Lügen die Medien

Im Kampf gegen den Manipulations-Journalismus
Das NEUE DEUTSCHLAND macht sich zum Affen

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Oktober 2017
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Buchtitel: Lügen die Medien?
Buchautor: Jens Wernicke
Verlag: WESTEND

Besser schlechte Rezensionen als keine Rezensionen, das kann man in Marketing-Handbüchern lesen. Jüngst fiel mir eine grottenschlechte Rezension des Titels „Lügen die Medien?“ im NEUEN DEUTSCHLAND so unangenehm auf, dass sich meine Unlust zu einer Buchbesprechung, die der Verlag von mir wünschte, in heftiges Interesse wandelte. Vom NEUEN DEUTSCHLAND, das der Linkspartei nahesteht, erwartet und erhofft man sich eine kritische Haltung zum Medienmainstream. Denn Linkspartei und ND wurden oft genug von diesem Stream unter der gewöhnlichen Lügen-Überschrift „SED-Nachfolger“ abgehandelt. Aber der ND-Rezensent begibt sich, nach einer kurzen, halbwegs wohlwollenden Einleitung seines Textes, in den Querfront-Mainstream. In jene antideutsche Strömung in der Linken, die gern mit dem Rechts-Verdacht operiert, um missliebige Konkurrenten zu denunzieren. Zumeist ohne jeden ordentlichen Beleg. Und so rührt der ND-Autor ein Verdächtigungs-Gebräu zusammen, in dem der „umstrittene“ Ken Jebsen und andere Akteure im Internet die Rolle der rechten Bösen spielen, während der Mainstream durch die vorgeblich linke Waschanlage gesteuert wird.

Die Methode ist höchst simpel: „Kopfschütteln lässt, dass etliche Autoren die Leserinnen und Leser des Buches auffordern sich bei ‚Alternativmedien’ im Internet zu informieren - ohne zu warnen, dass diese oftmals Schauermärchen, Halbwahrheiten und Propaganda verbreiten.“ Das schreibt ein ND-Autor allen Ernstes. Als ob man den gewöhnlichen Mainstream-Medien nicht seit Jahr und Tag genau diese Warnung aufkleben müsste. Und so wird das gute alte ND zum miesen Handlanger einer seit Monaten laufenden Kampagne der Kommerz-Verleger und ihrer öffentlich-rechtlichen Kollegen zur Verleumdung ihrer Konkurrenz im Netz.

Ein Klassiker der ND-Diffamierung ist dieser Absatz des Artikels: Da der Berliner Psychologe Klaus-Jürgen Bruder die Asylsuchenden auch als Folge von Kriegen erkennt, begreift er den Kampf gegen Asylsuchende auch als „ . . . rechte ‚Kritik‘ an der Kriegspolitik der Bundesregierung“. Das kommentiert der ND-Autor dann so: „Wer so denkt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er sich dem Verdacht aussetzt, beim nächsten AfD-Marsch mitzulaufen.“ Diese Sorte des Diffamierungs-Journalismus ist auch an ihrem gewundenen Deutsch zu erkennen. Doch wer den kompletten Text des Psychologen gelesen hat und die scharfe Kritik Bruders am Nationalismus im selben Interview, der weiß, dass der Rezensent eine echte Unterstellung fabriziert hat. Zumindest den beliebten Begriff „umstritten“ aus der Tagesschau-Meinungsmottenkiste hätte der zuständige ND-Redakteur seinem wildgewordenen antideutschen Autor aus Gründen der journalistischen Hygiene streichen müssen.

So, durch das Neue Deutschland eher versehentlich angeregt, das Buch zu lesen, kann man feststellen: Der Band vereint jede Menge Intellektuelle, die sich in die Auseinandersetzung um die Medien-und Manipulations-Macht begeben haben: Mit Beiträgen von Daniela Dahn über Noam Chomsky bis Rainer Mausfeld finden sich eine Fülle von Artikeln und Interviews zum Thema. Höchst praktisch untersucht zum Beispiel Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung, wie man durch geschicktes Wording mit „Fakten lügt“ und aus der Praxis seiner Programmbeschwerden kann der ehemalige NDR-Redakteur Volker Bräutigam berichten, wie Gesinnungsjournalismus die Programmgrundsätze des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks unterminiert. Und der Wahrnehmungsforscher Rainer Mausfeld untersucht die Entpolitisierung und Fragmentierung der Gesellschaft an der die herrschenden Medien erfolgreich mitgearbeitet haben.

So wie die Fülle der Themen und der Autoren eine Stärke des Buches ist, ist sie zugleich eine Schwäche. Nach der alten Apotheker-Regel „viel hilft viel“ ist im vorliegenden Band zwar eine ordentliche Breite zusammengekommen, deren politische Spitze und Stoßrichtung aber nur schwer herauszulesen ist. Eins aber ist sicher: Das Buch bereichert die Front jener, die begriffen haben, dass in unserem Land keine Änderung möglich ist, wenn man nicht die Medien ändert, wenn man nicht den Kampf gegen den Manipulations-Journalismus führt. Aus dieser Front hat sich das NEUE DEUTSCHLAND mit seiner Rezension leider selbst entfernt und macht sich so zum Affen des bürgerlichen Medienzirkus.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 23. Oktober 2017 schrieb Karola Schramm:

Zum Kommentar von Hella-Maria Schier.
Hallo, liebe Frau Schier, ich habe diesen Bericht von A.M. auf den NDS auch gelesen und mich sehr gewundert. Allerdings hat er, so wie ich ihn verstand, mehr über die Entwicklung des Fernsehens und dessen Einfluss auf die Vernichtung "unserer Kultur" geschrieben, als über das, was die vielen Flüchtlinge verursachen könnten, was auch in der Überschrift - ganz in rot - deutlich wird. Siehe hier:
"Die Kommerzialisierung des Fernsehens hat die ?deutsche Kultur? um vieles mehr verändert, als Hunderttausende von Flüchtlingen das schaffen könnten."

Ich sehe das nicht so und habe mich per Mail bei A.M. auch dazu geäußert.

Ansonsten kann ich Ihre Gedanken gut nachvollziehen.
Wieweit man gut 1,2 Millionen jungen Männern die deutsche oder europäische Kultur nahe bringen kann, damit diese unsere schön finden.... wir gleichzeitig deren noch ältere Kultur in Grund und Boden bomben....wie soll man das erklären ohne rot zu werden ? zumal weder Syrien, Libyen, Afghanistan noch andere Länder DE den Krieg erklärt haben ?
Irgendwann werden alle wissen, worum es wirklich ging. Öl und Bodenschätze. Folgt dann die Rache oder die Vergebung ?
Eine Kollegin in Holland, sie stammte aus Surinam, wollte Rache, wie viele ihrer Landsleute. "Wir geben jetzt das zurück, was man uns angetan hat und holen uns zurück, was man uns genommen hat." So ungefähr erklärte sie mir verbittert ihre Situation.

Antwort von U. Gellermann:

Zu Artikeln aus den NDS sollte die Diskussion auch dort stattfinden. Deshalb ist sie jetzt in der RATIONALGALERIE beendet.


Am 23. Oktober 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Das passt vielleicht auch hierhe und ich gehöre damit garantiert zur "Querfront".: Auf den Nachdenkseiten schreibt Alfred Müller, er fände es gewagt zu behaupten, es gäbe keine deutsche oder mitteleuropäische Kultur, im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Flüchtlingszustrom.. Vermutlich hat er nicht gewagt, auch gleich Südeuropa und Osteuropa miteinzubeziehen, von wo er empörte Reaktionen erhalten hätte. Man stelle sich vor: es gibt keine italienische oder französische Kultur! Es gibt keine sixtinische Kapelle und kein Louvre! Und auch Deutschland hat ja wohl ein reiches kulturelles Erbe. Nein, gibt es nicht. Die einzigen, die da noch vehement widersprechen werden, sind bald die Ausländer. Die haben nämlich auch ein Recht auf das Weltkulturerbe. Warum pflegen wir unseren Anteil nicht lieber und laden die Zuwanderer ein, daran teilzunehmen, wobei sie ja trotzdem auch ihre eigene Kultur im Rahmen der Menschenrechte leben können. Ich dachte es ginge um gegenseitige kulturelle Bereicherung?
Außerdem unterscheiden sich die Lebensweisen und Mentalitäten schon innerhalb Europas, sogar Mitteleuropas, durchaus! Ganz zu schweigen von dem Unterschied zwischen Deutschland und Mali. Was soll dieser Schwachsinn und wozu ist er gut? Wir sehen aktuell an Katalonien, dass Menschen gerade dann eisern an ihren kulturellen Unterschieden festhalten, wenn diese in Abrede gestellt oder verboten werden!
Müllers Bemerkung, die sich wohl an Frau Özeguz anschloss (gibt es eine spezifisch türkische Kultur?) wird den Rechten so richtig Auftrieb geben
und auch viele andere irritieren. Sie haben jetzt eine Kultur zu verteidigen.
Warum nehmen wir den Zustrom anderer Kulturen nicht zum Anlass, mit der eigenen endlich ins Reine zu kommen?? Und ihre humanen, kosmopolitischen und antifaschistischen Anteile zu pflegen? Denn die gibt es auch. Müller unterstützt das Bestreben der Global-Eliten, die
Nationalstaaten abzuschaffen und sie durch eine neue Art Konzerndiktatur zu ersetzen. Andernfalls sollte er sich sehr viel Mühe geben, sehr sehr gut zu erklären, was er meint. Dieses Land ist hochneurotisch.


Am 14. Oktober 2017 schrieb antares56:

Allein der Name "Neues Deutschland" ist ein bewusster Betrug! Denn die Richtung des Blättchens ist eher rückwärts! Und das man sich dort "sozialistische Tageszeitung" nennt ist eine Beleidigung für jeden echten Sozialisten!
Ich hatte vor ein paar Jahren ernsthaft über ein Abo des Blättchens nachgedacht vor allem nachdem Tom Strohschneider als Chefredakteur vom Freitag dorthin gewechselt war. Aber es wurde noch schlimmer, rechte Kommentare aus dem AFD-Dunstkreis fanden dort immer mehr Raum! Auf meine Beschwerden darüber keine Antwort, bis am Ende ich wegen meiner Kritik aus der sogenannten "Community" ausgeschlossen wurde und die rechten Schreiberlinge weiter ihren Trash dort bringen durften.
Seitdem schaue ich dort höchstens noch einmal im Monat rein und sehe meine Meinung jedesmal bestätigt! Niemand, ausser vielleicht die AFD, braucht dieses Blättchen - die Linke ganz gewiss nicht!


Am 13. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Gert Vosswinkel
Solidarität ist nicht als Einheitsklüngel gedacht. Es geht nicht um Konsenssoße, sondern um ernstzunehmende Information, die zumindest den Anspruch auf politische, inhaltliche Seriosität haben sollte, bei einer sich "links" nennenden Zeitung eine Voraussetzung, aus meiner Sicht. Das allerdings hat was mit Qualität, sauberer Recherche, und natürlich mit dem Wissen, dass man weiß worüber man schreibt zu tun. Und letztendlich muß der Leser, auch bei Rezensionen, soviel Informationen bekommen, dass die Möglichkeit sich mit dem Thema auseinandersetzen zu können, um möglicherweise einen Standort/Standpunkt zu finden, bekommen. Rücksicht an der falschen Stelle, davon halte ich nix, auch wenn Rosa Luxemburg das folgende Zitat in einem anderen Zusammenhang geschrieben hat, "klaue" ich es, deutlich zu machen, was gemeint ist: "Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat."
Die RATIONALGALERIE macht genau das, was ein ernstzunehmende, und bei vielen Lesern und Schreibern anerkannte Seite ist, mit den nicht wegzudenkenden Publikationen, Programmbeschwerden, dem ist Schmock und vielem mehr seit Jahren überzeugend in der Analyse, mit politischem Instinkt für das Wesentliche, mit dem besonderen Witz, aber vor allem mit Haltung und Standpunkt, denn ohne dieses ist die Beliebigkeit, die Rumeierei, und die mangelnde Substanz die Folge, und jeder kann schreiben was er will, und das verhindert das Recht auf gute und fundierte Informationen.
"DIE MACHT UM ACHT" lege ich ihnen sehr ans Herz; spannend, interessant, tiefgründig und klar, und nie langweilig.


Am 12. Oktober 2017 schrieb Karl-Heinz Peil:

Es ist leider nicht nur das nd, das den Querfront-Mainstream bedient, sondern auch die junge Welt, zuletzt wieder in einem Beitrag von Volkmar Wölk. Prinzipiell wäre das ja nicht verwerflich, wenn beide linken Printmedien auch mal gegenteilige Positionierungen zu Wort kommen ließen. Schließlich muss man kritikwürdige (Einzel-)Autorenbeiträge nicht gleich zum Anlass nehmen, ein Abo zu kündigen. Ich selbst habe aber bereits vor längerer Zeit mein jW-Printabo gekündigt, weil ich über die nicht vorhandene Bereitschaft frustriert war, bei diesem Thema mal eine konträre Position zu Wort kommen zu lassen.
All den "links" publizierten Querfront-Apologeten ist eines gemeinsam: Es wird ausführlich herumschwadroniert, wie sich Querfront-Strategien ideologisch einschleichen können. Konkrete Bezüge gibt es nicht.
Wer sich seiner antifaschistischen Identität bewusst ist, braucht aber keine akademischen Belehrungen mit Begrifflichkeiten aus dem nicht wohl gesonnenen Mainstream.


Am 11. Oktober 2017 schrieb Gert Vosswinkel:

Eine linke Site wie die Rationalgalerie sollte sich gefälligst mit dem Medien-Mainstream auseinandersetzen. Den Angriff auf das ND finde ich unsolidarisch.

Antwort von U. Gellermann:

In und mit der RATIONALGALERIE ist "Die Macht um Acht" das Buch zur Tagesschau entstanden. Da liegt unser Schwerpunkt. Wenn aber eine vermeintlich linke Zeitung sich verhält wie der Mainstream, dann vermerken wir das.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Harry Popow:

Wie gut und notwendig, das Buch "Lügen die Medien" ins linke Licht zu stellen. Ich habe es gelesen und sage: Das politisch schwergewichtige Buch zur Erhellung des Bewusstseins sowohl der angepassten als auch der kritischen Leserschaft wird vor allem jene erreichen müssen, die nicht gewillt sind, die Macht den wenigen ein Prozent der Finanzelite über das Denken und Fühlen der Masse der Bevölkerung zu überlassen. Auch diese Lektüre schlägt ? wie andere Bücher zuvor ? Gassen in Mauern des zunehmenden politischen Stumpfsinns. Es bietet durch die Vielfalt der An- und Aussichten ein breites Feld von Überdenkenswertem. Es hält dazu an, sich selbst in diesem System der systemerhaltenden Schmuddelware von Hohlheiten und Lügen die Messlatte an das eigene Denken und Tun zu legen. Es möge die satte Genügsamkeit, die Lethargie und die dumpfe Selbstzufriedenheit ins eigene Licht der Selbsterkenntnis zerren. Sicher ist dies: Es bedarf - vor allem nach der Bundestagswahl 2017 - einer neuen Gegenwehr gegen den geistigen Krieg um die Köpfe. Es geht um Klarsicht und Scharfsichtigkeit, gegen den Plunder der oberflächlichen Geschwätzigkeit und verdummenden politischen Rhetorik, es geht ums Ganze. Wie treffsicher der Schauspieler Eberhard Esche in seinem Buch "Der Hase im Rausch" auf Seite 332 sagte: "Wem die Lernfähigkeit abhanden kommt, dem bleibt die Zunft verschlossen."


Am 09. Oktober 2017 schrieb Gideon Rugai:

RG : "Und gegen diese ‚umstrittenen' Sites wendet sich ausgerechnet der Autor einer linken Zeitung."

ZEITUNG wohlgemerkt (es war ja wohl keine Online -Rezension ?) und wenn es um die Freßtröge geht muss sich ND (im allgemeinen Abwärtstrend der Printmedien) wahrscheinlich ordentlich durchdrängeln um zumindest noch ein paar bereits eingespeichelte Bissen zum Schlabbern abzubekommen - ob da der Hund begraben liegt - von antideutschen Ressentiments mal ganz abgesehen - um sich mit dem Hauptstrom-Medienkartell gemein zu machen?


Am 09. Oktober 2017 schrieb Christel Buchinger:

Damit muss man rechnen: die Auseinandersetzung wird sich weiter verschärfen und der Druck auf linke und linksliberale Journalisten nimmt zu. Ideologische Konstrukte wie der "Antisemitismus der Linken" und die "Querfront" sind eigens zur Bekämpfung Linker und linken Journalismus' entworfen worden. Und leisten ihre Dienste, wie man an Holland-Letz sieht.
Die "Querfront" ist eine echte Keule! Ein Linker, der öffentlich dafür eintritt, mit AfD-Wählern zu reden, was die Voraussetzung wäre, sie abzuwerben und zu gewinnen, wird auf der Stelle damit geköpft. Eine Diskussion ist nicht möglich. Das ist dumm, aber wirkungsvoll. Wirkungsvoll gegenüber denjenigen Linken, die sich einschüchtern lassen und die Schere im Kopf bereitwillig installieren. Die Leut auf der Straß und im Kiez oder auf dem Dorf interessiert das hingegen kaum.
Damit die Linke handlungs- und diskursfähig bleibt oder wieder wird, muss man diesen Quatsch hart und plakativ zurückweisen. Phantome, wie diese ideologischen Konstrukte, zerstört man, wenn man sie beim Namen nennt. Besser noch: sie weglacht! kann man bei Harry Potter nachlesen. ;-)


Am 09. Oktober 2017 schrieb Lea Bergmann:

Jetzt tut es mir doch leid, dass ich vor Jahren mein ND-Abo gekündigt habe. Mut diesem Querfront-Artikel gäbe es eine prima Anlass das das Blatt abzubestellen.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Anke Zimmermann:

"Ich würde es mir dringend wünschen, daß es unter denen, die die Medien machen, eine Art Verschwörung gäbe, menschlich ermutigend zu sein."
Richard v. Weizäcker

Danke an alle Medienmacher, die sich dem verschworen haben. Du nicht ND, suhl dich in deiner antideutschen Gemütlichkeit aber erwarte nicht, das ich dich kaufe. Am Wochenende hätte ich mir fast den Spiegel gekauft, aus gegebenen Gründen doch gelassen. "Die unheimliche Macht", ihr seid ja echte Trendsetter. Glückwunsch!


Am 09. Oktober 2017 schrieb Vera Kemper:

Woher wissen Sie denn, dass die Rezension von einem "Antideutschen" geschrieben worden ist?

Antwort von U. Gellermann:

Am primitiven Strickmuster der Verleumdung ist der Antideutsche immer gut zu erkennen.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Rudi der Ratlose:

Was ich mich seit langem frage:

Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Manipulation und einstellungsbedingter Selektivität der Wahrnehmung und Darstellung? Und woran erkennt man, ob der Gegenüber die Sache bloß anders sieht und darum anders wertet oder fälscht? Und was ist der Unterschied in der Wirkung auf den mich?
Manipuliert uns insofern nicht auch der Alltag, in dem er uns zur Integration in eine uns eigentlich feindliche Gesellschaft zwingt?

Schlussendlich: ist nicht derjenige, der Informationen als passiver Rezipient gegenübertritt immer der Angeschmierte und kann nicht jemand, der auch anderen Informationen kritisch und aktiv gegenübertritt, der eine aktive Lebensposition bezieht, selbst auch den verdrehtesten Informationen noch das Wahre herausfinden?

Wappnet es die unteren Klassen nicht besser gegen Manipulation, wenn man sie organisiert und zu einer aktiven Position führt, von der man aus sich nicht alles bieten lässt, als wenn man agitiert und aufklärt?

War es nicht so, dass klassische Aufklärung weit mehr die Folge des Aufstrebens des Bürgertums war als dessen Ursache? (Obwohl es da sicher auch eine Rückwirkung gab)

Handeln und agitieren - Sein und Bewusstsein - wer hat das Primat? Eine sehr alte Frage mal wieder neu gestellt!

Antwort von U. Gellermann:

Wer die richtig erkannten eigenen Interessen verfolgt, hat ein wesentliches Instrument zur Erkenntnis der Wirklichkeit in der Hand. Da das Sein das Bewusstsein bestimmt ist die Priorität deutlich: Wer das Sein verändert, der verändert auch das Bewusstsein.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Ela Weber:

Ich habe Professor Bruder auf einem der Kongresse der "Neuen Gesellschaft für Psychologie" kennen gelernt. Dr. Bruder ist ein sehr freundlicher und fortschrittlicher Mensch, der sich um die Entwicklung der Gesellschaft und auch die einzelner Menschen verdient gemacht hat. Ihn in die Nähe der AfD zu rücken ist unverschämt. Das NEUE DEUTSCHLAND sollte sich gefälligst entschuldigen.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Hilla Hausmann:

Warum verraten Sie denn nicht den Namen des von Ihnen erwähnten ND-Autors?

Antwort von U. Gellermann:

Weil ich ihn schnell vergessen will.


Am 09. Oktober 2017 schrieb Werner Schönfeld:

Sie werden doch kaum bestreiten, dass Netz jede Menge „Schauermärchen, Halbwahrheiten und Propaganda“ zu finden sind. Von daher kann ich Ihre künstliche Aufregung wirklich nicht verstehen.

Antwort von U. Gellermann:

Im „Netz“ haben auch die „Tagesschau“, der „Spiegel“ oder die „Süddeutsche“ ihre Oneline-Auftritte. Sie werden kaum bestreiten, dass die jede Menge „Schauermärchen, Halbwahrheiten und Propaganda“ verbreiten. Aber die meint der ND-Autor nicht. Er meint jene alternativen Quellen, die im rezensierten Buch erwähnt sind und aus denen immer mehr Leute ihre Informationen beziehen. Und gegen diese „umstrittenen“ Sites wendet sich ausgerechnet der Autor einer linken Zeitung.

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