Feige Schweine von Rechts

Gauland: "Ich habe mich an keiner Stelle über Boateng geäußert"

Autor: U. Gellermann
Datum: 30. Mai 2016

Das hatte die Petry schon vorgemacht: Zwar hat sie dem „Mannheimer Morgen“ klar und deutlich gesagt, das gegenüber Flüchtlingen „auch von der Schusswaffe Gebrauch“ gemacht werden soll, aber als es dann öffentliche Reaktionen der unangenehmen Art gab, da hatte sie es irgendwie doch nie gesagt. Auch jetzt beim Gauland-Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, gab es, wie beim Pertry-Interview, Zeugen und Ton-Protokolle, als der alte CDU-Mann über den Fußballspieler Boateng meinte, dass „die Leute“ ihn „nicht als Nachbarn haben“ wollten. Und auch Gauland will irgendwie nichts gesagt haben. In beiden Fällen gab und wird es keine juristische Auseinandersetzung geben, denn Gauland und Petry wissen, dass sie gesagt haben was sie gesagt haben. Und sie setzen darauf, dass die richtig Rechten Beifall klatschen und dass die versehentlichen AfD-Wähler entweder nicht glauben, dass ihre Lieblinge „so etwas“ geäußert haben, oder dass die nächste Sau durchs mediale Dorf getrieben wird und alles schnell in Vergessenheit geraten wird.

Apropos Sau: Wer schon mal einer wilden Muttersau mit ihren Frischlingen begegnet ist, der wird das Wort Schwein nicht in Zusammenhang mit Feigheit verwenden sondern sollte lieber schnell weglaufen. Auch die sprichwörtliche Schweinerei kann man, bei Beobachtung der Hausschweine, nicht auf die AfD anwenden: Schweine nutzen generell eine separaten Bereich als Kotecke in ihrem Stall. Die AfD-Führung scheisst ihre dreckige Meinung in jede Ecke unseres Landes. Und widerlich feige ist die AfD nicht primär wegen ihres „Das-habe-ich-nie-gesagt“ Verhaltens. Feige ist die Führung dieser Truppe, weil sie die ohnmächtigen Flüchtlinge als Hebel für ihre Wahlprozente nutzt. Kein Ton zu den Banken, kein Ton gegen die USA, starke Gegner meidet die AfD wo sie kann, da tritt man doch lieber auf denen herum, die bereits am Boden liegen. Das machen die Springerstiefelgarden der Neo-Nazis auch so gern, aber nur wenn sie garantiert in der Überzahl sind.

Gauland hat diese Herrenmenschenhaltung bei Walter Wallmann gelernt. Bei diesem ranghohen CDU-Funktionär war Gauland persönlicher Referenten. Wallmann? Richtig, das war der Mann, in dessen Zeit insgesamt 8 Millionen Mark der hessischen CDU ins Ausland transferiert wurde. Wallmann, der CDU-Landesvorsitzender war, wusste davon natürlich nichts. So was trainiert für das „Das-habe-ich-nie-gesagt“-Verhalten. Doch Gauland kann noch ekelhafter: Die Angst und die Not der Flüchtlinge bucht er als Klempner-Problem ab: „Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab“, sagte er der ZEIT und legt noch einen Giftzahn zu: "Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen“. Genau: Die brechenden Augen ertrinkender Kinder sind total erpresserisch, wie die Gauland-Deutschen auch vom Hunger in der Welt und den Folgen deutscher Waffen-Exporte terrorisiert werden. So einer nimmt die Flüchtlingskrise als Geschenk: "Natürlich verdanken wir unseren Wiederaufstieg in erster Linie der Flüchtlingskrise“. So geht der Aufstieg der AfD: Über Leichen steigt es sich einfach besser. Und so wird bei Gauland das Elend der Anderen zur Wohltat: "Man kann diese Krise ein Geschenk für uns nennen", war von ihm zu lesen, “Sie war sehr hilfreich.“

Das Schwein suhlt sich im Schlamm, weil das der Reinigung dient, bei hohen Temperaturen seine Körpertemperatur senkt und vor Sonnenbrand schützt. Solche wie Gauland suhlen sich im eigenen, menschenfeindlichen Dreck. Ein Vergleich mit den unschuldigen Schweinen ist deshalb aus wissenschaftlichen Gründen nicht zulässig.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. Juni 2016 schrieb Simone Birgerssohn:

@ marie becker
Wie die Bezeichnungen großer Menschengruppen die gezwungenermaßen ihre Lebensregionen verlassen müssen als Flüchtlingswellen, -fluten oder gar -tsunamis - ein Wort, das auch schon irgendwo gefallen war - zu charakterisieren sind, hat U. Gellermann schon mehr als deutlich benannt. Und ganz sicher wird dieses Bild, das Menschen auf der Flucht mit einer Überwältigung durch tödliche Wassermassen gleich setzt, immer mehr seine Bestätigung durch die der Natur eigenen Zynik und Empfindungslosigkeit finden. Nämlich dann, wenn zu den bisherigen bekannten Fluchtgründen auch noch diejenigen des Klimawandels in größerem Umfang hinzu kommen. So gebiert die kommende Flutwelle (das Ansteigen des Meeresspiegels z.B.) als Folge die Flucht-Welle von Menschen, die aufs rettende Ufer schwappt, wo immer das ist. Aus einer Reaktion der Natur auf die zerstörerischen Kräfte des in alle globalen ökologischen und menschlichen Formationen expandierenden Kapitalismus entsteht als ihr gemäßer Ausdruck die menschengemäße Bewegung aus dieser Bedrohung heraus. So entbehrt es nicht der Verachtung gegenüber den Menschen, die vor einer Katastrophe (welcher Ursache auch immer) fliehen, mit dieser Katastrophe selbst begrifflich gleich zu setzen.

Wenn man den Behauptungen, diese Fluchtbewegungen Richtung Europa oder gar Deutschland seien gezielt erzeugt worden, Glauben schenken möchte, dann darf man getrost die deutsche Regierung als Mitverschwörer benennen. Und zwar nicht nur in Hinblick auf die Förderung der wirtschaftlichen Ausbeutung und Schwächung armer Länder der anderen Kontinente und den vielen Kriegen, in denen sie involviert ist (alles hier auch schon benannt), sondern ganz konkret im Hinblick auf die Lage der Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon. Wer das ganze genau beobachtet hat wird registriert haben, dass das UNHCR spätestestens seit Sommer 2014 verzweifelt um Gelder gebettelt hat, um genau diese Flüchtlinge versorgen zu können. Die Nahrungsmittelrationen in den Flüchtlingslagern mußten um mehr als die Hälfte reduziert, dann z.T. ganz eingestellt werden, die Trinkwasserversorgung brach zeitweilig zusammen, die Kinderbetreuung und -beschulung mußte aufgegeben werden. Einfach, weil das nötige Geld dafür fehlte, denn die reichen westlichen Staaten, hatten die versprochenen Summen, die sie auf den medial gefeierten Syrien-Hilfskonferenzen angekündigt hatten, nur zu kleinen Teilen bis gar nicht gezahlt. So auch die deutsche Regierung.
Und dabei sind die 3 - 4 Millionen syrischen Binnenflüchtlinge noch gar nicht einbezogen, die im eigenen Land unterstützt werden müssen. In einem Land, das schwer leidet unter den Sanktionen, die beschlossen worden sind durch eben diejenigen Staaten, die den Krieg da hinein getragen haben und auch der UN die zugesagten Hilfsgelder nicht zukommen lassen: der Hegemon USA und seine getreuen NATO-Vasallen, darunter die BRD.
Wie menschenverachtend ist einer, der dann offensichtlich erwartet, dass die Betroffenen in dieser lebensbedrohlichen Lage bleiben, freiwillig verhungern und verdursten? Und hat man davon in den deutschen MainStreamMedien etwas erfahren?

Und wo wir damit schon beim Thema Medien sind, dann noch dies:
"als die Bilder über TV liefen sah man auch wie viele JUNGE MÄNNER herandrängten und Kleinkinder und Frauen über den Haufen rannten"

Das ist ein Bild, dass ich von jedem Vorweihnachtseinkaufshype kenne, Erwachsene - Männer und Frauen -, die kleine Kinder umsengeln. Und mal abgesehen von der Tatsache, dass Menschen in Notlagen vielleicht nicht immer die rücksichtsvollsten sind - wie heißt es so schön im Falle einer Schiffshavarie: zuerst Frauen und Kinder von Bord. Und äh, wie war das bei der Costa Concordia noch, als zuerst der Käpitän und seine Offiziere in die Rettungsboote sprangen? - vielleicht schon mal überlegt, ob uns nicht in voller Absicht genau diese Fernsehbilder in die Wohnzimmer geschickt wurden: schaut her, hier kommen Horden von JUNGEN MÄNNERN zu uns, rücksichtslos, noch Muslime dazu? (Hierzu schlage ich vor, sich einfach mal die verschiedenen Programmbeschwerden von Klinkhammer und Bräutigam in der Rubrik `Schmock des Monats´durchzulesen, dann wird das Prinzip deutlich, das hinter solchen TV-Bildern steckt).

"Deutschlands Regierungsriege aber läuft ihnen devot nach…"
Das ist wohl eine Verkehrung der Tatsachen. Die deutsche Regierung besorgt devot das Geschäft der herrschenden - auch - deutschen Kreise, die ihre Interessen z.B in der Herstellung von immer mehr Kriegsgerät gewahrt sehen wollen. Da muß man halt auch mal vor einer blutgetränkten Glaubensoligarchie, die sich als traditionsreiche Monarchie maskiert, buckeln.


Am 01. Juni 2016 schrieb marie becker:

"Der Schäuble-Satz ist ekelhaft: Das war kein Einzelner, das waren Viele, die durch Kolonialismus, Kriege und ungleichen Handel die Leute zur Flucht aus Ihren Heimatländern trieben und treiben. Sie mit einer Lawine zu vergleichen, einer blinden Naturgewalt, entmenschlicht diese Opfer der kapitalistische Globalisierung noch zusätzlich."

may be, Uli, aber
welchen Ausdruck kann man denn für die vielen Flüchtlinge gebrauchen, die bei Merkels Auftritt zur Grenzöffnung dort hereinströmten?
auch Fluten sind letztlich zerstörerisch ; soll man von Massen sprechen wie bei Fußballveranstaltungen?

als die Bilder über TV liefen sah man auch wie viele JUNGE MÄNNER herandrängten und Kleinkinder und Frauen über den Haufen rannten...

ein weiterer Einwand meinerseits: zu denken gibt mir immer noch, dass vorher von 2 Millionen Flüchtlingen in den jordanischen Lagern die Rede war und nach dem Ansturm auf Europa ?? man hat die Lager dort offensichtlich geräumt und die Flüchtlingsströme gezielt nach Mitteleuropa gelenkt...Vielleicht um hier die Lage zu destabilisieren.....und die Kreise aus denen solche Versuche immer wieder in Nah- und Mittel-Ost gestartet wurden kennen keine Menschenachtung, Deutschlands Regierungsriege aber läuft ihnen devot nach...

die BENUTZUNG von Menschen für seine Zwecke ist leider viel zu oft eine menschliche Unart (schon im Alltag) oder wie hier - ein Verbrechen...

Antwort von U. Gellermann:

Es ist eine üble Lüge, dass die syrische Flüchtlinge aus Jordanien geräumt seien: Es sind immer noch etwa 1,4 Millionen Syrer in Jordanien. Das ist dann etwa jeder fünfte Einwohner. Dazu kommen noch palästinensische Flüchtlinge. An beiden ist Deutschland als Verursacher mitbeteiligen. Durch Waffenlieferungen und durch eine Kumpanei-Politik gegenüber den USA und Israel. Jordanien hat keine Flüchtlinge verursacht. Ginge man von jordanischen Proportionen aus, müsste Deutschland ungefähr 16 Millionen Flüchtlinge aufnehmen.


Am 01. Juni 2016 schrieb W. Händel:

Das ist einer der besten Artikel, die ich bisher von Ihnen und dem widerlichen Phänomen "AfD" gelesen habe. Schön, schön scharf!


Am 01. Juni 2016 schrieb marie becker:

ich bin mit nicht sicher, ob der situativ auf DEN Punkt bezogene Ausspruch als Merkel sich plötzlich auf etwas anderes besann wie sie vorher verkündete, nicht berechtigt war:
es war ihr wie den Mitteleuropäern völlig gleichgültig als die Italiener um Hilfe baten bei den "Lampedusa-Katastrophen", und nun diese Kehrtwende? Deutschland war schließlich über Dublin fein raus aus jeder Verantwortung für die vielen Toten auf dem Grund des Mittelmeeres und dachte "damals" durchaus nicht daran, sich aus dieser Rolle hinaus zu bewegen...damals waren die Flüchtlinge wohl keine Menschen...


Am 01. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Ganz besonders brauchen wir eine Politik direkter Bürgerbeteiligung auf
Bundesebene.“(Petry) tönte eine der Prämissen aus den Reihen der AfD.
Rassenhass und Volksverhetzung ist also Bürgerbeteiligung im Sinne von
Alexander Eberhardt Gauland, dessen Ergüsse, gegen Andersdenkende, gegen
Notleidende, gegen seine Ideologie – die er als (vormaliger) Herausgeber
und Geschäftsführer der Märkischen Allgemeinen Zeitung
(FAZ-Verlagsgruppe) in Potsdam verbreitet - weitläufig bekannt sind.
Damit er im nächsten Interview erneut mit seinen Hasstiraden fortfahren
kann, leidet er, bei Bedarf, unter dem
Selektierten-Vergesslichkeit-Syndrom. Das Gauland mit seiner unsäglichen
Verbal-Diarrhoe (vom diffusen Ganzkörperpazifismus der Deutschen und
deren gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt) sprach, und damit
gegen die »Errungenschaft der Menschheit in der UN-Charta verankerte
Verbot jeder Anwendung militärischer Gewalt« verstieß, kritisierte schon
2012 der Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth.
Verniedlichen möchten es unsere Leit-Kultur-Medien als Eigentor, was
Gauland so von sich gibt (/gegeben hat); aber Fremdenhass und die
(rechtsradikale) Symbolik des Hakenkreuz lässt sich nicht verniedlichen,
vielmehr weist es darauf hin, in welcher Kondition sich unsere Medien,
und deren Auftraggeber sich befinden.
Füge ich die, mit den (durch die) medialen Vorurteilen belasteten Worte
(zum Bleistift: Flüchtlinge, Ausländer) in einem Satz zusammen,
katapultiere ich mich augenblicklich in das anachronistische und
anachoristische Gedankengut, und den daraus resultierende
Verhaltensstrukturen, eines Gauleiters hinein. Diese fundamentalen
Prinzipien der Menschenverachtung aus der jüngsten 1000-jährigen
Vergangenheit bilden ein Konstrukt, welches sich AfD nennt. Das
Bösartige dieser Situation ist, dass bisher nichts getan wurde, um
dieses braune Gebräu, für immer die Toilette runter zu spülen.
„Petry und Gauland im Streit“ lese ich. Das ist Augenwischerei. Hier
werden innerpolitische Parteikämpfe als „red herring“ in den Wind
gehängt, um von den wahren Absichten (Sozialabbau der öffentlichen und
privaten Strukturen, Angriffskriege für den Erhalt der
deutschen/wirtschaftlichen Matrix {als ausländische
Wirtschaftsinteressen verklausuliert}) der AfD abzulenken. Petry und
Gauland streiten sich nicht über die Ziele, welche die AfD verfolgt,
sondern nur, ob dabei eine Sau durchs politische Dorf getrieben werden
soll oder nicht.


Am 31. Mai 2016 schrieb marie becker:

zwei Bilder gehen mir in bez. auf die Flüchtlingskrise durch den Kopf: einmal die Lawine, die von einem Skiläufer, der sich einsam und allein im Tiefschnee vergnügt, ohne Rücksicht auf Gefahrenstufenwarnung, abseits der normalen Pisten und damit die Lawine auslöst, sich selbst aber aus dem Staub macht.

der deutsche Finanzminister zeichnete dieses Bild

ein zweites aus meiner Feder: der Schleusenwärter öffnet trotz "Flutenwarnung" die Deichtore und die Bewohner der umliegenden Dorfer und Städte schimpfen über das böse Wasser, statt den Verursacher zur Verantwortung zu ziehen...

soviel zu den Ursachen , die beitragen, dass sich bei denen, die das Wasser verfluchen sehr viele Bewohner des Umlandes einfinden und den Abgesang anstimmen, dabei aber den Verantwortlichen laufen lassen und auch nicht an evtl. eigene fehlende Wachsamkeit erinnert werden wollen

Antwort von U. Gellermann:

Der Schäuble-Satz ist ekelhaft: Das war kein Einzelner, das waren Viele, die durch Kolonialismus, Kriege und ungleichen Handel die Leute zur Flucht aus Ihren Heimatländern trieben und treiben. Sie mit einer Lawine zu vergleichen, einer blinden Naturgewalt, entmenschlicht diese Opfer der kapitalistische Globalisierung noch zusätzlich.


Am 31. Mai 2016 schrieb Olaf Schliebe:

Ich poste sehr oft Ihre Beiträge in Facebook, weil sie mehr lesen sollte und bin dabei 100% bei Ihnen. Nur bei diesem hier empfinde ich den Ton als nicht angebracht. Als Demokrat möchte ich gern sachlich mit meinem Gegner diskutieren. Und wenn ich nicht sicher bin, ob alles stimmt, dann frag ich nach. Hier hab ich heute mehr gefunden: http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/update-fall-gauland-oder-faz/

Antwort von U. Gellermann:

Wer wie Gauland das Elend der Flüchtlinge als politisches Instrument nutzt (s. Zitate in meinen Artikel), den empfinde ich als inhuman, bei Unmenschlichkeit bin ich nicht zimperlich.

Den von Ihnen empfohlenen Artikel hat schon ein anderer Leser bemerkt. Meine erste Antwort:
In Ihrem Beleg für irgendeinen FAZ-Kontext bieten Sie einen Text von Bettina Röhl an, der einen einzigen Satz zur Sache enthält, die FAZ zitierend:
“Als wir ihn nach Boateng fragten, war für uns erkennbar: er weiß, wer gemeint ist, und er hat ja auch geantwortet.“ Daraus destilliert Frau Röhl, dass die FAZ letztlich an dem bekannten Gauland-Satz schuld ist. Das hat mit Journalismus natürlich nicht viel zu tun, eher mit Spuren verwischen Dann folgen viele unterstellende Fragen, viel Meinung, aber eben keinen Kontext zu Herrn Gauland.

Der Dame hätte ich mit einem anderen schönen Zitat des Herrn Gauland aushelfen können:

"Die Deutschen haben ein gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt. Sie betrachten sie nicht als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz . . .. Das aber setzt voraus, dass die Deutschen wieder eine Tatsache der Weltgeschichte akzeptieren lernen, die Bismarck in seiner ersten Regierungserklärung als preußischer Ministerpräsident 1862 in die berühmten Worte fasste: Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden - das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen - sondern durch Eisen und Blut.“

Wer den Bismarck-Satz heute noch anwenden will, der ist vom Faschismus nicht weit entfernt. Da ist der Satz zu Boateng nur eine Petitesse.


Am 31. Mai 2016 schrieb xxxx:

Die „Propagandashow“ wird der TAGESSCHAU immer ähnlicher. "

Ganz sicher nicht.
Aber die "wahren Linken", die können sich ja ja nie schnell genug von allen anderen auf der gleichen Seite der Barrikade abgrenzen.

Aber es hat ja in Ihren Augen mit Gaulland den Richtigen getroffen, da stört das ja nicht weiter, mit welchen methoden man seitens der MSM vorgeht.

Antwort von U. Gellermann:

Mr. XXXX, der Schrecken aller Kommentarspalten, hat wieder zugeschlagen. Wenn ich so argumentfrei schriebe, würde ich mir auch ein Pseudonym zulegen.


Am 31. Mai 2016 schrieb Lars Schall:

Zunächst einmal möchte man doch evtl. was zum konkreten kontext der äußerung erfahren, der die faz/fas dann dazu veranlasste, die nachbarschaft von j. boateng aufzusuchen.

http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/update-fall-gauland-oder-faz/

ansonsten ist es für den anfang recht einfach, einen realitätsabgleich zu machen, um sich dann weitergehende fragen zu d-land zu stellen: man gehe zu einer / einem der zigtausenden afro-deutschen, die nicht in der "boateng-liga" spielen,, u. frage sie oder ihn nach den erfahrungen in ihrem heimatland mit denen, die hier als "die leute" figurieren, und ob diese erfahrungen diametral anders sind, als angeblich vorgebracht. -- reine empörung geht an der rassistischen realität im lande vorbei.*

ich kenne diesen menschen, er ist einer meiner besten u. längsten freunde (tatsächlich habe ich auf diese sache anfang 2014 hingewiesen, als der wdr in dortmund darüber berichtete, und erst vor zwei-drei wochen haben wir noch auf einem kindergeburtstag darüber miteinander geredet):

http://www.sueddeutsche.de/politik/racial-profiling-wie-ein-schwarzer-deutscher-gegen-polizeikontrollen-kaempft-1.2453876

auf dem bahnhof nicht erwünscht, aber in der nachbarschaft auf jeden fall. nee, ist klar...

Antwort von U. Gellermann:

In Ihrem Beleg für irgendeinen FAZ-Kontext bieten Sie einen Text von Bettina Röhl an, der einen einzigen Satz zur Sache enthält, die FAZ zitierend:
“Als wir ihn nach Boateng fragten, war für uns erkennbar: er weiß, wer gemeint ist, und er hat ja auch geantwortet.“ Daraus destilliert Frau Röhl, dass die FAZ letztlich an dem bekannten Gauland-Satz schuld ist. Das hat mit Journalismus natürlich nicht viel zu tun, eher mit Spuren verwischen Dann folgen viele unterstellende Fragen, viel Meinung, aber eben keinen Kontext zu Herrn Gauland. Der lässt sich so zitieren:

„Wir sollten eine Einwanderung von Menschen, die unserer kulturellen Tradition völlig fremd sind, nicht weiter fördern, ja, wir sollten sie verhindern" - Von der Verhinderung des deutschen Waffenexport mag der Herr nicht reden.

„die Menschen wollen in einer Kriminalitätsstatistik wissen: Wer kommt ins Land, und wer begeht welche kriminellen Handlungen?" - Aha, er ist es nicht, es sind nur „die Menschen“, und der Ausländer begeht kriminelle Handlungen.

Auf die Frage, ob es ihn störe, wenn Ausländerfeinde (Zusammenhang waren die Anschläge auf Ausländerheime) ihm zustimmten, sagte Gauland: "Das darf einen nicht stören." - Na klar, er bezieht doch seine Wähler aus dem rassischen Lager, da will er nix stören.

Gauland, im Zuge einer Strafanzeige der AfD gegen Merkel: „Frau Merkel hat sich als Schleuser betätigt." - Genau, man muss die Bundeswehr gegen die Frau einsetzen.

Und so weiter und so fort, seitenweise. Das ist der Kontext von Gauland, um den geht es.


Am 31. Mai 2016 schrieb Menasche Kishon:


" Der Eber ist oft missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind. Nicht nur die Frau, die Sau alleine - auch die Verwandtschaft, alles Schweine." (Heinz Erhardt)

Ich mag Schweine. Kein Tier hat es verdient mit der AfD in Verbindung gebracht zu werden! - Eine hohle Nuss oder eine Stinkmorchel würden zur AfD passen.


Am 31. Mai 2016 schrieb Susi Sorglos:

Auch wenn ich keinerlei Sympathien für Herrn Gaulland hege - schon als Kommentator des Tagesspiegel ist er mir sehr unangenehm aufgefallen - muss ich mich hier zu Wort melden. Ich denke, Sie werden sich revidieren müssen.
Das, was hier gelaufen ist, ist typisch Lügenpresse.

Leider verlieren Sie anscheinend bei manchen Dingen ihren kritischen Blick.
Ich mag nicht so viel schreiben, deshalb verweise ich auf die Propagandaschau von heute.

BTW: Die Flüchtlingskrise ist ja nicht nur für die AfD ein Geschenk...auch die Grüne Göring-Eckardt freute sich, dass wie jetzt "Menschen geschenkt" bekämen und ein Bodo Ramelow von der Linken erklärte "Die Wirtschaft in Thüringen mache sich bereits Sorgen, weil keine Flüchtlinge mehr ins Land kommen. "

Wer sich da im Hintergrund noch alle freut - darüber kann man spekulieren.

Antwort von U. Gellermann:

Was bitte soll ich revidieren? Das hier:

"Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten“

oder das:

"Man kann sich nicht einfach überrollen lassen. Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab“

Alles original Gauland aus einem ZEIT-Interview zum Flüchtlingskomplex. Wer vor diesem Dreck die Augen schließt, der macht sich damit gemein. - Und das einzige was die von Ihnen erwähnte „Propagandaschau" dazu sagt ist dies:

"Letzteres bekam am Wochenende ein Altschaf der AfD, das es gewagt hatte, die Herrschaft der Eliten infrage zu stellen. Schnell ist ein falscher Vorwurf konstruiert und eine öffentliche Exekution organisiert.“
Hä? Gauland, der in allen möglichen konservativen Blättern und Sendern seine Meinung hat sagen dürfen, der ein elitäres Ur-Gestein der CDU ist, der stellt angeblich die Eliten infrage? Keine Ahnung vom AfD-Programm, das die Eliten hätschelt, kein Zitat, kein Faktum, nur vequaste Meinung. Der Mann verzehrt in Ruhe seine diversen Pensionen: Abteilungsleiter Bundesministerium, Staatssekretär in Hessen, Herausgeber der MAZ. Schöne Exekution. So eine hätte ich auch gerne. Die „Propagandashow“ wird der TAGESSCHAU immer ähnlicher.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/alexander-gauland-afd-fluechtlingskrise-fluechtlingspolitik-grenzen


Am 31. Mai 2016 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Die Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng-14257743.html führt das Zitat leider auch nicht im Kontext auf.

"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ kann einerseits bedeuten, daß Herr Gauland sich hinter der behaupteten Einstellung nicht näher benannter "Leute" versteckt und diese Einstellung damit in Wirklichkeit erst erzeugen will - was einfach nur infam wäre. Es könnte aber auch sein, daß Herr Gauland sich von dieser Einstellung implizit oder sogar explizit (dann allerdings würde er sicher den Rechtsweg beschreiten) distanziert hat. Deshalb würde ich nie eine solche Behauptung aufstellen oder glauben ohne Kenntnis der vollständigen Quelle.


Antwort von U. Gellermann:

Auch dieses Zitat von „ntv“ hat keinen kompletten Kontext, Gauland:

"Wenn dieser Satz so gefallen ist, dann besagt er ja nicht, dass ich Herrn Boateng beleidige, sondern eigentlich die, die ihn nicht als Nachbarn haben wollen, so es sie denn gibt. Das ist eine Aussage, zu der man durchaus stehen kann. Es gibt viele Menschen, die Probleme haben, wenn ihre Nachbarschaft sich plötzlich verändert." Dafür sei Boateng allerdings ein falsches Beispiel. Schließlich sei jemand, der in Deutschland geboren wird, "natürlich ein vollwertiger Deutscher“.

Es ist die übliche Tour: Wenn ich das gesagt habe, dann wollte ich eigentlich seine Nachbarn beleidigen. Denn Boateng ist vollwertig, obwohl er minderwertig aussieht. So „distanziert“ sich Gauland, von allem was er jemals gesagt hat, wahrscheinlich sogar von sich selbst. Das ist der Kontext.


Am 30. Mai 2016 schrieb Michel Kohle:

Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, mich in die Ecke stellen und schämen? Bis gerade eben wusste ich nämlich nicht, dass es wider alle Regeln unserer hochheiligen Werte- und Glaubensgemeinschaft sein soll, jemanden als nicht nachbarnwürdig und/oder nicht nachbarnfähig zu verunglimpfen. Wo mir doch spontan allerlei obskure Gestalten einfallen, die ich als - selbst entfernten - Nachbar nicht ertragen wollte, die Hüterin der transatlantischen Werte ganz zuvorderst, weit vor den Gaulands und Petrys. Und ich kenne - leider - nicht ganz so viele, die mit mir bei diesem Ansinnen einig gingen. Werde mich besser zukünftig zurückhalten mit Äußerungen, die sich nicht ausschließlich auf mich selbst beziehen. Nur die Gedanken sind (noch) frei und selbst da taucht immer öfter eine Schere auf.
Nicht dass ich Gellermann nicht verstünde, er schiebt eben seinen Rochus auf die Alternativen in diesem unseren Lande. Mit voller Berechtigung, ganz gewiss. Mir stellt sich allerdings die Frage, warum er sich veranlasst sieht, so den zur Agitprop-Maschine mutierten Konzernmedien auf den Leim zu gehen, deren reichlich ausgelegten roten Heringen zu folgen. Ist es doch längst nicht mehr zu übersehen, dass just zu bestimmten Ereignissen das passende Delikt für generelles Échauffement für anstehende Projektziele angeliefert wird. Ein Stinkefinger verklappte den Kandidaten, Kinderleichen-Strandgut schuf ausreichendes Mitgefühl im Volke fürs seligmachende „refugee welcome“, „Stoppt Putin“ nutzte gleich alle zur Verfügung stehenden Opferporträts um das verlogene J´accuse zu unterfüttern, seither ist die Boris Karloff Rolle fest vergeben. Und wenn es eben gerade nichts Aufregendes zu verwenden geben sollte, wird eben was erfunden oder auf Erbsengröße aufgeblasen. Zur Ablenkung von tatsächlichen Schweinereien oder von Leichen im Keller oder über dem Zaun reicht dann auch mal ein angebliches „Zitat“ aus einem Interview. Und flugs ist die Aufmerksamkeit gerettet bzw. wieder hergestellt, ohne das letztendliche cui bono offen zu legen.

In Zeiten, in denen der Trend tsunamiartig (fast) weltweit nach Rechts schwappt, Faschismus offen als (Post)Demokratie verkauft wird, so gut wie alle Parlamente zum kastrierten Abnickerverein verkommen sind, wo doch aus Wahlen sowieso nur noch negierbare Minderheitsvoten resultieren, während de facto ein Fähnlein von maximal fünfzig Greisen aus purer Langeweile mit der Existenz der Menschheit ein lustiges Spielchen treiben, da soll die Narrentruppe AfD von Bedeutung sein? Hat da nicht eher ein think-tank jenen Ostfriesenwitz mit dem Misthaufen, der die Fliegen von der Braut ablenken soll, trefflich umgesetzt?

Von der Braut, die sich doch gerade freiwillig aus niederen Gründen (sich aus der Verantwortung des eigenen Wortes zu stehlen nämlich) ins Joch des Sultans begeben hat und sich am Nasenring herumführen lässt! (https://www.youtube.com/watch?v=nDMuCx2klrY).Von der Braut, die sich offen von dem „Führer“ eines selbst von den eigenen Landsleuten als faschistisch eingestuften Landes als „Freund“ feiern lässt! (https://www.youtube.com/watch?v=_ta7PCW-6t4). Einer Braut, die keine Skrupel hat, mit einem von hakenkreuztragenden Nazi-Schergen im Amt gehaltenen Präsidenten zusammen zu arbeiten! (https://www.youtube.com/watch?v=I62svbJ5k5E). Würde doch meinen wollen dürfen, dass da die wohl eher lässlichen Sünden eines Herrn Gauland oder einer Frau Petry im Vergleich nicht ganz von der Bedeutung sind. Auch wenn ein Boateng es wahrlich nicht verdient hat, als persona non grata welcher Nachbarschaft auch immer behandelt zu werden.

Antwort von U. Gellermann:

Da ist Gellermann konsequent: Wenn eine Truppe sich Alternative nennt und doch nur aus dem Schoß der CDU gekrochen ist und als künftiger Koalitionär wieder dahin will, dann schreibt er das auf. Und natürlich verwendet er nie „angebliche“ Zitate, sondern nennt, nach gründlicher Recherche, Dreck einfach Dreck und nicht „lässliche Sünden“ weil er weiß, wem das alles nützt: Den Strippenziehern aus der Exportindustrie. Aber vielleicht hat er sich auch nur von Kinderaugen erpressen lassen, da ist er dann doch den Schweinen nicht ähnlich, die ihren Blick nur der eigenen Rasse zuwenden.


Am 30. Mai 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Frau Merkel ist empört…… über Gauland. Wieso eigentlich ?
Die Politik der großen Koalition und die mickrige Opposition haben den Boden mitbereitet für die AfD, die dabei ist die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ihrem Nutzen ändern zu wollen.
Von dringender Umverteilung ist keine Rede; wie denn, wenn die bürgerlichen Parteien geschlossen in ein und dasselbe Horn blasen. Die Superreichen zur Kasse zur bitten ist Gotteslästerung, und das ist verboten in Deutschland, wo mittlerweile Religionsgemeinschaften freudig auf dem Parteitag der LINKEN reden können.---
Leiharbeiter, Werksverträge, Datenschutz,
Pflegenotstand, die Beteiligung an Kriegen, Waffenexporte usw, usw. Die soziale Frage muss gestellt werden, weil da die Antworten für ein besseres Leben zu finden sind.___, und die Rechten dann an Bedeutung verlieren werden.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist der 8. Mai immer noch kein gesetzlicher Gedenktag zur Befreiung des Faschismus. Die Kenntnisse über den Faschismus sind eher mager als befriedigend in diesem Land.
Nein, die Rechten sind wieder gesellschaftsfähig, weil es mehr oder weniger möglich ist eine rechte "Meinung" haben und äußern zu können.
Die Spaltung der Gesellschaft bietet die Grundlage für das was uns noch blühen kann. Und dieses scheinheilige und heuchlerische empören über die Äußerungen von Gauland täuscht doch nicht über den Rechtsruck in Deutschland hinweg. Wem nutzt denn die AfD ? Die Geschichte sagt uns, wem rechte Parteien nutzen.
Was passiert denn hinter den geschlossenen Politikertüren, wovon wir noch nicht einmal eine Ahnung haben ?
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Wenn eine Gesellschaft die Fähigkeit zur Liebe und zum Mitgefühl verliert werde ich an die dunklen Zeiten in Deutschland erinnert.
Gauland hat sich eindeutig dazu geäußert. Kein Mitgefühl beim Blick in Kinderaugen, die unser aller Solidarität brauchen.
Was ist denn, wenn es sich um ihre Kinder oder Enkelkinder handeln würde, Herr Gauland.? Sind ihre Kinder etwa wertvoller als die Kinder der Geflüchteten ?
Die Frage wer Wert hat und wer nicht, dass hatten wir doch in Deutschland bis hin zum Völkermord. Und nun ist es wieder möglich dieses Denken zu etablieren, und Merkel empört sich. Na sowas.
Antikommunismus, wie immer an erster Stelle; obwohl wir ja noch nicht einmal eine wirkliche Linke mit revolutionärer Theorie haben, die ist mit Gorbatschows Hilfe erst einmal begraben worden.
Die Hinweise auf rechte Tendenzen wurden übergangen, überhört, nicht ernst genommen und sie haben mal wieder nichts gewusst.
Russland ist und bleibt der "Feind".
Ein Staat, der nicht die Schwachen schützt und die Geflüchteten wie eine "Ware" behandelt, und nur auf den Nutzen bedacht ist hat jedes Recht verwirkt, diese Gesellschaft eine Demokratie zu nennen, wo Menschenrechte und Humanität (außer als Floskel) eine Bedeutung haben, weil dem Grundgesetz genüge getan wird.
Der Film: Der Staat gegen Fritz Bauer.
Wenn möglich, sich die Zeit nehmen um ihn sich anzusehen.
Ähnlichkeiten sind nicht auszuschließen.---
Vielen Dank für den wichtigen, aussagekräftigen, humanen und aufrüttelnden Artikel.
"Wehret den Anfängen!"


Am 30. Mai 2016 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

UNERTRÄGLICH FEIGE HETZER VON RECHTS

Schweine sind ja doch richtig, richtig sauber im Vergleich - Brandstifter wie GAULAND und PETRY dagegen s i n d einfach nur Dreck - verdammt, sie sollen daran ersticken... (Details dazu kann man im hervorragend präzisierten aktuellen Gellermann-Artikel ja zur Genüge finden).


Am 30. Mai 2016 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Wie wäre es mit einem Link zur Quelle (vielleicht auch besser zum "Tatort"), wo das Zitat im Kontext zu finden ist? - Nur zum Zwecke des unerläßlichen Sich-Selbst-ein-Urteil-Bildens.

Antwort von U. Gellermann:

Aber gern:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng-14257743.html


Am 30. Mai 2016 schrieb Andreas Krödel:

Der ganzen "AfD" laufen die Menschen massenweise hinterher, weil sie in der offiziellen Politik nur Versagen und Bruch von Menschenrechten sehen. Das ist ein bewusst gesteuertes "Ablaßventil" für unzufriedene Menschen. Das ist wie üblich so ein rechtsleerer Raum, viel Geschrei, viel Presse, viel Lärm, aber dagegen geht doch ein "Rechtsstaat" nicht vor, die "Schweinerei"(welch Hohnvergleich mit den Schweinen), aber ist eben ein großer Raum für "Rechts" und alle, die das so nennen und aufzeigen, sind "Rechtspopulisten" oder zumindest Nazi! Es wird einem praktisch das Wort im Munde umgedreht und gegen unsereins muss man aber konsequent rechtlich vorgehen.


Am 30. Mai 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geehrter Herr Galerist,
in einem Punkt muss ich Sie korrigieren:
Bei wilden Mutterschweinen spricht mensch nicht von `Säuen´, sondern sie werden in der Jägersprache `Bachen´genannt.

Aber ansonsten ist ihr Artikel wieder, wie immer, brillant, treffend formuliert und von sachkundigen Fakten gestützt. So ist es jeden Donnerstag und Montag ein intellektueller Hochgenuss für mich, ihre Artikel lesen zu können.

Die SCHWEINE, ach ich meine natürlich die GAULANDs, WALLMANNs und PETRYs wird das wohl nicht beeindrucken. Aber ich vermute mal, dass Sie die SCHWEINE auch gar nicht beeindrucken wollen, sondern nur MENSCHEN.


Am 30. Mai 2016 schrieb nora schmitz-gharbi:

Wenn´s doch Mode würde, zu verblöden!
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn´s doch Mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten!
Denn dann wären wie sie endlich los!"


Am 30. Mai 2016 schrieb Lars Schall:

Vielen dank für die herausstellung, dass schweine keine feigen säue sind! (ich habe eine muttersau schon mal auf dem bauernhof in aktion gesehen...)


Am 30. Mai 2016 schrieb Brigitte Kara Mensah-Attoh:

Aber wieso wird das für Gauland und Petry KEINE juristischen Folgen haben - (da sie ja wüßten was sie gesagt haben?) Seit wann ist Volksverhetzung eigentlich straffrei?


Am 30. Mai 2016 schrieb Johannes Kern:

Muss Ihnen widersprechen, letzter Satz: Finde, ein Vergleich wäre wissenschaftlich schon machbar. Man sollte ihn den Schweinen aber aus ethischen Gründen nicht zumuten.

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