Seuchen und Krieg

Mangelhafte hygienische Verhältnisse fördern die Verbreitung von Seuchen

Autor: Klaus Madersbacher
Datum: 08. August 2017

Wie weit die Entwicklung der Menschheit ist, kann man unter anderem daran erkennen, wie viele Menschen an vermeidbaren Krankheiten und an großflächig auftretenden Seuchen sterben.

Zum Beispiel ist die Pest, als „Schwarzer Tod“ der Schrecken des Mittelalters, in Europa praktisch ausgerottet, ist weltweit aber noch gelegentlich anzutreffen – in „unterentwickelten“ Gebieten natürlich. Unzureichende hygienische Verhältnisse sind die erste Voraussetzung für das Auftreten und die Verbreitung dieser Krankheit. Immerhin gibt es wirksame Medikamente dagegen.

Eine sehr gefährliche Krankheit waren die Pocken, auch Blattern genannt. Auch diese Seuche forderte Millionen von Toten, besonders in Gebieten, in die sie neu eingeschleppt wurde und in denen es keine Resistenz gegen diese durch Viren verursachte Krankheit in der Bevölkerung gab. Zu erwähnen sind hier die amerikanischen Indianer, die den Pocken besonders zahlreich zum Opfer fielen.

Die Pocken sind meine Lieblingsseuche, erstens weil sie ausgerottet sind – „nur eine ausgerottete Seuche ist eine gute Seuche“ - und zweitens, weil ich selbst an der Ausrottung mitgearbeitet habe, und zwar im Rahmen des in den 1970er Jahren von der WHO (Weltgesundheitsorganisation der UNO) durchgeführten Smallpox Eradication Programme (Pockenausrottungsprogramm), des einzigen weltweit erfolgreichen Projekts auf dem Gebiet der Seuchenbekämpfung. Sogar größere Ausbrüche konnten wir mit unserer gut durchdachten Vorgangsweise schnell unter Kontrolle bringen.

Eine besonders schlimme Seuche ist die Cholera. Cholera kann sich praktisch ungehindert verbreiten, wenn es kein sauberes Trinkwasser gibt, etwa weil dieses durch kontaminiertes Abwasser verseucht wird. Cholera, Ruhr und Typhus weisen auf einen Mangel an sauberem Trinkwasser hin und sind lebensgefährlich für Menschen, deren Ernährung mangelhaft ist, und hier in erster Linie für Kinder und alte Menschen.

Vielleicht erinnern Sie sich an die 500.000 Kinder im Irak, die durch die nach dem Golfkrieg gegen den Irak verhängten Sanktionen getötet worden sind – ja die, die laut der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright „den Preis wert waren.“ (Im Archiv ist dazu einiges zu finden, z.B. von Dennis Halliday > LINK)

Ich schreibe ganz bewusst und absichtlich „getötet worden sind“ und nicht gestorben sind, ums Leben gekommen sind oder wie sonst in den verlogenen Medien hierzulande/im Westen zu hören ist, wenn überhaupt. Ein entsprechender Bericht der UNICEF wurde von den Vereinigten Staaten von Amerika und vom Vereinigten Königreich im Unsicherheitsrat (sic!) abgeschmettert. Ich würde sagen, dass hier ein Massenmord in riesigem Ausmaß mit größter Skrupellosigkeit durchgeführt worden ist. Unter Mitwirkung und mit Zustimmung der westlichen Wertegemeinschaft wohlgemerkt. Und der UNO, dieses erbärmlichen unter der Fuchtel des US-Außenministeriums dahinsiechenden bürokratischen Molochs.

Auch in Washington und London wird bekannt sein, dass mangelhafte hygienische Verhältnisse die Verbreitung von Seuchen fördern. Nun, was folgt daraus für die Macht- und Befehlshaber in diesen aggressivsten Schurkenstaaten der Gegenwart?

Sie lassen Kraftwerke, Trinkwasseranlagen und Abwasseranlagen durch ihre und die Kriegsflugzeuge ihrer jeweiligen „Alliierten“ zerstören.

Und dann?

Dann verhindern sie durch Blockaden und Sanktionen, dass für Reparaturen erforderliches Material ins Land gebracht werden kann. Oder verhindern, dass Nahrungsmittel oder Medikamente ins Land gebracht werden können, oder was die verbrecherischen Hirne in den Befehlszentralen sich sonst noch alles ausdenken.

Über kurz oder lang stellt sich die erwünschte Wirkung ein, die man nur als geplanten Massenmord bezeichnen kann. So geschehen in den letzten Jahren in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien und zuletzt im Jemen. Gaza kann man ruhig dazuzählen, wo diese „Politik“ ebenfalls seit Jahren praktiziert wird, unterbrochen nur von weiteren Bombardierungen von Wohngebäuden und Infrastruktur. Dass die Medien des Westens über diese gigantischen Verbrechen gegen die Menschheit so gut wie nicht berichten, macht diese „freien Medien“ zu Mittätern im Stil von Stürmer, Völkischem Beobachter und dergleichen Naziorganen.

Der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika geht es offenbar zumindest vordergründig nicht darum, diese Länder zu erobern – es genügt, wenn diese hilflos und wehrlos gemacht werden, irgendwie gerade noch da sind oder auch nicht, sich jedenfalls nicht den aggressiven Ambitionen der nach der Weltherrschaft Strebenden in den Weg stellen können. Wohin deren Weg führt, lässt sich auf jeder Landkarte leicht herausfinden.

Die vielen Millionen getöteten, verkrüppelten und vertriebenen Menschen werden den „Preis“ auch weiterhin wert sein müssen, den die Bestrebungen der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika und ihres verbrecherischen Anhangs erfordern werden, zumindest wenn es nach dem Willen dieser Herrschaften geht.

Wie eingangs erwähnt, ist der Umgang mit vermeidbaren Krankheiten ein Maßstab für die Entwicklung der Menschheit.

Wenn bestimmte Staaten mit ungeheurem Aufwand den Tod und unsägliches Leid ungezählter Menschen bewirken, ist das direkt gegen die Entwicklung und gegen die Interessen der Menschheit gerichtet. Der Kampf gegen derlei parasitäre Staaten und ihre verbrecherische Bestrebungen ist in jeder Beziehung gerechtfertigt.

Dass einer terroristischen Supermacht und ihrem terroristischen Anhang trotz ihrer offen sichtbaren Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschheit zivilisatorische, kulturelle oder gar humanitäre Kompetenz zugestanden wird, ist offenbar ein hervorstechendes Merkmal – Symptom - einer Gesellschaft, deren geistiger Zustand sich zutiefst im pathologischen Bereich bewegt.

Offenbar haben wir es auch hier mit einer Seuche zu tun. Einer Seuche, die die Gehirne der Menschen befällt. So wie Cholerabakterien den Organismus befallen und dessen Funktionen auf Selbstzerstörung umprogrammieren.

Raten Sie mal, ob es da auch ein „Immunsystem“ gibt? Das sich dagegen wehrt, dass die Menschheit so mir nix dir nix in die Selbstvernichtung geführt werden kann?

Gehen Sie ruhig davon aus, dass es das gibt und dass auch Sie ein potentieller/potenter Teil dieses Immunsystems sein können.

Wie immer in solchen Fällen fängt es auch hier klein an. Die Chancen, dass eine Bewegung gegen den derzeit herrschenden Wahnsinn wachsen und sich letztlich durchsetzen wird, sind durchaus intakt. Es sieht vielleicht auf den ersten Blick nicht so aus, dass die Menschheit ständig gescheiter wird, aber bei näherer Betrachtung wird klar, dass das zwangsläufig der Fall sein muss. Es würde mich wundern, wenn der Organismus Menscheit sich nicht in absehbarer Zeit der Elemente entledigen wird, die aus eigennützigen Interessen in zynischer Weise das Schicksal der gesamten Menschheit gefährden und mit Füßen treten. Bisher haben wir es jedenfalls geschafft ...

Der Artikel erschien zuerst bei www.antikrieg.com


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. August 2017 schrieb Karola Schramm:

Es gibt Artikel, die lassen mich nach dem Lesen fassungslos zurück, dann brauche ich Bedenkzeit. Dieser Artikel ist so einer.
Dass alle Kriege sehr schmutzige, ja richtig dreckige Kriege sind von in Köpfen versauten Menschen initiiert kann sich jeder denken, der seinen Verstand noch nicht bei TV-Sendern und Leitmedien zur Aufbewahrung abgegeben hat.
Für mich also nicht wesentlich Neues und doch hat mich dieser Artikel wieder auf meine Spur gebracht, auch daran zu denken, wenn ich mal wieder von Familie, Freunden, Bekannen, Kollegen als höchst - wie formuliere ich das ? ach gut - ganz einfach für verrückt erklärt werde, mit der man über Politik überhaupt nicht reden soll. Sie wollen es nicht wissen und mich zum Schweigen bringen. Wissen ist Macht, heißt es. Kann aber auch Ohnmachtsgefühle auslösen, die überhaupt nicht schön sind.

Ja, jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Sanktionen sind Kriege der heimtückischen Art.
Wir vernichten nicht nur uns selbst, sondern auch die Umwelt, die Tierwelt, die, wie die Menschenwelt auf eine intakte Umwelt angewiesen sind.

Bei aller Negativität sehe ich auch Hoffnung und Aktivität bei anderen Menschen, die tapfer gegen diese Missbräuche und Misshandlungen in Form von Kriegen schreiben und sprechen. Denen muss ich mich zuwenden und dann kann ich auch sehen, dass die FriedenstifterInnen stärker sind als Goliath, der Riese. Nur nicht vom eigenen, friedfertigen Weg abbringen lassen. Das lasse ich mir jetzt von diesem Artikel sagen, was sich sehr gut anfühlt. Danke.


Am 11. August 2017 schrieb Otto Bismark:

Ich würde den Optimismus des Verfassers gern teilen, aber leider... . Die Realität der Gegenwart sieht anders aus. Mir fehlt vor allem die Überzeugung, daß erhebliche Teile der Menschheit endlich begreifen, was in der Welt gespielt wird. Das wird m.E. nicht passieren, weil die Menschen direkt daran gehindert werden. Ja, das sehe ich so, vor allem wenn ich die Rolle der Medien wie Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen einerseits, die ja immer noch den entscheidenden Part spielen, betrachte und andererseits das Bildungssystem speziell unseres Landes heranziehe. Zu letzterem habe ich nur den Vergleich zu dem der DDR, mit welchem ich groß geworden bin, aber dort liegen, um es kurz zu machen Welten dazwischen, bei aller tatsächlich damals vorhandenen Indoktrination. Denn heutzutage wird es im Unterschied zu damals peinlich vermieden, das Denken im Zusammenhang bereits in der Schule zu entwickeln. Was brauche ich z.B. ein Fach Medienkunde, in dem ich vielleicht lerne, mit dem Handwerkszeug Hard- und Software umzugehen, wenn mir niemand vermittelt, wie der Müll entsteht, der mir dort täglich präsentiert wird. Auf diesem Unvermögen, Hintergründe und Zusammenhänge zu erkennen passiert dann die tägliche Beeinflussung durch die Mainstreammedien. Nehmen wir nur als derzeitiges Beispiel den sogenanten Eierskandal. Jede Meldung befaßt sich im Moment damit, als ob mit Verlaub gesagt ein paar Eier mit Spuren von Insektiziten die Welt untergehen lassen. Dafür haben wir doch Veterinär- bzw. Gesundheitsämter, die uns davor zu schützen haben. Der Punkt ist natürlich, daß die Zeit, die für derartige Meldungen verbraucht wird, nicht mit wichtigen Dingen gefüllt werden muß. Gerade jetzt so kurz vor einer wichtigen Wahl, in der es doch um die Weichenstellung für die Zukunft unseres Landes und der darin lebenden Menschen gehen müßte. Verdächtig still geworden ist es z.B. auch um die Vorgänge in Syrien, der Jemen hat in unseren Nachrichten noch nie eine Rolle gespielt und die Betrügereien der Automobilindustrie um die Abgaswerte der deutschen Autos dürften es wohl auch wert sein, stärker beleuchtet zu werden. Ich erinnerne mich noch an meine Erlebnisse in der alten Zeit und auch noch nach dem "Beitritt", wenn in den Gesprächen mit den Altbundesbürgern die Rede auf die Politik kam und dann in unschöner Regelmäßigkeit Bemerkungen fielen wie "Politik ist ein schmutziges Geschäft, damit befassen wir uns lieber nicht". Das hat sich nach meinem Eindruck bis heute nicht wesentlich geändert. Seit ich in meiner Ostthüringer Heimatstadt ein bischen Kommunalpolitik mache, ich sitze seit 14 Jahren im Stadtrat, werde ich immer mal mit der Frage konfrontiert, warum ich mir das denn antue! Daß wir alle es eigentlich in der Hand hätten, die Richtung der Politik zu bestimmen, indem wir uns die Leute genauestens anschauen, denen wir unsere Stimme für die nächste Wahlperiode überlassen bzw. in manchen Situationen diese Politik sogar selber machen können, soweit scheint kaum jemand zu denken. Ich habe es vor knapp acht Jahren bei der Bürgermeisterwahl in unserer Stadt erlebt, dort wurde die völlig unbekannte CDU-Kandidatin, die danach grandios gescheitert ist und bei der nächsten Wahl wieder abgewählt wurde, von Vielen mit der Begründung gewählt, "....die lächelt doch so schön."! Und da soll ich erwarten, daß sich in nächster Zeit, denn viel davon ist nicht mehr vorhanden, eine Bewegung "gegen den derzeit herrschenden Wahnsinn" aufmacht? Tut mir leid, aber kann ich mir absolut nicht vorstellen. Ich glaube, bevor nicht wieder der schlimmste denkbare Fall eintritt, schauen wir nur nach Korea, wird es keine Änderung geben, hoffentlich ist es dann aber nicht zu spät! Nichtsdestotrotz, bleibt schön kämpferisch!


Am 11. August 2017 schrieb Robert Meyer:

ja aber was soll diese Aufregung um "unwertes Leben der Untermenschen" ( Vokabel der jüngeren Vergangenheit), wenn es wichtige Probleme wie das Tragen von Kopftüchern in Europa geht, deren Anblick den Herrenmenschen nicht genehm ist. Also das sollte man schon differenzieren können. Oder welches sind die Werte der sog. Leitkultur? Vielleicht kommt aber Hochmut vor dem....


Am 08. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Klaus Madersbacher sei für dieses J’accuse gedankt, Uli Gellermann dafür, dass diese Gedanken überhaupt unters Volk kommen - wenn auch nur unter ein stark gesiebtes, reduziertes, wohlmeinendes. Gehe mit viel einig, was Madersbacher da so vermutet. Nur mit einem nicht.

„Es würde mich wundern, wenn der Organismus Menschheit sich nicht in absehbarer Zeit der Elemente entledigen wird, die aus eigennützigen Interessen in zynischer Weise das Schicksal der gesamten Menschheit gefährden und mit Füßen treten.“ So schreibt er gen Ende!

Ich weiß, die Hoffnung soll angeblich zuletzt sterben. Ob der Menschheit noch irgendetwas zu helfen vermag? Ich bezweifle es nicht nur, ich bin mir längst absolut dessen sicher, dass diese Menschheit keine Zukunft mehr hat. Und dafür gibt es zweihunderttausend gute bzw. schlimme Gründe. Egal, wo man ansetzt, selbst bei im Grunde positiven Aspekten, Gegebenheiten, Entwicklungen - spätestens mittelfristig ergeben sich meistens schlimme Konsequenzen. Wenn es nur eine, eine einzige „negative Tendenz“ wäre, dann könnte vielleicht mal ein schlauer Kopf etwas dagegen „bewirken“. Es sind aber viele, unüberschaubar viele solcher Mosaiksteinchen, die zusammen gepuzzelt ein Bild ergeben, demgegenüber die Apokalypse als Paradies erscheint.

Nur mal die derzeitigen Schauplätze für hochwohllöbliche Einsätze des Weltenretters zusammen zählen. Anstatt dass er wenigstens mal einen davon zu einem positiven Ergebnis führen oder wenigstens beenden würde, nein, weit gefehlt, eher macht er die nächsten drei, vier auf. Und verscherzt sich auch noch gleich das Wohlwollen derer, die ihm bei der Beilegung hätten helfen können, wenn sie denn überhaupt noch wollten und könnten. Denn die sind ja selbst diejenigen, die für die nächsten Operationen als Watschenmann, als dringlichst zu eliminierender Schurke auserkoren sind. Und wenn das nicht alles schon völlig ausreichen würde, verharren auch noch jene, die sich als Freunde dieses Krebsgeschwüres im finalen Stadium ausgeben und mißverstehen, weil sie sich als solche zu wähnen müssen glauben, bockig und ohne jegliche Einsicht auf der Überholspur in das „Wachstum“ des Grauens.

Wenn ich recht gelesen habe, vermutet auch Madersbacher, dass hinter dem nur noch pathologisch einzustufenden geistigen Zustand, dass hinter der Seuche, die die machtgeilen und gierigen Gesellschaftsteile befallen haben muss, nicht nur interessierte „Kreise“ stecken, sondern auch deren Auftraggeber und Schöpfer. Spätestens jetzt wäre eigentlich der Aufschrei „Verschwörungstheorie“ fällig. Selbst um dieses Totschlagargument wird es allerdings immer ruhiger. „Man“ ist schon weit darüber hinaus, solche Abwehrwaffen zu benötigen, längst kann „man“ sich alles erlauben, noch mehr leisten, Geld dafür ist immer genug da. Selbst millionenfacher Mord ist nicht mehr „anrüchig“, man hat ja seine berechtigten Gründe und sei es auch nur die „Tatsache“, dass man sich „außerordentlich“, exzeptionell wähnt. Dass die „Freien“ aus „god’s own land“ sich gefälligst ungestört den mehr als kriminellen, völker- und menschenrechtswidrigen Umtrieben nachzugehen vermögen, darf hat man den gottgegebenen Anspruch. Wehe, da hat einer was gegen, dann setzt es aber was. Sanktionen wegen aufmüpfigen Verhaltens zumindest, wenn die unbedarften Lemminge Glück haben sollten. Und noch mal wehe, wenn nämlich nicht, dann setzt es Hiebe, aber kräftig. Wie in Orwells 1984 penibelst beschrieben - welcher Leser würde jemals den Gesichtskäfig für William, den Protagonisten vergessen, den Käfig mit der bissigen Ratte hinter dem noch geschlossenen Schiebegitter - gibt es für jeden und alles das geeignete „Mittel“ , die gewünschte, die erforderliche Konditionierung auszulösen.

Es muß eine Seuche sein. Möglichkeiten gibt es gar viele, man muss nur aufmerksam bestimmte Veröffentlichungen auf Wissenschaftsseiten wie bei Premiumsprintmedien verfolgen. Dort scheint der Zensor, Inquisitor und Profiler, wie auf der Politseite aktiv, nicht so herumzutoben. Da rutscht dann gelegentlich auch was durch. So wie bspw. bei Lesch - oh Pardon, bei Professor Dr. Lesch, dem Experten des Zentrums der Finsternis natürlich. Selbstverständlich, selbstredend werden neueste Erkenntnisse der Wissenschaft schon immer nur zum Besten der Menschheit eingesetzt, denke man nur an das was Physiker - ich meine nur die im Kerngeschäft - so der Menschheit angedeihen haben lassen, allein die letzten hundert Jahre. Und so hat erst neulich der o.g. ZDF-Experte für Miscellanous der wissensbegierigen Lerchenberg-Gemeinde CRISPR vorgestellt, der achso tollen neuen Gen-Schere, justament in den USA mit einem Preis ausgelobt. Was kann denn daran schlecht sein, wo doch ZEIT-Online verkündet: Der Mensch steuert seine eigene Evolution. Nein, aber gewiss nicht, eine Zweckentfremdung für etwas Anderes als zum Wegschnippeln von penetranten DNA-Schnippseln ist nicht mal im Ansatz denkbar und auch nicht angedacht. Ein anderes Einfallstor für die imperiale Hirnseuche gefällig? Stand bereits schon vor ein paar Jahren an genannten Stellen: die Amöbe. Wird Wikipedia zu Rate gezogen, bezüglich naegleria fowleri bspw., könnten einem da auch so einige Schnapsideen kommen. Von der Nase ins Gehirn, vornehmlich in den USA anzutreffen, wo es auch schon Todesfälle gegeben haben soll. Wenn bei diesem kleinen Wurzelfüßer jetzt die Crispr-Schere zum Einsatz kommen würde bzw. gekommen wäre - z.B. um besser auf Ziegen starren zu können, dann hätten wir doch - mutmaßlich eine Verschwörungstheorie. Nicht alles muss ja eine Theorie sein. Denke man doch mal nur an unseren Jens, den Stoltenberg. Was für ein Mensch war das doch mal, voller Empathie, voller Humanität, Ratio, sozialer Kompetenz, zumindest damals nach Utoja. Und heute? In einem erbarmenswürdigen geistigen Zustand, eben wie nach Seuchenbefall. Gibt sich protzig als General, dabei ist er doch nur Sekretär bei der NATO. Oder denke man an all die Koryphäen im deutschen Leitlinien-TV, die bevor sie auch nur mal vor die Kamera treten dürfen, erst einmal overseas ihre Lehrzeit in Langley zu absolvieren haben. Atlantik-Brücken-Begeher, umgeimpft gegen Seuchen aller Art.

Bevor jetzt der ein oder andere kommt und begeistert fordert, ja, da müssen wir weiterforschen, da müssen wir dran bleiben. Bitte, bitte - bleiben lassen. Das würde ansonsten ausarten in etwas, das mich an Emil erinnert. Sie kennen ihn nicht, Emil im Nacken des Elefantenbullen? Den, dem die Ameisenkollegen von unten zurufen: Würg ihn, Emil! Man muss sich nur das Budget vorstellen, das die Investoren und Auftraggeber der Seuchen - muss ja nicht nur eine sein - zur Verfügung stellen. Das sind nicht nur Billionen Dollars - nicht deutsche Billionen, schon gar nicht us-amerikanische, für dieses Projekt ist der Zahlenbegriff wahrscheinlich noch gar nicht ge- bzw. erfunden. Und für Investorenschutz ist der Weltenretter ja auch bekannt, auch wenn vorläufig TTIP nicht im Zentrum der Aktivitäten steht. Und nicht nur die bereitstehenden Drittmittel sind konkurrenzlos, auch die Zahl der vorgehaltenen „Forscher“. Wieviele think-tanks, Denkfabriken also, dürfte es wohl geben, allein im Hinterzimmer in Gottes eigenem Land, deshalb auch automatisch mit Gottes Segen unterwegs? Wieviele? Eintausend, zweitausend? Alles mit durchschnittlicher Besetzungszahl - sagen wir mal zwanzig, fünfzig - multipliziert und mit dem Qualitätsfaktor aller erster Sahne aus Harvard, Yale und Stanford bewertet? Na, traut sich da noch jemand, dagegen anzutreten?


Am 08. August 2017 schrieb marie becker:

grausige Parallelität:

da gibt es im Silikonvalley die Untersuchungen und Experimente für ein Leben OHNE TOD, dazu aber braucht man das nötige "Material" aus dem Heer der Armen, deren Blut dafür notwendig ist.

Jene aber kämpfen überall ums Überleben des nächsten Tages (und willigen ein )
Aber es sind derer zu viele; also sind Kriege das weitere Mittel um die Erde von zu viel Bewohnern zu entlasten.

das ganze Geschrei um Abgase, um Luftverschmutzung etc...etc...
um vergiftete Nahrungsmittel etc... halten das Publikum in Atem und IM NÖTIGEN ABSTAND von echter Information und vom EIGENEN DENKEN !
Prost zum nächsten Bierchen auf dem Jahrmarkt des Ausverkaufs menschlicher Vernunft , menschlichen Geistes.


Am 08. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Erschütternd.
Danke Uli für die Veröffentlichung, und Danke an Klaus Masdersbacher.
Mit Herzblut geschrieben, und so angekommen.
Kaum auszuhalten, das Leid, das Elend, die Not, vor allem die Ignoranz, die Akzeptanz, und die Grausamkeit das zuzulassen.
Sie reden von Werten, von Demokratie, von Menschenrechten, von Solidarität, diese lebenden Toten.
Leere Worte, denn das, was sie auf ihren Fahnen stehen haben sind Hülsen, ohne Inhalte.
Werte können nur gelebt werden.
Krieg und Frieden wird die wichtigste Frage bleiben.
Die Macht- und Kräfteverhältnisse müssen sich verschieben, zugunsten von Frieden, Fortschritt, Freundschaft, Solidarität und Umverteilung der obszönen, auch mit Kriegen verdienten Vermögen.
Die Geknechteten und Erniedrigten werden ihre Lage nur selber ändern können, indem sie sich derer bewußt werden, und da kann der Proletarische Internationalismus wieder eine Bedeutung bekommen, und die Erkenntnis muss sich durchsetzen, dass alle, die Leiden und Hilfe brauchen, weil die Verhältnisse sie nicht schützen, den Schutz und die Solidarität der Völker in der Welt bekommen müssen.

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