Mörder beim Namen nennen?

Nicht in der täglichen 15-Minuten-Schau

Autor: Klaus-Jürgen Bruder
Datum: 12. Juni 2017

Klaus-Jürgen Bruder, Psychoanalytiker, Professor für Psychologie, lehrte an der Freien Universität Berlin, Vorsitzender der Neuen Gesellschaft für Psychologie, Herausgeber u.a. der Schriftenreihe »Subjektivität und Postmoderne« im Psychosozial-Verlag Giessen; Veröffentlichungen zu: Diskurs der Macht, Politische Psychologie, Psychoanalyse, Geschichte der Psychologie, Pragmatismus, Postmoderne, Jugendkultur, Geschlechterbeziehungen. Zur MACHT UM ACHT

Ein wichtiges Buch: die Dokumentation der kritischen Beobachtung der täglichen Sendung „Tagesschau“ durch drei aufmerksame Journalisten, die den Anspruch der Macher dieser Sendung, über die „wichtigsten“ Ereignisse des Tages „verlässlich, neutral und seriös“ zu berichten, am Grad seiner Realisierung messen. Das Ergebnis fällt ernüchternd bis erschütternd aus: die untersuchten Sendungen der Tagesschau erfüllen keines der behaupteten Ziele.
Im Gegenteil, sie verstoßen gegen den Auftrag einer „öffentlich-rechtlichen“ Nachrichtenanstalt, die Bevölkerung über die wichtigen politischen, kulturellen, ökonomischen, gesellschaftlichen usw. Ereignisse, Fragen, Probleme, Lösungs-Bemühungen etc. zu informieren, nicht die Leser, Hörer, Zuschauer belügen über die vor den Augen der Bevölkerung zu verheimlichenden Machenschaften, kurz nicht: die Bevölkerung an der Nase herumführen.
Ein wichtiges Buch aus einem zweiten Grund: Eine „öffentlich-rechtliche“ Nachrichtenanstalt bietet die Möglichkeit der demokratischen Artikulation der evtl. Kritik an der ungenügenden Erfüllung ihres Auftrags: die sogen. „Programmbeschwerden“. Von dieser Möglichkeit haben die Autoren Gebrauch gemacht. Ihre Beschwerden an den Norddeutschen Rundfunk, die Sendeanstalt der Tagesschau und die Antworten der Kritisierten auf diese Beschwerden werden an Hand von 27 ausgewählten Bespielen ebenfalls dokumentiert.
Eingereicht worden waren mehr als 200 Beschwerden - über einen Zeitraum von drei Jahren. Das sind mehr als 1 pro Woche! Woche für Woche macht sich einer der wichtigsten Sender der Verletzung seiner Informationspflicht schuldig! Allein diese Zahl ist unglaublich!
Lesenswert, was die Beschwerdeführer vorbringen, unerhörte Vorwürfe!
Wenn diese zutreffen, müsste das verantwortliche Personal entlassen werden, wenn nicht strafrechtlich verfolgt!
Und sie treffen zu!! Statt über die „wichtigsten“ Ereignisse des Tages „verlässlich, neutral und seriös“ zu informieren, wird das Publikum mit Geschichten „unterhalten“, die frei ausgedacht sind, um abzulenken – von den Nöten des elenden Alltags, den ihnen die Mächtigen beschert haben, übrig gelassen wie die sprichwörtlichen Brosamen, die von ihren Tischen den Weg nach unten gefunden haben.
Und es erfolgen keine der notwendigen, geforderten Konsequenzen! Im Gegenteil, die vollkommen zurecht Beschuldigten verhöhnen die Beschwerdeführenden!
Ist das schon wieder eine „Neue deutsche Mentalität“? (die Marcuse bei den faschistischen Deutschen diagnostiziert hatte). Jean Ziegler nannte es bereits die „kannibalistische Gesellschaft“: Jede Sekunde Tag verhungert auf der Welt ein Kind. Die, die dem Hunger entfliehen wollen, werden an den Grenzen durch Zäune, bewaffnete Posten aufgehalten, in Lager gepfercht, dem Ertrinken preisgegeben, wenn sie diese Hindernisse überwunden haben!
Darüber berichten die Medien nicht, nicht wie es der Ungeheuerlichkeit und dem Ausmaß dieses Verbrechens angemessen wäre: sie müssten ja jede Sekunde von einem neuen Mord berichten! Sie müssten berichten, weshalb diese Kinder und nicht nur Kinder durch Verhungern ermordet worden sind und weshalb das Morden kein Ende nimmt.
Sie müssten die Mörder beim Namen nennen: nicht die Mütter, die ihren Kindern nur gekochtes Wasser geben können, sondern die, die den Müttern alles andere genommen haben, was sie den Kindern nicht zu essen geben können, was sie selbst nicht mehr haben, die großen Konzerne, die ihr Land kahlfressen, ausbeuten, sie selbst ihrer Lebensmittel enteignen.
Die Konzerne sitzen meist in Europa, oder den USA. Europa und die USA, die reichsten Länder der Erde, sind es, die den Armen die Mittel zum Leben genommen haben, und die nun ihren gestohlenen Reichtum mit Mauern und Waffen gegen sie abriegeln.
Davon berichten die Medien nicht, wie es ihre Aufgabe ist!
Insofern verlängern sie das Elend der Elenden dieser Welt: sie schauen weg, sie halten den Lesern, Zuschauern die Augen zu – den Mund brauchen diese dann nicht mehr zu öffnen.
Die Medien sind (aber) nur der Spiegel dieses Elends, der „verkehrten“ Welt, der Weltordnung des Privateigentums. Unter seiner Voraussetzung ist das Leben zum Mittel geworden, das aufgezehrt werden kann – für einen ihm äußerlichen, aufgezwungenen Zweck, wie jedes andere „Produktionsmittel“.
Ist dann das Buch nicht mehr als ein Dokument des Kampfes gegen Windmühlen, - den diejenigen führten, die diese Schreibtischtäter zur Verantwortung zu ziehen versuchen, indem sie über ihr Verschweigen, ihr falsches Zeugnis berichten? Sie hielten, wie Don Quijote den „Fortschritt“ – des Kannibalismus – nicht auf.
Der „Fortschritt“ ist das – gnadenlose – Versprechen dieser Gesellschaftsordnung: gnadenlos für die Mehrheit der Bevölkerung. Es ist nur eine „Frage der Zeit“ bis sich dieses Versprechen für die „99%“ erfüllt haben wird. Bis dahin gibt es immer noch genügend, denen es „gut geht“, die zumindest keinen Grund für eine Beschwerde sehen.
Gegen diese verkehrte Welt hilft nur: die „entgegengesetzte Laufrichtung“ einzuschlagen (Thomas Bernhard) - wie der sechzehnjährige Gymnasiast der Erzählung Der Keller. Eine Entziehung beschließt, sich damit seinem bisherigen, sinnlos erscheinenden Leben zu entziehen und sich eine Lehrstelle in einem Wohnghetto der Besitzlosen und Kriminellen verschafft und auf diesem Weg die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen und verstehen lernt.
Die Analyse des Konkreten, des Textes der Darstellung, der Richtigstellung, der ökonomischen Hintergründe und der politischen Dynamik der Inszenierung der Nachrichtensendung, der Verweigerung einer Auseinandersetzung mit den Beschwerden, usw. wie dieses Buch sie dokumentiert, so treffsicher und entschieden, macht dieses Buch zu einem Dokument, Dokument des Widerspruchs, eine Flaschenpost für die nach uns Fragenden: „was habt ihr dagegen gemacht?“ Diese Frage, die Frage unserer Generation an unsere Nazi-Eltern, müssen die Autoren dieser Dokumentation nicht fürchten. Ihre Aufgabe, wie die Aufgabe der vielen unbeugsamen Blogs: „Zeugenschaft zu leisten“ wie Derrida das genannt hat.
Klaus-Jürgen Bruder

Herbert Marcuse (1941): Feindanalysen. Über die Deutschen. Hrsg. v. Peter-Erwin Jansen und mit einer Einleitung von Detlev Clausen. Lüneburg: Zu Klampen 1998
Jean Ziegler (2015): Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen Gütersloh: Bertelsmann 2015
Thomas Bernhard (1976 [2010]): Der Keller. Eine Entziehung. Residenz Verlag Salzburg [München: DTV]
Jacques Derrida (1993): Spectres de Marx. Paris [dt.: Marx' Gespenster: Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt/M. (Fischer) 1995].

DIE DEBATTE
ZUR MACHT UM ACHT
Einige Freunde der Rationalgalerie haben das Buch „Die Macht um Acht“ gelesen und werden ihre Rezensionen Zug um Zug an dieser Stelle veröffentlichen. Sie alle beteiligen sich seit Jahren an der intellektuellen Diskussion in unserem Land. Ihre Beiträge können und sollten die Leserinnen und Leser anregen ihre Meinung zur Medien-Verfassung unseres Landes zu äußern. 

Viele Köpfe denken mehr.



Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 15. Juni 2017 schrieb Ulrike Spurgat:


Ein Psychoanalytiker......
Donnerwetter !
Zu Ende gedacht, kann nur die Systemfrage in aller Konsequenz gestellt werden, mit der Frage der Macht- und Kräfteverhältnisse, und der sozialen Frage.
Der Inhalt des Buches DIE MACHT UM ACHT zwingt zur Reflektion, zum Nachdenken, zum Überprüfen, zum Fragen stellen, zum Antworten finden, und nicht zuletzt, wachsam zu sein, und uns nicht mit dem Leid, dem Schmerz, dem Kummer, und der Verzweiflung unserer Mitmenschen abzufinden, es zu verdrängen, nach neoliberaler Manier nicht betroffen und erschüttert zu sein, weil es betrifft uns ja nicht auf der Erscheinungsebene. Die Erzeugung künstlicher Bedürfnisse zieht ihre Bahnen; immer wieder aufs Neue, und die innerer Leere, die Einsamkeit, die menschliche Entwertung, die mangelnde echte Kommunikation, und die wirkliche Begegnung der Menschen, die echten Bedürfnisse werden bekämpft um an diese Stelle die innere Leere zu setzen. Die Gesellschaft, die das zulässt, und eine Politik akzeptiert, die die kleine egomanische Welt des Einzelnen zum Seelenheil erklärt, und den Nächsten, den Obdachlosen, den alten Menschen, den Abgehängten, den, der Hilfe braucht als Klotz am Bein in der "Schönen neuen Welt," von Plastik, Barbie und Ken sieht, zeigt die Ideologie des Neoliberalismus, und zwingt zur Solidarität mit den Geknechteten und den Verdammten, und dann stellt sich natürlich auch die Frage des proletarischen Internationalismus, und nach den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Die Schmarotzer, Gangster, Verbrecher, Piraten und mir fällt sicher noch was ein, die nichts unversucht lassen, sich auf Kosten der Ärmsten der Armen zu bereichern treiben einem die Zornesröte ins Gesicht, denn der Mensch ist ein soziales Wesen, und gesellschaftlicher und menschlicher Fortschritt ist die Bedingung für ein menschenwürdiges Leben. Diese Forderung, ist in dem Buch zu finden; es ist viel mehr als eine treffsichere nüchterne Medienanalyse., mit Backpfeifen, dass es in der Redaktion nur so knallt.
Es ist ein Buch mit Haltung, mit Klarheit, mit politischem Standpunkt, und dem Mut mit der typisch, feinfühlenden Gellermannfeder geschrieben, und den unverwechselbaren Programmbeschwerden, der Herren Klinkhammer und Bräutigam; stoisch, eindeutig, genau und sehr wichtig. Da standen sicherlich des öfteren dicke, fette Schweißperlen auf Gniffkes glatter Stirn.
Wertvoll, das Buch, weil es auch den Zugang zum Herzen findet, denn es geht um die Menschen, um die, die von den Herrschenden bewusst ausgegrenzt, unsichtbar, vergessen, erniedrigt, und gedemütigt werden. Es legt den Finger in die Wunden, es nennt die Verbrechen beim Namen, und es fordert den Leser auf, denen auf die Zehen zu treten, die ihnen die wichtigen Informationen vorenthalten, die zur Meinungsbildung nötig sind. Der Staat bestimmt mit, was die ÖR in die Wohnzimmer pusten, und die Tagesschau lügt wie gedruckt, allerdings mit seriösem Anstrich und gut gekleideten Lügnern.


Am 14. Juni 2017 schrieb Ernst Blutig:

!Neue deutsche Mentalität"

Die gefährlichste Variante des von Marcuse - und anderen - schon erkannten Faschismus ist meines Erachtens der neue"deutsche Schöngeist":

Der ist tief verankert in allen Schichten, ob es nun der wissenschaftlich praktizierende aus der oberen Mittelschicht ist oder der emotionale aus den unteren Schichten, der sich bei jeder bietenden Gelegenheit gegenseitig seiner durch vererbten Germanismus erreichten ZugeHÖRIGKEIT zu Goethe und Co. versichert und nach Aussen (zum nichtgermanischen) abzugrenzen bemüht ist.

Man findet ihn bei der "Willkommenskultur", beim Feiern der "Exportweltmeisterschaft", beim Hetzen von ÖR, Leitmedien oder BILD und Co. über "faule Griechen", beim feierlichen Einschwören in eine "abendländische christliche (seit neuestem, um genau zu sein seit 1945, ja auch "jüdische") Kultur", beim Marschieren für einen "europäischen Puls" der Mitte (aka ökonomisch profitierender Resthaufen), beim gemeinsamen Pegiden und Verscwörungen-Aufdecken, beim Herbeilichtern von Eliten und Leistungsträgern, beim selbstgerechten Verteidigen von Militarismus und Gewalt...usw.

Allen gemeinsam ist eine Sache: ihr abhorrender Mangel an echter Kreativität, der umsomehr durch aggressives Konsumieren von Waren und (IMMER von anderen produzierter!) Kultur in den Stand einer allgemeingütligen Wahrhaftigkeit gepresst werden soll.
Der alles druchwirkende neugermanische Faschismus einer nur auf sich selbst gerichteten, angeblich alles andere überragenden, Warenästehik.


Am 13. Juni 2017 schrieb Marion Mertens :

Ja, es ist ist eine "kannibalistische Gesellschaft“, von der Professor Bruder schreibt. Und die Voraussetzung für den Kannibalismus ist, dass er beschwiegen wird. Ohne das Schweigen der Medien könnte sich Angst ausbreiten. Das wäre die Voraussetzung zur Gegenwehr. Nur wer weiß was ihm droht rafft sich zum Tun auf. Im Buch zur Tagesschau gibt es eine Stelle an der von "No-News" die Rede ist. Anders als bei den "Fake-News", mit denen aktiv gelogen wird und mit denen Empörung ausgelöst werden könnte, unterschlagen die No-News einfach Tatsachen. Das schein mit ein viel wichtigeres Instrument der Manipulation zu sein. Das Buch macht dies zum Beispiel an einem Prominenten-Aufruf zu Beginn der Ukrainekrise deutlich. Diesen bedeutenden Appell zum Frieden mit Russland fand in den Medien einfach nicht statt. Hier wird das Verschweigen zu bessern Lüge.


Am 12. Juni 2017 schrieb Günter Kemper:

Während Professor Bruder in seinem Beitrag zur Medien-Debatte feststellt, dass die deutschen Medien Statt über die „wichtigsten“ Ereignisse des Tages „verlässlich, neutral und seriös“ zu informieren, das Publikum mit Geschichten „unterhalten“, die frei ausgedacht sind, um abzulenken – von den Nöten des elenden Alltags, den ihnen die Mächtigen beschert haben“ meldet sich Bundespräsident Steinmeier mit der Betoniermaschine. Auf der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Verband Deutscher Lokalzeitungen e.V.“ rief er dazu auf, „Echoräume aufzubrechen, in denen sich Menschen nur in der eigenen Meinung bestärken“. Er bezeichnete Menschen, die Zweifel an der etablierten veröffentlichten Meinung haben, als "Medienverächter" und attestierte diesen Abweichlern Dummheit und die Neigung zu Verschwörungstheorien.

Man merkt was in der Herrschafts-Kanzel. Nicht genug, um ernsthaft auf die wachsende Medienverweigerung einzugehen, aber genug, für einen miesen Versuch die begonnene kritische Debatte abzuwürgen.


Am 12. Juni 2017 schrieb Hanne Bender:

Das ist ein wunderbarer Satz Der „Fortschritt“ ist das – gnadenlose – Versprechen dieser Gesellschaftsordnung: gnadenlos für die Mehrheit der Bevölkerung". Er zeigt, wie breit der gedankliche Zugang zur von Gellermann begonnen Medien-Debatte ist. Dass ein Psychologe zu diesem Thema einen klugen Beitrag liefert hat mich überrascht. Und zugleich belehrt.


Am 12. Juni 2017 schrieb SIERA:

Wenn mensch nicht schon aus Erfahrung wüßte, dass es Leute wie A.Bäcker wirklich gibt ( ich verbiete mir eine krasse Beurteilung ), könnte mensch meinen, der Galerist selbst habe spaßeshalber diese Steilvorlage geliefert !
A.Bäcker wirft dem Galeristen vor, mit seiner „Site“ den Verkauf des Buches „Die Macht Um Acht“ zu fördern. Dieser Vorwurf ist lächerlich, denn natürlich muß dieses Buch beworben werden – auf der eigenen Webseite und vielen weiteren - und möglichst in vielen anderen Medien!
„Aber was hat das mit den Massen zu tun?“, fragt A.Bäcker. Eine intelligente Frage… Die „Massen“ sehen jeden Abend „ihre“ Tagesschau und fühlen sich gut informiert. Wenn A.Bäcker das Buch wenigstens teilweise gelesen hätte, wüßte er/sie , was es mit „den Massen“ zu tun hat; nämlich mit ihrer Manipulation, ihrer Nicht-Information, ihrer Verdummung . Dafür ist natürlich nicht allein die Tagesschau verantwortlich, aber sie liefert einen umfangreichen Beitrag – wie der Leser dem Buch entnehmen kann.
„Die Macht Um Acht“ analysiert, welche Nachrichten für uns wie sortiert werden und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen. Sieht mensch sich das Inhaltsverzeichnis an – was A.Bäcker mindestens hätte machen sollen-könnte er ins Grübeln kommen. Z.B. „V.2.Nazis wegmoderiert“ -könnte doch neugierig machen-oder „V.4. Das Schweigen über eine Anti-Nazi-Resolution der UNO“ - etwa gewußt ? -oder „V.26. Die Rente ist sicher -fragt sich nur: Wessen Rente?“ - wäre doch gut zu wissen.
Ich hätte auch das gesamte Inhaltsverzeichnis zitieren können – wer das Buch in der Hand hält, weiß das. Ich bringe drei Beispiele für A.Bäcker.
„Unsere heilige Tagesschau“ wird kritisiert und infrage gestellt – das wird viele verärgern; anstatt nachzuhaken, was an der Kritik berechtigt ist.
Das Schweigen zu ungeheuerlichen Kriegen -„Warum schweigen die Lämmer?“ ( s. Prof. R.Mausfeld, YouTube ) - nimmt immer größere Ausmaße an -aus schlechten Gründen.
Die Kardinalfrage : Wer kann wie erfolgreich gegensteuern? Wie kann das Meinungsmonopol gebrochen werden? -Da wir, die „Massen“, das Internet zur Verfügung haben – jedenfalls noch (!) - können wir es alternativ nutzen. Was ja auch schon stattfindet – sehr erfreulich z.B. KenFM, Nachdenkseiten , Rationalgalerie, RubiKon ,Hintergrund, Free21 - aber es muß viel mehr initiiert werden! Heißt , eine Medienkampagne muss gestartet werden! Diese Medien sollten sich verbinden und nicht konkurrieren.Und: wir brauchen dringend eine außerparlamentarische Opposition!Anfänge dazu hat es gegeben vor ca. 2-3 Jahren… - Wie wir wissen sollten, wird JEDE Bewegung unterwandert, werden potentielle Leitfiguren diffamiert, wozu sich in unseren Breiten die Begriffe „Rassist,Antisemit,Querfrontler,Verschwörungstheoretiker“ „eingebürgert“ haben. Wir, die „Massen“, inklusive Friedensbewegung, sollten nicht auf derartige Spaltungsversuche hereinfallen und aufhören, Feindbilder in den eigenen Reihen zu kreieren !
Ist der Begriff „Solidarität“ inzwischen obsolet ? „Solidarität“ sollte keine Worthülse sein , sondern das Motto für eine Bewegung FÜR den weltweiten Frieden und für ein Gesellschaftssystem, das die Würde und das Lebensrecht jedes einzelnen Menschen einschließt.

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