LINKE gegen LINKE

Zoff um den Zensur-Senator

Autor: SIERA
Datum: 18. Dezember 2017

Den Auftakt zum grausamen Spiel lieferte die Linkspartei-Funktionärin Halina Wawzyniak in der ZEIT vom 6. Dezember 2017: „Schluss mit der Querfront!“ forderte sie im Blatt des gehobenen Bürgertums. Denn Mitglieder der LINKEN hatten gewagt, sich gegen den Zensur-Senator Lederer zu wenden. Der wollte eine Preisverleihung für den Journalisten Ken Jebsen im Berliner Kino Babylon verbieten. Die LINKEN, die sich für die Preisverleihung und die Pressefreiheit einsetzten – Christiane Reymann, Wolfgang Gehrcke und Diether Dehm – wollte Frau Wawzyniak dringend geächtet wissen: „Im Juni 2018 wird ein neuer Parteivorstand gewählt.“ Dort sollte „Dehm und Co. eine klare Absage“ erteilt werden. Denn da sei „noch die Israelfrage. Der Antisemitismus gehört in der Querfront zur DNA. Da wird der Staat Israel schon mal mit dem Apartheidsregime in Südafrika verglichen.“ Also man darf, meint Frau Wawzyniak, einen Staat, der seine Bürger nach Herkunft und Religion separiert, keinesfalls als das bezeichnen, was er ist. Das passt nicht in die Staatsräson, da folgt die Wawzyniak brav der Frau Merkel.

Die hässliche Kerbe des Antisemitismus, die dumme Gleichsetzung von Israel-Kritik mit Rassismus, wurde von Frau Wawzyniak schon geschlagen, da musste die Frankfurter Rundschau nur noch nacharbeiten: Eine einstmals irgendwie linke Zeitung, die sich schon länger erfolgreich von diesem Odium befreit. Die verrührt in ihrer Ausgabe vom 13.12.2017 den LINKEN-Bundestagsabgeordneten Dieter Dehm mal eben mit „Sieg Heil-Rufen und der Parole Juden ins Gas“ und behauptet: „Israelkritik ist eine Maskerade der Antisemiten vom Schlage Dehms.“ Kein Beweis, kein Beleg. Die Methode ist seit der Kampagne gegen den Schriftsteller Günther Grass bekannt. Wer Israel kritisiert, ist Antisemit. Dass damit nicht nur ein Denkverbot ausgesprochen, sondern auch der wirkliche Antisemitismus unerträglich verkleinert wird, will den Israel-Fans einfach nicht auffallen.

Draußen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz standen am Tag der Preisverleihung für Ken Jebsen immerhin rund 450 Menschen vor der Bühne und hörten in strömendem Regen den Rednern der Veranstaltung gegen Zensur zu. Nur wenig weiter entfernt hatten sich 50 ebenfalls linke Gegendemonstranten formiert, die über ihre Lautsprecher laute Musik ertönen ließen. Die Polizei war zahlreich vertreten und trennte so die verfeindeten linken Gruppen. Die diversen Reden konnten also ungestört verfolgt werden – lediglich behindert von der schlechten Akustik und dem strömenden Regen.

Spannend wurde es, als die Demonstranten anschließend ins Kino Babylon gehen wollten. Dort nämlich gab es einen enormen Rückstau, weil die Ordner und die Security am Eingang zum Foyer nicht nur Taschenkontrollen durchführten, sondern sogar verlangten, dass Regenschirme abgegeben werden sollten. Da das vielen nicht einsichtig erschien, kam es zu hitzigen Diskussionen. Auf die Frage warum man seinen Schirm abgeben solle, wurde von einer Ordnerin/Kontrolleurin gesagt, dass ein Schirm als Waffe benutzt werden könnte! Das alles stets in höchst aggressivem Ton. Die engagierte Security tat leidenschaftslos und gründlich ihre Pflicht; im Gegensatz zu den beiden Ordnerinnen, die gallig und aufgeregt ihren Dienst versahen. Wie sich später herausstellte, ging es aber nicht nur um die Schirme, sondern auch um die Kameras und die Banner. Von einem Besucher wurde verlangt, sein Banner vor das Babylon zu legen. Als er sagte, dass es 200 Euro gekostet hätte und er es nicht irgendwo hinlegen wolle, wurde ihm geraten zu gehen. Auch die Kameras sollten abgegeben werden, da angeblich ein Fotoverbot existierte, von dem die Besucher nichts wußten und auch nicht der Veranstalter Andreas Neumann von der Neuen Rheinischen Zeitung, dem Stifter des Karls-Preises für Ken Jebsen. Auch die Vertreterin der RATIONALGALERIE wurde aufgefordert, ihre Kamera abzugeben. Als sie sich, mit dem Verweis auf das Presserecht, weigerte, erhielt sie vom Besitzer des Babylon gleich Hausverbot. Das Klingeln der Senats-Subventions-Ketten im Sklaven-Dienste der Zensur übertönte fast das Murren der Zuschauer.

Die Zeitung „Junge Welt“ konnte sich den Zoff unter Linken nicht entgehen lassen. Sie flankierte den Zensur-Akt des Senators mit einem langen, zähen Elaborat über Ken Jebsen. Die Mixtur aus alten Zitaten und falschen Zusammenhängen gipfelte zum Beispiel in diesem Agitations-Satz: „Der Unterschied zwischen Faschisten und Antifaschisten ist demzufolge also ein rein konstruierter“. Zwar ist selbst bei größter Mühe eine solche These aus den Texten von Jebsen nicht zu destillieren, aber der Autor des JW-Artikels ist gern großzügig mit seinen Interpretationen. Hatte doch Sebastian Carlens im März 2015, pünktlich zum damaligen Auftakt der Friedensaktionen, nicht nur die Querfront persönlich entdeckt sondern auch die „alte“ Friedensbewegung für tot erklärt und seinen Lesern geraten, lieber auf ein Angebot der „organisierten, revolutionären Linken“ zu warten. Auf dieses Sonderangebot warten manche JW-Leser immer noch. Sicherheitshalber hat die „Junge Welt“ diesen Text im Netz gelöscht.

Welch eine Mühe, um die ohnehin gespaltene Linke in Deutschland zu atomisieren. An der Reaktion der Herrschaftsmedien und ihrer Helfer ist die potentielle Gefahr einer geeinten linken, alternativen Bewegung für die Herrschaften zu ermessen. Aber keine Sorge, so lange um die Lupenreinheit der linken Bewegung mehr gerungen wird als um die Mobilisierung der Bevölkerung für ihre Interessen, bleiben die Verhältnisse wie sie sind.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 23. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ J. Schneider
"Sorgfältig recheriert?"
"Aufklärung?"
Was für große, inhaltsvolle Worte, mit einer besonderen Geschichte.
Nachdem was ich davor, über insbesondere die Preisverleihung von K. Jebsen in der JW , worüber hier inhaltlich von SIERA in vortrefflicher Weise berichtet wurde, gelesen hatte, habe ich da Zweifel, ob der Artikel in der JW die Kerzen angehen lässt. Ein journalistisches Wunder müsste geschehen sein, um annährend an die Qualität der GALERIE zu kommen, doch die "Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt."


Am 23. Dezember 2017 schrieb Jörg Schneider:

Under der Überschrift "Wer fürchtet die Aufklärung?" weist die "Junge Welt" alle Vorwürfe in Zusammengang mit Ihrem Thema zurück. An diesem sorgfältig recherchierten Journalismus sollten Sie ich mal ein Beispiel nehmen!

Antwort von U. Gellermann:

Leider klärt uns die die "JW" nicht darüber auf, warum sie rein zufällig mit der bürgerlichen Manipulations-Maschine parallel läuft und so die Merkel-Israel-Front stüzt. An dieser Ausblendung politischer Zusammenhänge werde ich mir sicher kein Beispiel nehmen.


Am 22. Dezember 2017 schrieb Anke Zimmermann:

@Halina Wawzyniak

Hallo Frau Wawzyniak, Überraschung, wenn ich sagen darf, kommen Sie hier ziemlich aggro reingerauscht. Nach Ihrem, "excellent" recherchierten, bösartigen Querfront Artikel in der Zeit, sollten Sie hier nicht so auf dicke Backen machen. Ja Sie sind eine Funktionärin, der schlechten Laune.


Am 22. Dezember 2017 schrieb SIERA:

@Halina Wawzyniak

"Unter dem Namen SIERA bin ich als Fotografin in der Friedensbewegung bekannt. Offensichtlich nicht bekannt genug."


Am 21. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Frau Wawzyniak
Völlig überflüssig, ob nun die Form gewahrt wird. Komisch, darum geht es immer mehr; die Form wahren, und wo bleibt der Inhalt ?
Wie stehen sie als Mitglied der PdL zur Zensur und zur Presse- und Meinungsfreiheit im Land ?
Die Frage möchte ich beantwortet wissen. Vielen Dank.


Am 21. Dezember 2017 schrieb Halina Wawzyniak:

Das nenne ich mal ordentliches Mittel der Öffentlichkeitsarbeit. Autoren unter Pseudonym, aber jede*r Kommentator*in muss Klarnamen und E-Mail-Adresse angeben. Sauber. Nicht.
Recherchefähigkeit übrigens Null. Wie kann jemand Funktionär sein, der weder Amt noch Funktion hat? Besser hingegen sind Sie im den Sinn entstellenden Zusammenstellen von Zitaten. Kann auch kaum jemanden auffallen, weil der Link zum Originaltext nicht mitgeliefert wird. Hut ab. Auch sowas will gelernt sein.

Antwort von U. Gellermann:

Sehr geehrte Frau Wawzyniak,

zugegeben: Sie waren Funktionärin der Linkspartei und sind es nicht mehr: "Bis Juni 2012 war sie (Halina Wawzyniak) stellvertretende Vorsitzende der Partei Die Linke. Seit dem 3. Bundesparteitag fungierte sie bis Mai 2016 als Beisitzerin im Vorstand. Sie war von 2009 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. (WIKI)“ Zufrieden?
Und den Link zum Original-Text liefere ich gern nach: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-12/linke-querfront-demokratie-positionierung

Jeder kann dann feststellen, dass ich sauber zitiere.

Beste Grüße, Uli Gellermann


Am 21. Dezember 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Lohnt es sich noch weiter zu streiten? Ich sehe darin keinen Sinn mehr und die Lust ist mir auch vergangen - im Alltag.
Ich bin ein guter Linker! Nein du bist ein schlechter Linker und mit all den anderen, den Neoliberalen und den Neoliberalen.

Falsche Bücher verschwinden aus Bestsellerlisten, und Rezenssionen aus dem rubikon, ich dachte wir haben das magische Zeitalter hinter uns. Bücher werden wieder heimlich und verschämt gelesen. Kann ich dem Lehrer das Gespräch von kenfm mit Prof. Spitzer empfehlen?

Die Schere im Kopf, ist nicht meine, ich lege sie beiseite. Ich hab so viel gestritten in diesem Jahr, so vergeblich gegen das betreute Denken anargumentiert und viel Bösartigkeit und Hohn geerntet. Andere reden ja vom hate, der Teufel führt uns in Versuchung.

Die Ketzerei ist wieder eingeführt. Eine Kommentatorin hat geschrieben: "Ja ich habe schon Beiträge von kenfm gesehen, das klingt alles so vernünftig, dazwischen Verschwörungstheorie, ein gefährlicher Mann."
Danke Bildungssystem, danke grüner Protestantismus. Dank an unsere Eiskanzlerin Merkel.

Der Breitscheidtplatz-Offenbarungseid, damit ist ihre komplette Kanzlerschaft beschrieben, völlig ethikbefreit.

By the rivers of Babylon, wohin driftet die Linke? Zensur? Bedrohung? Zentrum der politischen Selbstbefriedigung? Vandalismus? Selbstgefälligkeit?

PdL, es gibt noch andere politische Möglichkeiten und Marx kann man überall mit hin nehmen.


Am 20. Dezember 2017 schrieb Der Anarchrist:

Sagt mal, habt ihr nur Strohmann-Argumente auf Lager, oder wie?

@Chris E.
"Lieber Anarchist, eigentlich mag ich dich gar nicht mehr so nennen. Anarchie bedeutet OHNE HERRSCHAFT. Wenn du deinen eigenen Nickname nicht richtig verstehst, hab ich nichts mehr dazu zu sagen."

Au weia. 1. hast Du offensichtlich eine Leseschwaeche, denn mein Nickname lautet AnarchRist und 2. hat mein Nickname rein gar nichts mit den von mir angefuehrten Argumenten zu tun.
Das ist ein DOPPELTER Strohmann!

Warum sollte ich auch nur ein einziges Wort ernst nehmen von jemandem, der mir vorwirft, ich verstehe meinen eigenen "Namen" nicht, der aber nichtmal im Stande ist meinen "Namen" zu lesen?
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@Ulrike Spurgat
"Sie haben weder den Sinn, noch die Ebene meiner Antwort verstanden, sondern das, was sie verstehen wollten."

Wundervoll mit welch gespaltener Zunge Sie formulieren koennen, doch Argumente haben Sie nicht. Und danke sehr, dass ich nun endlich weiss, was ich will oder auch nicht und was ich verstehe und was nicht. *facepalm

Sie geben vor die Meinungsfreiheit verteidigen zu wollen, akzeptieren eine Meinung aber offensichtlich nur, wenn sie der ihren entspricht.

Sie koennten wirklich ganz gross raus kommen an der ÖR-Propagandafront. Und da Sie so auf Zitate stehen - man moechte meinen, Sie glauben die Weisheit des Zitierten faerbe irgendwie auf ihre Person ab - habe ich auch ein Zitat, auch obwohl ich bezweifle, dass Sie geistig in der Lage sind es zu verstehen:
"Das erste Prinzip besteht darin, dass du dich selbst nicht hinters Licht fuehren darfst - und du bist die Person, welche am leichtesten zu taeuschen ist." Richard P. Feynman
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@U. Gellermann
Mir ist einfach nicht danach zu mute, einen BRD-GmbH-Schnacker, der sich damit ganz klar als Freund der Reichsbuerger-Ideologie geoutet hat, zu unterstuetzen. Der Feind meines Feindes ist eben gerade NICHT automatisch mein Freund. Auch nicht in schwierigen und verzweifelten Zeiten (Entfesselter Extremkapitalismus und Militarismus).

Antwort von U. Gellermann:

Mit Stroh um sich werfen gibt kaum Korn. Die Diskussion ist weit vom Thema des Artikels entfernt und deshalb an diesem Punkt beendet.


Am 20. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Sie sind ja ein ganz schlaues Kerlchen, und sowas von theoretisch, dass mir ganz schwindelig wird, Anarchist.
Sie haben weder den Sinn, noch die Ebene meiner Antwort verstanden, sondern das, was sie verstehen wollten.
"Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist. Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
Der dort ruhig über die Straße geht.
Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
Die in Not sind ?
An die Nachgeborenen (1934 38) Bert Brecht


Am 20. Dezember 2017 schrieb Chris E.:

Lieber Anarchist,
eigentlich mag ich dich gar nicht mehr so nennen.
Anarchie bedeutet OHNE HERRSCHAFT.
Wenn du deinen eigenen Nickname nicht richtig verstehst, hab ich nichts mehr dazu zu sagen.


Am 20. Dezember 2017 schrieb Der Anarchrist:

Danke fuer die Kommentare.

@U.Gellermann
Ja, der Kern dreht sich um die Anti-Deutschen in dem ersten Link, was ihn aber nicht davon abhaelt, ganz allgemein mal wieder die "linke Presse" mit durch den Kakao zu ziehen, und das auch noch im Kontext des angeblichen bewaffneten Angriffs auf seine Familie. Die 'linke Presse' "dulde" das angeblich. Ein Schelm, wer bei diesem Konglomerat boeses denkt.
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@Ulrike Spurgat
Hallo. Es gibt also Meinungsfreiheit? Danke fuer die Info. Haben Sie noch weiteres im Angebot? Vielleicht, dass kochendes Wasser heiss ist und den Berg nicht hinauf fliesst, sondern hinab?

Wohl meinen ersten Satz nicht gelesen:
"Habe Lederers Wirken in der Sache scharf kritisiert. Und zwar weil es sich um Zensur handelt." und stattdessen fantasiert, ich habe Ken die Meinungsfreiheit abgesprochen.
Das war ein klassischer Strohmann von Ihnen. Chapeau!
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@Chris E.
Hallo. Und was ist, wenn meine Antennen "rechtes" besser zu erkennen vermoegen als die ihren? Welchen Wert hat dann ihre Versicherung fuer mich?

Ansonsten: Herrschaftsfreiheit ist noch eine Utopie. Ob wir da je hingelangen werden ist ungewiss. Wenn ueberhaupt, dann nur auf dem 'linken' Pfad der Machtdekonzentration. Der 'rechte' Pfad ist per se anti-emanzipatorisch, da elitaer.

Aktuell und noch weit in die Zukunft hinein sind wir auf Staatswesen angewiesen, die aufpassen, dass Grundrechte gelebt werden und dass keine kriminelle Vereinigung die Macht an sich reisst. Erst wenn wir global vereint sind und antrainierte Gewalt-, Konsum- und Vorurteilsmuster ueberwunden wurden, haben wir eine Chance. Keine Ahnung, ob Joerg Bergstedt das auch so sieht, aber ich vermute, er wuerde mir zustimmen.

Wer quasi permanent - nicht selten sogar vollkommen undifferenziert - gegen 'links' wettert und regelmaessig 'Rechte' und Rechtsradikale verharmlost oder unerwaehnt laesst, dann auch noch beginnt das Maerchen von der BRD-GmbH zu erzaehlen, steht deutlich erkennbar 'rechts'.
https://www.youtube.com/watch?v=JGLv2KdPViQ

Ich zitiere Ken: "Der Faschismus kommt natuerlich indem er sagt 'Ich bin der Antifaschismus? - links und rechts - gibt es so gar nicht mehr - natuerlich gibt es Rechtsradikale, das ist das kleinste Problem in diesem Land?.

Soso, das kleinste Problem also. Na dann, buenos dias, Messias.

Frohes Fest schonmal, falls wir nichtmehr voneinander hoeren sollten.

Antwort von U. Gellermann:

Längst hat die kriminelle Vereinigung des globalisierten Kapitalismus die Machtacht an sich gerissen. Wer das nicht für seine Analyse der Gesellschaft voraussetzt, der kocht a) mit zu wenig Wasser, und dessen Antennen müssen b) neu geerdet werden.


Am 19. Dezember 2017 schrieb Lutz Jahoda:

NACHRICHTEN
AUS DEM STERNENSTAUB

Reißt Euch zusamm, Bengelinen und Bengels!
Hier warnen Euch Marx, auch Lenin und Engels:
Schaut nicht in Smartphones, schaut aus dem Fenster:
Sie sind wieder da, die alten Gespenster,
die darauf warten, Euch büßen zu lassen,
wie einst nach Weimar! Es ist nicht zu fassen,
Euch über Nichtiges streiten zu sehen,
anstatt geschlossen zusammenzustehen,
mit Blick auf ein besseres Morgen und Jetzt!
Wir sind enttäuscht, um nicht zu sagen, entsetzt!

Antwort von U. Gellermann:

Leider wiederholt sich die Geschichte zuweilen als Farce wie Marx einst anmerkte.


Am 19. Dezember 2017 schrieb Chris E.:

Hallo Anarchist,
aus gegebenem Anlass (der Leder/Jebsen-Streit) hab ich mich, obwohl ich auch der Herrschaftslosigkeit-Fangemeinde angehöre und mein Herz sehr links schlägt, jetzt mal intensiv mit den Parteiprogrammen der LINKEN und der AfD (gruselig) beschäftigt. Und ich kann dir versichern, Jebsen tickt deutlich links. Seit 3 Jahren lese ich auch bei seiner Community und schaue aufmerksam seine Videos. Ich hab ganz feine Antennen für rechtes Gedankengut und hätte mich schon längst abgewendet, wenn Diesem dort mehrheitlich gefrönt würde.
Ja, er hat teilweise grenzwertige Gäste, aber die sind der von ihm immer hochgehaltenen Meinungsfreiheit geschuldet.
Ken selbst ist glühender Kapitalismuskritiker und Verfechter des Friedens, spricht sich gegen HartzIV aus, gegen die NATO und Ramstein und noch einiges mehr, was deutlich linken Positionen entspricht.

Wenn er allerdings seit geraumer Zeit GERADE von der linken Seite so massiv angegangen und verleumdet wird, kann man ihm dann verdenken, dass er diese pseudo-Linken anprangert? Wenn ein Möchtegern-Linker Kens Telefonnummer verteilt, damit seine Tochter mit dem Tod u Vergewaltigung bedroht werden kann, wie soll er denn deiner Meinung nach reagieren?

Dieses ganze Querfront Gequatsche dient einem einzigen Ziel: die LINKE zu spalten und die Friedensbewegung massiv zu schwächen. Das kann auch nicht in deinem Sinne sein. (Hört sich wirklich nach Geheimdiensten an)
Wenn du wirklich wissen willst, wie Ken denkt, nimm dir die Zeit und schau seine MMM-Sendungen. Da kommen die AfD-Wähler gar nicht gut weg und ich verspreche, dir wird nicht schlecht.

Was mir allerdings in den letzten 4 Wochen aufgefallen ist, es treiben sich auffällig viele Rechte in seinem Forum rum. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?


Am 19. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@Der Anarchist
Was sie von ihm halten ist ihre Angelegenheit, und ihre Bewertung ist es in der Folge dann auch.
Es gibt die Presse- und Meinungsfreiheit; und die gilt für Ken Jebsen genaus so, wie für die, wo ich kotzen könnte. Die Presse- und Meinungsfreiheit muss verteidigt werden, und darum geht es.
Das muss man dann aushalten können.


Am 19. Dezember 2017 schrieb Karl-Heinz Peil:

Am 14.12. habe ich folgenden Leserbrief an die Redaktion der jungen Welt(zu: Kens Welt) geschickt:
Der Artikel "Kens Welt" in der heutigen Ausgabe ist ein journalistischer Tiefpunkt, bei dem sich mir die Frage stellt, wann sich die junge Welt von der Friedensbewegung endgültig verabschiedet.
Der Artikel ist "alles andere als aufklärerisch", also genau das, was Ken Jebsen unterstellt wird. Man kann über Ken Jebsen anlassbezogen sicherlich Kritik üben oder manche Äußerungen von ihm auch mal als unsinnig darstellen. Wenn man hingegen aus einem Video mit ihm ganze acht Stellen (Verweis auf Minute xx.xx) zitiert, ohne Bezug darauf, was er davor und danach gesagt hat, dann ist dieses die selbige Masche der Diffamierung, mit der auch in der bürgerlichen Presse gegen unliebsame Aufklärer vorgegangen wird. Vor allem erfolgt dieses ja derzeit wieder mal massiv mit Antisemitismus-Vorwürfen, so auch in diesem Artikel. (Nur am Rande: Bei dem jüngsten Kasseler Friedensratschlag wurden übrigens insgesamt neun angekündigte Referenten mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert). Wer sich hingegen selbst eine Meinung bilden will, sollte sich ein kritisiertes Video in ganzer Länge ansehen. Eine qualifizierte Kritik kann deshalb auch nur auf einer Gesamtwürdigung des Inhalts beruhen. Bei Buchbesprechungen beispielsweise ist so etwas doch auch üblich, oder?
Es ist zudem befremdlich, dass mit diesem Artikel in stalinistischer Manier Personen, die bisher bei der jW durchaus in Ansehen standen, wie Klaus Hartmann oder Andreas Wehr, jetzt zu Unpersonen erklärt werden.
Ich persönlich würde es bereits als positiv bewerten, wenn in der jungen Welt auch mal gegenteilige Positionen im Sinne einer offenen Debatte zu Wort kommen würden. Dazu fehlt jedoch jegliche Bereitschaft, wie ich selbst bereits Anfang letzten Jahres erleben musste, wo ein mit Sebastian Carlens abgesprochener Beitrag zur Querfrontdebatte aus fadenscheinigen Gründen nicht veröffentlicht wurde.
Die stalinistisch klare Ausrichtung der jungen Welt in dieser Frage wird leider dazu führen, dass sich die Friedensbewegung immer stärker anderen alternativen Medien zuwenden muss, um für die notwendige Mobilisierung ihrer Aktionen in die Breite zu gehen. Wozu auch KenFM gehört. Eine kritische Sicht auf alternative Medien sehe ich natürlich ebenso als notwendig an wie gegenüber Mainstream-Medien (wo man ja ganz andere Dinge in Kauf nimmt - siehe den früheren jW-Slogan: "Sie lügen wie gedruckt, wir drucken wie sie lügen"). Der blindlings erhobene Querfront-Vorwurf gegenüber Ken Jebsen und anderen führt dazu, dass neuere Entwicklungen mit differenzierteren Sichtweisen innerhalb der Friedensbewegung, wie aktuell bei der Ramstein-Kampagne, überhaupt nicht mehr wahr genommen werden. Das wird sich wohl leider auch in der Relevanz der jungen Welt bei ihrer Zielgruppe niederschlagen.


Am 19. Dezember 2017 schrieb Der Anarchrist:

Habe Lederers Wirken in der Sache scharf kritisiert. Und zwar weil es sich um Zensur handelt.

Doch dass Ken Jebsen nicht nur ein bischen 'rechts' ist, steht fuer mich ausser Frage. Warum das so ist, laesst sich einfach erkennen, wenn man sich ansieht in welche Richtung seine Kritik geht und wie sie aufgebaut ist.

Zum einen scheint er dem Trugschluss erlegen zu sein, dass 'Linke' vollkommen friedlich zu sein haben, und wenn sie es nicht sind, sind es automatisch Rechtsradikale.

Und zum anderen werden seine Kritiken gegen die rechte BRD-, US- und EU-Politik nebst Medien und Co. NIE mit dem Praedikat 'rechts' versehen (sondern teilweise sogar mit 'links'). Aber wenn es was gegen 'links' zu kritisieren gibt, faellt quasi in jedem 2. Satz der Hinweis auf 'Links' und natuerlich wird fuer Gewalttaten einiger weniger Linker sehr gerne das linke Spektrum komplett verantwortlich gemacht von "linker Presse" und "Linken im Allgemeinen", weil sie ja "Nicht aufraeumen in ihrem Laden".

https://www.youtube.com/watch?v=CpqxkXP-uZI

Wenn ich mich recht entsinne, hat er auch schon in seinen Worten das Maerchen von "Antifaschisten = die wahren Faschisten" verbreitet.

https://www.youtube.com/watch?v=wx7AjT6_SSM
Hier schreibt er von "der Antifa" im Titel, wettert aber gegen das Peng Collectiv, wegen der Torte auf Beatrix v. S. und stellt eine Schlussfolgerung dar, die eigentlich nur der Logik eines Bild-Lesers entsprungen sein kann:
Peng hat keine Torte auf der Muenchener Sicherheitskonferenz gegen die NATO geworfen, also war das bei der AfD eine Auftragshandlung, die bezahlt wurde von ???.

Und wenn ich Ken noch einmal sagen hoere "so sind sie eben, die Linken", wenn eine linke Gewalttat thematisiert wird, muss ich leider im hohen Bogen speien.

Dass er den kleinen Hund in der Muellhalden-Kloake hat ersaufen lassen, verzeihe ich dem angeblichen Saubermann Jebsen nie.

Antwort von U. Gellermann:

Im angehängten alten Video-Link geht es im Kern gegen die Antideutschen (die er auch nich mit der Antifa verwechselt), die Jebsen und seine Familie körperlich angegriffen haben. Jebsen hält diese durchgeknallte Bande von Kleinbürgern für „links“ weil sie z. B. von der „taz“ unterstützt werden. Aber diese Gruppierung erklärt sich nun mal selbst für „links“. Verwirrte sind schwer aufzuklären.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Michael Kohle:

Koste es was es wolle! Die Linke - ob mit oder ohne externe tangentiale Anstöße - zerlegt sich allzu gerne selbst. Der Weg ist das Ziel - wie bei der Methode Haut den Lukas.
George Orwell hat da ein lustig Liedlein von gesungen. In seinem Büchlein "Mein geliebtes Katalonien" erzählt er mit Inbrunst und aus eigener Erfahrung, wie sich die Linke einst im Spanischen Bürgerkrieg selbst zerlegt hat. Was er da zu berichten weiß, belegt klar und eindeutig, dass der Faschismus schon immer davon profitiert hat.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@Hartmut Barth-Engelbart
danke für den Einblick ins Geschehen.
Entsetzt und unglaublich wütend kann einen das machen, was ihnen und ihrer Begleitung, neben vielen Anderen, passiert ist. Was ist los in diesem Land ?
Eine doch recht kleine Preisverleihung, die einen Menschen auszeichnen will, der sich politisch nicht vereinnahmen lässt, lässt den Deckel hochgehen, und das, was im Pott sowieso schon lange vor sich hinköchelt hat seinen Weg nach außen gefunden, und was sichtbar wird ist sehr beunruhigend.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Hartmut Barth-Engelbart:

Wir drucken, wie sie lügen.

Wer sind denn „sie“?
Das ist bei diesem Slogan der ehemals marxistischen Tageszeitung „unge Welt“? nicht sooo klar.
Sie haben bis ins hohe Mittelalter und darüber hinaus bis ins 21. Jahrhundert die Alte Welt zerstört, ab dem Irrtum des Kolumbus dann die Neue Welt, um später die ganze Welt ihrer „Neuen Weltordnung“ zu unterwerfen.
Und jetzt haben sie sogar die junge Welt zerstört.
Die druckt nämlich, wie sie lügen.
Selten bewahrheitet sich ein Slogan in solch übler Weise.
Nach der Rufmorderöffnung gegen Ken Jepsen durch jW-Kommander Dietmar Koschmieder (,der damit gleichzeitig alle von Ken Jepsen interviewten -besonders aber den von ihm persönlich aus der jungen Welt herausgemobbten Rainer Rupp rufmorden will) lügen sich die die Koschmieder-Gefolgschaftsschreiberlinge Carlsen und Bratanovic ihre Feindbilder von Jepsen über Fikentscher bis Klaus Hartmann, von der ARBEITERFOTOGRAFIE über RUBIKON bis zum Deutschen Freidenker Verband zusammen wie gedruckt.

Wie sie lügen, hat mittlerweile eine ganze Reihe von kompetenteren Menschen in vielen Artikeln belegt.

Dem muss ich nichts hinzufügen.

Nur das Fotografier-und Film-Verbot war für mich als Journalist, Publizist denn doch ziemlich starker Tobak. Glücklicherweise hatte ich meine Kamera zuhause gelassen, da ich dachte, bei einer auch von der Arbeiterfotografie organisierten, unterstützten Veranstaltung brauche ich - eh schon schwerbehindert - nicht auch noch meine Kamera mitzuschleppen. Als ich dann mitansehen musste -während man mir den Eintritt verweigerte u.a. wegen meines grünen Schirmes - wie die schwerstbehinderte Berliner Malerin und Antikriegs-Bloggerin Ursula Behr abgefertigt, abgewiesen wurde, wie ARBEITERFOTOGRAFEN die Kameras abgenommen wurden bzw. sie mit ihrem Arbeitsgerät nicht eingelassen wurden, da erinnerte ich mich an meine Festnahme als Prozessbeobachter beim Frankfurter Brandstifter-Prozess und meiner anschliessenden Vorbereitung (Schläge nur auf Körperteile, die man bei den Fahndungsfotos nicht sieht) für die erkennungsdienstliche Behandlung in der Haftanstalt „im Klapperfeld“, wo heute die Antideutschen ihr „Faites votre jeux“ veranstalten. Ja, sie spielen ihre Spiele zusammen mit den Schlägertrupps von BAK-Shalom, die mir bei Jutta-Ditfurth-Veranstaltungen schon robuste Hausbesuche angedroht haben, nachdem ich dem Zieran-kommandierten Ditfurth Saalschutz nach unbequemen Zwischenfragen meinen Behinderten-Ausweis vergeblich entgegen gehalten hatte.

Dass die „junge Welt“ im Windschatten der die LINKEn ZEIT-Zeugin? Halina Wawzyniak in deren Horn bläst, ist schon sehr bemerkenswert, da diese angebliche Linke vor nicht allzu langer Zeit einen Boykott der LINKEn gegen die junge Welt organisiert hat - mit übelsten Methoden, Lügen, Unterschriften Fälschung, Verheizung einer Schülerin als „Galionsfigur“ des jW-Boykotts.

Nun, die allerwerteste Halina konnte ihren ZEIT-Rufmord-Beitrag erst platzieren als der OberLINKE Un-Kultur- 6 Volksbühnen-Abwickler Senator Lederer so richtig vom Leder zog.

Bedeutung (nach wiktionary)
etwas Schlechtes über jemanden erzählen - über jemanden laut und schlecht reden - jemanden heftig kritisieren/angreifen/beschimpfen
Herkunft Leder meint in dieser Redewendung die Schwertscheide. Und was ist das nun wieder? Die lederne Hülle von Schwertern, Degen, Messern und ähnlichen Waffen, die verhinderte, dass sich der Waffenträger versehentlich selbst verletzte.
Wer vom Leder zog, also die blanke Waffe in der Hand hielt, der machte ernst und war bereit zum Losschlagen.
Vom Leder ziehen konnten die Krieger schon im Mittelalter. Aber erst seit dem 17. Jahrhundert reichen dafür Worte und die Hieb- und Stichwaffen können bleiben, wo sie hingehören.


Ach ja, meine Bewaffnung. Der grüne Schirm.

Mit einem solchen Schirm wurde 1849 in Frankfurt am Main der Fürst Lichnowsky erschlagen. Henriette Zobel hatte den Fürsten beim Ausspionieren von Schwachstellen in der republikanisch-demokratischen Verteidigung des revolutionären Frankfurt gegen die preussischen Truppen erwischt. Henriette wurde zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt. Gnadengesuche wurden von den verpreussten Gerichten abgelehnt. Henriette Zobel starb im Zuchthaus.

Nun stellt sich die Frage, wer hätte im Kino Babylon mit einem grünen Schirm bedroht werden können? Wen wollten die Lederer-Gefolgsleute schützen?
Die Morddrohungen gegen Ken Jepsen und seine Familie hatten schon draußen stattgefunden -mit Hilfe eines (Ex-) Mitarbeiters der jungen Welt, der als -so er über sich zu Ken Jepsen-Querfront-Rechercheur der jW“, der weiter feste zu ihr hält. (siehe Ken Jebsen-Interview zu den Morddrohungen bei RUBIKON).
Ken Jebsen war also im Kino BABYLON nicht zu schützen.
Gilad Atzmon vielleicht? Anneliese Fikentscher, Andreas Neumann, Klaus Hartmann, die BANDBREITE, Evelyn Hecht-Galinsky,

Die Schirmentwaffnung aller Besucher, aller Sympathisantinnen war reine Schikane, die teilweisen Leibesvisitationen ebenfalls. Man wollte die verleihung wenn nicht ver- dann wenigstens wirksam behindern, den Zustrom von Publikum abschneiden.

Bei dem Foto- und Filmverbot handelte es sich aber um eine gezielte Maßnahme gegen die Berichterstattung über die Karlspreisverleihung und das alles erinnert stark an den faschistischen Terror in Kombination mit noskischen SPD-Führungs-Elementen in der Weimarer Republik und an die Verwaltungs-& Polizeiwillkür gegen Veranstaltungen der AntiWiederbewaffnungsbewegung, der Bewegung gegen die Teilung Deutschlands durch die Westallierten in den End40ern und Anfangs50ern und an die staatsterroristischen Maßnahmen gegen die (Rad-) Sportveranstatungen des SOLIDARITÄTS-Verbandes bis in die späten 60er Jahre.
Nach Philipp Müller, Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke ? fehlt jetzt noch ein Schuss auf Ken Jebsen.

Auf die Kommentare von FAZ bis TAZ, von der alten bis zur jungen WELT wäre ich schon gespannt.

Natürlich kommt der Täter „aus der Antideutschen Ecke“ mit aus Versehen liegengelassenem Personalausweis und leider wird er wie üblich auf der Flucht vor der Polizei erschossen. Der Attentäter war schon lange bei den Diensten auf dem Bildschirm als gewaltbereiter „Autonomer“ ?

Wenn die Zerlegung der Linken, der Antikriegsbewegung nicht von sogenannten LINKEn besorgt würde,
Geheimdienste könnten es nicht besser erledigen.
 
 

 

 
 

 


Am 18. Dezember 2017 schrieb Georg Moritz:

"...zum Beispiel B... B... Bündnerfleisch!"

Da wünscht man sich doch einen Redner vom Range eines Hans-Rudolf Merz in die Versammlung der Volksvertreter, der diese Vorgänge rund um das Babylon, die Zitadelle, den Lederer und die Demonstrationen von Linken gegen Linke angemessen zu kommentieren weiß .

https://www.youtube.com/watch?v=EGAEHoMMJgc

Für Loriot wäre das wohl ebenfalls eine Steilvorlage gewesen.

Ich habe heute mein Online-Abo bei jungewelt.de gekündigt...

"...nicht ohne Angabe von Gründen:
Nachdem mir das ganze Getue und die Berichterstattung um eine sogenannte "Querfront" in eueren Artikeln schon immer ziemlich merkwürdig vorkam, ist nunmehr mit der unterlassenen Hilfeleistung für Ken Jebsen, dessen Tochter Morddrohungen ausgesetzt ist, die nur durch Weitergabe der privaten Handynummer von Ken durch einen ehemaligen Mitarbeiter der Jungen Welt möglich gemacht wurden, der Punkt erreicht, an dem ich euer Blatt nicht mehr weiter unterstützen darf.

Schreibt euch den Satz von Rosa Luxemburg hinter die Ohren: "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden". Wenn ein Andersdenkender bedroht wird, gebietet die Solidarität, daß man sich für ihn einsetzt, wenn man es kann - und die jungewelt hätte es können - egal was man sonst von ihm hält.

Den ganzen Querfront-Quatsch konnte ich noch einigermaßen aushalten, es gibt genügend andere Artikel bei euch, die ich gerne lese. Aber hier ist für mich die Grenze des Erträglichen eindeutig überschritten."

Das Geld fürs Abo geht ab sofort woanders hin.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

Die Autorin schildert sehr richtig die symptomatischen Begleiterscheinungen zu der Preisverleihung an Ken Jebsen. Mir wird immer klarer, dass die gewollten Spaltungen in der Friedensbewegung, bei den Linken als (noch) Antikriegspartei ein immer wiederkehrendes Mittel zur Lähmung linker Politik für Frieden und soziale Gerechtigkeit einen Brennpunkt braucht. Da ist Ken Jebsen, der die NATO ablehnt als aggressives Bündnis, der ein mainstream Feindbild Russland nicht akzeptiert, genauso wenig wie die offizielle Version des 9/11, genau das gesuchte Objekt zur gewollten Spaltung seitens sogenannter "Linken". Ich würde deshalb den Artikel auch Linke gegen "Linke" nennen, um deutlich zu machen -wie wir es ja auch hier konkret erfahren- dasss mittlerweile in allen genannten Medien, in allen Parteien Atlantiker- und antideutsche Positionen Verwirrung stiften. Die NRhZ hat das verlangt, was Linke verlangen sollten "Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen" (so wie hier u.a. die Möglichkeit zu Kommentaren). Die Hetze gegen Ken Jebsen, die sogar nicht mit Gewaltdrohungen spart, macht es notwendig, Pferd und Reiter zu nennen, die in dieser Angelegenheit fast eine unwürdige Posse veranstaltet haben. Dank an Siera für ihren konzentrierten Überblick des "Theaterspiels", das aber viele Kräfte bei der Partei die LINKE auch korrigierend aktiv werden ließ wie Wolfgang Gehrcke, Christiane Reyman, Oscar Lafontaine, Andrej Hunko, Dieter Dehm, Norman Paech usw. Dazu kommen Rationalgalerie, Nachdenkseiten, NRhZ usw. und natürlich KENFM, das für sich selbst überzeugend spricht.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Wir werden tatsächlich zu Zeugen einer selbst verschuldeten Implosion der Linken in Europa. Davor kann man seine Augen nicht mehr verschließen.
Und sobald ein unabhängiges Medienportal wie KenFM eine gewisse Breitenwirkung erreicht, wird die Artillerie von Links in Stellung gebracht, bis hin zur persönlichen physischen Bedrohung des Autors Ken Jebsen und seiner Familie.
Ich glaube nicht, dass hier nur geschichtsvergessene Wirrköpfe ihr Unwesen treiben, sondern bin überzeugt, dass hier ordentlich Geld und Geldwertes im Hintergrund wirkt. Ohnehin warte ich schon lange auf massive Aktionen der "Eigentümer unserer Werte“ gegen aufmüpfige Aktivisten von Links. Und dass man jetzt die potentiell stets vorhandenen Spaltungstendenzen der linken Szene instrumentalisieren kann, um die Drecksarbeit zu machen - das passt genau ins Bild, das ich vom Zustand westlicher Demokratien und ihrer verdeckten Wirkungsmechanismen mittlerweile habe.
Der Feind im "eigenen Lager" ist von jeher die größte Gefahr für linke Bewegungen.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Links sind in diesem Land auch Leute die Tofu oder Bio essen, Frau W. ist vielleicht eine von ihnen. (Das hier keine Missverständnisse auftreten, und sich an Kinkerlitzchen aufgehalten wird: Ess ich manchmal auch).
Mit links hat das nun wirklich garnichts mehr zu tuen.
Teile bei den Linken mögen sich doch bitte mit dem beschäftigen wofür sie denn einmal gewählt wurden. Für die Verbesserung der Lebens Interessen der Menschen im Land. Für Frieden und Abrüstung, für die Presse- und Meinungsfreiheit um nur einige mal wieder zu nennen.
Frau W. sollte im Kältebus in Berlin unterwegs sein, um den Obdachlosen etwas zurückgeben, denn die sorgen mit dafür, dass Frau W. Zeit hat in der ZEIT solch einen Stuß schreiben zu können.
Frau W. gehen sie nach Hause, aber nicht bei vollen Bezügen, die können wirlich sinnvoller im Land eingesetzt werden.
Tausende verfolgter, erniedrigter, ermordeter, geschlagener, bespuckter und gedemütigter Frauen und Männer die unter Einsatz ihres Lebens, (das wichtigste was wir Menschen besitzen) zu großen Teilen gegeben haben, um genau diese Menschenrechte einzufordern würden sich im Grab umdrehen.
Antifaschisten,Anarchisten Kommunisten, Andersdenkende, Christen, Freidenker usw. sind sich in diesen Fragen immer einig gewesen, bei allen politischen Differenzen war die Diskussionsfreude, das miteinander ringen um politische Positionen, um die zu schützen, die Schutz brauchen, aber was immer, trotz schwieriger Verhältnisse in den 1950 und 60er Jahre, bis weit in die achziger einen gesellschaftlichen KOnsens hatte, und an allererster Stelle stand die Frage von Krieg und Frieden, und nie wieder Faschismus.
Der Erhalt des Friedens, und die Freundschaft und tiefe ehrliche Dankbarkeit und Verbundenheit zur Sowjetunion, die einen unvorstellbaren menschlichen Verlust bis heute zu beklagen haben, bei der Zerschlagung des Faschimus war bei allen gegeben, mit einer Konsequenz, die mich als Kind sehr beeindruckt hat. Vor all diesen genannten, oft namenlosen Kämpfern verneige ich mich, und es darf einen nichts und niemand von dem unbedingten Willen, zur Freiheit des Denkens, der Meinungsfreiheit, der Menschenrechte, der Demonstration, und zwar ohne, dass einem Gewalt unterstellt werden darf, weil es irgendwelchen ewig Gestrigen nicht in ihren Kram passt abhalten. Und angstfrei muss es sein.
Vielen Dank für den Artikel, und eine Partei, die sich links nennt sollte aufhören sich mit sich selbst zu beschäftigen, denn dafür sind sie teuer, und aus meiner Sicht völlig überflüssig, und sie sollen das tun, wofür sie gewählt worden sind, und dafür auch eintreten, nämlich für Presse- und Meinungsfreiheit, sonst sollen sie verschwinden, oder bei dem Pudding Merkel gibts noch ein warmes Plätzchen. (Kein Keks ist gemeint).
Für Verrat ist doch die sPD zuständig.
Die Art, die Häme, der Neid. die Missgunst, die ich besonders bei meinem "Ausflug" bei den Artikeln, die die Preisverleihung von Ken Jebsen betreffen lesen musste hat den Bock wirklich fett gemacht.
Völlig wurst ist es, was die da schreiben, dass ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, weil konform, und Ken Jebsen darf das nicht, weil es den Schreiberlingen der Jungen Welt nicht passt, und sie bestimmen wer Was, wie ist, oder zu sein hat ? Na dann Prost Mahlzeit. Das fehlt nun wirklich noch.
Menschlich hat man sich Ken Jebsen gegenüber in einer üblen Weise verhalten, und dass ist abzulehnen, weil es die Stimmung, die Angst mache, das ekelige politisch korrekte Gequatsche im Land unterstützt, was der Lebendigkeit des Lebens entgegensteht, und das muß befördert werden, in munteren Diskussionen, Debatten, aber niemals mit Unterstellungen, Diffamierungen, Verletzungen, wie es der Preisträger erfahren mußte.
Herzlichen Glückwunsch, Ken Jebsen, und halten sie die Ohren steif.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Gert Mann:

Welche eine großartige Querfront in der sich Leute wie die Wawzyniak befinden. Jetzt schafft Innenminister de Maizière auch noch einen eigenen Antisemitismus-Beauftragten. Mit dem können sie dann gemeinsam ihrer Israel-Gläubigkeit frönen. Welch ein Glück.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Andreas Schell:

Zu Linke gegen Linke

Ende November wurde ja in der Berliner Zitadelle im Rahmen eines braunen Anti-Islam Festaktes der Gerhard Löwenthal Preis verliehen. Die Veranstaltung blieb ungestört, und die Créme der AfD war auch mit dabei. Mir ist nicht bekannt, dass Zensursenator Lederer sich der Sache angenommen hätte. Er hat sich nur bemüht, eine nach meiner Kenntnis nicht existierende Querfront, einen von ihm in seinem ursprünglichen Post als "Aluhüte und Verschwörungstheoretiker" diffamierten, eher gespenstischen Personenkreis ohne sichtbare Organisationsstuktur, so wie den großartigen Journalisten Ken Jebsen, den es tatsächlich gibt, aus dem Kino Babylon auszusperren. Die Zitadelle dürfte indes im Etat der Hauptstadt eine für Lederer unübersehbare Position darstellen, genau wie das Kino Babylon.

Dieser Aspekt der de-facto "Atomisierung der Linken" der letzten Tage kam etwas spät im Schaum zweier unfassbar dämlicher Artikel auf Telepolis auf, deren Lektüre ich zusammen mit der berechtigten, verbalen Hinrichtung der Autoren nebst Trollschlacht im TP-Forum zur allgemeinen Erheiterung empfehlen kann. Siehe unten.

Dazu eine echte Verschwörungstheorie: ja hat denn der linke Kultursenator den linken Karlspreis etwa deswegen so auffallend bekämpft, weil dadurch die offensichtlich echten, tiefbraunen Nazis nicht von evtl. unterbeschäftigten linken (?) Chaoten beim Marsch auf die Zitadelle gestört wurden?

Man weiß es nicht. Der Vorstand der Linken, der hinter Lederer steht, könnte da aber vielleicht Auskunft geben?

Quellen:
https://www.heise.de/tp/features/Querfront-Projekt-endete-als-Farce-3918874.html
https://www.heise.de/tp/features/Ganz-grosses-Kino-3919709.html
https://philosophia-perennis.com/2017/11/26/gerhard-loewenthal-preis/

Antwort von U. Gellermann:

Eines von vielen Problemen ist der Verfall journalistischer Qualität bei Telepolis. Zum Thema Pressefreiheit und der Nutzung des Berliner Kino Babylon kann man dort offenkundig nicht mal mehr eine gerichtliche Entscheidung lesen und zum Ereignis verwerten.


Am 18. Dezember 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Der Verwalter des Babylon oder wollen wir hier wirklich von einem Eigentümer sprechen, der arme Hund, anonym bedroht, wahrscheinlich ernsthaft. Will eine Linke den totalen Krieg? Ja, wenn die Rechte dagegen ist.
Lohnt es sich noch für eine PdL zu streiten, die mich permanent in die rechte Ecke stellt? Nein, ihr könnt mich mal.

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