Wagenknecht und Gabriel: Abrüsten!

Der Aufruf zur Abrüstung nimmt Fahrt auf

Autor: U. Gellermann
Datum: 16. November 2017

Als habe man nur auf den sonderbaren Rüstungs-Appell des BND-Präsidenten gewartet: Die Zahl der Unterschriften unter den Aufruf der Friedensbewegung überschreitet bald die 10.000er Marke! Und wer ist auch dabei? Sahra Wagenknecht und Sigmar Gabriel. Als habe man die Bundestagswahlen abwarten wollen, um ein rot-rotes Projekt anzuschieben. Wenn man sich nicht im Parlament trifft, dann eben in der außerparlamentarischen Opposition. Auch Antje Vollmer von den GRÜNEN ist bei den Unterschriften zu treffen. Aber ob das nun Cem Özdemir recht ist? Soll dem Frieden doch egal sein.

Die mutige Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, hat ihre Unterschrift geleistet. Und die Rede geht, es gäbe bald ein Video von ihr. Weitere Videos für den Aufruf sollen folgen. Und das wäre auch dringend an der Zeit. Denn das Marketing, die professionelle Verbreitung ist noch eine Schwachstelle. Noch ist der Aufruf nicht auf den „Nachdenkseiten“ und anderen klugen Sites im Netz platziert. Aber ganz sicher ist Albrecht Müller, der Chef der Nachdenkseiten, für das Erstarken der Friedensbewegung.

Nach den langen Querelen rund um die „Querfront“ - ein Begriff wie gemacht für die Geheimdienste und ihre Flüsterpropaganda - kommt die Friedensbewegung wieder in Gang. Wurde aber auch Zeit. Da muss sich doch glatt Berlins Kultursenator von der Linkspartei, Klaus Lederer, mit diesem ideologischen Wechselbalg aus seinem Dienstwagen zurückmelden: Er verbot jüngst, über die „Querfront“ räsonierend, eine Veranstaltung mit Ken Jebsen im Kino Babylon. Das Kino bekommt Zuwendungen aus dem Senats-Haushalt, da knickte man lieber ein. Laut klatschte die „taz“ diesem Akt der Zensur Beifall. Das ist diese Zeitung, die immer häufiger bei den Anhängern von Winfried Kretschmann und Angela Merkel Beifall findet. Da findet zusammen was zusammengehört.

So hatte es sich der BND-Präsident Bruno Kahl das mit seiner jüngsten Drohung nicht gedacht: Mehr Geld wollte er für seine Freunde in der Rüstungsindustrie locker machen. An einen Weckruf für die Friedensbewegung hatte er eigentlich nicht gedacht.

Mitmachen, unterschreiben:
https://abruesten.jetzt/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 20. November 2017 schrieb Peter Renner:

Lieber Uli Gellermann,

was hier über die Nachdenkseiten steht, stimmt so nicht, denn bereits am 15.11. wurde dort darauf hingewiesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=41080#h14

"Abrüsten Statt Aufrüsten"
Unter diesem Motto werden zurzeit Unterschriften gesammelt. Hier ein Video von Uli Gellermann auf Weltnetz TV und hier ein PDF des Aufrufs zum unterschreiben.

Die haben sogar das PDF des Aufrufs auf deren eigenen Server zur Verfügung gestellt, siehe Link.

Also bitte diesen Artikel berichtigen.


Am 20. November 2017 schrieb Matthias Brendel:

Danke für die praktischen Hinweise.
Es wird immer klarer, wer für Frieden ist und wer dagegen ist.
Mittelfristig müsste es gelingen, die Freunde des gepflegten Waffenganges namentlich zu benennen und zu ächten.
Herr Gabriel ist so eine Mischform: Erst erhöht er die Waffenexporte in Krisengebiete und nun ist er für den Frieden. Na,ja unterschreiben kann man ja mal, das tut nicht weh.
Auch Oskar Lafontaine ruft auf zu einer neuen geeinten linken Bewegung, ein "linker" Senator Lederer schwafelt dagegen von Querfront, bezogen auf Ken Jebsen, der eine so ungemein wichtige Arbeit macht.
Diese Preisverheihung ist ein sehr wichtiges Signal, das Friedenaktivisten endlich aus der für sie vorgesehenen Schmuddelecke herausholen würde.
Es muss wieder Staatsraison werden, dass von Deutschland keine Kriege ausgehen, wie es auch immer noch im Grundgesetz steht.
Es muss auch endlich Schluss damit sein, dass Waffenproduzenten die Politik am Nasenring vorführen.
Es gibt noch Hoffnung.
Wir können das schaffen.


Am 20. November 2017 schrieb Andreas Schell:

Zu "Wagenknecht und Gabriel: Abrüsten!"

Ein Nachruf. Es ist schon sehr erstaunlich, dass seit Ihrem Beitrag vor fünf Tagen nicht einmal die paar Hundert Unterschriften dazu kamen, die es für die 10.000 gebraucht hätte. Stand von gerade eben: 9.950. Der Aufruf würde wahrscheinlich auch dann nicht viel bringen, wenn 100.000 unterschrieben hätten. Grund für den Misserfolg: mediales Schweigen. Dass das die tatsächliche Meinung im Lande abbildet, mag ich nicht so recht glauben.

Wir rüsten also auf, wie von den USA befohlen, Jamaika hin oder her spielt dabei eh keine Rolle. Es geht gegen die Russen, weil die angeblich die Krim annektiert haben und daher gefährlich sind - ein Lügengebäude, das uns da einen zweistelligen Milliardenbetrag *zusätzlich aus Steuergeld* kostet. Die deutschen Mehrausgaben liegen dabei höher als der komplette Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Mehrausgaben der NATO für das zwei-Prozent-Ziel übersteigen den gesamten Militärhaushalt des künstlich hochstilisierten Feindes um ein Mehrfaches. Gesamt Rüstungsausgaben der NATO betragen über das Zehnfache der Russischen. Sinnloser Overkill. Keine Bedrohung. Vollkommen klar ist: niemand in Russland will Krieg mit dem Westen. Es geht um den Schützengraben der NATO-Osterweiterung. Im tieferen amerikanischen Interesse liegt die Trennung der europäischen Wirtschaft von der Russischen.

Das Ganze ist also irre - was für eine riesige Schande, speziell für Deutschland.


Am 19. November 2017 schrieb Holger Friedrichson:

Es ist mehr als bedauerlich das es im öffentlich rechtlichen Fernsehen für die Bürger(denn nur der Bürger hat einen Rechtsanspruch) der Bildungsauftrag bzgl. Waffenproduktion , Waffenhandel und Krieg ein SCHANDGESCHÄFT schändlichst vermieden wird offenzulegen welch großes transgenerationales Leid global durch deutsche Waffen verursacht werden. Die Bürger*innen werden bewußt in Unkenntnis über Regierung korrumpierendes Handeln der Waffenlobbyisten gehalten.- Selbst seitens des Bundespräsidenten gibt es KEINE Aussagen zu den deutschen Schandgeschäften in Sachen Krieg! Es gibt keine Staatsraison Gründe gerade auf Grund der deutschen Geschichte hier auf Regierungsebene und im Medienbereich den Schandgeschäften und ihren Profiteuren Einhalt zu gebieten.- Unsere sogn. noch freiheitlich gewählte Regierung scheint aus Kadavergehorsams Paladinen Neoliberaler Feudalprofiteuren zu bestehen.- Wie soll der die Bürger*innen Vertrauen in die gewählte Regierung zurückgewinnen , wenn es um heuchlerisch opportunistische Politgeschmäckle Interessen geht?? Am Natostacheldraht an Europas Grenzen stehen die Maria und Joseph und warten auf Familiennachzug bewaffnete Soldaten verwehren ihnen den Nachzug zu ihren Kindern , fröhliche Weihnachten wünsche ich den Bayern und den Grünen die in der Jamaiker Koalition aufgesogen und zerrieben werden !

Poscimur PACE

P.S. : Pollicitis dives quilibet esse potest :
In Versprechungen kann jeder reich sein!


Am 18. November 2017 schrieb altes Fachbuch:

ein appell mit aufruf zum gemeinsamen handeln, der gleich mal in ausgrenzung mündet!!
zur ausgrenzung:
ick bin keen berliner, daher ist mir diese provinzposse nicht so wichtig, wie das übergeordenete des aufrufes an sich!!
soll ich für den erhalt des friedens aufstehen, oder einen PdLer anmotzen, weil der den jebsen nicht leiden kann und was getan haben soll???
für das demonstrationsrecht wird eine ordnungsbehörde zuständig sein. und diese wird bedingungen für ALLE veranstaltungen formuliert haben. lederer hat meines wissens auch nur die preisverleihung an jebsen kritisiert, und dabei sicher auch das theater an die subventionierung erinnert (was link ist)!
wäre ich jebsen, wäre mir preis und die veranstaltung scheißegal und ich würde mit lederer gemeinsam zur tat schreiten!! darauf kommt es an. wenn der frieden ernst gemeint sein soll, dann weg mit jeglicher zersplitterung linker kräfte!

zum appell:
wieso wird der so gehypet?? weil es ein "prominenter aufruf aus der gesellschaft" ist? die intellektuellen ohne verantwortung, die wieder schlauer als die politiker sind, aber ohne dazutun sich auf die schulter klopfen, wie laut sie krähen können?? wer bringt die meisten hits auf diversen listen und projekten?
was taugt die unterschrift gabriels?? in der gleichen woche bringt der mit flintenuschi PESCO auf den weg!!!
verstehen die unterzeichner des appells unter "frieden" eigentlich das gleiche?
ich denke NEIN!!
wo waren alle diese "appellierer" mit ihrem hirn und ihren möglichkeiten, als sie zur BT-wahl über den frieden abstimmen hätten können?? wie kann man jamaika wählen, aber hinterher wegen dem weltfrieden barmen?

ich teile die meinungen der fam. klein zu den aussichten dieses aufrufes: #metoo und das schöne wetter haben eine lobby, der frieden nicht!!

völlig ignoriert wird der fakt, dass der krieg dem imperialismus wesenseigen ist. er ist NOTWENDIG in der und für die herrschende produktionsweise und wird jenseits vom willen irgend welcher politclowns passieren, weil die wirtschaft nach absatz und ressourcen schreit!
die 30MIA ? würden wohl in die sozialpolitik wandern? wer träumt denn davon?
siemens entlässt zufällig dort am meisten beschäftigte, wo die AFD am stärksten ist!! hat nix mit frieden oder dem thema zu tun??
dann wartet, bis sachsen landtagswahlen hat

Antwort von U. Gellermann:

Im Appell wird niemand ausgegrenzt. Andere ausgrenzend ist der Begriff „Querfront“. So spaltet Lederer.


Am 18. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat :

Guten Tag, Herr Lederer,

es gibt eindeutige Kriterien für linke Politik.
Sie erfüllen keine. Ken Jebsen, der Ihnen nicht in den Kram passt, weil er nicht nur immer sehr gut vorbereitet ist, sondern eine eigene meinung sich bildet, und das auch noch fundiert, reflektiert und sehr demokratisch.
Als "Linker," der die Meinungsfreiheit behindert, weil warm und trocken am Fressnapf der Republik sich labend, der von denen gefüllt wird, denen die Würde genommen wird, und die von nem Appel und nem Ei leben sollten Sie sich schämen.
Die Demonstration am 14.1. 2018 für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wird auch von sogenannten "Linken" in übler Art und Weise behindert.
Zu hoffen ist, dass sich Politiker wie Sie einer sind, und viele andere sogenannte "Linke" auch, die im Zeitgeist und in ihrer Staatshörigkeit, wie die sPD angekommen sind Sie in Zukunft nicht mehr wählen werden. Die Aufgabe einer Linken ist, die Lebensinteressen der Menschen im Land zu vertreten, zu verbessern, und die Meinungsfreiheit und das Eintreten für Demokratie, Menschenrechte und ABRÜSTUNG einzustehen und zu befördern.
Es laufen Ihnen die Wähler weg, und das ist gut so.
Ich hoffe, dass die Gesellschaft wach wird, und sich nicht vorschreiben lässt, was sie denken und fühlen sollen. Kritische Geister wird es immer geben, und Ken Jebsen hat den Preis wahrlich verdient. Damit Sie nicht zu falschen Schlüssen kommen. Als Tochter eines Kommunisten, der im Konzentrationslager gefoltert und erniedrigt wurde können Sie ganz sicher sein, dass ich weiß, was es bedeutet für eigene Überzeugungen mit Hingabe und ohne materielle Interessen einzutreten.


Am 18. November 2017 schrieb Andreas Schell:

Danke für die Aufmunterung! Das ist ziviler Ungehorsam gegen einen Punkt der nächsten Bundesregierung, der im Jamaika-Kasperletheater keine größere Rolle spielt. Sagt es allen:
abruesten.jetzt unterschreiben und
diesen beiden korrupten Lakaien hier das Handwerk legen:
cem.oezdemir@bundestag.de
klaus.lederer@kultur.berlin.de
Ich empfehle kurze Mails mit klarem Text. Meine waren:

Sehr geehrter Herr Lederer,
das mit der Jebsen-Zensur haben Sie überhaupt nicht gut gemacht und es hat auch nichts mit dem Auftrag linker Wähler zu tun. Setzen, 6.

Sehr geehrter Herr Özdemir,
ich vermute, dass Sie für das Zugeständnis an die Autolobby einen fetteren Motor in ihren Dienstwagen und für ihre Nibelungentreue zur NATO ein olivgrünes, strahlendichtes Bomberjäckchen als Dankeschön erwarten dürfen? Sie schaden aber unseren Kindern. Wir werden uns daher mit demokratischen und legalen Mitteln dagegen wehren, dass Lobby-Trojaner wie Sie Karriere machen.


Am 17. November 2017 schrieb Helene+Ansgar Klein :

Lieber Uli Gellermann,

vielen Dank für Ihr Video: https://weltnetz.tv/video/1347-peace-movement-back-abruesten-jetzt

Der Einstieg ist genau richtig, richtig ist auch, dass die Initiative "Abrüsten jetzt!" unterstützendswert ist - wir beide rangieren unter Nr 205 und 208 in der Unterschriftenliste - , doch Ihren Optimismus "The Peace Movement is back" teilen wir (noch) nicht. Hat der Aufruf "Wieder Krieg in Europa? - Nicht in unserem Namen" (von ca. 60 'Prominenten') vor fast drei Jahren Auswirkungen gehabt?
Zweifellos ist diese Initiative jetzt ein Schritt in die richtige Richtung, wie z.B. auch die 'Kampagne Stopp Ramstein' es ist. Doch wird diese Unterschriften-Liste nicht das gleiche Schicksal erleiden wie viele vor Ihr? - wir beide haben viele Unterschriftenlisten unterschrieben und propagiert. Selbst die mit einiger Publicity bedachte Kampagne "Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" hat nicht ein Heckler&Koch-Gewehr-Export weniger erbracht.

Gegen die "westliche Wertegemeinschaft", sprich 'US-geführte NATO, muss mehr geschehen! Es muss spektakulär sein! so dass das 'Raumschiff Berlin' etwas davon mitbekommt.

Es muss spektakulärer sein als ein Zeltlager bei Ramstein-Miesenbach z.B. Eine 'Belagerung' des Bundeskanzler-Amtes oder ein 'Friedenskongress' - etwa zum Thema "Abrüstung in Deutschland und Europa" oder "Raus aus der NATO!" oder "Truppenstationierungsvertrag kündigen!" - aller Aktivisten von Eugen Drewermann bis Ken Jebsen, von Antje Vollmer bis Roman Herzog, von Daniela Dahn bis Daniele Ganser, von Rolf Hochhuth bis Konstantin Wecker, von Fee Strieffler, bis Willy van Ooyen, , Klaus Hartmann, Reiner Braun, Uli Gellermann... in der Frankfurter Paulskirche oder ...


Am 17. November 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Off topic oder auch nicht, alles hängt mit allem zusammen:
Offener Brief an Klaus Lederer

Herr Lederer,

Kultur verbindet und spaltet nicht, wirkt seltsam ihr Spruch angesichts ihres Gebahrens und Wunsches, die Verleihung des Kultur Karls-Preis für engagierten Journalismus an Ken Jebsen zu verhindern. Was haben sie für ein Problem mit Ken Jebsen, außer den immergleichen Vorwürfen aus der Bekämpft - die - Querfront - Propaganda - Mottenkiste? Gähn. Ich stimme nicht in allem mit Ken Jebsen überein, warum auch, aber ihn als Antisemit und Nazi zu bezeichnen ist mehr als grotesk. Für den Chef des Grimme-Instituts, Lutz Hachmeister ist er ein Medienpionier, seine Arbeit seit Jahren der Leuchtturm eines friedens-politisch, anti-militaristisch und anti-kapitalistisch engagierten Journalismus. Liegt vielleicht da der Hund begraben? Er ist einfach nicht ihrer Meinung. Werden sie doch mal inhaltlich Herr Lederer, was gefällt ihnen an der journalistischen Arbeit von Herrn Jebsen, nicht? Nur zu, da gibt es zu kritisieren und sehr viel zu loben.
Sie gehen sehr weit Herr Lederer, verbieten und verleumden, das ist was Neues in unserer Demokratie in der Versammlungsrecht und Meinungsfreiheit ein hohes Gut sind. Ich finde es entsetzlich, das so ein Verhalten aus den Reihen der Linken kommt. Ken Jebsen hat jedes Recht in diesem Land journalistisch öffentlich zu arbeiten. Ich habe jedes Recht diese Medien zu konsumieren und mir meine Meinung zu bilden. Ansonsten ist das nicht mehr mein Land.
Was auffällt, also mir, es ist ein persönliches Fazit, solch undemokratisches Verhalten kommt immer von Mitgliedern seltsamer Think Tanks um die Ecke und ich muß ressüieren, eine solche Mitgleidschaft hatte nie ein positives Image mehr. Ich weiß, daß ist ihnen in ihrer Filterblase noch nicht aufgefallen, kommt noch.

Weil ich ihnen gerade schreibe, ein paar Gedanken zu ihrem IS-Denkmal am Brandenburger Tor. Ich kann es nicht sehen ohne die wehende IS Fahne obendrauf, wie auf den originalen Standortfotos. Ich kann es nicht sehen, ohne an die syrischen Bürger dahinter zu denken, in IS Geiselhaft und damit in Natohaft, können sie mir folgen Herr Lederer? Wie mag dieses Mahnmal wirken auf Menschen die von da geflohen sind? Wie mag es wirken auf die Barrikadenbauer, das sie so gehuldigt werden in Berlin?


Am 16. November 2017 schrieb Edgar Mohr:

Die letzte vom amtierenden Außenminister Gabriel genehmigte Waffenlieferung an die "Prinzen" von Saudi-Arabien wurde doch gerade im Hafen -und nicht in den Auftragsbüchern- gelöscht. Echt SPD eben.


Am 16. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

S. Wagenknecht hat unterschrieben. Das ist wohl eine Selbstverständlichkeit sollte man annehmen.
Die traditionelle Luxemburg-Liebknecht Demonstration am 14.1. 2018, 100 Jahre nach der gescheiterten Novemberrevolution, die in ihrer Tradition, antifaschistisch, gegen Krieg , gegen Aufrüstung, sowie gegen Demokratie- und Sozialabbau steht erfährt nun, dass die angemeldete Demonstration nur unter Einschränkungen stattzufinden hat.
Der wirkliche Skandal ist der, dass das Bezirksamt, unter Führung von Linken, diese schändliche Aufgabe übernommen haben, mit fadenscheinigen "Begründungen". "Nur noch reine Informationsstände sind zulässig." "An Irrsinn nicht zu übertreffen, wenn seitens des Bezirksamtes behauptet wird, den Ausschank von Getränken und den Verkauf von Speisen und Bekleidung zu untersagen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.( P.Köbele DkP) Es treibt mir die Tränen in die Augen, dass die großen Arbeiterführer, die ermordet wurden eine solche Mißachtung über den Tod hinaus erhalten. Trotz alledem: Sie standen auf der richtigen Seite der Geschichte, und sie werden niemals vergessen sein.
Die soziale Frage stellt sich aktueller, denn je.
Die Fianzkrise von 2008 fast in Vergessenheit geraten ist noch lange nicht überwunden, und so müssen neue Märkte, um jeden Preis erschlossen werden,und der hemmungslose Rüstungswettlauf, wo die Kriegstreiber- und Verbrecher sich eine goldene Nase verdienen scheint in eine lähmende Normalität übergegangen zu sein, desto wichtiger ist sich auf das zu besinnen, was uns als Volk, als Gesellschaft stark gemacht hatte: Hunderttausende gegen den NATO Doppelbeschluß, Gewerkschafter, Kommunisten, Sozialdemokraten,Antifaschisten, Anarchisten, Freidenker, Christen, Andersdenkende, Wissenschafter, Studenten, ein geeintes Volk, als es um Abrüstung, Frieden und Solidarität ging. Wir hatten ein gemeinsames Ziel, und die heutigen GRÜNEN, ich meine die sogenannten Spitzenpolitker haben so nach und Farbe bekannt, und die ist sicherlich nicht grün. Braune Streifen, und kriegslüsterne Schwätzer sollten sich besser einen rauchen, als dieses unqualifizierte Gesülze von sich zu geben. Wer hätte gedacht, dass so ein Cem, der sich neben der Cannabispflanze hat fotografieren lassen so ein Russenhasser ist ? Die sollen sich mal an ihre braungestrichene Nase fassen, und ihren moralischen Kompass auf die eigene Geschichte beziehen; da gibt es einiges, was einem noch die Zornesröte ins Gesicht treibt. Haben sie ihre Pädaophilen Geschichte wirklich ohne wenn und aber aufgearbeitet ? Da fällt mir der Cohn Bendit ein, einer der Macron so richtig gut findet. Macron, der sein Bestes gibt, dass Adenauers Wunsch nun wohl doch in Erfüllung geht: Eine europäische Armee.
Um unser Grundgesetz schert sich keiner mehr. Flugs wurde im Deutschen Strafgesetzbuch rumgekritzelt; der § 80 wurde still und heimlich mit dem Tintenkiller bearbeitet, der besagt, dass die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter schwerste Strafe gestellt wird. § 80 lautete: Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes) , an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll , vorbereitet, und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft."
Der Artikel §26 Absatz 1 des Grundgesetzes fand nie Berücksichtigung, dafür haben die Juristen, die, die Interessen des Staates über das Grundgesetz stellten selbstredend gesorgt, indem sie es außer Kraft gesetzt haben.
Die Unterstützung dieses Aufrufes für Frieden und Abrüstung ist aller Mühen wert.


Am 16. November 2017 schrieb Karola Schramm:

Na ja, es ist ja schön, wenn man mit prominenten Namen punkten kann, dennoch sind sie nicht die Masse. Auf die Masse-Menge kommt es an und die ist nun mal die Bevölkerung. Das sind die Frauen und Männer die sich dusselig schuften an irgendeiner Kasse, in irgendeinem Kindergarten, in iregendeinem Krankenhaus oder Altenheim, an irgendeiner Baustelle oder sonst wo in diesem Land. Da sind auch noch die, die die Brosamen von den "Tafeln" eintüten, extra eingeführt und wahrscheinlich wohl wissend, dass die Verarmung weiter betrieben wird - wobei Diakonie oder Caritas lautstark hätten protestieren müssen, Protestanten allemal - als sie merkten, dass die Verarmung geplant wird. Vielleicht denken sie auch an den Spruch, dass "Armut beten lehrt" und denken an volle Kirchen mit ausgehungerten und verzweifelten Menschen ? So bekommen die Kirchen wieder richtige, seelsorgerische Arbeit. Vielleicht deshalb keine Proteste gegen Krieg, Verarmung und Hartz 4 ?

Was jetzt gerade mit Ken Jebsen passiert, dessen Arbeit ich ebenfalls sehr hoch einschätze, liegt genau im Trend der doof machenden Medienschaffenden. Wie auch ? Doof und doof gesellt sich eben gern. Sollen sie doch "tote Fische" sein, die alle mit dem Strom schwimmen. Nach einem Spruch den ich kürzlich erst kürzlich las und richtig gut finde: "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom."

Antwort von U. Gellermann:

Genau hier liegt meine einzige Kritik am Aufruf: Er wird bisher noch zu wenig verbreitet. Wer Massen erreichen will – und das dürfen wir den Initiatoren unterstellen – der muss auch Massen ansprechen.


Am 16. November 2017 schrieb Werner Steinhoff:

@ Jenny Westphal

Der Aufruf steht doch auf den NDS. Er ist nur in den "Hinweisen des Tages" versteckt.


Am 16. November 2017 schrieb Lisa Feldner:

@ Harry Popow
Klaus Lederer und Charakter? Das passt einfach nicht zusammen.


Am 16. November 2017 schrieb Harry Popow:

Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Nun ist es wieder soweit: Alle jene, die Gesellschaftskritik üben an der Politik der BRD und den bürgerlichen Medien, an Waffenlieferungen nach Israel, an Krieg und verstärkter Aufrüstung werden nunmehr als Gefährder, als Querulanten, als Anhänger der Verschwörungstheoretiker diffamiert, vorverurteilt, an den Pranger gestellt. Und wenn dabei noch regimetreue Medien in das gleiche Horn blasen, wie zum Beispiel auch die taz zur schleimigen Befürwortung der Zensur, im Babylon den Kölner Karlspreis an Ken Jebsen zu verhindern, die Leser verdummend und täuschend, dann ist es bis zu einem totalitären Staat nur noch ein kleiner Schritt. Ich als einstiger Militärjournalist in der DDR und seit Jahren Blogger und Buchrezensent vor allem für die Neue Rheinische Zeitung bin jedenfalls entsetzt über die Unverfrorenheit eines angeblich LINKEN, die genannte Festveranstaltung am 14. Dezember im Babylon zu unterbinden. Der Herr Klaus Lederer unterstützt mit seinem verbalen Angriff auf "Die Neue Rheinische Zeitung", so auch auf die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski, jene, die die aggressive Politik Israels gegenüber dem palästinensischen Volk befürworten und mit Waffenlieferungen durch die BRD an Israel unterstützen. Lesen Sie meine Buchrezension "Die Fackel des HERAKLES". Aber wer tief im Sattel der Reaktion sitzt, wird sich doch nicht die Hände schmutzig machen, nicht wahr... Charakter haben im Politischen sieht anders aus, Herr Lederer.



Am 16. November 2017 schrieb Jenny Westphal:

Sie schreiben: "Aber ganz sicher ist Albrecht Müller, der Chef der Nachdenkseiten, für das Erstarken der Friedensbewegung." Da habe ich schnell mal auf die Nachdenkseiten geschaut: Tatsächlich ist der Aufruf nirgends zu finden. Das will mir nicht in den Kopf. Ist es Schlamperei oder die in den Friedensbewegung leider übliche Eifersüchtelei?

Antwort von U. Gellermann:

Da sollten Sie die Kollegen der NDS schon selbst fragen.


Am 16. November 2017 schrieb Alexander Kocks:

Schön dass sich was in der Friedensbewegung tut, aber was Gabriel angeht hat der Rationalgalerist wohl nicht mit mitbekommen, dass der Herr gestern den Pesco Vertrag
unterzeichnet hat, der 27 europäische Länder zu
mehr Rüstungsausgaben und wohl auch weiteren "Interventionen" verpflichtet. Jetzt haben wir neben der NATO noch PESCO. Die Unterschrift von Gabriel unter den PESCO Vertrag ist eine besondere demokratische Frechheit, da die jetzige Regierung nur kommissarisch im Amt ist und man damit dem neuen Bundestag praktisch eine Debatte und ein Veto für diese neue Rüstungsverschärfung nimmt. So funktioniert Demokratie in der BRD.
Still und heimlich Fakten schaffen und dann hingehen und Friedensappelle unterschreiben.

Antwort von U. Gellermann:

Wie mag Gabriel seine Unterschrift unter den Friedens-Aufruf seinen Freunden aus der Industrie erklären? Selbst „ist nicht so gemeint“ reicht da nicht.


Am 16. November 2017 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Klasse!
Danke für Deine Unterstützung!
Skandalös, was die Politische Klasse und ihre Vertreter in den Rüstungskonzernen da in Berlin und Brüssel alles anschieben. Eine Militarisierung der EU ist das Letzte, was die Menschheit benötigt...

Antwort von U. Gellermann:

Wer der Friedensbewegung hilft, der hilft sich selbst.


Am 16. November 2017 schrieb Rainer Linsky:

Es ist wirklich erstaunlich, dass sich der BND-Chef öffentlich mit Rüstungs-Themen beschäftig. Das zeigt, dass der Militarisierung der Außenpolitik nun die der Innenpolitik folgen soll. Es war doch Schäuble, der die Bundeswehr imm im Inneren einsetzen wollte.


Am 16. November 2017 schrieb Manne Kerner:

Gabriel unterschreibt doch nur zur Tarnung!

Antwort von U. Gellermann:

Wenn jetzt noch Frau Merkel "zur Tarnung" unterschriebe . . .

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