Frieden droht!

Rund 10.000 Demonstranten in Berlin

Autor: U. Gellermann
Datum: 10. Oktober 2016

Keine Nachricht zu diesem Thema: Als die Friedens-Demonstration in Berlin am letzten Samstag beendet worden war, herrschte allüberall ein eisiges Medienschweigen. Weder die ARD noch das ZDF wollten die rund 10.000 Demonstranten wahrnehmen. Auch die einschlägigen Herrschaftsmedien wie SPIEGEL, FRANKFURTER ALLGEMEINE oder ZEIT stellten keinen Mucks auf ihre aktuellen Seiten im Internet. Das waren einfach zu viel Demonstranten für die leidgeprüften Redaktionen. Und außerdem: Die hatten vorher schon geschwiegen, warum sollten sie jetzt was berichten?

Wer sich trotz des allgemeinen Schweige-Gelübdes zu einer Art Berichterstattung aufraffen wollte, nutze die beliebte Form der Polizei-Nachricht: Der Polizeipräsident hat aber viel weniger Teilnehmer gezählt als der Veranstalter! Kannste mal sehen, wie verlogen diese Friedensdemonstranten sind! - Raffiniert auch der West-Berliner TAGESSPIEGEL: Der nannte die Gegend, durch die der Demonstrationszug lief, plötzlich „Ost-City“. Sonst nennt das Blatt die selbe Meile ehrfürchtig „Regierungs-Viertel“. Aber Ost-City klingt fast so wie Erich-Honnecker-Gedächtnis-Demo.

Ganz brachial nahm der örtlich-rechtliche Sender „rbb“ die Kurve: Er meldete ganz groß zwei antisemitische Plakate, die am selben Tag bei einer ganz kleinen, anderen Demonstration mit einem ähnlichen Thema getragen worden seien. Prima Methode: Frieden ist antisemitisch, also gesellschaftlich erledigt, also eigentlich ein zweiter Holocaust. Nichts scheint billig genug, um die teuren deutschen Waffenexporte weg zu reden.

Dabei hatte man sich im Vorfeld so viel Mühe gegeben: Eine Ein-Mann-Friedensbewegung aus Aachen hatte gewarnt: Es könnte durchaus die falsche Demo sein, die da in Berlin stattfinden sollte. Jedenfalls referierte das die einstmals seriöse Quelle TELEPOLIS. Und aus dem Dunkel unbekannter Geldflüsse meldete sich ein ungewisser Stephan Steins. Mit einer eigenen, total rrrrrrevolutionären Demo, stiftete er mit einem identischen Logo und einem ähnlichen Demonstrationsweg Verwirrung und hatte so brav seine Schuldigkeit getan.

Frieden droht: So viel hatte das ansonsten eher minderbegabte Medienkartell immerhin begriffen. – Bis zum nächsten Mal. Wenn die Länge des Demonstrationszuges endlich der Dauer jener vielen Reden entspricht, die auch diesmal die Aktion in guter Absicht aber schlechter Wirkung begleiteten.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. Oktober 2016 schrieb Manfred Caesar:

Bei 10.000 Demonstranten droht noch lange kein Frieden.Früher mal gab´s 1 Million,aber auch das hat nichts bewirkt.Es ist erstaunlich wie wenig Interesse an Frieden besteht.Legehennen haben eine größere Lobby.
Wir können also ganz beruhigt unseren Untergang abwarten.


Am 12. Oktober 2016 schrieb Jürgen Heiducoff:

Ich habe versucht, in meinem Kommentar im Kern die dringende Notwendigkeit von Friedensdemonstrationen mit der brandgefährlichen strategischen Lage, in der wir leben, zu begründen.
Dies auch deshalb, weil ich meine, dass den meisten Deutschen dies gar nicht bewusst ist, denn es geht uns ja so gut und da ist man bequem. Und es ist bequem, dem Schauspiel der US Präsidentenwahl oder der Sendung "Adam sucht Eva" zu folgen.
Hingegen werden Hinweise auf die bestehenden Gefahren für unsere Zivilisation oft als „Spinnerei" belächeln. Manchmal werde ich auch als Panikmacher beschimpft. Dann hoffe ich, dass ich mich gewaltig irre mit meinen schwarzen Gedanken.
Doch ich bleibe dabei: die aktuellen Kriege im Konfliktbogen um Europa herum sind schlimm und brutal genug, um wegzusehen. Aber ein immer mehr wahrscheinlich werdender Krieg zwischen den USA/NATO und Russland - ob mit oder ohne Kernwaffen, ob im arabischen Raum oder in Europa ? würde alle Befürchtungen in den Schatten stellen.
Manfred Ebel hat vorgestern in seinem Kommentar meinen Kerngedanken aufgegriffen und vertieft. Danke.
Es beschäftigen sich auch andere besorgte Bürger mit dem vernichtenden Charakter der uns drohenden "Neuen Kriege". Ich möchte auf eine Veranstaltung des Arbeitskreises Darmstädter Signal (Forum kritischer Soldaten) in Kooperation mit der Stiftung christlich-soziale Politik e.V. und dem Bildungsforum Lernwelten vom 11.-13.11.16 in Königswinter hinweisen. Dieses Seminar ist offen für sicherheitspolitisch interessierte Bürger. Ich möchte als Nicht-Mitglied dieses Vereins auch unsere Foristen darauf aufmerksam machen. http://www.darmstaedter-signal.de/event/96at/
Leider kommen wir mündigen Bürger zu friedenspolitischen Themen nicht oder kaum in den Medien zu Wort. Deshalb finden wir unsere Ausweichforen, z.B. das Portal der Neuen Rheinischen Zeitung http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23193


Am 12. Oktober 2016 schrieb Helene+Ansgar Klein:

Lieber Ulli Gellermann,
Die Rede von Sarah Wagenknecht am Brandenburger Tor war NICHT zu lang!


Am 11. Oktober 2016 schrieb altes Fachbuch:

@Brigitte Klara Mensah-Attoh
dieses von ihnen bemängelte "schweigegelübde" hiesiger medien ist SCHLIMMER als polen, ungarn oder die türkei!!

zum ersten sind es heimische medien. die anderen können machen, wie sie es denken (nichteinmischung)!

dann endet mit einem verbot oder einer schließung die verbreitung von wahrheit oder lüge!!! in den 3 ländern können sie von wahrheit ausgehen - ABER unsere medien lügen weiter!

und damit drittens wird auch deren funktion sichtbar: eine funktionierende lügende medienlandschaft wie in deutschland wird gebraucht, obwohl der widerstand der hirnlosen masse gering ist!!

und in einem FREIEN land MÜSSEN sie die nachrichtenauswahl schon den programmverantwortlichen überlassen. die bedanken sich auch artig für ihre gez-gebühren;)


Am 11. Oktober 2016 schrieb Krysztof Daletski:

Weil ich leider nicht in Berlin dabei sein konnte, habe ich nach Medienberichten darüber Ausschau gehalten und wurde einzig bei RT Deutsch fündig. Ich muss gestehen, das ich vor Jahren nicht im Traum daran gedacht hätte, dass RT einmal nötig sein wird um mich hierzulande zu informieren.

Was die vielen Reden angeht: kann das vielleicht an der Vielzahl der aufrufenden Organisationen liegen? Da will bestimmt mancher mit Redezeit bedacht sein.

Die von Marie Becker erwähnte Rede von Drewermann vom 01.10.2016 in Essen ist übrigens 40 Minuten lang, aber keineswegs zu lang: unbedingt anhören! Über die Veranstaltung in Essen hat allerdings meines Wissens gar kein offizielles Medium berichtet, nicht einmal RT.


Am 11. Oktober 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Den Selbstentblößten
ins Walzerbuch geschrieben

Vertuschen, Verändern, Verschweigen:
Drei lockere Schritte im Reigen
der gleichgeschalteten Pressedespoten,
waffenfrei vom Frieden bedrohten
Förderern von Totschlag und Mord.
Sie trommeln und rasseln und tröten,
vermeiden Worte wie Töten,
sind dennoch gewiefte Demolierer,
Eskalationsmontierer
mit Rat und Tat
im geschriebenen Wort.

Meine Bitte beim Vertonen:
Hier zum Abschluss würde sich lohnen:
ein hässlich schräger Dissonanzakkord.


Am 10. Oktober 2016 schrieb marie becker:

Auch in andern Städten gab es Demos und die Verbindung zwischen Tag der Einheit und Frieden wurde deutlich.
Beachtenswert war in Essen die Rede des auch sonst schon auffällig gewordenen (durch "Aufmüpfigkeit")Theologen Eugen Drewermann. Er nannte sie alle beim Namen die kriegsgeilen Heuchler und Kriegsgewinner...(seine Rede ist bei YouTube zu hören ; empfehlenswert ! )


Am 10. Oktober 2016 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Vermag mir auf dieses "Schweigegelübde" keinen Reim zu machen - immerhin werden bei uns doch noch keine Zeitungen zwangsgeschlossen so wie in der Türkei - in Ungarn - in Polen.... muß man dieses Schweige-Kartell also als vorauseilenden Gehorsam einstufen??
Wo im übrigen bleiben die flammenden Appelle der Kriegsverursacher (=Kriegsgewinnler BRD) an die Mitmenschlichkeit, wenn es um Schutzsuchende und permanente Angriffe auf sie geht, ganz ganz vor allem im Osten. Welche Schande, daß sie diese Zusammenhänge meiden wie die Pest und so den Rechten immer weiter Raum gewähren! Aber dies wäre doch die plausibelste Antwort an die Adresse der "Wir-sind-das-Volk"-Krakeeler!

Die dt. Waffenexporte müßten immer und immer wieder deutlich zur Sprache gebracht werden, als einzig taugliche Entgegnung und zur Benennung der meisten Fluchtursachen. Dies wäre die passendste Antwort der Verantwortlichen gleich von Anfang an gewesen, um die Mäuler barbarischer Unmenschen zum Schweigen zu bringen! Sie haben aber nicht den Mumm - kuschen vor den Profitinteressen!


Am 10. Oktober 2016 schrieb Manfred Ebel:

Liebe Friedensfreunde, in diesem Artikel wie auch im Hauptartikel und in allen Kommentaren sind derart viele Ansatzpunkte, die es wert sind aufgegriffen zu werden. Die Frage von Frau Schier "Oder haben sie gar keine Ordnung in ihren Gedanken?" führt folgerichtig zu Reyes' Forderung, ja keinen zu vergessen, wenn sie zur Verantwortung gezogen werden. Das ist einer meiner innigsten Wünsche. Was machen aber mit denen, die immernoch unbeirrt die ARD-Weisheiten kolportieren? Kann man da noch von verantwortlichem Denken und Handeln reden oder soll man das alles mit Mitläufertum erklärend entschuldigen? Nein, ich bin da zu keinem Kompromiss bereit. Einzig hat noch jeder die Chance sich zu besinnen und sich auf die richtige Seite zu schlagen. GEschlagen gehören alle Kriegstreiber und Trittbrettfahrer.

Ein Kerngedanke von J. Heiducoff beschäftigt mich auch schon lange und im Militärwesen wirkt er dramatisch: Die technologische und die wissenschaftliche Entwicklung schreiten derart rasant voran, dass kein Mensch denen mehr folgen kann. Zwar kann mensch in Kleinstbereichen eine Koryphäe werden, das Wort "Weltwissen" ist jedoch unumkehrbar unbenutzbar geworden. Weder in der Ökologie, noch in der Technologie, noch im Sozialen und schon gar nicht im Militärwesen sind Personen in der Lage, unter gegebenen Verhältnissen auch nur annähernd die Komplexität zu erfassen und dementsprechend verantwortlich zu handeln. Kein Mensch und auch keine Gruppe von Menschen ist in der Lage, einen Kriegsverlauf vorherzusagen. ... auch nicht, ihn zu erfassen. Menschen sind gänzlich unfähig, ihn zu steuern.
Alle sozial bedeutsamen Realitäten eilen der Auffassungsgabe/ dem Intellekt von Menschen so voraus, dass diese nichts mehr begreifen oder steuern können.
Sämtliche gesellschaftlich relevanten Bereiche - Ökologie, Verteilung, Produktion, Technologie, Konsumtion, Politik, Kunst, Wissenschaften, Militärwesen entgleiten der grundsätzlichen gezielten Einflussnahme durch Menschen, wenn nicht schleunigst die grundsätzlichen Verhältnisse - also Eigentumsverhältnisse an Produktionsmitteln - tatsächlich sozialsiert werden.


Am 10. Oktober 2016 schrieb Beat Wick:

Phasen der Propaganda, der Manipulation
Phase 1: Ignorieren: Nicht erwähnen, nicht beantworten von Zuschriften, usw.
Phase 2: Zensur / Sperrung
Phase 3: Diffamierungen, Verleumdungen (System Göring)
Phase 4: Liquidierung


Am 10. Oktober 2016 schrieb Gideon Rugai:

Ach was waren das für ein schöner Deutscher Herbst damals in den Jahren von RAF-Bedrohung, Katharina Blums verlorener Ehre, Nato-Nachrüstungsdebatte und Doppel-Moppel-Beschlüssen - bis hin zum Friedenssommer 81 mit 300.000 Teilnehmern im ultra- provinziellen Bonn.

Auf Berlin umgerechnet hätte es heuer mindestens eine Mille sein müssen - aber die Divide et Impera Hochleistungsmaschine ist gut geölt - wär ja auch n Ding - man hatte ja 35 Jahre Zeit nachzuschmieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensdemonstration_im_Bonner_Hofgarten_1981



Am 10. Oktober 2016 schrieb Kim Sahnemond:

Herzlichen Dank für die Würdigung der Demo/Demonstrant*innen und den angemessenen Spott gegenüber dem medialen Schweigekartell. Es war schön, die Schilder 'verdienter' Friedensgruppen wie Pax Christi zu sehen oder sich über das alte Symbol ?Schwerter zu Pflugscharen? zu freuen. Auch bot diese Demo wieder die Möglichkeit, von Gruppen zu erfahren, von denen ich noch nicht wusste. Den Reden, das sehe ich auch so, fehlte gleichwohl der Esprit, die Analysefreude, der Humor. Der Veränderungs- und Friedenswille muss nicht sauertöpfisch daherkommen.


Am 10. Oktober 2016 schrieb Harry Popow:

„Danke" an den rbb, u.a.

Es ist erstaunlich, wie "gründlich und mit eindeutigen Standpunkten" der rbb am 08. Oktober in der Abendschau von der Friedensdemonstration in Berlin berichtet hat. So viele persönliche Meinungen und Motive von Teilnehmern und die tolle Wiedergabe der Reden. Alles im Sinne des Volkswillens: Nie wieder Krieg vom deutschen Boden aus. Der Widerstand gegen die Großmachtpolitik wächst.

Oder habe ich dies mit der sonstigen Berichterstattung über Alltagsbanalitäten verwechselt??? Der Kniefall vor der Machtelite kann nicht größer sein. Unter dem Motto "Nie wieder Wahrheit über Kriegsursachen und Kriegsgewinnler"?
Als Offizier der NVA kann ich wohl mit Stolz sagen, es war da etwas, was die Kriegsgewinnler im Zaum gehalten hat. Damals...


Am 10. Oktober 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Das Verschweigen der FRIEDENS-Demo im deutschen Medien-Walde
folgt später oder schlimmer im Nu:
warte nur balde
ruhest auch du!


Am 10. Oktober 2016 schrieb Albrecht Storz:

"Welche kleinere Demo mit ähnlichem Thema ist da gemeint?"

Es gab eine zweite Demo an fraglichem 08.10. die auch vom Alex startete. Einige haben sich, wie ich, erst dahin verirrt. Da ich nichts von der Rede von dem schon sehr seltsamen Lautsprecherwagen verstand, haben mich zuerst die seltsamen Figuren und vor allem die Kleinheit der Demo gewundert. Als sich der Demonstrationszug formierte und dann gleich die Polizei einschritt (ich glaube, um eine Keilerei zu verhindern) wurde es mir zuviel und ich habe meinen Blick nochmal über den Platz schweifen lassen - um zum Glück die richtige Demo zu entdecken.

(Wahrscheinlich darf ich demnächst ein Bild von mir im Internet entdecken in dem ich neben einem bekennende Judenhasser, oder sonst so etwas, stehe, Querfront halt ;-) )


Am 10. Oktober 2016 schrieb Hella-Maria Schier:


Welche kleinere Demo mit ähnlichem Thema ist da gemeint? Die mit Ken Jebsen eine Woche vorher?
Ich war nicht dort - was soll da mal wieder antisemitisch gewesen sein?

Aber jetzt am 8.10. war ich auch in Berlin.
"Antisemitisches" konnte da diesmal wohl wirklich niemand finden, es sei denn natürlich jede Kritik an den USA (weil kapitalistische Großmacht) falle darunter.
Distanzierungen von "Antiamerikanismus" blieben uns zum Glück erspart. Vielleicht ist derlei gerade nicht ganz so opportun zu Zeiten der Anti-Trump-Kampagne
. Von Rechtspopulismus, obwohl auf der Demo gar nicht präsent, wurde sich ausgiebig distanziert. Ein Glück, dass daneben noch Platz für das Thema der Demo blieb.... so dass niemand mehr meckern konnte. Da schweigt man das unerwünschte Event dann besser tot.
Eine Frage bedrängt mich immer wieder und ich wüsste zu gerne mal die Antwort darauf:
Wie können die Journalisten an ihrem eigenen Überleben so wenig Interesse haben? Sie können doch unmöglich so naiv bzw. unwissend sein, dass sie ein Überschwappen der Kriege, vor allem im Fall einer Eskalation mit Russland, nicht für möglich halten? Sie müssen schon von kleineren A-Waffen gehört haben und davon, dass deren Einsatz offen diskutiert wird. Sie können auch nicht einerseits Putin für höchst gefährlich halten und andererseits für so gutmütig, dass er sich endlos provozieren ließe. Oder haben sie gar keine Ordnung in ihren Gedanken?
Sie haben ja wohl auch Kinder?
Was sind das für komische Kreaturen bei den Medien - oder sind sie geisteskrank? Kennt jemand so ein Exemplar und weiß aus erster Hand wie so etwas tickt?
Ich habe keine Lust, verständnisvoll zu sein.
Mir fehlt jedes Verständnis für solche Journalisten. Ich hasse sie. Sie gefährden mit ihrer Unterstützung der Kriegstreiberei Millionen Menschenleben und es interessiert sie anscheinend nicht die Bohne.
Ich begreife es nicht.
Und diese Bande ereifert sich über Antisemitismus und Rechte. Sie würden doch für einen Hitler genau so über Gegner des 3.Reichs herziehen, wie sie sich jetzt gegen die Friedensbewegung positionieren.
Hauptsache der Posten stimmt und die Partnerin/Partner bewundert sie dafür, was ich allerdings nicht täte.
Oder gibt es irgendeine andere Erklärung
für das unerklärliche Verhalten?

Antwort von U. Gellermann:

Für das Verhalten von Mainstream-Journalists gibt es es drei Erklärungsmodelle: 1. Sie schreiben das was alle anderen schreiben, dann können sie nichts falsch machen. 2. Sie haben Angst davor, bei abweichender Meinung rauszufliegen, 3. Sie sind ideologisiert und glauben selbst an ihr dummes Zeug.


Am 10. Oktober 2016 schrieb Aleksander Korty:

Am besten an diesem Artikel hat mir der letzte Satz gefallen !
Haben sich also die Vielzahl der Redner mit der Länge ihrer Friedens-Weisheiten mal wieder bemüht ins Guinnes-Buch der Rekorde zu gelangen. Ich denke allerdings, dass dies eine völlig vergebliche Liebesmühe ist. Es ist kaum anzunehmen, das es zu schaffen ist, den Genossen Fidel vom Platz 1 dieser Liste zu verdrängen. 9 Stunden sind zu überbieten. Aber er hatte auch jedesmal die besseren Rahmenbedingungen. In Havanna ist das Wetter erheblich besser als in Berlin, da halten es die Demonstranten auch länger durch.
Ansonsten will ich noch bemerken, dass niemand anderes eine Rede so gerne hört, wie der Redner selbst !


Am 10. Oktober 2016 schrieb Jürgen Heiducoff:

Von der taktischen und strategischen Eskalation der Lage in Europa und der Berechtigung der Forderungen der Berliner Friedensdemonstration
- Deutschland raus aus der NATO und NATO raus aus Deutschland -
Sie hat statt gefunden, die lange angekündigte und umworbene Friedensdemonstration in Berlin.
Dies allein ist entscheidend und nicht die genaue Teilnehmerzahl. Sie schwankt zwischen 4000 und 10000 Menschen. Noch wichtiger ist, dass mehr junge Leute als bisher daran beteiligt waren.
Die Motive mögen bei den einzelnen Demonstranten verschieden gewesen sein. Allen lag sicher die Sorge um die Erhaltung des Friedens in Mitteleuropa, in unserer Heimat zugrunde. Immer neue kriegerische Auseinandersetzungen entstehen in der Welt. Und unsere Regierungspolitiker streben danach, sich einzumischen und dabei zu sein. Diesem Ziel dient auch die aktuelle Afrikareise der Kanzlerin.
Die regierungstreuen Medien ordnen die Reise der Verbesserung von Stabilität, Sicherheit und Entwicklung zu. In Wirklichkeit steht der Wille dahinter, Deutschlands angeblich erhöhter Verantwortung in der Welt gerecht zu werden.
Doch Afrika ist sicherlich ein Nebenkriegsschauplatz der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.
Der Hauptkriegsschauplatz ist in treuer transatlantischer Gefolgschaft die Pflege der Konfrontationspolitik gegenüber Russland.
Die Bundeswehr hat in Estland, im Vorhof von St. Petersburg etwa 200 Soldaten stationiert, die die Luftraumüberwachung mit sechs Eurofightern sicherstellen. Ein Bataillon in Litauen wird deutscher Führung unterstellt. Weitere NATO- und US-Truppen werden nach Polen verlegt.
Bei alledem handelt es sich bei den militärischen Aktivitäten im Baltikum um eher taktische Schachzüge.
Diese sind überlagert von den viel gefährlicheren strategischen Aktivitäten im Rahmen der NATO.
Hieraus resultieren auch die Hauptgefahren für den Frieden in der Gegenwart. Gemeint sind folgende Tatsachen:
Der US- Stützpunkt Ramstein ist weiterhin die Drehscheibe der Logistik der weltweiten US-Operationen und ein wichtiges Element zur Führung von US - Drohnenangriffen. In Büchel werden die US Kernwaffen modernisiert und ihre Vernichtungskraft gesteigert. Die deutsche nukleare Teilhabe wird immer wieder betont. In Kalkar wird über die Führung des modernen Luftkrieges nachgedacht. Dort werden Luft- und kosmischen Operationen der NATO modelliert und von dort würden sie geführt.
Dass die Standorte Ramstein, Büchel und Kalkar ganz oben auf der Liste der Erstrangziele der Kommandozentralen der strategischen Raketentruppen und der luft - kosmischen Streitkräfte der bedrängten Russischen Föderation zu finden sind, sollte jedem Interessierten hier im Westen klar sein.
Keiner kann sich darauf verlassen, dass Moskau nicht dem Wahnsinn der gegenseitigen Eskalation folgt. Jetzt werden taktische Raketen Iskander, also Kernwaffenträger, in das Gebiet Kaliningrad verlegt. Welche Schritte werden folgen? Und wer kann im entscheidenden Moment, der immer eintreten kann, eine dramatische Entwicklung aufhalten?
Doch lassen wir Experten zu Wort kommen: Führende US-Generäle prophezeien, sollte ein dritter Weltkrieg der USA mit Russland und China ausbrechen, dann verliefe er "extrem tödlich und schnell". Ein Konflikt dieser Art hätte Gewalt zur Folge, die alle militärischen Auseinandersetzung der letzten 60 Jahre übertreffen würde, so der Konsens der US-Generäle. Eine entscheidende Neuerung in der Kriegstaktik wäre der Einsatz von künstlicher Intelligenz und automatischen Waffen. Das könnte die Kriegsführung enorm beschleunigen. "Die Dinge würden so schnell passieren, dass unsere menschlichen Fähigkeiten überfordert sind", zitiert das US-Online-Portal "Defense One" den US-General William Hix. Diesen Krieg werde Amerika nicht so einfach stoppen können. Die Sicherheitslage auf der Welt bewerten die US-Militärs als angespannt. Die USA stünden unter existenzieller Bedrohung durch ?moderne Staaten, die sich im militärischen Wettbewerb aggressiv verhalten?, sagte General Joseph Anderson auf dem jährlichen Treffen der US-Militärs in Washington. Dabei, so deutete er an, gehe es vor allem um Russland.? 1)
Und nochmal: Ramstein, Büchel, Kalkar und geografisch mitten drin liegen die NATO -Airbase Geilenkirchen und das Allied Joint Force Command Brunssum, aber auch unsere schönen Städte Aachen, Bonn oder Köln. Kernwaffenschläge sind nie Präzisionsschläge!!! Sie vernichten und kontaminieren eine ganze Region.

Angesichts dieser Aspekte sind die Forderungen der Berliner Demo nach einem Austritt Deutschlands aus der NATO und nach einem Abzug der NATO aus DEU treffend.

1) http://www.focus.de/politik/videos/dritter-weltkrieg-us-militaers-prophezeien-grausame-
taktiken_id_6042858.html

Kürzlich...

13. April 2017

Der Antichrist steht wieder auf

Beklemmende Osterbotschaft aus Berlin
Artikel lesen

08. April 2017

Von Cheney zu Trump

The american nightmare
Artikel lesen

03. April 2017

Erinnern für die Änderung

Ein Werk der immer besseren Art von Christoph Hein
Artikel lesen

23. März 2017

Russische Sängerin enttarnt

Geheimdienst schützt Ukraine vor Rollstuhl-Terroristin
Artikel lesen

20. März 2017

Gauck geht, Bartsch kommt

Linkspartei in der Koalitions-Warteschleife
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen