Grass-Gedicht zum Krieg

Vom schrecklichen Unrecht Recht zu haben

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. April 2012

Da meldet sich einer von den deutschen Intellektuellen aus tiefer Sorge. Da sieht er einen Krieg auf die Welt zukommen, der mehr sein kann als einer zwischen Israel und dem Iran, da fürchtet er das Deutschland, dem er sein Leben und seine Literatur gewidmet hat, könnte diesen Krieg mit der Lieferung von U-Booten befördern. Aus diesen Befürchtungen heraus schreibt er ein Gedicht und lässt die Welt davon wissen. Und dann erhält er ein Echo aus dem Land.

Natürlich ist es der furchtbare Journalist Henryk Broder, dem die platteste Schlagzeile entgleitet: „Günter Grass – Nicht ganz dicht, aber ein Dichter“ schreibt er in der „Welt“ und nennt den Mann, der bisher allen als Freund Israels galt, einen Antisemiten. Widerlich in seinem Wüten gebärdet sich der israelische Botschafter, der den Dichter mit denen vergleicht, die den vorgeblich jüdischen Ritualmord an christlichen Kindern erfunden haben. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, jener Mißfelder, der den älteren Leuten keine Hüftgelenke mehr gönnen wollte, weil die es ohnehin nicht mehr lange machen, nennt das Gedicht geschmacklos und weiß: „Israel ist das einzige Land in der Region, in dem die Rechte von Arabern und die Rechte von Frauen überhaupt realisierbar sind.“ Auch wenn grade die Frauenrechte in Israel fast so kräftig mit Füssen getreten werden wie die der Palästinenser.

Die „Zeit“ schreibt, sich für geistvoll haltend, gar von einem „lyrischen Präventivschlag des Günter Grass“ und, ähnlich verblasen assistiert der „Spiegel“ mit: „Lyrischer Erstschlag“. Der Zentralrat der Juden in Deutschland antwortet mit dem rituellen Reflex: Es sei ein Hass-Gedicht und ein durchschaubares Schmierentheater. Und fast alle wollen nicht darauf verzichten daran zu erinnern, der 17-Jährige Günter Grass am Kriegsende Mitglied der Waffen-SS war. So, also zöge sich eine Nazi-Linie vom 17-Jährigen zum 85-Jährigen. Als stünde keine literarische, demkoratische und antifaschistische Lebensleistung dazwischen.

Worauf alle, die jetzt so schön laut „Antisemitismus“ rufen schon seit Jahren verzichten, ist der Bericht über die Atomwaffen der Israelis. Und selbst in diesem Moment der schreienden Empörung möchten sie auf diesen zentralen Punkt des Gedichtes nicht eingehen: Man könnte ja ins Argumentieren geraten. Auch auf die von Grass angemahnte Gefahr, dass die Lieferung deutscher U-Boote, die Atomwaffen bis vor die Küste des Irans tragen können, die Kriegsgefahr erhöhen werden, mag keiner seiner Kritiker eingehen. Sie geben sich nicht eimal die Mühe, den drohenden Krieg zu leugnen. So bleibt man feige und dumm hinter dem Antisemitismus-Vorwurf versteckt. Die Damen und Herren schreien lieber statt zu denken. Weil es ein schreckliches Unrecht von Grass ist Recht zu haben.

Auch die RATIONALGALERIE veröffentlicht das Gedicht von Günter Grass und wünscht ihm weitere Verbreitung:

WAS GESAGT WERDEN MUSS
Günter Grass 

Warum schweige ich, verschweige zu lange, 

was offensichtlich ist und in Planspielen

geübt wurde, an deren Ende als Überlebende

wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,

der das von einem Maulhelden unterjochte

und zum organisierten Jubel gelenkte

iranische Volk auslöschen könnte,

weil in dessen Machtbereich der Bau

einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, 

jenes andere Land beim Namen zu nennen, 

in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar

aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung

zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, 

dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,

empfinde ich als belastende Lüge

und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,

sobald er mißachtet wird;

das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.


Jetzt aber, weil aus meinem Land, 

das von ureigenen Verbrechen,

die ohne Vergleich sind,

Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,

wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch

mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel

geliefert werden soll, dessen Spezialität

darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe

dorthin lenken zu können, wo die Existenz 

einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,

doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,

sage ich, was gesagt werden muß.

Warum aber schwieg ich bislang?

Weil ich meinte, meine Herkunft,

die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,

verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit

dem Land Israel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst,

gealtert und mit letzter Tinte:

Die Atommacht Israel gefährdet

den ohnehin brüchigen Weltfrieden?

Weil gesagt werden muß,

was schon morgen zu spät sein könnte;

auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, 

das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld

durch keine der üblichen Ausreden

zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, 

weil ich der Heuchelei des Westens

überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, 

es mögen sich viele vom Schweigen befreien,

den Verursacher der erkennbaren Gefahr

zum Verzicht auf Gewalt auffordern und

gleichfalls darauf bestehen,

daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle

des israelischen atomaren Potentials

und der iranischen Atomanlagen

durch eine internationale Instanz

von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,

mehr noch, allen Menschen, die in dieser

vom Wahn okkupierten Region

dicht bei dicht verfeindet leben

und letztlich auch uns zu helfen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. April 2012 schrieb Wolfgang Blaschka:

GRASS HAT RECHT

Ein Riesensturm im Wasserglas,
als jeder Grassens Worte las,
der sagen musste einmal das,
was uns're Presse gern vergaß:

Dass Israel Iran bedroht
mit Krieg – vor Panik aus dem Lot –,
und Deutschland schwiege ohne Not
zu künftig tausendfachem Tod.

Er könne nicht, so sagt er dort,
noch länger still sein ohne Tort,
wenn Netanjahu plane Mord
vor aller Welt in einem fort.

Ob Teheran, ob Tel Aviv –
ein Krieg wär' dumm und ginge schief.
Wer Bomben aus den Bunkern rief',
der endete vielleicht sehr tief.

Denn niemand hätt' es in der Hand,
ob die Gefahr fürs eig'ne Land
zu kalkulier'n wär' mit Verstand,
geschweige denn ein Weltenbrand.

Wo alle wüssten in der Tat,
dass Israel die Bombe hat.
Zweihundert-fach! Iran wär' platt,
begäb' er sich auf Angriffspfad.

Die Lüge sei durchschaubar klar:
Von Mullahs drohe Kriegsgefahr?
Groteske Lüge! Gar nicht wahr.
Ein Kriegsmotiv ganz offenbar.

Das war zuviel für'n Zionist,
der gern ein Freund von Tatkraft ist,
und lieber gilt als Bellizist
denn als ein Opfer böser List.

Ein Aufschrei gellte impulsiv,
erschallte explosiv und tief
bis in der Eingeweide Mief,
als Hendrik zur Attacke rief.

Big Broder geiferte, griff an
und unterstellt dem alten Mann,
dass der nur sowas sagen kann
aus krassem deutschem Rassenwahn.

Er hätt' „Probleme mit dem Jud',
der Ex-SS-ler“, – gar nicht gut
ist Antisemitismus-Wut!
Er nehme besser seinen Hut.

Die böse Zynik, sie verfängt,
und tiefer wird der Geist gehängt,
auf dass die Meinung würd' gelenkt
zur Kriegsbereitschaft unbeschränkt.

Auch der Zentralrat assistiert.
Der „böse Deutsche“ wird zitiert
und auseinander füsiliert.
Die Schmähkritik läuft wie geschmiert.

So viele steh'n in Glied und Reih',
mit Ehrabschneidung schnell dabei,
als falsche Freunde, sprechen frei
den „Judenstaat“ von Schweinerei.

Kein Wort von Landraub, Wasserklau,
Vertreibung, Tötung, Checkpoint-Stau.
Verlog'ne Nachsicht gibt's für lau
für Siedlungs- wie für Mauerbau.

Nun war Karfreitag Pessach-Fest,
was Biermann dorthin reisen lässt.
Damit ihr ihn nicht ganz vergesst,
erteilt auch er dem Grass den Rest.

Der Wolf, er stichelt mit dem Sporn
und zügelt mühsam seinen Zorn,
doch stößt er brav von hint' bis vorn
ins Günter-Grass-Vernichtungshorn.

Er mäkelt in der Sonntags-WELT,
dass dessen Text ihm nicht gefällt.
Doch was er ihm zugute hält,
dass der als Meinungsfreiheit zählt.

Das ist ja nett, wie generös!
Als Dissident wär's prätentiös
in „überfreundet“ blanker Blöß'
zu zensurieren mit Getös'.

Nur eines kauf' ich Biermann ab,
weil ich's wie er empfunden hab'.
Er sprach von oben leicht herab
dem Grass den „Dichter“ rundweg ab.

Ein Romancier von Weltgewicht
sei Grass gewiss, doch einfach nicht
ein Dichter, da nun einmal schlicht
nur Sätze sei'n noch kein Gedicht.

Da ist was dran, ich geb's ja zu,
doch darum geht's halt nicht partout.
Ihm geht's um Stimmung für den Coup,
die Heimatfront bräucht' Friedhofsruh'.

Da sag' ich offen: Grass hat recht!
Ob's gut gesagt ist oder schlecht.
Ich halt's da lieber mit Bert Brecht.
Gut vorstellbar, wie er wohl dächt'.

Ihr Rettungsschreiber wollt geballt
den Präventivschlag mit Gewalt?
Ihr wirkt so alt wie schaurig kalt
als Ritters traurigste Gestalt.

Bedingungslos und unbedacht
für Israels Regierungsmacht:
Ihr kommentiert herbei die Schlacht
und kondoliert, wenn's wirklich kracht.

Ich setz' noch einen oben drauf
und sag: Der Broder nähm's in Kauf,
dass Juden stürben auch zuhauf
in Israel, ging' sein Plan auf.

Ein Zyniker, wer kalkuliert,
wieviel an Menschheit wohl krepiert,
dass die Atommacht garantiert
ihr Monopol nur nicht verliert.

Die Erstschlag-Einsatzfähigkeit,
die Israel besitzt zur Zeit,
wird streng gehütet vor dem Neid
der Nachbarn bis in Ewigkeit.

Im Zweifelsfall gezielt bei Nacht
mit dem Kalkül, die NATO macht
dann mit und liefert Bombenfracht.
„Die machen das, wär' doch gelacht!“

Der „Judenfreund“, so treu er scheint,
entpuppt sich, wenn er wirklich meint,
dass keiner um die Toten weint,
als eigentlich getarnter Feind.

Solch falsche Freundschaft bringt das Land
samt U-Boot-Flotte vor dem Strand
um Kopf und Kragen und Verstand
am camouflierten Freundschaftsband.

Historisch bitt're Ironie
der Waffenbrüder-Perfidie:
„Wie wir einst war'n, so werden die,
sie kämpfen, und wir rüsten sie.“

So zog der Weltkriegs-Wahnsinn doch
längst weiter aus dem Schwarzen Loch,
kriecht wieder vor, was damals kroch:
Die Hybris-Hydra – noch und noch.

Drum, Israelis, wenn ihr bangt
um eure Sicherheit: Verlangt,
dass ihr sie nicht durch Krieg erlangt,
durch den ihr sie noch nie errangt.

Verjagt den Falken Lieberman,
verständigt euch mit Teheran
und greift Iran bloß nie mehr an!
Denn der hat euch doch nichts getan.

Wer ander'n „Wahnsinn“ unterstellt,
den er bei sich für denkbar hält,
der läuft Gefahr, dass er sich stellt
ins Abseits vor der ganzen Welt.

Wer Grass für seinen Text verfemt,
der hätt' sich auch herbeibequemt,
den Erich Fried zu zeih'n verbrämt
des Judenhasses. – Unverschämt!

Auch dess' Kritik, das sei betont,
galt nie dem Land, und wer's bewohnt.
Sie gilt der Politik, die front
dem Zionismus, der da thront.


Am 09. April 2012 schrieb Reinhard Blomert:

Was ist eigentlich in Deutschland los, dass man nicht mehr schreiben kann,
dass Israel den Weltfrieden bedroht? Es scheinen sich hier wie in einer
Vorkriegszeit zwei Öffentlichkeiten zu formieren und die Angst diktiert
wieder die Feder und die Politik.
Auf den hinteren Seiten diejenigen, die sich Sorgen um den Weltfrieden
machen, und auf den ersten Seiten diejenigen, die sich auf der Oberfläche
Sorgen machen um Israel, aber es steckt noch etwas anderes dahinter: Es
zeigt sich ein schleichender Antiislamismus, der mit einem heimlichen
Wunsch einhergeht, dass Israel erfüllt, was sich diese Islamhasser der
Achse des Guten im Grund ihres simplen Herzens wünschen.


Am 09. April 2012 schrieb Rita E. Groda:

Mit großer Freude habe ich den Eindruck gewonnen, daß Freiheit, besonders Meinungsfreiheit auch auf Ihrer Werteskala auf den vorderen Plätzen rangiert; da bin ich sehr kompatibel.
Dasselbe gilt natürlich auch für Grass, wobei ich seine Meinung nicht goutieren muß.

Was die Nichtinformiertheit unserer Politiker betrifft, hier von Ihnen erwähnt Herr Polenz.
Der dürfte vermutlich genau so verlogen sein, wie unser verehrter ehemaliger Außenminister Fischer, nachweislich.

Tatsächlich habe ich mich vor einigen Tagen durchgerungen, nicht mehr gegen eine atomare Bewaffnung des Iran zu sein.
Was dürfte passieren, wenn der I....e in Teheran endlich über die Atombombe verfügt?
Er wird ganz schön in Druck geraten, denn entweder wird er seine Versprechungen wahr machen müßen, Israel von der Landkarte zu radieren, oder er wird, wie die meisten irren Despoten schön weiterleben wollen zusammen mit seinem Volk.

Es gibt größere Zyniker als mich, die inzwischen ihre dergestalten Planspiele anstellen!

By the way, hat man nicht Jahrzehnte den Völkern Europas ins Gehirn gehämmert, nur das atomare Gleichgewicht, das Gleichgewicht des Schreckens, hätte den Weltfrieden gesichert.
Was für das zivilisierte Europa galt soll für den nahem Osten nicht gelten? Seltsam.

Zum Schluß, was ich wirklich ausnehmend perfide, nicht nur ausschließlich an Grass finde:

Die alten, noch überlebenden Täter, Mitläufer und nicht Verhinderer des NS-Staates haben sich nie selbst mit Ihrer Schuld beschäftigt und auseinandergesetzt. Sie haben geschwiegen!
Sie haben es uns Nachkriegskindern, ihren Kindern, Enkel und Urenkeln überlassen, sich mit der Schuld zu beschäftigen, stellvertretend Verantwortung zu übernehmen und unter großen Mühen für Vertrauen für ein neues und demokratisches Deutschland zu werben.

Und jetzt, nach mehr als 65 Jahren nach Kriegsende kommen sie wieder daher und schicken uns los, um stellvertretend für sie die ehemaligen Opfer abzustrafen.
Die Scham über die Schuld der alten Nazi-Deppen macht es uns nicht einfach neutral mit Israel umzugehen.

Diese alten Täter mögen doch das bitte in ihrem eigenen Namen machen!
Und dabei bitte nicht immer vergessen, daß die Mitgliedschaft in der SS eine freiwillige war, man wurde nicht zur SS eingezogen.


Am 09. April 2012 schrieb Rüdiger Becker:

Leserin Groda zeigt einmal mehr, wie breitenwirksam die alltägliche Gehirnwäsche doch ist. Irans Präsident, schreibt sie, habe "immer wieder die Ausradierung Israels gefordert".
Sie repetiert nur, was man täglich auch in der Zeitung liest. Fragt man die Autoren der Beiträge nach der Primärquelle dieser ihrer Bedrohungs-Erkenntnis, folgt nur Schweigen. Probieren Sie´s einfach mal!

Und für alle, die sich fragen, ob denn dann das Gegenteil beweisbar sei: Leitende Redakteure von dpa, ZDF oder Spiegel (Printausgabe) haben sich schon vor längerer Zeit schriftlich verpflichtet, diese unzutreffende Behauptung nicht länger zu verbreiten. Und halten sich meist daran. Dennoch steht sie, weil das offenbar politisch so gewollt ist, täglich in irgendwelchen Blättern.
Wie auch sonst soll man medial für den nicht nur von Grass befürchteten Angriffskrieg Israels gegen Iran - und für die absehbar anschließenden israelischen Leistungsforderungen an Deutschland - mobil machen?!


Am 08. April 2012 schrieb Rita E. Groda:

Die grasse Grass-Angelegenheit geht mir seit Tagen nicht aus dem Kopf. Gar nicht, wegen des angeblichen Antisemitismus` von Grass. Ich war da in keinster Weise emotional, wie z.B. die beteiligten Medien. Mir ging es eher um den Inhalt.

Ich versuche nochmals für mich und Sie zusammenzufassen, was am Grass-Gedicht marginal ist, was wichtig und was fehlt.
Grass moniert doch, daß man endlich etwas sagen müßte, was (seiner Meinung nach) in Deutschland nicht gesagt werden darf. Das ist doch eigentlich blanker Unsinn, denn in unserem Lande darf man dem Buchstaben des Gesetzes nach noch immer alles sagen, was andere nicht rufmordet, die Unwahrheit ist oder geschichtsklitternd.
Auch ich vertrete langsam schon den Standpunkt, daß wir uns gerade in einer Systemveränderung befinden, bzw. langsam in die Postdemokratie abgleiten. Allerdings stelle ich nicht die Demokratie in Deutschland grundsätzlich in Frage, was Grass nämlich mit dieser Bemerkung de facto tut.

Des weiteren meint er mal wieder uns aufklären zu müßen, was die Deutsche Beteiligung an der atomaren Bewaffnung der Israelis betrifft. Das müßten sich die halbwegs Informierten, wie z.B. Sie und ich verbitten, denn uns ist doch nicht unbekannt inwieweit Deutschland hier beteiligt ist, oder?
Eine hochinteressante Frage hat Grass nicht gestellt, womöglich hätte diese seinen Intellekt überfordert. Gäbe es keine Deutschen Atom-U-boote für Israel, würden diese andere Staaten zur Verfügung stellen; gäbe es dann auch ein Grass-Gedicht, oder könnten dann wir Deutschen samt dem Genie Grass unsere Hände in Unschuld waschen, falls es einen Atomschlag in Nah-Ost gibt?

Meiner Meinung nach sind 80% des anstößigen Gedichtes Altmännerlarmoyanz, der Rest nicht ganz unwahrer Inhalt mit klarer Tendenz. Die klare Tendenz, damit meine ich den selben Tenor, wie Sarrazin. Man wird des doch noch sagen dürfen .................

Ja, in unserem Lande kann und darf man immer noch sagen, und wir wissen das und Grass muß uns nicht explizit darauf aufmerksam machen. So wie er uns schon mal"befahl" SPD zu wählen.

Um auf Ihre private Frage zu kommen. Ich werde nichts bestreiten; für ich macht es keinen Unterschied, ob Jude oder Muslim, wenn es um zerstörerische Kriege geht.
Einen Unterschied sehe ich allerdings in der Situation Israels und des Irans. Israel ist umgeben von einigen, ihm nicht besonders wohlgesinnten Staaten, an vorderster Stelle der Iran, dessen Präsident immer wieder die Ausradierung Israels gefordert hat.
Die atomare Präsenz Israels sehe ich als eine imponierende Drohgebärde, um eben genau das zu verhindern, was Grass befürchtet, einen atomaren Schlag .
Obwohl ich Kriegsgegener bin, sehe ich das als Logik des Krieges.
Grundsätzlich bin ich ebenfalls ein Atomgegner, egal ob es um Kernkraftwerke oder Atomwaffen geht.
Allerding, die Kontrolle über Atomwaffen liegt (leider) nicht in der Hand des Bürgers.
Die bürgerliche Debatte darüber führen wir doch jetzt schon seit ca. 30 Jahren.
Der Ansprechpartner für Grass wären unsere Politiker gewesen oder unsere große Staatenlenkerin. Ein offener Brief an Frau Merkel und unser Parlament hätte ein ganz anderes Gewicht gehabt, als dieses Gefasel an das Volk!!!
Alles in allem war dieses Grass-Pamphlet äußerst unklug und inhaltlich nicht vollständig.
Darüber hinaus hat Grass nochmals sein infantiles Verhältnis zur Kollektivschuld gegenüber den Juden geoffenbart.
Wir, die kurz nach Ende des 2. WK Geborenen, haben uns von der Schuld emanzipiert, die zu groß für uns ist, zu unvorstellbar, und die wir nicht auf uns nehmen können, weil es nicht unsere Schuld ist.
Aber wir leben immer noch und weiterhin mit der Scham und dem Wunsch nach Vergebung.
Und die Konsequenz daraus ist Verantwortung, für unsere Nachbarstaaten und auch für Israel.
Israel hat einen Anspruch darauf, auch von den Deutschen als gleichwertiger Partner, auf gleicher Augenhöhe, behandelt zu werden. Dazu gehört auch Kritik an Israel.

Mit seinem Gedicht aber bestreitet Grass genau diese Gleichstellung und Gleichberechtigung.
Die Israelis sind keineswegs die armen Juden, die von den Deutschen, aufgrund des Holocaust ,immer und ewig mit Samthandschuhen angefasst werden müßen.
Sie sind ein Volk das um das pure Überleben kämpft, sowohl wirtschaftlich, wie politisch.
Die Israelis sind auf keinen Fall wie kleine Kinder zu behandeln, für die die Deutschen Papa und Mama spielen müßen, sie sind als erwachsen zu behandeln.

In der Hoffnung, daß Herr Grass auch noch erwachsen wird, und keine sozialdemokratische Endmoräne bleibt - wie Broder es so trefflich formulierte - hoffe ich auf Ihren weiteren Widerspruch.

Antwort von U. Gellermann:

Man darf in unserem Land - "nach dem Buchstaben des Gesetzes" - alles sagen: Deshalb hat sich auch im Falle Grass eine übergroße Medienkoalition zusammengefunden, um die `richtige´ öffentliche Meinung herzustellen: Grass ist ein Antisemit und mit Antisemiten muss man sich nicht inhaltlich auseinandersetzen.

"Wir" wissen über die atomare Bewaffnung Israels bescheid: Jüngst sagte Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im Bundestag auf die Frage, ob Israel denn atomar bewaffnet sei: Das wisse er nicht, und auf die Frage ob die deutschen U-Boote auch mit Atomraketen zu bestücken seien: Das wisse er auch nicht. Während die Vermutung der Iran könnte atomar bewaffnet sein jeden zweiten Tag die deutschen Medien bewegt, ist die reale atomare Bewaffnung Israels fast kein Thema. Wer auch immer "wir" sein mag, die deutsche Öffentlichkeit ist es nicht.

"Gäbe es keine deutschen Atom-U-Boote für Israel, würden diese andere Staaten zur Verfügung stellen", schreiben Sie. Das ist die Logik der Waffenhändler: Liefern wir nicht die Mordinstrumente, dann machen das andere, dann lieber wir.

Israel hat schon mehrfach außerhalb seiner Grenzen militärisch operiert: Ägypten, Libanon, Syrien. Ganz zu schweigen von der permanenten, aggressiven militärischen Präsenz im Palästinensergebiet. Vom Iran ist bisher gleiches nicht bekannt.

Die atomare Drohung Israels "verhindert den atomaren Schlag". Wenn das so ist, dann sollte man allen anderen Staaten, auch dem Iran, dringend Atomwaffen geben: Das sichert den Weltfrieden.

Ein Brief an Frau Merkel wäre in deren Papierkorb gelandet. Das Grassche Gedicht hat eine öffentliche Debatte ausgelöst: Ich kann nichts schlechtes daran finden, wenn Schriftsteller sich an ihre Leser wenden.


Am 06. April 2012 schrieb Dr. Diether Dehm, Bundestagsabgeordneter:

Die öffentliche Beschimpfung von Günter Grass (wogegen übrigens auch der Kommentator des ARD-Hauptstadtstudios/WDR in den "Tagesthemen" sehr mutige Wort gefunden hat) ist nicht der erste Schritt, dieses Land auf einen Krieg, möglicherweise sogar einen Atomkrieg, gegen den Iran vorzubereiten und für Warnungen gefühllos zu machen.

Eine (bezahlte!) Anzeige von mir als Bundestagsabgeordnetem, die nur die Zeile beinhaltete "Kein Krieg gegen den Iran!" wurde von der Madsack-Presse abgelehnt. Auf ihr war auch ein Verweis auf www.weltnetz.tv, wo die Kriegsvorbereitung dokumentiert wird. Selbst mein "Rückzugsangebot", nur den Satz von Willy Brandt "Krieg ist die ultima irratio" aus seiner Friedensnobelpreisrede zu zitieren, wurde abgelehnt.
Mit dem damaligen "bashing" der Bundestagsabgeordneten, die vor dem Iran-Krieg gewarnt hatten, diesem unglaublichen Parallelschaltungsversuch der Medien durch den in Niedersachsen meinungsmarktbeherrschenden Madsack-Konzern und der jetzigen öffentlichen Beschimpfung von Günter Grass mit dem Ziel, ihn mundtot zu machen, zeigt sich: Die Mächtigen versuchen, mit aller subtilen Schikane, dieses Land auf den Krieg gegen den Iran vorzubereiten.


Am 06. April 2012 schrieb Christof Kerber:


Es ist sehr bedauerlich, dass es offensichtlich der Politik und den Medien bisher nicht gelingt - aus der Sorge heraus, in die Ecke des Antisemitismus gestellt zu werden - die Beweggründe und den Inhalt des Gedichtes als Ganzes zu erfassen.
Nun müssen Journalisten und Politiker auch nicht intellektuell daher kommen, aber ich hätte mir schon gewünscht, dass sie der Öffentlichkeit ein differenziertes Bild liefern könnten.
Es ist keine Kampagne gegen Günter Grass, aber es sieht wie eine aus.
Verständlicherweise trägt das Erbe Deutschlands schwer, dass dies der Grund sein mag, dass die meisten von uns zu einer sachlichen Beurteilung und verantwortlichen Auseinandersetzung noch nicht in der Lage sind.
So wird leider das Gedicht instrumentalisiert und befeuert diejenigen, für die es sicher nicht gedacht war.

Antwort von U. Gellermann:

Es gab natürliche keine Kampagne gegen Grass im Sinne eines gemeinsam organisierten Startes. Es gab und gibt eine Kampagne gegen ihn aus den Reflex der Schuldigen: Man hat in Politik und Medien seit Jahr und Tag das Wissen um das israelische Atomprogramm unterdrückt, man hat die vier U-Boote von Israel öffentlich nahezu untergetaucht gelassen, da musste man schon auf den "Verräter" Grass und die eigene Omerta reagieren. Und das Bequemste war, den Schriftsteller einen Antisemiten zu nennen.


Am 06. April 2012 schrieb Brigitte Holzkamp:

Man stelle sich vor, der deutsche Botschafter in Israel würde über den Schriftsteller Amos Oz sagen, nur weil der in der Palästinenserfrage immer auf der falschen Seite ist, der sei ein übler Rassist. Der Botschafter würde einbestellt, müsste wahrscheinlich bei Avigdor Liebermann auf dem Teppich knieen und würde trotzdem des Landes verwiesen. Mit Recht: Denn der Botschafter einer ausländischen Macht hat sich gefälligst eines höflichen Tones zu bedienen und sich aus den inneren Angelegenheiten des Gastlandes rauszuhalten. Der israelische Botschafter in Deutschland nennt Günter Grass einen Pogromhetzer. Konsequenzen: Keine.


Am 06. April 2012 schrieb Rita E. Groda:

Für einen Antisemiten halte ich Sie bestimmt nicht; vielleicht nur für ein wenig zu einseitig.

Dem literarischen Gartenzwerg Grass, stelle ich den Giganten Brecht gegenüber.

Der Jude, ein Unglück für das Volk

Wie die Lautsprecher des Regimes verkünden
Sind in unserm Land an allem Unglück die Juden schuld.
Die sich immerfort mehrenden Mißstände
Können, da die Führung sehr weise ist
Wie sie oft betont hat
Nur von den sich immerfort vermindernden Juden kommen.
Nur die Juden sind schuld, daß im Volk Hunger herrscht
Obwohl die großen Grundbesitzer sich auf den Feldern zu Tode arbeiten
Und obwohl die Ruhrkapitäne nur die Brosamen essen, die von der Arbeiter Tisch fallen.
Und nur der Jude kann dahinterstecken, wenn
Für das Brot der Weizen fehlt, weil
Das Militär für seine Übungsplätze und Kasernen
So viel Boden beschlagnahmt hat, daß er
an Umfang einer ganzen Provinz gleichkommt. Da also
Der Jude für das Volk ein Unglück ist
Kann es hiemit für das Volk nicht schwer sein
Einen Juden zu erkennen. Es braucht dazu
Weder Geburtsregister noch äußere Merkmale
- Alles dies kann ja täuschen - es braucht nur zu fragen:
Ist der oder jener Mensch ein Unglück für uns? Dann
Ist er ein Jude. Ein Unglück erkennt man
Nicht an der Nase, sondern daran, daß
Man einen Schaden hat dadurch. Es sind nicht die Nasen
Die das Unglück sind, sondern die Taten. Es braucht einer
Da doch keine besondere Nase, um
Das Volk berauben zu können, er braucht doch nur
Zum Regime zu gehören! Jeder weiß
Daß das Regime für das Volk ein Unglück ist, wenn also
Alles Unglück vom Juden kommt, muß
Das Regime vom Juden kommen. Das ist doch einleuchtend!

Antwort von U. Gellermann:

Das ebenso kluge wie schöne Gedicht von Brecht halte ich, mit Verlaub, in der Debatte um den drohenden Krieg zwischen Israel und dem Iran für völlig unnütz. Denn ob der gemeingefährlich Chef einer Krieg zündelnden israelischen Regierung Jude ist (im Sinne einer Religionszugehörigkeit, alles andere halte ich für Rassenwahn) oder Animist, spielt angesichts der drohenden Gefahr keine Rolle.

Man könnte sagen, der Gigant-Zwerg-Vergleich hätte vielleicht mit der jeweiligen Zeit zu tun: In den Zwanziger Jahren war die intellektuelle Debatte kommunistisch inspiriert, in den 50ern sozialdemokratisch. Aber das würde ich mich nicht zu sagen trauen. Denn wir kämen von der Antisemitismus-Debatte in die Antikommunismus-Debatte und ich müsste zugeben, dass Brecht den Stalinpreis-Preis bekommen hat und ich wäre auf ewig verdammt.

Natürlich bin ich einseitig: Auf der Seite der Vernunft.


Am 05. April 2012 schrieb Jürgen Rennert:

Der Kommentar der "rationalgalerie" zum - wie sich zeigt - unerhört mobilisierenden Grass-Text erscheint mir ebenso notwendig wie hilfreich. Er behebt einige Missverständlichkeiten wie die mir schwer nachvollziehbare Selbstbezichtigung des Autors, zu lange geschwiegen und Wichtiges verschwiegen zu haben. Da muss Günter Grass vor seiner Selbstwahrnehmung in Schutz genommen werden. Gottseidank hat der Mann lebenslang nicht gezögert, die Dinge und politischen Sachverhalte zeitig zu benennen und zu hinterfragen. Zu seinen Tugenden gehört die Tapferkeit vor dem Freunde. Den Schmerz, die Angst und die Anteilnahme am Ergehen Israels in seinem Text zu überhören, ist böswillig. Ich bin sicher, dass sein Einwurf vieles von dem artikuliert, was all jenen Israelis aufliegt, die sich durch ihre gegenwärtige Administration weder verstanden noch vertreten wissen.


Am 05. April 2012 schrieb Hans-Werner Schreiers:

Dass Sie dem Antisemiten Grass eine Plattform bieten, das beweist nur, dass Sie selbst Antisemit sind. Wir erleben gerade den Versuch Israel zu destabilisieren und was machen Sie? Treu in der Tradition Ihrer Väter hassen Sie den Judenstaat und wollen Ihn vernichte!

Antwort von U. Gellermann:

Man kann müde werden, an solchen wie Sie. Ich gehöre zu jener Generation von Deutschen, die erstmalig ihre Eltern nach den verschwundenen Juden befragt, die nächtens dem Nazi-Kanzler Kiesinger die PG-Nummer auf das Wahlplakat geklebt und die im Tageslicht gegen die aufkommende NPD gestanden haben: Hie und da mussten auch Maulschellen ausgeteilt werden. Wer mich heute Antisemit nennt, der kann immer noch eins aufs Maul bekommen. Bei Bedarf bitte melden.


Am 04. April 2012 schrieb Jeanine Meerapfel:

Das vom grass soll ein gedicht sein??? das ist kein gedicht. das ist ein pamphlet, nicht einmal gut geschrieben. trieft vor selbstueberzeugung.
vielleicht hat der mann recht mit diesen zeilen, die kein gedicht sind, auch wenn er seinen mund halten sollte , und andere dieses sagen muessten. deutsche. viele. die das unrecht in israel auch beschreiben koennen.
aber nicht grass. der nicht. der gelogen und geschwiegen hat.


Am 04. April 2012 schrieb Frank Gomertz:

Hinter dem Vorgehen im Fall Grass, Sie werden es immer wieder verfolgen können, steckt eine lange verfeinerte Taktik: Bei jeder wirklich störenden Fragestellung aktiviert Israel all seine Broders und den Zentralrat der Juden in Deutschland, lässt die mediale Aufmerksamkeit möglichst komplett auf strittige Detailaspekte oder gar real unglückliche Formulierungen lenken, gern zusätzlich rauchverdichtend den Absender ein wenig denunzieren. Das alles mit nur einem echten Ziel: Um jeden Preis zu vermeiden, dass die wirklichen Probleme erörtert werden: hier das völlig unkontrollierte israelische Nukleararsenal, das Erstschlagsthema, die geradezu groteske politische Ungleichbehandlung von Staaten der Region durch den Westen und natürlich die grundgesetzwidrige Lieferung deutscher Rüstungsgüter in das Hochspannungsgebiet Nahost.

Nur der Vollständigkeit halber: Natürlich liegt auch Ihr Wohnort in Reichweite der israelischen Kernwaffen an Bord der aus Ihren Steuermitteln finanziertenen Brennstoffzellen-U-Boote im Mittelmeer...


Am 04. April 2012 schrieb Angelika Kettelhack:

Da kann man nur noch heulen, gemeint ist in Tränen ausbrechen, wie Recht der liebe, alte und weise Literatur-Nobel-Preisträger Günter Grass hat, das mutig auszusprechen, was kein "guter" Deutscher wagt. Wir werden leider mit dieser Schuld- oder viel besser Verantwortungs-Frage so nie zurechtkommen.

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DIE WAFFEN NIEDER!

Kooperation statt NATO-Konfrontation - Abrüstung statt Sozialabbau

DEMONSTRATION IN BERLIN

8. Oktober 2016
Auftakt: 12.00 Uhr

Alexanderplatz/Ecke Otto-Braun-Straße


www.friedensdemo.org
Bundesausschuss Friedensratschlag | Kooperation für den Frieden | ViSdP: Laura von Wimmersperg, Friedenskoordination Berlin