. So auch die August-Bebel-Straße, in der ich das Licht der Welt erblickte. Als habe August Bebel, einer der Väter der Sozialdemokratie, Schuld an den heutigen politischen Zuständen.
Die Menschen haben sich verändert. Der gewohnte Zusammenhalt ist verschwunden. Begegnungen mit dem Nachbarn sind auf das Notwendigste beschränkt. Jeder kocht seine eigene Suppe und manche gönnen dem Nachbar nichts Gutes.
Und das Schlimmste: viele Leute sind Anhänger neonazistischen Geistes, rennen AfD und PEGIDA nach und sind fremdenfeindlich eingestellt.
Nein - das ist nicht meine Heimat. Das ist eine andere (Un)Kultur.
Ich meinte, meine Heimat existiere nur noch in meiner Erinnerung - bis ich auf Reisen ging - in ferne Welten und Kulturen.
In China fand ich in Teilen wieder was ich für verloren hielt:
den Zusammenhalt unter den Menschen,
die gegenseitige und Nachbarschaftshilfe,
die Achtung vor den Alten,
neugierige und dankbare Augen der Schüler, die den Lehrer achten,
die Disziplin auf den Schulhöfen,
die Pionierorganisation.
In Deutschland hingegen bleibt mir nur die Erinnerung an meine Heimat.
Und die letzten Flächen meiner naturbelassenen Heimat, die Wiesen, Auen, Wälder und Bäche müssen Stück für Stück den Flächen für Baugrundstücke weichen. Die Zersiedlung der Heimat vieler Menschen geht weiter. Und die neuen Bewohner sind ein Leben lang an die Banken und das Stück Bauland gebunden. Das ist so etwas wie eine Zwangsheimat. Es bleibt abzuwarten, ob der Standort um ihr Baugrundstück ihnen einmal so richtig Heimat bedeutet.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Herr Heiducoff, sie malen ein Bild Ihrer Heimat mit Worten. Sie teilen es anderen sprachlich mit. So wird ihre Vorstellung von Heimat Teil der Vorstellung anderer. Gemeinsam mit anderen sind Sie in der deutschen Sprache zu Haus. Das ist ein Heim, in das man einladen kann ohne sich zu schämen.


Am 13. Februar 2018 schrieb Hans Tigertaler zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

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Ohne Heimat sein heißt leiden (Feodor Michailowotsch Dostojewski)

Da sind wir weiter und handfester. Heimat ist in Deutschland für die meisten Menschen etwas, was sie nur gemietet haben. Um Heimat zu haben, bedarf es also steter Zahlungsfähigkeit hinsichtlich der Miete, der Grund- und Bodenrente.

Woanders bezahlt der Käufer im Kauf jeder Ware dem Unternehmer den Wert des darin liegenden Kapitals plus einen Profit als "Belohnung". Dafür geht natürlich der in der Ware repräsentierte Wert des Kapitals vollständig in das Eigentum des Käufers über.

In der Grundrente dagegen bezieht der Grundbesitzer durch Miete oder Pacht, also ohne Übereignung des Bodens, ein ewiges leistungsloses Einkommen: Der Mieter oder Pächter bezahlt die Nutzung des Bodens, und selbst wenn er seinen beliebigsten Wert zu beliebigster Zeit beliebig häufig vollständig entrichtet hat, ist dieser Boden nicht in sein Eigentum übergegangen, nimmt seine Zahlungsverpflichtung kein Ende.

Hat also der Mieter den Wert seiner Räume plus einen ordentlichen Profit auch noch so häufig entrichtet, er kann stets schutz- d.h. auch heimatlos gemacht und unter die Brücken gejagt werden.

Daß der Begriff der Grund-, der Bodenrente in der Neoklassik keine distinkte Rolle mehr spielt, sondern als Produktionsfaktor wie jeder andere gilt, ist das besondere Gaunerstück dieser Scheinwissenschaft.

Die Reinform von Miete und Pacht ist die Fron. Es ist das Fortleben des Feudalismus.

Wie lange es gelingt, seine Heimat zu bewahren, hängt aber von der Umschlagsgeschwindigkeit des Kapitals ab. Mit ihr wächst die Bodenrente, damit am Ende auch die Entmietung, also die Enteignung.

Und so sagte Schiller, die Stärkeren ankündigend, die da einziehen werden: "Der wackre Mann findet überall seine Heimat".


Am 12. Februar 2018 schrieb antares56 zum Artikel:

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Das dumme ist, wir dummen Deutschen nehmen einen Horst und eine Angela wohl weiterhin in unsere Arme. Obwohl sie, wie auch eine Nahles, niemand vermissen würde und sie nicht wiedersehen wollte! Aber die Leute krallen sich fest an ihren Posten - ohne Nutzen für den Bürger!
Unsere Politlandschaft ist zur Zeit wirklich nur ein Müllhaufen von sich selbst weit überschätzenden Politikern!
In einem weiterem Merkel-Regime werden wir weiter zurückfallen in Punkto Ehrlichkeit und Demokratie (soweit unter dem Merkel-Regime überhaupt noch zugelassen. Korruption und Lobbyismus wird vom Merkel-Regime natürlich nicht angegangen!


Am 12. Februar 2018 schrieb Der Linksliberale zum Artikel:

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Dieses Deutschland bekommt nun auch noch ein Heimatministerium. Die Heimat eines Menschen ist für mich nie etwas „Staatliches“ gewesen. Aber nun kommt auf Wunsch einer möglichen GroKo der Heimat-Horst, (grandioser Name, danke Uli Gellermann) und sagt wer oder was Heimat ist. Er wird wohl die BRD meinen. Frühere ausführende Organe bürgerlicher Heimatkonzeptionen waren die deutschen Heimat(schutz)vereine. Die Heimat(schutz)vereine waren während der Weimarer Republik überwiegend ein Hort des Nationalismus und während der Naziherrschaft zu oft glühende Anhänger der Faschisten. Die Faschisten haben den stramm nationalen Heimatbegriff um die Kategorien „Blut und Boden“ erweitert. Sie behaupteten die germanische Rasse (arisch?) hätte schon lange vor jeglicher fremdrassiger, jüdischer Zuwanderung den Boden bewirtschaftet. Es war für die Nazis nur ein kleiner Sprung vom Heimatbegriff zur Rassenideologie. Dass das Jüdische keine Rasse ist, sondern eine Religion, wurde verschwiegen. Der Begriff „Heimat“ wird von den neuzeitlichen „Heimatvertriebenen“ wieder anders interpretiert, sie artikulieren ein ominöses „Recht auf Heimat“ in den ehemals deutschen Gebieten und fordern zudem die Staatsbürgerschaft von den jetzigen Staaten. Der Heimat-Horst wird es schwer haben oder besitzen die Vertriebenen zwei „Heimaten“? Wenn Heimat an den Staat gebunden ist, so habe ich sogar 3 „Heimaten“: DDR, BRD alt, BRD neu. Ich habe für mich eine Lösung gefunden, meine Heimat ist hier, wo ich lebe, liebe und arbeite. Der Staat BRD ist nicht meine Heimat, denn wenn Frau Merkel aufgibt und die BRD an die USA verschenkt, habe ich wieder eine Heimat verloren. Außerdem befürchte ich den Schritt von der „Heimat“ zum „Vaterland“, welches meine Kinder oder vielleicht auch ich dann gegen „böse Russen“ oder den Putin oder gegen Chinesen oder Ausländer verteidigen sollen…da will ich doch lieber „vaterlandsloser Geselle“ oder heimatlos sein. Übrigens die Rationalgalerie ist für mich so etwas wie eine politische Heimat, die würde ich auch verteidigen.


Am 12. Februar 2018 schrieb Karola Schramm zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

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Wieder einmal was zum Nachdenken: "Was ist Heimat" ? "Da, wo meine Wiege stand, da ist mein Heimatland ?" kann man schön und laut singen oder, so um 1930 von der Diakonisse Eva v.Tiele-Winkler gedichtet:"Dir bleib ich treu bis zum letzten Hauch, Volk meiner Heimat in Nebel und Rauch ?" Oder ganz anders, als "Vaterlandslose Gesellen" die diese Volkstümelei ohne eine "Hand voll Heimaterde" nie mitmachen wollten und jetzt auch nicht wollen.

Wie also kommt die Regierung jetzt auf die Idee, dem Innenministerium mit seinen gut 18 Unterabteilungen ein Heimatministerium anzugliedern ? Das - so wird ihm die Schärfe fürs Puplikum genommen - für den Aufbau des ländlichen Bereichs zuständig sein soll wie Seehofer sagte, er mit diesem Ministerium was für die "kleinen Leute tun könne ?" Er und die Regierung kennen scheinbar nicht die vielen Aufgaben, die dem Innenministerium inne wohnen. Bürokratieabbau gehört auch dazu. Mit dem neuen Ministerium käme jedoch noch mehr Bürokratie hinzu. Merken die das nicht ?

Meine Heimat und Geburtsland ist Deutschland. Allerdings schämte und schäme ich mich immer noch, eine Deutsche zu sein, erst recht, wenn ich im Ausland bin. Mir ist dieses Land peinlich und ich kann nicht stolz auf es sein. Es gab eine kleine Auszeit zu Willi Brandts Zeiten - dann war meine Begeisterung für DE wieder erloschen.

Immer wieder die alte Leier - ein Obrigkeitsstaat mit elitärem Denken: "Haste was, biste was. Haste nichts, biste nichts und sollst auch nichts werden." Kennzeichen: Die Hartz 4 Gesetze und die vielen falschen Doktorarbeiten beim politischen Personal.

Dann die Aufarbeitung der Nazizeit. Ich hatte erwartet, was nur recht und billig ist, dass DE sich NIE wieder an Unterdrückung, Ausbeutung und Kriegen beteiligen wird. Dass DE ein Vorbildstaat in Sachen Demokratie, sozialem Engagement, guten Löhnen, besten kostenlosen Schulen und Universitäten für alle, die begabt und ineressiert sind, sein würde und DE sich grundsätzlich für friedliche Lösungen weltweit einsetzen und diese auch einfordern würde. Auch in der sog. Globalisierung ist das möglich.
Nichts davon ist als Lehre aus dem 2. WK gezogen worden. Nichts davon haben die politisch Verantwortlichen umgesetzt.

Rechte und ultra Rechte hat es immer gegeben. Sie werden gefährlich, wenn sie die Mehrheit bekommen. Und die bekommen sie nur, wenn die Politik weiter so arrogant und hochmütig auf die arbeitenden Menschen blickt und sie mutwillig in Armut, prekärer Beschäftigung, Lohn-und Gehaltsdumping und Obdachlosigkeit erstickt.
Eine kluge, ausgewogene Einwanderungspolitik ohne Vernachlässigung der einheimischen Bevölkerung hätte auch positiv verlaufen können.
Nichts davon hat stattgefunden.

Stattdessen befindet sich mein Heimatland mit seinen Soldaten seit gut 28 Jahren in diverersen Kriegen.

Auch die willkürliche Öffnung der Grenzen für überwiegend junge, männliche Flüchtlinge - deren Heimat mit deutscher Hilfe zerstört wird - trägt dazu bei, dass sich große Teile der Bevölkerung sich bedroht, eingeengt und vernächlässigt fühlen mit dem fatalen Ergebnis der "Blut - und Boden- Ideologie." Meine Heimat - mein Blut."

So hat Deutschland als friedliches Land den Rest an Glaubwürdigkeit für mich verloren. Diese Vermischung von Flüchtling und Zuwanderer, getarnte militärische Einsätze als Friedensmissionen, Finanzkriege im Schatten der Austeritätspolitik mit Knebelverträgen durch EU-und Deutschland, Schuldenbremsen und schwarze Null, blockiert das Land zusätzlich um innenpolitisch eine funktionierende, friedliche, konkurrenzfreie Heimat zu sein.

Diese deutsche Heimat, dieses deutsche Land, gehört gar nicht den Deutschen. Die dürfen als Hurra-Patrioten für Kanzler, Kabinett und Parlament und eine gierige Wirtschaft und deren Aktionäre, dem Raubtierkapitalismus in Kriege ziehen wie eh und je.

Heimat und Heimatgefühle sind per se ja nicht schlecht. Aber wenn ich jetzt junge Soldaten höre, die für "ihre Heimat" in den Krieg ziehen, ohne dass ein einziges Land, in dem oder gegen das sie kämpfen, mein Land kriegerisch angegriffen hat, dann gerate ich doch ins Grübeln, was hier - in meiner Heimat - in Deutschland so schrecklich schief läuft.


Am 12. Februar 2018 schrieb Hans Informat-Ion zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

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Dem neuen "Heimat-Minister" gewidmet:
https://www.golyr.de/volkslieder/songtext-unsere-heimat-482763.html
Lied der Pionierorganisation Ernst Thälmann: Der Text rechtfertigt dessen Bedeutung innerhalb des Kommunismus und des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.


Am 12. Februar 2018 schrieb K. Wolfgang Ringel zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Abgas für das Volk, gibt es solange es reiche und arme Leute gibt. Damals waren vor allem Menschen dafür verantwortlos. Die heutigen Abgase fürs Volk produzieren die Politiker als heiße Luft, besonders bei Klimakonferenzen. Unterstützt werden diese durch die von den Politikern geschützte Spezies der Wirtschaftsmanager..

Hier ein Beispiel, wozu ein Auto gut sein kann::
Heißt die Zukunft "digitale Verblödung“"
Zu "Mit dem Navi in die Elbe" vom 12. Februar:
Auf ihr Navi vertrauend fahren vier Männer in die winterliche Elbe. Ein herrliches Zukunftssymbol. In der digitalen Total-Verblödung marschieren wir kollektiv über den Jordan.
/* Hans-Jürgen Markworth, Braunschweig, Braunschweiger Zeitung vom 1502-2016 */


Am 12. Februar 2018 schrieb Wolfgang Ringel zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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Das ist sehr vernünftig, in Moskau Wahlwerbung zu machen. Würde Putin als neuer Bundeskanzler für Deutschland gewonnen, wäre das ein Jahrtausend-Glück.


Am 12. Februar 2018 schrieb Bernd Kulawik zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Den treffendsten Kommentar hat m.E. Fefe dazu verfasst: "Bei 'Heimat' und 'Horst' muss ich an 'Wessel' denken." Das sagt eigentlich alles über eine Politmarionetten-"Elite", in der ein Horst Seehofer "Minister für Heimat" werden kann.


Am 12. Februar 2018 schrieb Otto Bismark zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Wenn ich alles so bedenke, was seit 1989 über uns hinweggerollt ist, dann muß ich zu dem Schluß kommen, daß ich meine Heimat wie diese in dem hier verlinkten Kinderlied besungen wird https://www.youtube.com/watch?v=_Msflj8IksI wohl endgültig verloren habe. Selber schuld allerdings!


Am 12. Februar 2018 schrieb Peter Stribl zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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@Klaus Madersbacher

Aufgrund des Heimatartikels habe ich nach Grundrente 1 und 2 gegoogelt. Als Ergebnis bekam ich Hinweise auf Alters- und Riesterrente. Ein einziger Link befaßte sich mit der Differentialrente. Daran wird sichtbar, wie weit die Hegemonie der Herrenmenschen Soros, Blankfein und Buffett fortgeschritten ist.


Am 12. Februar 2018 schrieb Peter Stribl zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

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Mein Vater wurde im Ersten Weltkrieg in der Steiermark geboren von einer Slowenin, die nach der Entbindung in ihre „Heimat" zurückkehrte. Es ist zu vermuten, daß sie ihrem Kind ein besseres Leben ermöglichen wollte als ihr eigenes Dasein. Mein Vater wurde danach von einem Ehepaar adoptiert und erlag als junger Mann den Versprechungen der Nazis. Für den Eintritt in die Wehrmacht würde er die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen. Außer dem Berufsrisiko, verletzt zu werden, blieb davon nichts übrig. Im Gegenteil hatte meine Mutter Mühe, die Staatsbürgerschaft für mich zu erhalten. Um meinen Beruf zu erlernen, mußte ich bereits 30 km von meinem Geburtsort ein Zimmer beziehen. Nach der Lehre zwang mich der ?Arbeitsmarkt? noch weiter weg, anfangs auf Montage, kreuz und quer durch ganz Westdeutschland, zum Schluß in eine damals nicht unangenehme Stadt. Seit hier eine Autobahn gebaut wird, wird diese Stadt jedoch von Woche zu Woche unerträglicher. Was aber noch mehr ins Auge springt, ist die Austauschbarkeit dieser Städte. Überall Filialen von Handelskonzernen, nirgendwo ein Ankerpunkt für den sogenannt kleinen Mann. Im Zug meiner politischen Bildung bekam ich in einem Schnellkurs die Differentialrente von Marx und weiteren Ökonomen vermittelt. Und das Wissen um die Enteignung der Großgrundbesitzer durch die Bolschewiken in Russland. (Welche Stellen wohl diese Theorien bzw. Fakten weiterhin vermitteln, wenn Unis von Soros & Co. "Schule machen"?)

Nach meinem Wissen und Gefühl kann es nur eine Lösung für die erwähnten Dilemmata geben. Grund und Boden müssen dem Gemeineigentum übereignet werden, z. B. durch Kommunalisierung. Die Menschen, die in diesen Kommunen geboren werden, haben Anrecht auf Erbpacht einer angemessenen Wohnung. Mit den Produktionsstätten wird in vergleichbarer Weise verfahren. Darüber hinaus muß zumindest verwirklicht werden, was Lafontaine gefordert hat: Daß eine Fabrik, die auf unternehmerische Initiative zustandekommt, dem Gründer gehört. Was darüber hinaus an Expansion solcher Unternehmen entsteht, muß den Arbeitern überschrieben werden. Damit wäre dem Kapitalismus ein Giftzahn gezogen. Und der Begriff Heimat, ohne Besitz-Bindung, bekäme auch für Arbeiter eine positive Bedeutung.


Am 12. Februar 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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"Ziemlich durchsichtig ist der neue Heimat-Trend zur Abwehr der AfD und deren nationaler Phrase erfunden worden. Abwehr durch Kopieren? Eine seltsame Heimatschutz-Maßnahme."
Kopieren? Nein, Vorgaben aus Übersee abarbeiten. Dort hat ja schon G.W. Bush das Heimatschutzministerium vor mehr als 15 Jahren installiert. Und was die dort und anderswo, also auch hier, so treiben hat ja u. a. der Hr. Snowden aufgedeckt. Und was einem Krieg führenden Land so alles an Ungemach an der Heimatfront drohen kann? Da braucht es Schutz, Heimatschutz. Und der sieht, erst einmal in Bayern, wenn der Horscht es denn macht vermutlich auch in der gesamten Heimat so aus:
Neues Polizeiaufgabengesetz in Bayern.

Die Polizei kann

Aufenthaltsgebote und Aufenthaltsverbote aussprechen, das heißt die Bürger zwingen, ihren Wohnort nicht zu verlassen oder, ihren Wohnort zu wechseln und ohne Rücksicht auf Familie und Arbeit an einen vorgegebenen Ort zu ziehen. Hier ist nicht einmal ein Richtervorbehalt gegeben. Der Betroffene muss erst klagen.
sogenannte Gefährder zunächst auf drei Monate, mit weiterer richterlicher Genehmigung unbegrenzt in Vorbeugegewahrsam nehmen. Der Betroffene wird zwar vom Richter angehört, es gibt aber keinen Pflichtverteidiger. Er muss ggf. aus der Haft heraus ?beweisen?, dass er keine Gefahr (mehr) ist. Grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie rechtliches Gehör, das Recht auf einen Rechtsbeistand, Akteneinsicht, wie sie in der Bayerischen Verfassung, dem Grundgesetz und der EU-Grundrechtecharta garantiert sind, bleiben ungeregelt.
auf öffentlichen Versammlungen unbegrenzt ?Übersichtsaufnahmen? des Versammlungsgeschehens anfertigen, ebenso darf offen gefilmt und das gesprochene Wort mitgeschnitten werden, ein computergestützter Abgleich mit vorliegendem Bildmaterial ist möglich.
die Polizei darf die Post beschlagnahmen und öffnen.
sie darf verdeckte Ermittler unter falschem Namen und mit einer Legende auch in Wohnungen einsetzen, ebenso im Internet, ob als Partner bei Whatsapp oder einem anderen sozialen Medium. Ein Richter wird nur eingeschaltet, wenn sich der Einsatz gegen eine bestimmte Person richtet.
sie darf private Personen als Spitzel (V-Mann) einsetzen. Der Richter muss nur zustimmen, wenn sich der Einsatz gegen bestimmte Personen richtet oder in Wohnungen stattfindet. Zwar darf der Spitzel keine Straftat provozieren, aber ? wie mir Juristen sagen ? sind im Bereich der Drogenkriminalität in großer Zahl entsprechende Fälle durch die Rechtsprechung dokumentiert ist. Dieser Vorbehalt ist also das Papier nicht wert, auf dem er steht.
sie kann in der Wohnung lauschen und verdeckt filmen.
Auch Gespräche mit Familienangehörigen und Anwälten sind nicht wirklich geschützt, trotz der Zeugnisverweigerungsrechte. Um abzuhören und heimlich zu filmen darf die Polizei auch in Wohnungen einbrechen.
sie darf Telefone abhören und in Informationssysteme eindringen, darf Kommunikationsverbindungen unterbrechen oder den User abschalten. Sie darf auf Speichermedien zugreifen und dazu in Wohnungen einbrechen, auch Daten löschen oder verändern. Diese Zugriffsmöglichkeit wird dazu führen, dass auch im Netz nicht mehr zwischen fake und Wahrheit, Kunstprodukt der Polizei und Originaläußerung einer Person unterschieden werden kann. Die Zuverlässigkeit der Protokollierung der Vorgänge ist im Nachhinein nicht mehr überprüfbar.
Google, Apple und Co. können verpflichtet werden, ihre Daten zum Zweck der Rasterfahndung zur Verfügung zu stellen, riesige Datenmengen aus dem höchst privaten Bereich gelangen damit in die unmittelbare Verfügungsmacht der Polizei.
die Polizei kann Drohnen einsetzen, die offen oder verdeckt filmen und lauschen, auch in Wohnungen auf Telekommunikation und IT-Systeme zugreifen.
(Die Aufstellung stammt von der Homepage der parteilosen bayrischen Landtagsabgeordneten C. Stamm)
Bei so viel Heimatschutz lassen sich andere Bundesländer nicht lumpen und Niedersachsens neue Rot-Schwarze Landesregierung bereitet ebenfalls ein neues Polizeigesetz vor. Präventivhaft ist mit dem Grundgesetz vereinbar sagt die ehemalige Richterin und heutige niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza. Na, wenn die das sagt?!
(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niedersachsen-justizministerin-barbara-havliza-verteidigt-praeventivhaft-a-1192027.html)
Hach, Heimat, wie werd' ick dir vermissen.


Am 12. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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LEOPOLD RITTER VON SACHER-MASOCH
ZU KENNEN, IST EINE SEITE -
IHN UNGESCHICKT AUSZUÜBEN
EINE PACHT, FÜR DIE MAN ZAHLEN MUSS.

Ergebnis falscher Lustverquickung:
Einfalt scheitert,
Wunde eitert,
Ende einer Selbstverstrickung!


Am 12. Februar 2018 schrieb Eckehard Irkens zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Die letzte Staatsgemeinschaft die sich in den Bankrott und Zerstörung der soziale Zusammenhalts gerüstet hat, war die UDSSR.
Aber das waren ja auch Kommunisten/ Sozialisten, und sie lebten in einer Diktatur.

So was kann uns nicht passieren.
Denn wir haben "Marktwirtschaft" und Demokratie.
"Räder müssen rollen für den Sieg!"

Ich gehe jetzt erstmal in den Keller um herzlich zu lachen.


Am 12. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Ein heißes Eisen hat der Galerist in seiner unnachahmlichen Weise angepackt, und dadurch Möglichkeiten eröffnet zu hinterfragen, was denn Heimat für den Leser und Schreiber bedeutet, um dann Heimat einordnen zu können, denn der Heimat Begriff ist so widersprüchlich, wie die Verhältnisse selbst. Und von welcher Erkenntnis, Einstellung und Haltung ich ausgehe, nähert man sich dem, um es sich anzueignen, in den gesellschaftlichen Verhältnissen, vom Stand der Produktionsmittel ausgehend. Vielen Dank !
Im Althochdeutschen bedeutet "heimöti" oder "heimödeli" soviel wie Armut und Kleinod (Grimm 10,864).
Nach festen Definitionen zu suchen ist nicht zielführend,
Es sind die Verhältnisse, wie Zugehörigkeit erkannt wird. Gehöre ich zu einer Klasse in einer Klassengesellschaft, und wenn ja, zu welcher.
Die Losung von den "Arbeitern ohne Vaterland" spielte in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts eine ganz wesentliche Rolle.
Johann Jacobi, 1870 als Stimmführer der internationalen Demokraten gegen den Krieg verhaftet, bindet den Begriff Vaterland kritisch an die Aneignung von Heimat zurück: "die Welt: ubi bene, ibi patria- wo es uns wohlgeht, das heißt, wo wir Menschen sein können, ist unser Vaterland; Euer Vaterland ist für uns nur eine Stätte des Elends" ( Bausinger 1986,98).
Die Anti Kriegsstimmung gegen die Opferung fürs Vaterland in der Arbeiterbewegung wurde von den Herrschenden in das Schimpfwort "vaterlandslose Gesellen" (Kaiser Wilhelm) verfälscht.
Tucholsky bringt Heimat (1929) sowohl gegen den Staat, der sich fortscheren solle, "wenn wir unsere Heimat lieben" (GW 7, 312), als auch gegen vaterländische und nationalistische Vereinnahmung in Stellung: " Es ist unser Land. Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen-weil wir es lieben. Man hat uns zu berücksichtigen, wenn man von Deutschland spricht: Kommunisten, junge Sozialisten, Pazifisten, Freiheitsliebende aller Grade" (314).
Heimat bietet sich als Inbegriff nach der Suche nach einem besseren Leben an, aber auch als stützende und fesselnde Vergangenheit an, ein Grund auf dem man geht, wie auch ein Ort, von dem man vertrieben werden kann.
Das Motiv eines sehnsüchtig besetzten Ortes, um den es zu kämpfen ist, klingt in den Liedern der Internationalen Brigaden im Spanien Krieg, ebenso bei den Katalanen, in der Poesie der zärtlichen Sprache, des Ausdrucks, der Hingabe ans Volk von Pablo Neruda, der die Sprache der Menschen, des Volkes, der Liebe zur Heimat, so ohne falsches Pathos einen bin ins innerste berührt, und Verstehen lässt, was Heimat im Leben und für das Leben der Menschen bedeuten kann.
Mein kommunistischer Vater, der Internationalist war, hat bis zu seinem Tod unter dem Verlust seiner Heimat, (Masuren) gelitten, und der Schmerz hat nie nachgelassen, und so ist die Erkenntnis, dass es die Zeiten, die Umstände, die Erlebnisse, die Erfahrungen, und nicht zuletzt, dass Wissen und Begreifen der Interessen des Volkes geschuldet ist,sich in den politischen Verhältnisse widerspiegelt, in denen wir Hier und Heute leben allerdings sich Türen öffnen können, dass Bewusstsein zu verändern, und den Konditionierungen den Kampf anzusagen.


Am 12. Februar 2018 schrieb Marc Britz zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Lieber Uli,
könnte was die Sprache betrifft nicht besser ausdrücken. Chapeau! Und weil Du gerade Hölderlin erwähnst, erlaube ich mir ein Zitat anzufügen in dem er den fiktiven Griechen Hyperion den eigenen Heimatbegriff ausprechen lässt:

"So kam ich unter die Deutschen. Ich foderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden. Demütig kam ich, wie der heimatlose blinde Oedipus zum Tore von Athen, wo ihn der Götterhain empfing; und schöne Seelen ihm begegneten ? Wie anders ging es mir!
Barbaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes ? das, mein Bellarmin! waren meine Tröster.

Es ist ein hartes Wort und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen ? ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?"

Heimatliebe als unbarmherzige Kritik der Heimat. So kann ich mir das auch gefallen lassen.


Am 12. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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@Alles nur Satire:
>>Aber ich sehe viel zu wenig Menschen, die die bestehenden Verhältnisse ändern wollen<<

Wenn nur wollen und können Hand in Hand gingen! Ich kann noch so sehr mein Bewusstsein für Fehlentwicklungen schärfen: Meine Reichweite und Wirkungsmöglichkeit ist mikroskopisch. Schon bei den Nächsten ist Schluss. Und wenn ich mich bei den alternativen Medien umsehe stelle ich fest, dass fast überall Meinungsführer jenseits der 60 auftreten, während die jüngere Generation kaum präsent ist.


Am 12. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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HEIMAT
ANSICHT EINER AUSSICHT

Basis gegen Führungsspitzen.
Selbstzerfleischung, Schlangengrube.
Weiter geht das große Schwitzen.
Alter Schmand aus neuer Tube.

Lange Personaldebatten
warfen kurze Zwergenschatten,
ganz im Sinn der Superreichen.
Auch Frau Merkel wird nicht weichen.
Was wird sie der Welt wohl geben?
Sauren Saft aus deutschen Reben!

Und so sehen wir verdattert:
Stahlgewitter! Eisenbesen!
Während der Kopierer rattert:
Alles schon mal dagewesen!


Am 12. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Mag Heimat doch sein, was sie will - ich habe sie nie anders denn als geistige Heimat erlebt - so bleibt doch festzustellen, dass es kaum einen Begriff gibt, der vergifteter ist! Wo Heimat als Eigentum behandelt wird, ist sie als Heimat für Alle schon verloren.


Am 12. Februar 2018 schrieb Alles nur Satire zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Ich weiß nicht, wie es anderen Lesern geht, aber meine ehemalige Heimat hat bislang 1,2 Mio. Wohnungslose geschaffen, betreibt eine brutale Zuhälterorganisation, die Jobcenter heißt. In der Altersarmut mit TINA erklärt wird. Weil die Heimat einigen zu klein wurde, die Bundeswehr immer mehr bewaffnete Besuche weltweit organisiert.

Ich erkenne meine Heimat nicht mehr.

Rechtes Heimatgeschwafel geht mir auf die Nerven, es läßt mich mittlerweile aggresiv werden.

Aber ich sehe viel zu wenig Menschen, die die bestehenden Verhältnisse ändern wollen.

Die die Absichten verstehen, wenn niederträchtige Politiker Heimat ins Volk blasen.

Das dabei nie etwas Gutes in Deutschland heraus kam, werden die Beheimateten dann noch lernen müssen.

Erst recht nicht bei den Empfängern der Heimatpropaganda.

Und all das nennt sich Entwicklung?


Am 12. Februar 2018 schrieb Peter Cyslyak zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Da kann Gellermann über Heimat säuseln wie er will, Karl Marx hat das so gesehen: "Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben."


Am 12. Februar 2018 schrieb Klaus Madersbacher zum Artikel:

Tagesschau-Gniffke

Mit dem journalistischen Know-How, das geboten ist

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Wurde auf der Startseite in "Eigentum ist Heimat - Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten" Friedrich Engels "Menschwerdung des Affen" erwähnt, so scheint es mir zusätzlich zu den respektheischenden klinkhammer-bräutigamschen Analysen und Recherchen langsam an der Zeit zu sein, die Frage der Affenwerdung des Menschen anzugehen. Zu dumm, dass es vielleicht keinen Engels mehr gibt ...


Am 12. Februar 2018 schrieb Klaus Madersbacher zum Artikel:

Eigentum ist Heimat

Der Heimat-Horst und andere Eigentümlichkeiten

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Ist das der Vollhorst, der die Heimat verkauft, die man dann in Luxemburg kaufen kann?
Siehe das christliche Alpenland, wo das Milleniums-Rechzregime noch wegen Heimatverkaufs vor Gericht steht, während das neue schon in den Startlöchern scharrt:-)
Heimat, teure Heimat! Dagegen ist Fussball ja heilig ...


Am 11. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Da der Koalitionsvertrag postuliert: "Die Versorgung mit und der sichere Zugang zu Rohstoffen sind der entscheidende Faktor für den Wirtschaftsstandort" (Seite 59) , Wettbewerbsfähigkeit der rote Faden ist, vom ressourcenfressenden Wachstumswahn kein Abstand genommen wird und eine anständige Bezahlung der Rohstoffe nicht zu den Zielen gehört, ist die von Uli beschriebene Militarisierung zwingende Folge dieser Anmaßung.

Es fehlt dabei nicht an wohlklingenden Formulierungen vom fairen Handel u.ä., alles wird aber der in der Regel deutsch definierten Wettbewerbsfähigkeit untergeordnet.

Gleichzeitig wird eine auf "inländischen, innereuropäischen und internationalen Potenzialen" (S. 64) aufbauende Fachkräftestrategie angekündigt, was nichts anderes als brain drain heißt und die auch die vorangestellte europäische Vision zu Wortmüll macht.

Eine Sicherheitspolitik, die "Europa international eigenständiger und handlungsfähiger werden" und gleichzeitig "die Bindung an die USA festigen will (S. 144) wirkt orientierungslos. Eins ist aber klar: das kostet viel mehr Geld, die sonst so vielbeschworene Effizienz gilt im Rüstungssektor nicht. Nicht im Vertrag steht, was damit gemeint ist: die Aufrechterhaltung der westlichen Vorherrschaft um jeden Preis bei gleichzeitiger Unterordnung unter die militärischen Interessen der USA. Die Verteidigungsministerin hat das auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2017 in aller Klarheit angekündigt.

Für die Sozialdemokratie käme die Zustimmung zu diesem Vertrag einem politischen Insolvenzantrag gleich.

Für diese Einschätzung gibt es noch viele weitere Gründe.
Für eine Partei der Arbeit ist aber allein die Festschreibung des subalternen Status der Arbeit und ihre bedingungslose Unterordnung unter die Wettbewerbsfähigkeit ein NoGo

Das manifestiert sich schon im Inhaltsverzeichnis (Gute Arbeit S. 50-53, Erfolgreiche Wirtschaft S, 55-84).

Die "soziale Marktwirtschaft ist der Motor, der unser Land wirtschaftlich nach vorn gebracht hat" (S. 55). Die Arbeit der Menschen hat nach Ansicht der Autoren dabei offenbar keinerlei Rolle gespielt. Arbeit scheint nichts mit Wertschöpfung zu tun zu haben, die Arbeitenden sind bedauernswerte Objekte von gnädigen Maßnahmen und allerlei wirren Strategien.
Emanzipation? Befreiung der Arbeit? 100% Fehlanzeige.

Nebenbei wird mehrfach die UNO Agenda 2030 beschworen, die man unbedingt einhalten zu wollen vortäuscht. Diese verpflichtet aber alle Länder, die Einkommen der unteren 40% der Bevölkerung mehr zu erhöhen als die Durchschnittseinkommen!! Der Koalitionsvertrag schreibt exakt des Gegenteil fest!

Sozialdemokraten können diesen Vertrag nur ablehnen, wenn sie nach der Abstimmung noch in den Spiegel schauen möchten. Die Basis sollte die Notbremse ziehen und ihren Parteivorstand zum Rücktritt auffordern, um ihre Partei vor dem Untergang zu retten.

Antwort von U. Gellermann:

Das ist eine sehr qualifizierte und notwendige Ergänzung/Erweiterung des Artikels.


Am 11. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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@h.klinnert
ihren glückwünschen an den galeristen mag ich mich ja noch anschließen. auf eine attestierung "einer willkommenen qualität... der leserkommentare" ist hier bislang noch niemand gekommen.
zumal sie im nächsten satz dem gleichen publikum naivität bescheinigen!? wenn frustrierte, aber engagierte menschen mal und wo ihren frust rauslassen, bedarf es keiner bewertung dieses widersinns, sondern zuspruch bezüglich ihres engagements!!

warum behaupten sie, dass "menschen.... mit anlagen..geboren..werden,.." um dann dem "umfeld" oder einem "ordnungssystem" die "entscheidung für das ..resultat" zu zuschieben?
und ist die das "primäre problem"??

ihre suggestivfrage ist wirklich "preis"verdächtig. leider formulieren sie ihre sicht auf eine "systemfrage" nicht. die unterstellte konsquenz (parteiverbot) lässt offen, wer das system in frage stellen könnte??
sie offenbar nicht, schließlich funzte der kapitalismus zwischen 1950-1970 nach ihrer sicht halbwegs! komische systemfrage, wenn man sie nach befinden formulieren oder bewerten kann! und auch in den benannten 2 dekaden war der kap. nicht besser, als sonst - nämlich erbärmlich!!

"....... erreicht die persönliche rationalität nicht." obacht, dass sie nicht an "einer willkommenen qualität... der leserkommentare" scheitern;)

"Das Primat von Kausalitäten in dem Denken der Mehrheit ist schlicht nicht vorhanden."
was mache ich nun mit so einem satz? das von ihnen beschriebene hamsterrad und seine funktionsweise ist bekannt. tatsache ist aber auch, dass die meisten menschen nicht irrational einem lockruf eines imaginären führungpersonals folgen, sondern ihren individuellen materiellen interessen - gier frisst hirn! ob sie damit ihren anlagen folgen, oder dies dem umfeld oder ordnungssystem zu zuschreiben ist?? womit fangen sie und ich und andere an: die "ausgeprägten anlagen" oder das system (wie, wohin??) zu verändern??
schuldig??
ein seitenhieb zurück:
- die ü90 sind für ihr TUN bzw. NICHT TUN verurteilt worden, nicht wegen ihrem wissen
- ihre saloppe behauptung, "altnazis... beidseitig.... im nachkriegsdeutschland" ist historisch falsch!!
- sie sprechen lediglich die "wissenden" schuldig. ABER "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen!", ein glück, dass Art. 20 Absatz 4 GG dies lediglich zum recht (nicht zur pflicht), und dies auch nur für deutsche runter bricht!

wenn die wagenknecht, die PdL um eine linke massenbewegung grösser machen will, ist das eine bankrotterklärung?? da will jemand nicht nur "wissen" sondern auch mal was "tun", und schon ist das auch verkehrt?? den konjunktiv bei ihren ableitungen können sie streichen, wir wissen um die funktion der überbauelemente.
und auch die beschwerdeführer bei den "programm"sendern TUN etwas. mehr bezug auf die systemfrage würde ich mir bei allen TUENDEN wünschen, aber man sofort eben nicht alles haben.

gellermann formuliert "gefährliches"??
eben noch waren beschwerden, appelle, forderungen widersinnig und dann unterlässt es der galerist abschließend, dann ist es verantwortungslos?? aber ihre plakataktion dann zielführend?

bin ich deshalb "schuldig", wenn ich mich ihrem aufruf entziehe, und muss "die schnautze halten"?
schön, dass sie im folgesatz mit einem gauland-zitat um die ecke kommen!!
der von ihnen vermisste staat (1950-70) ist der nicht meinige, damit trennen sich wohl unsere wege.


Am 10. Februar 2018 schrieb Krysztof Daletski zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Danke für's Beleuchten der militärischen Aspekte des Koalitionsvertrags. Wie treffend der Kommentar, dass "Sicherheit" immer nur ein Stichwort für mehr Unsicherheit ist. Absurd, dass alles, was unter dem Label "Sicherheit" daher kommt, Angst verbreitet ("Staatssicherheit", "Sicherheitskonferenz", "Sicherheitsmaßnahme").

Hier noch ein Liedlein, dass auf diesen paradoxen Zusammenhang hinweist:
https://www.youtube.com/watch?v=8hUmkeqwLeM


Am 10. Februar 2018 schrieb Benny Thomas Olieni zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Danke für die erhellende Analyse!
Habe ich im Freundes- und Bekannten-
kreis weitergeleitet.
Tagesgeld-Absahner Martin Schuldz
erlebte inzwischen die nächste Stufe
seines Absturzes vom Höhenflug.
Freudenschade!
(Ausnahmsweise, in diesem
krassen Fall.)


Am 09. Februar 2018 schrieb Uschi Peter zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Nein, Schulz wird nicht Außenminister. Er landete als Bettvorleger. Die SPD ist am Ende. Aus einer "Arbeiterpartei" ist sukzessive eine angepasste Klüngelgruppe im vorauseilenden Gehorsam der bürgerlichen Parteien geworden. Eine Neuwahl wird ihr den Rest geben. Die SPD hat sich jahrzehntelang selbst unterminiert., dass auch oder gerade die Initiative derJusos alles nur noch verschlechtern kann.
Zum drohenden Krieg gegen Russland rufe ich noch einmal Bert Brecht in Erinnerung, der in Bezug auf das "Große Karthago" warnte: (es) führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig, nach dem zweiten noch bewohnbar, nach dem dritten nicht mehr auffindbar.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die USA das besiegte West-Deutschland so gefördert und als Schaufenster gegen den Osten aufgebaut haben (Erlass der Reparationen und Schulden , Marshallplan), weil es in ihrem Interesse als Weltmacht mit "einem Fuss in Europa" und Abwehr gegen die Sowjetunion lag. Die Ergebnisse ihrer Machtpolitik zeigen sich heute deutlich. Und Deutschland lässt sich als williger Vollstrecker missbrauchen.


Am 09. Februar 2018 schrieb Heino Klinnert zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Sehr geehrter Herr Gellermann,

ich beglückwünsche Sie zu diesem treffenden Befund des GroKo-Vertrages und der damit verbundenen Zustandsbeschreibung der hiesigen repräsentativen Demokratie. Auch den Leserkommentaren ist hier wie insgesamt auf Ihrer Seite eine willkommene Qualität zu attestieren.

Als naiv betrachte ich jedoch die Empörung über das Handeln unserer „Politeliten". Was sollte diese bewegen, ihre Handlungsweise zu ändern? Warum arbeiten sich vernunftbegabte Menschen an den Galionsfiguren der im Bundestag vertretenen Parteien ab? Warum hegen Bürger die Hoffnung, dass ein Austausch des Spitzenpersonals eine Wende zum Positiven bewirken würde?

Das primäre Problem liegt aus meiner Sicht offensichtlich auf der Hand. Menschen gleich welcher Prägung als Erwachsene werden mit Anlagen geboren. Jedem Menschen wohnen Potentiale inne. Entscheidend für das jeweilige Resultat ist die Förderung und Bestätigung dieser Anlagen sowie eine Prise Glück. Eine bedeutende Entscheidung trifft hierbei das persönliche Umfeld, die grundsätzliche Antwort liefert jedoch das Ordnungssystem, in dem diese Menschen agieren.

Da wäre ich bei meiner Preisfrage. Welche der Parteien im Bundestag stellt die Systemfrage? Meine Antwort lautet: keine, denn würde sie es tun, wäre die auf dem Fuß folgende Konsequenz Parteiverbot.

In ca. 200 Jahren Kapitalismus hat er seit etwa 1950 knappe 20 Jahre halbwegs funktioniert. Das ist aus meiner Sicht eine erbärmliche Leistungsbilanz. Mit Beginn der 1970ziger Jahre hat er sich zunehmend seiner Fesseln entledigt. Gegenwärtig erleben wir ihn in seiner neoliberalen, globalen Phase. Das Denken der Menschen wird gerahmt durch das Diktat der erlaubten Sprache. Sprache wird gleichsam durch die ?Führungseliten? konterkariert. ?Wenn der normale Bürger einen Satz in Herrschaftssprache versteht, hat dieser Satz seinen Sinn verfehlt.? (Anleihe bei Georg Schramm) Was bleibt ist die Manipulation der Emotionen und Instinkte.

Deutschland ist Exportweltmeister = die meisten der Deutschen klatschen. Wir sind alle Weltmeister. Wir sind besser als die Anderen. Das dieser Titel zwangsweise auch auf dem größten Niedriglohnsektor in Europa gründet, blenden wir aus. Die Tatsache, dass das immer währende Anstreben dieses Titels volkswirtschaftlichem Wahnsinn gleichkommt, der Logik einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung widerspricht, der Idee von Umweltschutz diametral entgegensteht, erreicht die persönliche Rationalität nicht.

Das Primat von Kausalitäten in dem Denken der Mehrheit ist schlicht nicht vorhanden. Die Gaukler stehen am vorgetäuschten Steuerrad. Sie verbreiten die Illusion, dass die Behandlung von Symptomen Abhilfe verspricht. Wir sollten unsere geschäftsführende Kanzlerin jedoch in einem sehr, sehr ernst nehmen. Merkel als Fähnchen im Wind der Beliebigkeit lässt nur ein Dogma in ihrer Politik erkennen, die Predigt des Glaubens an ein immer währendes Wachstum = ?Wachstum hat Vorfahrt.? (O-Ton Angela Merkel.) Dem wohnt das Versprechen inne, lasst uns nur noch ein Stückchen wachsen, dann partizipieren alle. Dieses Versprechen ist ein lebenslanges Hamsterrad für den Bürger. Er hält es schneller und schneller am Laufen. Allein die suggerierte Linderung will sich nicht so recht einstellen, also lasst uns schneller treten. Die scheinheilige Predigt dieser möglichen GroKo stellt nur eine Modifikation des Irrsinns dar. ?Bildung? und Digitalisierung! Die Weissagung lautet hier, wenn die Deutschen nur gebildeter wären und auch im letzten Winkel des Landes schnelles Internet verfügbar ist, dann endlich geht es allen besser. Ich nehme gerne Wetten entgegen.

Ein Seitenblick sei erlaubt. Derzeit stellen wir die Liga der Ü90 vor Gericht, weil diese in ihren jungen Lebensjahren Angehörige der Waffen-SS waren. Der Nachweis eines direkten persönlichen Vergehens ist nicht erforderlich, weil wir eigens für diese Greise den Straftatbestand der Beihilfe juristisch ausgedehnt haben. Um Missverständnissen vorzubeugen, ich habe keinen Einwand Beihilfe in diesem Rahmen zu denken. Ich fordere jedoch Konsequenz. Wie aufrecht ist es die Verurteilung dieser Männer zu fordern, in dem Wissen um all die Altnazis in Behörden, Schulen, Parlamenten und Wirtschaft im Nachkriegsdeutschland auf beiden Seiten? Wäre die logische Konsequenz für den übergroßen Teil der heutigen Deutschen nicht das Verspüren eines Drangs zur Selbstanzeige? Straftatbestände ließen sich im Wissen um Verbrechen zuhauf finden, z.B. Kriege in Ex-Jugoslawien, Syrien, Afghanistan etc.; Wissen um die unsägliche Rolle der Treuhand und deren Betrug am deutschen Bürger; Wissen um Lieferung deutschen Senfgases an Hussein im Krieg gegen den Iran; Wissen um die Bedeutung Rammsteins für den us-amerikanischen Drohnenkrieg und Wissen um den Betrug des Unternehmens, in jenem man beschäftigt ist, am Kunden oder gar an der Gesellschaft. Diese Auflistung ist beispielhaft zu betrachten, unterliegt keiner nationalen Begrenzung und erhebt keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit. Die Urteile könnten in allen Fällen lauten: schuldig. Die Urteilsbegründung: Der/die Angeklagte hat im Wissen um Unrecht das System gestützt und keinen relevanten Widerstand geleistet.

Lassen Sie mich als weiteres Indiz für die Zustandsbeschreibung unseres Landes Sahra Wagenknecht anführen. Deren Heiligsprechung liegt mir fern, obgleich ich persönliche Sympathien für einige ihrer Reden nicht abstreiten will. Welcher Rückschluss über den Zustand unserer Ordnung ist angesichts der Tatsache Duden
zulässig, dass diese Vertreterin der angeblich linksextremsten Partei im Bundestag öffentlich Gedanken über die Erfordernis einer linken Bewegung äußert. Ich deute dies als Kapitulation des Gemeinwohls vor den herrschenden Maximen. Wenn diese Vertreterin der LINKEN die Ahnung ereilt, dass soziale Werte nicht einmal durch eine LINKE durchsetz- oder auch nur glaubhaft vertretbar sind, wäre dies die endgültige Bankrotterklärung. Mögliche Ableitungen wären: Unser Parteien- und Demokratiesystem ist im Sinne des Gemeinwohls dysfunktional gestaltet. Es begünstig die Neigung der politisch Agierenden Versuchungen zu erliegen. Die Abwertung von Bürgerinteressen ist hierbei die unausweichliche Folge. Die Motivation für den Verrat ist von geringer Relevanz, da er stets im selben Ergebnis mündet. All diese denkbaren Varianten steigern mein Vertrauen in heutige Demokratie nicht.

Man kumuliert GroKo-Vertrag, Parteidisziplin und Fraktionszwang, so entsteht der kleine ungeschriebene Bruder eines Ermächtigungsgesetzes. Es wird systematisch durchregiert, da können die in den Reihen der Opposition Purzelbäume schlagen. So schaut´s aus! Frau Merkel formuliert hier anders. Vorgeschoben staatstragend appelliert sie sinngemäß: Deutschland braucht eine stabile Regierung. Anlässlich der Bundestagsabstimmung zur Ehe für alle hob Kaiserin Angela in ihrer unendlichen Gnade und Güte den Fraktionszwang auf. Sie begründete dies mit der aus ihrer Sicht besonderen Bedeutung des Themas. Welch Höhepunkt politischer Realsatire! Die Kaiserin bestimmt in welchem Fall einige Mitglieder des Bundestages ihrem Gewissen und dem vermuteten Bürgerwillen folgen dürfen. Da in diesem Augenblick, für jeden halbwegs gescheiten Bürger sichtbar, die demokratische Maske fallen gelassen wurde, sollte die Frage nach dem ausbleibenden Aufschrei der Staatsbürger gestellt werden.

Welche Möglichkeiten ergeben sich für den widerständen Bürger? Programmbeschwerden bei den öffentlich-rechtlichen Medien dürften bei Unterstellung einer Systemkonformität der Anstalten sinnlos erscheinen. Die bloße Entfaltung von Empörung muss zwingend sinnlos erscheinen. Sie wird als heißer Dampf verpuffen. Ihren abschließenden Satz Herr Gellermann ?Man kann dem SPD-Parteitag zur Ratifizierung des GroKo-Plans nur eine glückliche Hand wünschen.? betrachte ich als gefährlich. Er wird der Verantwortung unserer aller selbst nicht gerecht, denn ginge dies daneben, schallte erneut der Spruch durch die Lande: ?Wer hat uns verraten, die Sozialdemokraten.?. Die Reflexion aller Bürger auf das Versagen der eigenen Verantwortung wird hierbei ausgeblendet.

Ich hätte da jedoch die Idee eines eigentlich winzigen ersten Schrittes. Lasst uns den Genossen von der SPD doch auf die Sprünge helfen. Jeder in diesem Land, der im letzten September sein Kreuz bei keiner der GroKo-Parteien machte und alle Nichtwähler, basteln sich ein Schild. Darauf steht geschrieben: CDU - CSU - SPD Ich habe Euch nicht gewählt. Mit diesen Schildern versammeln sich alle genannten eines Sonntags im ganzen Land auf Plätzen und Straßen. Eine friedliche, stumme Kundgebung geprägt von Redeverbot für alle, von tiefem Respekt vor zu unterstellenden etwaigen anderen Meinungen von Teilnehmern in Detailfragen. Bedenkt man die Wahlergebnisse der genannten Parteien unter Berücksichtigung der Wahlbeteiligung müsste hieraus ein Meer an Schildern resultieren. Auch wenn diese Massen sich nicht einig sind in dem was wollen, wären sie sich in einem Punkte einig. Sie wüssten wenigstens in einem Fall, was sie nicht wollen. Das wäre doch zumindest ein Anfang, ein kleines Zeichen.

Allen (einschließlich meiner selbst), die hierzu nicht bereit sind, rufe ich zu: Tja dann lieber mal das Köpfchen senken, die Schnauze halten, auf in ein weiter so! Und ich rufe schuldig, das System wider besseren Wissens gestützt, keinen ausreichenden Widerstand geleistet.

Herr Gauland rief nach der Wahl: Wir werden uns unser Land, unser Volk zurückholen. Ich denke, die Bürger müssen sich ihren Staat zurückholen, denn nach meinem Demokratieverständnis besteht die höchste Auszeichnung eines Staates darin, die Summe der berechtigten Interessen seiner Bürger wahrhaft zu verkörpern und gleichzeitig seine Nachbarn als gleichberechtigt anzuerkennen.

Abschließend, wenn Menschen in die falsche Richtung laufen, bedeutet jeder weitere Schritt nicht Fortschritt, sondern lediglich nur einen weiteren Schritt in die falsche Richtung. Eines der höchsten Zeichen menschlicher Größe ist die Bereitschaft sich selbst und seinen Mitmenschen Fehler einzugestehen. Also machen wir uns auf, bemühen wir uns redlich und im Bewusstsein um die eigene Fehlerhaftigkeit und die unseres Gegenübers.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen mahnende Sonntage!

PS. Der sich heute abzeichnende Personalwirbel in der SPD-Spitze wird vermutlich inhaltlich nichts verändern. Der Karren erhält eine etwas andere Lackierung und mit neuem Funktionärspersonal am Steuer geht die wilde Fahrt weiter. Alles wie gehabt!

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift ist deutlich länger als der Artikel. Einmal veröffentliche ich solch eine Überlänge.
Was das Zitat des alten CDU-Kader und Prä-Faschisten Gauland in diesem Zusammengang soll ist unverständlich.


Am 09. Februar 2018 schrieb Heinz Schneide zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Die wahre Größe der neuen GroKo wird offenbar vollkommen verkannt.

Dabei enthält der Koalitionsvertrag Festlegungen, die man noch in hundert Jahren staunend als höchste jemals erreichte Regierungskunst aller Zeiten ehrfürchtig zitieren wird, z.b.:

"Wir stellen für die Zuwanderungszahlen fest, dass sie basierend auf den Erfahrungen der letzten 20 Jahre sowie mit Blick auf die vereinbarten Maßnahmen und den unmittelbar steuerbaren Teil der Zuwanderung die Spanne von jährlich 180.000 bis 220.000 nicht übersteigen werden."


Am 09. Februar 2018 schrieb Spargel Tarzan zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Mit so knapper Mehrheit, wie die Zustimmung zu den Koalitionsgesprächen ausfiel (ein Schelm wer böses dabei denkt), so knapp werden sich angeblich die Parteimitglieder der Asozial Demokraten für das Große Kotzen aussprechen. Das walte Chulz. Dann ist jeder Tag Martinstag und nicht rein zufällig der Beginn der närrischen Zeit. Die lieben Genossen werden es genießen und sich im faden Schein des Irrlichtes sonnen.


Am 09. Februar 2018 schrieb Marc Britz zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Lieber Uli,

sich jetzt nicht hinzusetzen und fettgedruckt zu schreiben "Seht ihr, hab' ich Euch doch gleich gesagt, bleibt alles beim Alten - trotz Wahl!" ist Zeichen Deiner Integrität. Denn dank der von Dir professionell durchgeführten Vivisektion am Koalitionsvertrag, lässt sich gut erkennen, dass wenig beim Alten bleiben und wie viel schlimmer die Zukunft noch werden wird.

Diese meineidige Bande von profitgeilen Verrätern wird uns alle ans Messer liefern. Und ich fürchte dass ihnen mit demokratischen Mitteln nicht mehr beizukommen ist. Es sei denn, man berufe sich hierauf:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Kann mir bitte mal ein Verfassungsrechtler erklären wie Punkt (4) Demokratie- und Verfassungskonform umzusetzen wäre? Ehrlich, denn an der Zeit wär' es schon.


Am 09. Februar 2018 schrieb Edgar Schneider zum Artikel:

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone

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Aus Spitzenkreisen der ehemaligen Arbeiterpartei SPD ist zu vernehmen, dass man nach dem Rücktritt von Antidemokrat und Eurokrat Schulz-Würselen als Parteichef, es sich nun nicht in einer heimeligen Schurkel-Melz-Koalition gutgehen lassen zu können. Man freue sich aber trotzdem auf die Ladykracher-Koalition Mehles-Nackel-Proll. Das sei schließlich auch nicht schlecht, zumal Nahles-Proll die Union in einer Koalition zu Brei hauen will. Wenn alles nicht so traurig und gefährlich wäre, müsste man sich ob der peinlichen Vorstellung des Berliner Marionettentheaters von früh bis spät vor Lachen auf die Schenkel klopfen. Ade Schurkel-Melz, ein dreifach Helau und Alaaf auf Mehles-Nackel-Proll.


Am 09. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter zum Artikel:

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Diese sogenannte "große Koalition" repräsentiert ungefähr 36% der Wahlberechtigten. DAS ist repräsentative Demokratie! Und mit einem so überzeugenden Mandat kann man jetzt vier Jahre lang das Unwohl des deutschen Volkes mehren und Wohlergehen von ihm wenden. In zunehmendem Maße ringe ich um Worte, die den Zustand unseres Landes in Europa und der Welt auch nur annähernd beschreiben. Geht es im Mutterland der repräsentativen Demokratie womöglich demokratischer und transparenter zu als hierzulande?

Antwort von U. Gellermann:

Was mag das Mutterland der Repräsentativen Demokratie sein? Die USA, England oder Island (das „Althing“ in Island gab es erstmals 930)? In allen genannten Ländern kann ich nichts besonders Demokratischeres erkennen. Höchst demokratisch waren die leider kurzlebigen Räte-Demokratien: Die Pariser Commune zum Beispiel.


Am 09. Februar 2018 schrieb Alles nur Satire zum Artikel:

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Ich habe das Paier auch gelesen.
Die Arbeit und Mühe bestand darin, das Herrschaftsgeschreibsel zurück zu übersetzen, in: was meinen die wirklich?

Ein Krieg gegen Russland ist nicht mehr die Frage: Ob?, sondern Wann?

Die VRCh wird sich nicht neutral verhalten können.Denn sie wären die Nächsten im Falle eines NATO-Sieges, welche Zerstörungen und Leid ein solcher Sieg auch zeitigen wird.

Schulz mit seiner EU-Diäten-Vergangenheit ist also prädestiniert, mit Macron Europa und die Welt neu zu ordnen. Auch kulturell, was aber im Marktradikalismus immer wirtschaftlich/militärisch bedeutet.

Der Seeheimer Geselle Scholz wird zur Spitze seiner Inkompetenz geleitet.

Und Frau Bätschi wird die spd vollends gegen die Wand fahren. Das befürchten auch einige spd-Mitglieder durch einem offenen Brief an Chulz.

Die Personalie Seehofer ist einfach nur ein Tiefschlag gegen noch verbliebene Bürgerrechte und Freiheiten.

Die GroKO III bläst zu neuen Gefechten, gegen die meisten Bürger. Weiter so!



Am 09. Februar 2018 schrieb Jürgen Heiducoff zum Artikel:

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Weitgehend losgelöst von der Basis haben die Eliten der GroKo in übernächtigtem Zustand einen Vertrag zusammen genagelt, der in vielen Punkten nicht dem Willen der Deutschen entspricht.
Ich zweifle stark an, dass die Mehrzahl der Wähler von CDU/CSU und SPD während des Wahlaktes eine Militarisierung der Außenpolitik im Auge hatte. Und ich glaube auch nicht, dass diese Wähler sich von den Schreckensbildern der erfundenen Gefahr aus Russland leiten ließen.
Bei einer realen militärischen Bedrohung aus dem Osten Europas wäre es zudem gegenüber den Bürgern unserer Republik unverantwortlich die eigenen Verteidigungsressourcen so zu verzetteln, dass sie gleichzeitig von Afghanistan über Mali und Jordanien/Syrien bis zu kleineren Einsätzen im Irak, im Sudan, Somalia etc. reichen. Und das alles unter den Bedingungen der bekannten unzureichenden personellen, organisatorischen und technischen Einsatzbereitschaft von Teilen der Bundeswehr.
Der derzeitige und künftige Verteidigungshaushalt verschlingt so viel Geld, dass die Lösung der dringenden sozialen Aufgaben (Bildung, Gesundheitswesen und Pflege,Wohnen etc.) und die Verkehrs-, Umwelt- und Infrastrukturvorhaben nicht finanzierbar sein werden.


Am 09. Februar 2018 schrieb Helene+Ansgar Klein zum Artikel:

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GroKo, mir graut vor Dir!


Am 09. Februar 2018 schrieb Reinhard Lerche zum Artikel:

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Großartig
Mit leider wenig Hoffnung auf eine positive Veränderung
Gaaanz sicher werden die SPD-Durchwinker das üble Machwerk durchwinken.
Die Propaganda läuft ja auch schon auch Hochtouren: "Bild", "Die Welt", ARD und ZDF, "Gewerkschaftsfunktionäre" etc.
Was vielleicht noch zur "Unterstützung" fehlt ist irgend ein "Linker" der handgreiflich wird und dann sind die 56% Zustimmung gaaanz sicher.
Und dann so unterhalb der Wahrnehmungsschwelle kommen die neuen Gesetze gegen "Gefährder", Russen, Linke . . .
Ich frage nicht, was aus uns werden soll. Ich frage stattdessen, was aus der Kriegspropaganda wird! Die Investitionen müssen sich ja irgend wann amortisieren!
Alles wird schlimmer für uns und fast alle machen mit.
"Eine Millionen Fliegen können nicht irren - Scheiße schmeckt gut!"


Am 09. Februar 2018 schrieb Der Linksliberale zum Artikel:

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"Das Grundübel der SPD-Granden der Neuzeit? Diese (Boss) Genossen glauben an die „demokratische westliche Wertegemeinschaft“ und an die „Mitte der Gesellschaft“. Diese dümmlichen hohlen Phrasen werden von M. Schulz und Genossen geliebt und wenn dann noch die Medien was von „Verantwortung für Deutschland“ über diese Phrasen kübelweise ausgießen, dann kommt der/die Genosse (in) „Nahlessteinmeyerschultzgabrielschröderundwiesiealleheißen“ zum Zug. Sie gerieren sich zum Retter von Hartz IV, der Weiterführung der kriegerischen „Friedenseinsätze“ weltweit und flehen die Konzerne an, ihre Pflanzenschutzmittel über deutsche Felder zu sprühen, auch sollen deutsche Panzer und „Wehrtechnik“ für Kopfabhackerdemokratien, wie Saudi-Arabien, feil geboten und geliefert werden. Das nachstehend vermeldete Ereignis ist bestenfalls eine Panne im Großen und Ganzen: In NRW werden jetzt die Sozialtickets (Nahverkehr) von der CDU / FDP Regierung abgeschafft - das eingesparte Geld (40 Mio ) soll in Zukunftsprojekte gesteckt werden- und was meint dieser nuschelnde Christ Laschet was Zukunft ist? Nein, nicht die Menschen oder sozial abgehangene Kinder, nein: Zukunft, so sagt es sein Minister, ist der Straßenbau mit übergroßen Gullys wegen der Klimakatastrophe, da geht die Kohle hin. Das liebe SPD Mitglieder ist in Wahrheit die CDU und in einer GROKO auch ihr. Aber die alte Tante SPD verrät nicht zum ersten Mal das linke Lager in Deutschland, sie ist das Synonym für Verrat an den arbeitenden und besitzlosen Menschen, sie verrät die ärmsten und damit hilflosesten Menschen der Gesellschaft. Reinhard May singt in einem seiner Lieder: „es spricht der Politiker zum Bischof: halt Du sie dumm, ich halt sie arm“. Das liebe „Restlinken“ in der SPD ist es, was Frau Kanzlerin Merkel von Euch will. Zur Ehrenrettung der alten Tante SPD noch das: durch meine politische Tätigkeit, kenne ich Sozialdemokraten (und das sind echte soziale Demokraten) die sind auf unserer Seite, aber ich sage denen auch: Eure SPD-Führung wird in der nächsten GROKO alle sozialistischen Mindeststandards aufgeben und Euch verraten.
Lieber Uli Gellermann, ja die SPD wird in eine GROKO gehen, zum Schaden der Armen, der Besitzlosen (an Produktionsmitteln) und der friedlichen Menschen und zur Rettung von Siemens und DB, aber es ist sinnlos und müßig der SPD im Kampf für Gerechtigkeit und gegen Krieg hinterher zu laufen. Wir sollten die moderne SPD als das sehen was sie ist, sie ist eine sich sozialdemokratisch gerierende CDU.


Am 08. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

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SPRUCH ZUR MÜNCHNER
SICHERHEITSKONFERENZ 2018

Zu Schuhplattler, Hackbrett, Jodler und Zither,
passt kein atomares Endzeitgewitter!
Sagt Nein zur Versuchung, stellt den Frieden voran!
Geht in Euch, tut Buße,
nehmt Euch die Muße,
Wandel wär super, fangt endlich an!

ERINNERUNGSSPRUCH AN DIE REGIERENDEN, DIE DEN WELTKRIEG II NICHT ERLEBEN MUSSTEN

Wer wie ich noch die Märsche der Wehrmacht im Ohr hat,
und die markigen Stimmen zur Wochenschau,
und liest, was die Bundeswehr zukünftig vor hat,
dem graust vor der Aussicht bis hin zu Schwarzgrau.

Damit sich das Schwarzgrau nicht blutigrot färbt,
sagt Nein zum Nachlass, den Ihr ererbt!
Versucht es einmal mit Nächstenliebe!
Nehmt Euch zurück, seid hilfreich und gut.
Ja, wir waren einst Mörder und Diebe!
Zeigt, dass auch Ihr dagegen was tut!


Am 08. Februar 2018 schrieb Hans Informat-Ion zum Artikel:

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Wenn ich schon "GroKo" höre, dann kommt mir das "Große Kotzen"! Für Deutschland, Russland und andere Länder wird die "GroKo" eine "Große Komplikation"!


Am 08. Februar 2018 schrieb Wolfgang Gregor zum Artikel:

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Guten Tag liebe RationalGalerie, Herr Ulrich Gellermann,

Ich habe soeben von befreundeten, wachen Köpfen von dieser Seite erfahren und möchte mich gerne in Ihren Verteiler eintragen lassen.
Das, was ich bei Ihnen im kurzen Überblick gelesen habe, überzeugt und beweist Sachverstand... davon möchte ich mehr lesen....

erst einmal viel Erfolg bei dieser so wichtigen Arbeit...

Antwort von U. Gellermann:

Ihre Adresse ist jetzt im Verteiler.


Am 08. Februar 2018 schrieb Reinhard Hopp zum Artikel:

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Wer hat uns verraten, wer hat uns verraten? Es stellten sich denen, die wirklich verfügen, mal wieder zur Verfügung Sozialdemokraten. Die große Verfügung begann zu siegen.? (Franz Josef Degenhardt: in "Fast autobiographischer Lebenslauf eines westdeutschen Linken" aus seiner LP "Im Jahr der Schweine", 1969)


Am 08. Februar 2018 schrieb Matthias Brendel zum Artikel:

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Alles riecht nach Krieg.
Wir sind mal wieder als Schlachtfeld auserkoren.
What else is new?

Wer für ein friedliches Europa mit Russland ist, der wird weggebrüllt, dabei ist Russland das grösste und neben Deutschland wichtigste Land in einem gemeinsamen Europa.
Warum sieht das keiner von den Figuren, die sich jetzt zur neuen Groko aufmachen?
Eine SPD, die für Frieden stünde, hätte doch beste Chancen.
Warum nur diese weitere Drecks Aufrüstung?
Weil Krieg Geld bringt und ein System unendlichen Wachstums stützt.
Es ist ein teuflisches Spiel, was hier vor unser aller Augen abläuft, das System braucht neue Beute und Russland ist zu verlockend mit all seiner Landmasse und seinen Rohstoffen.
Darum muss diese Koalition mit diesem Personal unbedingt durchgewunken werden, denn die machen alles mit, was die NATO sich so ausgedacht hat.
Diesem Aussenminister würde ich nicht mal an der Tür Bürsten abkaufen.


Am 08. Februar 2018 schrieb Paulo H. Bruder zum Artikel:

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Zustimmung zu der Bemerkung von Susanne Kreuzer über DIE LINKE, ferner besonders dazu, dass CDU/CSU/SPD mit ihrer Politik die AfD ins Parlament gebracht haben (und, wie ich meine, in die Regierung noch bringen werden).


Am 08. Februar 2018 schrieb Alexander Kocks zum Artikel:

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Ich sehe die neue GROKO nicht so negativ. Im
Gegenteil, ich denke das wird unserem Land eine einmalige Chance geben das Parteiengefüge bestehend aus den jetzigen Altparteien auf Dauer los zu werden oder grundlegend zu erneuern. Merkel und Konsorten haben in den letzten 15 Jahren dieses Land zielgerichtet gegen die Wand gefahren und werden das auch so lange fortsetzen wie möglich. Die finanzielle und moralische Basis dieses Landes ist so zerrüttet das m.E. nur ein Neuanfang Besserung
verspricht. Mit den Altkadern in den Parteien
und in den Führungen ist m.E. kein Neuanfang
möglich. Die müssen weg und das geht wohl nur wenn die Altparteien in der jetzigen Form verschwinden. Es ist ja nicht so, dass das Problem nur bei Merkel, Seehofer, Schulz und anderen Führungsfiguren liegt, sondern die gesamten Parteikader aller Altparteien haben das Spiel mitgemacht und versagt. Ich weigere
mich zu akzeptieren, dass die Parteien die dieses Fiasko zu verantworten haben dazu in der Lage sein könnten die Probleme zu lösen.
Das ist so wie beim Alkoholiker der erst eine
Entziehungskur akzeptiert wenn er in der Gosse gelandet ist, und die Erkenntnis kommt dass der Tiefpunkt erreicht ist.
Der kleinste Wirtschaftsabschwung wird reichen um diese Figuren in Berlin ganz alt aussehen zu lassen (2009 lässt grüßen) und die Zeichen mehren sich (Anstieg der Zinsen, Crash-Kurse an den Börsen und Schuldenberge in unvorstellbarer Höhe). Da wird auch die Gelddruckmaschine von Herrn Draghi oder das Verstecken der Schulden in Nebenhaushalten nicht helfen. Wenn das ökonomische Model von Merkel und Draghi (Gelddrucken so schnell die Maschinen rotieren können) funktionieren würde hätte man das schon vor 1000 Jahren eingeführt.
Ich glaube wir sehen interessanten und aufregenden Zeiten entgegen.


Am 08. Februar 2018 schrieb Peter Stribl zum Artikel:

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Angebracht wäre die Bezeichnung KleKo angesichts der Wählerstimmen, die diese Vereinigung angeblich repräsentiert. Gewählt worden sind Parteien, keine Koalitionen. Hinter dem Trommelfeuer, das in Richtung großer Koalition veranstaltet wurde, steht der Wunsch nach einer "stabilen Regierung". Aber: wie instabil ist eine Minderheitsregierung, die sich für jedes Gesetz um eine Mehrheit bemühen muß? Es geht also folglich um den bequemen Weg des Fraktionszwangs, der meiner Meinung nach gegen das Grundgesetz verstößt. Man möge mir die Naivität nachsehen, daß ich mich darauf berufe.

GroKo ist in dem Zusammenhang für das Große Kotzen reserviert, das uns heimsuchen wird, sollte die SPD-Basis diesen Irrsinn durchwinken.


Am 08. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

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1989 in den sich verändernden politischen Macht- und Kräfteverhältnisse haben wir uns, das Volk, viel zu vieles in der Politik, aus der Hand nehmen lassen. Langsam schleichend hat sich der Neoliberalismus, der lange an die Türe geklopft hatte, und deren Vertreter nur darauf gewartet haben, ihm die Türe zu öffnen, und ihn herein zu lassen, durchgesetzt.
Der Stein kam in Rollen, und er rollt bis Heute.
Entscheidende Errungenschaften, die die Arbeiterbewegung erlitten und erkämpft hat. ist auf dem Silbertablett denen serviert worden, die Jahrzehnte auf diese Chance gewartet haben, um es dann Geschichte werden zu lassen.
Ob es sich um die Arbeitnehmerrechte, um menschenwürdige Alten- und Krankenpflege, Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, Bildung für Alle, Abrüstung, An den Universitäten die Freiheit von Forschung und Lehre, dass und vieles mehr haben wir uns wegnehmen lassen.
Sicherlich wird es Gründe und Erklärungen geben, doch darum geht es jetzt nicht.
Die autoritären Strukturen, die immer vorhanden waren, jedoch nicht so sichtbar konnten sich immer mehr durchsetzen, und die Erkenntnis, dass die Politker in ihrer eigenen Welt leben, und die Handlungen sich mehr um die eigene Karriere, und sich um die Interessen derer kümmern, die letztendlich bestimmt haben, wer Kanzler bleiben soll, gedreht, und so wurden die Weichen so gestellt, dass die sPD Mitglieder, wenn auch mit der Faust in der Tasche zu stimmen werden, denn bei Neuwahlen gäbe es vielleicht keine nennenswerte sPD mehr, und so bleibt es wie es war. Von politischen Idioten umzingelt, und was mich wirklich piesakt ,ist die Dummheit und die Geschichtslosigkeit, die mich zutiefst beschämt, was das blöde, dämliche Geschwafel und Geschwätz dieser grottenschlechten und hochbezahlten Politikern zum Besten geben. Die USA haben sich mal wieder durchgesetzt, die 2 % waren lange Zeit im Gespräch, doch das Volk spielt an dieser Stelle nicht so mit, wie gedacht, und so wird es als "europäische Notwendigkeit" verbraten,und gegen Russland. Truman hatte bereits eine klare Position zur Sowjetunion, und daran hat sich heute nichts geändert. Und wer denkt, dass es ohne die Aufarbeitung der eigenen Geschichte geht, der schonungslosen Analyse derer, und die darausfolgenden Schlüsse ziehen, geht, der irrt sich.
Die Sowjetunion, ohne sie, wäre der friedliche Abzug aus der DDR niemals möglich gewesen, und wieviele Hände soll Russland denn noch in Richtung Deutschland reichen ?
Und nun das alte Spiel: Der Russe wars, der Russe ist es, und der Russe wird es sein, und Deutschland, dass eine historische Verantwortung hat, hat nichts besseres zu tun, um der NATO ein Angebot zu machen, durch die olle Pickelhaube der Nation, dass sie besser ablehnen sollten,es aber sicherlich nicht tuen werden, und so hoffe ich aus der Tiefe des Herzens, dass die Völker, besonders in Europa sich über die Notwendigkeit bei der elementarsten Frage im Klaren sind, nämlich die von Krieg und Frieden zu einer Kraft zusammenfinden, und die Kriegstreiber ein für allemal vom Hof jagen, und wir in Frieden und Freundschaft miteinander leben können, und den Völkern Russland verbunden sind.
Erbärmlich und erschütternd, wie sich der "Rechtsstaat" zu Stalingrad verhält. Am 2. Februar jährte sich Stalingrad, heute Wolgograd zum 75.Mal.
Eine Schande, was wir für verkommene Politiker haben. Israel wird hofiert, und die können machen, was sie wollen mit dem palästinänsischen gequälten Volk.
Und die üble dreckige Bündnistreue zu den USA, dem größten Kriegsverbrecher aller Zeiten spricht Bände. Deutschlands Einmischung in die Belange anderer Völker lässt den Schluss zu, dass sie es nicht verknusert haben, und ihren Rüssel, ob in Afghanistan, in Mali reinstecken müssen, und dieses ausgeleierte Wort von Verantwortung ständig überstrapazieren, denn ein bisschen Erweiterung kann ja nicht schaden.
Da fällt einem nur noch die "Rocky Horror Picture Show," ein, nur über die Rollenverteilung bin ich mir nicht sicher.
Vielen Dank, und eine gute Gesundheit, nach der Durchsicht solch eines Koalitionsvertrages, der mit "wir prüfen", "wir wollen", weniger mit "wir werden" bestückt ist, ausgehalten zu haben.


Am 08. Februar 2018 schrieb Karola Schramm zum Artikel:

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Danke lieber Uli Gellermann, dass Sie sich die Mühe machten, uns hier über die wichtigsten Stellen im Koalitionspapier nicht nur aufzuklären, sondern auch, da sprachlich nicht möglich, per Auslassung bestimmter Buchstaben, dennoch den "Geist" eines verstorbenen Sprechenden mitschwingen ließen, der sich in diesem Vertrag verbirgt.

Dieses Getöse um die Regierungsbildung.... sie war eine Inszenierug von Propagandisten ! Schulz war niemals gegen die Groko, die SPD war es niemals. Alles Show, Theater. Großes Kino. Das Manuskript samt Dramaturgie lag lange schon bereit in Brüssel. Schulz ist ein Freund von Brüssel, der expandierenden EU, der militarisierten EU, der zerstörerischen EU der die Nationalstaaten zuallererst weichen müssen.

Intakte, glückliche Sozialstaaten bringen keine Krieger hervor.

Eine EU der Vater- und Mutterländer scheint dann doch, in der das Kapital mit Begeisterung Kriege führen will, nicht sinnvoll und auch nicht gewollt zu sein.
Zentralismus ist das Zauberwort der Diktatoren. Merkels persönlicher Plan: Präsidentin dieser EU zu werden - nach der Kanzlerschaft - neben der USA, die es vorgemacht hat in ihren Bürgerkriegen, wie man alle Staaten unter einen Hut bringen kann. Deshalb auch Vergrößerung und Verstärkung der europäischen Battle Groups, die schnelle Eingreiftruppe, die überall, wo es brennt (und wenn nicht, wird Brand gestiftet) zur "Sicherung des Friedens" eingreifen kann. So wird es dem Volk erzählt. Und wer daran dann nicht glaubt wird eingeschüchtert, diskriminiert. Schimpfe einer mal auf Erdogan...

Mit Werten hat das Alles nichts zu tun, denn Werte kennt der globlisierte Raubtierkapitalismus nicht und auch keine Nationen. Er kennt nur Bodenschätze, die es sich zu erräubern gilt. Wenn nicht freiwillig, dann mit Gewalt, genau so, wie es Merkel auf einer Müncherner Sicherheitskonferenz (2006 ?) gesagt hat: "Die zentrale außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehen Mittel reichen von freundlichen Worten bis hin zu Marschflugkörpern." Gesagt - getan - .Mit diesen deutlichen Sätzen hatte zuvor Madeleine Albright die amerikanische Außenpolitik vorgestellt.

Was v.d.Leyen angeht, so steht die deutsche militärische Führungsmacht auch schon länger fest. Selbst wenn andere EU-Staaten sie selber haben wollten - es muss doch einen Sinn gehabt haben, alle anderen EU-Mitgliedstaaten so zu destabilisieren, dass sie diese Machtstellung gar nicht bekommen können.
So fügt sich die deutsche, politische Vergangenheit fast nahtlos in die Gegenwart ein, die jetzt anders genannt wird: Neoliberalismus - ein Konglomerat von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus.


Am 08. Februar 2018 schrieb Gideon Rugai zum Artikel:

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Die verutschten ä , ü und ö Punkte im Text (zumindest in meiner Ansicht) nehme ich mal als dauerhaft vor extremster Skepsis hochgezogene Augenbrauen :)...

Ich hatte erst kürzlich ein paar Gedankengänge zum Thema "Lüge" :
Wer, aus welchen Gründen auch immer selbst schon mal eine Lügengeschichte in die Welt gesetzt hat, weiß welch virulent-unheimliches Eigenleben ein solches Konstrukt annehmen kann : Hier hat man sich verplappert, dort möglicherweise ein entscheidendes Detail vergessen, sodaß man ständig nachbessern , auf eine kleine Lüge noch eine weitere, womöglich größere drauflegen muss, um den homogen-hingeflickschusterten Gesamteindruck nicht zu gefährden und so geht es dann immer weiter, bis aus ein paar "dahingeflunkerten" (Lüge ist immer Lüge) Schneeflöckchen eine Lawine geworden ist, die ganze Täler unter sich begräbt.

Und last not least ist man als mittlerweile notorisch Lügender so komplett in seine eigene Lügenmärchen verstrickt (Merke: Die beste Lüge ist immer die in der ein Fünkchen Wahrheit mitschwingt), dass man sogar selbst dran glauben wollen kann.
Das würde ich mal als weltpolitische Bestandsaufnahme für den Zustand der derzeitigen Herrscherkaste gelten lassen und beantwortet warum sie im AA-Lügenranking einfach too big too fail ist.
Die simple Wahrheit über viele Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts (besonders deren wahre Hintergründe), abseits des offiziellen Narrativs , dürfte den "kleinen Mann" sicher den Atem stocken lassen, aber für die Herren der Lüge wäre es die absolute Katastrophe u. käme in deren Einbildung dem so gern beschworenen Untergang des Abendlandes gleich - mal ganz davon abgesehen, dass sich die Merkels, Schulzes, Schäubles, Nahles dieser Welt wieder vor Forken, Spitzhacken und Mistgabeln fürchten müssten , die jederzeit um die Ecke biegen könnten.

Einfach gesagt : Da gibt es nur ein "alternativloses" WEITER SO !! !!

Antwort von U. Gellermann:

Die verrutschten Umlaut-Punkte sind nicht durchgängig.


Am 08. Februar 2018 schrieb Ronald Wolf zum Artikel:

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Dieser deutsche Größenwahn ist unerträglich. Ich hatte keine Hoffnung, dass mit einer neuen Groko da eine Veränderung zu feiern wäre. Wie der großartige Uli Gellermann erinnert geht es doch immer wieder nur um Profitmaximierung, vor allem für die Rüstungsindustrie. Die "kulturelle" Weltausrichtung ist interessant, ist es doch die seit Jahrzehnten praktizierte Art der USA Länder zu destabilisieren und "Regimechanges" herbei zu führen.
Ich bin Baujahr 56 und habe in meiner Stadt (die im 2. WK zu 80% zerstört wurde) noch in Ruinen gespielt. Damals waren es kindliche Abenteuer, im Rückblick bekomme ich das Gruseln. Die aggressive Natopolitik und die arrogante deutsche Außenpolitik erinnern mich an zerstörte Häuser und Stadtteile, weil auch damals ein großartiger Feind erfunden wurde.


Am 08. Februar 2018 schrieb Andreas Schell zum Artikel:

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Fast alle personellen und politischen Entscheidungen, die mit der GroKo einher gehen, sind unerträglich. Autoritärer Neoliberalismus bläst mit polizeistaatlichem Getöse zum Russlandfeldzug, um das ewige Wachstum der großen Vermögen noch ein Paar Jahre zu erhalten. Das langweilige Weiter-So wird durch ein aggressives Jetzt-Erst-Recht ersetzt. Immerhin bleibt die Kontinuität gewahrt: der neue Außenminister ist genau so ein dreister Lügner wie sein(e) Vorgänger, und an Ersatz der einsatzgeilen Kriegsministerin denkt man nicht einmal. Man darf gespannt sein, von welcher Lobby der Herr Gabriel jetzt die Gage für die vielen korrupten Gefälligkeiten bekommt, die der den Großkonzernen zugespielt hat.

Aktuell muss ich mich jeden Tag zur politischen Lektüre aufraffen. Der Michel hat hingegen offenbar resigniert: kaum jemand interessiert sich noch für Politik, vielleicht weil der Club selbst so massive Verschiebungen in der Parteienlandschaft, wie bei der letzten Bundestagswahl einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Das ist zwar verständlich, aber leider falsch.

Wir brauchen einen kompletten Neuanfang.


Am 08. Februar 2018 schrieb Elke Zwinge-Makamizile zum Artikel:

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Danke, Uli Gellermann, ich sehe kein Licht am Horizont (es sei denn die SPD-Basis verfügt über vernünftige karriere- Unabhängige bei der Abstimmung). Was für ein GroKo-Verhandlungs-Clou! Mit Schulz als Außenminister braucht doch keine CDU/CSU ( das Kapital mitgedacht) Bedenken zu haben, z. B. der European Round Table kann's zufrieden sein und hat sicher auch mitgemischt. Schulz als "echter" Europäer hat von Haus /Brüssel aus die Europäische Verfassung (Lissabon-Vertrag) ins Herz geschlossen. Deren Aufrüstungsverpflichtung und Effizienz für die Rüstungsindustrie nebst Nato-Beschluss zur 2% BIP Aufrüstung. Es ist doch klar, dass das finanziell und ideell (dank aller mainstream-Medien, die da mitspielen) eine soziale Politik, die die Schere zwischen reich und arm mildert, nicht mehr wirksam möglich ist.
Dann auch noch Kampfdrohnen-Anschaffung, danach darf darüber debattiert werden und die Festschreibung des Afghanistan-Einsatzes, alles das hat nicht mehr einen Funken von einer SPD-Brandt-Politik an sich, noch weniger von Bebel.
War Gabriel nicht genügend angepasst wie auch damals Westerwelle nicht.? Schulz 1. Wahl? Dessen Wort wie in den Wind geschrieben ist, allerdings mit Rückenwind von denjenigen, die Uli Gellermann genau benennt, die mit Schulz einen Erfüllungsgehilfen mehr für ihre neoliberale Politik haben.
Aber ein Licht bleibt immer am Horizont, und geht nie unter -wie auch Siera in einem Kommentar schreibt: Menschen,Bundestagsabgeordnete, Organisationen, die nicht mitmachen, die Auslandseinsätze ablehnen, "abrüsten statt aufrüsten" unterstützen und verlangen, den Staatshaushalt sozial auszurichten Da sind in der SPD sicher auch welche dabei- in einer Opposition.


Am 08. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter zum Artikel:

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Etwas anderes als ein schwülstiges Bumms-täteräh war von CDUSPDCSU nicht zu erwarten. Die SPD-Führung weiß, dass es bald nichts mehr zu führen geben wird. Das ist jetzt der Abgesang einer Partei, die sich ohnehin noch nie anders denn als Puffer zwischen Sozialismus und Kapitalismus verstanden hat. Und seit dem Fall Schröder hat der führende Genosse nur noch ein Ziel: Reich werden. Die jetzige SPD-Führungsblase hat verstanden, dass die laufende Wahlperiode vermutlich die letzte Chance darstellt, sich den Herren des Geldes so dienstbar zu machen, dass dabei ein angemessen gefülltes Nummernkonto (o.Ä.) für die Jahre danach heraus springt. Von einer Mitgliederbefragung wird man sich dieses Projekt nicht vermasseln lassen. Wenn die Genossen nicht - erwartungsgemäß staatstragend - freiwillig einknicken, muss man eben kreativ auszählen.

Tja: Von CDU etc. hätte man nichts Anderes als eine derartige Machtadhäsion erwartet. Bei einer Partei, die gegen alle Vernunft noch immer dem "linken Spektrum" zugerechnet wird, erwartet man - wiederum gegen alle Vernunft - eine Orientierung an linken Werten.

Also alle aufwachen! Die SPD ist schon lange keine linke Partei mehr (wenn sie es denn seit Weimar jemals war) - spätestens seit der Schröder-Katastrophe. Wir haben von ihr nichts, aber auch gar nichts, zu erwarten, es sei denn wir sind reich und wollen noch reicher werden, denn die Schulzens und Scholzens werden in den nächsten Jahren nach Kräften Allgemeine Güter in die großen Taschen der Reichen schaufeln.

Alles Andere wäre ein Wunder, und an Wunder glaube ich nicht .


Am 08. Februar 2018 schrieb Dennis Rehrmann zum Artikel:

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Zunächst einmal erlaube ich mir, Ihnen für Ihre andauernde Arbeit zu
danken, die mir oft ermöglicht, an den Bäumen vorbei den eigentlichen
Wald wieder zu entdecken.

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich sind Sie jetzt im Verteiler.


Am 08. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

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DEM SPD-PARTEITAG
ZUR HILFESTELLUNG GEWIDMET
(angeregt durch einen Beitrag von Arnold Schölzel auf Seite 8 der überregionalen Tageszeitung "junge Welt" von Donnerstag, dem 8. Februar 2018)

Was ist fair und was unfair im Lande Schwarz-Rot?
Die Antwort gibt euch die Mehrwertsteuer:
Für Superreich günstig, für Arme stets teuer
im Hinblick auf Fülle zu Knappheit und Not.

Warum Milliardäre Frau Merkel so lieben?
Und weshalb das selbst der Dümmste erkennt?
Auf Babywindeln neunzehn Prozent,
auf Rennpferde nur sieben!


Am 08. Februar 2018 schrieb Eckhard Dietz zum Artikel:

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Vielen Dank für die Arbeit, die hinter dem Artikel steht und die sich selber nur Wenige machen wollen oder können. Und natürlich Dank und Bewunderung dafür, wie die ganze Sch... dargestellt wird.


Am 08. Februar 2018 schrieb Paulo H. Bruder zum Artikel:

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In der Koalitze starren die "Partner" auf ihre künftigen Wähler/innen (bzw. was sie dafür halten) einerseits und auf die Lobbyisten aus der Digital-, Rüstungs-, Export- und Verkehrswirtschaft andererseits. Da kann man leicht die bereits und noch stattfindenden Kriege übersehen. Und das Elend im Land und draußen. Hauptsache, "wir" haben eine Regierung.


Am 08. Februar 2018 schrieb Susanne Kreuzer zum Artikel:

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Großartiger Artikel. Mit wenig Hoffnung auf die Vernunft, befürchte ich doch, dass die SPD Mitglieder das Machwerk durchwinken. Wenn DIE LINKE endlich aufwachen würde, um eine zukunftsorientierte Politik mit der Lösung in den entscheidenen Fragen in unserem Land als echte Alternative anzubieten, hätten wir noch eine Chance. Aber sie ist von Strömungen zerrissen, gierige Politiker, die über ihren Tellerrand mit der Diätensuppe nicht hinausblicken. Ich frage mich wirklich, was aus uns werden soll. Statt bei dem NEIN zur Groko zu bleiben, wird es schlimmer für uns. Allein, was für Waffenexporte eingenommen worden ist, geht doch auf keine Kuhhaut. Solche Parteien haben uns doch mit ihrer Politik die AfD ins Parlament gebracht.! Neuwahlen, nein danke, sie haben Schiss, das sie noch mehr in die Bedeutungslosigkeit abrutschen. Mit Recht. Ich wäre für eine Minderheitsregierung. Mal sehen, wie Merkel dann mal aus dem Quark kommt, schlimmer geht immer.


Am 08. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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"Deutschland hat das Auto erfunden, perfektioniert und sich emotional und ökonomisch davon abhängig gemacht" fomuliert ein Mobilitätsforscher, Stephan Rammler, in seinem Buch "Volk ohne Wagen". Wie passend.

Die Verdrängung der Folgen ist umfassend und hat mehr noch als ökonomische psychologische Gründe. Das Automobil ist seit dem dritten Reich ein Kernbestandteil der nationalen Idendität. Anders ist kaum erklärbar, warum selbst die einfachste, kostenlose Maßnahme zur Verminderung der Abgasbelastung, ein Allgemeines Tempolimit, praktisch weltweit eingeführt wurde, in Deutschland aber nicht einmal mehr ernsthaft zur Debatte steht.

Natürlich ist der Autokult ein weltweites Phänomen, was an seiner Irrationalität nicht ändert. Deshalb fühlt sich der IS-Kämpfer auf der Ladefläche eines nagelneuen Toyota stehend den Ungläubigen gegenüber ähnlich überlegen wie der Westeuropäer, der am Steuer seines SUV in "erhabener Höhe" (Die goldenen Zitronen) durch den Großstadtdschungel streift.

Das wiederum ist pure Verschwendung als Prinzip. Jeder weiß, das deren Fortsetzung eine effektive und rücksichtslose Überausbeutung des Restes der Welt durch "unsere" Konzerne zur zwingenden Voraussetzung hat. Das wiederum erzwingt die Schließung der Grenzen, ein brutale globale ökonomische Apartheit.

Das Gebäude ist nur insgesamt zum Einsturz zu bringen. Es fehlt aber an Psychologen.


Am 08. Februar 2018 schrieb Der Linksliberale zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Ein völlig veraltetes Transportprinzip (Verbrennungsmotor) wird an Menschen und Affen daraufhin untersucht, ob die Abgase der Verbrennung für Menschen schädlich sind. Sehr geehrte forschende Wissenschaftler des UNI-Klinikums Aachen, ich habe solche Versuche nicht durchgeführt, aber ich kann mit empirischer 100%iger Sicherheit sagen, ja Abgase aus Verbrennungsvorgängen sind für Affen und Menschen schädlich. Nehmen Sie doch nur mal die Zigaretten oder nehmen Sie nur mal diese unchristlichen Selbstmörder?haben sich selbst erstickt durch Abgase eines PKW. Aber wie hat schon Paracelsus gesagt: Es gibt kein Gift, die Dosis macht das Gift". Dieser Typ war Euch 500 Jahre voraus. Nun wolltet ihr nur die ?Grenzwerte? ermitteln, erfahren und testen, aber das ist doof oder eben geldgierig. Dieser A. Einstein hat gemeint "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Diese Versuche waren sinnlos, weil die Herren Wissenschaftler des Uni-Klinikums das Ergebnis vorab schon kannten, aber es war industrienah, also geeignet für unsere "merkelsche marktkonforme Demokratie". In Wirklichkeit war es eben auch Wahnsinn. Aber eine Kausalität dieser menschenverachtenden Wahnsinns der Uni-Klinik Aachen zu den Gaskammern und den Mengeles des Faschismus herzustellen, finde ich nicht zielführend und gelungen. Einfach weil die industrielle Tötungsmaschine der Imperialisten und Faschisten in der Vergangenheit und Gegenwart jede Tötungsart nutzt (wie Erschießen, Erschlagen, Bombardieren, Uran-Munition oder eben Vergasen), die Hauptsache es wird preiswert menschliches Leben tot gemacht. Das war aber nicht das Ziel der Uniklinik. Deshalb, lieber Uli Gellermann, finde ich den historischen Vergleich zwischen der "Versuchsreihe" des Uniklinikums Aachen und der faschistischen Mordmaschine nicht geeignet und zutreffend. Den Versuch als solchen verurteile ich, schon weil mir das Argument des Dr. Paracelsus aus dem Mittelalter einleuchtet.


Am 08. Februar 2018 schrieb M. Schmidt zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Warum in die Ferne schweifen ....Einfach die Zulassungszahlen für neue SUV`s ansehen .....Dann weiß man "wer" für die "Abgasversuche" in unseren Städten verantwortlich ist.


Am 08. Februar 2018 schrieb SIERA zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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@ Ernst Blutig

„Die Mehrheit der Deutschen“ ist nicht verantwortlich für sämtliche Verbrechen in der Geschichte. „Die Mehrheit der Deutschen“ sind Mitläufer- verängstigt, opportun,karrieregetrieben-, genauso wie in anderen Ländern auch. Dafür gibt es Beispiele -ob das nun Spanier, Franzosen, Briten oder US-Bürger sind : wenn die Propaganda gut klappt, laufen die Menschen mit, greifen begeistert zu Gewehren , Äxten,Knüppeln und stimmen jeder Waffengattung zu, die ihre Anführer vorschlagen. Menschenrechtsverletzungen, Kriegsgräuel finden sich -leider-in allen Nationen; „nur“ gut aufgehetzt müssen sie werden.
Es gibt einige Experimente ,abgesehen von den geschichtlichen Ereignissen, die belegen, wie Menschen unter bestimmten psychologischen Bedingungen handeln – u.a. das „Milgram-Experiment :
https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

Auch wichtig: die Workshops von Jane Elliott, die in verschiedenen Ländern zu denselben Ergebnissen kam-nämlich , dass die Teilnehmer Vorurteile und Rassismus unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit äußerten; sie hatten allein mit gezielter Manipulation zu tun.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Elliot

- Immer die Frage stellen: wer steht hinter den Verbrechen? Wem nützt was? Wer manipuliert, um sein Ziel zu erreichen? Das „Deutschsein“ allein reicht zur Erklärung vom „Bösen“ nicht.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass es auch schon immer wunderbare Deutsche gab/gibt, so wie in jedem Land der Welt: herausragende Persönlichkeiten im besten Sinne .


Am 07. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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"Epidemiologisch ist ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen"!!

wer sowas formuliert??
der untersuchungsausschusses des deutschen bundestags zum abgaskandal initiiert von der PdL (!!!) und den grünen. und natürlich funzt die bürgerliche demokratie so, dass spd und die koalition mit der lobby einen abschlussbericht vorlegen konnten, von dem sich die initiatoren distanzieren mussten!! und natürlich liegt kein staatsversagen vor:)
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw25-pa-ua-abgas-abschlussbericht/511540

"Natürlich kam beim Aachener Menschenversuch niemand unmittelbar zu Tode."
im richtigen leben schon!! jährlich sterben 107.000 menschen weltweit an NOx-emissionen!! man könnte 38.000 leben retten, wenn die auto's die gesetzlichen vorgaben einhielten!
https://www.mdr.de/wissen/umwelt/diesel-stickoxide-toeten-menschen100.html
aber das will keiner: nicht die involvierten landesväter der groko, und auch nicht die beschäftigten (die wollen nur mehr lohn!)
und sche*ß watt: auch mit einschränkungen würden 69.000 krepieren, da sind die 38.000 nur peanuts.

der EUGT-auftrag hatte das ziel, für beschäftigte in der automobilindustrie eine unbedenklichkeitsstudie zu erstellen - diesel ist gesund!! als würden in den fabriken die autos fahren:) die NRW-uni (logisch;) war überrascht und enttäuscht, dass man mit der studie natürlich dann auch die stadtbewohner ver*rscht, wenn man das siegel dafür hergibt!! hat von diesen "naiven" gelehrten einer schlecht geschlafen, oder seinen diesel geschrottet??
einmal geschüttelt, und ich weiß wieder, dass ich in einer bunten republik ausharren muss.
ääähhmmm
was treibt dieser moloch an bildungseinrichtung noch so im bereich ver*rschung? rüstung??
moralisches gewissen bei den studierenden?? ach wo: besser man hat, als man bräuchte!

diese welt bekommt, was sie verdient:)


Am 07. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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@Ulrike Spurgat
"Was wollen sie uns denn sagen"

Was ich sagen will?
Das, was Arthur Schopenhauer gesagt hat (um mal jemand anders als Karl Marx zu zitieren:-):

'Wenn du etwas bekämpfst, dann versuche, es in deiner Argumentation unter eine verhasste Kategorie zu subsumieren.'

Und welche verhasste Kategorie eignet sich bei uns gut dafür?

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich orientiere ich mich nicht an Schopenhauer. Nicht eimal Marx muss man zu Hilfe nehmen. Mit mittlerem Verstand und bloßem Auge sind die Parallelen der Verbrechen von VW damals wie heute erkennbar.


Am 07. Februar 2018 schrieb Iwan Besdomny zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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[Zitat] "... Nawalny über die Lebensweise der nordkaukasischen Volksgruppen: ?Die gesamte nordkaukasische Gesellschaft und ihre Eliten teilen den Wunsch, wie Vieh zu leben. Wir können nicht normal mit diesen Völkern koexistieren.?
Für vergleichbar wüste Äußerungen käme ein deutscher ?Oppositioneller? umgehend wegen Volksverhetzung vor den Kadi, und niemand würde sich darüber aufregen, wenn ein solcher Widerling ein paar Jahre Knast aufgebrummt bekäme. ..."

Dieses "Übersetzung" einer Äußerung Navalnys in seinem Blog wurde offenbar aus einem Beitrag des Journalisten Klimeniouk für den MDR übernommen.
https://www.mdr.de/heute-im-osten/klimeniouk-zu-nawalny-100.html

Dazu möchte ich das Folgende anmerken. Navalnys Blogeintrag vom 26.9.2008 widmete sich den zu diesem Zeitpunkt in der nordkaukasischen Elite grassierenden Morden und den damit verbundenen Versprechen der Blutrache. Der tschetschenische Präsident Kadyrow hatte gerade die Jamadajew-Brüder Ruslan und Sulim liquidieren lassen, die beide als Offiziere für den russischen militärischen Geheimdienst gearbeitet hatten und zudem den Titel "Held der Russischen Föderation" trugen. In der Nachbarrepublik Inguschetien überlebte der Oppositionspolitiker Jewlojew einen gemeinsamen Flug mit dem Präsidenten dieser Republik Zjazikow nicht. In beiden Fällen schworen die Angehörigen prompt Blutrache.

Diese Vorgänge kommentierte Navalny wörtlich folgendermaßen: "Wollen wir denn und können wir denn mit diesen Menschen in einem Staat leben, in einer Stadt, in einer Gesellschaft? ... LEIDER eint die gesamte nordkaukasische Gesellschaft und ihre Elite nur eins: Der Wunsch, viehischen Gesetzen und Sitten zu folgen. ..." Und er fügte hinzu: "Auch bei den Russen galt einst die Blutrache. Allerdings wurde sie schon von Jaroslaw dem Weisen verboten."
http://navalny.livejournal.com/300946.html

Ob Klinkhammer und Bräutigam Herrn Navalny für diese Äußerung - d.h. in der korrekten Übersetzung nebst ausgeführtem Kontext - tatsächlich gern verurteilt sähen? Man frage sich zudem, warum Herr Klimeniouk vor einem halben Jahr die Blogs des "faschistoiden" "Rassisten und Ultra-Nationalisten" Navalny bis zurück ins Jahr 2008 durchstöbern musste, um etwas finden, das bei interessierter Übersetzung halbwegs als Beleg für seine Persönlichkeitsskizze durchgeht.
(Vom "Hauptquartier der Nagetiere? konnte ich in dem von Klimeniouk verlinkten Blogbeitrag Navalnys von 20.5.2008 !! keine Spur finden. Zumindest wurde falsch verlinkt, denn der Krieg in Südossetion, in dessen Umfeld diese Äußerung gefallen sein SOLL, begann ja erst am 7.8.2008.)

Ja, Navalny wurde im Jahre 2007 wegen "nationalistischer Tätigkeit" aus der liberalen Partei Jabloko ausgeschlossen, nahm 2006 und 2008 am nationalistischen "Russischen Marsch" teil und kooperierte zu dieser Zeit auch mit der inzwischen verbotenen nationalistischen "Bewegung gegen die illegale Migration". Aber man nenne mir einen russischen Politiker oder Politologen, der Navalny HEUTE ernsthaft für einen "Rassisten und Ultra-Nationalisten" hält.

Navalny gilt nicht nur den ARD-Journalisten, sondern auch den Russen, als einer der Anführer der liberalen außerparlamentarischen Opposition (und je nach politischem Lager auch als Agent des Westens). Wer's nicht glaubt könnte beispielsweise mal den marxistischen Politologen Boris Kagarlitzki auf Facebook befragen, der Nachfragen gegenüber meist aufgeschlossen ist.
https://www.facebook.com/kagarlitsky

Bei dieser Gelegenheit könnte man ihm auch die originelle These vortragen, dass es im gegenwärtigen Russland eine "verschwindend kleine Minderheit von Unzufriedenen" gibt.

Die Intention, sich gegen die Dämonisierung des gegenwärtigen russ. Staates zu wenden, welche das deutsche außenpolitische Vorgehen propagandistisch absichern soll, begrüße ich durchaus. Aber die Ausführung lässt hier m.E. zu wünschen übrig und blamiert infolge dessen diese Intention.

Antwort von Volker Bräutigam:

In der Tat: Wir sind des Russischen nicht mächtig und müssen uns auf Übersetzungen durch Dritte verlassen. Wir können sie, ebenso wie den vorliegenden Kommentar, nicht überprüfen. Was sich allerdings überprüfen lässt, sind die Daten der Demoskopie-Institute. Sie weisen aus, dass Navalny kaum mehr als 1 Prozent Zustimmung hat. Ihn als „den Anführer der liberalen außerparlamentarischen Opposition" auszugeben, ist also äußerst gewagt. Das „liberal“ passt zudem ganz und gar nicht zu Nawalnys faschistoiden Äußerungen. Unstreitig gibt es sehr viel ernster zu nehmende Oppositionelle gegen Präsident Putin in Russland, zum Beispiel den Kandidaten der Kommunistischen Partei, Grudinin. Der Unterschied: Sie erhielten keine Schmiergelder von westlichen sogenannten NGO. Und sie planen ihre öffentlichen Auftritte nicht von vorhnerein so, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen und skandalträchtige Verhaftungen bewirken, die dann als Märtyrertum eines „Freiheitskämpfers“ vermarktet werden.
Undbezweifelbar ist die weit überproportionale Präsenz Nawalnys in den westlichen Medien, voran in der ARD. Sachlich begründbar ist sie unter keinen Umständen. Sie weist vielmehr die ARD als Propaganda-Institut aus - und d a g e g e n richten sich unsere Beschwerden: Gegen die Einmischung in innerussische Angelegenheiten unter dem Deckmantel „objektiver" Information.

Antwort von Friedhelm Klinkhammer:

Der Herr Iwan Besdomny vermutet zu Recht, dass wir uns bei dem Zitat auf den MDR bezogen haben, aber auch auf andere Quellen.
Der Autor versucht, Nawalny in einem positiven Licht erscheinen zu lassen, in dem er dessen wüste faschistischen Äußerungen insoweit kleinredet, als er auf den Zeitablauf seit 2008 verweist und zusätzlich meint, die Äußerung "leider eint die gesamte nordkaukasische Gesellschaft und ihre Elite nur eins: Der Wunsch, viehischen Gesetzen und Sitten zu folgen. ..." sei gerechtfertigt. Wir meinen dagegen: Auch dieser Sprachgebrauch ist am Vokabular der Menschenfeindlichkeit orientiert, egal wie man zu Nordkaukasien stehen mag. Und ich möchte betonen: Es war kein einzelner Ausrutscher des Herrn Nawalny:
So hat er zum Beispiel– nach einem Zitat der New York Times (9.12.2011)– in einem Video Terroristen mit Kakerlaken verglichen, die anders als die Schabe nicht mit einer Fliegenklatsche oder einem Pantoffel, sondern nur mit einer Pistole zu bekämpfen seien. Das ist Nazi-Sprache.
Um die faschistische Sprache Nawalnys auch noch nach 2008 zu belegen, bedarf es nur weniger Google-Klicks.
Dass Nawalny auch sonst alles andere als ein demokratisch orientierter Politiker ist, hat selbst die antirussisch eingestellte Organisation "Forschungsgruppe Osteuropa" (Nr. 347) vor ein paar Wochen einräumen müssen:
"....und doch liegen diejenigen Kritiker, die Nawalny einen autoritären Führungsstil bescheinigen und die Kampagnen eher mit einem Unternehmen als mit einer Bewegung vergleichen, sicherlich nicht ganz falsch".


Am 07. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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@ Klaus Blömker

Wie kann man die unbewältigte Geschichte "diskreditieren" ?.
"Ich muss nicht die Nazis bemühen, um......". Wo sind ihre Argumente, und die Ebene passt nun wirklich nicht. Es geht weder um Befindlichkeiten, noch um Ablehnen, wie sie schreiben, sondern es geht um Erkenntnis, und um selber denken, und um Einordnung, und um ein "Nie wieder Faschismus." Dem Galeristen kann man nur dankbar sein für seinen unerschütterlichen Mut, für seine Haltung, und für seine Verantwortung, dass wir uns der Geschichte stellen, und hoffentlich daraus lernen.
Kurz gesagt:
Was wollen sie uns denn sagen:
Weg schauen - Interpretieren, wies einem in den Kram passt - Gar nicht erwähnen?
Abgelutscht, doch treffender denn je:
Mitbegründerin der KPD Deutschlands:
"Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat." Rosa Luxemburg


Am 07. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Wie kann man etwas am besten diskreditieren? - Indem man es mit den Nazis in Verbindung bringt.

Das ist oft etwas billig und auch völlig überflüssig. - Ich muss nicht die Nazis bemühen, um etwas abzulehnen.

Antwort von U. Gellermann:

Die historischen Parallelen und Linien sind auffällig. Das macht das Beispiel so wertvoll: Hier ist die Nähe von Faschismus und Kapitalismus zu erkennen.


Am 06. Februar 2018 schrieb Peter Meiser zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Eigener kommentar erspare ich mir. Zeige jedoch auf ein Zitat von Karl Marx hin, welches zugleich das Warum erklärt

" Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es
wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es
alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert
kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens."

Karl Marx, "Kapital"


Am 06. Februar 2018 schrieb Vera Wildung zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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@Robert Schreiber
Das Wagnis, die Spur bis zu den Nazis zu ziehen trauen sich auch die alternativen Medien kaum. Im Netz findet sich dazu nichts. Außer bei Ken FM. Und der hat es von der RATIONALGALERIE übernommen. Ein Bravo für Gellermann.


Am 06. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Die Nazis brauchten keinen Vorwand, hatte ihr größter Führer doch 1932 im erlauchten Industrieclub zu Düsseldorf die Quälerei bereits begründet: "Der Lebensstandard der deutschen Rasse kann nur gehalten werden, wenn der der Anderen sinkt".

Die Konsequenzen dieses Satzes kennen wir heute. Offene Diktatur war die erste, der große Krieg folgte sogleich.

Heute ist noch Demokratie. "Wir verteidigen UNSEREN Lebensstil" klingt weniger martialisch.

Wird aber die gleichen Konsequenzen haben.


Am 05. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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DER AUTOKONZERNE LIEBSTES KINDEL
IST DER SCHWINDEL.


Am 05. Februar 2018 schrieb joe bildstein zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Marktkonforme Demokratie von seiner feinsten Seite; Der Mensch als Versuchsobjekt seiner eigenen Demontage - genial, einfach genial die Raute . Hauptsache es gibt Angebote bei Aldi i Lidl...


Am 05. Februar 2018 schrieb Hans informat-Ion zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Ich frage mich warum "ikke Irrenarzt" jelernt habe", ich hätte "hinterfurziger Abgasforscher" werden sollen, dann wäre meine Rente heute höher.


Am 05. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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So lese ich, dass der Artikel "nicht ausgeglichen genug sei."
Kann sein. Nur darum geht es überhaupt nicht, und sehr gerne schiebe ich hier noch einige Fakten nach, wer denn nach 1945 nicht auf der Bank gesessen ist, trotz der Beteiligung der schlimmsten Kriegs Verbrechen und des Völkermordes im Faschismus:
Krupp (Kriegsmaschinerie Hitlers)
Deutsche Bank (Finanzierung der Nazi Öfen in Auschwitz)
Siemens
"Bank für Internationalen Zahlungsausgleich" (Der Präsident, Bankier Schacht war Finanzminister unter Hitler seit 1934)
IG Farben. Der Industriekomplex der "IG Farben" wurde von Auschwitz Häftlingen gebaut. Mehr als 25 000 starben während der Bauphase.Zyklon B wurde von IG Farben entwickelt. Das Gas mit dem Tausende von Menschen in den Krematorien ermordet wurden. Einer der Namen unter denen die "IG Farben" agiert ist Bayer.
der amerikanische Konzern "IBM"
der amerikanische multinationale Konzern "ITT"
"Standard Oil" (Rockefeller)
"Generals Motors" (Tausende von Armeefahrzeugen wurden für die deutsche Armee gebaut).
"Was General Motors dient, dient Amerika" (Das sind doch wohlbekannte Töne). Der amerikanische Staat "entschädigte G.M. mit 33 Millionen US Dollar für Kriegsschäden in Deutschland und Österreich, wo Panzer für Hitler Deutschland gebaut wurden.
"Ford" 1/3 der Lastwagen für die Wehrmacht wurde von Ford gebaut, und die Hälfte der dort geschundenen Menschen waren KZ Häftlinge.
Die Bank "UBC" war einer der Hauptgeldgeber der Faschisten. Ihr Präsident war Prescott Bush. Vater und Großvater der zwei späteren amerikanischen Präsidenten.
Keiner der "Führungskräfte" der genannten Unternehmen wurden nach der Zerschlagung des Faschismus und nach Beendigung des Krieges angeklagt und verurteilt. Ihre Untaten sind verjährt.
Der US Hochkommissar in Deutschland Mc Cloy von 1947 an Präsident der Weltbank nutzte seinen Einfluß, und sorgte mit dafür, dass die Verbrechen nicht zur Anklage gekommen sind.
Davor war er Anwalt der Rockefellers und vertrat die Interessen der "Chase Manhattan Bank". Die Bank war einer der Geldgeber der Nazis.
Sie steckten alle unter einer Decke, und sind für die Gräueltaten verantwortlich über den Tod hinaus: Für immer. Und man kann sie nicht oft genug beim Namen nennen, und es darf niemals relativiert werden.


Am 05. Februar 2018 schrieb Robert Schreiber zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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"Deutsche Straßen und Plätze sind seit Jahrzehnten ein riesiges Freilandlabor für die Automobilindustrie." - Welch ein wahrer Satz. Der ist nur hier zu lesen. Und auch seine Konesequenz: "Und wo bei den Nazis eine imaginäre Volksgesundheit der Vorwand für die Quälerei war, geht es den Konzernen um die Gesundheit ihrer Bilanzen." Das wagen, bei aller Empörung über die Versuche, andere Medien nicht suszusprechen.


Am 05. Februar 2018 schrieb Ernst Blutig zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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"Wenn die sowieso ins Gas gehen?!


Diesen eiskalten und aggressiv utilitaristischen Impetus (bei jedem empathischen Menschen würde so ein Satz Fassungslosigkeit und Entsetzen auslösen) traue ich ehrlich gesagt heute noch jederzeit der Mehrheit der Deutschen zu.
Das ist deutsche Ideologie. Versteckt hinter dem so harmlos doof wirkenden Geschwafel vom "Gutmenschen".
Deswegen sage ich, daß die Deutschen immer noch das gefährlichste Volk/Land der Welt sind.

Das was da VW abgeliefert hat ist für mich ein weiterer Beweis.


Am 05. Februar 2018 schrieb Marco Beyer zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Sehr geehrter Herr Gellermann,

mit diesem Artikel sind Sie in meinen Augen ein Stück weit über das Ziel hinausgeschossen. Sie stürzen sich primär auf Volkswagen, obwohl die Studie vom EUGT und somit von mehreren Firmen gefördert wurde. Im Sinne eines ausgeglichenen Artikels hätten Sie auch die anderen Firmen oder deren Vorgänger während der NS betrachten müssen. Oder aber Sie hätten diesen Vergleich besser weggelassen, zumal sich dererlei Gedanken ohnehin beim Leser aufdrängen.
Viel deutlicher wird die Sachlage, wenn wir einmal die Berichterstattung anschauen, mit welcher Verharmlosung diese erfolgt. So lesen wir vom Abgasskandal oder von Schadstoffen.
Würde man einen Aufsatz über Stickstoffdioxid schreiben, könnte dieser mit den Worten beginnen, welche wir beispielweise in Wikipedia lesen. "Stickstoffdioxid, NO2, ist ein rotbraunes, giftiges, stechend chlorähnlich riechendes Gas, das zur Gruppe der Stickoxide gehört." Wir sprechen demzufolge von Versuchen an Menschen und Affen mit einem giftigen Gas, deren Ergebnisse allein dem Gewinnstreben der Industrie dienen.
Denn auch wenn die RWTH Aachen betont, es habe sich um arbeitsmedizinische Untersuchungen gehandelt, so finden diese letztendlich zum Nutzen der Industrie statt. Es wird geprüft, ab wann die Industrie für ihre Angestellten einen Schutz vorsehen muss, was mit Kosten und niedrigeren Gewinnen verbunden ist. Interessant ist auch, dass der Versuch an einer "Eliteuniversität" durchgeführt wurde, welche deutschlandweit die meisten Drittmittel erhält.

Kurzum, es gibt bei diesem Thema genügend Punkte in der Gegenwart, dass der in meinen Augen überzogene Bezug auf die NS-Verbrechen nicht unbedingt zielführend ist.

Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich bietet sich der Volkswagenkonzern exemplarisch an: Er ist ein Hitler-Gründung und daher mit den Nazis noch enger verbunden als die anderen am Aachener Test ebenfalls beteiligten Daimler, BMW und Bosch. Mit VW lässt sich sowohl die Kontinuität des deutschen Kapitalismus und seine faschistischen Wurzeln beweisen, als auch, wieder beispielhaft, wie Profitorientierung über Leichen geht. Das spricht die anderen Automobilkonzerne nicht frei.


Am 05. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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GROKO - DER AKTUALITÄT GESCHULDET

Wenn Heiße-Luft-Parteien streiten,
lässt sich kaum was aufbereiten.

PIFF UND PUFF versus PAFF

Unlustig, träge, ermattet und schlaff
Schleppt sich die Groko zum letzten Gefecht.
Müd ist die Drehorgelfrau, auch der Aff.
Zeugen der Darbietung urteilen straff:
Piff-Puff werden siegen, verlieren wird Paff.


Am 05. Februar 2018 schrieb Karola Schramm zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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Es ist ja auch so, dass nicht nur alte BundesbürgerInnen diese Nachrichten gucken sondern auch Zugreiste, wie Russland-Deutsche und echte russischen Menschen, die hier eingewandert sind. Auch sie bekommen einen falsches Bild durch Falschinformation.

Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht auch Feinde hätte. Doch sollte die Berichterstattung besonders in TV und Radio ehrlich und neutral sein. Dazu gehört auf jeden Fall sowohl das positive als auch das negative Verhalten eines Menschen, der sich als Oppositioneller aufmacht, Putin als Präsident abzulösen, dass die ganze Wahrheit gesagt wird und nicht nur das, was der Merkel-Clique in den Kram passt. Das ist Irreführung und bewusste Falschinformation. Kann man diese Menschen denn nicht einfach mal anzeigen ? Man kann sie doch nicht einfach so gewähren lassen ?!


Am 05. Februar 2018 schrieb Karola Schramm zum Artikel:

Abgas für das Volk

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Lieber Herr Gellermann, Sie bringen wieder einmal journalistisch etwas auf den Punkt und erinnern somit daran, was dem größten Teil der Bevölkerung - mangels Aufschrei (anders als bei me too) wahrscheinlich am langen Rücken vorbei gegangen ist. Leider auch ein bisschen bei mir - muss ich ehrlich bekennen. Doch Ihr stichsicherer Kommentar hat mich hoch geschreckt und ich frage mich nun - vielleicht ist es auch eine Entschuldigung - warum das so war - kollektiv und individuell.

Ich denke, dass die Menschen einfach zu schlecht mit den Details informiert werden und der Dringlichkeit-Faktor weggefallen ist. Da kommt dann so eine Nachricht wie diese mit den Versuchen an einigen Affen und einigen Menschen und es wird als normal dargestellt und erlebt. Kein Grund zur Aufregung. Dient unserer Gesundheit. Mit den Affen das ist schlimm - ja - und die Menschen ? Okay, können doch selber entscheiden, ob sie da mitmachen. Ich kannte mal einen jungen Mann, (in den Niederlanden) der hat das mit viel Freude gemacht. Die tolle Betreuung bei den Versuchen, das gute Essen - bei ihm ging es um Medikamente - und er hatte auch das Gefühl, was Gutes für die Menschheit zu tun. Das sind nicht nur "braune" Fäden, die jetzt weiter gestrickt werden, da sich ähnliches ja auch vor der Nazizeit abgespielt hat, auch in anderen Ländern. Vielleicht ist es die Einstellung wie:"Der Zweck heiligt die Mittel." "Ist alles nicht so schlimm." Für die Wissenschaft/Wirtschaft und eine gute Sache ist scheinbar alles erlaubt.

Im Grunde braucht man heutzutage gar keine Versuche mehr am lebenden Subjekt, weder in der Medizin, der Pharma- noch in der anderen Industrie. Alle Versuche können mit der heutigen Technik am Bildschirm durchexerziert werden.
In der Medizin z.B. dient(e) das Aufschneiden von Leichen auch dazu, die Studenten zu desensibilisieren für ihren Beruf als Arzt.

Dann die Medien, insbesondere das Fernsehen, strotzen nur so von Gewalt, die per Krimi oder Kriegsinformationen über den Bildschirm in fast jeden Haushalt geschickt werden. Gewalt wird zur Normalität. Das ist die Desensibilisierung der Massen.

Gleichzeitig existiert die Gewalt in der Kommunikation, der Sprache selbst - auch per Fernsehen in vielen Kinder- und Wohnzimmern. Hörte ich doch kürzlich eine Mutter, die mit ihrem Mann an der Eingangstür eines Einkaufszentrums stand und sie vorher eine Zigarette rauchten, ihren Sohn anschreien, der sich die Zeit mit dem Öffnen und Schließen der Tür vertrieb:" Wenn du damit jetzt nicht sofort aufhörst, trete ich dir so in die Eier, dass du nicht mehr weißt ob du Männlein oder Weiblein bist !"

Wer oder Was ist denn jetzt noch das "gute Gewissen" der Nation ? Die Kirchen ? In die die wenigsten mehr gehen ? Die Politiker, die gehört und zitiert werden ? Oder die Parteien ? Die Journalisten, für die es eine Frage der Ehre sein sollte, die Wahrheit zu schreiben, so wie Sie das tun ?
In diesem Bereich ist ein riesiges Vakuum und es wird gefüllt mit Gewalt. Der lauten, die man als solche ja noch erkennen kann und mit der subtilen, leisen Gewalt, die sich so einschleicht, hinten herum, am Verstand vorbei - über das Gefühl aus Angst, Demütigung, Hohn und Spott, gegen einen selbst und gegen andere. Eine Gewalt die ansteckt, ohne dass man sie so richtig merkt und von beiden Geschlechtern ausgeübt wird. Auch Gleichgültigkeit und Wegsehen ist Gewalt.

Wir sollen wie die Frösche sein, die lansam aber sicher gekocht werden. Ein Frosch merkt das vielleicht schneller als die anderen - andere nicht so schnell, die sehen erst durch Vorbildverhalten was passiert und viele andere gucken nicht nach rechts und links und sind mit strampeln beschäftigt.

Jedenfalls sind meine Autos, die ich bisher her hatte, bewusst nie deutsche gewesen. Ein Übergangsauto war für kurze Zeit ein VW und den zähle ich nicht mit :-)

Vielen Dank also wieder einmal für diesen Artikel, der den Finger auf eine Wunde legt, die Politik und Gesellschaft nicht so richtig sehen wollen.


Am 05. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda zum Artikel:

GroKo in Moskau

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PROBLEMERKLÄRUNG
UND DANKADRESSE

Medienstärke in wenigen Händen.
Womit beginnen? Und wo kritisch enden?
Kein Strippenzieher vorhanden? Von wegen!
Der Finanzschlampe Geld sind wir erlegen.
Wer Heu hat, nennt Richtung, wer Heu braucht, der spurt.
Somit bleibt die Gilde versaut und verhurt.
Ich sage es mild: Das Berufsfeld ist krank.
Den mutig Gesunden mein Gruß und mein Dank!


Am 05. Februar 2018 schrieb Gideon Rugai zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Ja, was des Deutschen liebstes Kind betrifft (nach König Fussball oder doch eher davor ?)" da lässt "der Deutsche" nix drauf gommen", wie Pispers wohl sagen würde...Die (völlig sinnlosen) Tierversuche waren mir bekannt, die menschlichen Probanden nicht.

Im Kontext des VW-Gründungs-Koitus mit einem strahlenden Volkswagen-Adolf (es gibt da so ein hübsches Bild mit Herrn Schicklgruber, väterlich posierend mit Kindlein über einen Käfer gebeugt) ist das einfach....ich finde keine Worte...

Ich habe erst kürzlich eine Dokumentation zum Schwindel gesehen - das eigentliche Ausmaß u. die kriminelle Energie dahinter war mir nicht wirklich gegenwärtig, zumal Verantwortliche wie Martin "Ich weiß von nix" Winterkorn mal wieder mehr oder weniger ungeschoren davonkamen.
Aber wie ich eingangs erwähnte ist "der Deutsche" betreffs seiner angeblichen Abenteuer- und Freiheits- Vehikel auf beiden 'Augen blind und bereit in jeder nur erdenklichen Art und Weise dafür zu bezahlen.
Dass es eigentlich ein Wahnsinn ist, dass dieser Luxus- und Prestigeschrott, der unsere Städte verstopft und blühende Landschaften verpestet im privaten Bereich millionenfach durchschn. mindestens 20 Std am Tag einfach nur irgendwo ungenutzt rumsteht/vor sich hinrostet und dabei auch noch Geld kostet wird gern vom Tisch gewischt.
Aber immer schön von der "Nachhaltigkeit" fabulieren...
Naja ,wie soll man auch sonst die 500m zum nächsten Aldi schaffen, nicht ?


Am 05. Februar 2018 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr. zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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Große Klasse!
Mit Dank für den Abdruck ein "Chapeau" an die Kollegen Klinkhammer und Bräutigam.
Russland- und Putin-bashing läuft halt immer!
Es ist schwer zu ertragen.


Am 05. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Ein spannender, inhaltlicher, punktgenauer Artikel, der mehr als deutlich macht, wie unsere Geschichte die Politik mit aktuellen Themen beeinflusst, weil nicht aufgearbeitet, und Vogel Strauß hat den Nachteil, dass man nie sieht wer einen denn in den A..... tritt.
Erschreckend die Erkenntnis, wie sehr Justiz Klassen Justiz ist, denn die Gesetze lassen genau dieses zu, und die Auslegungen können mal so und mal so sein. Auch da geht es wieder einmal darum, dass es ja fast beliebig ist, und es nur noch darum geht, wer das Gesetz in der Hand hat, und wessen Interessen geschützt und durchgesetzt werden sollen, und zwar so, dass nichts auffliegt, und man mit heiler Haut aus jeder Sauerei wieder rauszukommen kann, um es möglichst den Schwächeren in die Schuhe zu schieben, denn die Risiken tragen die, die mit Leib und Leben, meist aus Gründen das kleine Leben etwas mehr zu sichern, sich zur Verfügung stellen.
Mit Kurt Tucholsky möchte ich für einen Artikel danken, der dafür sorgt, dass die Wunde nicht vergessen wird, und die Fäden der Vergangenheit mit der Gegenwart fein und eindringlich so spinnt, dass das Erkennen der fießenden Grenzen deutlich wird. Vielen Dank.
"Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein


Am 05. Februar 2018 schrieb Marie Bender zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Wie immer zieht Gellermann die langen Linie deutscher Geschichte. Das Vergangene dient auch in diesem Fall dem Verständnis der Gegenwart. Dafür meinen Dank.


Am 05. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Die lungenkranke Kinder am Mittleren Ring in München dürften sich sehr um die Äffchen sorgen.


Am 05. Februar 2018 schrieb Andreas Schell zum Artikel:

Abgas für das Volk

"Diese Tests sind in keiner Weise zu rechtfertigen“

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Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert (angeblich von Albert Einstein).

Dass nicht erst seit der Erfindung des Automobils, sondern seit Beginn der Industrialisierung großflächig Menschenversuche mit Abgasen gemacht werden - heute mit fast der gesamten Menschheit, in allen Metropolen der Welt - ist kaum den Nazis anzulasten. Eher schon dem Profitinteresse der (Auto-)Hersteller und dem Komfort-Interesse der Kunden. An der Schnittstelle zwischen den beiden Interessengruppen wird auch schon immer, genau wie bei allen anderen Produkten, tüchtig schön gefärbt und gelogen. Jegliche Eskalation ist dem zugrundeliegenden Wirtschaftssystem geschuldet: ewiges Wachstum führt nun einmal nicht zu sauberer Luft, sondern zu steigendem Energie- und Rohstoffbedarf. Selbst dieser leicht verständliche Zusammenhang ist den allermeisten Mitbürgern nicht mehr gegenwärtig: sie wählen Parteien, die genau das versprechen.


Am 05. Februar 2018 schrieb Heinrich Jussen zum Artikel:

Yanis Varoufakis: „Die ganze Geschichte"

Ein Blick in den tiefen Staat der Europäischen Union

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Da fehlen mindestens 50, vielleicht auch noch mehr Kommas (meinetwegen auch Kommata). Das ist doch, bei allem Verständnis, unzumutbar. Wieso soll ich jemandem, der nicht die simpelsten Regeln der Sprache kennt, den großen Durchblick glauben?

Antwort von U. Gellermann:

Unsere Redaktions-Germanistin hat folgende Anmerkung: „Ersten sollte das zentrale Moment der Textkritik immer der Inhalt sein. 2. Gab es tatsächlich 21 Komma-Fehler. Wer aber so hochtrabt wie der Leser Jussen und „mindesten 50“ zu finden glaubt, sollte vor der Anschuldigung erst das Zählen lernen.“


Am 05. Februar 2018 schrieb Andreas J. Dr. Bittner zum Artikel:

GroKo in Moskau

ARD macht Wahlkampf im Ausland

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Super! Mich wundert überhaupt nicht mehr, daß in den sozialen Netzwerken so viele Nachrichtenquellen als Lügen- oder wenigstens Lückenpresse geschimpft werden. Aber das hier so dezidiert veranschaulicht zu bekommen hat schon was. Weiter so!


Am 04. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter zum Artikel:

Eintritt zum Ausstieg

Der unschöne Tod der SPD

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Allmählich frage ich mich, ob die SPD ihren „Tod" nicht längst hinter sich hat - zumindest nach der Vorstellung, dass mit dem Eintritt des Todes "die Seele" den toten Körper verlässt. Danach kann es noch Bewegungen dieses Körpers geben, die mit der Verwesung zusammenhängen, also Aufblähungen durch Gase und ein Gewimmel von mehr oder weniger fetten Maden, die sich am Zerfall gütlich tun.


Am 03. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Eintritt zum Ausstieg

Der unschöne Tod der SPD

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Das Leben an der Basis der SPD, altes Fachbuch, hat der Galerist im 2. Absatz angedeutet, im Prinzip. Diejenigen, die es noch können und wollen, plagen sich meist ehrenamtlich Tag für Tag für Ihre Kommune. Mangels Masse oft in mehreren Funktionen, für die es kein Geld gibt und um die sich keiner mehr reißt.
Das ist wie Fußball spielen im Dorfverein; die draußen stehen, wissen alles besser.

Ist das jetzt links? Das kommt drauf an. In meiner Gemeinde wird knapp 100% des verbrauchten Stroms regenerativ und Lokal erzeugt , in meinem Dorf existiert eine selbstverwalteter Dorfladem seit 20 Jahren, seit 2 Jahren eine solidarische Landwirtschaft - und einen SPD-Bürgermeister. Das eine hat mit dem anderen nicht alles, gewiss aber viel zu tun. Ist der Schlips des Bürgermeisters ein Problem?

Weil oben grad Stillstand herrscht, ist das Lernen an solidarischen Alternativen unten um so wichtiger. Aber mehr Arbeit als das Mitschwimmen im Strom. Und links.

Und weiter oben? Wo Karrieren winken, verblassen die Grundsätze.

Für den Kampf um eine solidarische und ökologische Zukunft wären die linken Gemeinsamkeiten auszuloten. Sobald man sich auf "for the many, not the few" einigt und Internationalist bleibt, wären das aus der Sicht der reicheren Länder: Ausstieg aus demWachstumswahn, den fossilen Energien und dem besinnungslosen Konsumismus, ökologische Landwirtschaft, partielle Deindustriealisierung, Begleichung der ökologischen Schulden, raus aus den Flugzeugen, gemeinsam statt einsam, befreit arbeiten statt gelenkt konsumieren, solidarische. Sozialversicherungen, in alle nach ihrem gesamten Einkommen einzahlen und das herausbekommen, was sie brauchen, 100% Erbschaftsteuer, kein "free lunch" für Unternehem und Aktionäre, also umfassende Haftung.

Darauf werden wir uns doch erst mal einigen können. Weil wir rechnen können und wissen, dass wir fünf Quadratmeter Wald ein Jahr lang brauchen, um das bei Verbrennung eines Liters Benzin entstehende CO Zwei zu kompensieren.

Ist das noch Kapitalismus? Vielleicht. Aber nicht mehr lange.


Am 02. Februar 2018 schrieb altes Fachbuch zum Artikel:

Eintritt zum Ausstieg

Der unschöne Tod der SPD

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wie muss ich mir das innerparteiliche leben als spd'ler an der basis überhaupt vorstellen?? welchen anteil hat man überhaupt an programmatik und deren umsetzung? wie viele enttäuschungen, die hier zusammengetragen wurden, verkraftet so eine seele?? merken die die diskrepanz zwischen führungs-tun und basis-wille (wie hier suggeriert wird) überhaupt? muss das sondierungsergebnis gemessen am parteitagsauftrag zur sondierung nicht eins in die fresse bedeuten??
geht es denen um gesellschafts(um)gestaltung oder ist das für die ein "match/derby" gegen die lokalen gegenspieler? das parteibuch als dauerkarte für den stammtisch?
würde ich mir als mitglied diese diskussion durchlesen, wie argumentiere ich dagegen und erkläre, wofür die spd eigentlich strategisch stehen will, bzw. für wen sie sich einsetzen will!!
sind die gewerkschaften noch der starke arm der spd in der "arbeiter"schaft, oder diese schon nur noch politische lobby der emanzipierten tarif"partei", die nur für ihr klientel sich engagieren? laut wiesbadener appell stellen beide seiten fest, dass die gewerkschaften politisch tot sind!
wieso haben in neufünfland alle PdL-landesverbände jeweils mehr mitglieder als die spd?? hängt das mit den ausbleibenden blühenden landschaften zusammen? und wieso verlassen seit 2007 (+wasg) im osten viele die PdL?? liegt das an der "sozialdemokratischen flutung" und damit mit einer inhaltlichen verwässerung zusammen??
ich habe keine ahnung;)
UND
im übrigen auch keine meinung dazu geäußert. schon gar nicht meine!

zur krypta in xanten
Clemens August Graf von Galen ist einer der dort geehrten und "...bezeichnete es als eine ?Befreiung von einer ernsten Sorge und eine Erlösung von schwerem Druck?, dass der ?Führer und Reichskanzler am 22. Juni 1941 den im Jahr 1939 mit den bolschewistischen Machthabern abgeschlossenen sog. ?Russenpakt? als erloschen erklärte ?? Dabei zitierte er Hitlers Begriff ?jüdisch-bolschewistische Machthaberschaft? wörtlich." (https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen#Au%C3%9Fenpolitik_und_Zweiter_Weltkrieg)
ein anderer aufgebahrter gehörte zum dunstkreis goerdelers. eben jenen, den stauffenberg und co sich als ziviles gesicht auserkoren haben, um nach dem attentat im westen waffenstillstand zu verhandeln, um (gemeinsam) im osten den krieg fort zu führen.
die kirche hatte wahrlich dreck am stecken vor 1945. ob das mit der gedenkstätte für "neuzeitliche märtyrer" gelungen ist??

worterklärungen für reaktionär und konservativ erspare ich mir. immer, wenn was neues gehen soll/te, gibt es die kontinuität von noske bis grote!!


Am 01. Februar 2018 schrieb Der Linksliberale zum Artikel:

Eintritt zum Ausstieg

Der unschöne Tod der SPD

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@Der vom Helmholtzplatz...das soll kein Dialog werden , aber schon immer war ich dafür "Roß und Reiter" zu benennen. Ich unterschreibe Ihren Kommentar, aber es bleibt bei mir die feste Überzeugung dass die Steinmeyers, Steinbrücks, Schulzes und Nahles sich lange vom sozialdemokratischen Auftrag entfernt haben und meinen, wenn Sie die Rentenbeiträge "deckeln" sei das sozial. Wir müssen diese "Schein-Sozialdemokraten" beim Namen nennen, ihre Agenda auseinanderpflücken und den ehrlichen Sozialdemokraten für die linke Sache gewinnen. Das ist viel Arbeit, aber für ein Bündniss gegen den Neoliberalismus und Faschismus notwendig. Es sind die "Mühen der Ebene". Eine pauschale Verurteilung der SPD als "reaktionär" ist dabei nicht zielführend, sondern oberflächlich oder eben, bei dem Wissen des @alten fachbuchs, boshaft weil vorsätzlich.


Am 01. Februar 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz zum Artikel:

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Der unschöne Tod der SPD

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Bevor ich auf den Artikel des Galeristen und die Disskusion zu sprechen komme möchte ich an Robert Parry erinnern, einen über die Grenzen der USA hinaus bekannten investigativen Journalisten. Parry hat u.a. den Iran-Contra-Deal der, dann, Reagen-Administration aufgedeckt und uns damit aufgezeigt das US Amerikanische Präsidenten selbstverständlich auch mit den iranischen Mullas ins Geschäft kommen wenn es ihrer Sache dienlich ist. Auch war Parry so konsequent in seinen Artikeln den POTUS G. W. Bush nie als Präsidenten der USA bezeichnet zu haben. Die Wahl in den USA im Jahr 2000 war ein Coup d'Etat den auch wir hier in Europa und in Deutschland teuer bezahlten und weiterhin bezahlen werden. R.I.P. WWW.CONSORTIUMNEWS.COM

@Der Linksliberale, ja, tut mir leid, Sie schon wieder aber das muß sein, da Sie mit @Altes Fachbuch mMn. Falsch liegen. Sie zitieren "diese spd ist staatstragend, zutiefst reaktionär und konservativ.", und weiter schreiben sie das ist boshaft und geschichtsvergessend. Und genau das ist die Führungsriege oder Elite der SPD. Diese Kamerillia ist boshaft und geschichtsvergessen, dazu noch nepotistisch und kriminell. Bankhaus Warburg HH Olaf Scholz:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mm-warburg-ein-geheimes-protokoll-1.3825863
Peer Steinbrück lässt grüßen. Die Finanzierung der Nazis auch über dieses ehrenwerte Bankhaus, lasse ich hier weg. Zum staatstragenden Kriegseintritt 1914. zur staatstragenden Ermordung von Luxemburg, Liebknecht u.a., den Radikalenerlassen, dem NATO-Doppelbeschluß,
den div. staatstragenden völkerrechtswidrigen Kriegen seit 1999, dem staatstragenden größten Massenüberwachungsgesetz seit 1933 und der Stasi dem NetzDG . Mir wird gleich ganz staatstragend schlecht. Das, und genau das meinte (wohl?) der von Ihnen Angesprochene. Das ist alles geschehen, ist Geschichte und wirkt heute. Das ist boshaft etc. . Und, nun zum Artikel selbst, dürfen und müssen alle die Sozialdemokraten die die von mir o.g. Dinge nicht und niemals für gut und unterstützungswürdig hielten nicht vergessen werden. Insbesondere die Opfer der Naziherrschaft aber auch die Opfer der Reaktion wie z.B. Kurt Eisner ermordet am 21.2.1919.
O. Schreiner (wurde hier schon erwähnt), Oskar L. und auch Herrman Scheer sind u.a. zu nennen, und eben die vielen Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben die für Aufklärung, Emphatie und Solidarität standen und stehen. Aber eben die, die heute noch mit sozialdemokratischem Herzen in der SPD sind, sind zu fragen warum? Warum lasst ihr das zu? Es sind immer auch die Mitglieder einer jeden Vereinigung die diese trägt. Seid ihr jetzt alle so wie Schulz, Nahles, etc. ?

Die Verkommenheit eines M. Schulz und der SPD-Eliten drückt sich sehr anschaulich durch die scheinbar grenzenlose Zuneigung zum französischen Präsidenten durch eben diesen aus. Es gibt "Leute die Erfolg haben, und jene, die nichts sind." (gens qui réussissent, et d'autres qui ne sont rien) Emmanuel Macron, 29 Juni 2017
Lieber ein asozialer und scheinbar, weil vermögend, erfolgreicher Sozi als ein nichts.
Na dann, geht sterben Sozis!


Am 01. Februar 2018 schrieb Karola Schramm zum Artikel:

Make up mit Caren Miosga

Syrien, Kurden, Türken: Alles innere Sicherheit

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Sie, lieber Herr Gellermann sind zwar nicht "Die Wacht am Rhein" sondern "Die Wacht an der Spree." Sie und Ihre Kollegen machen das, was Journalisten tun sollten. Alles sagen und schreiben, ohne Ansehen der Person und politischen Richtung. Wie sonst sollen wir uns eine Meinung bilden können, wenn wir nicht alles wissen ?

Heute las ich auf den Nachdenkseiten einen Artikel von Werner Rügemer: Adenauers gekaufte Demokratie." In diesem beschreibt er die Übergänge von der Diktatur zur Demokratie und wie die Mächtigen aus Wirtschaft und Banken, mit Geld, Korruption, Lügen, Vetternwirtschaft und strafrechtliche Allianzen mit der Politik eingegangen sind und Wahlkämpfe für die CDU, CSU und FDP finanzierten. Dass die Leitmedien bis heute nicht in der Lage sind, diese Verknüpfung von Kapital und völkerrechtswidrigen Kriegen, in die die deutsche Politik sich bis heute hineinziehen lässt, nicht kritisiert und aufdeckt, ist ein Skandal und eine Schande zugleich.
Es ist fast nicht mehr möglich, Menschen zu erklären, dass sie über die Leitmedien nicht mehr aufgeklärt, sondern gründlich desinformiert werden.
Ich jedenfalls sehe entsetzlich viele braune Fäden von damals, die heute noch versponnen werden und es sieht so aus, als würden es immer mehr. Wobei diese brauen Fäden sicher nicht nur in der AfD zu finden sind. Die wird nur benutzt um von sich selber abzulenken.

Auch die Bezeichnung "Operation Olivenzweig" ist für eine kriegerische Aktion der Türkei in Nord-Syrien gegen die überwiegend kurdische Bevölkerung, in der Bomben fallen, Artellerie und Tränengas zum Einsatz kommen, einfach nur noch Spott und Hohn. Der Olivenzweig zeigt im Alten Testament das Ende der Sintflut an und damit die Rettung aller Geschöpfe auf der Erde. Da kann man sich nur fragen, als was sich manche Politiker heute so sehen ? Als Gott, weil sie Bomben haben ? Dass Deutschland so einem hirnkranken Machthaber auch noch Kanonen verkauft - ungeheuerlich. Dass Erdogan von der Nato-Führung nicht zurückgepfiffen wird - wieder ein Skandal für normale Menschen. Für Politiker, wie es aussieht, die sich mehr für Diktatur als Demokratie interessieren, jedoch eine großartige Leistung - die Wirtschaft freut es.

Ich denke, dass die Damen der Tagesschau sich den Lidstrich nicht selber ziehen.... er wird gezogen und das Gesicht geschminkt.. Damit man nicht sieht, wenn es rot wird...


Am 01. Februar 2018 schrieb Heinz Schneider zum Artikel:

Eintritt zum Ausstieg

Der unschöne Tod der SPD

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@Uli Gellermanm

Aber die Linke macht das seit Jahren. Hätte sie dadurch seit 1998 wenigstens das gewonnen, was die SPD verloren hat, hätten sie recht.

Mir fehlt die Zuversicht. Deshalb streite ich für das Überleben des Spatzen in der Hand, schaue aber hin und wieder erwartungsvoll auf das Dach.

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