Russische Sängerin enttarnt

Geheimdienst schützt Ukraine vor Rollstuhl-Terroristin

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. März 2017

Da hat die Ukraine noch mal Glück gehabt: Beinahe wäre Julia Samoylova unter dem Deckmantel einer Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) Mitte Mai in Kiew aufgetreten. Es handelt sich um die selbe gefährliche Samoylova, die bereits bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gesungen hat. Wahrscheinlich in Putins persönlichem Auftrag. Offiziell wird der Sängerin im Rollstuhl die Einreise in die Ukraine verweigert, weil sie im Juni 2015 auf der Krim einen Auftritt hatte. Deshalb, so die Sprecherin des ukrainischen Geheimdienst, Jelena Gitljanskaja, verbietet sich die Einreise. Doch die Wahrheit ist anders. Und grausamer.

Denn der ukrainische Geheimdienst SBU, auch für die Terror-Abwehr zuständig, hat schon vor Wochen den Text des russischen Contest-Liedes untersucht und entschlüsselt. Schon der Titel des Songs – FLAME IS BURNING – weist auf die Absichten der Samoylova hin: Sie wollte eindeutig eine brennende Flamme in die Ukraine schmuggeln. Weiter im Text heißt es: „I wanna go to places I don’t know“. An bisher unbekannten Plätzen wollte die Agentin des Kremls offenkundig auftauchen! Und wenn sie dann erneut von einer Flamme singt, die im Dunkeln brennt – „And in the dark a flame is burning“ – werden ihre Ziele überdeutlich: Sie hatte vor, getarnt durch ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest, die nächtliche Dunkelheit zu nutzen, um Kiew in Brand zu setzen.

Die Samoylova, so hat der ukrainische Geheimdienst herausgefunden, wurde noch in der Sowjetunion geboren. Also zu einer Zeit, in der Russland und die Ukraine gemeinsam in einem Staat existierten! Wahrscheinlich wurde sie damals bereits zur Perspektiv-Agentin aufgebaut. Ihr Psychologie-Studium deutet ebenso darauf hin wie die Gründung einer eigenen Werbeagentur: Sich psychologisch geschickt tarnen um für Putins Ziele zu werben, so geht Terrorismus heute. Dass sie sich mit einem Rollstuhl fortbewegt, dürfte ebenfalls zu ihrer „Legende“ gehören, wie ihre Behinderung im Ergebnis einer missglückten Impfung gegen Kinderlähmung. Doch von einer solchen Tarnung lässt sich der ukrainische Geheimdienst nicht irritieren.

Denn der SBU, Sluschba bespeky Ukrajiny, bekam zwischen 2009 und 2013 intensive Schulungen durch das deutsche Bundeskriminalamt (BKA). Das Amt organisierte für Angehörige des SBU Workshops und Lehrgänge zu den Themen Internet-, Schleuser- und Rauschgiftkriminalität. So ausgerüstet konnte verhindert werden, dass sich die Samoylova selbst in die Ukraine einschleuste. Und weil der Bundesnachrichtendienst (BND) dem selben SBU auch einige Sprachlehrgänge finanziert hat, konnten die tapferen Geheimdienstler den konspirativen englischen Text der russischen Contest-Teilnehmerin übersetzen.

Die deutsche Interpretin Levina wird in Kiew das Lied "Perfect Life" singen. Der ukrainische Geheimdienst, der auch lange an der Entschlüsselung dieser gesungenen Botschaft gearbeitet hat, ist überzeugt, dass ein perfektes Leben nur im Schoß der Europäischen Union und unter dem Schutz der NATO möglich ist. So begreift der SBU den Song als Signal der deutschen Bundeskanzlerin, das Minsker Abkommen zur Ost-Ukraine weiter zu ignorieren. Der ukrainische Präsident, Petro Poroschenko, soll schon gesagt haben: „Endlich weiß ich was eine richtige Euro-Vision ist!“


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 23. März 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Man sollte PUTIN fragen ob er BRD-Vizekanzler werden möchte, dann wäre die "Russische Aggressionsgefahr" gebannt, die deutsche NATO-Nachrüstung überflüssig und ich würde meines Vaters Geburtsstadt Königsberg als deutsch-russische Enklave besuchen! Übrigens, ULI könnte dann nicht mehr als PUTIN-"Agent" verdächtigt werden!


Am 23. März 2017 schrieb altes fachbuch:

nun hat der contest auch noch ein motto: „Celebrate Diversity" (Vielfalt feiern:)

die nominierung der russ. behinderten kandidatin war also keine politische auswahl!
die EU kann sich nur noch blamieren, und das ist auch gut so;)
veranstalter ist die Europäische Rundfunkunion (EBU/European Broadcasting Union) , die ukraine lediglich ausrichter (gastgeber kann man ja schlecht sagen).
im zeitalter, wo virtual diversity das gender mainstreaming abgelöst hat und die inklusion die gesellschaft umkrempelt, schließt die EU die einzige (?) behinderte vom contest aus?! wenn frau nuland mit was recht hatte, dann in ihrer beurteilung zur eu:)
die kiewer schließen gar eine live-schaltung nach russland aus! keine teilnahme (nicht mal virtuell) war das ziel, das einreiseverbot ein vorwand.

@ flash flash
"Der ESC ist keineswegs eine (harmlose) "Gesangsrunde", sondern vielmehr eine nationalistische Konkurrenzveranstaltung, ...", sicher der musikalische weltkrieg und es fehlt ihre festlegung bezüglich eines verursachers!
bei großen sportveranstaltungen werden sie das sicher ebenso sehen;) nix poldi-abschied, es lief die schlacht um england!

die bewohner des abendländischen kontinents sollten diese zerstörung ihrer geschichte, kultur incl. gesang und sport, der ethnischen verbundenheiten, traditionelle beziehungen auch wegen der geschichte nicht unkritisch sehen: hier findet unterstützt durch migration eine nivellierung oder assimilierung statt. die systematische ausgrenzung der wissens- und kulturgesellschaft russlands ist teil dieses planes!!
kommerz, tittytainment und demagogie haben politische ziele, und auf diese feststellung hat die AfD kein privileg!

Antwort von U. Gellermann:

Die Migration der späteren Deutschen hat die Slaven, die einst bis zur Elbe siedelten, völlig nivelliert. Das Ruhrgebiet ist diesem Schicksal, Ende des 19. Jahrhunderts von den eingewanderten polnischen Arbeiter nivelliert zu werden, nur knapp entgangen. Und doch endet auch heute noch jeder 3. Name auf -sky. Das deutsche Elsass ist allerdings vom Franzmann völlig nivelliert worden.


Am 23. März 2017 schrieb Uschi Petert:

@Uwe Winterfeld:
Herr Gellermann ist ein ausgemachter Putinversteher und wird selbstverstämdlich vom Kreml bezahlt, das zur Erläuterung.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wird, hat der Kreml vor, die seiner Meinung nach als Keimzelle Russlands geltende Stadt Kiew zu annektieren. Passt das ins Bild, Uwe Winterfeld?


Am 23. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Uwe Winterfeld
.....es reicht nie, würde der Galerist möglicherweise, auf den von ihnen verzapften Stuss, in der ihm eigenen Art antworten.
Ich bin da weniger freundlich, weil ich diese dummen Unterstellungen einfach satt bin. Herr Winterfeld: Sie langweilen mich, mit dieser Nummer; die nen Bart, bis nach Meppen hin und zurück hat. Wahrnehmungsprobleme können sich in dieser Weise äußern; zu beheben nur, durch eigenständiges Denken.


Am 23. März 2017 schrieb altes fachbuch:

altes Fachbuch:
mir drängt sich ein vergleich zu einem anderen (meiner meinung nach gleichem) fall auf: d.yücel!
zwei frei- oder schöngeister machen etwas, was in dem jeweiligen besuchten land als illegal und strafbar gilt. und beide sind ja nun erst mal bestraft, recht und moral hin oder her!

aber die wahrnehmung und reaktion darauf ist wieder der typische doppelstandard! im einen fall hängt sich die gesell. schickeria vom bundespräsi bis zum letzten pseudointellektuellen rein, beim anderen vornehme zurückhaltung und eisiges schweigen, man will ja den fokus nicht darauf und auf die ukraine an sich lenken;)
was hätte man sich einfallen lassen müssen, russland hätte keinen künstler von der "schwarzen liste" nominiert?? doping wie bei den olympioniken?
zur erinnerung: damit kein ungenehmes land mehr gewinnt, wurde schon im letzten jahr das zuschauervoting von einer fachjury überstimmt:)
und man beachte die solidarität der europäischen kollegen: kein wort von einer nicole, g.horn, r.siegel, st.raab, emanzenkriegerinnen oder behindertenverbände ..... kein protest oder gar boykottaufruf! wie beim sport freuen die sich jetzt, nicht mehr letzte zu werden und dem iwan es gegeben zu haben;) der mediale krieg gegen die fußballWM 2018 in russland läuft ja auch schon, siehe bbc-schwachsinn;)
schuld an dem dilemma um die behinderte russ. kandidatin ist natürlich der böse russe selbst: die haben das arme kind politisch instrumentalisiert, den ausschluss provoziert!

das ist mehr als mainstreamhörigkeit oder medieninkompetenz beim normalverbraucher: der russenhass ist in der breite angekommen und zu tiefst verwurzelt! das schreit nach einem ventil!

Antwort von U. Gellermann:

Bei allem Respekt vor der Sängerin. Aber sie ist weder im Gefängnis gelandet noch von einer langen Haftstraße bedroht.


Am 23. März 2017 schrieb Burkhard Bielski:

@Uwe Winterfeld....

Das ständige Gerede vom "Putin-Job" hängt einem zum Halse heraus, darauf wird Uli nicht antworten, Zeitverschwendung !


Am 23. März 2017 schrieb Flash Flash:

So lustig Ihr Beitrag erscheinen mag, täuschen Sie sich dennoch:

Der ESC ist keineswegs eine (harmlose) "Gesangsrunde", sondern vielmehr eine nationalistische Konkurrenzveranstaltung, in der die Nationen (vertreten durch ihre SängerInnen) gegeneinander antreten.

Und warum sollte das nicht "politisiert" werden?
Schließlich geht es um nichts anderes als die eigene Nation möglichst weit vorne, am Besten als Sieger, zu plazieren.

Symphatisch ist das nicht.
(Deshalb hält sich mein Mitgefühl mit der ausgeschlossenen russischen Sängerin genauso wie mit allen anderen, die sich für sowas hergeben, in engen Grenzen.)


Am 23. März 2017 schrieb Uwe Winterfeld:

Da macht der Herr Gellermann wieder mal den Putin-Job. Wird es wenigsten gut bezahlt?


Am 23. März 2017 schrieb Rosa Weber:

Die Ukraine ist doch das Lieblingsland der Kanzlerin. Jetzt wissen wir warum.


Am 23. März 2017 schrieb Rüdiger Gerber:

Mein Respekt! Die Glosse ist ebenso genial wie schnell!

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